Satzglieder - Prädikat, Subjekt, Objekte und adverbiale Bestimmungen


Satzglieder - Prädikat, Subjekt, Objekte und adverbiale Bestimmungen
Einleitung
Satzglieder sind Bausteine eines Satzes. Sie zeigen, wer etwas tut, was geschieht, wen oder was eine Handlung betrifft und unter welchen Umständen etwas passiert. In diesem aiMOOC lernst Du die zentralen Satzglieder der deutschen Grammatik kennen: Prädikat, Subjekt, Objekte und adverbiale Bestimmungen. Du übst, Satzglieder mit der Frageprobe, der Umstellprobe, der Ersatzprobe und der Weglassprobe zu erkennen und in eigenen Sätzen sinnvoll zu verwenden.

Ein Satz besteht nicht nur aus einzelnen Wörtern, sondern aus Wortgruppen, die gemeinsam eine grammatische Aufgabe übernehmen. Ein Satzglied kann aus einem Wort bestehen, zum Beispiel Heute in Heute üben wir Satzglieder. Es kann aber auch aus mehreren Wörtern bestehen, zum Beispiel mit großer Aufmerksamkeit in Die Klasse arbeitet mit großer Aufmerksamkeit. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern die Funktion im Satz.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Satzglieder sind, wie Du sie erkennst und wie sie zusammenwirken. Du bestimmst das Prädikat als verbalen Satzkern, findest das Subjekt im Nominativ, unterscheidest verschiedene Objekte und erkennst adverbiale Bestimmungen des Ortes, der Zeit, der Art und Weise sowie des Grundes. Außerdem kannst Du eigene Sätze umstellen, erweitern und analysieren.
Warum Satzglieder wichtig sind
Satzglieder helfen Dir, Sätze bewusst zu verstehen und klar zu formulieren. Wenn Du Satzglieder erkennst, kannst Du längere Sätze besser gliedern, Satzzeichen sicherer setzen, Texte abwechslungsreicher schreiben und fremde Texte genauer untersuchen. In der Schule brauchst Du dieses Wissen besonders in der Rechtschreibung, beim Aufsatz, bei der Textanalyse und beim Erlernen von Fremdsprachen.
Grundlagen: Was ist ein Satzglied?
Ein Satzglied ist eine Einheit im Satz, die eine bestimmte grammatische Funktion erfüllt. Viele Satzglieder können als Ganzes vor das finite Verb gestellt werden. Diese Probe heißt Umstellprobe oder Vorfeldprobe. Im Satz Am Morgen liest die Schülerin im Bus ein Buch kann zum Beispiel Am Morgen, die Schülerin, im Bus oder ein Buch an den Anfang gestellt werden. Dadurch erkennst Du, welche Wörter zusammengehören.
Satzglieder und Satzgliedteile
Nicht jedes Wort ist automatisch ein eigenes Satzglied. Wörter können zu einer Gruppe gehören. In der sehr aufmerksame Schüler bilden mehrere Wörter gemeinsam ein Subjekt. Das Wort sehr ist kein eigenes Satzglied, sondern ein Teil der Wortgruppe. Solche Teile nennt man Attribute, wenn sie ein Nomen näher bestimmen. Ein wichtiges Ziel der Satzgliedanalyse ist deshalb, zusammengehörige Wörter nicht auseinanderzureißen.
Die wichtigsten Proben
- Frageprobe: Du fragst nach einem Satzglied, zum Beispiel Wer oder was?, Wen oder was?, Wem?, Wann?, Wo? oder Warum?.
- Umstellprobe: Du verschiebst eine Wortgruppe im Satz. Was zusammen verschoben werden kann, ist oft ein Satzglied.
- Ersatzprobe: Du ersetzt eine Wortgruppe durch ein passendes Wort, zum Beispiel durch ein Pronomen oder ein Adverb.
