Künstliche Intelligenz einfach kennenlernen - Medienbildung - Bildungsfilm 2


Künstliche Intelligenz einfach kennenlernen - Medienbildung - Bildungsfilm 2
Künstliche Intelligenz einfach kennenlernen - Medienbildung - Bildungsfilm

Einleitung
Künstliche Intelligenz, kurz KI, begegnet Dir jeden Tag: beim Entsperren eines Handys, beim Übersetzen, in Suchmaschinen, Spielen oder Videos.
Dieser aiMOOC ist wie ein kleiner Bildungsfilm aufgebaut. Sieh Dir die kurzen Filmstationen an, halte zwischendurch an und löse die Aufgaben.
Du lernst:
- KI erkennen: Wo steckt KI im Alltag?
- KI verstehen: Wie lernt ein Computer aus Daten?
- KI prüfen: Warum können KI-Antworten falsch sein?
- Sicher handeln: Welche Daten solltest Du schützen?
- Fair nutzen: Wie kennzeichnest Du KI-Hilfe?
Filmstation 1: Was ist KI?
KI ist ein Computerprogramm, das bestimmte Aufgaben lösen kann. Es erkennt zum Beispiel Sprache, Bilder oder Muster.
KI denkt nicht wie ein Mensch. Sie verarbeitet Daten nach erlernten Regeln und Wahrscheinlichkeiten.

Film-Stopp: Nenne zwei Geräte oder Apps, in denen Du KI vermutest.
KI oder keine KI?
Nicht jedes digitale Gerät ist automatisch intelligent.
- Ein einfacher Taschenrechner rechnet nach festen Regeln.
- Eine Bilderkennung vergleicht neue Bilder mit gelernten Mustern.
- Ein Chatbot erzeugt Antworten aus Wahrscheinlichkeiten.
- Ein Lichtschalter führt nur einen festen Befehl aus.
Filmstation 2: Wie lernt KI?
Viele KI-Systeme lernen aus Beispielen. Diese Beispiele heißen Daten.
Beim maschinellen Lernen sucht ein Programm nach Mustern. Es kann dadurch neue Bilder, Wörter oder Töne zuordnen.

Einfaches Beispiel:
Eine KI sieht viele Bilder von Katzen und Hunden. Menschen geben an, was auf jedem Bild zu sehen ist. Danach versucht die KI, neue Bilder richtig zuzuordnen.
Wichtig: Schlechte oder einseitige Daten können zu schlechten Ergebnissen führen.
Ein künstliches neuronales Netz
Ein künstliches neuronales Netz verbindet viele Rechenschritte miteinander. Es ist nur grob von Nervenzellen im Gehirn angeregt.

Du musst die Linien nicht berechnen. Merke Dir nur:
Eingabe → Verarbeitung → Ausgabe
Filmstation 3: KI im Alltag
KI kann viele Formen haben.
- Sprachassistent: erkennt gesprochene Wörter.
- Empfehlungssystem: schlägt Musik oder Videos vor.
- Navigation: berechnet passende Wege.
- Bilderkennung: erkennt Gegenstände oder Gesichter.
- Generative KI: erzeugt Texte, Bilder, Musik oder Videos.

