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Talking Heads - New Wave und Art Rock

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Talking Heads - New Wave und Art Rock




Einleitung

Talking Heads waren eine US-amerikanische Rockband aus New York City, die 1975 entstand und mit David Byrne, Tina Weymouth, Chris Frantz und Jerry Harrison zu einer der prägendsten Gruppen zwischen Punk, New Wave, Art Rock, Post-Punk und Funk Rock wurde. Ihr besonderer Klang entstand aus scheinbaren Gegensätzen: nervöse Gitarre, trockener Groove, kunstvolle Performance, tanzbare Rhythmik, kritische Texte über moderne Lebenswelten und ein genauer Blick auf Medien, Konsum, Identität und Alltag.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie die Band aus einer Kunsthochschul- und Clubszene heraus einen eigenständigen Stil entwickelte. Du untersuchst die Rollen von David Byrne als Sänger, Gitarrist und Bühnenfigur, Tina Weymouth als Bassistin mit prägendem Groove, Chris Frantz als Schlagzeuger und rhythmisches Fundament sowie Jerry Harrison als Keyboarder, Gitarrist und klanglicher Erweiterer. Außerdem geht es um New Wave, Art Rock, Post-Punk, Funk, Afrobeat, Polyrhythmik, Musikproduktion, Musikvideo und Konzertfilm.

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Überblick: Wer waren Talking Heads?


Gründung und Umfeld

Talking Heads entstanden 1975 in New York City. Der frühe Kern der Band bestand aus David Byrne, Chris Frantz und Tina Weymouth, die sich im Umfeld der Rhode Island School of Design kannten. In New York fanden sie Anschluss an die Club- und Musikszene rund um CBGB, einen legendären Ort für Punk, New Wave und experimentelle Rockmusik. Jerry Harrison, zuvor bei The Modern Lovers, kam 1977 hinzu und vervollständigte das klassische Line-up.

Das Umfeld war entscheidend: In den 1970er-Jahren suchten viele junge Bands nach Alternativen zum aufwendigen Stadionrock und zum virtuosen Progressive Rock. In kleinen Clubs entstanden direktere, kantigere Formen von Rockmusik. Während manche Gruppen vor allem Rohheit und Lautstärke betonten, verbanden Talking Heads die Energie des Punk mit Kunsthochschul-Denken, rhythmischer Präzision und ironischer Beobachtung des modernen Lebens.


Das klassische Line-up

  1. David Byrne: Sänger, Gitarrist, Hauptsongwriter und auffällige Bühnenfigur. Seine Stimme, seine kantige Körpersprache und sein Blick auf Alltagsphänomene prägten die Wahrnehmung der Band.
  2. Tina Weymouth: Bassistin, Mitgründerin und zentrale Gestalterin des Groove. Ihre Basslinien verbinden Minimalismus, Funk-Gefühl und klare Struktur.
  3. Chris Frantz: Schlagzeuger, Mitgründer und rhythmisches Fundament. Sein Spiel hält viele Songs tanzbar, auch wenn Texte und Harmonien ungewöhnlich wirken.
  4. Jerry Harrison: Keyboarder, Gitarrist und Arrangeur. Er erweiterte den Sound durch Synthesizer, zweite Gitarre, Klangfarben und Studioarbeit.


Musikalische Merkmale


New Wave und Post-Punk

New Wave bezeichnet eine vielfältige Musikrichtung, die aus dem Umfeld des Punk hervorging, aber stärker mit Pop, elektronischer Musik, Mode, Kunst und Medien arbeitete. Post-Punk beschreibt Bands, die die Energie des Punk aufgriffen, aber mit neuen Strukturen, ungewöhnlichen Klängen und experimentellen Ideen erweiterten. Talking Heads gehören zu beiden Feldern, weil sie einfache musikalische Bausteine mit genauer Gestaltung kombinierten.

Typisch für die Band sind kurze, präzise Gitarrenfiguren, trockene Schlagzeugmuster, markante Basslinien und ein Gesang, der oft zwischen Sprechen, Rufen, Erzählen und Melodie wechselt. Dadurch entsteht eine Musik, die einerseits kontrolliert und fast geometrisch wirkt, andererseits körperlich, nervös und tanzbar bleibt.


