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Kriegsbilder als Waffe in deinem Feed

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Kriegsbilder als Waffe in deinem Feed



Einleitung

Kriegsbilder als Waffe in Deinem Feed ist ein aiMOOC über Medienbilder, Kriegsberichterstattung, Propaganda, Desinformation, Deepfakes, KI-Bilder, Bildpolitik und die Frage, wie Du Bilder von Krieg, Macht und Zerstörung kritisch lesen kannst. Das Thema ist besonders wichtig, weil Kriege heute nicht nur auf Schlachtfeldern, sondern auch in sozialen Medien, Messenger-Gruppen, Videoplattformen und Nachrichtenfeeds ausgetragen werden. Bilder können informieren, dokumentieren und auf Leid aufmerksam machen. Sie können aber auch Gefühle steuern, Feindbilder erzeugen, Gewalt ästhetisieren, Menschen entwürdigen oder gezielt täuschen.

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In diesem Kurs lernst Du, Kriegsbilder nicht vorschnell zu glauben, zu teilen oder abzulehnen, sondern sie mit Medienkompetenz, Quellenkritik und ethischer Verantwortung zu untersuchen. Du analysierst, wer ein Bild veröffentlicht, aus welchem Kontext es stammt, welche Gefühle es auslösen soll, welche Informationen fehlen und welche Interessen dahinterstehen könnten. Dabei geht es nicht darum, Leid zu relativieren. Es geht darum, Leid nicht für Manipulation missbrauchen zu lassen.


Was sind Kriegsbilder?

Kriegsbilder sind visuelle Darstellungen von Krieg und bewaffneten Konflikten. Dazu gehören Fotos, Videos, Satellitenbilder, Karten, Memes, Screenshots, Livestreams, Propagandaplakate, Computersimulationen, KI-generierte Bilder und bearbeitete Bildmontagen. Sie können von professionellen Journalistinnen und Journalisten, Militärs, Regierungen, Aktivistinnen und Aktivisten, Zivilpersonen, Augenzeuginnen und Augenzeugen, Nachrichtendiensten, Influencerinnen und Influencern oder anonymen Accounts stammen.

Kriegsbilder wirken oft unmittelbarer als Text, weil sie scheinbar direkt zeigen, was passiert ist. Genau darin liegt ihre Stärke und ihre Gefahr. Ein Bild zeigt immer nur einen Ausschnitt. Es enthält eine Perspektive, eine Auswahl, einen Zeitpunkt, einen Bildausschnitt, eine Veröffentlichungssituation und oft auch eine Absicht. Deshalb ist ein Bild nie einfach nur Wirklichkeit, sondern immer auch eine Darstellung von Wirklichkeit.

Ein zerstörter Ort kann dokumentieren, dass Gewalt geschehen ist. Gleichzeitig kann die Art der Darstellung beeinflussen, wie Du die Ursachen, Verantwortlichkeiten und Folgen wahrnimmst. Ein Foto von Ruinen kann Mitgefühl wecken, Wut erzeugen, Schuld zuweisen, politische Forderungen stützen oder als Beleg in einem Faktencheck dienen. Entscheidend ist deshalb die Frage: Was sehe ich, was sehe ich nicht, und wer möchte, dass ich es genau so sehe?


Kriegsbilder als Waffe

Kriegsbilder können zur Information beitragen, aber sie können auch als Waffe eingesetzt werden. Eine visuelle Botschaft kann schneller wirken als ein langer Text, weil sie Gefühle unmittelbar anspricht. In Kriegen werden Bilder genutzt, um eigene Handlungen zu rechtfertigen, Gegner zu entmenschlichen, die Moral der eigenen Gruppe zu stärken, Unterstützung im Ausland zu gewinnen oder Zweifel an überprüfbaren Fakten zu säen.

Historische Propagandaplakate zeigen, dass visuelle Beeinflussung kein neues Phänomen ist. Schon im Ersten Weltkrieg wurden Plakate eingesetzt, um Rekruten zu gewinnen, Geld für den Krieg zu sammeln oder nationale Pflichtgefühle zu erzeugen. Heute übernehmen ähnliche Funktionen oft Posts, Kurzvideos, Memes, Livestreams und algorithmisch verstärkte Inhalte in Deinem Feed.

