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Messenger sicher nutzen - Digitale Kommunikation Grundschule

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Messenger sicher nutzen - Digitale Kommunikation Grundschule




Einleitung

Messenger sicher nutzen heißt: Du schreibst Nachrichten. Du passt dabei auf Dich und andere auf.

Ein Messenger ist eine App zum Schreiben. Du kannst damit Texte, Emojis, Fotos, Videos oder Sprachnachrichten senden.

Viele Kinder sehen Messenger bei Erwachsenen. Manche Kinder nutzen auch einen Klassenchat. Dafür braucht man klare Regeln.

Wichtig: Nutze einen Messenger nur mit Erlaubnis Deiner Eltern oder Erziehungsberechtigten.

Merksatz: Erst denken. Dann senden.


So arbeitest Du mit diesem Kurs

  1. Lies die kurzen Texte.
  2. Schau Dir die Bilder an.
  3. Höre die Wörter an.
  4. Übe mit den kleinen Aufgaben.
  5. Teste Dein Wissen.


Wörter zum Anhören

Höre Dir die Wörter an. Sprich sie leise nach.

Messenger

Datei:De-Messenger.ogg

Chat

Datei:De-Chat.ogg

Datenschutz

Datei:De-Datenschutz.ogg


Was ist ein Messenger?

Ein Messenger ist wie ein digitaler Briefkasten.

Du schreibst eine Nachricht. Die andere Person bekommt sie schnell. Manchmal antwortet sie sofort. Manchmal später.

Beispiel aus dem Alltag:

Du bist krank. Du fragst Deine Freundin nach den Hausaufgaben. Du schreibst: „Hallo Mia. Was ist die Mathe-Hausaufgabe?“ Das ist eine passende Nachricht.

Nicht passend wäre:

Du schreibst nachts ganz viele Nachrichten. Dann kann die andere Person nicht schlafen.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

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Kurze Messenger-Wörter

  1. Chat: Ein Gespräch mit Nachrichten.
  2. Nachricht: Ein Text, ein Bild, ein Ton oder ein Video.
  3. Kontakt: Eine Person in Deiner Liste.
  4. Gruppe: Mehrere Personen schreiben zusammen.
  5. Klassenchat: Eine Gruppe für die Klasse.
  6. Emoji: Ein kleines Bildzeichen, zum Beispiel ein lachendes Gesicht.


Die wichtigste Regel: Hol Dir Hilfe

Manchmal fühlt sich eine Nachricht komisch an. Dann musst Du nicht allein bleiben.

Stopp-Regel:

  1. Stopp: Schreibe nicht weiter.
  2. Beweis: Mache einen Screenshot, wenn eine erwachsene Person das erlaubt.
  3. Hilfe: Zeige es einer vertrauten erwachsenen Person.

Vertraute Erwachsene können sein: Eltern, Großeltern, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, ältere Geschwister oder andere Erwachsene, denen Du vertraust.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:


Wenn jemand komisch schreibt

Sag innerlich: Das fühlt sich nicht gut an. Ich hole Hilfe.

Das gilt besonders, wenn jemand:

  1. Deinen echten Namen wissen will.
  2. Deine Adresse wissen will.
  3. Deine Schule wissen will.
  4. Ein Foto von Dir haben will.
  5. Ein Treffen ohne Erwachsene möchte.
  6. Dich ärgert, bedroht oder drängt.

Du bist nicht schuld, wenn Dir jemand Angst macht. Erwachsene müssen Dir helfen.

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Private Daten schützen

Datenschutz bedeutet: Private Dinge bleiben geschützt.

Private Daten sind wie ein Schatz. Du gibst sie nicht einfach weiter.

Private Daten sind zum Beispiel:

  1. Dein echter Name.
  2. Deine Adresse.
  3. Deine Telefonnummer.
  4. Deine Schule.
  5. Dein Passwort.
  6. Dein Standort.
  7. Fotos von Dir oder anderen Kindern.

Merke: Dein Passwort gehört nur Dir und Deinen Eltern oder Erziehungsberechtigten.


Mini-Aufgabe: Privat oder okay?

