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Hase und Igel - Märchen verstehen

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Hase und Igel - Märchen verstehen



Einleitung

Der Hase und der Igel ist ein bekannter Tierschwank aus dem Umfeld der Brüder Grimm und eignet sich besonders gut, um Märchen zu verstehen. Der Text steht als KHM 187 in den Kinder- und Hausmärchen und wurde in einer niederdeutschen beziehungsweise plattdeutschen Sprachform überliefert. Im Mittelpunkt steht ein Wettlauf zwischen einem überheblichen Hasen und einem körperlich unterlegenen, aber klugen Igel. Das Märchen zeigt, dass äußere Stärke nicht immer entscheidend ist. Wer andere verspottet, überschätzt sich leicht. Wer genau beobachtet, plant und Hilfe nutzt, kann scheinbare Nachteile ausgleichen.

Beim Märchenverstehen geht es nicht nur darum, die Handlung nachzuerzählen. Du untersuchst auch Figuren, Motive, Erzählstruktur, Sprache, Symbole, Moral und die Wirkung der Geschichte. Gerade Der Hase und der Igel ist spannend, weil die Geschichte märchenhafte, schwankhafte und gesellschaftskritische Elemente verbindet. Sie ist lustig erzählt, aber sie stellt zugleich ernste Fragen: Darf man Hochmut mit List bestrafen? Ist der Igel ein Vorbild oder ein Trickser? Warum wirkt der Hase trotz seiner Schnelligkeit am Ende schwach?

Das folgende Video dient als Einstieg. Achte beim Anschauen darauf, welche Informationen zur Handlung, zu den Motiven und zur Bedeutung des Märchens gegeben werden. Notiere Dir besonders die Stellen, an denen erklärt wird, wie man ein Märchen über die reine Inhaltsangabe hinaus versteht.

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Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, worum es in Der Hase und der Igel geht. Du kannst die Hauptfiguren beschreiben, wichtige Textstellen deuten und die Geschichte als Tierschwank einordnen. Außerdem lernst Du, wie man Motive wie Hochmut, List, Spott, Wiederholung und Gerechtigkeit erkennt und interpretiert. Am Ende sollst Du die Geschichte nicht nur kennen, sondern sie selbstständig auf neue Situationen übertragen können.

  1. Inhaltsangabe: Du kannst die Handlung knapp, sachlich und in eigenen Worten wiedergeben.
  2. Figurenanalyse: Du kannst Hase, Igel und Igelfrau mit Eigenschaften, Verhalten und Bedeutung beschreiben.
  3. Märchenmerkmale: Du kannst typische Merkmale erkennen und erklären, warum der Text auch als Schwank gelesen wird.
  4. Interpretation: Du kannst die Botschaft der Geschichte begründen und kritisch bewerten.
  5. Transfer: Du kannst die Lehre des Märchens auf Alltag, Schule, Sport, Medien oder Streitgespräche übertragen.


Der Inhalt des Märchens

Am Anfang begegnet der Igel dem Hasen auf dem Feld. Der Hase fühlt sich überlegen, weil er schnell laufen kann. Er macht sich über die kurzen und scheinbar krummen Beine des Igels lustig. Der Igel nimmt die Beleidigung nicht einfach hin. Statt sich offen zu streiten, fordert er den Hasen zu einem Wettlauf heraus. Der Hase hält das für lächerlich, denn er ist überzeugt, dass er niemals gegen den Igel verlieren kann.

Der Igel bereitet jedoch einen Plan vor. Er stellt seine Frau, die ihm sehr ähnlich sieht, an das andere Ende der Ackerfurche. Wenn der Hase dort ankommt, ruft sie sinngemäß: Ich bin schon hier. Der Hase glaubt, der Igel sei schneller gewesen. Daraufhin läuft er immer wieder hin und her, bis er völlig erschöpft zusammenbricht. Der Igel selbst muss kaum laufen. Er gewinnt durch List, genaue Planung und die Hilfe seiner Frau.

