Stopp sagen wenn Medien zu viel werden


Stopp sagen wenn Medien zu viel werden
Einleitung
Stopp sagen, wenn Medien zu viel werden ist wichtig. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du gut mit Bildschirmzeit, Tablet, Computer, Fernsehen, Spielekonsole, Radio, Hörbuch und Büchern umgehen kannst.
Du lernst in sehr einfachen Schritten:
- Medien können helfen.
- Medien können Spaß machen.
- Medien können auch zu viel werden.
- Du darfst Stopp sagen.
- Du kannst eine gute Medienbalance finden.
Medienbalance heißt: Es gibt eine gute Mischung. Du nutzt Medien. Du spielst aber auch. Du bewegst Dich. Du ruhst Dich aus. Du sprichst mit anderen Menschen.

Merksatz: Wenn Medien zu viel werden, darfst Du sagen: Stopp. Ich mache Pause.
Was sind Medien?
Medien bringen uns Bilder, Töne, Texte und Nachrichten.
Beispiele aus Deinem Alltag:
- Buch: Du liest eine Geschichte.
- Radio: Du hörst Musik.
- Fernsehen: Du schaust eine Sendung.
- Tablet: Du lernst mit einer App.
- Computer: Du schreibst oder suchst etwas.
- Smartphone: Erwachsene telefonieren oder schreiben Nachrichten.

Wichtig: Medien sind nicht schlecht. Aber zu viel Medienzeit kann anstrengend werden.
Medien können gut sein
Medien können Dir helfen.
Du kannst mit Medien:
- lernen.
- Musik hören.
- eine Geschichte sehen.
- ein Foto anschauen.
- mit der Familie sprechen.
- etwas Neues entdecken.
Ein Lernvideo kann Dir etwas zeigen. Ein Hörbuch kann Dich entspannen. Ein Buch kann Deine Fantasie wecken.
Video: Medien einfach erklärt
Dieses Video erklärt, was Medien sind und wie man sie nutzen kann.
Aufgabe nach dem Video: Nenne drei Medien, die Du kennst. Sage auch, wofür Du sie nutzt.
Wann werden Medien zu viel?
Manchmal merkt Dein Körper: Es reicht jetzt.
Das können Zeichen sein:
- Deine Augen sind müde.
- Dein Kopf fühlt sich voll an.
- Du wirst schnell wütend.
- Du kannst schlecht aufhören.
- Du vergisst Essen, Trinken oder Schlafen.
- Du hast keine Lust mehr auf Spielen ohne Bildschirm.
Dann ist Stopp-Zeit.
Meine Stopp-Sätze
Du kannst diese Sätze üben:
- Stopp. Ich mache Pause.
- Ich brauche jetzt Ruhe.
- Ich möchte draußen spielen.
- Bitte hilf mir beim Ausschalten.
- Das Video macht mir Angst. Ich hole Hilfe.
Sprich einen Satz laut. Sprich freundlich. Sprich klar.
Die Medienampel
Die Ampel hilft Dir beim Nachdenken.

Grün: Alles ist gut. Du nutzt Medien kurz. Du fühlst Dich ruhig.
Gelb: Achtung. Du wirst müde. Du wirst unruhig. Du brauchst bald eine Pause.
Rot: Stopp. Es ist zu viel. Du machst aus. Du holst Hilfe, wenn Du sie brauchst.
Die Stopp-Regel in 5 Schritten
- Merken: Ich fühle, wie es mir geht.
- Sagen: Ich sage meinen Stopp-Satz.
- Ausschalten: Ich mache das Gerät aus oder lege es weg.
- Pause: Ich bewege mich, trinke Wasser oder schaue aus dem Fenster.
- Hilfe: Ich frage einen Erwachsenen, wenn ich es allein nicht schaffe.
Der Timer hilft
Ein Timer kann piepen. Dann weißt Du: Die Medienzeit ist vorbei.
Vor dem Start kannst Du fragen:
- Wie lange darf ich schauen?
- Was schaue ich?
- Was mache ich danach?
- Wer hilft mir beim Ausschalten?
Tipp: Stelle den Timer zusammen mit einem Erwachsenen.
Gute Medienzeiten
Eine gute Medienzeit ist:
- kurz.
- ruhig.
- altersgerecht.
- mit Pausen.
- nicht heimlich.
- nicht beim Essen.
- nicht kurz vor dem Schlafen.
Für viele Grundschulkinder ist eine kurze Zeit gut. Manche Familien nutzen als Regel ungefähr eine Schulstunde oder weniger. Andere Familien haben andere Regeln. Wichtig ist: Du sprichst mit Erwachsenen darüber.
Nach Medien kommt Bewegung
Nach Bildschirmzeit braucht Dein Körper etwas anderes.
Du kannst:
- rennen.
- hüpfen.
- malen.
- bauen.
- lesen.
- singen.
- mit anderen spielen.
- nach draußen gehen.

