Gute Online-Gewohnheiten und Medienbalance in der Grundschule


Gute Online-Gewohnheiten und Medienbalance in der Grundschule
Einleitung
Gute Online-Gewohnheiten entwickeln – Medienbalance in der Grundschule
Digitale Medien gehören zum Alltag. Mit einem Tablet, Computer, Smartphone oder einer Spielkonsole kannst Du lernen, Geschichten hören, Bilder gestalten, mit anderen Menschen sprechen und spannende Dinge entdecken. Gleichzeitig braucht Dein Körper Zeit für Bewegung, Schlaf, Essen, Freunde, Familie, Spielen, Lesen, Basteln und Erholung.
Medienbalance bedeutet: Bildschirmzeit und andere wichtige Tätigkeiten passen gut zusammen. Es geht nicht darum, digitale Medien grundsätzlich zu verbieten. Du lernst vielmehr, sie bewusst, sicher, freundlich und mit einem klaren Ziel zu nutzen.

In diesem aiMOOC erfährst Du, wie Du gute Online-Gewohnheiten entwickelst. Du lernst, Deine Medienzeit zu planen, Pausen einzulegen, auf die Signale Deines Körpers zu achten, sichere Entscheidungen im Internet zu treffen und bei Problemen Hilfe zu holen.
Die Hinweise zur täglichen Bildschirmzeit sind Orientierungswerte. Familien können passende Regeln gemeinsam festlegen. Wichtig ist, dass genügend Zeit für Schlaf, Bewegung, Schule, Beziehungen und bildschirmfreie Erlebnisse bleibt.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du:
- Medienbalance erklären und Beispiele aus Deinem Alltag nennen.
- zwischen geplanter und ungeplanter Bildschirmzeit unterscheiden.
- passende Bildschirmpausen einlegen.
- Signale erkennen, die auf zu viel oder ungünstige Mediennutzung hinweisen können.
- einen ausgewogenen Tagesplan mit digitalen und analogen Tätigkeiten gestalten.
- wichtige Regeln für Datenschutz, Passwörter und freundliches Verhalten im Netz anwenden.
- bei unangenehmen, verwirrenden oder gefährlichen Online-Erlebnissen richtig reagieren.
- gemeinsam mit Erwachsenen faire Medienregeln vereinbaren.
- digitale Medien nicht nur zum Konsumieren, sondern auch zum Lernen und kreativen Gestalten nutzen.
- Deine eigenen Online-Gewohnheiten beobachten und schrittweise verbessern.
Was sind Online-Gewohnheiten?
Eine Gewohnheit ist etwas, das Du häufig auf eine ähnliche Weise tust. Manche Gewohnheiten helfen Dir. Andere solltest Du verändern.
Eine hilfreiche Online-Gewohnheit ist zum Beispiel: Du überlegst vor dem Einschalten, was Du am Gerät tun möchtest. Nach der vereinbarten Zeit beendest Du die Nutzung und machst etwas anderes. Eine weniger hilfreiche Gewohnheit wäre: Du öffnest ohne Plan immer neue Videos und bemerkst gar nicht, wie die Zeit vergeht.
Gute Online-Gewohnheiten entstehen nicht an einem einzigen Tag. Sie wachsen durch Übung. Dabei helfen klare Regeln, sichtbare Erinnerungen, ein Timer, feste Geräteplätze und Erwachsene, die Dich begleiten.
Geplante und ungeplante Nutzung
Geplante Nutzung hat ein Ziel. Du möchtest zum Beispiel zehn Minuten Vokabeln üben, ein Foto für ein Schulprojekt machen oder eine bestimmte Folge ansehen.
Ungeplante Nutzung beginnt oft mit dem Gedanken: „Ich schaue nur kurz.“ Danach wird automatisch weitergespielt, weitergewischt oder das nächste Video gestartet. Manche Apps und Spiele sind so gestaltet, dass Du möglichst lange dabeibleibst. Deshalb ist es hilfreich, das Ziel und das Ende vorher festzulegen.
Vor dem Start kannst Du Dir drei Fragen stellen:
- Ziel: Was möchte ich am Gerät tun?
- Zeit: Wie lange darf oder möchte ich es tun?
- Danach: Was mache ich, wenn die Zeit vorbei ist?
Was bedeutet Medienbalance?