Kriegsbilder werden besonders wirksam, wenn sie starke Gefühle auslösen. Dazu gehören Angst, Wut, Ekel, Stolz, Trauer, Rachegefühle oder Ohnmacht. Solche Gefühle sind menschlich. Problematisch wird es, wenn Bilder bewusst so eingesetzt werden, dass Du nicht mehr prüfst, sondern sofort reagierst. Ein geteilter Beitrag kann dann Teil einer Informationsoperation werden, auch wenn Du das nicht beabsichtigst.


Bildpolitik und Macht

Bildpolitik beschreibt, wie Bilder in politischen Auseinandersetzungen ausgewählt, verbreitet, gerahmt, verboten, inszeniert oder instrumentalisiert werden. Macht zeigt sich nicht nur darin, wer Waffen besitzt, sondern auch darin, wer Bilder produziert, wer sie verbreitet, wer sie erklärt und wer darüber entscheidet, welche Bilder sichtbar werden.

In Kriegen gibt es viele Formen von Bildpolitik. Staaten kontrollieren den Zugang von Medien zu Frontgebieten. Militärs veröffentlichen ausgewählte Aufnahmen erfolgreicher Operationen. Plattformen entfernen bestimmte Inhalte, lassen andere stehen oder versehen sie mit Warnhinweisen. Redaktionen entscheiden, ob sie ein schockierendes Bild zeigen oder aus Gründen der Menschenwürde darauf verzichten. Aktivistinnen und Aktivisten nutzen Bilder, um Menschenrechtsverletzungen sichtbar zu machen. Propaganda-Akteure nutzen Bilder, um Gegner als grausam, lächerlich oder minderwertig darzustellen.

Wenn Du ein Kriegsbild analysierst, solltest Du nicht nur fragen, was abgebildet ist. Frage auch, wer Sichtbarkeit bekommt und wer unsichtbar bleibt. Werden Zivilpersonen als handelnde Menschen gezeigt oder nur als Opfer? Wird Gewalt kritisch eingeordnet oder spektakulär inszeniert? Werden Ursachen erklärt oder nur Feindbilder verstärkt? Werden Quellen genannt oder soll das Bild allein überzeugen?


Ästhetisierung von Gewalt

Ästhetisierung bedeutet, dass etwas visuell so gestaltet wird, dass es besonders schön, beeindruckend, heroisch oder konsumierbar wirkt. Bei Kriegsbildern kann das gefährlich werden. Dramatische Musik, Zeitlupen, starke Kontraste, heroische Perspektiven, Gaming-Optik oder Memes können reale Gewalt so darstellen, als sei sie Unterhaltung.

Die Ästhetisierung von Gewalt kann mehrere Folgen haben. Sie kann Leid ausblenden, Täter heroisch wirken lassen, Waffen faszinierend erscheinen lassen oder die Grenze zwischen Dokumentation und Inszenierung verwischen. Besonders in kurzen Clips kann Gewalt aus ihrem Zusammenhang gerissen werden. Ein Treffer, eine Explosion oder ein zerstörtes Fahrzeug wird dann zum spektakulären Moment, während die menschlichen Folgen verschwinden.

Für eine kritische Analyse ist wichtig: Ein Bild darf berühren, erschüttern oder wütend machen. Aber es sollte nicht dazu führen, dass Menschenwürde, Kontext und Verantwortung verloren gehen. Kriegsbilder zeigen reale Menschen, reale Verluste und reale Traumata. Deshalb gehört zur Medienethik, nicht jedes Bild weiterzuverbreiten, auch wenn es Aufmerksamkeit erzeugt.


Desinformation, Fake News und Propaganda

Desinformation bezeichnet absichtlich falsche oder irreführende Informationen, die verbreitet werden, um Menschen zu täuschen. Fehlinformation kann ebenfalls falsch sein, wird aber nicht unbedingt absichtlich verbreitet. Propaganda ist zielgerichtete Kommunikation, die Einstellungen, Wahrnehmungen oder Verhalten beeinflussen soll. In Kriegen überschneiden sich diese Formen häufig.

Ein Bild kann auf verschiedene Weise manipulativ wirken:

  1. Falscher Kontext: Ein echtes Bild wird einem falschen Ort, Datum oder Ereignis zugeordnet.
  2. Bildmanipulation: Ein Bild wird digital verändert, zugeschnitten oder kombiniert.
  3. Inszenierung: Eine Szene wird gestellt, um eine gewünschte Wirkung zu erzeugen.
  4. Auslassung: Wichtige Informationen werden weggelassen.
  5. Emotionalisierung: Schockierende Bilder sollen schnelle Zustimmung oder Ablehnung erzeugen.
  6. Feindbild: Gegner werden als unmenschlich, böse oder lächerlich dargestellt.
  7. Scheinbeleg: Ein Bild wird als Beweis präsentiert, obwohl Herkunft und Kontext unklar sind.

