KI-Kunst - Kunst und künstliche Intelligenz


KI-Kunst - Kunst und künstliche Intelligenz
Einleitung
KI-Kunst bezeichnet Kunstwerke, künstlerische Prozesse und ästhetische Experimente, bei denen künstliche Intelligenz eine wesentliche Rolle spielt. Das kann bedeuten, dass eine KI Bilder, Texte, Klänge, Videos oder 3D-Formen erzeugt, verändert, kombiniert oder als kreatives Werkzeug eingesetzt wird. Besonders sichtbar wurde KI-Kunst durch Text-zu-Bild-Generatoren, bei denen Du einen Prompt formulierst und ein generatives Modell daraus ein Bild erzeugt.
KI-Kunst ist zugleich ein technisches, künstlerisches, gesellschaftliches und rechtliches Thema. Sie verbindet Fragen der bildenden Kunst, Medienkunst, Informatik, Ethik, des Urheberrechts, Medienkompetenz und Demokratiebildung. Für den Unterricht ist das Thema besonders geeignet, weil Du daran lernen kannst, wie Algorithmen Bilder erzeugen, wie Trainingsdaten kulturelle Vorstellungen prägen, warum Verzerrungen entstehen und weshalb die Grenze zwischen menschlicher Kreativität und maschineller Generierung neu diskutiert wird.

Videoimpuls
Das folgende Video führt in das Thema KI-Kunst / Kunst und künstliche Intelligenz ein. Es eignet sich als Einstieg, um Begriffe wie generative Kunst, AI Art, Prompting, Trainingsdaten, Urheberrecht und Copyright zu besprechen.
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Was ist KI-Kunst?
Unter KI-Kunst versteht man künstlerische Arbeiten, bei denen KI-Systeme nicht nur als Hilfsmittel zur Bearbeitung dienen, sondern aktiv an der Erzeugung, Auswahl, Variation oder Interpretation von Bildern, Texten, Musik, Videos oder interaktiven Installationen beteiligt sind. Dabei ist wichtig: Die KI besitzt kein menschliches Bewusstsein, keine eigenen Absichten und keine Biografie. Sie berechnet Muster, Wahrscheinlichkeiten und Beziehungen aus Daten. Dennoch kann sie Ergebnisse erzeugen, die Menschen als überraschend, ausdrucksstark, irritierend oder ästhetisch spannend erleben.
KI-Kunst ist nicht völlig neu. Bereits in der Computerkunst und generativen Kunst wurden seit dem 20. Jahrhundert Regeln, Zufallsverfahren und Programme eingesetzt, um Bilder oder Formen zu erzeugen. Neu ist jedoch die Leistungsfähigkeit moderner maschineller Lernverfahren, besonders im Bereich Deep Learning. Sie können große Mengen an Bild-Text-Paaren auswerten und daraus neue visuelle Kombinationen generieren.
Kunst oder Werkzeug?
Eine zentrale Frage lautet: Wer ist eigentlich kreativ? Ist es die Person, die den Prompt schreibt? Das Modell, das auf Grundlage von Trainingsdaten ein Bild erzeugt? Das Team, das die Software entwickelt? Oder entsteht das Werk erst durch Auswahl, Bearbeitung, Kontextualisierung und Präsentation durch einen Menschen?
Viele Fachleute betrachten KI in der Kunst als Werkzeug, vergleichbar mit Fotografie, Collage, Bildbearbeitung oder 3D-Modellierung. Andere betonen, dass KI-Systeme durch ihre Trainingsdaten und ihre automatische Bildproduktion eine neue Form von Autorschaft herausfordern. Für die Bewertung eines KI-Kunstwerks ist deshalb entscheidend, wie bewusst, reflektiert und eigenständig ein Mensch mit dem System arbeitet. Ein einzelner zufälliger Prompt kann ein Bild erzeugen; ein künstlerischer Prozess umfasst jedoch meist Recherche, Absicht, Experiment, Auswahl, Überarbeitung, Präsentation und Reflexion.
