Philosophie als Überlebenswerkzeug im KI-Alltag


Philosophie als Überlebenswerkzeug im KI-Alltag
Einleitung
Philosophie als Überlebenswerkzeug im KI-Alltag bedeutet: Du nutzt Philosophie nicht nur als Schul- oder Studienthema, sondern als praktische Urteilskraft für Situationen, in denen KI Texte schreibt, Bilder erzeugt, Nachrichten sortiert, Entscheidungen vorbereitet oder Dich scheinbar kompetent berät. Der Ausdruck Überlebenswerkzeug ist dabei eine bewusst starke Metapher: Im KI-Alltag geht es nicht nur darum, digitale Werkzeuge zu bedienen, sondern darum, nicht manipuliert zu werden, nicht vorschnell zu glauben, Verantwortung zu übernehmen und selbstbestimmt zu handeln.

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Das eingebundene Video behandelt Philosophie als Überlebenswerkzeug im KI-Alltag und verbindet zentrale Bereiche wie Ethik, Moralphilosophie, Erkenntnistheorie, Wahrheit, Wissen, Desinformation und Politische Philosophie. Dieser aiMOOC vertieft diese Themen mit Beispielen, Denkwerkzeugen, interaktiven Übungen und Transferaufgaben für Schule, Ausbildung, Studium und Erwachsenenbildung.
Warum Philosophie im KI-Alltag wichtig ist
KI-Systeme können Texte formulieren, Muster erkennen, Vorschläge machen und große Datenmengen verarbeiten. Sie können aber auch Fehler erzeugen, Vorurteile aus Daten übernehmen, Quellen erfinden, einseitige Perspektiven verstärken oder den Eindruck von Sicherheit vermitteln, obwohl eine Aussage unsicher ist. Genau hier wird Philosophie praktisch: Sie fragt nicht nur Was kann ich tun?, sondern auch Was soll ich tun?, Woher weiß ich das?, Wer trägt Verantwortung? und Welche Folgen hat mein Handeln für andere?
Philosophie hilft Dir, zwischen einer schnellen Antwort und einer gut begründeten Antwort zu unterscheiden. Sie trainiert die Fähigkeit, Begriffe zu klären, Gründe zu prüfen, Widersprüche zu erkennen, Perspektiven zu wechseln und eigene Entscheidungen zu verantworten. Im Umgang mit Chatbots, Suchmaschinen, sozialen Medien, Algorithmen und Automatisierung ist das eine Form von digitaler Selbstverteidigung.
Was KI kann und was sie nicht kann

Eine KI ist kein allwissendes Wesen und kein moralisches Subjekt. Viele moderne KI-Systeme erzeugen Antworten, indem sie Muster in Daten auswerten und wahrscheinliche Fortsetzungen berechnen. Das kann nützlich sein, wenn Du Ideen sammeln, Texte strukturieren, Sprachen üben, Code verstehen oder Informationen vergleichen möchtest. Es wird gefährlich, wenn Du eine KI-Ausgabe ungeprüft als Wahrheit, Wissen oder Autorität behandelst.
Eine KI-Ausgabe kann sprachlich sehr überzeugend wirken und trotzdem falsch, unvollständig, veraltet oder verzerrt sein. In der KI-Forschung wird dafür häufig der Begriff Halluzination verwendet, wenn ein System plausible, aber unzutreffende Inhalte erzeugt. Außerdem können Verzerrungen entstehen, wenn Trainingsdaten einseitig sind oder wenn ein System bestimmte Gruppen, Sprachen, Sichtweisen oder Interessen bevorzugt. Deshalb gilt: Keine KI-Ausgabe ist automatisch Wissen.