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Ein besonders häufiger Trick ist der falsche Kontext. Ein echtes Bild aus einem früheren Krieg, einer Naturkatastrophe oder einem Filmset kann in einem aktuellen Konflikt erneut verbreitet werden. Dadurch wirkt die Täuschung glaubwürdig, weil das Bild selbst nicht unbedingt gefälscht ist. Kritische Bildanalyse bedeutet deshalb nicht nur: Ist das Bild echt? Sondern auch: Zeigt es wirklich das, was behauptet wird?


Deepfakes und KI-Bilder

Deepfakes sind künstlich erzeugte oder manipulierte Medieninhalte, bei denen mithilfe von KI Gesichter, Stimmen, Bewegungen oder ganze Szenen erzeugt oder verändert werden. KI-Bilder können realistisch wirken, obwohl die dargestellte Szene nie stattgefunden hat. In Kriegen können solche Bilder besonders gefährlich sein, weil sie Wut, Angst oder Misstrauen erzeugen können.

Das Bild einer Person kann heute so erzeugt werden, dass die Person gar nicht existiert. Solche synthetischen Medien sind nicht automatisch problematisch. Sie können für Kunst, Bildung oder Forschung genutzt werden. Problematisch werden sie, wenn sie als echte Belege ausgegeben werden, Personen diffamieren, Gewalt rechtfertigen oder Verwirrung darüber schaffen, was überhaupt noch überprüfbar ist.

Bei Deepfakes geht es nicht nur darum, Fälschungen zu erkennen. Eine weitere Gefahr ist der sogenannte Zweifel-Effekt: Auch echte Aufnahmen können als angeblich gefälscht abgetan werden. Dadurch können Täter Verantwortung abstreiten und Opferberichte delegitimiert werden. Medienkompetenz bedeutet daher, nicht blind zu glauben, aber auch nicht zynisch alles für erfunden zu halten.

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Der Feed als Schlachtfeld der Aufmerksamkeit

Dein Feed ist nicht neutral. Algorithmen sortieren Inhalte danach, was wahrscheinlich Aufmerksamkeit erzeugt. Besonders emotionale, schockierende oder polarisierende Beiträge können dadurch stärker sichtbar werden. In Kriegszeiten kann diese Logik problematisch sein, weil drastische Bilder, empörende Behauptungen und einfache Feindbilder schneller verbreitet werden als differenzierte Einordnungen.

Plattformen sind nicht nur technische Orte, sondern öffentliche Räume mit politischen Folgen. Was Du siehst, beeinflusst, worüber Du sprichst, wem Du glaubst und welche politischen Deutungen Dir plausibel erscheinen. Gleichzeitig beeinflusst Dein Verhalten den Feed anderer: Liken, Kommentieren, Teilen, Speichern und Anschauen können Signale sein, durch die Inhalte weiter verbreitet werden.

Deshalb ist die wichtigste Frage nicht nur: Ist dieses Bild wahr? Sondern auch: Warum wird es mir gerade jetzt gezeigt, und was passiert, wenn ich es weiterverbreite?


Methoden der kritischen Bildanalyse

Eine kritische Bildanalyse verbindet Quellenkritik, Kontextanalyse, Medienethik und technische Prüfung. Du musst kein Profi sein, um bessere Entscheidungen zu treffen. Schon einfache Prüfschritte helfen, Manipulation zu erkennen und vorschnelles Teilen zu vermeiden.

  1. Quelle: Wer hat das Bild zuerst veröffentlicht?
  2. Kontext: Wo und wann soll das Bild entstanden sein?
  3. Behauptung: Welche Aussage wird mit dem Bild verbunden?
  4. Beleg: Gibt es unabhängige Bestätigungen?
  5. Perspektive: Was ist im Bildausschnitt zu sehen, was nicht?
  6. Emotion: Welche Gefühle löst das Bild aus?
  7. Interesse: Wem nützt diese Darstellung?
  8. Bearbeitung: Gibt es Hinweise auf Schnitt, Montage oder KI-Erzeugung?
  9. Verbreitung: Welche Accounts und Netzwerke pushen das Bild?
  10. Ethik: Ist Teilen notwendig, respektvoll und verantwortbar?