Technische Grundlagen
Viele KI-Bildsysteme beruhen auf maschinellem Lernen. Dabei wird ein Modell nicht Schritt für Schritt mit festen Zeichenregeln programmiert, sondern anhand vieler Beispiele trainiert. Es lernt statistische Muster: Welche Formen, Farben, Kompositionen, Begriffe und Bildmerkmale häufig zusammen auftreten. Dadurch kann es später neue Bilder generieren, die nicht einfach eine einzelne Vorlage kopieren, sondern aus gelernten Mustern neu berechnet werden. Trotzdem bleibt die Frage wichtig, welche Daten verwendet wurden und ob Rechte, Fairness und Transparenz ausreichend beachtet wurden.

Neuronale Netze
Ein künstliches neuronales Netz ist ein Rechenmodell, das grob von der Idee biologischer Nervennetze inspiriert ist. Es besteht aus Schichten künstlicher Einheiten, die Signale gewichten und weitergeben. In der KI-Kunst werden solche Netze genutzt, um Bildmerkmale zu erkennen, Bildbereiche zu verändern oder neue Bilder zu erzeugen.
Wichtig ist: Ein neuronales Netz versteht ein Bild nicht wie ein Mensch. Es verarbeitet mathematische Repräsentationen. Es erkennt Muster in Pixeln, Formen, Farben und Textbeschreibungen. Genau deshalb kann es beeindruckende Ergebnisse liefern, aber auch Fehler, Stereotype oder absurde Details erzeugen.
Generative Modelle
Ein generatives Modell erzeugt neue Daten, zum Beispiel Bilder, Texte oder Klänge. In der KI-Kunst sind besonders drei Modelltypen bedeutsam:
- Generative Adversarial Networks: Zwei Netze arbeiten gegeneinander. Ein Generator erzeugt Bilder, ein Diskriminator bewertet, ob sie echt wirken.
- Diffusionsmodelle: Ein Bild wird aus Rauschen schrittweise aufgebaut. Das Modell lernt, wie aus Unordnung eine erkennbare Darstellung entsteht.
- Transformer-Modelle: Sie verarbeiten Beziehungen zwischen Wörtern, Bildteilen oder anderen Einheiten und sind für viele moderne KI-Systeme wichtig.

Prompting als kreative Praxis
Ein Prompt ist eine Eingabe, mit der Du ein KI-System steuerst. Bei Bildgeneratoren kann ein Prompt Angaben zu Motiv, Stil, Licht, Perspektive, Material, Bildausschnitt, Stimmung oder Farbigkeit enthalten. Prompting ist mehr als ein Suchbegriff. Es ist eine Form der gestalterischen Anweisung.
Ein einfacher Prompt wie Eine Stadt bei Nacht erzeugt meist ein allgemeines Ergebnis. Ein genauer Prompt wie Eine verregnete futuristische Stadt bei Nacht, Spiegelungen auf nassem Asphalt, weiches Neonlicht, niedrige Kameraperspektive, atmosphärische Tiefe gibt dem Modell mehr Hinweise. Dennoch bleibt das Ergebnis nicht vollständig kontrollierbar. KI-Kunst entsteht oft in einem Kreislauf aus Eingabe, Ergebnis, Kritik, Anpassung und erneuter Generierung.
Bildgenerierung, Variation und Bearbeitung
KI-Systeme können Bilder auf verschiedene Weise erzeugen oder verändern. Beim Text-zu-Bild-Verfahren entsteht ein Bild aus einer Texteingabe. Beim Inpainting wird ein markierter Bildbereich neu gefüllt. Beim Outpainting wird ein Bild über seine bisherigen Ränder hinaus erweitert. Bei der Stilübertragung werden Merkmale eines Stils auf ein anderes Motiv übertragen. In der Praxis werden KI-generierte Bilder häufig zusätzlich mit klassischen Werkzeugen der digitalen Bildbearbeitung korrigiert.

Ästhetik der KI-Kunst
KI-Kunst kann fotorealistisch, abstrakt, surreal, malerisch, grafisch, irritierend oder fehlerhaft wirken. Typische ästhetische Merkmale sind überreiche Details, ungewöhnliche Mischformen, glatte Oberflächen, fantastische Szenen, extreme Stilmischungen und manchmal unlogische Bildstellen. Hände, Schrift, Symmetrien, Perspektiven oder anatomische Details waren lange typische Schwachstellen, auch wenn moderne Systeme hier besser geworden sind.
