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Strafrecht, Zivilrecht und öffentliches Recht - Deutschland

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Strafrecht, Zivilrecht und öffentliches Recht - Deutschland




Strafrecht, Zivilrecht und öffentliches Recht - Deutschland


Einleitung

Das deutsche Recht wirkt am Anfang oft wie ein großer Block aus Gesetzen, Gerichten und Fachbegriffen. Für die Fallbearbeitung ist eine erste Einteilung besonders wichtig: Zivilrecht, Strafrecht und öffentliches Recht. Diese drei Bereiche stellen unterschiedliche Fragen, verfolgen unterschiedliche Ziele und führen häufig zu unterschiedlichen Verfahren.

Wichtig für Ausbildung und Studium ist eine dogmatische Feinheit: Das Strafrecht kann systematisch dem öffentlichen Recht zugeordnet werden, weil der Staat sein Strafmonopol gegenüber dem Einzelnen ausübt. In der juristischen Ausbildung wird es jedoch regelmäßig als eigener großer Bereich neben Zivilrecht und öffentlichem Recht behandelt. Genau dieser didaktischen Dreiteilung folgt dieser aiMOOC.

Stell Dir drei einfache Situationen vor: Du kaufst ein mangelhaftes Smartphone und verlangst Nacherfüllung. Eine Person schlägt eine andere und es stellt sich die Frage nach einer Straftat. Eine Behörde lehnt einen Bauantrag ab. Obwohl alle drei Situationen „rechtlich“ sind, unterscheiden sich Beteiligte, Rechtsgrundlagen, Ziele und Gerichtswege deutlich.

Die folgenden Beispiele dienen der Ausbildung und dem Studium. Sie ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall. Gesetzesfassungen können sich ändern; für aktuelle Fälle solltest Du stets die geltende Fassung der einschlägigen Norm prüfen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du einen einfachen Sachverhalt einem Rechtsgebiet zuordnen, typische Rechtsfragen formulieren, wichtige Rechtsquellen unterscheiden und erkennen, dass ein einziger Lebenssachverhalt gleichzeitig zivilrechtliche, strafrechtliche und öffentlich-rechtliche Folgen haben kann. Außerdem lernst Du typische Denkweisen kennen, die Dir in Klausuren, Fallübungen und der praktischen Ausbildung helfen.


Die drei Rechtsgebiete im Überblick

Rechtsgebiet Typische Beteiligte Typische Frage Typisches Ziel Wichtige Rechtsquellen
Zivilrecht Privatperson gegen Privatperson oder Unternehmen gegen Privatperson Wer kann von wem was woraus verlangen? Ansprüche durchsetzen, Verträge erfüllen, Schäden ausgleichen BGB, unter anderem ergänzt durch Sonderprivatrecht
Strafrecht Staatliche Strafverfolgung und beschuldigte Person Hat sich eine Person strafbar gemacht? Feststellung von Strafbarkeit und gegebenenfalls staatliche Sanktion StGB, StPO
Öffentliches Recht Bürger oder Unternehmen und Träger öffentlicher Gewalt oder staatliche Stellen untereinander War staatliches Handeln rechtmäßig und welcher Rechtsbehelf ist möglich? Rechtmäßige Ausübung öffentlicher Gewalt und Schutz subjektiver Rechte GG, Verwaltungsrecht, VwGO

Die Tabelle ist eine Orientierung. In echten Fällen musst Du genauer prüfen. Eine Stadt kann zum Beispiel öffentlich-rechtlich handeln, wenn sie eine Baugenehmigung erlässt, aber privatrechtlich, wenn sie für ihr Rathaus Bürostühle kauft. Allein die Beteiligung des Staates macht einen Fall also noch nicht automatisch öffentlich-rechtlich.


Zivilrecht

Das Zivilrecht, häufig auch Privatrecht genannt, regelt vor allem Rechtsbeziehungen zwischen rechtlich grundsätzlich gleichgeordneten Rechtssubjekten. Eine zentrale Idee ist die Privatautonomie: Personen dürfen innerhalb der gesetzlichen Grenzen selbst entscheiden, ob und mit wem sie Verträge schließen und wie sie ihre privaten Rechtsbeziehungen gestalten.

Die wichtigste Kodifikation des allgemeinen deutschen Privatrechts ist das Bürgerliche Gesetzbuch, kurz BGB. Es enthält unter anderem Regeln über Personen, Schuldverhältnisse, Sachenrecht, Familienrecht und Erbrecht. Zum Privatrecht gehören daneben Sondergebiete wie Handels- und Gesellschaftsrecht; auch das Arbeitsrecht enthält umfangreiche privatrechtliche Regelungen.