Eine hilfreiche Methode ist die umgekehrte Bildersuche. Dabei wird geprüft, ob ein Bild schon früher im Netz erschienen ist. Auch Wetter, Schatten, Straßenschilder, Gebäude, Uniformen, Sprache, Akzente, Metadaten und Geodaten können Hinweise geben. Aber Vorsicht: Einzelne Indizien reichen selten aus. Verlässliche Einschätzungen entstehen durch mehrere unabhängige Belege.


Menschenwürde und Verantwortung

Kriegsbilder können Zeugnisse von Gewalt sein. Sie können helfen, Kriegsverbrechen zu dokumentieren, Öffentlichkeit herzustellen und humanitäre Hilfe zu mobilisieren. Gleichzeitig können sie Menschen retraumatisieren, Angehörige verletzen, Opfer entwürdigen oder Gewalt normalisieren. Deshalb brauchst Du beim Umgang mit Kriegsbildern eine ethische Haltung.

Zur Menschenwürde gehört, Betroffene nicht auf ihr Leid zu reduzieren. Besonders Bilder von Toten, Verletzten, Kindern, Gefangenen oder gedemütigten Personen erfordern große Vorsicht. Nur weil ein Bild verfügbar ist, bedeutet das nicht, dass es geteilt werden sollte. Vor dem Teilen solltest Du fragen: Hilft das Bild wirklich beim Verstehen? Gibt es eine weniger verletzende Möglichkeit, über das Thema zu informieren? Sind Quelle und Kontext gesichert? Werden Betroffene respektvoll behandelt?

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Kriegsbildern heißt nicht, Gewalt unsichtbar zu machen. Es heißt, Sichtbarkeit mit Würde, Sorgfalt und Kontext zu verbinden.


Krieg kritisch sehen

Krieg kritisch zu betrachten bedeutet, weder Propaganda noch Zynismus zu übernehmen. Kritisches Denken fragt nach Ursachen, Interessen, Machtverhältnissen, Leidtragenden, Sprache, Bildern und Alternativen zur Gewalt. Es unterscheidet zwischen berechtigter Empörung und manipulativer Emotionalisierung. Es erkennt an, dass Menschen in Kriegen leiden, ohne dieses Leid für einfache Feindbilder zu missbrauchen.

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Kritische Medienbildung hilft Dir, eine aktive Rolle einzunehmen. Du bist nicht nur Konsumentin oder Konsument von Bildern. Du triffst Entscheidungen: ansehen, prüfen, einordnen, nicht teilen, melden, besprechen, recherchieren oder widersprechen. Jede Entscheidung kann dazu beitragen, Desinformation zu bremsen und eine menschenwürdige Debatte zu stärken.


Merksatz

Ein Kriegsbild ist kein vollständiger Beweis, sondern ein visueller Ausschnitt mit Quelle, Kontext, Perspektive und Wirkung. Prüfe, bevor Du glaubst. Denke, bevor Du teilst. Achte auf Menschenwürde, bevor Du Aufmerksamkeit erzeugst.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum können Kriegsbilder besonders stark wirken? (Sie sprechen Gefühle oft schneller an als lange Texte) (!Sie sind immer objektiver als Textberichte) (!Sie enthalten automatisch alle wichtigen Informationen) (!Sie werden nur von unabhängigen Personen verbreitet)




Was bedeutet Desinformation? (Absichtlich verbreitete falsche oder irreführende Information) (!Jede Information aus sozialen Medien) (!Eine Meinung ohne Bild) (!Eine historische Quelle aus einem Archiv)




Was ist bei einem Kriegsbild besonders wichtig? (Quelle und Kontext prüfen) (!Sofort teilen) (!Nur auf die Bildqualität achten) (!Die lauteste Kommentarmeinung übernehmen)




Was ist ein häufiger Trick bei manipulativ verwendeten Kriegsbildern? (Ein echtes Bild wird in einen falschen Kontext gesetzt) (!Ein Bild wird immer vollständig erfunden) (!Ein Bild wird grundsätzlich ohne Emotionen gezeigt) (!Ein Bild hat immer einen neutralen Titel)




Was beschreibt der Begriff Bildpolitik? (Den politischen Umgang mit Sichtbarkeit und Deutung von Bildern) (!Die technische Größe einer Bilddatei) (!Das private Sortieren von Urlaubsfotos) (!Eine Regel für Kameraobjektive)