Spannend ist, dass KI-Kunst oft zwischen Wiedererkennbarkeit und Fremdheit pendelt. Sie kann vertraute Bildtraditionen nachahmen, aber auch Kombinationen erzeugen, die in der Kunstgeschichte so nicht vorkamen. Dadurch eignet sie sich besonders für Diskussionen über Originalität, Stil, Imitation, Kitsch, Avantgarde und künstlerische Forschung.

Trainingsdaten und kulturelle Muster
Trainingsdaten sind die Beispiele, aus denen ein KI-Modell Muster lernt. Bei Bildgeneratoren können das große Mengen von Bildern und zugehörigen Textbeschreibungen sein. Diese Daten sind nie neutral. Sie enthalten kulturelle Vorlieben, Machtverhältnisse, Sichtweisen, Auslassungen, Stereotype und historische Ungleichheiten. Wenn bestimmte Gruppen, Körperbilder, Berufe oder Kulturen in den Daten verzerrt dargestellt sind, kann das Modell solche Verzerrungen reproduzieren.
Deshalb gehört zur Arbeit mit KI-Kunst immer eine kritische Frage: Welche Weltbilder stecken im Bild? Wenn ein System auf den Prompt eine Führungskraft überwiegend Männer erzeugt oder bei bestimmten Ländern stereotype Kleidung zeigt, ist das kein Zufall, sondern ein Hinweis auf Daten- und Modellverzerrungen. Gute Medienbildung bedeutet, solche Muster zu erkennen und zu hinterfragen.
Urheberrecht, Copyright und Lizenzen
Das Urheberrecht schützt persönliche geistige Schöpfungen. Bei KI-Kunst entstehen schwierige Fragen: Sind rein maschinell erzeugte Bilder urheberrechtlich geschützt? Welche Rolle spielt der menschliche Beitrag? Dürfen geschützte Werke zum Training verwendet werden? Ist die Nachahmung eines bestimmten Stils rechtlich oder ethisch problematisch? Wer haftet, wenn ein KI-Bild geschützte Bildbestandteile, Marken oder Persönlichkeitsrechte verletzt?
In Deutschland und der Europäischen Union ist besonders wichtig, dass urheberrechtlicher Schutz grundsätzlich eine menschliche schöpferische Leistung voraussetzt. Je stärker ein Mensch Konzeption, Auswahl, Bearbeitung und Gestaltung prägt, desto eher kann ein schutzfähiger Beitrag entstehen. Gleichzeitig sind viele Einzelfragen zur Nutzung von Trainingsdaten, zur Transparenz und zur Vergütung von Urheberinnen und Urhebern weiterhin umstritten. Für die Schule gilt deshalb: Verwende KI-Bilder nur mit klarer Quellenangabe, beachte die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Tools, vermeide die Nachahmung lebender Künstlerinnen und Künstler ohne Zustimmung und prüfe, ob Personen, Marken oder geschützte Werke betroffen sein könnten.
Ethik: Verantwortung beim Erzeugen von Bildern
KI-Kunst kann kreativ, spielerisch und erkenntnisreich sein. Sie kann aber auch täuschen, diskriminieren oder Rechte verletzen. Besonders problematisch sind Deepfakes, manipulierte politische Bilder, sexualisierte Darstellungen ohne Einwilligung, rassistische Stereotype, gefälschte Beweise oder die Ausbeutung kreativer Arbeit. Wer KI-Bilder erstellt, trägt Verantwortung für Wirkung, Kontext und Veröffentlichung.
Eine ethische Nutzung von KI-Kunst umfasst mehrere Fragen: Ist transparent, dass KI beteiligt war? Werden Quellen und Werkzeuge genannt? Werden Menschen respektvoll dargestellt? Werden kulturelle Symbole angemessen verwendet? Wird ein Stil nur oberflächlich kopiert oder kritisch reflektiert? Wird das Bild als Kunst, Experiment, Satire, Dokumentation oder Fiktion erkennbar?