Fall 1: Das mangelhafte Smartphone

Du kaufst bei einem Händler ein neues Smartphone. Nach wenigen Tagen fällt die Kamera aus. Du möchtest wissen, welche Rechte Du gegenüber dem Verkäufer hast.

Das ist im Ausgangspunkt ein zivilrechtlicher Fall. Zwischen Käufer und Verkäufer besteht ein Kaufvertrag. § 433 BGB beschreibt die grundlegenden Pflichten aus dem Kaufvertrag. Ist die Kaufsache mangelhaft, kommen unter den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen die Rechte aus §§ 437 ff. BGB in Betracht, etwa Nacherfüllung und unter weiteren Voraussetzungen Rücktritt, Minderung oder Schadensersatz.

Die typische zivilrechtliche Denkfrage lautet: Wer will was von wem woraus? Du suchst also nach einer Anspruchsgrundlage, die die gewünschte Rechtsfolge trägt.


Typische Perspektive des Zivilrechts

Im Zivilrecht geht es grundsätzlich nicht darum, eine Person zu bestrafen. Es geht darum, Rechte zwischen Beteiligten zu klären. Eine Person kann zum Beispiel Erfüllung eines Vertrags, Herausgabe einer Sache, Unterlassung oder Schadensersatz verlangen. Kommt es zum Prozess, stehen sich typischerweise Kläger und Beklagter gegenüber.

Die Zivilgerichte gehören zur ordentlichen Gerichtsbarkeit. Welche Instanz zuständig ist, hängt vom konkreten Fall und den gesetzlichen Zuständigkeitsregeln ab.


Strafrecht

Das Strafrecht bestimmt, welches Verhalten mit staatlicher Strafe bedroht ist und unter welchen Voraussetzungen eine Person strafrechtlich verantwortlich ist. Kernmaterie ist das Strafgesetzbuch, kurz StGB. Das Verfahren der Strafverfolgung wird wesentlich durch die Strafprozessordnung geregelt.

Ein typischer Prüfungsaufbau bei vielen vorsätzlichen Erfolgsdelikten unterscheidet Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Schuld. Dieser Aufbau hilft Dir, systematisch zu prüfen, ob die Merkmale eines Straftatbestands erfüllt sind, ob das Verhalten gerechtfertigt sein könnte und ob der handelnden Person die Tat persönlich vorwerfbar ist.


Fall 2: Der Schlag vor dem Bahnhof

A schlägt B mit der Faust ins Gesicht. B erleidet Schmerzen und eine Schwellung.

Strafrechtlich ist unter anderem an Körperverletzung zu denken. § 223 StGB erfasst die körperliche Misshandlung oder Gesundheitsschädigung einer anderen Person. Ob A tatsächlich strafbar ist, hängt von der vollständigen Prüfung des konkreten Sachverhalts ab. Denkbar wären zum Beispiel Fragen nach Vorsatz, Rechtfertigungsgründen oder Schuld.

Im Strafverfahren wird nicht primär ein privater Zahlungsanspruch von B gegen A geprüft. Es geht um den staatlichen Strafanspruch. Die Staatsanwaltschaft hat dabei eine zentrale Rolle in der Strafverfolgung; für einzelne Delikte können besondere Verfahrensvoraussetzungen wie ein Strafantrag Bedeutung haben.


Derselbe Schlag kann zusätzlich Zivilrecht sein

Der Schlag zeigt, warum Du Rechtsgebiete nicht nur nach dem äußeren Geschehen unterscheiden darfst. B kann wegen derselben Verletzung unter den gesetzlichen Voraussetzungen auch zivilrechtliche Ansprüche gegen A haben. § 823 BGB ist eine wichtige deliktsrechtliche Anspruchsgrundlage; bei Körper- oder Gesundheitsverletzungen kann außerdem eine Geldentschädigung für immaterielle Schäden nach § 253 BGB in Betracht kommen.

Ein und derselbe Sachverhalt kann deshalb strafrechtliche und zivilrechtliche Folgen gleichzeitig haben. Strafrecht und Zivilrecht beantworten dabei verschiedene Fragen.


