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Wenn Abwertung zum Selbstbild wird (Mobbing)

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Wenn Abwertung zum Selbstbild wird (Mobbing)




Einleitung

Wenn Abwertung zum Selbstbild wird beschreibt einen besonders belastenden Kern von Mobbing: Wiederholte Abwertung, Ausgrenzung, Demütigung oder Bedrohung bleibt nicht nur „außen“ bei den verletzenden Handlungen. Sie kann nach und nach „innen“ wirken. Betroffene beginnen dann manchmal, die Botschaften der Täterinnen und Täter für wahr zu halten: „Ich bin wertlos“, „Mit mir stimmt etwas nicht“, „Ich bin selbst schuld“ oder „Niemand wird mir glauben“. Genau hier liegt die Gefahr: Mobbing verletzt nicht nur die soziale Stellung einer Person, sondern kann das Selbstwertgefühl, das Vertrauen in andere Menschen und das eigene Selbstbild angreifen.

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Dieser aiMOOC hilft Dir, Mobbing und Cyber-Mobbing sachlich zu verstehen, Warnzeichen zu erkennen, die Wirkung von Abwertung auf das Selbstbild zu analysieren und Handlungsmöglichkeiten für Betroffene, Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte und Eltern zu entwickeln. Du lernst, warum Mobbing kein normaler Streit ist, wie Gruppendruck funktioniert, welche Rolle Zuschauerinnen und Zuschauer spielen und warum frühe Unterstützung wichtig ist.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Mobbing von einem Konflikt unterscheidet. Du kannst beschreiben, wie wiederholte Abwertung auf Selbstbild, Selbstwertgefühl, Scham, Stress und Sozialverhalten wirken kann. Außerdem kannst Du konkrete Schritte benennen, mit denen Betroffene Hilfe holen, Beweise sichern, Grenzen setzen und Unterstützung durch Erwachsene, Schule oder Beratungsstellen bekommen können. Ein wichtiges Ziel ist auch, dass Du Deine eigene Rolle in Gruppen reflektierst: Wegsehen, Mitlachen, Weiterleiten oder Schweigen kann Mobbing stabilisieren; Zivilcourage, Unterstützung und klare Regeln können es stoppen.


Was ist Mobbing?

Mobbing ist eine Form wiederholter psychischer Gewalt, bei der eine Person über längere Zeit gezielt verletzt, gedemütigt, bedroht, ausgegrenzt oder lächerlich gemacht wird. Entscheidend sind meist drei Merkmale: Die Handlungen wiederholen sich, es entsteht ein Machtungleichgewicht und die betroffene Person kann sich nicht einfach aus eigener Kraft schützen. Mobbing kann verbal, körperlich, sozial, digital oder indirekt stattfinden. Beispiele sind Beleidigungen, Gerüchte, Bloßstellungen, Ausschluss aus Gruppen, absichtliches Ignorieren, Drohungen, Beschädigen von Eigentum, das Verbreiten peinlicher Bilder oder das gezielte Nachäffen.

Ein einzelner Streit ist noch kein Mobbing. Auch ein heftiger Konflikt kann verletzend sein. Bei einem Konflikt stehen sich jedoch meist Personen mit vergleichbarer Macht gegenüber, und es gibt grundsätzlich die Möglichkeit, durch Gespräch, Kompromiss oder Vermittlung eine Lösung zu finden. Bei Mobbing wird die betroffene Person dagegen systematisch geschwächt. Die Gruppe, das Publikum oder digitale Reichweiten verstärken die Situation. Dadurch entsteht häufig ein Gefühl von Ohnmacht.


Formen von Mobbing

  1. Verbales Mobbing: Beleidigungen, Spitznamen, Drohungen, Spott, Herabwürdigung, abwertende Kommentare über Aussehen, Herkunft, Sprache, Religion, Leistung, Geschlecht oder Persönlichkeit.
  2. Soziales Mobbing: Ausgrenzung, Ignorieren, Gerüchte, Ausschluss aus Gruppen, bewusstes Alleinlassen, Manipulation von Freundschaften.
  3. Körperliches Mobbing: Schubsen, Treten, Schlagen, Festhalten, Wegnehmen oder Beschädigen von Gegenständen.
  4. Cyber-Mobbing: Beleidigungen, Gerüchte, Bloßstellung, Bedrohung, Erpressung oder Ausgrenzung über Messenger, soziale Netzwerke, Online-Spiele, Klassenchats, Fotos, Videos oder Fake-Profile.
  5. Diskriminierendes Mobbing: Angriffe aufgrund zugeschriebener Merkmale wie Herkunft, Religion, Behinderung, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Armut, Kleidung, Sprache oder Körper.