- Weglassprobe: Du prüfst, ob eine Angabe weggelassen werden kann, ohne dass der Satz grammatisch unvollständig wird.
- Erweiterungsprobe: Du ergänzt den Satz, um zu erkennen, welche Informationen zusätzliche Umstände liefern.
Beispielanalyse
Der Satz Heute hat der Schüler dem Lehrer im Unterricht eine Frage gestellt enthält mehrere Satzglieder. Das Prädikat lautet hat gestellt. Das Subjekt ist der Schüler. Dem Lehrer ist ein Dativobjekt, eine Frage ist ein Akkusativobjekt, heute ist eine adverbiale Bestimmung der Zeit und im Unterricht ist eine adverbiale Bestimmung des Ortes oder der Situation.
| Satzglied | Beispiel aus dem Satz | Frage | Funktion |
|---|---|---|---|
| Prädikat | hat gestellt | Was geschieht? | Es bildet den verbalen Satzkern. |
| Subjekt | der Schüler | Wer oder was hat gestellt? | Es nennt den Handelnden oder Träger der Aussage. |
| Dativobjekt | dem Lehrer | Wem hat der Schüler eine Frage gestellt? | Es ergänzt das Verb im Dativ. |
| Akkusativobjekt | eine Frage | Wen oder was hat der Schüler gestellt? | Es ergänzt das Verb im Akkusativ. |
| Adverbiale Bestimmung | heute | Wann hat der Schüler eine Frage gestellt? | Es beschreibt den Zeitpunkt. |
| Adverbiale Bestimmung | im Unterricht | Wo oder in welcher Situation geschah es? | Es beschreibt Ort oder Rahmen. |
Das Prädikat
Das Prädikat ist der verbale Kern des Satzes. Es sagt aus, was geschieht, was jemand tut oder in welchem Zustand sich etwas befindet. In der Schulgrammatik wird das Prädikat häufig zusammen mit den Satzgliedern behandelt. In der wissenschaftlichen Grammatik gilt es oft nicht als Satzglied im engeren Sinn, sondern als Satzkern, zu dem andere Satzglieder in Beziehung stehen. Für die Satzanalyse in der Schule ist das Prädikat der wichtigste Ausgangspunkt, weil es bestimmt, welche Ergänzungen ein Satz braucht.
Finites Verb und Satzklammer
Das finite Verb ist der Teil des Prädikats, der nach Person, Numerus und Tempus verändert ist. Im Aussagesatz steht es normalerweise an zweiter Stelle. Ein Prädikat kann einteilig oder mehrteilig sein. In Mia liest ist liest ein einteiliges Prädikat. In Mia hat ein Buch gelesen bilden hat und gelesen gemeinsam das mehrteilige Prädikat. Zwischen diesen Teilen kann die Satzklammer entstehen.
- Einteiliges Prädikat: Die Katze schläft.
- Mehrteiliges Prädikat: Die Katze hat geschlafen.
- Modalverb mit Infinitiv: Die Katze will schlafen.
- Trennbares Verb: Die Katze schläft ein.
Prädikat finden
Du findest das Prädikat, indem Du fragst: Was tut jemand?, Was geschieht? oder Was ist der Fall? Achte darauf, alle Teile des Prädikats zu markieren. Bei trennbaren Verben, zusammengesetzten Zeiten und Modalverben stehen die Teile oft getrennt. Im Satz Wir werden morgen früher aufstehen müssen gehört werden aufstehen müssen zum Prädikat.
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Das Subjekt
Das Subjekt nennt, wer oder was etwas tut, erlebt oder ist. Es steht im Deutschen im Nominativ und stimmt meistens mit dem finiten Verb überein. Wenn Du das Subjekt von der Einzahl in die Mehrzahl setzt, verändert sich oft auch die Verbform: Der Hund bellt wird zu Die Hunde bellen.