Lies die Beispiele. Zeige mit dem Daumen:

  1. Daumen hoch: Das ist okay.
  2. Daumen zur Seite: Ich frage erst.
  3. Daumen runter: Das sende ich nicht.
Nachricht Deine Entscheidung
„Hallo Ben. Die Hausaufgabe steht im Heft.“ Okay
„Hier ist meine Adresse: Gartenstraße 5.“ Nicht senden
„Ich schicke ein Foto von Emma ohne zu fragen.“ Nicht senden
„Ich frage Mama, ob ich das Bild senden darf.“ Erst fragen


Fotos und Videos

Ein Foto kann schnell weitergeschickt werden.

Einmal gesendet, kann ein Bild kopiert werden. Dann weißt Du nicht mehr, wo es landet.

Frage immer:

  1. Darf ich das Foto machen?
  2. Darf ich das Foto senden?
  3. Darf ich das Foto in eine Gruppe schicken?

Das nennt man auch Recht am eigenen Bild.

Datei:Whatsapp chatting 20180808.jpg


Gute Foto-Regeln

  1. Erlaubnis: Frage die Person auf dem Bild.
  2. Respekt: Peinliche Bilder bleiben privat.
  3. Privatsphäre: Keine Bilder aus dem Bad, Bett oder Umkleideraum.
  4. Hilfe: Wenn ein Bild Angst macht, zeige es einem Erwachsenen.


Freundlich schreiben

Netiquette bedeutet: freundlich im Internet sein.

Schreibe so, wie Du auch auf dem Schulhof sprechen würdest.

Gute Sätze sind:

  1. „Bitte.“
  2. „Danke.“
  3. „Ich verstehe das nicht. Kannst Du helfen?“
  4. „Stopp. Das möchte ich nicht.“
  5. „Entschuldigung. Das war nicht nett von mir.“

Gemeine Sätze verletzen. Sie gehören nicht in einen Chat.


Emojis können helfen

Ein Emoji kann zeigen, wie Du etwas meinst.

Ein lachendes Gesicht kann freundlich wirken.

Aber: Ein Emoji ersetzt keine Entschuldigung. Wenn Du jemanden verletzt hast, schreibe: Es tut mir leid.


Gruppenchat und Klassenchat

Ein Gruppenchat ist ein Chat mit mehreren Personen.

Ein Klassenchat braucht besonders klare Regeln.

Gute Klassenchat-Regeln:

  1. Schreibe nur wichtige Sachen für die Klasse.
  2. Schreibe freundlich.
  3. Sende keine Kettenbriefe.
  4. Sende keine fremden Fotos.
  5. Schreibe nicht spät abends.
  6. Mache Pausen.
  7. Hole Hilfe, wenn jemand gemein ist.
Datei:Little boy playing games on smartphone.jpg


Beispiel: Was gehört in den Klassenchat?

Passt gut Passt nicht
„Morgen brauchen wir Sportsachen.“ „Du bist doof.“
„Welche Seite sollen wir lesen?“ „Schickt alle 20 Emojis.“
„Ich habe die Hausaufgabe vergessen. Kann jemand helfen?“ „Hier ist ein peinliches Foto.“


Kettenbriefe und Gerüchte

Ein Kettenbrief sagt oft: „Schick das an viele weiter!“

Manchmal macht ein Kettenbrief Angst. Zum Beispiel: „Sonst passiert etwas Schlimmes.“

Das stimmt meist nicht.

Regel: Kettenbriefe nicht weiterschicken. Zeige sie einem Erwachsenen.

Ein Gerücht ist eine Geschichte, die vielleicht gar nicht stimmt. Schreibe keine Gerüchte weiter.


Blockieren und Melden

Wenn jemand Dich ärgert, darfst Du Dich schützen.

Blockieren heißt: Die Person kann Dir nicht mehr schreiben.

Melden heißt: Du zeigst ein Problem der App oder einer erwachsenen Person.

Screenshot heißt: Du machst ein Bild vom Bildschirm. So kann man später sehen, was passiert ist.

Wichtig: Frage eine erwachsene Person, wenn Du nicht weißt, was Du tun sollst.


Sichere Einstellungen

Viele Messenger haben Einstellungen.

Erwachsene können mit Dir schauen:

  1. Wer darf Dein Profilbild sehen?
  2. Wer darf Deinen Status sehen?
  3. Wer darf Dich zu Gruppen hinzufügen?
  4. Welche Benachrichtigungen möchtest Du bekommen?
  5. Welche Personen sind Deine echten Kontakte?