Datei:Otto Ubbelohde - Der Hase und der Igel.jpg

Die Handlung ist einfach aufgebaut, aber sie wirkt stark, weil sie mit Wiederholung und Überraschung arbeitet. Jedes Mal erwartet der Hase, dass er nun endlich gewinnen wird. Doch immer wieder steht scheinbar schon der Igel am Ziel. Gerade diese Wiederholung macht die Geschichte komisch und zugleich lehrreich. Der Leser merkt früher als der Hase, dass nicht Schnelligkeit, sondern kluges Handeln entscheidet.


Märchen, Schwank oder beides?

Der Hase und der Igel wird häufig im Zusammenhang mit Märchen gelesen, ist aber genauer ein Tierschwank. Ein Schwank ist eine kurze, oft komische Erzählung, in der List, Täuschung, Übertreibung und eine überraschende Wendung eine wichtige Rolle spielen. Beim Tierschwank handeln Tiere wie Menschen. Sie sprechen, streiten, planen und zeigen menschliche Eigenschaften. Der Hase steht für Hochmut, Spott und Selbstüberschätzung. Der Igel steht für Klugheit, soziale Unterlegenheit und Widerstand gegen Demütigung.

Trotzdem passt der Text gut in den Unterricht zum Thema Märchen, weil er mit überlieferten Erzählmustern arbeitet. Es gibt eine klare Ausgangssituation, einen Konflikt, eine Prüfung, Wiederholungen und eine abschließende Lehre. Die Geschichte spielt in einer einfachen, überschaubaren Welt. Die Figuren sind deutlich gezeichnet und verkörpern bestimmte Eigenschaften. Anders als viele Zaubermärchen enthält dieser Text jedoch keine Magie, keine Hexen, keine Könige und keine wunderbaren Gegenstände. Das Wunderbare entsteht hier eher aus der Erzählform: Der Hase erkennt die Wahrheit nicht, obwohl sie für die Zuhörenden zunehmend durchschaubar wird.


Die Figuren


Der Hase

Der Hase ist körperlich stark, schnell und selbstbewusst. Genau diese Stärke wird zu seinem Problem, weil er daraus eine Überlegenheit gegenüber anderen ableitet. Er verspottet den Igel wegen seines Aussehens und seiner Beine. Dadurch zeigt er Hochmut. Im Märchen wird der Hase nicht nur als Tier dargestellt, sondern als Figur mit menschlichen Fehlern. Er steht für Menschen, die andere unterschätzen, weil sie nur auf sichtbare Vorteile achten.

Der Hase lernt im Verlauf der Geschichte nicht rechtzeitig dazu. Obwohl er immer wieder verliert, fragt er nicht genau nach, warum das geschieht. Er lässt sich von seinem Ehrgeiz treiben. Er vertraut nur auf Kraft und Tempo. Seine Niederlage entsteht deshalb nicht allein durch die List des Igels, sondern auch durch seinen eigenen Stolz.


Der Igel

Der Igel ist dem Hasen körperlich unterlegen, aber geistig überlegen. Er reagiert nicht mit Gewalt, sondern mit einem Plan. Seine Stärke liegt in Klugheit, Beobachtung, Strategie und Zusammenarbeit. Er weiß, dass er den Hasen in einem normalen Rennen nicht besiegen kann. Deshalb verändert er die Bedingungen des Wettbewerbs. Diese List macht ihn zur Siegerfigur.

Gleichzeitig ist der Igel keine vollkommen einfache Vorbildfigur. Er täuscht den Hasen. Beim Deuten des Märchens solltest Du deshalb unterscheiden: Die Geschichte zeigt, dass Hochmut bestraft wird. Sie sagt aber nicht unbedingt, dass jede Täuschung im Alltag erlaubt ist. In einer literarischen Erzählung kann eine List dazu dienen, Machtverhältnisse umzukehren und eine überhebliche Figur bloßzustellen.


Die Igelfrau

Die Igelfrau ist für den Ausgang der Geschichte entscheidend. Ohne sie könnte der Plan nicht funktionieren. Sie steht am anderen Ende der Ackerfurche und lässt den Hasen glauben, der Igel sei bereits angekommen. Dadurch zeigt die Geschichte, dass Gemeinschaft und Absprache wichtig sein können. Der Sieg des Igels ist kein Einzelerfolg, sondern ein Erfolg durch Kooperation.