Medienbalance bedeutet, dass verschiedene Bereiche Deines Lebens genügend Platz erhalten. Dazu gehören digitale Medien, Schule, Bewegung, Ruhe, Schlaf, Freundschaften, Familienzeit, Mahlzeiten, Natur und kreative Tätigkeiten.
Ein einzelner längerer Film an einem besonderen Tag zerstört nicht sofort die Balance. Entscheidend ist, wie Dein Alltag insgesamt aussieht. Medienbalance ist deshalb eher wie eine Waage als wie ein starres Verbot.
Eine gute Balance erkennst Du daran, dass Du:
- ausreichend schläfst und morgens möglichst erholt bist.
- Dich regelmäßig bewegst und Zeit im Freien verbringst.
- Deine Aufgaben erledigen kannst.
- Freunde und Familie nicht ständig wegen eines Bildschirms unterbrichst.
- ohne großen Streit eine vereinbarte Medienzeit beenden kannst.
- weiterhin Freude an vielen unterschiedlichen Tätigkeiten hast.
- Pausen machst und auf Deinen Körper achtest.

Bewegung ist ein wichtiger Ausgleich zum Sitzen am Bildschirm. Sie muss kein Leistungssport sein. Auch Fangen, Tanzen, Klettern, Spazierengehen, Ballspielen oder Fahrradfahren bringen Deinen Körper in Schwung.
Die Balance-Hand
Du kannst Dir fünf wichtige Bereiche wie die Finger einer Hand merken:
- Schlaf: Dein Körper und Dein Gehirn brauchen Erholung.
- Bewegung: Muskeln, Kreislauf und Wohlbefinden profitieren von Aktivität.
- Beziehungen: Gespräche, gemeinsames Spielen und echte Begegnungen sind wichtig.
- Aufgaben: Schule, Haushalt und andere Pflichten brauchen Zeit und Aufmerksamkeit.
- Mediennutzung: Digitale Medien dürfen Spaß machen, beim Lernen helfen und Kreativität ermöglichen.
Fehlt ein Bereich über längere Zeit, gerät die Hand aus dem Gleichgewicht. Dann lohnt es sich, den Tagesablauf gemeinsam mit einer erwachsenen Person anzuschauen.
Bildschirmzeit bewusst planen
Bildschirmzeit ist die Zeit, die Du an einem Bildschirm verbringst. Dabei ist nicht jede Bildschirmzeit gleich. Eine Videokonferenz mit der Familie, eine Lernaufgabe, ein selbst erstellter Trickfilm und das automatische Anschauen vieler Kurzvideos haben unterschiedliche Ziele und Wirkungen.
Für Grundschulkinder werden häufig begrenzte, gemeinsam vereinbarte Freizeitzeiten empfohlen. Solche Angaben sind Orientierungswerte. Lernzeiten für die Schule werden häufig gesondert betrachtet. Entscheidend bleibt, dass Schlaf, Bewegung, Mahlzeiten, soziale Kontakte und andere Tätigkeiten nicht zu kurz kommen.
Eine gute Vereinbarung beantwortet diese Fragen:
- Welche Geräte darfst Du nutzen?
- Welche Inhalte sind geeignet?
- Wann beginnt die Nutzung?
- Wann endet sie?
- Wo wird das Gerät benutzt?
- Wer hilft bei Fragen?
- Welche Zeiten und Orte bleiben bildschirmfrei?
- Welche Ausnahmen sind möglich?
Bildschirmfreie Zeiten und Orte
Bestimmte Situationen eignen sich gut für eine gemeinsame Medienpause:
- Mahlzeiten: Beim Essen können Menschen miteinander sprechen und bewusst essen.
- Hausaufgaben: Unnötige Geräte und Benachrichtigungen können ablenken.
- Schlafengehen: Vor dem Schlafen hilft eine ruhige, bildschirmfreie Zeit beim Abschalten.
- Familienzeit: Beim Spielen, Reden oder Vorlesen soll die Aufmerksamkeit bei den Menschen sein.
- Straßenverkehr: Auf Wegen und Straßen musst Du Deine Umgebung aufmerksam beobachten.
Ein fester Ladeplatz außerhalb des Schlafbereichs kann dabei helfen, dass Geräte nachts Pause haben.