Merke: Nicht jeder Kontakt ist ein Freund.


Pause machen

Messenger können piepen, blinken und locken.

Du musst nicht sofort antworten.

Du darfst Pausen machen.

Gute Pausen sind:

  1. Beim Essen.
  2. Bei den Hausaufgaben.
  3. Beim Spielen draußen.
  4. Vor dem Schlafen.
  5. Wenn Du wütend bist.

Tipp: Wenn Du wütend bist, schreibe erst später. Atme tief. Zähle bis zehn.


Ampel vor dem Senden

Stell Dir vor dem Senden eine Ampel vor.

Ampel Bedeutung Beispiel
Grün Das kann ich senden. „Danke für die Hilfe.“
Gelb Ich frage erst. „Darf ich das Foto schicken?“
Rot Das sende ich nicht. „Hier ist meine Adresse.“

Merksatz: Grün senden. Gelb fragen. Rot stoppen.


Checkliste: Bin ich sicher?

Lies die Fragen vor dem Senden.

  1. Ist die Nachricht freundlich?
  2. Verrate ich keine privaten Daten?
  3. Habe ich bei Fotos gefragt?
  4. Würde ich das auch laut im Klassenzimmer sagen?
  5. Ist es nicht zu spät am Abend?
  6. Fühlt sich die Nachricht gut an?

Wenn Du unsicher bist: Frag eine erwachsene Person.

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Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Messenger? (Eine App zum Schreiben von Nachrichten) (!Ein Pausenbrot) (!Ein Fahrrad) (!Ein Lineal)




Was machst Du, wenn Dir ein Chat Angst macht? (Ich höre auf zu schreiben und hole Hilfe) (!Ich schreibe heimlich weiter) (!Ich sende meine Adresse) (!Ich lösche alles und sage niemandem etwas)




Welche Information ist privat? (Meine Adresse) (!Mein Lieblingsobst) (!Die Farbe meines Mäppchens) (!Das Wetter)




Was gilt für Fotos von anderen Kindern? (Ich frage, bevor ich sie sende) (!Ich sende sie immer sofort) (!Ich darf jedes Foto weiterleiten) (!Fotos sind nie privat)




Was ist Netiquette? (Freundlich im Internet sein) (!Schnell tippen) (!Viele Kettenbriefe senden) (!Ein Spiel auf dem Schulhof)




Was ist ein Kettenbrief? (Eine Nachricht, die man an viele weiterschicken soll) (!Ein Brief aus Metall) (!Ein neues Passwort) (!Ein Stundenplan)




Was bedeutet Blockieren? (Eine Person kann mir nicht mehr schreiben) (!Ich lade ein Spiel herunter) (!Ich mache das Handy lauter) (!Ich schreibe noch mehr Nachrichten)




Wann ist eine Pause vom Messenger gut? (Vor dem Schlafen) (!Während jemand mit mir spricht) (!Beim Essen, wenn alle reden) (!Nie)




Was ist ein gutes Passwort? (Ein geheimes Wort, das andere nicht kennen) (!Mein Vorname) (!1234) (!Der Name meiner Schule)




Was machst Du bei einer gemeinen Nachricht im Klassenchat? (Ich hole Hilfe und schreibe nicht gemein zurück) (!Ich beleidige zurück) (!Ich leite sie weiter) (!Ich lache über das Kind)





Memory

Datenschutz Private Dinge schützen
Passwort Geheimer Schlüssel
Kettenbrief Nicht weiterleiten
Blockieren Kontakt stoppen
Screenshot Beweisbild machen
Netiquette Freundlich schreiben
Klassenchat Nur wichtige Klassensachen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Unbekannte Person Nicht antworten und Hilfe holen
Gemeine Nachricht Stopp sagen und Screenshot zeigen
Privates Foto Erst um Erlaubnis fragen
Kettenbrief Nicht weiterleiten
Klassenchat Freundlich und kurz schreiben
Handyzeit Pause machen




...