In vielen Unterrichtsgesprächen wird die Igelfrau leicht übersehen. Dabei lohnt sich die Frage, ob sie nur eine Nebenfigur ist oder ob sie eigentlich die zentrale Voraussetzung für den Sieg darstellt. Ihre Rolle hilft Dir, genauer über Perspektive, Handlungsfunktion und Figurenkonstellation nachzudenken.

Datei:Otto Ubbelohde - Der Hase und der Igel 2.jpg


Motive und Themen

Ein Motiv ist ein wiederkehrendes inhaltliches Element, das für die Bedeutung einer Geschichte wichtig ist. In Der Hase und der Igel begegnen Dir mehrere zentrale Motive. Das Motiv des Wettlaufs zeigt einen Wettbewerb, bei dem scheinbar klar ist, wer gewinnen wird. Das Motiv der List dreht diese Erwartung um. Das Motiv des Hochmuts erklärt, warum der Hase überhaupt in die Falle gerät. Das Motiv der Wiederholung verstärkt die Komik und zeigt, dass der Hase nicht aus Erfahrung lernt.

Ein weiteres wichtiges Thema ist Gerechtigkeit. Auf den ersten Blick scheint es gerecht, dass der überhebliche Hase verliert. Auf den zweiten Blick ist die Geschichte komplizierter, denn der Igel gewinnt durch Täuschung. Genau darin liegt der Reiz der Deutung. Märchen und Schwänke bieten nicht immer einfache Regeln für den Alltag. Sie stellen Konflikte zugespitzt dar, damit Du über Verhalten, Macht und Folgen nachdenken kannst.


Sprache und Erzählweise

Die bekannte Fassung von Der Hase und der Igel ist eng mit Plattdeutsch beziehungsweise Niederdeutsch verbunden. Besonders berühmt ist der Satz Ick bün all hier, der auf Hochdeutsch etwa Ich bin schon hier bedeutet. Dieser Satz ist wichtig, weil er die Täuschung immer wieder auslöst. Durch die Wiederholung wird der Satz zu einer Art Refrain der Geschichte.

Die Erzählweise ist anschaulich, knapp und pointiert. Die Figuren werden nicht psychologisch ausführlich erklärt, sondern durch ihr Handeln sichtbar. Der Hase redet und handelt überheblich. Der Igel beobachtet, plant und führt seinen Plan durch. Die Geschichte arbeitet mit Kontrast: schnell gegen langsam, groß gegen klein, sichtbar stark gegen unterschätzt klug, Einzelkämpfer gegen Teamarbeit.


Aufbau der Handlung

Die Handlung lässt sich in mehrere Schritte gliedern. Zuerst wird die Ausgangssituation eingeführt: Hase und Igel begegnen sich auf dem Feld. Dann entsteht der Konflikt, weil der Hase den Igel verspottet. Danach folgt die Herausforderung zum Wettlauf. In der Vorbereitung entwickelt der Igel seine List und bindet seine Frau ein. Während des Wettlaufs wiederholt sich die Täuschung mehrfach. Am Ende ist der Hase erschöpft und der Igel hat gewonnen. Die Geschichte schließt mit einer Lehre, die sich auf Hochmut, Respekt und kluges Handeln beziehen lässt.

Diese Struktur hilft Dir beim Märchen verstehen. Du kannst fast jede Erzählung untersuchen, indem Du nach Ausgangssituation, Konflikt, Wendepunkt, Wiederholung, Höhepunkt und Schluss fragst. Bei Der Hase und der Igel ist besonders auffällig, dass der Höhepunkt nicht aus einem Kampf besteht, sondern aus einer immer wiederholten Pointe.


Historischer und gesellschaftlicher Hintergrund

Der Text wurde im 19. Jahrhundert bekannt und in die Sammlung der Brüder Grimm aufgenommen. Er spielt in einer ländlichen Welt mit Feldern, Ackerfurchen und Tieren. Der Hase kann als Figur gelesen werden, die sich vornehm und überlegen fühlt. Der Igel wirkt dagegen wie eine Figur aus einfachen Verhältnissen, die sich nicht alles gefallen lässt. Dadurch lässt sich das Märchen auch sozial deuten: Es zeigt, wie ein scheinbar Schwächerer durch Klugheit eine überlegene Figur besiegt.