Cyber-Mobbing: Warum digitale Angriffe besonders belastend sein können

Cyber-Mobbing unterscheidet sich von Mobbing auf dem Schulhof oder am Arbeitsplatz durch einige Besonderheiten. Digitale Angriffe können rund um die Uhr stattfinden. Inhalte lassen sich schnell weiterleiten, kopieren oder anonym veröffentlichen. Betroffene wissen manchmal nicht, wer beteiligt ist oder wie viele Personen bereits etwas gesehen haben. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass es keinen sicheren Ort mehr gibt. Gleichzeitig bleiben digitale Spuren aber auch eine Chance: Nachrichten, Bilder, Links, Uhrzeiten und Profile können als Beweise gesichert werden, bevor sie gemeldet oder gelöscht werden.

Wichtig ist: Wer von Cyber-Mobbing betroffen ist, sollte nicht allein bleiben. Hilfreich sind vertrauenswürdige Erwachsene, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Eltern, Beratungsstellen oder die Polizei, wenn Drohungen, Erpressung, sexualisierte Inhalte, Identitätsmissbrauch oder andere Straftaten im Raum stehen. In Deutschland können Kinder und Jugendliche anonym und kostenlos die Nummer gegen Kummer unter 116 111 erreichen.


Wenn Abwertung zum Selbstbild wird


Vom äußeren Angriff zur inneren Stimme

Menschen entwickeln ihr Selbstbild nicht im luftleeren Raum. Wir bilden Vorstellungen über uns selbst auch durch Rückmeldungen aus unserer Umgebung: Anerkennung, Kritik, Zugehörigkeit, Erfolg, Misserfolg und Beziehungen. Wenn eine Person über längere Zeit abgewertet wird, können diese äußeren Botschaften zu inneren Sätzen werden. Aus „Die lachen über mich“ kann „Ich bin lächerlich“ werden. Aus „Niemand setzt sich für mich ein“ kann „Ich bin unwichtig“ werden. Aus „Mir passiert das immer wieder“ kann „Ich kann nichts ändern“ werden.

Dieser Vorgang heißt Internalisierung. Gemeint ist, dass äußere Bewertungen in das eigene Denken übernommen werden. Nicht jede betroffene Person erlebt das gleich. Manche entwickeln Widerstand, manche suchen Hilfe, manche ziehen sich zurück. Entscheidend ist, ob die Person Unterstützung bekommt, ob Erwachsene handeln, ob die Gruppe Mobbing stoppt und ob die abwertenden Botschaften durch stärkende Erfahrungen korrigiert werden.


Psychologische Mechanismen

  1. Scham: Betroffene fühlen sich nicht nur verletzt, sondern als ganze Person falsch oder minderwertig.
  2. Selbstbeschuldigung: Betroffene suchen die Ursache bei sich selbst, obwohl die Verantwortung für Mobbing bei den handelnden Personen und beim nicht eingreifenden Umfeld liegt.
  3. Erlernte Hilflosigkeit: Wenn Hilferufe erfolglos bleiben, kann der Eindruck entstehen, dass Handeln zwecklos ist.
  4. Soziale Isolation: Wer ausgegrenzt wird, verliert oft Gelegenheiten, positive Rückmeldungen zu bekommen.
  5. Stressreaktion: Wiederholte Bedrohung kann Körper und Psyche dauerhaft belasten, etwa durch Schlafprobleme, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme oder Angst.
  6. Selbsterfüllende Prophezeiung: Wenn eine Person glaubt, ohnehin abgelehnt zu werden, zieht sie sich zurück; dadurch bekommt sie weniger Kontakt und fühlt sich noch bestätigter.