Subjektfrage und Kongruenz
Die wichtigste Frage nach dem Subjekt lautet Wer oder was? Bei Personen fragst Du meist mit Wer?, bei Dingen oder Sachverhalten mit Was? Zusätzlich hilft die Kongruenz zwischen Subjekt und finitem Verb. Das bedeutet: Das finite Verb richtet sich in Person und Zahl nach dem Subjekt. In Die Kinder spielen passt spielen zur Mehrzahl. In Das Kind spielt passt spielt zur Einzahl.
Subjekt ist nicht immer der Handelnde
Oft ist das Subjekt der Handelnde, aber nicht immer. In Der Ball wird geworfen ist der Ball Subjekt, obwohl er nicht selbst handelt. In Mir ist kalt gibt es kein normales handelndes Subjekt. Deshalb solltest Du nicht nur nach der Bedeutung gehen, sondern auch nach Kasus, Verbform und Satzbau fragen.
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Objekte
Objekte sind Ergänzungen, die vom Verb verlangt oder nahegelegt werden. Sie stehen nicht im Nominativ, sondern in einem anderen Kasus oder mit einer festen Präposition. Objekte zeigen, wen oder was eine Handlung betrifft, wem etwas geschieht, wessen man gedenkt oder worauf sich eine Handlung richtet.
Akkusativobjekt
Das Akkusativobjekt antwortet auf die Frage Wen oder was? Viele Verben verlangen ein Akkusativobjekt, zum Beispiel lesen, bauen, sehen, finden oder fragen. Im Satz Die Schülerin liest einen Roman ist einen Roman das Akkusativobjekt. Es zeigt, worauf sich die Handlung des Lesens richtet.
Dativobjekt
Das Dativobjekt antwortet auf die Frage Wem? Es bezeichnet häufig die Person oder Sache, der etwas zugutekommt, der etwas geschieht oder an die sich eine Handlung richtet. Im Satz Der Lehrer hilft dem Kind ist dem Kind das Dativobjekt. Das Verb helfen verlangt im Deutschen den Dativ.
Genitivobjekt
Das Genitivobjekt antwortet auf die Frage Wessen? Es ist im heutigen Deutsch selten und kommt vor allem in gehobener Sprache, in festen Wendungen oder bei bestimmten Verben vor. Beispiele sind Wir gedenken der Opfer oder Er bedarf der Ruhe. In der Alltagssprache werden Genitivobjekte oft durch andere Konstruktionen ersetzt.
Präpositionalobjekt
Das Präpositionalobjekt besteht aus einer festen Präposition und einer Ergänzung. Die Präposition gehört zum Verb und kann nicht frei ausgetauscht werden. In Wir warten auf den Bus gehört auf den Bus zum Verb warten auf. Du fragst nicht einfach Wo?, sondern Worauf warten wir? oder Auf wen warten wir?
Objekt oder adverbiale Bestimmung?
Die Unterscheidung zwischen Objekt und adverbialer Bestimmung ist wichtig. Ein Objekt wird vom Verb gefordert oder durch eine feste Form bestimmt. Eine adverbiale Bestimmung beschreibt eher Umstände wie Ort, Zeit, Grund oder Art und Weise. Vergleiche Ich warte auf dem Bahnsteig und Ich warte auf den Zug. Auf dem Bahnsteig ist eine Ortsangabe. Auf den Zug ist ein Präpositionalobjekt, weil das Verb warten auf eine feste Präposition verlangt.
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Adverbiale Bestimmungen
Adverbiale Bestimmungen beschreiben die näheren Umstände eines Geschehens. Sie können angeben, wann, wo, wie, warum, wozu, unter welcher Bedingung oder mit welcher Folge etwas geschieht. Adverbiale Bestimmungen können aus einem Adverb, einer Nominalgruppe, einer Präpositionalgruppe oder einem ganzen Nebensatz bestehen.