Art Rock und Kunsthochschul-Denken

Art Rock verbindet Rockmusik mit Ideen aus bildender Kunst, Theater, Performance, Konzeptkunst und experimenteller Musik. Bei Talking Heads zeigt sich das nicht nur in komplexen musikalischen Formen, sondern auch in der Art, wie Songs Alltagsbilder, Medienbilder und Identitätsfragen verarbeiten. Viele Stücke wirken wie kleine Studien über moderne Menschen: Figuren bewegen sich durch Städte, Konsumwelten, Häuser, Straßen, Fernsehbilder und innere Unruhe.

Kunstrock bedeutet hier nicht, dass die Musik unzugänglich sein muss. Im Gegenteil: Talking Heads zeigen, dass analytisches Denken und Tanzbarkeit zusammengehen können. Daraus entsteht das, was man als intelligentes Tanzen beschreiben kann: Musik, die den Körper bewegt und zugleich zum Nachdenken über Gesellschaft, Sprache und Wahrnehmung anregt.


Funk, Groove und Polyrhythmik

Ein zentraler Begriff für Talking Heads ist Groove. Damit ist das Zusammenspiel von Bass, Schlagzeug, Gitarre, Keyboard und Stimme gemeint, das eine körperliche Bewegung nahelegt. Besonders ab den Alben Fear of Music und Remain in Light wurde der Groove dichter und vielschichtiger. Die Band arbeitete mit wiederholten Mustern, verschobenen Akzenten und überlagerten Rhythmen. Solche Verfahren nennt man Polyrhythmik, wenn mehrere rhythmische Ebenen gleichzeitig wirken.

Ein wichtiger Einfluss war Afrobeat, eine Musikrichtung, die stark mit Fela Kuti verbunden ist. Gemeinsam mit dem Produzenten Brian Eno entwickelte die Band in der Studioarbeit Verfahren, bei denen kurze musikalische Bausteine geschichtet, wiederholt und verändert wurden. So entstand eine Verbindung aus Funk, Art Rock, Post-Punk und weltmusikalischen Einflüssen.


Wichtige Alben und Entwicklung


Talking Heads: 77

Das Debütalbum Talking Heads: 77 erschien 1977. Es zeigt die Band noch relativ nah an der New Yorker Punk- und New Wave-Szene, aber bereits mit einem eigenen Ton. Die Songs wirken knapp, nervös und klar konstruiert. Statt großer Rockgesten hört man reduzierte Arrangements, kantige Gitarren und einen Gesang, der Unsicherheit, Witz und Beobachtung verbindet.


More Songs About Buildings and Food

Mit More Songs About Buildings and Food begann 1978 die Zusammenarbeit mit Brian Eno. Die Produktion wurde farbiger, rhythmischer und experimenteller. Schon der Albumtitel zeigt den typischen Talking-Heads-Blick: scheinbar banale Themen wie Gebäude, Essen oder Alltag werden zu Ausgangspunkten für Fragen nach modernem Leben, Wahrnehmung und sozialer Rolle.


Fear of Music

Fear of Music erschien 1979 und klingt dunkler, dichter und oft kantiger. Das Album untersucht Angst, Technik, Städte, Tiere, Papier, Luft und andere Motive in einer Mischung aus Humor und Unbehagen. Hier wird deutlich, dass Talking Heads nicht einfach nur tanzbare Musik machten, sondern eine Form von Gegenwartskritik entwickelten.


Remain in Light

Remain in Light von 1980 gilt als ein Schlüsselwerk der Band. Das Album arbeitet stark mit Groove, Loop, Funk, Afrobeat und Polyrhythmik. Viele Stücke wirken nicht wie klassische Strophe-Refrain-Songs, sondern wie sich entwickelnde rhythmische Felder. Die Band und Brian Eno nutzten das Studio als kreatives Instrument: Schichten von Percussion, Bass, Gitarre, Stimmen und Synthesizern ergeben eine dichte Klangarchitektur.


