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John Dewey - Erfahrung Bildung Demokratie

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John Dewey - Erfahrung Bildung Demokratie



Einleitung

John Dewey: Denken zwischen Erfahrung, Bildung und Demokratie führt Dich in das Werk eines der einflussreichsten Philosophen und Pädagogen der Moderne ein. John Dewey verband Pragmatismus, Erfahrungslernen, Bildungsphilosophie und Demokratietheorie zu einem Denken, das bis heute für Schule, Projektunterricht, Demokratiebildung, politische Bildung und lebenslanges Lernen wichtig ist. Für Dewey ist Denken kein rein theoretischer Vorgang, der getrennt vom Leben stattfindet. Denken entsteht, wenn Menschen in einer unsicheren Situation handeln, auf Schwierigkeiten stoßen, Fragen entwickeln, Möglichkeiten prüfen und ihre Erfahrungen reflektieren.

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Das Video zum Thema John Dewey: Denken zwischen Erfahrung, Bildung und Demokratie / Philosophie unterstützt Dich dabei, Deweys Grundidee zu verstehen: Demokratie ist nicht nur eine Staatsform, sondern eine Lebensform, die in Kommunikation, gemeinsamer Problemlösung, Bildung und geteilter Erfahrung eingeübt werden muss.


Lernziele

In diesem aiMOOC lernst Du, Deweys Denken historisch, philosophisch und pädagogisch einzuordnen. Du verstehst, warum Erfahrung bei Dewey nicht bloß ein persönliches Erlebnis ist, sondern ein reflektierter Zusammenhang von Handeln, Folgen und Lernen. Du kannst erklären, weshalb Bildung für Dewey mit Demokratie verbunden ist und warum demokratische Gesellschaften auf Schulen angewiesen sind, in denen Menschen gemeinsam fragen, prüfen, handeln und urteilen lernen.

  1. John Dewey: Du kannst zentrale Stationen seines Lebens und wichtige Werke einordnen.
  2. Pragmatismus: Du verstehst, warum Dewey Ideen nach ihren Folgen in der Praxis beurteilt.
  3. Erfahrung: Du erklärst Deweys Verständnis von Lernen als Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt.
  4. Inquiry: Du beschreibst Denken als forschenden Prozess der Problemlösung.
  5. Bildung: Du untersuchst Schule als Ort demokratischer Erfahrung.
  6. Demokratie: Du beurteilst Deweys These, dass Demokratie eine gemeinsame Lebensform ist.
  7. Transfer: Du wendest Deweys Ideen auf heutige Fragen von Schule, Medien, KI und Gesellschaft an.


John Dewey im Überblick

John Dewey wurde 1859 in Burlington, Vermont, geboren und starb 1952 in New York City. Er war ein US-amerikanischer Philosoph, Pädagoge, Psychologe und öffentlicher Intellektueller. Sein Denken gehört zum Pragmatismus, einer philosophischen Richtung, die nicht bei abstrakten Wahrheiten stehen bleibt, sondern fragt, wie Begriffe, Theorien und Werte im menschlichen Handeln funktionieren. Neben Charles Sanders Peirce und William James zählt Dewey zu den wichtigsten Vertretern dieser Denkrichtung.

Dewey entwickelte seine Philosophie in einer Zeit großer gesellschaftlicher Veränderungen: Industrialisierung, Urbanisierung, wissenschaftlicher Fortschritt, soziale Ungleichheit, Massenbildung und neue Formen politischer Beteiligung veränderten das Leben in den USA und darüber hinaus. Dewey sah darin keine rein technischen Herausforderungen. Für ihn stellte sich die Frage, wie Menschen in komplexen Gesellschaften urteilsfähig, kooperationsfähig und demokratisch handlungsfähig werden können.


Wichtige Werke

Deweys Werk ist umfangreich. Besonders wichtig für diesen aiMOOC sind mehrere Schriften, in denen er Denken, Erziehung, Demokratie, Öffentlichkeit und Erfahrung miteinander verbindet.

