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Was passiert, wenn wir online sterben

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Was passiert, wenn wir online sterben



Einleitung

Der aiMOOC Was passiert, wenn wir online sterben / Den Tod verstehen lädt Dich dazu ein, Tod, Sterben, Trauer, Erinnerungskultur und digitalen Nachlass zusammenzudenken. Das Thema berührt Biologie, Ethik, Medienbildung, Recht, Religion, Psychologie, Soziologie und Informatik. Du lernst, warum der Tod nicht nur ein biologisches Ereignis ist, sondern auch Beziehungen, Rituale, Daten, Plattformen und gesellschaftliche Verantwortung betrifft.

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Wenn ein Mensch stirbt, endet sein körperliches Leben. Seine Beziehungen, Erinnerungen, Wirkungen und Spuren bleiben aber in unterschiedlicher Weise bestehen. Früher waren solche Spuren vor allem Briefe, Fotos, Tagebücher, Gegenstände, Grabsteine und Erzählungen. Heute kommen E-Mails, Clouds, Social-Media-Profile, Messenger-Chats, Online-Banking, Abonnements, Gaming-Accounts, Krypto-Wallets, Blogs, Videos, KI-Systeme und persönliche Daten hinzu. Der Satz „Wir sterben online“ bedeutet also nicht, dass ein Mensch im Internet weiterlebt. Er bedeutet: Ein Teil unserer Identität, Kommunikation und Erinnerung ist digital gespeichert und bleibt oft nach dem Tod erreichbar, sichtbar oder verwaltbar.

Dieser Kurs hilft Dir, das Thema sachlich, respektvoll und kritisch zu verstehen. Du wirst biologische, kulturelle, soziale, rechtliche und technische Perspektiven verbinden. Außerdem entwickelst Du eigene Ideen, wie Menschen würdevoll mit digitalen Spuren Verstorbener umgehen können.


Sensibler Hinweis

Der aiMOOC behandelt Tod, Trauer und Abschied. Das kann belastend sein, besonders wenn Du selbst einen Verlust erlebt hast. Du musst nicht allein damit bleiben. Sprich mit einer vertrauten Person, einer Lehrkraft, Schulsozialarbeit, Familienangehörigen oder einer Beratungsstelle. In Deutschland ist die Telefonseelsorge anonym und kostenlos unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123 erreichbar. Kinder und Jugendliche können die Nummer gegen Kummer unter 116 111 kontaktieren. Bei akuter Gefahr gilt der Notruf 112.


Lernziele

  1. Tod verstehen: Du erklärst, warum der Tod biologisch, sozial, kulturell und digital betrachtet werden kann.
  2. Digitaler Nachlass: Du beschreibst, welche Daten, Rechte, Konten und Verträge nach dem Tod weiterbestehen können.
  3. Trauer: Du unterscheidest individuelle Trauer von gesellschaftlichen Ritualen und digitalen Erinnerungsformen.
  4. Datenschutz: Du beurteilst Spannungen zwischen Erinnerungswunsch, Privatsphäre, Erbrecht und Plattformregeln.
  5. Medienkompetenz: Du entwickelst Vorschläge für einen verantwortlichen Umgang mit digitalen Spuren.
  6. Ethik: Du reflektierst, was Würde, Einwilligung, Verantwortung und Respekt im digitalen Abschied bedeuten.


Was bedeutet Tod?

Der Tod ist das endgültige Ende des Lebens eines Organismus. Medizinisch ist dabei entscheidend, dass lebenswichtige Funktionen nicht nur vorübergehend ausfallen, sondern unwiderruflich enden. Sterben ist dagegen ein Prozess. Er kann plötzlich eintreten, etwa bei einem Unfall, oder sich über längere Zeit entwickeln, etwa bei schwerer Krankheit oder hohem Alter. Zum Sterben gehören biologische Veränderungen im Körper, aber auch menschliche Bedürfnisse: Nähe, Schmerzfreiheit, Ruhe, Begleitung, Abschied, Kommunikation und Sinn.

In vielen Gesellschaften wird der Tod zugleich als Grenze und als Übergang verstanden. Religionen sprechen etwa von Jenseits, Auferstehung, Wiedergeburt oder einer anderen Form von Fortbestehen. Nichtreligiöse Weltanschauungen betonen häufig Erinnerung, Wirkung, Verantwortung und den Kreislauf des Lebens. Wichtig ist: Keine einzelne Perspektive erklärt alles. Der Tod ist biologisch eindeutig, aber menschlich vielschichtig.