Selbstbild ist veränderbar

Auch wenn Mobbing tiefe Spuren hinterlassen kann, ist das Selbstbild nicht endgültig festgelegt. Positive Beziehungen, verlässliche Erwachsene, Therapie oder Beratung, Zugehörigkeit zu einer sicheren Gruppe, Erfolgserlebnisse, kreative Ausdrucksformen, Sport, Musik, Engagement, Freundschaften und klare Grenzerfahrungen können helfen, neue innere Sätze aufzubauen. Ein stärkender Satz kann lauten: „Was mir passiert ist, sagt etwas über das Verhalten anderer aus, nicht über meinen Wert.“ Ein weiterer hilfreicher Satz ist: „Ich darf Hilfe holen, auch wenn mir jemand einredet, ich solle schweigen.“


Rollen im Mobbingprozess

Mobbing ist selten nur eine Angelegenheit zwischen zwei Personen. Häufig entsteht ein Gruppensystem. Eine Person startet die Angriffe, andere machen mit, lachen, leiten Inhalte weiter oder schauen zu. Wieder andere wissen, dass etwas falsch läuft, trauen sich aber nicht einzugreifen. Gerade diese Zuschauerinnen und Zuschauer sind wichtig: Wenn sie nicht mitmachen, Unterstützung holen und die betroffene Person nicht allein lassen, verliert Mobbing an Macht.


Typische Rollen

  1. Betroffene Person: Sie erlebt wiederholte Abwertung, Ausgrenzung oder Bedrohung und braucht Schutz, Glauben und Unterstützung.
  2. Täterrolle: Eine Person oder Gruppe setzt Abwertung gezielt ein, um Macht, Status, Kontrolle oder Aufmerksamkeit zu bekommen.
  3. Mitläuferrolle: Personen machen mit, weil sie dazugehören wollen, Angst haben oder die Situation unterschätzen.
  4. Zuschauerrolle: Personen sehen etwas, greifen aber nicht ein; Schweigen kann von Täterinnen und Tätern als Zustimmung verstanden werden.
  5. Unterstützerrolle: Personen zeigen Zivilcourage, holen Hilfe, dokumentieren Vorfälle, widersprechen respektvoll oder bleiben bei der betroffenen Person.


Warum Wegsehen nicht neutral ist

Wegsehen fühlt sich manchmal sicher an. Man möchte nicht selbst Ziel werden, keinen Ärger bekommen oder „übertreiben“. Doch in Mobbingsituationen ist Schweigen selten neutral. Täterinnen und Täter erleben Publikum oft als Bestätigung. Betroffene erleben Schweigen häufig als zusätzliche Verletzung. Deshalb ist nicht verlangt, dass Du Dich gefährdest. Aber Du kannst Hilfe holen, eine erwachsene Person informieren, der betroffenen Person nach der Situation beistehen, nicht mitlachen, keine Inhalte weiterleiten und in sicheren Momenten deutlich machen: „Das ist nicht okay.“


Warnzeichen und Folgen


Mögliche Warnzeichen bei Betroffenen

Warnzeichen beweisen nicht automatisch Mobbing, können aber Hinweise sein. Dazu gehören plötzlicher Rückzug, Schulangst, häufige Bauch- oder Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Leistungsabfall, gereizte Stimmung, Traurigkeit, Verlust von Freundschaften, Angst vor dem Handy, Löschen von Profilen, ungewöhnlich starke Reaktionen auf Nachrichten oder der Wunsch, nicht mehr in die Schule, den Verein oder die Gruppe zu gehen. Auch übertriebene Anpassung kann ein Warnzeichen sein: Manche Betroffene versuchen, möglichst unsichtbar zu werden, damit sie nicht wieder angegriffen werden.


Mögliche Folgen

Mobbing kann das Selbstwertgefühl schwächen, Angst, Scham, Wut, Einsamkeit und Stress verstärken. Es kann Lernen erschweren, Konzentration verringern, soziale Beziehungen belasten und die körperliche Gesundheit beeinflussen. Die Folgen hängen von Dauer, Intensität, Unterstützung, Persönlichkeit, Umfeld und Vorerfahrungen ab. Wichtig ist: Betroffene sind nicht „zu empfindlich“. Wiederholte Abwertung ist eine ernstzunehmende Belastung.


Was hilft?


Erste Schritte für Betroffene

  1. Sicherheit: Wenn Du bedroht wirst oder Dich akut unsicher fühlst, hole sofort Hilfe bei Erwachsenen, Schule, Polizei oder Notruf.
  2. Vertrauensperson: Sprich mit einer Person, die Dir glaubt und Dich unterstützt: Eltern, Lehrkraft, Schulsozialarbeit, Vertrauenslehrkraft, Verwandte, Trainerin, Trainer oder Beratungsstelle.
  3. Dokumentation: Schreibe Datum, Uhrzeit, Ort, beteiligte Personen und Vorfälle auf. Sichere digitale Beweise, zum Beispiel Screenshots, Links und Profilnamen.
  4. Grenzen: Antworte nicht mit Gegenangriffen. Kurze klare Sätze können helfen, aber Sicherheit und Unterstützung sind wichtiger als Schlagfertigkeit.
  5. Melden und Blockieren: Melde beleidigende Inhalte auf Plattformen, blockiere Kontakte und bitte Erwachsene, Dich dabei zu unterstützen.
  6. Schutzplan: Vereinbare konkrete Wege, Pausenorte, Begleitung, Ansprechpersonen und Regeln für Klassenchat, Schulweg oder Verein.