KI-Kunst im Unterricht
Im Unterricht kannst Du KI-Kunst nutzen, um technische, ästhetische und gesellschaftliche Fragen miteinander zu verbinden. Ein sinnvoller Lernprozess besteht nicht darin, möglichst schnell schöne Bilder zu erzeugen. Entscheidend ist, dass Du die Ergebnisse analysierst, vergleichst, begründest und reflektierst.
Mögliche Unterrichtsfragen sind: Wie verändert ein genauer Prompt das Ergebnis? Welche Stereotype erzeugt ein Modell? Wie unterscheidet sich ein KI-Bild von einer Zeichnung, Fotografie oder Collage? Wann ist ein Bild überzeugend? Wann wirkt es nur oberflächlich spektakulär? Wie dokumentierst Du Deinen eigenen kreativen Beitrag?
Kriterien zur Beurteilung von KI-Kunst
KI-Kunst kann mit klassischen und neuen Kriterien beurteilt werden. Zu den klassischen Kriterien gehören Komposition, Farbgestaltung, Kontrast, Rhythmus, Perspektive, Materialwirkung, Symbolik und Ausdruck. Hinzu kommen KI-spezifische Kriterien wie Qualität des Prompts, Umgang mit Zufall, Transparenz des Entstehungsprozesses, kritische Reflexion der Trainingsdaten, ethische Vertretbarkeit und eigenständige Weiterbearbeitung.
Ein gutes KI-Kunstprojekt zeigt nicht nur ein fertiges Bild, sondern dokumentiert auch den Weg dorthin. Dazu gehören Prompt-Versionen, Zwischenergebnisse, verworfene Varianten, eigene Eingriffe, Quellen, Reflexion und Begründung. So wird sichtbar, was Dein Anteil am künstlerischen Prozess ist.
Chancen und Risiken
KI-Kunst eröffnet neue kreative Möglichkeiten. Menschen können schnell visuelle Ideen testen, Bildwelten entwerfen, Barrieren senken, experimentelle Stile erkunden und Kunstprozesse dokumentieren. Gleichzeitig entstehen Risiken für Kreativberufe, für faire Vergütung, für kulturelle Vielfalt, für Vertrauen in Bilder und für die Rechte von Kunstschaffenden.
Die wichtigste Kompetenz ist deshalb nicht nur das Bedienen eines Tools, sondern die reflektierte Entscheidung: Wann ist KI ein hilfreiches Werkzeug? Wann ersetzt sie eigene Erfahrung? Wann verstärkt sie Vorurteile? Wann ist ein Ergebnis künstlerisch interessant? Wann ist es ethisch problematisch?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bezeichnet der Begriff KI-Kunst am treffendsten? (Kunst, bei der künstliche Intelligenz wesentlich am Prozess oder Ergebnis beteiligt ist) (!Kunst, die ausschließlich von Robotern in Museen gemalt wird) (!Jede digitale Fotografie ohne menschliche Bearbeitung) (!Alle Kunstwerke, die seit 2000 entstanden sind)
Was ist ein Prompt bei der Arbeit mit einem KI-Bildgenerator? (Eine Eingabe, die dem KI-System eine Aufgabe oder Bildbeschreibung gibt) (!Ein fertiges Bild ohne Bearbeitung) (!Ein gesetzlicher Schutz für Kunstwerke) (!Ein Speicherort für Museumsdaten)
Welche Aussage zu Trainingsdaten ist richtig? (Trainingsdaten prägen, welche Muster ein KI-Modell lernen kann) (!Trainingsdaten sind immer vollständig neutral) (!Trainingsdaten werden nach der Bildausgabe automatisch gelöscht) (!Trainingsdaten bestehen nur aus Farbcodes ohne Bedeutung)
Warum können KI-Bilder Stereotype enthalten? (Weil Modelle Muster und Verzerrungen aus ihren Trainingsdaten übernehmen können) (!Weil jedes KI-System politische Absichten besitzt) (!Weil digitale Bilder grundsätzlich falsch sind) (!Weil Stereotype nur durch Druckfehler entstehen)