Philosophische Grundfragen für den KI-Alltag
Im KI-Alltag begegnen Dir klassische philosophische Fragen in neuer Form. Die folgende Tabelle zeigt, wie alte Fragen plötzlich sehr praktisch werden.
| Philosophischer Bereich | Grundfrage | Beispiel im KI-Alltag |
|---|---|---|
| Erkenntnistheorie | Was kann ich wissen? | Ein Chatbot liefert eine Behauptung ohne überprüfbare Quelle. |
| Ethik | Was soll ich tun? | Eine KI schlägt eine Handlung vor, die für andere Menschen Nachteile haben könnte. |
| Moralphilosophie | Welche Werte zählen? | Effizienz, Fairness, Sicherheit und Freiheit geraten in Konflikt. |
| Politische Philosophie | Wer hat Macht und wer darf mitentscheiden? | Ein Algorithmus beeinflusst Sichtbarkeit, Bewertung oder Zugang zu Chancen. |
| Sprachphilosophie | Was bedeuten die verwendeten Begriffe? | Wörter wie fair, intelligent, neutral oder objektiv bleiben unklar. |
| Philosophie des Geistes | Was ist Denken, Bewusstsein oder Verstehen? | Eine KI formuliert menschenähnlich, ohne deshalb menschlich zu fühlen. |
Werkzeug 1: Begriffe klären
Viele KI-Probleme beginnen mit unklaren Begriffen. Wenn jemand sagt, eine KI sei intelligent, objektiv, neutral, kreativ oder fair, musst Du fragen, was genau damit gemeint ist. Begriffsarbeit ist ein zentrales Werkzeug der Philosophie, weil unklare Sprache zu unklaren Entscheidungen führt.
| Begriff | Kritische Frage | Warum das wichtig ist |
|---|---|---|
| Intelligenz | Meint das Problemlösen, Sprachfähigkeit, Lernen oder Bewusstsein? | KI kann leistungsfähig wirken, ohne menschlich zu verstehen. |
| Objektivität | Sind Daten, Auswahlkriterien und Auswertung wirklich unabhängig? | Auch technische Systeme können menschliche Vorannahmen enthalten. |
| Fairness | Bedeutet fair gleich, gerecht, bedarfsgerecht oder regelkonform? | Verschiedene Fairness-Begriffe führen zu unterschiedlichen Entscheidungen. |
| Wahrheit | Ist die Aussage belegt, überprüfbar und aktuell? | Plausible Formulierungen ersetzen keine Prüfung. |
| Verantwortung | Wer entscheidet, wer kontrolliert und wer haftet? | Verantwortung darf nicht einfach an Technik delegiert werden. |
Werkzeug 2: Sokratisches Fragen
Die Sokratische Methode besteht darin, scheinbar klare Aussagen durch präzise Fragen zu prüfen. Im KI-Alltag bedeutet das: Du akzeptierst eine Ausgabe nicht sofort, sondern untersuchst ihre Voraussetzungen. Dadurch trainierst Du kritisches Denken.
- These: Was wird genau behauptet?
- Begründung: Welche Gründe sprechen für diese Behauptung?
- Quelle: Woher stammen die Informationen?
- Gegenargument: Welche Einwände wären möglich?
- Beispiel: Gibt es konkrete Fälle, die die Behauptung stützen?
- Gegenbeispiel: Gibt es Fälle, die die Behauptung widerlegen?
- Interesse: Wer könnte von dieser Darstellung profitieren?
- Grenze: Was bleibt unklar, unsicher oder ausgelassen?
Die sokratische Haltung ist keine Rechthaberei. Sie ist eine Haltung der prüfenden Neugier, der Bescheidenheit und der Wahrhaftigkeit. Du lernst, nicht nur Antworten zu sammeln, sondern bessere Fragen zu stellen.
Werkzeug 3: Erkenntnistheorie gegen Desinformation

Die Erkenntnistheorie fragt, wann aus einer Behauptung wirklich Wissen wird. Im Alltag reicht es nicht, dass eine Aussage gut klingt oder oft geteilt wird. Eine Aussage muss begründet, überprüfbar und möglichst unabhängig bestätigt sein. Gerade bei Desinformation ist diese Unterscheidung entscheidend.
Desinformation meint absichtlich irreführende oder falsche Information. Davon zu unterscheiden ist Fehlinformation, die auch unbeabsichtigt verbreitet werden kann. KI kann beide Formen verstärken, wenn falsche Inhalte überzeugend formuliert, automatisch vervielfältigt oder in sozialen Netzwerken emotional zugespitzt werden.
Eine philosophische Quellenprüfung achtet auf fünf Fragen: Wer sagt das?, Woher kommt die Aussage?, Wie wird sie begründet?, Welche Gegenpositionen gibt es? und Welche Interessen könnten im Spiel sein? Diese Fragen schützen Dich davor, Wahrheit mit Wiederholung, Lautstärke oder technischer Autorität zu verwechseln.