Warum ist die Ästhetisierung von Gewalt problematisch? (Sie kann reales Leid wie Unterhaltung erscheinen lassen) (!Sie macht jedes Bild automatisch falsch) (!Sie verhindert jede Bildanalyse) (!Sie beweist immer eine Fälschung)




Was ist ein Deepfake? (Ein mithilfe von KI erzeugter oder manipulierter Medieninhalt) (!Ein sehr altes Foto) (!Ein unbearbeiteter Zeitungsartikel) (!Eine neutrale Statistik)




Welche Frage gehört zur kritischen Bildanalyse? (Wem nützt diese Darstellung) (!Wie viele Likes hat der Beitrag) (!Ist das Bild möglichst schockierend) (!Passt das Bild zu meiner ersten Meinung)




Warum kann vorschnelles Teilen problematisch sein? (Es kann Propaganda oder Falschinformationen weiterverbreiten) (!Es verbessert immer die öffentliche Debatte) (!Es ersetzt jede Recherche) (!Es schützt automatisch betroffene Personen)




Was bedeutet Medienethik im Umgang mit Kriegsbildern? (Menschenwürde und Verantwortung beim Zeigen und Teilen beachten) (!Möglichst drastische Bilder bevorzugen) (!Bilder nie hinterfragen) (!Nur technische Bildfehler suchen)





Memory

Kriegsbild Visuelle Darstellung eines Konflikts
Propaganda Gezielte Beeinflussung von Wahrnehmung
Framing Deutungsrahmen für ein Ereignis
Deepfake Synthetisch erzeugtes Medienmaterial
Quellenprüfung Herkunft und Interessen klären
Reverse Image Search Frühere Bildverwendung finden
Friedensjournalismus Konfliktlösende Perspektive





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Quelle prüfen Wer hat das Bild veröffentlicht?
Kontext klären Wo und wann entstand die Aufnahme?
Framing erkennen Welche Deutung wird nahegelegt?
Emotion reflektieren Welche Reaktion soll ausgelöst werden?
Menschenwürde beachten Soll dieses Bild wirklich geteilt werden?
Gegencheck durchführen Gibt es unabhängige Bestätigungen?






Kreuzworträtsel

Propaganda Wie nennt man gezielte Kommunikation zur Beeinflussung von Wahrnehmung und Verhalten?
Quelle Was solltest Du bei einem Kriegsbild zuerst prüfen?
Kontext Was fehlt oft, wenn ein echtes Bild irreführend verbreitet wird?
Deepfake Wie heißt ein KI-basiert erzeugter oder manipulierter Medieninhalt?
Framing Wie nennt man den Deutungsrahmen, der einem Bild Bedeutung gibt?
Algorithmus Was sortiert in sozialen Netzwerken häufig Deinen Feed?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Kriegsbild zeigt nie die ganze Wirklichkeit, sondern immer einen

aus einer bestimmten Perspektive. Deshalb musst Du die

prüfen, bevor Du eine Aufnahme glaubst oder weiterverbreitest. Besonders gefährlich ist ein falscher

, weil ein echtes Bild dadurch eine falsche Bedeutung bekommt. Propaganda versucht, Wahrnehmungen und Verhalten gezielt zu

. Deepfakes und KI-Bilder können Ereignisse zeigen, die nie

haben. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Kriegsbildern achtet auf

und vermeidet vorschnelles Teilen. Kritische Medienkompetenz bedeutet, Gefühle ernst zu nehmen, aber Belege sorgfältig zu

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildbeschreibung: Wähle ein nicht drastisches Nachrichtenbild zu einem Konflikt und beschreibe sachlich, was Du siehst, ohne zu deuten oder zu bewerten.
  2. Gefühlsanalyse: Notiere, welche Gefühle ein Kriegsbild bei Dir auslöst, und erkläre, welche Bildelemente diese Gefühle verstärken.
  3. Quellencheck: Suche zu einem Bild die veröffentlichende Quelle, das Datum und den ursprünglichen Zusammenhang.
  4. Nicht teilen begründen: Formuliere drei Gründe, warum man ein belastendes Kriegsbild nicht ungeprüft weiterverbreiten sollte.


Standard

  1. Framing untersuchen: Vergleiche zwei Überschriften oder Bildunterschriften zu demselben Konfliktbild und analysiere, welche Deutung jeweils nahegelegt wird.
  2. Propagandamuster erkennen: Erstelle eine Tabelle mit typischen Merkmalen visueller Propaganda und suche zu jedem Merkmal ein nicht drastisches Beispiel.
  3. Faktencheck-Protokoll: Dokumentiere Schritt für Schritt, wie Du ein verdächtiges Bild überprüfst, zum Beispiel durch umgekehrte Bildersuche, Quellenvergleich und Kontextprüfung.
  4. Medienethik-Debatte: Diskutiere in einer Gruppe, ob Redaktionen schockierende Kriegsbilder zeigen sollten, und entwickelt gemeinsame Kriterien für verantwortungsvolle Veröffentlichung.