Sterben als biologischer Prozess

Beim Sterben verändert sich die Funktion des Körpers. Atmung, Kreislauf, Stoffwechsel und Gehirnaktivität hängen eng zusammen. Wenn Sauerstoffversorgung und Durchblutung dauerhaft ausfallen, können Organe ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Besonders empfindlich ist das Gehirn, weil es viel Energie benötigt. Moderne Medizin kann manche Zustände durch Reanimation zeitweise umkehren, wenn rechtzeitig geholfen wird. Deshalb ist es wichtig, zwischen Sterbeprozess, medizinischer Krise und endgültigem Tod sorgfältig zu unterscheiden.

Diese biologische Betrachtung beantwortet aber nicht alle Fragen, die Menschen bewegen. Wer stirbt, ist nicht nur ein Körper, sondern eine Person mit Geschichte, Beziehungen, Werten, Geheimnissen, Konflikten und Spuren. Genau hier beginnt die soziale, kulturelle und digitale Dimension.


Tod als soziales Ereignis

Ein Tod betrifft nicht nur die verstorbene Person. Er verändert Familien, Freundschaften, Klassen, Arbeitsplätze, Vereine und digitale Gemeinschaften. Menschen fragen: Wer informiert andere? Was passiert mit gemeinsamen Fotos? Wer darf Nachrichten lesen? Was bleibt öffentlich? Was soll privat bleiben? Welche Rituale helfen beim Abschied? Solche Fragen zeigen, dass der Tod ein soziales Ereignis ist.

Trauer ist dabei keine Schwäche und kein Fehler. Sie ist eine menschliche Reaktion auf Verlust. Trauer kann sich in Tränen, Wut, Schuldgefühlen, Erleichterung, Müdigkeit, Sprachlosigkeit, Konzentrationsproblemen oder Sehnsucht zeigen. Sie verläuft nicht bei allen gleich und nicht wie ein einfacher Stundenplan. Trauer kann in Wellen kommen. Manchmal hilft Reden, manchmal Stille, Bewegung, Musik, Schreiben, ein Ritual oder professionelle Trauerbegleitung.


Was bedeutet online sterben?

Online sterben heißt: Nach dem Tod bleiben digitale Spuren zurück. Dazu gehören öffentlich sichtbare Inhalte und private Daten. Ein Profil kann weiter angezeigt werden. Geburtstagsbenachrichtigungen können erscheinen. Fotos werden geteilt. Messenger-Verläufe bleiben auf Geräten. Abonnements laufen weiter. Eine Cloud enthält Erinnerungen, Dokumente oder sensible Informationen. Ein Algorithmus kann alte Inhalte erneut vorschlagen. So entsteht eine neue Form von Gegenwart: Verstorbene sind körperlich nicht mehr da, aber digital können sie plötzlich wieder im Alltag auftauchen.

Diese digitale Gegenwart kann trösten, weil Fotos, Stimmen, Nachrichten und Videos Erinnerungen lebendig halten. Sie kann aber auch schmerzen, wenn automatische Erinnerungen unerwartet erscheinen oder wenn private Inhalte ohne Zustimmung verbreitet werden. Deshalb braucht digitaler Abschied sowohl Medienkompetenz als auch Empathie.


Digitaler Nachlass

Der digitale Nachlass umfasst digitale Werte, Daten, Rechte, Konten und Vertragsbeziehungen einer verstorbenen Person. Dazu können gehören: E-Mail-Konten, Social-Media-Profile, Messenger, Cloud-Speicher, Fotos, Videos, Texte, Webseiten, Domainnamen, Online-Abos, Zahlungsdienste, Online-Shops, digitale Geräte, Softwarelizenzen, Spielstände, digitale Kunstwerke, NFTs, Kryptowährungen und urheberrechtlich geschützte Werke.

In Deutschland ist wichtig: Der digitale Nachlass wird nicht automatisch einfach gelöscht. Viele digitale Rechtspositionen können Teil des Erbes sein. Gleichzeitig bleiben Datenschutz, Privatsphäre, Persönlichkeitsrechte und die Rechte von Kommunikationspartnerinnen und Kommunikationspartnern relevant. Deshalb ist der digitale Nachlass oft schwieriger als ein Karton mit Briefen. Digitale Daten liegen verteilt bei vielen Anbietern, sind durch Passwörter geschützt, können verschlüsselt sein und unterliegen unterschiedlichen Nutzungsbedingungen.