Was beschreibt Inpainting? (Das gezielte Neugenerieren oder Ergänzen eines markierten Bildbereichs) (!Das Drucken eines KI-Bildes auf Leinwand) (!Das vollständige Löschen aller Metadaten) (!Das Übersetzen eines Bildes in eine Audiodatei)
Was ist bei KI-Kunst urheberrechtlich besonders wichtig? (Die Frage nach menschlicher Schöpfung, Trainingsdaten, Nutzungsrechten und Einzelfallprüfung) (!Dass alle KI-Bilder automatisch verboten sind) (!Dass KI-Bilder nie veröffentlicht werden dürfen) (!Dass Copyright bei digitalen Bildern grundsätzlich nicht existiert)
Welche Rolle spielt der Mensch in einem reflektierten KI-Kunstprozess? (Er entwickelt Ideen, formuliert Prompts, wählt aus, bearbeitet und reflektiert die Ergebnisse) (!Er darf das Ergebnis nicht beeinflussen) (!Er muss jedes Pixel von Hand berechnen) (!Er ersetzt immer das gesamte KI-Modell)
Was bedeutet Outpainting? (Die Erweiterung eines Bildes über seine bisherigen Ränder hinaus) (!Das Ausstellen eines Bildes im Freien) (!Das Löschen des Hintergrundes eines Bildes) (!Das Umwandeln eines Bildes in ein Passwort)
Warum ist Transparenz bei KI-Kunst wichtig? (Damit erkennbar bleibt, welche Rolle KI im Entstehungsprozess gespielt hat) (!Damit niemand mehr eigene Kunst machen muss) (!Damit alle Bilder gleich aussehen) (!Damit die Bilddatei automatisch kleiner wird)
Welche Fähigkeit gehört besonders zur Medienkompetenz im Umgang mit KI-Kunst? (KI-Bilder kritisch analysieren, Quellen prüfen und Wirkungen reflektieren) (!Jedes KI-Bild sofort für wahr halten) (!Nur den teuersten Bildgenerator verwenden) (!Alle Prompts geheim halten und nie über Ergebnisse sprechen)
Memory
| Prompt | Texteingabe zur Steuerung eines KI-Systems |
| Trainingsdaten | Beispiele, aus denen ein Modell Muster lernt |
| Inpainting | Ersetzen oder Ergänzen eines markierten Bildbereichs |
| Bias | Verzerrung durch unausgewogene Daten oder Annahmen |
| Diffusionsmodell | Bildgenerierung aus schrittweise reduziertem Rauschen |
| Deepfake | Täuschend echte künstliche oder manipulierte Mediendarstellung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Prompt | Beschreibung für die Bildgenerierung |
| Modell | Trainiertes Rechensystem zur Musterverarbeitung |
| Trainingsdaten | Beispielmaterial für das maschinelle Lernen |
| Inpainting | Neuberechnung eines Bildausschnitts |
| Outpainting | Erweiterung eines Bildes über den Rand hinaus |
Kreuzworträtsel
| Prompt | Wie heißt die Texteingabe, mit der ein KI-System gesteuert wird? |
| Bias | Wie nennt man eine Verzerrung in Daten oder Modellergebnissen? |
| Diffusion | Welches Verfahren baut Bilder schrittweise aus Rauschen auf? |
| Datensatz | Wie nennt man eine geordnete Sammlung von Trainingsbeispielen? |
| Urheberrecht | Welches Rechtsgebiet schützt persönliche geistige Schöpfungen? |
| Algorithmus | Wie heißt eine formale Handlungsanweisung zur Lösung eines Problems? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Prompt-Tagebuch: Erstelle zu einem einfachen Motiv fünf verschiedene Prompts und dokumentiere, wie sich die Ergebnisse verändern.
- Bildbeschreibung: Beschreibe ein KI-Bild genau und markiere Stellen, die realistisch, künstlich, unlogisch oder stereotyp wirken.
- Werkzeugvergleich: Vergleiche ein selbst gezeichnetes Bild mit einem KI-generierten Bild zum gleichen Thema und benenne mindestens drei Unterschiede.