Speaking in Tongues und der größere Pop-Erfolg

Mit Speaking in Tongues erreichten Talking Heads 1983 ein breiteres Publikum. Das Album verbindet die experimentelle Groove-Arbeit der vorherigen Jahre mit zugänglicheren Songformen. Stücke wie Burning Down the House zeigen, dass die Band auch im Popformat ungewöhnlich bleiben konnte. Die Musik ist tanzbar, aber nie bloß glatt; sie behält kantige Stimmen, verschobene Akzente und ironische Mehrdeutigkeit.


Stop Making Sense

Stop Making Sense ist ein Konzertfilm von Jonathan Demme aus dem Jahr 1984. Er gilt als einer der einflussreichsten Konzertfilme der Popgeschichte. Der Film beginnt reduziert und erweitert die Bühne Schritt für Schritt: Erst tritt David Byrne allein auf, dann kommen nach und nach weitere Musikerinnen und Musiker hinzu. Dadurch wird sichtbar, wie ein Groove wächst, wie Bühnensprache entsteht und wie Performance, Licht, Körper und Klang zusammenwirken.


Rollen der Bandmitglieder


David Byrne: Stimme, Körper, Konzept

David Byrne prägte Talking Heads durch Stimme, Gitarrenspiel, Texte und Bühnenpräsenz. Seine Performance wirkt oft kontrolliert und zugleich nervös. Er stellt Figuren dar, die sich in moderner Welt, Sprache, Arbeit, Konsum, Medien und Beziehungen orientieren müssen. Dabei singt er nicht nur über Gefühle, sondern auch über Denkweisen, Gewohnheiten und gesellschaftliche Muster.

Besonders wichtig ist seine Körpersprache. Byrne zeigt, dass Popmusik nicht nur aus Tönen besteht. Sie ist auch Performance, Gestik, Bühnenbild, Kleidung, Kamera, Licht und Bewegung. Damit eignet sich Talking Heads besonders gut für fächerübergreifendes Lernen in Musik, Kunst, Deutsch, Englisch, Medienbildung und Darstellendes Spiel.


Tina Weymouth: Bass und Groove

Tina Weymouth ist eine der prägenden Bassistinnen der Rock- und New-Wave-Geschichte. Ihr Spiel ist oft minimalistisch, aber sehr wirkungsvoll. Sie nutzt kurze Muster, klare Wiederholungen und funkige Betonungen. Dadurch werden Songs körperlich erfahrbar. Der Bass ist bei Talking Heads nicht nur Begleitung, sondern ein tragendes Gestaltungsmittel.

Weymouth zeigt außerdem, wie wichtig die Rolle von Musikerinnen in einer oft männlich dominierten Rockgeschichtsschreibung ist. Eine Analyse der Band sollte deshalb nicht nur den Sänger betrachten, sondern das Zusammenspiel aller Mitglieder untersuchen.


Chris Frantz: Schlagzeug und Stabilität

Chris Frantz bildet mit Tina Weymouth die rhythmische Basis der Band. Sein Schlagzeugspiel wirkt häufig klar, trocken und kontrolliert. Gerade weil viele Talking-Heads-Songs mit nervösen Gitarren, ungewöhnlichen Texten und verschobenen Akzenten arbeiten, braucht die Musik ein stabiles Fundament. Frantz sorgt dafür, dass die Stücke tanzbar bleiben.


Jerry Harrison: Klangfarben und Erweiterung

Jerry Harrison brachte zusätzliche Erfahrungen aus der Band The Modern Lovers mit. Bei Talking Heads erweiterte er den Sound durch Keyboard, Gitarre, Arrangement und Studioarbeit. Seine Rolle ist besonders wichtig, wenn man die Entwicklung von der frühen, reduzierten New-Wave-Band zur vielschichtigen Groove- und Art-Rock-Gruppe nachvollziehen möchte.


Themen in Texten und Inszenierung


Moderne Welt und Alltagsbeobachtung

Talking-Heads-Texte wirken oft wie Beobachtungen aus einer Welt voller Zeichen: Häuser, Straßen, Fernseher, Arbeit, Städte, Waren, Beziehungen und innere Stimmen. Der Alltag erscheint vertraut und fremd zugleich. Diese Spannung ist typisch für Postmoderne, Popkultur und Mediengesellschaft: Menschen leben in Bildern, Rollen und Routinen, die sie selbst gestalten und zugleich kaum kontrollieren.