Plattformen und Gedenkfunktionen

Viele Plattformen haben eigene Regeln für den Tod von Nutzerinnen und Nutzern. Manche Dienste ermöglichen eine Gedenkseite. Andere erlauben das Löschen eines Kontos durch Angehörige. Einige Anbieter bieten Vorsorgefunktionen an, etwa eine Vertrauensperson oder einen Inaktivitätsmanager. Beispiele sind ein Nachlasskontakt bei sozialen Netzwerken, ein digitaler Nachlasskontakt bei Geräte- und Cloud-Anbietern oder eine Funktion, die nach längerer Inaktivität ausgewählte Daten freigibt.

Solche Funktionen sind hilfreich, ersetzen aber keine bewusste Vorsorge. Plattformregeln ändern sich. Außerdem betreffen sie meist nur einzelne Dienste. Ein Mensch nutzt aber viele Konten, Geräte und Kommunikationswege. Darum ist es sinnvoll, zu Lebzeiten zu überlegen, welche digitalen Spuren bleiben, gelöscht, archiviert oder an bestimmte Personen übergeben werden sollen.


Digitale Erinnerungskultur

Erinnerungskultur beschreibt, wie Menschen und Gesellschaften Erinnerungen bewahren, deuten und weitergeben. Digitale Erinnerungskultur findet auf Profilseiten, Gedenkseiten, in Kommentarspalten, Online-Kondolenzbüchern, Familienchats, Cloud-Alben, Videos, Podcasts oder digitalen Archiven statt. Sie kann Gemeinschaft schaffen, weil Menschen unabhängig von Ort und Zeit Anteil nehmen können. Sie kann aber auch Konflikte verstärken, wenn Kommentare verletzend sind, Fotos ohne Zustimmung veröffentlicht werden oder Angehörige unterschiedliche Vorstellungen vom Erinnern haben.

Digitale Erinnerung ist nicht automatisch besser oder schlechter als analoge Erinnerung. Sie ist anders. Sie ist schneller, kopierbarer, durchsuchbarer, öffentlicher und oft dauerhafter. Gleichzeitig ist sie abhängig von Servern, Passwörtern, Geschäftsmodellen, Dateiformaten und Plattformentscheidungen. Was heute gespeichert ist, kann morgen verschwinden. Was heute privat wirkt, kann später öffentlich werden. Deshalb ist digitale Erinnerung immer auch eine Frage von Archivierung, Datensicherheit und Verantwortung.


Den Tod verstehen: Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft

Der Tod ist eine Grundbedingung des Lebens. Wissenschaftlich lässt er sich biologisch beschreiben. Kulturell wird er durch Symbole, Rituale, Sprache, Religion und Kunst gedeutet. Gesellschaftlich zeigt er, wie Menschen füreinander sorgen, wie Institutionen funktionieren und wie eine Gemeinschaft mit Verletzlichkeit umgeht.


Rituale und Abschied

Rituale geben dem Unfassbaren eine Form. Eine Beerdigung, eine Trauerfeier, ein Kondolenzbuch, ein gemeinsames Essen, eine Kerze, ein Gebet, ein Musikstück, ein Erinnerungsbrief oder ein digitaler Gedenkpost können helfen, den Tod anzuerkennen. Rituale ersetzen den Verlust nicht, aber sie können Halt geben. Sie zeigen: Eine Person war wichtig. Ihr Leben wird gesehen. Die Trauernden sind nicht allein.

Auch digitale Rituale entstehen. Menschen posten Erinnerungen am Todestag, teilen alte Fotos, erstellen Videos, pflegen Gedenkseiten oder sammeln Spenden im Namen der verstorbenen Person. Solche Formen können tröstlich sein. Sie brauchen aber klare Regeln: Was hätte die verstorbene Person gewollt? Wer darf sprechen? Was soll nicht öffentlich werden? Wie gehen wir mit Konflikten um?


Sprache über den Tod

Viele Menschen vermeiden direkte Wörter wie Tod oder Sterben und sagen stattdessen „eingeschlafen“, „von uns gegangen“ oder „nicht mehr da“. Solche Formulierungen können trösten, aber auch verwirren. Besonders Kinder brauchen ehrliche und altersgerechte Sprache. Wer sagt, dass jemand „eingeschlafen“ sei, kann unbeabsichtigt Angst vor dem Schlafen auslösen. Klarer ist: Der Mensch ist gestorben. Sein Körper lebt nicht mehr. Wir sind traurig, erinnern uns und kümmern uns umeinander.

