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Videos aufnehmen und schneiden - Mediengestaltung - Informatik und Medienbildung

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Videos aufnehmen und schneiden - Mediengestaltung - Informatik und Medienbildung




Videos aufnehmen und schneiden - Mediengestaltung - Informatik und Medienbildung


Einleitung

Mit einem Smartphone, einem Tablet oder einer Digitalkamera kannst Du eigene Videos machen. Du brauchst zuerst eine Idee. Dann planst Du, filmst kurze Aufnahmen und setzt sie beim Videoschnitt zusammen.

In diesem aiMOOC lernst Du einfache Regeln für Bild, Ton, Sicherheit und faire Mediennutzung. Am Ende kannst Du einen kurzen Film planen, aufnehmen, schneiden und zeigen.


Lernziele

  1. Filmplanung: Du kannst eine kurze Filmidee und ein Storyboard erstellen.
  2. Kameraführung: Du kannst ruhige und gut erkennbare Bilder aufnehmen.
  3. Tonaufnahme: Du kannst auf verständliche Sprache und wenig Störgeräusche achten.
  4. Videoschnitt: Du kannst Clips ordnen, kürzen und mit Titel oder Musik ergänzen.
  5. Medienrecht: Du kannst wichtige Regeln zu Bildern, Musik und persönlichen Daten beachten.
  6. Teamarbeit: Du kannst beim Filmen eine Aufgabe übernehmen und Absprachen einhalten.


Vor dem Dreh


Eine kleine Idee finden

Dein erstes Video sollte kurz sein. Eine Länge von etwa 30 bis 90 Sekunden reicht. Gute Themen sind zum Beispiel ein Erklärfilm, eine Buchvorstellung, ein Experiment oder eine kleine Geschichte.

Merksatz: Eine einfache Idee ist leichter gut zu filmen als eine sehr große Idee.


Ein Storyboard zeichnen

Ein Storyboard ist ein Plan aus kleinen Bildern. In jedes Feld zeichnest Du eine Aufnahme. Schreibe kurz dazu, was zu sehen und zu hören ist.


Rollen im Filmteam

  1. Regie: Achtet auf den Plan und startet die Aufnahme.
  2. Kamera: Hält das Gerät ruhig und wählt den Bildausschnitt.
  3. Ton: Hört auf Sprache und Störgeräusche.
  4. Schauspiel: Spielt oder spricht vor der Kamera.
  5. Schnitt: Ordnet und kürzt die Aufnahmen.

Eine Person kann auch mehrere Rollen übernehmen.


Sicher und fair filmen

Filme andere Menschen nur, wenn sie einverstanden sind. Für Schulprojekte gilt: Frage immer vorher. Vor einer Veröffentlichung müssen die abgebildeten Personen zustimmen. Bei Kindern müssen auch die Erziehungsberechtigten gefragt werden.

Zeige keine privaten Daten. Dazu gehören vollständige Namen, Adressen, Telefonnummern, Passwörter und gut lesbare Stundenpläne.

Nutze eigene Bilder und Töne oder Medien mit einer passenden freien Lizenz. Frage Deine Lehrkraft, bevor Du ein Video ins Internet stellst.

Filme nicht beim Rennen, auf einer Straße oder an einer gefährlichen Stelle.


Beim Dreh


Das Gerät ruhig halten

Halte das Gerät mit beiden Händen. Noch besser ist ein Stativ. Starte die Aufnahme. Warte kurz. Nimm dann die Szene auf. Warte am Ende wieder kurz. So lässt sich der Clip leichter schneiden.

Wähle vor dem Dreh Hochformat oder Querformat. Wechsle das Format nicht mitten im Film. Für eine Vorführung am Beamer ist Querformat oft praktisch.


Einen guten Bildausschnitt wählen

Die wichtigste Person oder Sache soll gut zu sehen sein. Lass über dem Kopf etwas Platz. Schneide Hände oder Füße nicht aus Versehen ab.

Ein Raster kann helfen. Wichtige Dinge liegen oft gut auf einer Linie oder an einem Schnittpunkt des Rasters.


Verschiedene Einstellungsgrößen nutzen

  1. Totale: Zeigt einen Ort oder eine ganze Situation.
  2. Halbnah: Zeigt eine Person ungefähr bis zur Hüfte.
  3. Nahaufnahme: Zeigt ein Gesicht oder einen wichtigen Gegenstand.
  4. Detailaufnahme: Zeigt einen kleinen Ausschnitt sehr groß.

Nutze nur wenige, passende Wechsel. Zu viele schnelle Wechsel machen einen Film unruhig.


Auf Licht achten

Filme nicht direkt gegen ein helles Fenster. Das Gesicht wäre sonst zu dunkel. Stelle Dich so hin, dass das Licht von vorn oder leicht von der Seite kommt.


Auf guten Ton achten

Gehe nah an die sprechende Person heran. Sprich langsam und deutlich. Schließe Fenster, wenn draußen viel Lärm ist. Mache zuerst eine kurze Testaufnahme und höre sie an.

Merksatz: Ein einfaches Bild mit gutem Ton wirkt oft besser als ein tolles Bild mit schlechtem Ton.