Öffentliches Recht

Das öffentliche Recht regelt insbesondere Rechtsbeziehungen, in denen öffentliche Gewalt in ihrer hoheitlichen Funktion beteiligt ist, sowie die Organisation und Beziehungen staatlicher Stellen untereinander. Dazu gehören unter anderem Staatsrecht, Verfassungsrecht, allgemeines und besonderes Verwaltungsrecht, Steuerrecht und Sozialrecht.

Für die Abgrenzung zum Privatrecht ist im Studium besonders die modifizierte Subjektstheorie beziehungsweise Sonderrechtstheorie wichtig. Vereinfacht gefragt: Berechtigt oder verpflichtet die entscheidende Norm gerade einen Träger öffentlicher Gewalt als solchen? Wenn ja, spricht dies für öffentliches Recht.

Die ältere Idee eines bloßen Über-Unterordnungsverhältnisses kann als erste Orientierung helfen, reicht aber nicht immer aus. Staat und Bürger können auch auf Augenhöhe öffentlich-rechtlich handeln; umgekehrt kann der Staat privatrechtliche Verträge schließen.


Fall 3: Die abgelehnte Baugenehmigung

Du beantragst bei der zuständigen Behörde eine Baugenehmigung. Die Behörde lehnt Deinen Antrag ab.

Hier geht es typischerweise um öffentliches Verwaltungsrecht. Die Behörde handelt nicht wie ein privater Vertragspartner, sondern aufgrund öffentlich-rechtlicher Befugnisse. Für eine gerichtliche Kontrolle ist bei einer öffentlich-rechtlichen Streitigkeit nichtverfassungsrechtlicher Art grundsätzlich der Verwaltungsrechtsweg eröffnet, soweit keine besondere gesetzliche Zuweisung besteht. § 40 Abs. 1 VwGO enthält dafür die zentrale Generalklausel.

Welche konkrete Klageart oder welches Vorverfahren einschlägig ist, hängt vom jeweiligen Sachverhalt und dem anwendbaren Bundes- oder Landesrecht ab. In Ausbildung und Studium musst Du daher nicht nur das Rechtsgebiet bestimmen, sondern auch Rechtsweg, statthafte Verfahrensart und Begründetheit unterscheiden.


Verfassungsrecht und Grundrechte

Ein wichtiger Teil des öffentlichen Rechts ist das Verfassungsrecht. Das Grundgesetz bindet die staatliche Gewalt an die Grundrechte. Art. 1 Abs. 3 GG bestimmt, dass die Grundrechte Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht binden.

Das Bundesverfassungsgericht ist dabei kein gewöhnliches Berufungs- oder Revisionsgericht für jeden verlorenen Prozess. Es entscheidet in den verfassungsrechtlich vorgesehenen Verfahren, beispielsweise über bestimmte Verfassungsbeschwerden.


Wenn der Staat beteiligt ist: öffentliches Recht oder Zivilrecht?


Fall 4: Die Stadt kauft Bürostühle

Eine Stadt bestellt bei einem Möbelhaus zwanzig Bürostühle für das Rathaus. Einige Stühle sind mangelhaft.

Obwohl eine Stadt beteiligt ist, spricht hier viel für Zivilrecht. Die Stadt tritt als Käuferin in einem privatrechtlichen Kaufvertrag auf. Entscheidend ist also nicht nur wer handelt, sondern in welcher rechtlichen Form und auf Grundlage welcher Normen gehandelt wird.

Demgegenüber handelt dieselbe Stadt typischerweise öffentlich-rechtlich, wenn sie etwa eine Baugenehmigung erteilt, eine straßenrechtliche Sondernutzung genehmigt oder einen belastenden Verwaltungsakt erlässt.


Ein Lebenssachverhalt, drei Rechtsgebiete


Fall 5: Verkehrsunfall mit mehreren Folgen

Eine Autofahrerin fährt unaufmerksam und verletzt einen Radfahrer. Gleichzeitig wird das Fahrrad beschädigt. Die Fahrerlaubnisbehörde prüft später, ob fahrerlaubnisrechtliche Maßnahmen erforderlich sind.

Der Sachverhalt kann mehrere Ebenen haben. Zivilrechtlich kann es um Ersatz von Personen- und Sachschäden gehen. Strafrechtlich kann je nach Sachverhalt eine fahrlässige Straftat zu prüfen sein. Öffentlich-rechtlich kann eine Maßnahme der Fahrerlaubnisbehörde eine eigene verwaltungsrechtliche Prüfung auslösen.