  1. My Pedagogic Creed: In dieser frühen pädagogischen Schrift von 1897 formuliert Dewey zentrale Grundsätze seiner Erziehungstheorie.
  2. The School and Society: In diesem Werk von 1899 beschreibt Dewey Schule als soziale Einrichtung, die mit gesellschaftlichem Leben verbunden sein soll.
  3. How We Think: In diesem Werk von 1910 analysiert Dewey reflektierendes Denken als methodischen Umgang mit Problemen.
  4. Democracy and Education: In diesem Hauptwerk von 1916 entfaltet Dewey den Zusammenhang von Bildung, Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe.
  5. Experience and Nature: In diesem Werk von 1925 entwickelt Dewey eine umfassende Philosophie der Erfahrung.
  6. The Public and Its Problems: In diesem Werk von 1927 untersucht Dewey Öffentlichkeit, politische Beteiligung und die Bedingungen demokratischer Problemlösung.
  7. Art as Experience: In diesem Werk von 1934 deutet Dewey Kunst als besonders verdichtete Form von Erfahrung.
  8. Experience and Education: In diesem Werk von 1938 grenzt Dewey reflektierte progressive Bildung von bloß ungeordnetem Aktivismus ab.
  9. Logic: The Theory of Inquiry: In diesem Werk von 1938 beschreibt Dewey Logik als Theorie des forschenden Untersuchens.
  10. Freedom and Culture: In diesem Werk von 1939 verbindet Dewey Freiheit, Kultur, Erziehung und demokratische Lebensformen.

Datei:My Pedagogic Creed.djvu


Grundidee des Pragmatismus

Der Pragmatismus fragt danach, welche praktischen Folgen Begriffe, Überzeugungen und Theorien haben. Eine Idee ist für Dewey nicht deshalb wertvoll, weil sie losgelöst vom Leben schön klingt. Sie bewährt sich, wenn sie hilft, Erfahrungen zu ordnen, Probleme zu bearbeiten und gemeinsames Handeln vernünftiger zu machen. Dewey spricht deshalb oft von Instrumentalismus: Gedanken, Begriffe und Theorien sind Werkzeuge, mit denen Menschen ihre Welt verstehen und verändern.

Das bedeutet nicht, dass für Dewey alles beliebig ist. Im Gegenteil: Gerade weil Handeln Folgen hat, müssen Menschen sorgfältig prüfen, welche Annahmen tragfähig sind. Wissenschaft, Pädagogik und Demokratie benötigen deshalb Verfahren, in denen Vermutungen überprüft, Gründe ausgetauscht und Fehler korrigiert werden können.


Denken als Werkzeug der Problemlösung

Für Dewey beginnt Denken häufig nicht mit Gewissheit, sondern mit einer störenden oder unklaren Situation. Etwas passt nicht, eine Handlung funktioniert nicht, ein Konflikt entsteht, ein Ziel ist unklar oder eine Erfahrung widerspricht bisherigen Erwartungen. Aus dieser Unsicherheit kann reflektierendes Denken entstehen.

  1. Problemsituation: Eine gewohnte Handlung wird unterbrochen, weil etwas unklar oder schwierig ist.
  2. Fragestellung: Aus der Unklarheit wird ein genaueres Problem formuliert.
  3. Hypothese: Mögliche Erklärungen oder Lösungswege werden entworfen.
  4. Folgenabschätzung: Die möglichen Konsequenzen der Hypothesen werden bedacht.
  5. Erprobung: Die Lösungsidee wird praktisch, gedanklich oder experimentell geprüft.
  6. Reflexion: Die Ergebnisse werden ausgewertet und verändern zukünftiges Handeln.

Dewey nennt diesen Prozess Inquiry. Damit meint er eine forschende Untersuchung, die aus Erfahrung hervorgeht und wieder in Erfahrung zurückführt. Denken ist für ihn also nicht bloß inneres Grübeln, sondern eine intelligente Form des Umgangs mit Welt, Mitmenschen und Problemen.


