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Mit Gefühlen umgehen - Ich und Gemeinschaft - Sachunterricht

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Mit Gefühlen umgehen - Ich und Gemeinschaft - Sachunterricht




Mit Gefühlen umgehen - Ich und Gemeinschaft - Sachunterricht


Einleitung

Jeder Mensch hat Gefühle. Gefühle zeigen Dir: Etwas ist wichtig.

Du lernst:

  1. Gefühle erkennen: Was fühle ich?
  2. Gefühle benennen: Wie heißt mein Gefühl?
  3. Mich beruhigen: Was hilft mir?
  4. Gemeinschaft: Wie gehen wir freundlich miteinander um?

Zeige auf ein Gesicht: Wie fühlst Du Dich heute?


Gefühle erkennen

Gefühle können sich schnell ändern. Alle Gefühle dürfen da sein. Aber nicht jede Handlung ist in Ordnung.


Freude

Bei Freude lächelst oder lachst Du vielleicht. Du möchtest hüpfen, spielen oder etwas erzählen.


Trauer

Bei Trauer kommen vielleicht Tränen. Du möchtest Ruhe, Trost oder Nähe.


Wut

Bei Wut wird Dein Körper vielleicht heiß. Deine Hände werden fest. Wut darf da sein. Hauen, Treten und Beleidigen sind nicht in Ordnung.


Angst

Bei Angst klopft Dein Herz vielleicht schnell. Du darfst Hilfe holen. Mut heißt nicht, keine Angst zu haben. Mut heißt: Du handelst trotz Angst vorsichtig.


Nähe und Trost

Manche Kinder möchten eine Umarmung. Andere möchten Abstand. Frage vorher: Darf ich Dich umarmen?


Mein Körper gibt Hinweise

Ein Gefühl kann sich im Körper zeigen:

  1. Gesicht: Lächeln, Tränen oder eine gerunzelte Stirn
  2. Atmung: ruhig, schnell oder stockend
  3. Herz: langsames oder schnelles Klopfen
  4. Bauch: Kribbeln, Druck oder Wärme
  5. Körperhaltung: locker, klein oder angespannt

Du kannst Dich fragen: Was spüre ich? Wie heißt mein Gefühl?


So kannst Du mit starken Gefühlen umgehen


Die Fünf-Schritte-Hilfe

  1. Stopp: Halte kurz an.
  2. Atmen: Atme langsam ein und aus.
  3. Benennen: Sage: „Ich bin gerade wütend.“
  4. Brauchen: Frage Dich: „Was brauche ich?“
  5. Handeln: Wähle etwas Sicheres.

Sichere Ideen sind: Wasser trinken, langsam zählen, ein Bild malen, in ein Kissen drücken, sich bewegen, eine Pause machen oder Hilfe holen.


Ein ruhiger Atem

Lege eine Hand auf Deinen Bauch. Atme langsam durch die Nase ein. Atme noch langsamer aus. Wiederhole das einige Male.


Gefühle sagen

Eine Ich-Botschaft hilft:

Ich fühle mich …, wenn … . Ich wünsche mir … .

Beispiel: Ich bin traurig, wenn Du mich nicht mitspielen lässt. Ich wünsche mir, dass Du mich fragst.

Sprich über Dein Gefühl. Beschimpfe niemanden.


In der Gemeinschaft

Eine gute Gemeinschaft braucht Regeln:

  1. Zuhören: Lass andere ausreden.
  2. Respekt: Lache niemanden wegen eines Gefühls aus.
  3. Grenzen: Ein klares „Nein“ gilt.
  4. Entschuldigung: Sage ehrlich, was Dir leid tut.
  5. Hilfe: Hole eine erwachsene Person, wenn Ihr den Streit nicht lösen könnt.


Streit lösen

  1. Pause: Stoppt den Streit.
  2. Erzählen: Jede Person erzählt kurz.
  3. Zuhören: Die andere Person hört zu.
  4. Lösung: Sucht eine faire Idee.
  5. Vereinbarung: Probiert die Idee aus.

Eine faire Lösung schützt alle. Niemand muss etwas tun, das sich falsch oder gefährlich anfühlt.


Hilfe holen ist stark

Hole Hilfe, wenn Du große Angst hast, bedroht wirst, verletzt wirst oder eine Berührung nicht möchtest. Sprich mit einer vertrauten erwachsenen Person. Hilft die erste Person nicht, sprich mit einer anderen.