Die wichtigste Lernidee lautet deshalb: Ordne nicht den ganzen Lebenssachverhalt vorschnell nur einem Rechtsgebiet zu. Ordne einzelne Rechtsfragen und Rechtsfolgen zu.


Gerichte und Rechtswege

Bereich Typischer Rechtsweg Beispiel
Zivilrecht Ordentliche Gerichtsbarkeit Streit über Kaufpreis, Schadensersatz oder Vertragserfüllung
Strafrecht Ordentliche Gerichtsbarkeit Strafverfahren wegen eines Straftatverdachts
Verwaltungsrecht Verwaltungsgerichtsbarkeit Klage gegen oder auf Erlass eines Verwaltungsakts
Verfassungsrecht Verfassungsgerichtsbarkeit Verfassungsbeschwerde unter den gesetzlichen Voraussetzungen

Der Bundesgerichtshof ist das oberste Gericht des Bundes in der ordentlichen Gerichtsbarkeit und damit für bestimmte Zivil- und Strafsachen zuständig. Das Bundesverwaltungsgericht steht an der Spitze der allgemeinen Verwaltungsgerichtsbarkeit des Bundes. Das Bundesverfassungsgericht hat dagegen besondere verfassungsgerichtliche Aufgaben.


Methodik für Ausbildung und Studium

Für eine erste Fallanalyse kannst Du in sechs Schritten vorgehen.

  1. Sachverhalt: Trenne Tatsachen von Wertungen und markiere, wer was getan oder verlangt hat.
  2. Beteiligte: Bestimme, ob Privatpersonen, Unternehmen, Behörden oder sonstige Träger öffentlicher Gewalt beteiligt sind.
  3. Rechtsfolge: Frage, ob jemand Geld, Leistung, Unterlassung, Aufhebung einer Behördenentscheidung oder eine strafrechtliche Sanktion thematisiert.
  4. Anspruchsgrundlage: Suche im Zivilrecht nach einer Norm, aus der sich der verlangte Anspruch ergeben kann.
  5. Straftatbestand: Prüfe im Strafrecht die in Betracht kommenden Straftatbestände und den jeweiligen Prüfungsaufbau.
  6. Rechtsweg: Prüfe im öffentlichen Recht besonders, welche öffentlich-rechtliche Norm entscheidet und welches Gericht beziehungsweise Verfahren zuständig sein kann.


Drei typische Klausurfragen

Im Zivilrecht lautet eine klassische Leitfrage: Wer will was von wem woraus?

Im Strafrecht lautet eine klassische Leitfrage: Wer hat sich wodurch strafbar gemacht?

Im öffentlichen Recht lautet eine typische Leitfrage: Ist die staatliche Maßnahme rechtmäßig oder hat die betroffene Person einen Anspruch gegen den Staat?

Diese Formeln ersetzen keine juristische Prüfung, helfen Dir aber, die Denkrichtung eines Falles schnell zu erkennen.


Merksätze

Zivilrecht denkt vor allem in Ansprüchen zwischen Rechtssubjekten.

Strafrecht prüft strafbares Verhalten und den staatlichen Strafanspruch.

Öffentliches Recht prüft besonders die rechtliche Bindung staatlicher Gewalt und öffentlich-rechtliche Rechtsbeziehungen.

Ein Sachverhalt kann mehrere Rechtsgebiete gleichzeitig berühren.

Die Beteiligung einer Behörde allein entscheidet die Abgrenzung noch nicht.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Leitfrage ist für eine zivilrechtliche Anspruchsprüfung besonders typisch? (Wer will was von wem woraus?) (!Welche Strafe ist moralisch angemessen?) (!Welche Behörde erlässt ein Gesetz?) (!Welches Grundrecht darf nie geprüft werden?)




Welches Gesetz ist die zentrale Kodifikation des allgemeinen deutschen Privatrechts? (Bürgerliches Gesetzbuch) (!Strafgesetzbuch) (!Grundgesetz) (!Verwaltungsgerichtsordnung)




Welche Aussage zum Strafrecht trifft zu? (Es prüft unter anderem die Voraussetzungen strafbaren Verhaltens) (!Es regelt ausschließlich Kaufverträge) (!Es betrifft nur Streitigkeiten zwischen Unternehmen) (!Es ist identisch mit dem gesamten Zivilrecht)




Welche Institution hat im deutschen Strafverfahren eine zentrale Rolle bei der Strafverfolgung? (Staatsanwaltschaft) (!Grundbuchamt) (!Standesamt) (!Einwohnermeldeamt)