Erfahrung bei Dewey

Erfahrung ist bei Dewey ein Schlüsselbegriff. Sie bedeutet mehr als ein einzelnes Erlebnis. Eine Erfahrung entsteht, wenn Menschen mit ihrer Umwelt in Wechselwirkung treten, handeln, Wirkungen erleben und diese Wirkungen deuten. Erfahrung hat deshalb immer eine aktive und eine passive Seite: Du tust etwas, und Du erleidest oder empfängst die Folgen Deines Tuns. Lernen entsteht, wenn dieser Zusammenhang verstanden wird.


Kontinuität und Interaktion

In Experience and Education betont Dewey zwei Kriterien, die für pädagogisch wertvolle Erfahrungen wichtig sind: Kontinuität und Interaktion. Kontinuität bedeutet, dass jede Erfahrung in spätere Erfahrungen hineinwirkt. Eine Erfahrung kann Neugier, Selbstvertrauen und Urteilskraft fördern, sie kann aber auch Gleichgültigkeit, Angst oder Abhängigkeit verstärken. Interaktion bedeutet, dass Lernen immer im Verhältnis zwischen Person und Umwelt entsteht. Lernende bringen Interessen, Vorerfahrungen und Fragen mit; zugleich wirkt die Umgebung durch Aufgaben, Materialien, Sprache, soziale Beziehungen und Erwartungen auf sie ein.

Daraus folgt: Nicht jede Aktivität ist automatisch gutes Lernen. Dewey wird oft verkürzt mit Learning by Doing gleichgesetzt. Treffender ist: Menschen lernen durch sinnvolles Handeln, wenn dieses Handeln reflektiert, sozial eingebettet und auf wachsende Urteilskraft bezogen ist.


Erfahrung, Gewohnheit und Wachstum

Ein weiterer wichtiger Begriff ist Habit. Damit meint Dewey Gewohnheiten nicht bloß als starre Routinen, sondern als erlernte Handlungsdispositionen. Menschen bilden Gewohnheiten aus, um in ihrer Umwelt handlungsfähig zu sein. Bildung soll solche Gewohnheiten nicht einfach einprägen, sondern sie intelligent, flexibel und sozial verantwortlich machen.

Deweys Zielbegriff ist Wachstum. Wachstum bedeutet nicht bloß mehr Wissen, bessere Noten oder äußeren Erfolg. Wachstum bedeutet, dass Menschen fähiger werden, neue Erfahrungen aufzunehmen, Probleme zu verstehen, mit anderen zu kooperieren und ihre Lebenswelt demokratisch mitzugestalten.


Bildung als demokratische Praxis

Deweys Bildungsphilosophie richtet sich gegen eine Schule, die Lernende nur passiv Stoff aufnehmen lässt. Schule soll nicht bloß auf ein späteres Leben vorbereiten, sondern selbst ein gegenwärtiger Lebensraum sein. In diesem Lebensraum können Lernende erfahren, wie gemeinsames Fragen, Arbeiten, Entscheiden und Verantworten funktioniert. Bildung ist deshalb für Dewey immer sozial.


Die Laboratory School in Chicago

1896 gründete Dewey an der University of Chicago eine experimentelle Schule, die später als Laboratory School bekannt wurde. Dort sollten pädagogische Ideen nicht nur behauptet, sondern praktisch erprobt werden. Unterricht sollte von Tätigkeiten, Problemen, Projekten und sozialer Kooperation ausgehen. Die Schule wurde für Dewey zu einem Ort, an dem sich zeigen konnte, wie Kinder durch handlungsbezogene und reflektierte Erfahrung lernen.