Wichtig ist dabei, die historische Moral nicht unkritisch zu übernehmen. Manche ältere Formulierungen über Stand, Ehe oder soziale Ordnung passen nicht direkt zu heutigen Wertvorstellungen. Im Unterricht kannst Du deshalb zwischen historischer Bedeutung und heutiger Deutung unterscheiden. Heute kann die Geschichte vor allem dazu anregen, über Respekt, Diskriminierung, Ausgrenzung, Fairness und den Umgang mit Überheblichkeit zu sprechen.


Märchen verstehen mit Leitfragen

Wenn Du ein Märchen verstehen möchtest, helfen Dir Leitfragen. Bei Der Hase und der Igel kannst Du zunächst fragen, was genau passiert. Danach untersuchst Du, warum die Figuren so handeln. Besonders wichtig ist die Frage, welche Eigenschaften die Tiere verkörpern. Der Hase ist schnell, aber unvorsichtig. Der Igel ist langsam, aber planvoll. Die Igelfrau wirkt zunächst nebensächlich, ist aber für den Plan unverzichtbar.

Danach deutest Du die Motive. Warum ist der Wettlauf wichtig? Warum wird der Satz Ick bün all hier wiederholt? Warum erkennt der Hase den Trick nicht? Schließlich formulierst Du eine eigene Deutung. Eine mögliche Lehre lautet: Verspotte niemanden wegen äußerer Merkmale oder scheinbarer Schwächen. Eine zweite Deutung lautet: Wer sich nur auf seine Stärken verlässt, kann an seiner Selbstüberschätzung scheitern. Eine dritte Deutung lautet: Gemeinschaft und Planung können stärker sein als bloße Schnelligkeit.


Vergleich mit anderen Erzählungen

Der Hase und der Igel lässt sich gut mit anderen Tiergeschichten vergleichen. In Fabeln stehen Tiere oft für menschliche Eigenschaften. Auch dort können schlaue, kleine oder scheinbar schwache Tiere stärkere Gegner überlisten. Ein Vergleich mit Der Hase und die Schildkröte zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede. In beiden Geschichten verliert der Hase, weil er sich überschätzt. Doch bei der Schildkröte steht Ausdauer im Vordergrund, während beim Igel die List entscheidend ist.

Der Vergleich zeigt Dir, dass ähnliche Motive in verschiedenen Kulturen und Erzähltraditionen vorkommen können. Entscheidend ist nicht nur, wer gewinnt, sondern warum diese Figur gewinnt. Dadurch lernst Du, Geschichten nicht nur nach ihrem Inhalt, sondern nach ihrer Struktur und Botschaft zu vergleichen.


Wichtige Begriffe

  1. Märchen: Eine überlieferte Erzählung mit typischen Figuren, Motiven und oft einer lehrhaften Bedeutung.
  2. Schwank: Eine kurze, komische Erzählung mit List, Pointe und überraschender Wendung.
  3. Tierschwank: Ein Schwank, in dem Tiere wie Menschen handeln und sprechen.
  4. Motiv: Ein wiederkehrendes Element einer Geschichte, zum Beispiel Wettlauf, List oder Hochmut.
  5. Moral: Die Lehre oder Botschaft, die man aus einer Geschichte ableiten kann.
  6. Figurenanalyse: Die genaue Untersuchung von Eigenschaften, Verhalten, Beziehungen und Bedeutung einer Figur.
  7. Erzählstruktur: Der Aufbau einer Geschichte von der Ausgangssituation bis zum Schluss.
  8. Interpretation: Eine begründete Deutung, die über den reinen Inhalt hinausgeht.


Zusammenfassung

Der Hase und der Igel erzählt von einem schnellen, aber hochmütigen Hasen und einem langsamen, aber klugen Igel. Der Hase verspottet den Igel und lässt sich auf einen Wettlauf ein. Durch einen Plan mit seiner Frau täuscht der Igel den Hasen und gewinnt. Die Geschichte zeigt, dass Spott, Hochmut und Selbstüberschätzung gefährlich sind. Sie zeigt aber auch, dass List und Täuschung kritisch betrachtet werden müssen. Für das Märchen verstehen ist der Text besonders geeignet, weil er klare Figuren, starke Motive, Wiederholungen, eine deutliche Pointe und mehrere Deutungsmöglichkeiten enthält.