Arten adverbialer Bestimmungen
| Art | Frage | Beispiel | Erklärung |
|---|---|---|---|
| Lokale adverbiale Bestimmung | Wo? Wohin? Woher? | Die Klasse arbeitet im Computerraum. | Sie nennt Ort oder Richtung. |
| Temporale adverbiale Bestimmung | Wann? Wie lange? Wie oft? | Am Montag schreiben wir eine Übung. | Sie nennt Zeitpunkt, Dauer oder Häufigkeit. |
| Modale adverbiale Bestimmung | Wie? Auf welche Weise? Womit? | Die Gruppe arbeitet konzentriert. | Sie nennt Art und Weise oder Mittel. |
| Kausale adverbiale Bestimmung | Warum? Weshalb? | Wegen des Regens bleiben wir im Klassenraum. | Sie nennt den Grund. |
| Finale adverbiale Bestimmung | Wozu? Mit welchem Ziel? | Wir üben zur Vorbereitung. | Sie nennt Zweck oder Ziel. |
| Konditionale adverbiale Bestimmung | Unter welcher Bedingung? | Bei gutem Wetter findet der Unterricht draußen statt. | Sie nennt eine Bedingung. |
| Konzessive adverbiale Bestimmung | Trotz welchen Umstands? | Trotz Müdigkeit arbeitet die Klasse weiter. | Sie nennt einen Gegengrund. |
Adverbial und Adverb unterscheiden
Ein Adverb ist eine Wortart. Eine adverbiale Bestimmung ist eine Satzgliedfunktion. Ein Adverb kann als adverbiale Bestimmung verwendet werden, muss es aber nicht immer. Umgekehrt kann eine adverbiale Bestimmung auch aus mehreren Wörtern bestehen. In Morgen schreiben wir eine Übung ist morgen ein Adverb und zugleich eine adverbiale Bestimmung der Zeit. In nach der Pause besteht die adverbiale Bestimmung aus einer Präpositionalgruppe.
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Satzglieder sicher bestimmen
Beim Bestimmen von Satzgliedern beginnst Du am besten mit dem Prädikat, weil es den Satzkern bildet. Danach fragst Du nach dem Subjekt und anschließend nach möglichen Objekten und adverbialen Bestimmungen. Prüfe Deine Lösung mit mehreren Proben, denn eine einzelne Frage kann manchmal täuschen.
Schrittfolge zur Analyse
- Prädikat finden: Markiere alle Verbteile, auch getrennte Teile.
- Subjekt bestimmen: Frage Wer oder was? und prüfe den Nominativ.
- Objekte bestimmen: Frage nach Wen oder was?, Wem?, Wessen? oder nach einer festen Präposition.
- Adverbiale Bestimmungen bestimmen: Frage nach Ort, Zeit, Art und Weise, Grund, Zweck, Bedingung oder Folge.
- Umstellprobe anwenden: Verschiebe Wortgruppen und prüfe, was zusammengehört.
- Ersatzprobe nutzen: Ersetze Satzglieder durch passende Pronomen oder Adverbien.
Typische Fehler vermeiden
Ein häufiger Fehler besteht darin, jedes einzelne Wort als eigenes Satzglied zu behandeln. Prüfe immer, welche Wörter zusammengehören. Ein zweiter Fehler ist die Verwechslung von Präpositionalobjekt und adverbialer Bestimmung. Frage hier genau, ob die Präposition vom Verb verlangt wird. Ein dritter Fehler ist das Übersehen mehrteiliger Prädikate, zum Beispiel bei Modalverben, Perfekt oder trennbaren Verben.