Was Mitschülerinnen und Mitschüler tun können

Wenn Du Mobbing beobachtest, kannst Du helfen, ohne Dich selbst zu gefährden. Lache nicht mit. Teile keine Bilder, Chats oder Gerüchte. Schreibe keine zustimmenden Emojis unter verletzende Inhalte. Frage die betroffene Person später: „Brauchst Du Unterstützung?“ Gehe gemeinsam zu einer erwachsenen Person. Dokumentiere, was Du beobachtet hast. Stärke die Person durch normale, respektvolle Kontakte. Mobbing wird schwächer, wenn das Publikum nicht mehr mitspielt.


Was Schule und Erwachsene tun müssen

Schulen brauchen klare Regeln, verlässliche Meldestrukturen, Schutz der betroffenen Person, Gespräche mit Beteiligten, Konsequenzen bei Wiederholung, Arbeit mit der Gruppe und nachhaltige Prävention. Einzelne Appelle wie „Vertragt euch wieder“ reichen bei Mobbing oft nicht aus, weil sie das Machtungleichgewicht übersehen. Wichtig ist, die betroffene Person nicht zu beschämen, nicht zu Mitschuldigen zu machen und nicht zu verlangen, dass sie allein „stärker“ wird. Mobbing ist ein Gruppen- und Systemproblem und braucht ein gemeinsames Handeln.


Prävention: Eine Kultur des Respekts aufbauen

Prävention bedeutet mehr als ein Plakat gegen Mobbing. Eine Klasse, Gruppe oder Schule braucht eingeübte Kommunikation, klare Regeln, Schutzräume, Beteiligung und regelmäßige Reflexion. Dazu gehören Klassenvereinbarungen, Medienregeln für Chats, Übungen zu Empathie, Gespräche über Grenzen, diskriminierungskritische Bildung, Stärkung von Zivilcourage und transparente Wege, Hilfe zu holen. Besonders wichtig ist, dass Erwachsene früh reagieren. Wenn kleine Abwertungen dauerhaft geduldet werden, kann daraus ein Muster entstehen.


Klassenchat-Regeln als Beispiel

  1. Respekt: Keine Beleidigungen, Demütigungen, Drohungen oder abwertenden Bilder.
  2. Privatsphäre: Keine Fotos, Screenshots oder Sprachnachrichten ohne Einverständnis weiterleiten.
  3. Verantwortung: Wer verletzende Inhalte sieht, meldet sie einer Vertrauensperson und leitet sie nicht weiter.
  4. Klarheit: Konflikte werden nicht im Gruppenchat eskaliert, sondern mit Hilfe geklärt.
  5. Hilfe: Jede Person kennt mindestens zwei Ansprechpersonen in Schule oder Familie.


Fallbeispiel: Innere Sätze verändern

Stell Dir vor, eine Schülerin wird wochenlang im Klassenchat mit abwertenden Spitznamen bezeichnet. Zunächst denkt sie: „Die sind gemein.“ Nach einiger Zeit denkt sie: „Vielleicht bin ich wirklich peinlich.“ Sie meldet sich seltener im Unterricht, löscht Beiträge, vermeidet Pausen und schaut ständig auf ihr Handy. Erst als eine Mitschülerin ihr sagt: „Das ist nicht Deine Schuld, ich komme mit zur Schulsozialarbeit“, beginnt sich etwas zu verändern.