Datei:Hase und Igel (1).jpg


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zu welcher Textsorte passt Der Hase und der Igel besonders genau? (Tierschwank) (!Reisebericht) (!Ballade) (!Sachtext)




Welche Figur verspottet am Anfang die andere? (Der Hase verspottet den Igel) (!Der Igel verspottet den Hasen) (!Die Igelfrau verspottet den Hasen) (!Der Erzähler verspottet die Igelfrau)




Warum glaubt der Hase, dass er sicher gewinnen wird? (Er vertraut auf seine Schnelligkeit) (!Er kennt den Plan des Igels) (!Er hat vorher trainiert) (!Er läuft gemeinsam mit der Igelfrau)




Welche Eigenschaft wird beim Hasen besonders kritisiert? (Hochmut) (!Geduld) (!Hilfsbereitschaft) (!Bescheidenheit)




Wodurch gewinnt der Igel den Wettlauf? (Durch List und Zusammenarbeit) (!Durch Zauberei) (!Durch größere Schnelligkeit) (!Durch ein Wunder)




Welche Rolle spielt die Igelfrau im Plan? (Sie wartet am anderen Ende der Strecke) (!Sie startet für den Hasen) (!Sie erzählt dem Hasen die Wahrheit) (!Sie beendet das Rennen sofort)




Was bedeutet der Satz Ick bün all hier ungefähr? (Ich bin schon hier) (!Ich laufe gleich los) (!Ich habe verloren) (!Ich gehe nach Hause)




Welches Motiv ist für die Handlung besonders wichtig? (Wettlauf) (!Schatzsuche) (!Verwandlung) (!Königskrönung)




Warum erkennt der Hase den Trick nicht? (Er ist zu ehrgeizig und selbstsicher) (!Er schläft während des Rennens) (!Er kann nicht sprechen) (!Er kennt den Igel gar nicht)




Welche Lehre passt gut zur Geschichte? (Verspotte niemanden wegen scheinbarer Schwächen) (!Nur Schnelligkeit zählt) (!Täuschung ist immer die beste Lösung) (!Wer laut ist hat immer recht)





Memory

Hase Hochmut und Schnelligkeit
Igel Klugheit und List
Igelfrau Doppelgängerin am Ziel
Wettlauf zentrale Handlung
Ackerfurche Strecke des Rennens
Plattdeutsch ursprüngliche Sprachform
KHM 187 Nummer in der Sammlung
Moral Lehre aus der Geschichte





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ausgangssituation Der Igel begegnet dem Hasen
Konflikt Der Hase verspottet den Igel
Plan Die Igelfrau wartet am Ziel
Wiederholung Der Hase läuft immer wieder
Schluss Der Hase scheitert an seinem Hochmut






Kreuzworträtsel

Hochmut Welche Haltung zeigt der Hase, als er den Igel verspottet?
Igel Welches Tier gewinnt den Wettlauf durch List?
Hase Welches Tier verlässt sich zu stark auf Schnelligkeit?
Schwank Welche erzählerische Form arbeitet oft mit List und komischen Wendungen?
Moral Wie nennt man die Lehre, die man aus einer Geschichte ziehen kann?
Buxtehude Mit welchem Ort wird der Wettlauf in der bekannten Fassung verbunden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Text Der Hase und der Igel gehört zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm und trägt die Nummer

. Im Mittelpunkt steht ein Wettlauf zwischen einem schnellen

und einem klugen Igel. Der Hase verspottet die Beine des Igels und zeigt dadurch

. Der Igel gewinnt nicht durch körperliche Stärke, sondern durch

. Für den Plan braucht er die Unterstützung seiner

. Die Handlung funktioniert durch die Wiederholung des Satzes

. Das Märchen zeigt, dass man andere nicht nach dem äußeren

beurteilen sollte. Es lässt sich als Tierschwank verstehen, weil Tiere menschliche

zeigen. Beim Märchenverstehen helfen Kenntnisse über Figuren, Motive, Erzählstruktur und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Nacherzählung: Erzähle die Handlung von Der Hase und der Igel in acht bis zehn Sätzen nach. Achte darauf, sachlich zu bleiben und keine eigene Meinung einzubauen.
  2. Figurensteckbrief: Erstelle je einen Steckbrief zu Hase, Igel und Igelfrau. Notiere Aussehen, Verhalten, Eigenschaften und Bedeutung für die Handlung.
  3. Standbild: Stelle mit einer kleinen Gruppe die Szene dar, in der der Hase den Igel verspottet. Erkläre danach, welche Körperhaltung zu welcher Figur passt.
  4. Wortschatz: Sammle fünf schwierige Wörter oder Ausdrücke aus dem Märchen und erkläre sie in eigenen Worten.