Deweys Schulidee bedeutet nicht, dass Lehrkräfte unwichtig wären. Im Gegenteil: Lehrkräfte haben eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie müssen Lernumgebungen gestalten, Erfahrungen strukturieren, Fragen anregen, Materialien auswählen, Gespräche moderieren und Lernende dabei unterstützen, aus Tätigkeiten begründete Einsichten zu gewinnen.


Kritik an traditionellem Unterricht

Dewey kritisierte Formen von Unterricht, in denen Wissen als fertiger Stoff gilt, der von Lehrenden an Lernende weitergegeben wird. Aus seiner Sicht führt rein mechanisches Auswendiglernen oft dazu, dass Wissen vom Leben getrennt bleibt. Lernende können dann Antworten reproduzieren, ohne verstanden zu haben, wofür dieses Wissen gebraucht wird.

Für Dewey ist gutes Lernen problembezogen. Lernende sollen nicht bloß wissen, dass etwas gilt, sondern verstehen, wie man zu Einsichten kommt, welche Folgen Handlungen haben und wie man Gründe prüft. Das macht Deweys Denken bis heute wichtig für Projektunterricht, forschendes Lernen, Service Learning, Demokratiepädagogik, BNE und Medienbildung.


Demokratie als Lebensform

Dewey versteht Demokratie nicht nur als Wahlverfahren oder Regierungsform. Demokratie ist für ihn eine Form gemeinsamen Lebens, in der Menschen Erfahrungen teilen, miteinander kommunizieren, Konflikte bearbeiten und an gemeinsamen Problemen arbeiten. Eine demokratische Gesellschaft braucht deshalb Bürgerinnen und Bürger, die zuhören, argumentieren, prüfen, kooperieren und Verantwortung übernehmen können.


Öffentlichkeit und Kommunikation

In The Public and Its Problems untersucht Dewey, wie demokratische Öffentlichkeiten entstehen. Eine Öffentlichkeit bildet sich, wenn Menschen die Folgen gemeinsamer Handlungen erkennen und sich organisieren, um diese Folgen zu bearbeiten. Demokratie braucht daher nicht nur Institutionen, sondern auch Kommunikation, Bildung, freie Presse, öffentliche Diskussion und Möglichkeiten zur Beteiligung.

Deweys Demokratietheorie ist deshalb eng mit seiner Bildungsphilosophie verbunden. Wer nie gelernt hat, Fragen zu stellen, Perspektiven zu wechseln, Belege zu prüfen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, kann demokratische Beteiligung nur schwer ausüben. Schule ist für Dewey deshalb ein zentraler Ort demokratischer Kultur.


Demokratie, Pluralität und Konflikt

Dewey idealisiert Demokratie nicht als konfliktfreie Harmonie. Demokratische Gesellschaften bestehen aus unterschiedlichen Interessen, Lebenslagen, Überzeugungen und Erfahrungen. Entscheidend ist, ob Konflikte autoritär entschieden oder öffentlich, lernfähig und kooperativ bearbeitet werden. Demokratie verlangt daher eine Kultur, in der Menschen Unterschiede nicht verdrängen, sondern als Anlass für gemeinsames Lernen verstehen.


Deweys Bildungsdenken heute

Deweys Denken ist für die Gegenwart besonders relevant, weil heutige Gesellschaften von Unsicherheit, technologischem Wandel, globalen Krisen und kontroversen Öffentlichkeiten geprägt sind. Klimawandel, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, soziale Ungleichheit und politische Polarisierung stellen Fragen, die nicht durch bloßes Auswendiglernen gelöst werden können. Sie verlangen Urteilskraft, Kooperation, Medienkompetenz, Wissenschaftsverständnis und demokratische Handlungsfähigkeit.


Dewey und digitale Bildung

Auf Digitale Bildung übertragen bedeutet Dewey: Technologie ist kein Selbstzweck. Digitale Werkzeuge werden pädagogisch sinnvoll, wenn sie Lernende dabei unterstützen, echte Fragen zu untersuchen, Informationen kritisch zu prüfen, mit anderen zusammenzuarbeiten und Ergebnisse verantwortungsvoll zu veröffentlichen. Eine Dewey-orientierte Medienbildung fragt also nicht nur: Welches Tool nutzen wir? Sie fragt: Welche Erfahrung ermöglicht dieses Tool? Welche Probleme können Lernende damit besser untersuchen? Welche demokratische Beteiligung wird dadurch möglich?