Film-Stopp: Welche KI-Anwendung findest Du hilfreich? Begründe Deine Meinung.
Filmstation 4: Algorithmen bestimmen mit
Ein Algorithmus ist eine genaue Folge von Anweisungen.
In sozialen Netzwerken entscheiden Algorithmen mit, welche Beiträge Du siehst. Häufig werden Inhalte gezeigt, die zu Deinem bisherigen Verhalten passen.
Denke nach:
- Warum siehst Du manche Videos immer wieder?
- Welche Inhalte werden Dir vielleicht nicht gezeigt?
- Wie kannst Du Deinen Blick erweitern?
Ein Tipp: Suche bewusst nach verschiedenen Quellen und Meinungen.
Filmstation 5: KI kann Fehler machen
KI-Antworten können überzeugend klingen und trotzdem falsch sein. Erfunden wirkende oder sachlich falsche Aussagen werden bei generativer KI oft Halluzinationen genannt.
Prüfe deshalb:
- Wer ist die Quelle?
- Gibt es eine zweite verlässliche Quelle?
- Ist die Information aktuell?
- Passt die Antwort wirklich zur Frage?
- Kannst Du eine Person mit Fachwissen fragen?
Mensch oder KI?
KI-Bilder, KI-Stimmen und KI-Videos können echt wirken. Manchmal sind kleine Fehler sichtbar, manchmal nicht.
Achte auf:
- unlogische Hände, Schriften oder Schatten
- unklare Quelle
- ungewöhnliche Bewegungen oder Stimmen
- fehlenden Zusammenhang
- starke Gefühle ohne Belege
Ein einzelnes Zeichen beweist noch nichts. Prüfe immer mehrere Hinweise.
Filmstation 6: Daten schützen
Persönliche Daten gehören nicht unüberlegt in einen KI-Dienst.
Gib nicht einfach ein:
- Deinen vollständigen Namen
- Deine Adresse
- Passwörter
- private Fotos
- Gesundheitsdaten
- Geheimnisse anderer Menschen
Frage eine erwachsene Vertrauensperson, wenn Du unsicher bist.

Filmstation 7: Fair und verantwortlich handeln
KI kann unterstützen, aber sie trägt keine Verantwortung. Menschen entscheiden, wie sie eingesetzt wird.
Frage Dich:
- Ist das Ergebnis fair?
- Könnte jemand verletzt oder getäuscht werden?
- Wurden private Daten geschützt?
- Muss die KI-Nutzung genannt werden?
- Habe ich das Ergebnis selbst geprüft?