Mini-Pause: Steh auf. Strecke die Arme hoch. Zähle langsam bis zehn. Atme tief ein und aus.
Wenn etwas komisch ist
Manchmal siehst Du etwas, das Dir Angst macht. Manchmal schreibt jemand etwas Gemeines. Manchmal will ein Spiel, dass Du immer weiter spielst.
Dann gilt:
- Nicht allein bleiben.
- Stopp sagen.
- Gerät weglegen.
- Erwachsenen Bescheid sagen.
- Nicht antworten, wenn Du unsicher bist.
Ein Erwachsener kann helfen. Das ist kein Petzen. Das ist schlau.
Video: Bildschirmzeit kindgerecht erklärt
In diesem Video geht es um Bildschirmzeit und ums Aufhören.
Aufgabe nach dem Video: Was hilft Dir beim Aufhören? Nenne eine Sache.
Mein Medienplan
Ein Medienplan ist eine kleine Hilfe. Er zeigt, was vereinbart ist.
| Frage | Meine Antwort |
|---|---|
| Wann nutze ich Medien? | Nach Absprache |
| Wie lange nutze ich Medien? | Mit Timer |
| Was nutze ich? | Nur passende Inhalte |
| Wer hilft mir? | Ein Erwachsener |
| Was mache ich danach? | Pause, Bewegung oder Spiel |
Merksatz: Erst fragen. Dann starten. Dann stoppen. Dann Pause machen.
Kleine Übung: Stopp fühlen
Setz Dich ruhig hin.
Schließe kurz die Augen, wenn Du magst.
Frage Dich:
- Sind meine Augen müde?
- Ist mein Kopf voll?
- Bin ich ruhig?
- Bin ich ärgerlich?
- Brauche ich eine Pause?
Wenn Du eine Pause brauchst, sage: Stopp. Ich achte auf mich.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Medienbalance? (Eine gute Mischung aus Medienzeit, Spielen, Bewegung und Ruhe) (!Den ganzen Tag am Bildschirm sein) (!Nie wieder ein Buch lesen) (!Immer heimlich spielen)
Was kannst Du sagen, wenn Medien zu viel werden? (Stopp. Ich mache Pause) (!Mach lauter) (!Ich spiele die ganze Nacht) (!Ich sage niemandem etwas)
Was ist ein Medium? (Ein Ding, das Bilder, Töne, Texte oder Nachrichten bringt) (!Nur ein Fußball) (!Nur ein Pausenbrot) (!Nur ein Turnschuh)
Was hilft beim Aufhören? (Ein Timer) (!Ein sehr langes neues Spiel) (!Noch fünf Videos ohne Ende) (!Das Gerät unter der Decke verstecken)
Was ist ein Zeichen für zu viel Bildschirmzeit? (Müde Augen) (!Frische Luft) (!Ein ausgeruhter Kopf) (!Ruhiger Schlaf)
Was ist beim Essen eine gute Medienregel? (Bildschirm weglegen) (!Video weiterlaufen lassen) (!Mit vollem Mund spielen) (!Gerät unter den Teller legen)
Was machst Du, wenn ein Video Angst macht? (Einem Erwachsenen Bescheid sagen) (!Allein weiterschauen) (!Das Video heimlich teilen) (!So tun, als wäre nichts)
Was passt gut nach Bildschirmzeit? (Bewegung oder Pause) (!Noch mehr Bildschirm ohne Pause) (!Schlafen mit laufendem Video) (!Streiten)
Was bedeutet Rot bei der Medienampel? (Stopp und Pause) (!Alles ist ganz ruhig) (!Start für noch mehr Zeit) (!Das Gerät wird lauter)
Wer kann bei Medienregeln helfen? (Kinder und Erwachsene gemeinsam) (!Nur das Gerät) (!Nur Werbung) (!Niemand)
Memory
| Stopp-Satz | Ich mache Pause |