- Transparenzhinweis: Formuliere für ein KI-Bild einen kurzen Hinweis, der erklärt, welches Tool genutzt wurde und welche Rolle Dein eigener Beitrag hatte.
Standard
- Prompt-Experiment: Entwickle einen Prompt in mindestens vier Versionen weiter und begründe, welche Version gestalterisch am stärksten ist.
- Stereotypenanalyse: Untersuche mehrere KI-Bilder zu einem Beruf, einer Kultur oder einer Alltagsszene und prüfe, ob einseitige Darstellungen auftreten.
- Kunstvergleich: Vergleiche ein KI-Bild mit einem Werk aus der Kunstgeschichte und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Komposition, Stil und Aussage.
- Lizenzprüfung: Recherchiere die Nutzungsbedingungen eines KI-Bildwerkzeugs und erstelle eine verständliche Checkliste für die Veröffentlichung im Schulkontext.
Schwer
- KI-Kunstprojekt: Entwickle eine eigene kleine Werkserie, in der KI nur ein Teil des künstlerischen Prozesses ist, und dokumentiere Konzept, Prompts, Auswahl und Nachbearbeitung.
- Ethikdebatte: Organisiere eine Diskussion zur Frage, ob KI-Systeme mit Werken lebender Künstlerinnen und Künstler trainiert werden dürfen.
- Ausstellungskonzept: Plane eine Ausstellung mit KI-Kunst und menschlich geschaffener Kunst, in der Besucherinnen und Besucher die Entstehungsprozesse vergleichen können.
- Transferanalyse: Entwickle Kriterien, mit denen sich KI-Kunst in Schule, Museum oder Wettbewerb fair bewerten lässt, und teste sie an drei Beispielen.


Lernkontrolle
- Analyse eines KI-Bildes: Erkläre an einem konkreten Beispiel, wie Prompt, Trainingsdaten, Modell und menschliche Auswahl gemeinsam zum Ergebnis beitragen.
- Rechtsabwägung: Beurteile einen Fall, in dem ein KI-Bild im Stil einer lebenden Künstlerin veröffentlicht werden soll, und berücksichtige dabei Urheberrecht, Ethik und Transparenz.
- Vergleich von Kreativität: Vergleiche menschliches Zeichnen, Fotografie und KI-Bildgenerierung als kreative Verfahren und arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.
- Bias-Erkennung: Analysiere eine Serie KI-generierter Bilder auf Stereotype und entwickle Vorschläge, wie Prompts oder Auswahlverfahren verbessert werden können.
- Ausstellungskritik: Schreibe eine kurze Kritik zu einer fiktiven KI-Kunstausstellung und bewerte nicht nur die Bilder, sondern auch Konzept, Kennzeichnung und gesellschaftliche Wirkung.
- Transfer in den Alltag: Entwickle Regeln für eine verantwortungsvolle Nutzung von KI-Bildern in Social Media, Schule oder Werbung.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu KI-Kunst solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Bilder erzeugen kannst, sondern den gesamten Prozess verstehst, dokumentierst und reflektierst.
- Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Prompt, Trainingsdaten, generatives Modell, Bias, Inpainting, Outpainting, Urheberrecht und Deepfake korrekt.
- Prozessdokumentation: Du legst Prompt-Versionen, Zwischenergebnisse, Auswahlentscheidungen und eigene Bearbeitungsschritte nachvollziehbar dar.
- Bildanalyse: Du analysierst Komposition, Wirkung, Stil, Fehler, Stereotype und technische Besonderheiten eines KI-Bildes.
- Rechtsbewusstsein: Du beachtest Nutzungsbedingungen, Urheberrecht, Persönlichkeitsrechte, Quellenangaben und Lizenzfragen.
- Ethik: Du reflektierst Transparenz, mögliche Täuschung, Diskriminierung, kulturelle Sensibilität und Verantwortung bei Veröffentlichung.
- Eigenständigkeit: Du zeigst, was Dein eigener künstlerischer, gestalterischer oder analytischer Beitrag ist.
- Transfer: Du kannst das Gelernte auf Schule, Medien, Kunstmarkt, Werbung, Social Media oder politische Bildkommunikation übertragen.
OERs zum Thema
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