Übungsteil mit Musterlösungen
Übung 1: Satzglieder markieren
Bestimme die Satzglieder im Satz Nach der Schule erklärt die Lehrerin den Kindern geduldig die Hausaufgabe.
| Lösungsteil | Bestimmung |
|---|---|
| Nach der Schule | Adverbiale Bestimmung der Zeit |
| erklärt | Prädikat |
| die Lehrerin | Subjekt |
| den Kindern | Dativobjekt |
| geduldig | Adverbiale Bestimmung der Art und Weise |
| die Hausaufgabe | Akkusativobjekt |
Übung 2: Umstellprobe anwenden
Aus dem Satz Am Abend liest Amir seiner Schwester im Wohnzimmer eine Geschichte vor kannst Du mehrere sinnvolle Varianten bilden. Am Abend kann an den Satzanfang gestellt werden, ebenso seiner Schwester, im Wohnzimmer oder eine Geschichte. Das zeigt, dass diese Wortgruppen jeweils als Satzglieder funktionieren. Das mehrteilige Prädikat lautet liest vor.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Frage hilft meistens beim Finden des Subjekts? (Wer oder was) (!Wen oder was) (!Wem) (!Wann)
Was ist das Prädikat im Satz Die Kinder spielen im Hof? (spielen) (!Die Kinder) (!im Hof) (!Kinder)
Welches Satzglied steht im Deutschen normalerweise im Nominativ? (Subjekt) (!Akkusativobjekt) (!Dativobjekt) (!Präpositionalobjekt)
Welche Frage passt zum Akkusativobjekt? (Wen oder was) (!Wem) (!Wessen) (!Wo)
Welche Frage passt zum Dativobjekt? (Wem) (!Wer oder was) (!Warum) (!Wie lange)
Welche Aussage zum Präpositionalobjekt ist richtig? (Die Präposition gehört fest zum Verb) (!Die Präposition kann immer beliebig ausgetauscht werden) (!Es steht immer im Nominativ) (!Es antwortet immer auf die Frage wann)
Was beschreibt eine temporale adverbiale Bestimmung? (Zeit) (!Ort) (!Besitz) (!Satzart)
Was zeigt die Umstellprobe? (Welche Wörter als Satzglied zusammengehören) (!Welche Wörter immer klein geschrieben werden) (!Welche Wörter Fremdwörter sind) (!Welche Wörter Reime bilden)
Welche adverbiale Bestimmung liegt in wegen des Schnees vor? (Kausale adverbiale Bestimmung) (!Lokale adverbiale Bestimmung) (!Temporale adverbiale Bestimmung) (!Dativobjekt)
Was ist im Satz Lena hat die Aufgabe gelöst das vollständige Prädikat? (hat gelöst) (!Lena) (!die Aufgabe) (!gelöst die Aufgabe)
Memory
| Prädikat | Satzaussage mit Verb |
| Subjekt | Wer oder was |
| Akkusativobjekt | Wen oder was |
| Dativobjekt | Wem |
| Präpositionalobjekt | Verb mit fester Präposition |
| Adverbiale Bestimmung | Umstände des Geschehens |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Subjekt | Wer oder was |
| Prädikat | Was geschieht |
| Akkusativobjekt | Wen oder was |
| Dativobjekt | Wem |
| Temporale Bestimmung | Wann |
| Lokale Bestimmung | Wo |
| Kausale Bestimmung | Warum |
Kreuzworträtsel
| Subjekt | Welches Satzglied steht im Nominativ und antwortet oft auf die Frage wer oder was? |
| Prädikat | Wie heißt der verbale Kern des Satzes? |
| Objekt | Wie nennt man eine Ergänzung, die vom Verb verlangt wird? |
| Dativ | Welcher Kasus antwortet auf die Frage wem? |
| Akkusativ | Welcher Kasus antwortet auf die Frage wen oder was? |
| Temporal | Wie heißt eine Bestimmung, die eine Zeitangabe macht? |
| Lokal | Wie heißt eine Bestimmung, die einen Ort angibt? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Satzglieder markieren: Markiere in fünf kurzen Sätzen das Prädikat und das Subjekt und erkläre jeweils, welche Frage Dir geholfen hat.
- Frageprobe üben: Schreibe zu jedem Satzglied eine passende Frage und beantworte sie mit einem Satzglied aus einem Beispielsatz.