Dewey und Künstliche Intelligenz

Auch Künstliche Intelligenz lässt sich mit Dewey kritisch betrachten. KI-Systeme können Recherche, Formulierung, Simulation und Feedback unterstützen. Aus Deweys Perspektive wäre aber entscheidend, ob Lernende dadurch selbstständiger fragen, prüfen und urteilen lernen. Wenn KI nur fertige Antworten liefert, ohne dass Lernende den Denkweg verstehen, schwächt sie Bildung. Wenn KI dagegen als Werkzeug in einer reflektierten Inquiry genutzt wird, kann sie Lernprozesse erweitern.


Grenzen und Kritik

Deweys Denken wurde und wird kritisch diskutiert. Manche werfen ihm vor, zu optimistisch auf demokratische Lernprozesse zu vertrauen. Andere kritisieren, dass progressive Pädagogik in der Praxis manchmal unklar strukturiert wurde. Dewey selbst betonte jedoch, dass Freiheit im Lernen nicht Beliebigkeit bedeutet. Gute Bildung braucht strukturierte Erfahrungen, anspruchsvolle Aufgaben, reflektierte Lehrkräfte und soziale Verantwortung. Gerade diese Unterscheidung macht sein Werk bis heute differenziert und anschlussfähig.


Zusammenfassung

John Dewey verbindet Erfahrung, Bildung und Demokratie zu einer Philosophie des reflektierten Handelns. Menschen lernen, indem sie in einer Umwelt handeln, Folgen erfahren, Probleme untersuchen und ihre Gewohnheiten verändern. Schule soll für Dewey kein Ort bloßer Stoffvermittlung sein, sondern ein demokratischer Erfahrungsraum. Demokratie wiederum ist nicht nur ein politisches System, sondern eine gemeinsame Lebensform, die durch Kommunikation, Beteiligung und Bildung getragen wird. Deweys Denken fordert Dich heraus, Lernen nicht als Ansammlung fertiger Antworten zu sehen, sondern als Prozess gemeinsamen Forschens.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher philosophischen Richtung wird John Dewey besonders zugeordnet? (Pragmatismus) (!Idealismus) (!Existenzialismus) (!Scholastik)




Was ist bei Dewey der Ausgangspunkt reflektierenden Denkens? (Eine unklare Problemsituation) (!Eine fertige Definition) (!Eine bloße Wiederholung) (!Eine reine Autorität)




Wie versteht Dewey Demokratie besonders stark? (Als gemeinsame Lebensform) (!Als bloße Herrschaft einer Elite) (!Als rein technische Verwaltung) (!Als private Geschmacksfrage)




Welches Werk veröffentlichte Dewey im Jahr 1916? (Democracy and Education) (!Being and Time) (!The Republic) (!Critique of Pure Reason)




Was meint Inquiry bei Dewey am treffendsten? (Forschendes Problemlösen) (!Mechanisches Abschreiben) (!Reine Gefühlsäußerung) (!Ungeprüfter Gehorsam)




Welche Schule gründete Dewey 1896 in Chicago mit? (Laboratory School) (!Bauhaus Schule) (!Summerhill School) (!Frankfurter Schule)




Was kritisierte Dewey an traditionellem Unterricht besonders? (Passives Auswendiglernen) (!Gemeinsames Denken) (!Praktisches Erproben) (!Demokratische Beteiligung)




Welche zwei Kriterien sind für Deweys Erfahrungsbegriff besonders wichtig? (Kontinuität und Interaktion) (!Zwang und Schweigen) (!Zufall und Beliebigkeit) (!Trennung und Stillstand)