Kreuzworträtsel

Messenger Welche App-Art sendet Nachrichten schnell?
Passwort Was schützt Dein Handy wie ein geheimer Schlüssel?
Stopp Welches Wort hilft, wenn Du etwas nicht möchtest?
Hilfe Was holst Du, wenn ein Chat komisch ist?
Foto Was darfst Du nicht ohne Fragen weiterschicken?
Netiquette Wie heißt freundliches Verhalten im Internet?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Messenger ist eine App für

. Private Daten sind zum Beispiel Name, Adresse und

. Dein Passwort ist ein

. Ein Foto darfst Du nur mit

senden. Wenn Dir ein Chat Angst macht, holst Du

. In einem Klassenchat schreiben alle

. Einen Kettenbrief sollst Du nicht

. Beim Essen und vor dem Schlafen ist eine

gut. Wenn jemand gemein ist, kannst Du die Person

. Vor dem Senden denkst Du an die

.




Kleine Aufgaben im Kurs


Aufgabe 1: Der sichere Satz

Schreibe drei freundliche Chat-Sätze in Dein Heft.

Beispiele:

  1. „Danke für Deine Hilfe.“
  2. „Ich kann gerade nicht antworten.“
  3. „Stopp. Das möchte ich nicht.“


Aufgabe 2: Privat oder nicht privat?

Male zwei Kreise.

In den ersten Kreis schreibst Du: privat.

In den zweiten Kreis schreibst Du: okay.

Sortiere diese Wörter: Vorname, Adresse, Lieblingsfarbe, Schule, Telefonnummer, Lieblingsessen, Passwort, Haustier.


Aufgabe 3: Pausen-Zeichen

Male ein Zeichen für Messenger-Pause.

Es kann ein Mond, ein Bett, ein Pausen-Schild oder ein leises Handy sein.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Chat-Regel: Schreibe eine Regel für freundliches Schreiben auf ein Plakat.
  2. Datenschutz: Male einen Schatz. Schreibe hinein, welche Daten geschützt werden müssen.
  3. Emoji: Male drei Emojis. Schreibe dazu, was sie bedeuten.
  4. Stopp-Regel: Übe mit einer Partnerin oder einem Partner den Satz: „Stopp. Das möchte ich nicht.“


Standard

  1. Klassenchat: Erstelle fünf Regeln für einen guten Klassenchat.
  2. Kettenbrief: Erfinde einen ungefährlichen Beispiel-Kettenbrief. Streiche ihn dann durch und schreibe: „Nicht weiterleiten.“
  3. Foto-Erlaubnis: Spiele mit zwei Kindern nach, wie man vor einem Foto freundlich fragt.
  4. Pause: Plane drei Zeiten am Tag, an denen das Handy Pause hat.


Schwer

  1. Interview: Frage eine erwachsene Person: „Welche Messenger-Regeln sind Dir wichtig?“ Schreibe drei Antworten auf.
  2. Rollenspiel: Spielt eine Szene: Eine Nachricht fühlt sich komisch an. Zeigt, wie man Hilfe holt.
  3. Medienvertrag: Entwerfe mit Deiner Familie einen kleinen Messenger-Vertrag mit fünf Regeln.
  4. Erklärvideo: Drehe ein kurzes Video oder Audio: „Meine drei Tipps für sichere Messenger.“




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ampel-Modell: Erkläre an drei eigenen Beispielen, wann eine Nachricht grün, gelb oder rot ist.
  2. Datenschutz: Begründe, warum Adresse, Schule und Passwort nicht in einen Chat gehören.
  3. Klassenchat: Du bist Klassensprecherin oder Klassensprecher. Entwirf Regeln, die Streit im Chat verhindern.
  4. Cybermobbing: Ein Kind bekommt eine gemeine Nachricht. Beschreibe Schritt für Schritt, wie Du helfen kannst.
  5. Recht am eigenen Bild: Erkläre, warum man ein Foto nicht ohne Erlaubnis weiterleiten darf.
  6. Medienpause: Plane einen Nachmittag mit Messenger-Pausen. Erkläre, warum die Pausen gut sind.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis zeigst Du, dass Du sicher und freundlich mit Messenger-Nachrichten umgehen kannst.

Wichtig ist:

  1. Du kennst private Daten.
  2. Du kannst freundliche Nachrichten schreiben.
  3. Du weißt, wann Du Hilfe holen musst.
  4. Du kannst erklären, warum Fotos geschützt sind.
  5. Du kennst Regeln für einen Klassenchat.
  6. Du kannst eine Pause vom Messenger planen.
  7. Du kannst die Ampel-Regel anwenden.




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