Kurze Clips aufnehmen

Nimm lieber mehrere kurze Clips als einen sehr langen Clip auf. Filme eine wichtige Szene zur Sicherheit zweimal. Prüfe nach jeder Aufnahme kurz Bild und Ton.


Nach dem Dreh: Videos schneiden


Clips sichern und ordnen

Übertrage die Aufnahmen in die Schnitt-App. Lösche nicht sofort alle Originale. Benenne Dein Projekt deutlich, zum Beispiel Erklärfilm_Wasser_Klasse6.


Die Timeline verstehen

Die Timeline ist eine Zeitleiste. Dort liegen Deine Clips in der Reihenfolge des Films. Du kannst Clips verschieben, kürzen oder löschen.


Einfach schneiden

  1. Importieren: Hole die Clips in Dein Projekt.
  2. Sichten: Schau alle Clips an.
  3. Sortieren: Bringe sie in die richtige Reihenfolge.
  4. Kürzen: Entferne lange Pausen und Fehler.
  5. Titel: Füge einen kurzen Anfangstitel ein.
  6. Tonmischung: Stelle Sprache und Musik passend laut.
  7. Exportieren: Speichere den fertigen Film als Videodatei.


Übergänge, Text und Musik

Ein einfacher Schnitt reicht meistens. Nutze Übergänge sparsam. Ein Titel soll kurz und gut lesbar sein.

Musik darf die Sprache nicht überdecken. Nutze eigene Musik oder Musik, die Du verwenden darfst. Notiere bei freien Medien den Namen der Urheberin oder des Urhebers und die Lizenz.


Den Film prüfen und exportieren

Schau den Film vor dem Speichern ganz an.

Prüffrage Ja
Ist die Reihenfolge verständlich?
Sind Bild und Schrift gut zu erkennen?
Ist die Sprache gut zu hören?
Sind Namen und private Daten geschützt?
Darfst Du alle Bilder, Töne und Musikstücke nutzen?
Hat die Datei einen verständlichen Namen?

Exportiere den Film mit der Einstellung, die Deine Lehrkraft vorgibt. Öffne die fertige Datei danach noch einmal.


Mini-Projekt: Ein Film in sechs Schritten

  1. Thema: Wähle eine kleine Frage, zum Beispiel „Wie falte ich einen Papierflieger?“
  2. Storyboard: Zeichne vier bis sechs Bilder.
  3. Drehplan: Lege Ort, Rollen und Material fest.
  4. Aufnahme: Filme kurze, ruhige Clips.
  5. Videoschnitt: Ordne und kürze die Clips.
  6. Präsentation: Zeige den Film und sammle freundliches Feedback.

Für einen ersten Versuch eignet sich auch ein Stop-Motion-Film.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was hilft vor dem Filmen bei der Planung? (Ein Storyboard) (!Ein zufälliger Filter) (!Ein sehr langer Abspann) (!Ein lauter Klingelton)




Wie hältst Du ein Smartphone beim Filmen ruhiger? (Mit beiden Händen oder einem Stativ) (!Nur mit einem Finger) (!Während Du rennst) (!Mit geschlossenen Augen)




Was solltest Du vor dem Filmen anderer Personen tun? (Um Erlaubnis fragen) (!Sofort live senden) (!Den Namen veröffentlichen) (!Die Kamera verstecken)




Wozu dient die Timeline? (Sie ordnet die Clips im Film) (!Sie lädt den Akku) (!Sie reinigt das Mikrofon) (!Sie zeichnet das Storyboard)




Was verbessert meist den Ton? (Nah an die sprechende Person gehen) (!Musik sehr laut stellen) (!In starkem Wind filmen) (!Das Mikrofon abdecken)




Welche Aufnahme zeigt einen kleinen Ausschnitt sehr groß? (Detailaufnahme) (!Totale) (!Abspann) (!Übergang)




Was entfernst Du beim Kürzen eines Clips? (Lange Pausen und Fehler) (!Die ganze Filmidee) (!Die Erlaubnis der Personen) (!Das Storyboard vor dem Dreh)




Wie setzt Du Übergänge sinnvoll ein? (Sparsam und passend) (!Nach jedem Wort) (!So auffällig wie möglich) (!Nur mit sehr lauten Tönen)




Welche Information sollte nicht sichtbar sein? (Eine private Adresse) (!Ein selbst gemalter Titel) (!Eine Papierfigur) (!Ein neutrales Klassenzimmer)




Was machst Du nach dem Export? (Die fertige Datei noch einmal prüfen) (!Alle Regeln vergessen) (!Sofort alle Originale löschen) (!Das Gerät während des Speicherns ausschalten)





Memory

Storyboard Plan aus Bildern
Stativ Hält die Kamera ruhig
Mikrofon Nimmt den Ton auf
Timeline Ordnet Clips auf einer Zeitleiste
Totale Zeigt einen ganzen Ort
Detailaufnahme Zeigt einen kleinen Ausschnitt groß
Export Speichert den fertigen Film
Zustimmung Erlaubnis einer Person





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Arbeitsschritt
Idee Du entscheidest, worum es im Film geht.
Storyboard Du planst die Bilder und den Ton.
Aufnahme Du filmst kurze Clips.
Schnitt Du ordnest und kürzt die Clips.
Export Du speicherst den fertigen Film.