Pausen für Augen, Körper und Kopf
Beim Blick auf einen Bildschirm sitzt Du oft lange still und schaust auf eine nahe Fläche. Deshalb sind regelmäßige Pausen sinnvoll.
Eine gute Bildschirmpause kann so aussehen:
- Blicke aus dem Fenster oder in die Ferne.
- Stehe auf und strecke Dich.
- Bewege Schultern, Hände und Beine.
- Trinke Wasser.
- Gehe einige Schritte.
- Atme ruhig ein und aus.
- Prüfe, wie Du Dich fühlst.
Eine Pause ist nicht nur dann nötig, wenn Du bereits Beschwerden hast. Sie gehört von Anfang an zu einer guten Mediengewohnheit.
Körpersignale ernst nehmen
Dein Körper kann Dir Hinweise geben. Achte besonders auf:
- müde, trockene oder angestrengte Augen.
- Kopfschmerzen oder Unwohlsein.
- Schmerzen im Nacken, Rücken oder in den Händen.
- starke Unruhe oder Gereiztheit.
- Schwierigkeiten beim Einschlafen.
- das Gefühl, gar nicht mehr aufhören zu können.
- fehlende Lust auf Bewegung, Freunde oder andere Lieblingsbeschäftigungen.
Ein einzelnes Zeichen bedeutet nicht automatisch, dass etwas Schlimmes passiert ist. Wenn Beschwerden wiederholt auftreten, stark sind oder Dich beunruhigen, sprich mit einer erwachsenen Vertrauensperson. Bei gesundheitlichen Beschwerden können Eltern oder andere Sorgeberechtigte medizinischen Rat einholen.
Gute Haltung und eine angenehme Umgebung
Beim Arbeiten am Bildschirm helfen einfache Regeln:
- Stelle den Bildschirm so auf, dass Du bequem schauen kannst.
- Sitze möglichst aufrecht, aber nicht steif.
- Stelle Deine Füße sicher ab.
- Vermeide störende Spiegelungen und zu dunkle Räume.
- Halte das Gerät nicht ständig sehr nah vor die Augen.
- Wechsle Deine Haltung und stehe regelmäßig auf.
- Stelle die Lautstärke so ein, dass sie angenehm und nicht zu laut ist.
- Verwende Kopfhörer nur in einer passenden Lautstärke.
Eine gute Umgebung ersetzt keine Pause. Auch bei einer guten Sitzhaltung braucht Dein Körper Bewegung.
Der Online-Ampel-Check
Mit einer Ampel kannst Du schnell prüfen, was Du tun solltest.
Grün – alles passt: Du nutzt einen bekannten, altersgerechten Inhalt. Die Zeit ist vereinbart. Du fühlst Dich wohl und kannst gut aufhören.
Gelb – erst nachdenken oder fragen: Eine App verlangt Angaben. Du sollst etwas kaufen. Du kennst die Person nicht. Eine Nachricht wirkt komisch. Du bist unsicher, ob ein Bild geteilt werden darf. Jetzt stoppst Du und fragst eine erwachsene Vertrauensperson.
Rot – sofort stoppen und Hilfe holen: Jemand bedroht oder beleidigt Dich. Eine fremde Person verlangt ein Foto, ein Geheimnis oder ein Treffen. Du siehst einen erschreckenden Inhalt. Es wird ohne Erlaubnis Geld verlangt. Du sollst etwas vor Deinen Eltern verheimlichen. Jetzt schließt Du die Seite, antwortest nicht weiter und holst Hilfe.
Sicher und freundlich online handeln
Gute Online-Gewohnheiten betreffen nicht nur die Zeit, sondern auch Dein Verhalten.
Persönliche Daten schützen
Persönliche Daten sind Informationen, die zu Dir gehören. Dazu können Dein vollständiger Name, Deine Adresse, Deine Schule, Telefonnummern, Passwörter, Fotos und Angaben zu Deinem Aufenthaltsort gehören.
Teile solche Daten nicht einfach mit fremden Personen oder unbekannten Diensten. Frage eine erwachsene Vertrauensperson, bevor Du ein Konto erstellst, ein Formular ausfüllst, ein Foto hochlädst oder einen Standort freigibst.
Passwörter schützen
Ein Passwort ist wie ein Schlüssel. Gute Passwortgewohnheiten sind:
- Nutze ein langes, schwer zu erratendes Passwort.