Standard

  1. Handlungskurve: Zeichne eine Handlungskurve mit Ausgangssituation, Konflikt, Plan, Wiederholung, Höhepunkt und Schluss. Begründe Deine Einteilung.
  2. Vergleich: Vergleiche Der Hase und der Igel mit einer anderen Tiergeschichte, zum Beispiel mit einer Fabel. Arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe die Geschichte aus der Sicht des Hasen nach dem verlorenen Rennen. Zeige, ob er seine Fehler erkennt.
  4. Motive: Erstelle ein Plakat zu den Motiven Hochmut, List, Wettlauf und Wiederholung. Finde zu jedem Motiv eine passende Textstelle oder Szene.


Schwer

  1. Interpretation: Verfasse eine Deutung zur Frage, ob der Sieg des Igels gerecht ist. Begründe Deine Meinung mit Handlung, Figuren und Botschaft.
  2. Podcast: Produziere einen kurzen Audiobeitrag, in dem Du erklärst, warum Der Hase und der Igel mehr ist als eine lustige Tiergeschichte.
  3. Kritische Diskussion: Diskutiere in einer Gruppe, ob List ein erlaubtes Mittel gegen Spott und Überheblichkeit sein kann. Entwickelt Regeln für faire Konfliktlösung.
  4. Transfer: Übertrage das Märchen in eine heutige Situation, zum Beispiel Schule, Sport, soziale Medien oder Computerspiel. Schreibe eine moderne Fassung mit vergleichbarer Moral.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Deutung: Erkläre, warum der Hase verliert, obwohl er objektiv schneller laufen kann. Beziehe Dich dabei auf Verhalten, Selbstbild und Erzählstruktur.
  2. Figurenkonstellation: Untersuche, welche Bedeutung die Igelfrau für die Handlung hat. Zeige, warum der Sieg des Igels ohne sie nicht möglich wäre.
  3. Moralischer Konflikt: Beurteile, ob die List des Igels als gerechte Strafe, als Betrug oder als beides verstanden werden kann. Begründe differenziert.
  4. Märchenmerkmale: Prüfe, welche Merkmale eines Märchens im Text vorkommen und welche eher nicht passen. Erkläre, warum der Begriff Tierschwank hilfreich ist.
  5. Sprachwirkung: Analysiere die Wirkung der wiederholten Aussage Ick bün all hier. Zeige, wie Wiederholung Spannung, Komik und Bedeutung erzeugt.
  6. Transferleistung: Entwickle eine Alltagssituation, in der jemand wie der Hase handelt. Beschreibe, welche Lehre aus dem Märchen dort helfen könnte.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Hase und Igel / Märchen verstehen solltest Du zeigen, dass Du Inhalt, Aufbau und Bedeutung des Textes verstanden hast. Wichtig ist nicht nur das Wiedergeben von Fakten, sondern auch die begründete Deutung.

  1. Inhaltsangabe: Du gibst die Handlung knapp, geordnet und sachlich wieder.
  2. Figurenanalyse: Du erklärst Eigenschaften, Verhalten und Funktion der wichtigsten Figuren.
  3. Textdeutung: Du formulierst eine begründete Aussage zur Botschaft des Märchens.
  4. Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Märchen, Schwank, Motiv, Moral, Wiederholung und List korrekt.
  5. Belege: Du beziehst Deine Aussagen auf konkrete Szenen oder Formulierungen aus der Geschichte.
  6. Transfer: Du überträgst die Lehre des Märchens auf eine neue Situation.
  7. Reflexion: Du bewertest kritisch, ob der Igel als Vorbild gelten kann.




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