Angst, Komik und Distanz

Viele Songs verbinden Humor und Unruhe. Das ist ein Grund, warum Talking Heads so eigenständig klingen. Die Musik lädt zum Tanzen ein, aber die Texte und die Stimme erzeugen Distanz. Diese Mischung macht die Band spannend für Interpretation: Du kannst fragen, ob ein Song fröhlich, ironisch, kritisch, absurd, ängstlich oder alles zugleich ist.


Musikvideo, Bühne und Medienbild

Talking Heads nutzten Musikvideo und Konzertfilm nicht nur als Werbung, sondern als künstlerische Formen. In den 1980er-Jahren wurde das Musikvideo durch Sender wie MTV zu einem wichtigen Medium der Popkultur. Die Band zeigte, dass Bilder, Schnitt, Bewegung und Kostüm eine eigene Aussage entwickeln können. Besonders Stop Making Sense macht deutlich, wie eine Bühne zum Denkraum werden kann.


Musikalische Analyse: Wie klingt ein Talking-Heads-Song?


Analysefragen für das Hören

  1. Rhythmus: Welche Instrumente treiben den Song an?
  2. Basslinie: Ist der Bass melodisch, repetitiv, funkig oder zurückhaltend?
  3. Gitarre: Spielt die Gitarre Akkorde, kurze Figuren, Geräusche oder rhythmische Akzente?
  4. Stimme: Wirkt der Gesang erzählend, nervös, ironisch, emotional oder distanziert?
  5. Form: Gibt es eine klassische Strophe-Refrain-Struktur oder eher ein wachsendes Klangfeld?
  6. Text: Welche Bilder des Alltags, der Stadt, der Arbeit, der Medien oder der Identität tauchen auf?
  7. Performance: Wie verändern Körper, Blick, Kleidung, Bühne und Kamera Deine Wahrnehmung?


Beispielhafte Hörperspektive

Wenn Du einen Song wie Once in a Lifetime, Psycho Killer, Burning Down the House oder This Must Be the Place untersuchst, solltest Du nicht nur nach einer eindeutigen Botschaft suchen. Achte darauf, wie die Musik Bedeutung erzeugt. Ein wiederholter Groove kann Stabilität geben, während die Stimme Unsicherheit ausdrückt. Ein tanzbarer Rhythmus kann mit einem irritierenden Text verbunden sein. Genau in dieser Spannung liegt die besondere Wirkung der Band.


Kulturgeschichtliche Bedeutung

Talking Heads stehen für eine Phase der Popgeschichte, in der Grenzen zwischen Underground, Popmusik, Kunst, Film, Clubkultur und Musikindustrie neu verhandelt wurden. Die Band war erfolgreich, ohne ihre experimentelle Haltung vollständig aufzugeben. Sie beeinflusste spätere Formen von Indie-Rock, Dance-Punk, Alternative Rock, Art Pop und medienbewusster Bühnenperformance.

Ihre Bedeutung liegt nicht nur in einzelnen Hits. Wichtig ist die Verbindung aus vier Ebenen: erstens die musikalische Mischung aus New Wave, Post-Punk, Funk und Art Rock, zweitens die kluge Beobachtung moderner Lebenswelten, drittens die kollektive Bandarbeit und viertens die Inszenierung von Musik als visuelles und körperliches Ereignis.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welcher Stadt entstanden Talking Heads? (New York City) (!London) (!Manchester) (!Berlin)




Welches Instrument spielte Tina Weymouth bei Talking Heads hauptsächlich? (Bass) (!Schlagzeug) (!Saxofon) (!Leadgesang)




Welche Stilrichtung passt besonders gut zu Talking Heads? (New Wave) (!Barockoper) (!Schlager) (!Gregorianik)




Wer war der Schlagzeuger der klassischen Besetzung? (Chris Frantz) (!Brian Eno) (!Jonathan Demme) (!Fela Kuti)




Welches Bandmitglied kam 1977 hinzu und spielte Keyboard sowie Gitarre? (Jerry Harrison) (!Tina Weymouth) (!Chris Frantz) (!Hilly Kristal)