Fünf Regeln für den KI-Check
- Ziel klären: Was soll die KI tun?
- Daten schützen: Keine privaten Informationen eingeben.
- Ergebnis prüfen: Fakten mit guten Quellen vergleichen.
- Fair bleiben: Niemanden täuschen oder verletzen.
- Hilfe nennen: KI-Unterstützung offen angeben.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet die Abkürzung KI? (Künstliche Intelligenz) (!Kreative Information) (!Kleine Informatik) (!Künstliche Internetseite)
Woraus lernen viele KI-Systeme? (Aus Daten und Beispielen) (!Aus Strom allein) (!Aus Zufall ohne Informationen) (!Aus einem einzigen Buch)
Was beschreibt einen Algorithmus am besten? (Eine Folge genauer Anweisungen) (!Ein digitales Foto) (!Ein Computergehäuse) (!Ein geheimes Passwort)
Warum sollte eine KI-Antwort geprüft werden? (Sie kann falsch oder erfunden sein) (!Sie ist immer zu kurz) (!Sie enthält niemals Wörter) (!Sie funktioniert nur nachts)
Welche Information solltest Du nicht in einen KI-Dienst eingeben? (Dein Passwort) (!Eine erfundene Tiergeschichte) (!Eine Rechenaufgabe) (!Eine allgemeine Wissensfrage)
Was macht ein Empfehlungssystem? (Es schlägt passende Inhalte vor) (!Es repariert einen Bildschirm) (!Es lädt einen Akku) (!Es druckt jedes Bild aus)
Was kann generative KI erzeugen? (Texte Bilder oder Musik) (!Nur elektrische Energie) (!Nur Papier) (!Nur Tastaturen)
Was ist eine gute Reaktion auf ein überraschendes KI-Ergebnis? (Mit verlässlichen Quellen vergleichen) (!Sofort ungeprüft weiterleiten) (!Alle Quellen löschen) (!Das Ergebnis immer glauben)
Wer trägt Verantwortung für den Einsatz von KI? (Die Menschen) (!Nur der Bildschirm) (!Nur das Stromkabel) (!Niemand)
Wie gehst Du fair mit KI-Hilfe bei einer Aufgabe um? (Du prüfst und kennzeichnest die Hilfe) (!Du gibst alles ungeprüft als eigene Arbeit aus) (!Du verschweigst jede Quelle) (!Du kopierst private Daten anderer)
Memory
| Künstliche Intelligenz | Computer löst bestimmte Aufgaben |
| Daten | Beispiele für das Lernen |
| Algorithmus | Folge von Anweisungen |
| Chatbot | Programm für Gespräche |
| Datenschutz | Schutz persönlicher Informationen |
| Quellencheck | Vergleich verlässlicher Informationen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Daten | Beispiele für ein KI-System |
| Training | Lernen aus Beispielen |
| Eingabe | Frage oder Information für die KI |
| Ausgabe | Ergebnis des KI-Systems |
| Prüfung | Vergleich mit verlässlichen Quellen |
Kreuzworträtsel
| Daten | Woraus lernen viele KI-Systeme? |
| Muster | Was erkennt KI häufig in Beispielen? |
| Prüfung | Was braucht eine KI-Antwort vor der Nutzung? |
| Chatbot | Welches Programm kann schriftlich mit Menschen sprechen? |
| Quellen | Was solltest Du für einen Faktencheck vergleichen? |
| Fairness | Welcher Grundsatz schützt vor ungerechter Behandlung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- KI-Tagebuch: Notiere einen Tag lang, wo Dir KI begegnet.
- Bildergeschichte: Zeichne in vier Bildern, wie eine KI aus Beispielen lernt.
- Begriffe erklären: Erkläre Daten, Algorithmus und Chatbot mit eigenen Worten.
- Sicherheitsplakat: Gestalte ein Plakat mit drei Regeln zum Datenschutz.
Standard
- Quellencheck: Lass eine KI eine Sachfrage beantworten und prüfe drei Aussagen mit verlässlichen Quellen.
- Empfehlungsalgorithmus: Beobachte eine Videoplattform und beschreibe, welche Inhalte Dir empfohlen werden.
- Interview: Befrage eine erwachsene Person zu Chancen und Sorgen beim Einsatz von KI.
- Erklärvideo: Produziere ein einminütiges Video mit dem Titel „KI kann helfen, aber …“.
Schwer
- KI-Experiment: Stelle derselben KI eine ungenaue und eine genaue Frage. Vergleiche die Ergebnisse.
- Perspektivwechsel: Schreibe eine Diskussion zwischen einer Schülerin, einem Entwickler und einer Datenschutzbeauftragten.
- Regelwerk: Entwickle fünf Regeln für den fairen Einsatz von KI an Deiner Schule.
- Medienanalyse: Untersuche ein mögliches KI-Bild oder KI-Video und dokumentiere Hinweise, Quelle und Unsicherheiten.


Lernkontrolle
- Alltagstransfer: Eine App schlägt Dir immer ähnliche Videos vor. Erkläre, wie ein Empfehlungssystem daran beteiligt sein könnte und wie Du einseitige Vorschläge vermeidest.
- Fehleranalyse: Eine KI nennt eine erfundene Internetquelle. Beschreibe Schritt für Schritt, wie Du den Fehler erkennst und korrigierst.
- Datenschutzentscheidung: Ein Chatbot verlangt Deinen Namen, Deine Schule und ein Foto. Entscheide, welche Angaben problematisch sind, und begründe Deine Entscheidung.
- Fairnessprüfung: Eine Bilderkennung funktioniert bei manchen Personengruppen schlechter. Erkläre einen möglichen Zusammenhang mit den Trainingsdaten.
- Verantwortung: Eine Person veröffentlicht ungeprüft einen falschen KI-Text. Beurteile, wer Verantwortung trägt und wie der Schaden vermieden werden könnte.
- Kennzeichnung: Du nutzt KI für Ideen zu einem Referat. Formuliere eine faire Kennzeichnung und erkläre, welche Teile trotzdem Deine eigene Leistung sein müssen.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- KI-Anwendungen im Alltag erkennst.
- den Lernweg von Daten zur Ausgabe einfach erklärst.
- KI-Ergebnisse kritisch prüfst.
- persönliche Daten schützt.
- Chancen und Risiken abwägst.
- KI-Hilfe offen kennzeichnest.
- eigene Entscheidungen begründest.
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