Dieses Beispiel zeigt drei Ebenen. Auf der äußeren Ebene müssen die Angriffe gestoppt werden. Auf der sozialen Ebene braucht die betroffene Person Verbündete und Schutz. Auf der inneren Ebene braucht sie neue Erfahrungen, die den abwertenden inneren Satz korrigieren: „Ich bin nicht peinlich. Ich werde gerade unfair behandelt. Ich darf Unterstützung bekommen.“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was unterscheidet Mobbing meistens von einem normalen Konflikt? (Wiederholung und Machtungleichgewicht) (!Ein einzelner Streit) (!Gleiche Chancen für beide Seiten) (!Eine kurze Meinungsverschiedenheit)




Was bedeutet Selbstbild? (Die Vorstellung einer Person von sich selbst) (!Die Sitzordnung in einer Klasse) (!Die Liste aller Hobbys) (!Die Meinung einer App)




Warum kann Cybermobbing besonders belastend sein? (Inhalte können schnell verbreitet werden) (!Es passiert nur in der Schule) (!Es endet immer nach einer Nachricht) (!Es ist grundsätzlich harmlos)




Welche Handlung hilft bei Cybermobbing am ehesten? (Beweise sichern und Hilfe holen) (!Alle Nachrichten sofort weiterleiten) (!Mit stärkeren Beleidigungen antworten) (!Gar niemandem davon erzählen)




Welche Rolle kann Mobbing verstärken? (Mitläuferrolle) (!Unterstützerrolle) (!Vertrauensrolle) (!Schutzrolle)




Was bedeutet Internalisierung im Zusammenhang mit Mobbing? (Äußere Abwertungen werden innerlich übernommen) (!Eine Datei wird ausgedruckt) (!Ein Streit wird sofort gelöst) (!Eine Gruppe wird neu eingeteilt)




Welche Aussage ist für Betroffene besonders stärkend? (Mobbing ist nicht meine Schuld) (!Ich muss alles allein lösen) (!Schweigen ist immer die beste Lösung) (!Ich verdiene die Abwertung)




Was ist ein sinnvolles Verhalten für Zuschauerinnen und Zuschauer? (Nicht mitlachen und Unterstützung holen) (!Gerüchte weiterverbreiten) (!Die betroffene Person meiden) (!Beleidigungen mit Emojis bestätigen)




Warum reicht die Aufforderung Vertragt euch wieder bei Mobbing oft nicht aus? (Sie übersieht das Machtungleichgewicht) (!Sie ist immer zu freundlich) (!Sie löst automatisch alle Probleme) (!Sie ersetzt jede Prävention)




Welche Maßnahme gehört zu guter Prävention? (Klare Regeln und verlässliche Ansprechpersonen) (!Unklare Zuständigkeiten) (!Wegsehen bei kleinen Abwertungen) (!Nur Strafen ohne Gespräche)





Memory

Selbstbild inneres Bild von der eigenen Person
Abwertung wiederholtes Herabsetzen
Cybermobbing digitale Angriffe über Medien
Bystander beobachtende Person
Zivilcourage mutiges Unterstützen trotz Druck
Beweissicherung Screenshots und Notizen aufbewahren





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Vertrauensperson Hilfe holen
Screenshot Beweise sichern
Blockieren Kontakt begrenzen
Melden Plattform informieren
Schutzplan Sicherheit organisieren
Zivilcourage Betroffene unterstützen





Kreuzworträtsel

Selbstbild Wie nennt man die Vorstellung, die eine Person von sich selbst hat?
Empathie Wie heißt die Fähigkeit, Gefühle anderer wahrzunehmen und mitzudenken?
Beweise Was sollte man bei Cybermobbing sichern, bevor Inhalte verschwinden?
Vertrauen Was brauchen Betroffene, damit sie sich an andere wenden können?
Zivilcourage Wie nennt man mutiges Eintreten für andere trotz Gruppendruck?
Respekt Welche Haltung schützt Menschen vor Abwertung und Demütigung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Mobbing unterscheidet sich von einem normalen Streit durch Wiederholung und

. Wenn eine Person immer wieder abgewertet wird, kann dies ihr

beeinflussen. Besonders belastend ist Cybermobbing, weil Inhalte schnell

werden können. Betroffene sollten nicht allein bleiben, sondern eine

ansprechen. Digitale Angriffe sollten mit Screenshots und Notizen als

gesichert werden. Zuschauerinnen und Zuschauer helfen, wenn sie nicht mitlachen und

holen. Wiederholte Abwertung kann Scham und

verstärken. Eine gute Schule braucht klare Regeln und verlässliche

. Prävention stärkt Respekt, Empathie und

. Ein hilfreicher innerer Satz lautet, dass Mobbing nicht meine

ist.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte: Erstelle eine Begriffskarte zu Mobbing, Cyber-Mobbing, Selbstbild, Selbstwertgefühl und Zivilcourage mit kurzen Erklärungen in eigenen Worten.
  2. Gefühlsbarometer: Zeichne ein Barometer, das zeigt, wie sich wiederholte Abwertung auf Gefühle wie Scham, Angst, Wut und Einsamkeit auswirken kann.
  3. Hilfenetz: Gestalte ein persönliches Hilfenetz mit mindestens fünf Personen oder Stellen, an die sich Jugendliche bei Mobbing wenden können.
  4. Klassenchat-Regeln: Formuliere fünf faire Regeln für einen respektvollen Klassenchat und erkläre zu jeder Regel, warum sie wichtig ist.