- Verwende nicht einfach Deinen Namen oder Dein Geburtsdatum.
- Gib Passwörter nicht an Freundinnen oder Freunde weiter.
- Trage Passwörter nicht sichtbar für andere herum.
- Bitte eine erwachsene Vertrauensperson um Hilfe bei der sicheren Aufbewahrung.
- Ändere ein Passwort, wenn Du glaubst, dass jemand es erfahren hat.
Freundlich schreiben und sprechen
Im Netz gelten Regeln des respektvollen Miteinanders. Diese Regeln werden auch Netiquette genannt.
Bevor Du etwas sendest, kannst Du fragen:
- Ist es wahr?
- Ist es freundlich?
- Ist es nötig?
- Darf ich das Bild oder die Information teilen?
- Würde ich es der Person auch direkt sagen?
Geschriebene Nachrichten können leicht missverstanden werden. Bei einem Streit solltest Du nicht sofort wütend antworten. Mache eine Pause und hole bei Bedarf Hilfe.
Werbung und Käufe erkennen
Viele Spiele, Videos und Apps enthalten Werbung oder Kaufangebote. Manche Schaltflächen sollen besonders verlockend wirken.
Klicke nicht einfach auf „Kaufen“, „Gratis testen“, „Belohnung holen“ oder ähnliche Angebote. Frage vorher eine erwachsene Person. Auch ein kostenloser Download kann Daten verlangen oder später Kosten verursachen.
Informationen prüfen
Nicht alles im Internet ist richtig. Gute Gewohnheiten beim Suchen sind:
- Prüfe, wer die Information veröffentlicht hat.
- Vergleiche die Aussage mit einer zweiten geeigneten Quelle.
- Achte darauf, ob Werbung und Information getrennt sind.
- Frage bei überraschenden oder beängstigenden Behauptungen nach.
- Nutze kindgerechte Suchmaschinen und bekannte Lernangebote.
Stoppen, blockieren, melden, Hilfe holen
Wenn online etwas Unangenehmes passiert, bist Du nicht allein. Du kannst nach dieser Reihenfolge handeln:
- Stoppen: Beende den Kontakt oder schließe die Seite.
- Nicht weiterleiten: Verbreite verletzende oder erschreckende Inhalte nicht.
- Beweise sichern: Eine erwachsene Person kann helfen, wichtige Nachrichten oder Nutzernamen zu dokumentieren.
- Blockieren: Sperre die Person, wenn die Funktion vorhanden ist.
- Melden: Melde den Inhalt gemeinsam mit einer erwachsenen Person beim Dienst.
- Hilfe holen: Sprich mit Eltern, Lehrkräften, Schulsozialarbeit oder einer anderen Vertrauensperson.
Du trägst nicht die Schuld, wenn Dir jemand absichtlich Angst macht, Dich täuscht oder Grenzen überschreitet. Hilfe holen ist mutig und richtig.
Medien gemeinsam nutzen und kreativ gestalten
Digitale Medien können mehr sein als ein Zeitvertreib. Du kannst mit ihnen selbst etwas erschaffen:
- eine Fotogeschichte gestalten.
- Geräusche für ein Hörspiel aufnehmen.
- eine Präsentation zu einem Sachthema erstellen.
- einen Trickfilm produzieren.
- ein digitales Bild zeichnen.
- eine Bewegungspause als Audio-Anleitung aufnehmen.
- gemeinsam recherchieren und Quellen vergleichen.

Wer selbst gestaltet, denkt über Inhalt, Wirkung, Urheberrecht und Verantwortung nach. Frage immer, bevor Du andere Menschen fotografierst oder aufnimmst. Nutze nur Bilder, Musik und Texte, die Du verwenden darfst.
Ein einfacher Plan für gute Online-Gewohnheiten
Du kannst die Merkhilfe PLAN verwenden:
- P – Planen: Lege Ziel, Inhalt und Dauer vorher fest.
- L – Loslegen: Nutze den ausgewählten Inhalt aufmerksam.
- A – Aufhören: Beende die Nutzung zum vereinbarten Zeitpunkt.
- N – Nächste Aktivität: Wechsle zu Bewegung, Essen, Lesen, Spielen, Schlafen oder einer anderen Aufgabe.
Ein sichtbarer Plan auf Papier kann besonders am Anfang helfen.