Merksatz

Gefühle dürfen da sein. Ich darf sie zeigen und benennen. Ich achte dabei auf mich und auf andere.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Gefühl? (Ein inneres Erleben) (!Ein Schulfach) (!Ein Spielzeug) (!Eine Hausaufgabe)




Was hilft bei starker Wut? (Langsam atmen und Abstand nehmen) (!Andere schlagen) (!Sachen werfen) (!Jemanden beleidigen)




Welche Aussage ist eine Ich-Botschaft? (Ich bin traurig, wenn Du mich ausschließt) (!Du bist immer gemein) (!Alle sind gegen mich) (!Mit Dir spiele ich nie wieder)




Was solltest Du vor einer Umarmung tun? (Die andere Person fragen) (!Einfach festhalten) (!Die Person überraschen) (!Das Nein überhören)




Was kann Angst im Körper auslösen? (Schnelles Herzklopfen) (!Längere Haare) (!Blaue Schuhe) (!Eine neue Stimme)




Was gilt für Gefühle? (Alle Gefühle dürfen da sein) (!Nur Freude ist erlaubt) (!Trauer ist verboten) (!Wut muss versteckt werden)




Was ist bei einem Streit hilfreich? (Einander ausreden lassen) (!Lauter schreien) (!Beleidigungen sammeln) (!Weglaufen und nie sprechen)




Wann solltest Du Hilfe holen? (Wenn Du bedroht oder verletzt wirst) (!Nur wenn Du gewonnen hast) (!Wenn das Pausenbrot leer ist) (!Wenn jemand freundlich grüßt)




Was kann Trost sein? (Ein freundliches Gespräch) (!Auslachen) (!Schubsen) (!Drohen)




Was ist eine faire Lösung? (Eine Lösung, die alle schützt) (!Eine Lösung nur für die lauteste Person) (!Eine Lösung mit Angst) (!Eine Lösung mit Gewalt)





Memory

Freude Lächeln
Trauer Trost
Wut Pause
Angst Hilfe
Ich-Botschaft Gefühl sagen
Grenze Nein achten
Zuhören Ausreden lassen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Langsam atmen Beruhigen
Gefühl benennen Verstehen
Ich-Botschaft Sprechen
Nein achten Grenze
Ausreden lassen Zuhören
Erwachsene Person Hilfe






Kreuzworträtsel

Freude Welches Gefühl passt oft zu Lachen?
Trauer Welches Gefühl passt oft zu Tränen?
Atmung Was kannst Du langsam machen, um ruhiger zu werden?
Grenzen Was schützt Deinen Körper und Deine Wünsche?
Zuhören Was tust Du, wenn Du eine andere Person ausreden lässt?
Vertrauen Was wächst, wenn Menschen ehrlich und freundlich sind?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Alle

dürfen da sein. Bei Wut kann langsames

helfen. Mit einer Ich-Botschaft sagst Du Dein

. Vor einer Umarmung fragst Du nach der

. Ein klares Nein zeigt eine

. Bei Gefahr sollst Du

holen. In einer guten Gemeinschaft hören Menschen einander

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gefühlsbild: Male ein Gesicht zu Freude, Trauer, Wut und Angst.
  2. Gefühlspantomime: Stelle ein Gefühl ohne Worte dar. Die Gruppe rät.
  3. Ruheübung: Probiere ruhiges Atmen aus. Male danach, wie sich Dein Körper anfühlt.
  4. Gefühlswetter: Zeige Dein heutiges Gefühl als Sonne, Wolke, Regen oder Wind.


Standard

  1. Gefühlstagebuch: Male drei Tage lang ein Bild zu Deinem stärksten Gefühl.
  2. Ich-Botschaft: Schreibe oder sprich drei freundliche Ich-Botschaften.
  3. Klassenregel: Gestalte ein Schild mit einer Regel für einen guten Streit.
  4. Rollenspiel: Spielt einen kleinen Streit und findet danach eine faire Lösung.


Schwer

  1. Gefühlsforscher: Beobachte in einer Geschichte, woran Du die Gefühle der Figuren erkennst.
  2. Interview: Frage eine vertraute Person, was ihr bei Wut, Angst oder Trauer hilft.
  3. Erklärvideo: Drehe ein kurzes Video zur Fünf-Schritte-Hilfe. Zeige keine Person ohne Erlaubnis.
  4. Klassenrat: Plant im Klassenrat eine ruhige Ecke und passende Regeln für die Nutzung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Gefühle und Handlungen: Ein Kind ist wütend und wirft einen Stift. Erkläre, welches Gefühl erlaubt ist und welche Handlung nicht in Ordnung ist. Finde zwei sichere Handlungen.
  2. Perspektivwechsel: Zwei Kinder wollen dasselbe Spielzeug. Beschreibe die Gefühle beider Kinder und schlage eine faire Lösung vor.
  3. Ich-Botschaft anwenden: Formuliere zu einer Ausgrenzung auf dem Schulhof eine Ich-Botschaft.
  4. Grenzen achten: Ein Kind möchte nicht umarmt werden. Erkläre, wie die Gruppe respektvoll reagieren soll.
  5. Hilfeplan: Erstelle einen Plan für eine Situation, in der ein Kind bedroht wird. Nenne mehrere sichere Schritte.
  6. Gemeinschaft gestalten: Entwickle drei Klassenregeln, die Gefühle schützen und Streit friedlicher machen.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis zeigst Du:

  1. Du kannst wichtige Gefühle erkennen und benennen.
  2. Du kennst sichere Wege, Dich zu beruhigen.
  3. Du kannst eine Ich-Botschaft bilden.
  4. Du achtest ein klares Nein und persönliche Grenzen.
  5. Du findest faire Lösungen für kleine Konflikte.
  6. Du weißt, wann und bei wem Du Hilfe holst.




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