- Umstellprobe durchführen: Stelle drei einfache Sätze so oft wie möglich um und notiere, welche Wortgruppen zusammenbleiben.
- Satzglieder-Karteikarten: Erstelle Karteikarten zu Prädikat, Subjekt, Akkusativobjekt, Dativobjekt und adverbialer Bestimmung.
Standard
- Objekte unterscheiden: Sammle zehn Sätze aus einem Jugendbuch oder Sachtext und bestimme darin Akkusativobjekte, Dativobjekte und Präpositionalobjekte.
- Adverbiale Bestimmungen sortieren: Lege eine Tabelle mit lokalen, temporalen, modalen und kausalen Bestimmungen an und ergänze eigene Beispielsätze.
- Satzbau verbessern: Überarbeite einen eigenen Text, indem Du Satzanfänge mithilfe der Umstellprobe abwechslungsreicher gestaltest.
- Grammatik-Erklärplakat: Gestalte ein Plakat, das den Unterschied zwischen Objekt und adverbialer Bestimmung mit Beispielen erklärt.
Schwer
- Textanalyse Satzglieder: Analysiere einen Absatz aus einem Zeitungsartikel und erkläre, wie die Stellung der Satzglieder die Wirkung des Textes beeinflusst.
- Präpositionalobjekt oder Adverbial: Entwickle eine Entscheidungshilfe mit Beispielen, an der andere Lernende den Unterschied sicher erkennen können.
- Erklärvideo Satzglieder: Produziere ein kurzes Erklärvideo, in dem Du mindestens vier Satzglieder an eigenen Beispielen bestimmst und die Proben erklärst.
- Sprachvergleich: Vergleiche die Satzstellung im Deutschen mit einer anderen Sprache, die Du kennst, und beschreibe Gemeinsamkeiten und Unterschiede beim Subjekt und Prädikat.

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Lernkontrolle
- Transfer Satzanalyse: Analysiere einen komplexen Satz aus einem Sachtext und begründe jede Zuordnung mit mindestens zwei Proben.
- Fehlerdiagnose: Prüfe eine fehlerhafte Satzgliedanalyse, korrigiere sie und erkläre, warum die ursprüngliche Lösung nicht überzeugt.
- Satzwirkung untersuchen: Schreibe denselben Inhalt in drei verschiedenen Satzstellungen und erkläre, wie sich Betonung und Lesefluss verändern.
- Objekt und Adverbial vergleichen: Vergleiche zwei Sätze mit Präpositionalgruppen und entscheide begründet, ob jeweils ein Präpositionalobjekt oder eine adverbiale Bestimmung vorliegt.
- Eigene Regel formulieren: Formuliere eine verständliche Regel zum Bestimmen von Satzgliedern und erprobe sie an drei neuen Beispielen.
- Textüberarbeitung: Überarbeite einen kurzen Text so, dass Satzglieder gezielt ergänzt, verschoben und variiert werden, ohne den Sinn zu verändern.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu Satzgliedern ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst, sondern Sätze begründet untersuchen kannst. Dein Lernnachweis kann aus einer schriftlichen Analyse, einem Portfolio, einem Lernplakat, einem Erklärvideo oder einer mündlichen Präsentation bestehen.
- Begriffe erklären: Du erklärst Prädikat, Subjekt, Objekt und adverbiale Bestimmung mit eigenen Worten.
- Proben anwenden: Du nutzt Frageprobe, Umstellprobe, Ersatzprobe und Weglassprobe sinnvoll.
- Satzglieder bestimmen: Du analysierst einfache und komplexere Sätze nachvollziehbar.
- Begründungen liefern: Du begründest Deine Entscheidungen mit grammatischen Merkmalen und Beispielen.
- Transfer zeigen: Du wendest Dein Wissen auf eigene Texte, Fremdtexte oder neue Satzmuster an.
- Reflexion: Du beschreibst, welche Fehlerquellen es gibt und wie Du sie vermeiden kannst.
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