Die Sieben-Tage-Medienbalance-Challenge
Probiere eine Woche lang jeden Tag eine kleine Gewohnheit aus:
- Am ersten Tag legst Du vor dem Start ein Ziel fest.
- Am zweiten Tag verwendest Du einen Timer.
- Am dritten Tag machst Du eine bewusste Bewegungspause.
- Am vierten Tag bleibt eine Mahlzeit für alle bildschirmfrei.
- Am fünften Tag gestaltest Du selbst etwas Digitales.
- Am sechsten Tag planst Du eine besonders schöne Offline-Aktivität.
- Am siebten Tag besprichst Du mit einer Vertrauensperson, was gut funktioniert hat.
Bewerte jeden Tag mit drei Zeichen: gut gelungen, teilweise gelungen oder noch schwierig. Die Bewertung soll Dir beim Lernen helfen und nicht bestrafen.
Medien zur Vertiefung
Das folgende Video erklärt, woran problematische Mediennutzung erkannt werden kann und warum Ausgleich und Hilfe wichtig sind. Schaue es am besten gemeinsam mit einer erwachsenen Person an.
Das folgende Gespräch der Initiative SCHAU HIN! richtet sich besonders an Eltern, Lehrkräfte und andere Begleitpersonen. Es behandelt Fragen zu Bildschirmzeit und gemeinsamen Regeln.
Merksätze
- Erst planen, dann einschalten.
- Pausen gehören zur Medienzeit.
- Schlaf, Bewegung und Beziehungen brauchen genug Platz.
- Beim Essen und vor dem Schlafen dürfen Bildschirme Pause haben.
- Persönliche Daten bleiben geschützt.
- Freundlichkeit gilt auch online.
- Bei einem komischen Gefühl: stoppen und Hilfe holen.
- Gute Mediennutzung endet zum vereinbarten Zeitpunkt.
- Digitale Medien können Werkzeuge zum Lernen und Gestalten sein.
- Erwachsene und Kinder finden Regeln am besten gemeinsam.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Medienbalance? (Bildschirmzeit und andere wichtige Tätigkeiten passen gut zusammen) (!Man benutzt den ganzen Tag nur Lernprogramme) (!Man darf digitale Geräte niemals verwenden) (!Man wechselt jede Minute zwischen zwei Geräten)
Welche Frage hilft vor dem Einschalten eines Geräts? (Was möchte ich jetzt am Gerät tun) (!Wie kann ich möglichst lange online bleiben) (!Wie öffne ich gleichzeitig viele Apps) (!Wie verstecke ich meine Nutzungszeit)
Was ist eine gute Gewohnheit beim Essen? (Bildschirme machen während der Mahlzeit Pause) (!Das Gerät liegt eingeschaltet neben dem Teller) (!Man schaut bei jedem Bissen ein neues Video) (!Alle beantworten gleichzeitig Nachrichten)
Was solltest Du bei müden Augen tun? (Eine Pause machen und in die Ferne schauen) (!Den Bildschirm heller und näher halten) (!Ohne Unterbrechung weiterspielen) (!Noch einen zweiten Bildschirm einschalten)
Wie gehst Du mit einer komischen Nachricht von einer fremden Person um? (Nicht weiter antworten und Hilfe holen) (!Ein persönliches Foto schicken) (!Den eigenen Wohnort nennen) (!Ein geheimes Treffen vereinbaren)
Welche Information solltest Du nicht einfach öffentlich teilen? (Deine Wohnadresse) (!Deine Lieblingsfarbe) (!Deine liebste Jahreszeit) (!Dein bevorzugtes Brettspiel)
Was ist ein gutes Verhalten bei einem Online-Streit? (Erst eine Pause machen und ruhig Hilfe suchen) (!Sofort eine beleidigende Antwort senden) (!Die Nachricht an möglichst viele Menschen weiterleiten) (!Ein fremdes Gerücht hinzufügen)
Wofür ist ein Timer bei der Mediennutzung hilfreich? (Er erinnert an das vereinbarte Ende) (!Er macht jedes Passwort sichtbar) (!Er prüft automatisch jede Internetseite) (!Er ersetzt alle Familienregeln)
Welche Tätigkeit ist ein guter Ausgleich zum Sitzen am Bildschirm? (Draußen spielen oder sich bewegen) (!Noch ein Video auf einem zweiten Gerät ansehen) (!Im Dunkeln weiter am Bildschirm sitzen) (!Beim Spielen gleichzeitig Nachrichten schreiben)