Welche Aufgabe haben Lehrkräfte nach Deweys Bildungsdenken besonders? (Lernumgebungen sinnvoll gestalten) (!Alle Fragen sofort beenden) (!Nur fertige Lösungen diktieren) (!Erfahrungen der Lernenden ignorieren)




Warum ist Dewey für heutige Demokratiebildung wichtig? (Weil Bildung Teilhabe einüben soll) (!Weil Politik aus Schule verbannt werden soll) (!Weil Lernen ohne Kommunikation auskommt) (!Weil Demokratie nur aus Wahlen besteht)





Memory

Erfahrung Lernen durch reflektiertes Handeln
Inquiry Forschendes Problemlösen
Demokratie Geteilte Lebensform
Habit Gewohnheit als Handlungsdisposition
Laboratory School Schule als Experimentierraum
Pragmatismus Wahrheit in bewährter Praxis





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Inquiry forschendes Problemlösen
Kontinuität Erfahrungen wirken in spätere Erfahrungen hinein
Interaktion Lernende handeln mit ihrer Umwelt
Demokratie gemeinsame Beratung und Teilhabe
Bildung Wachstum durch Erfahrung






Kreuzworträtsel

Dewey Wie heißt der Philosoph, der Lernen eng mit Erfahrung und Demokratie verband?
Erfahrung Welcher Begriff bezeichnet bei Dewey den Ausgangspunkt des Lernens?
Demokratie Welche Lebensform entsteht durch Teilhabe und gemeinsame Kommunikation?
Pragmatismus Welche philosophische Richtung fragt nach den Folgen von Ideen in der Praxis?
Chicago In welcher Stadt leitete Dewey ein bekanntes Schulprojekt?
Inquiry Wie nennt man bei Dewey den Prozess forschenden Problemlösens?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

John Dewey gehört zu den wichtigsten Vertretern des

.
Für Dewey beginnt reflektierendes Denken oft mit einer

.
Gute Bildung entsteht nicht durch bloße Wiederholung, sondern durch reflektierte

.
Demokratie ist bei Dewey mehr als eine Regierungsform; sie ist eine Form gemeinsamen

.
In einer Inquiry werden Vermutungen geprüft und ihre

bedacht.
Die Laboratory School war für Dewey ein pädagogischer

.
Nicht jede Aktivität ist automatisch bildend, denn Erfahrungen brauchen pädagogische

.
Lehrkräfte gestalten Lernumgebungen, in denen Lernende aktiv

.
Demokratische Bildung verlangt Kommunikation, Teilhabe und gemeinsame

.
Deweys Denken bleibt aktuell, weil moderne Gesellschaften lernfähige

brauchen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Dewey-Steckbrief: Erstelle einen übersichtlichen Steckbrief zu John Dewey mit Lebensdaten, drei wichtigen Werken und drei Schlüsselbegriffen.
  2. Erfahrungslandkarte: Zeichne eine Landkarte Deiner eigenen Lernerfahrungen und markiere, welche Erfahrungen Dich besonders weitergebracht haben.
  3. Begriffsplakat: Gestalte ein Plakat zu den Begriffen Erfahrung, Inquiry, Demokratie und Bildung.
  4. Demokratiebeobachtung: Beobachte eine Situation in Deiner Schule oder Lerngruppe, in der gemeinsam entschieden wird, und beschreibe sie mit Deweys Demokratiebegriff.


Standard

  1. Unterrichtsanalyse: Analysiere eine Unterrichtsstunde danach, ob sie eher stofforientiert oder erfahrungsorientiert aufgebaut ist.
  2. Interview zur Bildung: Führe ein kurzes Interview mit einer Lehrkraft oder Mitschülerin bzw. einem Mitschüler über gutes Lernen und vergleiche die Antworten mit Dewey.
  3. Projektunterricht planen: Entwickle eine Projektidee, bei der Lernende ein echtes Problem untersuchen und gemeinsam ein Ergebnis erstellen.
  4. Vergleich traditionell progressiv: Vergleiche traditionellen Frontalunterricht mit Deweys Idee einer demokratischen Lernumgebung und formuliere Vor- und Nachteile.