Welcher Produzent arbeitete an mehreren wichtigen Talking-Heads-Alben mit? (Brian Eno) (!Quincy Jones) (!Phil Spector) (!Rick Rubin)




Welches Album gilt besonders als Beispiel für polyrhythmische Groove-Arbeit? (Remain in Light) (!Abbey Road) (!Nevermind) (!Kind of Blue)




Welcher Konzertfilm machte die Bühnenkunst der Band besonders bekannt? (Stop Making Sense) (!A Hard Day’s Night) (!The Wall) (!Woodstock)




Was beschreibt der Begriff Groove am besten? (Das körperlich wirksame rhythmische Zusammenspiel) (!Eine reine Textanalyse ohne Musik) (!Eine zufällige Reihenfolge von Akkorden) (!Eine historische Kostümform)




Warum eignet sich Talking Heads gut für Medienbildung? (Weil Musik, Performance, Video und Gesellschaftsbilder zusammenwirken) (!Weil die Band ausschließlich klassische Notenlehre behandelt) (!Weil alle Songs ohne Bilder veröffentlicht wurden) (!Weil die Band keine Bühnendarstellung nutzte)





Memory

David Byrne Gesang und Gitarre
Tina Weymouth Bass
Chris Frantz Schlagzeug
Jerry Harrison Keyboard und Gitarre
Brian Eno Produktion
CBGB New Yorker Club
Remain in Light Polyrhythmik
Stop Making Sense Konzertfilm





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Talking Heads: 77 Debütalbum
More Songs About Buildings and Food Beginn der Eno-Zusammenarbeit
Fear of Music dunklere Art-Punk-Phase
Remain in Light polyrhythmische Funk-Phase
Speaking in Tongues größerer Pop-Erfolg
Stop Making Sense Konzertfilm als Bühnenkunst






Kreuzworträtsel

Byrne Wie heißt der Sänger und Gitarrist mit Nachnamen?
Weymouth Wie heißt die Bassistin mit Nachnamen?
Frantz Wie heißt der Schlagzeuger mit Nachnamen?
Harrison Wie heißt der Keyboarder und Gitarrist mit Nachnamen?
CBGB Wie hieß der wichtige New Yorker Club?
Groove Welcher Begriff beschreibt das körperlich wirksame rhythmische Zusammenspiel?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Talking Heads entstanden 1975 in

.
Die klassische Besetzung bestand aus David Byrne, Tina Weymouth, Chris Frantz und

.
Die Band verband Punk-Energie mit

.
Ein wichtiger Ort der frühen Szene war der Club

.
Tina Weymouth prägte viele Songs durch ihren

.
Chris Frantz sorgte am Schlagzeug für rhythmische

.
Mit Brian Eno entwickelte die Band eine stärker geschichtete

.
Das Album Remain in Light ist besonders bekannt für

.
Der Konzertfilm Stop Making Sense wurde von Jonathan

gedreht.
Die Musik der Band eignet sich für Medienbildung, weil Klang, Bühne und

zusammenwirken.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einem Bandmitglied. Beschreibe Instrument, Rolle in der Band und einen Beitrag zum Gesamtsound.
  2. Hörprotokoll: Höre einen Song von Talking Heads und notiere, welche Instrumente Du erkennst. Achte besonders auf Bass, Schlagzeug, Gitarre und Stimme.
  3. Begriffsnetz: Gestalte ein Begriffsnetz zu New Wave, Art Rock, Post-Punk, Funk und Groove. Verbinde die Begriffe mit kurzen Erklärungen.
  4. Bildanalyse: Analysiere ein Bandfoto. Beschreibe Kleidung, Körperhaltung, Blickrichtung und mögliche Wirkung auf das Publikum.


Standard

  1. Songanalyse: Untersuche einen Song nach Rhythmus, Basslinie, Gesang, Form und Textmotiven. Erkläre, warum er typisch oder untypisch für Talking Heads ist.
  2. Szenerecherche: Recherchiere die Bedeutung von CBGB für Punk und New Wave. Erstelle eine kurze Präsentation mit mindestens drei gesicherten Informationen.
  3. Performancevergleich: Vergleiche eine Studioaufnahme mit einer Liveaufnahme. Beschreibe, wie sich Klang, Energie, Tempo und Bühnenwirkung verändern.
  4. Medienanalyse: Analysiere einen Ausschnitt aus Stop Making Sense. Achte auf Kamera, Licht, Körperbewegung, Bühnenaufbau und musikalische Steigerung.