Standard

  1. Fallanalyse: Analysiere ein fiktives Mobbingbeispiel und unterscheide zwischen Täterrolle, Mitläuferrolle, Zuschauerrolle, Unterstützerrolle und betroffener Person.
  2. Innerer Monolog: Schreibe zwei kurze innere Monologe aus Sicht einer betroffenen Person, zuerst mit abwertenden inneren Sätzen und danach mit stärkenden Gegensätzen.
  3. Interviewprojekt: Befrage eine erwachsene Vertrauensperson, eine Lehrkraft oder Schulsozialarbeit zu Hilfswegen bei Mobbing und fasse die wichtigsten Ergebnisse zusammen.
  4. Plakatkampagne: Entwickle ein Plakat oder eine digitale Grafik mit der Botschaft, dass Abwertung nicht zum Selbstbild werden darf.


Schwer

  1. Präventionskonzept: Entwirf ein Konzept für eine Schule oder Jugendgruppe, das Meldewege, Schutzmaßnahmen, Klassenchat-Regeln und Übungen zu Empathie verbindet.
  2. Medienanalyse: Untersuche einen fiktiven Chatverlauf auf Grenzverletzungen, Gruppendruck, Eskalation und mögliche Eingriffspunkte.
  3. Rollenspiel: Entwickle ein Rollenspiel, in dem eine Zuschauerperson zur Unterstützerperson wird, ohne sich selbst zu gefährden.
  4. Podcast: Produziere ein kurzes Audio-Konzept zum Thema „Wenn Abwertung zum Selbstbild wird“ mit Definition, Fallbeispiel, Hilfen und Präventionsideen.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum Mobbing nicht nur einzelne Handlungen, sondern ein Gruppensystem ist.
  2. Perspektivwechsel: Beschreibe dieselbe Situation aus Sicht der betroffenen Person, einer mitlaufenden Person und einer unterstützenden Person.
  3. Handlungsplan: Entwickle einen konkreten Schutzplan für eine Person, die im Klassenchat beleidigt wird, und begründe jeden Schritt.
  4. Ursache-Wirkung: Zeige, wie aus wiederholter Abwertung innere Sätze entstehen können und welche Erfahrungen diese Sätze wieder verändern können.
  5. Präventionsprüfung: Bewerte eine vorhandene Klassenregel danach, ob sie Mobbing wirklich vorbeugt oder nur allgemein freundlich klingt.
  6. Ethikaufgabe: Begründe, warum Wegsehen in Mobbingsituationen moralisch problematisch sein kann, obwohl Zuschauerinnen und Zuschauer oft Angst haben.


Lernnachweis

  1. Begriffssicherheit: Du kannst Mobbing, Cyber-Mobbing, Konflikt, Selbstbild, Selbstwertgefühl und Internalisierung in eigenen Worten erklären.
  2. Analysefähigkeit: Du kannst in einem Fallbeispiel Rollen, Machtungleichgewicht, Wiederholung und Folgen für die betroffene Person erkennen.
  3. Handlungskompetenz: Du kannst sinnvolle Schritte wie Hilfe holen, Beweise sichern, blockieren, melden und Schutz organisieren begründen.
  4. Urteilskompetenz: Du kannst beurteilen, warum bestimmte Reaktionen hilfreich, riskant oder verletzend sind.
  5. Projektleistung: Du erstellst ein eigenes Präventionsprodukt, zum Beispiel Plakat, Podcast, Rollenspiel, Klassenchat-Regeln oder Schutzplan.




Quellen, Hilfen und weiterführende Materialien

  1. Wikipedia: Mobbing
  2. Wikipedia: Cyber-Mobbing
  3. klicksafe: Cybermobbing
  4. BSI: Hilfe für Betroffene von Cybermobbing und Cyberstalking
  5. Nummer gegen Kummer: Cybermobbing
  6. bpb: Welche Folgen hat Mobbing für die Opfer?
  7. Wikimedia Commons: Bullying
  8. Wikimedia Commons: Cyberbullying



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