Was solltest Du vor einem Online-Kauf tun? (Eine erwachsene Vertrauensperson fragen) (!Sofort auf jede bunte Schaltfläche klicken) (!Das Passwort eines anderen Kindes verwenden) (!Die Kosten vor allen Erwachsenen verheimlichen)
Memory
| Medienbalance | Ausgewogenheit zwischen Bildschirm und anderen Tätigkeiten |
| Bildschirmpause | Erholung für Augen, Körper und Kopf |
| Timer | Erinnerung an das vereinbarte Ende |
| Netiquette | Freundliche Regeln für das Miteinander im Netz |
| Passwort | Geheimer Schlüssel für ein Benutzerkonto |
| Datenschutz | Schutz persönlicher Informationen |
| Bewegung | Aktiver Ausgleich zum Sitzen |
| Vertrauensperson | Hilfe bei Unsicherheit oder unangenehmen Erlebnissen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Gute Gewohnheit |
|---|---|
| Timer | Rechtzeitig an das Ende der Medienzeit erinnern |
| Bewegungspause | Nach dem Sitzen aufstehen und den Körper aktivieren |
| Bildschirmfreies Essen | Gespräche und gemeinsames Essen aufmerksam erleben |
| Geräteladeplatz | Das Gerät nachts außerhalb des Schlafbereichs aufbewahren |
| Hilfe holen | Bei beängstigenden oder komischen Online-Erlebnissen eine Vertrauensperson ansprechen |
Kreuzworträtsel
| Balance | Wie heißt ein gutes Gleichgewicht zwischen Medienzeit und anderen Tätigkeiten? |
| Pause | Was brauchen Augen und Körper regelmäßig während der Bildschirmnutzung? |
| Passwort | Welcher geheime Schlüssel schützt ein Benutzerkonto? |
| Bewegung | Welcher aktive Ausgleich ist nach langem Sitzen wichtig? |
| Respekt | Was sollst Du anderen Menschen auch online zeigen? |
| Erwachsene | Wer kann Dir bei einem unsicheren Online-Erlebnis helfen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Medienampel: Male eine Ampel mit Grün, Gelb und Rot. Schreibe oder zeichne zu jeder Farbe zwei passende Online-Situationen.
- Pausenwürfel: Gestalte einen Würfel aus Papier. Auf jede Seite kommt eine kurze Bewegung oder Entspannungsübung für eine Bildschirmpause.
- Offline-Ideen: Erstelle ein Plakat mit mindestens zehn Tätigkeiten, die ohne Bildschirm Freude machen.
- Mein Medienziel: Formuliere für einen Tag ein klares Ziel vor der Gerätenutzung und notiere anschließend, ob das Aufhören gut gelungen ist.
Standard
- Medientagebuch: Beobachte drei Tage lang, wann, wofür und wie lange Du Bildschirme nutzt. Ergänze Bewegung, Schlaf, Mahlzeiten und Treffen mit anderen Menschen. Werte die Balance aus, ohne Dich selbst zu verurteilen.
- Familieninterview: Befrage eine erwachsene Person zu ihren Mediengewohnheiten als Kind und heute. Vergleiche Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Medienregel-Plakat: Entwickle mit Deiner Lerngruppe fünf faire Regeln für Gerätezeiten, Pausen, Datenschutz und Hilfe bei Problemen. Begründe jede Regel.
- Hörspiel zur Medienbalance: Produziere ein kurzes Hörspiel, in dem eine Figur ihre Medienzeit nicht beenden kann und mit Hilfe einen guten Plan entwickelt.
Schwer
- Mediennutzungsvertrag: Entwirf einen fairen Vertrag für eine Familie. Berücksichtige Ziele, Zeiten, Orte, Ausnahmen, Datenschutz, Kosten, Konsequenzen und die Vorbildrolle der Erwachsenen.
- App-Untersuchung: Untersuche gemeinsam mit einer erwachsenen Person eine kindgerechte App. Prüfe Ziel, Werbung, Käufe, Datennutzung, Benachrichtigungen und Möglichkeiten zum Beenden.
- Erklärvideo: Plane und produziere ein ein- bis dreiminütiges Erklärvideo zur PLAN-Regel. Verwende nur selbst erstellte oder frei nutzbare Medien und achte auf Persönlichkeitsrechte.