Schwer

  1. Interpretation: Schreibe eine Deutung zu einem Song, in der Du zeigst, wie Musik und Text gemeinsam ein Bild moderner Identität erzeugen.
  2. Kulturgeschichte: Ordne Talking Heads in die Entwicklung von Punk, New Wave und Post-Punk ein. Erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu einer anderen Band der Zeit.
  3. Kreativprojekt: Entwickle einen eigenen kurzen Groove aus Bass-, Schlagzeug- und Gitarrenpattern. Beschreibe anschließend, welche Wirkung Wiederholung und Variation erzeugen.
  4. Essay: Diskutiere die These: Talking Heads machen Musik, die gleichzeitig tanzbar und intellektuell ist. Nutze Beispiele aus Sound, Text und Performance.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Erkläre an einem selbst gewählten Song, wie ein tanzbarer Groove mit einem irritierenden oder nachdenklichen Text verbunden werden kann.
  2. Vergleich: Vergleiche Talking Heads mit einer heutigen Band oder Künstlerin. Arbeite heraus, ob es ähnliche Strategien in Sound, Performance oder Medieninszenierung gibt.
  3. Kontextualisierung: Beschreibe, warum die Clubszene New Yorks in den 1970er-Jahren für die Entwicklung von New Wave wichtig war.
  4. Produktionsanalyse: Erkläre, wie Wiederholung, Schichtung und Polyrhythmik einen Song verändern können. Nutze ein Beispiel aus dem Umfeld von Talking Heads.
  5. Medienkritik: Beurteile, wie Konzertfilm und Musikvideo die Wahrnehmung einer Band beeinflussen. Gehe dabei auf Bühne, Kamera und Körper ein.
  6. Rollenanalyse: Zeige, warum eine reine Konzentration auf den Sänger die Leistung einer Band verzerren kann. Beziehe Bass, Schlagzeug, Keyboard und Produktion ein.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten wiedergibst, sondern musikalische, mediale und kulturgeschichtliche Zusammenhänge erklärst.

  1. Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie New Wave, Art Rock, Post-Punk, Funk, Groove, Polyrhythmik, Performance und Musikvideo sachgerecht.
  2. Höranalyse: Du kannst einen Song strukturiert nach Rhythmus, Klang, Stimme, Basslinie, Form und Wirkung untersuchen.
  3. Kontextwissen: Du erklärst die Bedeutung von New York, CBGB, Punk und New Wave für die Entstehung der Band.
  4. Bandrollen: Du beschreibst die Beiträge von David Byrne, Tina Weymouth, Chris Frantz und Jerry Harrison differenziert.
  5. Medienkompetenz: Du analysierst, wie Bilder, Bühne, Film und Video die Wirkung von Popmusik verändern.
  6. Transfer: Du überträgst Erkenntnisse auf andere Musikbeispiele, heutige Popkultur oder eigene kreative Gestaltungen.
  7. Reflexion: Du formulierst eine begründete Einschätzung zur kulturellen Bedeutung von Talking Heads.




OERs zum Thema



Links


Zusammenfassung

Talking Heads zeigen, wie Popmusik zu einem Labor für Klang, Körper, Bild und Gesellschaftsanalyse werden kann. Die Band verband die Direktheit des Punk mit der Offenheit von New Wave, die Experimentierlust des Art Rock, die rhythmische Kraft des Funk und die mediale Intelligenz von Performance und Musikvideo. Besonders wichtig ist das Zusammenspiel der vier Mitglieder: David Byrne formte Stimme, Texte und Bühnenfigur, Tina Weymouth prägte den Bass-Groove, Chris Frantz gab rhythmische Stabilität und Jerry Harrison erweiterte Klang und Arrangement. Mit Produzenten wie Brian Eno und Werken wie Remain in Light sowie Stop Making Sense wurde die Band zu einem zentralen Beispiel dafür, dass Musik gleichzeitig tanzbar, experimentell und gesellschaftlich reflektiert sein kann.


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