Schwer

  1. Analysevideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo, in dem Du zeigst, wie ein Kriegsbild durch Schnitt, Musik, Text und Plattformkontext manipulativ wirken kann.
  2. Unterrichtsprojekt: Entwickle eine Unterrichtseinheit für jüngere Lernende, die erklärt, wie man Kriegsbilder prüft, ohne Betroffene zu entwürdigen.
  3. Interview: Befrage eine Journalistin, einen Journalisten, eine Lehrkraft oder eine medienpädagogische Fachperson zum Umgang mit Bildern aus Kriegen und fasse die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
  4. Friedensperspektive: Gestalte eine alternative Bildstrecke zu einem Konflikt, die nicht Waffen und Zerstörung in den Mittelpunkt stellt, sondern Zivilgesellschaft, Hilfe, Trauerarbeit und Friedensinitiativen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Du erhältst ein emotionales Kriegsbild in einem sozialen Netzwerk. Erkläre, welche Prüfschritte Du vor dem Teilen durchführst und warum jeder Schritt wichtig ist.
  2. Perspektivwechsel: Analysiere, wie dasselbe Bild von einer Regierung, einer Hilfsorganisation, einer Redaktion und einem anonymen Propaganda-Account unterschiedlich verwendet werden könnte.
  3. Ethikentscheidung: Begründe, ob ein drastisches Kriegsbild in einer Schülerzeitung veröffentlicht werden sollte. Berücksichtige Informationswert, Menschenwürde, Schutz Minderjähriger und Alternativen.
  4. Algorithmuskritik: Erkläre, warum Plattformlogiken emotionalisierende Kriegsbilder begünstigen können und welche Verantwortung Nutzerinnen, Nutzer, Plattformen und Redaktionen tragen.
  5. Deepfake-Fall: Entwickle ein Vorgehen für eine Klasse, die ein angebliches KI-generiertes Kriegsbild diskutiert. Zeige, wie man zwischen Skepsis, Belegen und voreiligem Misstrauen unterscheidet.
  6. Friedensjournalismus: Vergleiche eine gewaltzentrierte Berichterstattung mit einer konfliktlösungsorientierten Darstellung. Erkläre, welche Wirkung beide Formen auf die öffentliche Debatte haben können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Kriegsbilder als Waffe in Deinem Feed ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe erklären kannst, sondern eigene Urteile begründet triffst. Dein Lernnachweis sollte zeigen, dass Du ein Kriegsbild kritisch analysieren, Quellen prüfen, manipulative Wirkungen erkennen und ethische Entscheidungen zum Teilen oder Nichtteilen begründen kannst.

  1. Begriffsverständnis: Du erklärst zentrale Begriffe wie Propaganda, Desinformation, Deepfake, Framing, Bildpolitik, Quellenkritik und Medienethik.
  2. Bildanalyse: Du untersuchst ein geeignetes, nicht drastisches Beispiel nach Quelle, Kontext, Perspektive, Wirkung und Interessen.
  3. Faktencheck: Du dokumentierst mindestens drei Prüfschritte und bewertest, wie sicher die Informationen zum Bild sind.
  4. Ethikreflexion: Du begründest, ob und wie das Bild veröffentlicht, besprochen oder nicht weiterverbreitet werden sollte.
  5. Transfer: Du überträgst die Analyse auf Deinen eigenen Medienalltag und formulierst persönliche Regeln für verantwortliches Verhalten im Feed.
  6. Produkt: Du erstellst ein Plakat, Erklärvideo, Podcastskript, Essay oder Portfolio, das anderen hilft, Kriegsbilder kritisch zu lesen.




OERs zum Thema






Weiterführende Quellen und Materialien

  1. bpb: Politische Manipulation und Desinformation
  2. Wikipedia: Kriegsberichterstattung
  3. Wikipedia: Propaganda
  4. Wikipedia: Techniken der Propaganda und Manipulation
  5. Wikipedia: Deepfake
  6. Wikimedia Commons: World War I propaganda
  7. Wikimedia Commons: Deepfake



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Schulfach+

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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