Werkzeug 4: Ethik und Verantwortung
Ethik fragt danach, wie wir handeln sollen. Im KI-Alltag betrifft das viele Situationen: Darf ich eine KI meine Hausarbeit schreiben lassen? Darf eine Firma Bewerbungen automatisiert vorsortieren? Darf ich ein KI-Bild veröffentlichen, wenn reale Personen erkennbar wirken? Darf ich vertrauliche Daten in ein KI-Tool eingeben? Ethik beginnt dort, wo eine Handlung Folgen für andere hat.
| Ethische Perspektive | Leitfrage | KI-Beispiel |
|---|---|---|
| Folgenethik | Welche Folgen entstehen für wen? | Eine KI spart Zeit, benachteiligt aber bestimmte Bewerbende. |
| Pflichtethik | Welche Regeln und Rechte müssen geachtet werden? | Persönliche Daten dürfen nicht beliebig verarbeitet werden. |
| Tugendethik | Welche Haltung zeigt mein Handeln? | Wahrhaftigkeit bedeutet, KI-Hilfe transparent zu machen. |
| Care-Ethik | Wer ist besonders verletzlich oder abhängig? | Kinder, Patientinnen und Patienten oder ältere Menschen benötigen besonderen Schutz. |
| Diskursethik | Wer muss in die Entscheidung einbezogen werden? | Betroffene sollten bei KI-Regeln mitsprechen können. |
Verantwortung im KI-Alltag bedeutet nicht, jede technische Einzelheit zu verstehen. Verantwortung bedeutet, die eigenen Handlungen zu prüfen, Risiken ernst zu nehmen, Grenzen der Technik zu kennen und bei Unsicherheit nachzufragen.
Werkzeug 5: Politische Philosophie und Macht
KI ist nicht nur ein privates Werkzeug. KI-Systeme beeinflussen Öffentlichkeit, Bildung, Arbeitswelt, Gesundheit, Sicherheit, Konsum, Demokratie und Teilhabe. Deshalb gehört Politische Philosophie zum KI-Alltag. Sie fragt, wer Regeln setzt, wer kontrolliert, wer profitiert und wer Risiken trägt.

Wenn ein Algorithmus entscheidet, welche Nachrichten Du siehst, welche Werbung Du bekommst, wie ein Profil über Dich entsteht oder welche Empfehlung Dir angezeigt wird, geht es um Macht. Politische Philosophie hilft Dir, technische Entscheidungen als gesellschaftliche Entscheidungen zu erkennen. Eine wichtige Frage lautet: Dient diese Technik den Menschen, oder werden Menschen an die Logik der Technik angepasst?
Zentrale Begriffe sind Gerechtigkeit, Freiheit, Datenschutz, Transparenz, Rechenschaftspflicht, Partizipation und Menschenwürde. Sie helfen Dir, KI nicht nur nach Bequemlichkeit, sondern nach demokratischen und menschenrechtlichen Maßstäben zu beurteilen.
Werkzeug 6: Digitale Tugenden
Tugendethik fragt danach, welche Haltung einen guten Umgang mit der Welt ermöglicht. Im KI-Alltag brauchst Du digitale Tugenden, also eingeübte Denk- und Handlungshaltungen.
| Digitale Tugend | Bedeutung im KI-Alltag | Gegenrisiko |
|---|---|---|
| Wahrhaftigkeit | Du gibst KI-Hilfe ehrlich an und verbreitest nichts ungeprüft. | Täuschung |
| Bescheidenheit | Du weißt, dass Du und die KI irren können. | Selbstüberschätzung |
| Geduld | Du prüfst Quellen statt sofort zu teilen. | Impulsivität |
| Mut | Du widersprichst manipulativen oder diskriminierenden Inhalten. | Anpassung |
| Gerechtigkeit | Du achtest auf Betroffene, die durch KI benachteiligt werden könnten. | Gleichgültigkeit |
| Verantwortung | Du triffst Entscheidungen nicht blind nach Maschinenempfehlungen. | Verantwortungsdiffusion |
Digitale Tugenden sind trainierbar. Jede bewusste Quellenprüfung, jede faire Kennzeichnung von KI-Hilfe und jede reflektierte Entscheidung stärkt Deine Urteilskraft.