- Schulprojekt Medienbalance: Entwickle eine Aktionswoche für Deine Klasse. Plane Bewegungspausen, bildschirmfreie Lernphasen, kreative Medienprojekte, Elterninformationen und eine gemeinsame Auswertung.


Lernkontrolle
- Fallbeispiel Bildschirmabend: Lea möchte direkt vor dem Schlafen immer weitere Videos ansehen und ist morgens oft müde. Erkläre mögliche Zusammenhänge und entwickle mit Lea einen realistischen Abendplan.
- Regelkonflikt: Eine Familie hat die Regel „Keine Geräte beim Essen“. Ein Erwachsener liest trotzdem Nachrichten am Tisch. Untersuche, wie sich dieses Verhalten auf die Regel auswirkt, und schlage eine faire Lösung vor.
- Online-Nachricht: Ein unbekannter Spieler bittet ein Kind um ein Foto, den Schulnamen und ein geheimes Treffen. Erkläre Schritt für Schritt, wie das Kind handeln sollte und warum.
- Lernen oder Ablenkung: Zwei Kinder arbeiten an einer Präsentation. Eines öffnet nebenbei ständig Spiele und Nachrichten. Vergleiche die Situationen und entwickle eine Strategie für konzentriertes Arbeiten.
- Ausgewogener Samstag: Plane einen Samstag mit ausreichend Schlaf, Mahlzeiten, Bewegung, Freundschaften, Familienzeit, Pflichten und einer vereinbarten Medienzeit. Begründe Deine Reihenfolge.
- Werbeangebot im Spiel: Ein Spiel verspricht eine seltene Figur, wenn sofort Geld ausgegeben wird. Erkläre, welche Tricks das Angebot attraktiv machen können und wie Du eine sichere Entscheidung triffst.
- Eigene Gewohnheit verändern: Wähle eine harmlose, aber ungünstige Mediengewohnheit. Beschreibe Auslöser, bisheriges Verhalten, gewünschte neue Gewohnheit, eine Erinnerungshilfe und eine Möglichkeit zur Auswertung.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Wissen anwenden und Deine Entscheidungen begründen kannst.
- Du erklärst Medienbalance mit eigenen Worten.
- Du unterscheidest geplante, kreative, schulische und ungeplante Mediennutzung.
- Du entwickelst einen realistischen Tages- oder Wochenplan.
- Du zeigst geeignete Pausen und Ausgleichsaktivitäten.
- Du erkennst Warnzeichen und beschreibst passende Hilfeschritte.
- Du schützt persönliche Daten und Passwörter.
- Du wendest freundliche Netiquette an.
- Du beurteilst Werbung, Kaufangebote und unbekannte Kontakte vorsichtig.
- Du reflektierst eine eigene Gewohnheit und dokumentierst eine Verbesserung.
- Du präsentierst ein Produkt, zum Beispiel ein Plakat, Hörspiel, Erklärvideo, Medientagebuch oder einen Mediennutzungsvertrag.
Eine mögliche Bewertung kann diese Bereiche berücksichtigen:
| Bereich | Darauf kommt es an |
|---|---|
| Verstehen | Du erklärst Zusammenhänge zwischen Mediennutzung, Schlaf, Bewegung, Aufmerksamkeit und Beziehungen. |
| Anwenden | Du entwickelst passende Lösungen für Alltagssituationen. |
| Sicherheit | Du schützt Daten und holst bei Problemen Hilfe. |
| Reflexion | Du beobachtest Dein Verhalten ehrlich und ohne Beschämung. |
| Gestaltung | Du erstellst ein verständliches, sorgfältiges und altersgerechtes Lernprodukt. |
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel zur Medienkompetenz bietet eine weiterführende Einführung in den bewussten, kritischen und gestaltenden Umgang mit Medien.
Quellen und Hinweise für Erwachsene
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Empfehlungen zu Mediennutzungszeiten
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Medien gesundheitsbewusst nutzen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Medien im Familienalltag
- SCHAU HIN!: Feste Bildschirmzeiten vereinbaren
- klicksafe: Materialien zur Medienkompetenz und Internetsicherheit
- Internet-ABC: Wissen und Lernangebote für Kinder, Eltern und Lehrkräfte
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