Auch online ist Sprache wichtig. Ein Kommentar unter einem Gedenkpost kann helfen oder verletzen. Respektvolle digitale Anteilnahme ist kurz, ehrlich und ohne Druck. Sätze wie „Ich denke an Dich“, „Ich erinnere mich an ...“ oder „Ich bin da, wenn Du reden möchtest“ sind oft hilfreicher als Ratschläge, die Trauernden vorschreiben, wie sie fühlen sollen.


KI, Avatare und digitale Unsterblichkeit

Mit KI entstehen neue Fragen. Aus Texten, Bildern, Stimmen und Videos können Systeme digitale Abbilder erstellen. Manche Angebote versprechen, Erinnerungen interaktiv zu machen, etwa durch Chatbots, die im Stil einer verstorbenen Person antworten. Das kann für manche Menschen tröstlich wirken. Es kann aber auch problematisch sein, wenn Einwilligung fehlt, Trauer verlängert oder manipuliert wird, Kinder verwirrt werden oder kommerzielle Interessen die Erinnerung bestimmen.

Eine ethische Leitfrage lautet: Dient die Technik den Lebenden und achtet sie die Würde der Verstorbenen? Oder nutzt sie Schmerz, Daten und Sehnsucht aus? Digitale Erinnerung darf nicht nur technisch möglich sein. Sie muss menschlich verantwortbar sein.


Digitale Vorsorge

Digitale Vorsorge bedeutet, zu Lebzeiten festzulegen, was mit digitalen Konten, Daten und Geräten geschehen soll. Sie ist kein Zeichen von Pessimismus, sondern von Fürsorge. Wer vorsorgt, entlastet Angehörige in einer Zeit, in der sie ohnehin trauern und viele Entscheidungen treffen müssen.


Was Du vorbereiten kannst

  1. Kontenübersicht: Erstelle eine aktuelle Liste wichtiger Konten, Geräte, E-Mail-Adressen, Zahlungsdienste, Clouds, Domains und Abos.
  2. Vertrauensperson: Bestimme eine Person, die im Krankheitsfall oder nach dem Tod handeln darf.
  3. Vollmacht: Kläre schriftlich, welche Person digitale Angelegenheiten regeln soll und ob die Vollmacht über den Tod hinaus gelten soll.
  4. Passwortmanager: Nutze sichere Verfahren, damit Zugangsdaten geschützt sind und im Ernstfall auffindbar werden.
  5. Wünsche: Notiere, welche Profile gelöscht, in den Gedenkzustand versetzt, archiviert oder weitergeführt werden sollen.
  6. Privatsphäre: Entscheide, welche Daten privat bleiben sollen und welche Erinnerungen geteilt werden dürfen.
  7. Aktualisierung: Prüfe die Vorsorge regelmäßig, weil sich Konten, Geräte und Plattformregeln ändern.

Dieser Abschnitt ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei Testament, Erbschaft, Vollmacht oder wertvollen digitalen Gütern kann eine Beratung durch eine fachkundige Stelle sinnvoll sein.


Ethische Leitfragen für Angehörige

  1. Würde: Wird die verstorbene Person respektvoll dargestellt?
  2. Einwilligung: Gibt es Hinweise darauf, was die Person selbst gewollt hätte?
  3. Privatsphäre: Werden intime Nachrichten, Fotos oder Konflikte geschützt?
  4. Mitbetroffene: Enthalten Daten Informationen über andere Menschen?
  5. Verhältnismäßigkeit: Muss etwas wirklich öffentlich geteilt werden?
  6. Trauer: Hilft die digitale Handlung beim Abschied oder verstärkt sie Schmerz und Streit?
  7. Verantwortung: Wer übernimmt Pflege, Moderation oder Löschung einer Gedenkseite?


Fallbeispiel: Ein Profil bleibt online

Stell Dir vor, eine Schülerin aus einer Klasse stirbt plötzlich. Ihr Social-Media-Profil bleibt sichtbar. Einige posten Erinnerungsbilder, andere kommentieren unbeholfen, manche verbreiten Gerüchte. Der Algorithmus schlägt alten Freundinnen und Freunden weiterhin gemeinsame Fotos vor. Eine Geburtstagsbenachrichtigung erscheint Monate später. Die Familie weiß nicht, wie sie Zugang bekommt oder ob das Profil gelöscht werden soll.