Automatisierungsbias und Bestätigungsfehler
Zwei Denkfehler sind im KI-Alltag besonders wichtig. Automatisierungsbias bedeutet, dass Menschen technischen Vorschlägen zu stark vertrauen, weil sie automatisch erzeugt wurden. Bestätigungsfehler bedeutet, dass Menschen vor allem Informationen beachten, die zu ihrer vorhandenen Meinung passen. Beide Denkfehler können sich gegenseitig verstärken: Eine KI liefert eine passende Antwort, und Du hältst sie für richtig, weil sie Deine Erwartung bestätigt.
Philosophie hilft, diese Denkfehler zu unterbrechen. Frage Dich: Würde ich diese Aussage auch glauben, wenn sie meiner Meinung widerspricht? und Welche unabhängigen Gründe sprechen für die Aussage? So verwandelst Du KI-Nutzung in bewusstes Denken.
Philosophische KI-Checkliste
Diese Checkliste hilft Dir, KI-Ausgaben praktisch zu prüfen.
| Schritt | Leitfrage | Handlung |
|---|---|---|
| Begriffsklärung | Was wird genau behauptet? | Markiere unklare Begriffe und definiere sie. |
| Quellenprüfung | Woher stammt die Information? | Suche nach Primärquellen, Datum, Autorenschaft und Gegenquellen. |
| Begründungsprüfung | Welche Gründe werden genannt? | Unterscheide Behauptung, Beispiel, Beleg und Schlussfolgerung. |
| Perspektivwechsel | Wer wird nicht gehört? | Ergänze betroffene Gruppen und andere Standpunkte. |
| Folgenabschätzung | Was passiert, wenn ich danach handle? | Prüfe Nutzen, Schaden, Risiken und Nebenfolgen. |
| Werteprüfung | Welche Werte stehen im Konflikt? | Benenne Freiheit, Sicherheit, Fairness, Wahrheit oder Effizienz. |
| Entscheidung | Was verantworte ich selbst? | Entscheide bewusst und dokumentiere bei wichtigen Fällen Deine Gründe. |
Beispiele aus Schule, Beruf und Alltag
| Situation | Risiko | Philosophisches Werkzeug | Gute Praxis |
|---|---|---|---|
| Du lässt Dir eine Erklärung schreiben. | Du verstehst den Inhalt nicht selbst. | Sokratische Methode | Stelle Rückfragen und erkläre den Inhalt anschließend in eigenen Worten. |
| Du nutzt KI für eine Präsentation. | Quellen oder Bilder können ungeklärt sein. | Erkenntnistheorie | Prüfe Fakten, Lizenzen und Herkunft. |
| Du verwendest KI im Bewerbungsprozess. | Daten können einseitig bewertet werden. | Gerechtigkeit | Achte auf Transparenz, Widerspruchsmöglichkeiten und faire Kriterien. |
| Du siehst eine emotional starke Nachricht. | Sie könnte manipulativ oder falsch sein. | Medienkompetenz | Prüfe Quelle, Kontext, Datum und Gegenberichte. |
| Du gibst persönliche Daten in ein Tool ein. | Datenschutz und Kontrolle können verloren gehen. | Autonomie | Gib nur notwendige Daten ein und beachte Vertraulichkeit. |
| Du veröffentlichst ein KI-Bild. | Menschen könnten getäuscht oder verletzt werden. | Verantwortung | Kennzeichne KI-Anteile und prüfe Persönlichkeitsrechte. |
Grenzen der Philosophie als Werkzeug
Philosophie ersetzt keine Informatik, keine Rechtsberatung, keine Medizin, keine Psychologie und keine professionelle IT-Sicherheit. Sie hilft Dir aber, gute Fragen zu stellen, Risiken zu erkennen und Verantwortung nicht abzugeben. Im KI-Alltag ist Philosophie deshalb ein Orientierungswerkzeug: Sie verbindet Sachwissen, Wertebewusstsein und reflektiertes Handeln.
Philosophie ist besonders stark, wenn es keine einfache Lösung gibt. Bei KI-Fragen geht es oft nicht um richtig oder falsch im engeren Sinn, sondern um Abwägungen: Freiheit gegen Sicherheit, Effizienz gegen Gerechtigkeit, Innovation gegen Schutz, Personalisierung gegen Datenschutz. Wer philosophisch denkt, lernt, solche Spannungen nicht zu verstecken, sondern begründet zu bearbeiten.