Schwer

  1. Dewey-Debatte: Organisiere eine Diskussion zur These: Schule soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern Demokratie einüben.
  2. Forschungsportfolio: Dokumentiere über zwei Wochen eine eigene Inquiry zu einem Problem aus Schule, Alltag oder Gesellschaft.
  3. Schulraum neu denken: Entwirf einen Lernraum, der Deweys Ideen zu Erfahrung, Kooperation und Reflexion praktisch unterstützt.
  4. Dewey und KI: Entwickle Regeln für den Einsatz von KI im Unterricht, die Deweys Idee des selbstständigen Denkens stärken.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Dewey Unterricht: Du erhältst die Beschreibung einer Unterrichtsstunde, in der Lernende hauptsächlich Arbeitsblätter ausfüllen. Erkläre, was Dewey daran kritisieren würde, und entwickle zwei konkrete Verbesserungen.
  2. Demokratie als Lebensform: Begründe an einem Beispiel aus Schule oder Gesellschaft, warum Demokratie für Dewey mehr ist als Wählen.
  3. Erfahrung bewerten: Vergleiche zwei Lernaktivitäten und beurteile, welche nach Deweys Kriterien eher bildend ist. Nutze die Begriffe Kontinuität und Interaktion.
  4. Inquiry anwenden: Wähle ein aktuelles Problem und formuliere eine Dewey-orientierte Inquiry mit Problem, Hypothesen, Prüfung und Reflexion.
  5. Digitale Bildung prüfen: Analysiere ein digitales Lernwerkzeug aus Deweys Perspektive. Erkläre, ob es Denken, Erfahrung und Kooperation fördert oder eher verhindert.
  6. Kritik beurteilen: Setze Dich mit der Aussage auseinander, Deweys Pädagogik bedeute nur Learning by Doing. Zeige, warum diese Aussage zu kurz greift.
  7. Demokratische Schule entwerfen: Entwirf drei Regeln für eine Schule, in der Lernende demokratisches Handeln im Alltag erfahren können.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du nicht nur Fakten über John Dewey wiedergeben, sondern zeigen, dass Du seine Begriffe auf neue Situationen anwenden kannst. Wichtig ist eine Verbindung von Darstellung, Analyse, Reflexion und Transfer.

  1. Sachwissen: Du kennst Deweys Lebenszeit, zentrale Werke und seine Einordnung in den Pragmatismus.
  2. Begriffskompetenz: Du erklärst Erfahrung, Inquiry, Habit, Wachstum, Bildung und Demokratie in eigenen Worten.
  3. Analysekompetenz: Du untersuchst Lern- und Unterrichtssituationen mit Deweys Kriterien.
  4. Urteilskompetenz: Du bewertest Stärken und Grenzen von Deweys Denken begründet.
  5. Transferkompetenz: Du wendest Deweys Ideen auf heutige Themen wie Digitale Bildung, Künstliche Intelligenz, Demokratiebildung oder Projektunterricht an.
  6. Produkt: Du erstellst ein Portfolio, eine Präsentation, ein Erklärvideo, ein Lernplakat oder eine Projektplanung.
  7. Reflexion: Du beschreibst, wie sich Dein eigenes Verständnis von Lernen und Demokratie durch Dewey verändert hat.




OERs zum Thema

  1. Wikipedia: John Dewey
  2. Stanford Encyclopedia of Philosophy: John Dewey
  3. Stanford Encyclopedia of Philosophy: Deweys politische Philosophie
  4. Wikimedia Commons: Medien zu John Dewey
  5. Wikisource: My Pedagogic Creed
  6. Internet Archive: The Dewey School
  7. Internet Archive: Experience and Education


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  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

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