Dieses Beispiel zeigt die wichtigsten Konflikte: Die Klasse möchte erinnern. Die Familie möchte Ruhe. Freundinnen und Freunde suchen einen Ort für Trauer. Die verstorbene Person hatte vielleicht private Nachrichten, die niemand lesen sollte. Die Plattform verlangt Nachweise. Lehrkräfte müssen schützen, ohne Trauer zu kontrollieren. Eine gute Lösung braucht Gespräch, Respekt, Datenschutz und klare Zuständigkeiten.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet der Begriff digitaler Nachlass? (Alle digitalen Konten Daten Rechte und Verträge einer verstorbenen Person) (!Nur die Fotos auf einem Smartphone) (!Nur das letzte Profilbild einer Person) (!Nur Geräte die im Haushalt liegen)




Warum kann ein Online Profil nach dem Tod belastend sein? (Weil automatische Erinnerungen Trauer unerwartet auslösen können) (!Weil digitale Daten immer sofort verschwinden) (!Weil Profile nie von Angehörigen gesehen werden) (!Weil das Internet keine Fotos speichern kann)




Was ist Trauer? (Eine menschliche Reaktion auf Verlust) (!Eine Pflicht mit festem Ablauf) (!Eine Krankheit bei jeder betroffenen Person) (!Eine technische Funktion sozialer Netzwerke)




Was ist ein wichtiges Ziel digitaler Vorsorge? (Angehörige durch klare Wünsche und Zuständigkeiten entlasten) (!Alle Erinnerungen sofort öffentlich machen) (!Passwörter ungeschützt veröffentlichen) (!Jede Kommunikation automatisch löschen)




Warum sind Messenger Nachrichten besonders sensibel? (Weil sie oft auch Informationen über andere Personen enthalten) (!Weil sie nie persönliche Inhalte enthalten) (!Weil sie immer öffentlich geschrieben werden) (!Weil sie rechtlich bedeutungslos sind)




Welche Frage ist ethisch besonders wichtig bei digitalen Gedenkseiten? (Wird die Würde der verstorbenen Person geachtet) (!Wie viele Likes bekommt der Beitrag) (!Wie schnell kann man viele Follower gewinnen) (!Wie kann man möglichst viele Daten sammeln)




Was leisten Rituale beim Abschied häufig? (Sie geben Trauer eine gemeinsame Form) (!Sie beseitigen Trauer vollständig) (!Sie verhindern jede Erinnerung) (!Sie ersetzen menschliche Nähe immer)




Was ist bei KI Abbildern Verstorbener besonders problematisch? (Fehlende Einwilligung und mögliche Verletzung der Würde) (!Dass KI niemals Sprache erzeugen kann) (!Dass digitale Daten grundsätzlich leer sind) (!Dass Angehörige keine Gefühle haben)




Welche Aussage über Trauer ist sachlich angemessen? (Trauer verläuft individuell und oft in Wellen) (!Trauer endet immer nach sieben Tagen) (!Trauer hat bei allen Menschen denselben Ablauf) (!Trauer darf man online nie zeigen)




Welche Handlung passt zu verantwortlichem Umgang mit digitalem Nachlass? (Wünsche dokumentieren und eine Vertrauensperson informieren) (!Alle Passwörter öffentlich posten) (!Private Chats ungefragt veröffentlichen) (!Gedenkseiten ohne Moderation nutzen)





Memory

Digitaler Nachlass Konten und Daten nach dem Tod
Trauer Reaktion auf Verlust
Gedenkseite Digitaler Ort der Erinnerung
Vollmacht Erlaubnis für eine Vertrauensperson
Datenschutz Schutz persönlicher Informationen
Ritual Symbolische Handlung beim Abschied





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Sterben Prozess am Ende des Lebens
Trauer Verarbeitung eines Verlustes
Digitaler Nachlass Daten und Konten nach dem Tod
Privatsphäre Schutz persönlicher und intimer Informationen
Erinnerungskultur Formen des gemeinsamen Gedenkens






Kreuzworträtsel

Nachlass Wie nennt man das was eine Person nach dem Tod hinterlässt?
Trauer Wie heißt die emotionale Reaktion auf einen schweren Verlust?
Ritual Wie nennt man eine wiederholte symbolische Handlung beim Abschied?
Datenschutz Welches Prinzip schützt personenbezogene Informationen?
Erinnerung Was bewahren Fotos Nachrichten und Erzählungen an Verstorbene?
Würde Welcher ethische Wert verlangt respektvollen Umgang mit Toten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der