| Timer | Zeigt die Zeit |
| Augen | Brauchen Ruhe |
| Spielplatz | Bewegung draußen |
| Erwachsener | Hilft bei Problemen |
| Medienplan | Zeigt Regeln |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Grünes Zeichen | Ich nutze Medien ruhig und kurz |
| Gelbes Zeichen | Ich merke Müdigkeit oder Ärger |
| Rotes Zeichen | Ich sage Stopp und mache Pause |
| Timer | Er zeigt das Ende der Medienzeit |
| Pause | Ich bewege mich und ruhe meine Augen aus |
...
Kreuzworträtsel
| Medien | Wie heißen Buch, Radio, Fernsehen und Tablet gemeinsam? |
| Pause | Was machst Du, wenn Dein Kopf voll ist? |
| Stopp | Welches Wort hilft bei zu viel Medien? |
| Timer | Was kann die Medienzeit messen? |
| Spielplatz | Wo kannst Du draußen spielen? |
| Regeln | Was machen Familien für Medienzeiten? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Medien sammeln: Male drei Medien, die Du kennst.
- Stopp-Satz üben: Sprich Deinen Stopp-Satz dreimal laut und freundlich.
- Medienampel malen: Male eine Ampel mit Grün, Gelb und Rot. Schreibe zu jeder Farbe ein Wort.
- Pausenidee: Zeige eine Bewegung, die nach Bildschirmzeit gut tut.
Standard
- Medientagebuch: Schreibe oder male einen Tag lang auf, wann Du Medien nutzt.
- Familienregel: Frage zu Hause nach einer Medienregel. Schreibe sie einfach auf.
- Interview: Frage ein Kind oder einen Erwachsenen: Was machst Du gern ohne Bildschirm?
- Pausenbox: Sammle fünf Ideen für eine Pause nach Medienzeit.
Schwer
- Medienplan erstellen: Erstelle einen Wochenplan mit Medienzeit, Spielzeit, Ruhezeit und Bewegungszeit.
- Plakat gestalten: Gestalte ein Plakat mit dem Satz: Stopp sagen ist stark.
- Comic zeichnen: Zeichne einen Comic über ein Kind, das gut aufhört.
- Stopp-Experiment: Probiere eine medienfreie Stunde aus. Male danach, was Du gemacht hast.


Lernkontrolle
- Alltag erklären: Erkläre an einem Beispiel, wann Medien hilfreich sind und wann sie zu viel werden.
- Medienampel anwenden: Lies eine kleine Situation vor. Entscheide: Grün, Gelb oder Rot? Begründe Deine Wahl.
- Stopp-Satz nutzen: Spiele mit einem Partnerkind eine Szene. Ein Kind sagt Stopp. Das andere Kind hilft freundlich.
- Regel begründen: Erfinde eine Medienregel für eine Familie. Erkläre, warum sie gut ist.
- Hilfe holen: Beschreibe, was Du tust, wenn Dich ein Video erschreckt oder jemand online gemein ist.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis zeigst Du:
- Du kannst erklären, was Medien sind.
- Du kannst erklären, was Medienbalance bedeutet.
- Du kennst mindestens zwei Zeichen für zu viel Medienzeit.
- Du kannst einen Stopp-Satz sagen.
- Du kannst eine Pause nach Medienzeit vormachen.
- Du kannst erklären, wann Du Hilfe von Erwachsenen brauchst.
- Du hast einen kleinen Medienplan oder eine Medienampel gestaltet.
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