Welcher Fall gehört typischerweise zum öffentlichen Recht? (Eine Behörde lehnt eine Baugenehmigung ab) (!Zwei Privatpersonen streiten über einen Kaufpreis) (!Ein Händler liefert eine mangelhafte Ware) (!Eine Privatperson verlangt Schadensersatz aus einem Vertrag)




Warum ist der Kauf von Bürostühlen durch eine Stadt nicht automatisch öffentliches Recht? (Weil der Staat auch privatrechtlich handeln kann) (!Weil Städte keine Behörden haben) (!Weil Kaufverträge immer Strafrecht sind) (!Weil öffentliches Recht nur im Ausland gilt)




Welche Theorie ist für die Abgrenzung von öffentlichem Recht und Privatrecht besonders wichtig? (Modifizierte Subjektstheorie) (!Dreifeldertheorie) (!Zufallstheorie) (!Beweislasttheorie)




Welche Reihenfolge entspricht einem typischen Grundaufbau der Strafbarkeitsprüfung? (Tatbestand Rechtswidrigkeit Schuld) (!Schuld Vertrag Eigentum) (!Anspruch Behörde Revision) (!Klage Kaufpreis Grundrecht)




Welche Aussage zu einem einzigen Lebenssachverhalt ist richtig? (Er kann mehrere Rechtsgebiete gleichzeitig betreffen) (!Er gehört immer ausschließlich zu einem Rechtsgebiet) (!Er kann niemals Zivilrecht und Strafrecht zugleich betreffen) (!Er wird allein nach der beteiligten Person eingeordnet)




Welches Gericht gehört zur Verwaltungsgerichtsbarkeit? (Bundesverwaltungsgericht) (!Bundesgerichtshof) (!Amtsgericht) (!Landgericht)





Memory

Anspruch privatrechtliche Forderung
Staatsanwaltschaft Strafverfolgung
Verwaltungsakt hoheitliche Einzelfallregelung
BGB allgemeines Privatrecht
StGB Straftatbestände
VwGO Verwaltungsgerichtsverfahren
Tatbestand erste Prüfungsstufe
Privatautonomie private Rechtsgestaltung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kaufvertrag privatrechtliche Anspruchsprüfung
Körperverletzung strafrechtliche Verantwortlichkeit
Baugenehmigung verwaltungsrechtliche Entscheidung
Schadensersatz Ausgleich eines zivilrechtlichen Schadens
Verfassungsbeschwerde verfassungsgerichtlicher Rechtsschutz






Kreuzworträtsel

Privatrecht Welches Rechtsgebiet regelt typischerweise Rechtsbeziehungen zwischen gleichgeordneten privaten Rechtssubjekten?
Staatsanwaltschaft Welche Institution übernimmt im Strafverfahren eine zentrale Aufgabe der Strafverfolgung?
Verwaltungsakt Wie heißt eine typische hoheitliche Handlungsform der Verwaltung im Einzelfall?
Schadensersatz Wie heißt eine typische zivilrechtliche Rechtsfolge bei ersatzfähigem Schaden?
Tatbestand Wie heißt die erste Stufe des klassischen dreistufigen Strafbarkeitsaufbaus?
Rechtswidrigkeit Welche Prüfungsstufe folgt im klassischen Strafrechtsaufbau auf den Tatbestand?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Zivilrecht regelt vor allem Rechtsbeziehungen zwischen grundsätzlich gleichgeordneten

.
Die zentrale Kodifikation des allgemeinen deutschen Privatrechts ist das

.
Im Zivilrecht wird häufig nach einer passenden

gesucht.
Im Strafrecht beginnt die klassische dreistufige Prüfung mit dem

.
Auf den Tatbestand folgt in diesem Grundaufbau die

.
Die persönliche Vorwerfbarkeit wird in der Stufe der

geprüft.
Eine wichtige Institution der Strafverfolgung ist die

.
Für die Abgrenzung des öffentlichen Rechts vom Privatrecht ist die modifizierte

bedeutsam.
Eine abgelehnte Baugenehmigung ist typischerweise ein Fall des

.
Ein einziger Lebenssachverhalt kann mehrere

gleichzeitig betreffen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Privatrecht: Erfinde einen einfachen Kaufvertragsfall und formuliere die Frage „Wer will was von wem woraus?“.
  2. Strafrecht: Beschreibe einen kurzen Sachverhalt, bei dem Du Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Schuld als Prüfungsstufen kennzeichnen kannst.
  3. Öffentliches Recht: Finde in Deinem Alltag drei Beispiele für staatliches Handeln und erkläre, warum sie öffentlich-rechtlich sein könnten.
  4. Rechtsgebiet: Erstelle drei Karteikarten mit je einem Beispiel für Zivilrecht, Strafrecht und öffentliches Recht.