Lernziele
- Begriffsarbeit: Du kannst zentrale KI-Begriffe wie Intelligenz, Objektivität, Bias und Verantwortung kritisch klären.
- Erkenntnistheorie: Du kannst unterscheiden, ob eine KI-Ausgabe Behauptung, Meinung, plausible Vermutung oder gut begründetes Wissen ist.
- Ethik: Du kannst KI-Handlungen nach Folgen, Pflichten, Tugenden und Betroffenenperspektiven beurteilen.
- Politische Philosophie: Du kannst Machtfragen, Gerechtigkeitsfragen und demokratische Fragen im KI-Alltag erkennen.
- Medienkompetenz: Du kannst Desinformation, Fehlinformation und manipulative Darstellungen besser prüfen.
- Urteilskraft: Du kannst eine eigene begründete Entscheidung im Umgang mit KI formulieren.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wobei hilft Philosophie im KI-Alltag besonders? (Begriffe klären Gründe prüfen und Verantwortung abwägen) (!KI-Ausgaben immer automatisch glauben) (!Alle Entscheidungen an Maschinen abgeben) (!Nur schneller Texte kopieren)
Welche Disziplin fragt danach wann aus einer Behauptung Wissen wird? (Erkenntnistheorie) (!Ästhetik) (!Mechanik) (!Grammatik)
Warum ist eine KI-Antwort nicht automatisch Wahrheit? (Sprachliche Plausibilität ersetzt keine Überprüfung) (!Weil KI nie nützliche Antworten geben kann) (!Weil jede menschliche Aussage automatisch wahr ist) (!Weil Quellenprüfung im Internet unmöglich ist)
Welche Frage passt zur sokratischen Methode? (Welche Gründe sprechen dafür) (!Wie kann ich schneller zustimmen) (!Wie vermeide ich jede Rückfrage) (!Welche Antwort klingt am bequemsten)
Was bedeutet Automatisierungsbias? (Menschen vertrauen technischen Vorschlägen zu stark) (!Menschen löschen automatisch alle Quellen) (!Maschinen sind immer unparteiisch) (!Algorithmen erzeugen nur Kunst)
Was gehört zu einer ethischen Prüfung von KI-Nutzung? (Folgen für betroffene Menschen berücksichtigen) (!Nur die schnellste Lösung wählen) (!Verantwortung vollständig an die KI abgeben) (!Quellen absichtlich weglassen)
Was ist Desinformation? (Absichtlich irreführende oder falsche Information) (!Eine zufällige Rechtschreibkorrektur) (!Eine neutrale Definition) (!Eine sichere wissenschaftliche Quelle)
Worauf achtet politische Philosophie bei KI besonders? (Macht Gerechtigkeit und Teilhabe) (!Nur auf Akkulaufzeit) (!Nur auf Bildschirmgröße) (!Nur auf Dateiformate)
Was schützt Deine Autonomie im Umgang mit KI? (Eigene Kriterien bilden und Entscheidungen bewusst treffen) (!Jede Empfehlung sofort übernehmen) (!Alle Zweifel ignorieren) (!Nur eine einzige Quelle nutzen)
Was bedeutet intellektuelle Bescheidenheit? (Die eigene Fehlbarkeit erkennen und Prüfung zulassen) (!Immer Recht haben müssen) (!Nie nach Quellen fragen) (!Unklare Begriffe absichtlich verwenden)
Memory
| Sokratische Frage | prüft Begründungen |
| Erkenntnistheorie | fragt nach Wissen |
| Ethik | bewertet Handlungen |
| Bias | verzerrt Ergebnisse |
| Quellenkritik | prüft Herkunft |
| Autonomie | schützt Selbstbestimmung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Quellenprüfung | Chatbot liefert eine unbelegte Behauptung |
| Begriffsarbeit | Ein KI-Tool wird als neutral bezeichnet |
| Folgenabschätzung | Eine automatische Empfehlung betrifft andere Menschen |
| Perspektivwechsel | Eine Antwort berücksichtigt nur eine Sichtweise |
| Werteabwägung | Freiheit und Sicherheit geraten in Konflikt |
Kreuzworträtsel
| Ethik | Welche Disziplin fragt nach richtigem Handeln? |
| Wissen | Wie nennt man gut begründete und überprüfte Erkenntnis? |
| Wahrheit | Welchen Anspruch muss eine verlässliche Aussage erfüllen? |
| Bias | Wie heißt eine Verzerrung in Daten oder Ergebnissen? |
| Sokrates | Welcher Philosoph ist für fragendes Denken bekannt? |
| Autonomie | Wie heißt die Fähigkeit selbstbestimmt zu entscheiden? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- KI-Tagebuch: Führe drei Tage lang ein Tagebuch darüber, wann Du KI oder algorithmische Empfehlungen nutzt, und notiere jeweils eine philosophische Frage dazu.