Kreuzworträtsel

Storyboard Wie heißt ein Filmplan aus kleinen Bildern?
Mikrofon Welches Gerät nimmt Sprache und Geräusche auf?
Stativ Was hält eine Kamera ruhig?
Timeline Wie heißt die Zeitleiste in einem Schnittprogramm?
Schnitt Wie heißt das Kürzen und Ordnen von Clips?
Zustimmung Welches Wort bedeutet Erlaubnis einer gefilmten Person?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Vor dem Dreh hilft ein

bei der Planung. Ein

hält die Kamera ruhig. Für eine Vorführung am Beamer ist das

oft praktisch. Eine

zeigt ein Gesicht oder einen wichtigen Gegenstand. Beim Filmen sollte das Licht möglichst von

oder leicht von der Seite kommen. Für guten Ton gehst Du nah an die

Person heran. In der

ordnest Du die Clips. Beim

entfernst Du lange Pausen und Fehler. Vor dem Filmen anderer Menschen brauchst Du ihre

. Nach dem Schnitt wird der Film

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Geräusche-Safari: Nimm fünf ungefährliche Geräusche in der Schule auf. Höre sie an und beschreibe, welches Geräusch klar klingt.
  2. Bildausschnitt: Filme denselben Gegenstand als Totale, Nahaufnahme und Detailaufnahme. Vergleiche die Wirkung.
  3. Storyboard: Zeichne ein Storyboard mit vier Bildern für einen Film über Deinen Schulweg, ohne private Adressen zu zeigen.
  4. Sprechprobe: Nimm denselben Satz aus verschiedenen Entfernungen auf. Finde heraus, wann die Stimme am besten zu hören ist.


Standard

  1. Erklärvideo: Produziere im Team einen Film von höchstens 60 Sekunden, der eine einfache Tätigkeit erklärt.
  2. Interview: Plane drei Fragen und filme ein kurzes Interview. Hole vorher die nötige Zustimmung ein.
  3. Stop-Motion: Erzähle mit Papierfiguren oder Bauklötzen eine kleine Geschichte und schneide passende Titel dazu.
  4. Schnittvergleich: Erstelle aus denselben Clips zwei Versionen mit unterschiedlicher Reihenfolge. Erkläre, wie sich die Wirkung ändert.


Schwer

  1. Filmwirkung: Drehe eine fröhliche und eine spannende Version derselben Szene. Verändere Bildausschnitt, Tempo und Ton.
  2. Medienrecht: Prüfe ein geplantes Filmprojekt auf Personenrechte, private Daten, Musik und Bilder. Erstelle eine Freigabe-Checkliste.
  3. Dokumentarfilm: Produziere eine kurze Dokumentation über einen Ort in der Schule. Zeige verschiedene Einstellungsgrößen und achte auf verständlichen Ton.
  4. Tutorial: Erstelle ein Lernvideo für eine jüngere Klasse. Teste es mit zwei Personen und verbessere es nach ihrem Feedback.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Planung und Wirkung: Du sollst einen Film über die Schulbibliothek drehen. Begründe, welche vier Aufnahmen Du planst und warum diese Reihenfolge verständlich ist.
  2. Fehleranalyse: In einem Clip ist das Gesicht dunkel, die Stimme leise und der Hintergrund unruhig. Erkläre drei passende Verbesserungen für eine neue Aufnahme.
  3. Schnittentscheidung: Zwei Clips zeigen denselben Arbeitsschritt. Einer ist scharf, aber sehr lang. Der andere ist kurz, aber der Anfang fehlt. Beschreibe, wie Du mit beiden Clips umgehen würdest.
  4. Verantwortung: In einer Aufnahme sind ein vollständiger Name und eine Adresse zu sehen. Erkläre, warum das problematisch ist und wie Du die Szene sicher neu gestalten kannst.
  5. Musik und Sprache: Eine Musikspur überdeckt den gesprochenen Text. Entwickle eine Lösung und begründe, woran Du eine gute Lautstärke erkennst.
  6. Zielgruppe: Verwandle einen Film für Erwachsene in einen Film für Klasse 5. Nenne Änderungen bei Sprache, Länge, Schrift und Bildauswahl.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du einen kurzen Film und eine kleine Projektdokumentation.

  1. Filmidee: Thema und Ziel des Films sind klar.
  2. Storyboard: Die geplanten Aufnahmen sind erkennbar.
  3. Kamera und Ton: Die Bilder sind ruhig und die Sprache ist verständlich.
  4. Videoschnitt: Die Reihenfolge ist logisch und unnötige Stellen sind gekürzt.
  5. Medienrecht: Zustimmungen, private Daten und Nutzungsrechte wurden beachtet.
  6. Reflexion: Du erklärst kurz, was gut gelungen ist und was Du verbessern würdest.
  7. Teamarbeit: Aufgaben und Absprachen wurden eingehalten.




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