Standard

  1. Bürgerliches Gesetzbuch: Analysiere einen Fall mit mangelhafter Ware und notiere, welche Anspruchsziele eine kaufende Person haben könnte.
  2. Körperverletzung (Deutschland): Entwickle einen Fall, der sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Fragen auslöst, und trenne beide Ebenen.
  3. Verwaltungsakt: Suche ein reales Beispiel für einen Verwaltungsakt und erkläre Beteiligte, Rechtsfolge und möglichen Rechtsschutz.
  4. Gerichtsbarkeit: Erstelle eine Grafik, die ordentliche Gerichtsbarkeit, Verwaltungsgerichtsbarkeit und Verfassungsgerichtsbarkeit voneinander abgrenzt.


Schwer

  1. Modifizierte Subjektstheorie: Entwickle einen Grenzfall, in dem eine Gemeinde beteiligt ist, und begründe anhand der entscheidenden Norm, ob Privatrecht oder öffentliches Recht vorliegt.
  2. Fallbearbeitung: Schreibe einen Sachverhalt, in dem Zivilrecht, Strafrecht und öffentliches Recht gleichzeitig berührt werden, und formuliere für jeden Bereich eine eigene Rechtsfrage.
  3. Rechtsweg: Vergleiche an zwei Fällen, warum die Wahl des richtigen Rechtswegs von der rechtlichen Einordnung der Streitigkeit abhängt.
  4. Grundrechte: Untersuche einen erfundenen Verwaltungsfall darauf, welche Grundrechte berührt sein könnten und wie diese die Prüfung staatlichen Handelns beeinflussen.




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Lernkontrolle

  1. Falltransfer: Eine Gemeinde vermietet eine eigene Veranstaltungshalle an einen privaten Verein und kündigt den Mietvertrag. Begründe, welche Informationen Du benötigst, um zwischen Privat- und öffentlichem Recht zu unterscheiden.
  2. Mehrfachfolgen: Nach einer Auseinandersetzung wird eine Person verletzt, ein Fahrrad beschädigt und eine Behörde prüft eine Erlaubnis. Ordne die möglichen Rechtsfragen nach Rechtsgebieten und begründe Deine Zuordnung.
  3. Normbezug: Erkläre, warum die bloße Beteiligung des Staates nicht genügt, um einen Fall dem öffentlichen Recht zuzuordnen.
  4. Rechtsvergleich: Vergleiche das Ziel einer Schadensersatzklage mit dem Ziel eines Strafverfahrens anhand desselben Verletzungssachverhalts.
  5. Methodenkompetenz: Entwickle ein eigenes Entscheidungsschema, mit dem Du unbekannte Fälle zuerst Zivilrecht, Strafrecht oder öffentlichem Recht zuordnest.
  6. Gerichtsweg: Erkläre anhand je eines Beispiels, weshalb Bundesgerichtshof, Bundesverwaltungsgericht und Bundesverfassungsgericht unterschiedliche Aufgaben haben.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Definitionen wiedergibst, sondern Fälle methodisch einordnen und Deine Entscheidung begründen kannst.

  1. Zivilrecht: Du erkennst typische Anspruchslagen und kannst die Leitfrage „Wer will was von wem woraus?“ anwenden.
  2. Strafrecht: Du kannst die Grundidee der Strafbarkeitsprüfung mit Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Schuld erklären.
  3. Öffentliches Recht: Du kannst staatliches Handeln von privatrechtlichem Handeln anhand der maßgeblichen Rechtsnorm unterscheiden.
  4. Mehrfachzuordnung: Du kannst zeigen, dass ein Sachverhalt zugleich zivilrechtliche, strafrechtliche und öffentlich-rechtliche Folgen haben kann.
  5. Rechtsweg: Du kannst die grundsätzliche Bedeutung unterschiedlicher Gerichtsbarkeiten erklären.
  6. Fallbegründung: Du formulierst eine nachvollziehbare juristische Begründung statt nur ein Rechtsgebiet zu nennen.




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