- Begriffsdetektiv: Sammle fünf KI-Begriffe aus Werbung, Nachrichten oder Apps und erkläre, welche Bedeutungen unklar bleiben.
- Sokratische Fragen: Wähle eine KI-Antwort zu einem Alltagsthema und stelle ihr mindestens fünf kritische Rückfragen.
- Quellenampel: Prüfe drei KI-Aussagen mit einer Ampel aus sicher, unsicher und falsch und begründe Deine Einschätzung.
Standard
- Prompt-Ethik: Formuliere drei Prompts zu einem Thema so um, dass sie fairer, präziser und verantwortungsvoller werden.
- Desinformationsanalyse: Untersuche eine stark geteilte Behauptung aus sozialen Medien und prüfe Quelle, Absicht, Belege und Gegenpositionen.
- Perspektivwechsel: Analysiere eine KI-Empfehlung aus Sicht von mindestens drei betroffenen Personen oder Gruppen.
- Datenschutzprojekt: Erstelle ein Merkblatt mit Regeln dafür, welche persönlichen Daten Du nicht in KI-Tools eingeben solltest.
Schwer
- Ethik-Gutachten: Schreibe ein Gutachten zu einem KI-Einsatz in Schule, Medizin, Bewerbung oder Polizei und bewerte Folgen, Rechte, Fairness und Verantwortung.
- Politische Debatte: Entwickle ein Streitgespräch zwischen Freiheit, Sicherheit, Gerechtigkeit und Innovation zur Frage, wie KI reguliert werden sollte.
- KI-Audit: Prüfe ein konkretes KI-Werkzeug nach Transparenz, Fehleranfälligkeit, Bias-Risiko, Datenschutz und Nutzen.
- Philosophischer Podcast: Produziere eine kurze Audiofolge mit dem Titel Warum eine kluge KI nicht automatisch weise ist und nutze mindestens drei philosophische Begriffe.


Lernkontrolle
- Fallanalyse: Ein Chatbot empfiehlt einer Schülerin eine drastische Entscheidung auf Grundlage weniger Informationen. Analysiere, welche erkenntnistheoretischen und ethischen Probleme entstehen.
- Transferaufgabe: Übertrage die philosophische KI-Checkliste auf ein anderes digitales System wie Suchmaschine, Navigations-App oder soziale Plattform.
- Begründete Entscheidung: Entscheide, ob KI-Hilfe bei einer Prüfungsleistung erlaubt sein sollte, und begründe Deine Position mit mindestens drei Werten.
- Vergleich von Modellen: Vergleiche Folgenethik, Pflichtethik und Tugendethik an einem KI-Beispiel und zeige, warum sie zu unterschiedlichen Bewertungen kommen können.
- Demokratie und KI: Erkläre, warum algorithmische Auswahl von Nachrichten nicht nur ein technisches, sondern auch ein politisch-philosophisches Problem ist.
Lernnachweis
- Portfolio: Sammle Deine wichtigsten Arbeitsergebnisse, Notizen und Reflexionen aus diesem aiMOOC.
- Quellenprotokoll: Dokumentiere bei mindestens drei geprüften KI-Aussagen, welche Quellen Du genutzt und wie Du sie bewertet hast.
- Reflexion: Schreibe einen Text darüber, welche Denkgewohnheit Du im KI-Alltag ändern möchtest.
- Ethik-Checkliste: Entwickle eine eigene Checkliste für verantwortliche KI-Nutzung in Schule, Ausbildung, Studium oder Beruf.
- Präsentation: Erkläre an einem konkreten Fall, wie Philosophie hilft, eine KI-Ausgabe kritisch und verantwortungsvoll zu beurteilen.
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