bezeichnet das endgültige Ende des Lebens. Beim

handelt es sich um einen Prozess. Der

umfasst Konten Daten Rechte und Verträge nach dem Tod. Eine

kann ein digitaler Ort der Erinnerung sein. Die

ist eine menschliche Reaktion auf Verlust. Der

schützt persönliche Informationen. Eine

kann Angehörigen klare Handlungsmöglichkeiten geben. Eine

sollte über wichtige Wünsche informiert werden. Digitale Erinnerungen können

. Ohne Einwilligung können KI Abbilder die

einer verstorbenen Person verletzen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffe klären: Erstelle ein kleines Glossar mit zehn Begriffen aus dem aiMOOC und erkläre jeden Begriff in einem eigenen Satz.
  2. Erinnerungsobjekt: Wähle ein analoges oder digitales Erinnerungsobjekt aus und beschreibe, warum es für Menschen bedeutsam sein kann.
  3. Respektvoll kommentieren: Formuliere drei kurze, respektvolle Kommentare, die unter einem digitalen Gedenkbeitrag angemessen wären.
  4. Trauer und Alltag: Schreibe einen kurzen Text darüber, warum Trauer im Alltag sichtbar oder unsichtbar sein kann.


Standard

  1. Digitale Spuren untersuchen: Erstelle eine Mindmap zu digitalen Spuren, die ein Mensch nach dem Tod hinterlassen kann.
  2. Plattformregeln vergleichen: Vergleiche zwei Plattformen danach, ob sie Gedenkfunktionen, Nachlasskontakte oder Löschmöglichkeiten anbieten.
  3. Interview vorbereiten: Entwickle fünf respektvolle Fragen für ein Interview mit einer Person, die beruflich mit Bestattung, Seelsorge, Pflege oder Trauerbegleitung zu tun hat.
  4. Klassenvereinbarung: Entwirf Regeln für eine Klasse, wie sie bei einem Todesfall respektvoll mit Chats, Fotos und Gerüchten umgehen sollte.


Schwer

  1. Ethik der KI Erinnerung: Schreibe eine Erörterung zur Frage, ob KI Chatbots Verstorbener erlaubt sein sollten, wenn die Person vorher zugestimmt hat.
  2. Digitales Vorsorgekonzept: Entwickle eine Vorlage für eine digitale Vorsorge, die Kontenübersicht, Vertrauensperson, Wünsche und Datenschutz berücksichtigt.
  3. Fallanalyse: Analysiere das Fallbeispiel aus dem aiMOOC aus Sicht der Familie, der Freundinnen und Freunde, der Schule und der Plattform.
  4. Erinnerungskultur im Wandel: Gestalte ein Video, Poster oder Podcastskript darüber, wie sich Abschied und Gedenken durch digitale Medien verändern.



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Lernkontrolle

  1. Perspektivenwechsel: Erkläre an einem Beispiel, warum Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Plattformbetreiber bei einem digitalen Nachlass unterschiedliche Interessen haben können.
  2. Transferaufgabe: Entwickle einen Vorschlag, wie eine Schule bei einem Todesfall in der Schulgemeinschaft digital und analog respektvoll handeln kann.
  3. Ethisches Urteil: Beurteile, ob private Chatverläufe einer verstorbenen Person von Erben gelesen werden sollten, und begründe Dein Urteil mit mindestens drei Kriterien.
  4. Problemlösung: Entwerfe einen Handlungsplan für eine Familie, die ein Online-Profil einer verstorbenen Person in einen würdevollen Erinnerungsort umwandeln möchte.
  5. Reflexion: Erkläre, wie digitale Erinnerungen Trauer unterstützen, aber auch erschweren können.
  6. Medienkritik: Analysiere, welche Chancen und Risiken entstehen, wenn Plattformen Erinnerungen algorithmisch anzeigen.
  7. Zukunftsfrage: Entwickle Regeln für den verantwortlichen Einsatz von KI bei digitalen Abbildern Verstorbener.




Lernnachweis

  1. Portfolio: Sammle Deine Ergebnisse aus Glossar, Mindmap, Fallanalyse und Reflexion in einem Lernportfolio.
  2. Produkt: Erstelle ein Informationsblatt oder eine Präsentation zum verantwortlichen Umgang mit digitalem Nachlass.
  3. Begründung: Schreibe eine persönliche Stellungnahme zu einer ethischen Leitfrage des Kurses.
  4. Transfer: Zeige an einem selbst gewählten Beispiel, wie biologische, soziale und digitale Aspekte des Todes zusammenhängen.
  5. Feedback: Gib einer anderen Person Rückmeldung dazu, ob ihr Vorschlag Würde, Datenschutz und Trauer berücksichtigt.


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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
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