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Grenzen anderer im Internet respektieren - Digitale Verantwortung - Grundschule

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Grenzen anderer im Internet respektieren - Digitale Verantwortung - Grundschule



Einleitung

Grenzen anderer im Internet respektieren heißt: Du achtest auf andere Menschen. Auch am Computer, am Tablet und am Smartphone.

Im Internet sieht man andere Menschen nicht immer. Trotzdem haben alle Gefühle. Alle haben Privatsphäre. Alle dürfen sagen: Stopp. Das möchte ich nicht.

In diesem aiMOOC lernst Du:

  1. Grenzen erkennen.
  2. Vor dem Teilen von Fotos fragen.
  3. Freundlich im Chat schreiben.
  4. Hilfe holen, wenn etwas gemein ist.
  5. Digitale Verantwortung übernehmen.
Datei:Child Playing With Smartphone - Kolkata 2019-06-01 1457.JPG
Datei:Please respect my privacy.svg

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So arbeitest Du mit dem Kurs

Lies langsam. Schaue die Bilder an. Höre die Wörter. Mache die kleinen Aufgaben. Du kannst viele Aufgaben allein lösen. Bei Videos und schweren Fragen darfst Du eine erwachsene Person fragen.

Merksatz: Erst denken. Dann klicken. Dann senden.


Hör-Wörter

Höre die Wörter. Sprich sie nach.

Internet Datei:De-Internet.ogg

Privatsphäre Datei:De-Privatsphäre.ogg

Datenschutz Datei:De-Datenschutz.ogg

Mini-Aufgabe: Erkläre einem Kind neben Dir ein Hör-Wort mit Deinen eigenen Worten.


Was sind Grenzen?

Eine Grenze zeigt: Bis hier ist es okay. Weiter nicht.

Im Alltag kennst Du Grenzen:

  1. Spielplatz: Du nimmst niemandem einfach ein Spielzeug weg.
  2. Schule: Du liest nicht heimlich im Heft eines anderen Kindes.
  3. Zuhause: Du gehst nicht ungefragt in ein fremdes Zimmer.
  4. Internet: Du teilst kein Foto von anderen ohne Erlaubnis.

Auch im Internet gilt: Nein heißt Nein.

Datei:Stop Cyberbullying.png


Beispiele aus dem Alltag

Situation Gute Lösung
Du machst ein lustiges Foto von einem Kind. Du fragst: Darf ich das Foto zeigen?
Jemand schreibt: Hör bitte auf. Du hörst auf.
Du bekommst ein peinliches Bild. Du leitest es nicht weiter.
Ein Kind möchte nicht in eine Gruppe. Du drängst nicht.
Du bist wütend und willst sofort schreiben. Du atmest durch und wartest kurz.

Mini-Aufgabe: Zeige mit der Hand ein Stopp-Zeichen. Sage freundlich: Stopp, das möchte ich nicht.


Digitale Verantwortung

Digitale Verantwortung bedeutet: Du passt im Internet gut auf.

Du passt auf Dich auf. Du passt auch auf andere auf.

Das ist wie beim Straßenverkehr. Du schaust nach links und rechts. Im Internet schaust Du auch genau hin.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:


Die Stopp-Denk-Frag-Regel

Schritt Frage Beispiel
Stopp Muss ich jetzt sofort senden? Ich warte kurz.
Denk Kann das jemandem wehtun? Das Bild ist peinlich.
Frag Habe ich Erlaubnis? Ich frage das Kind und eine erwachsene Person.

Merksatz: Was einmal online ist, kann sich schnell verbreiten.


Kleine Übung: Vor dem Senden

Stell Dir vor: Du willst ein Bild in den Klassenchat stellen.

Frage Dich:

  1. Erlaubnis: Habe ich gefragt?
  2. Gefühl: Würde sich die Person gut fühlen?
  3. Privatsphäre: Sieht man private Dinge?
  4. Hilfe: Muss eine erwachsene Person mitentscheiden?

Wenn Du unsicher bist: Nicht senden. Erst fragen.


Privatsphäre

Privatsphäre ist Dein eigener Bereich. Manche Dinge gehören nur Dir.

Dazu gehören:

  1. Dein voller Name.
  2. Deine Adresse.
  3. Deine Telefonnummer.
  4. Deine Schule.
  5. Deine Passwörter.
  6. Dein Standort.
  7. Private Fotos.
  8. Private Nachrichten.
Datei:HTTPS icon.png


Privatsphäre anderer achten

Andere Kinder haben auch Privatsphäre.

Du darfst nicht einfach:

  1. Nachrichten von anderen vorlesen.
  2. Bilder von anderen weiterschicken.
  3. Geheimnisse in den Chat schreiben.
  4. Jemanden mit vielen Nachrichten nerven.
  5. Ein Passwort erfragen.

Mini-Aufgabe: Male einen Schutz-Kreis. Schreibe in den Kreis drei Dinge, die privat bleiben sollen.


Fotos und Videos

Ein Foto kann schön sein. Ein Foto kann aber auch peinlich sein.

Darum gilt: Erst fragen. Dann fotografieren. Dann erst teilen.

Bei Videos gilt das auch.

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Recht am eigenen Bild

Das Recht am eigenen Bild bedeutet einfach: Jeder Mensch darf mitbestimmen, ob ein Bild von ihm veröffentlicht wird.

Bei Kindern entscheiden auch die Eltern oder Erziehungsberechtigten mit. Trotzdem sollen Kinder gefragt werden. Deine Meinung ist wichtig.

Gute Frage: Darf ich das Foto in den Chat stellen?

Gute Antwort: Nur, wenn alle Personen einverstanden sind.


Foto-Ampel

Bereich Beispiel Was tue ich?
Grün Ein Foto von meinem Hund ohne fremde Menschen. Ich darf es meist zeigen, wenn zuhause alle einverstanden sind.
Gelb Ein Gruppenfoto aus der Schule. Ich frage Kinder und Erwachsene.
Rot Ein peinliches Foto von einem Kind. Ich teile es nicht.

Mini-Aufgabe: Sortiere drei Foto-Ideen in Grün, Gelb und Rot.


Chatten mit Respekt

Ein Chat ist wie ein Gespräch. Nur mit Text, Bild, Stimme oder Zeichen.

Im Chat gelten gute Regeln:

  1. Schreibe freundlich.
  2. Schreibe klar.
  3. Mache keine Drohungen.
  4. Lache niemanden aus.
  5. Schicke keine peinlichen Bilder.
  6. Schreibe nicht immer wieder, wenn jemand Ruhe möchte.

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Gute Chat-Sätze

Wenn ... Dann sage ...
Du willst ein Bild teilen. Darf ich das teilen?
Du möchtest Ruhe. Bitte schreib mir später.
Du bist verletzt. Das war gemein. Bitte hör auf.
Du hast etwas falsch gemacht. Es tut mir leid.
Du brauchst Hilfe. Ich hole eine erwachsene Person.

Mini-Aufgabe: Schreibe einen freundlichen Chat-Satz auf eine Karte.


Wenn Grenzen verletzt werden

Manchmal achtet jemand Deine Grenze nicht. Oder die Grenze eines anderen Kindes.

Das kann so aussehen:

  1. Jemand schickt gemeine Nachrichten.
  2. Jemand teilt ein peinliches Bild.
  3. Jemand schreibt immer wieder, obwohl Du Nein gesagt hast.
  4. Jemand macht sich über andere lustig.
  5. Jemand fragt nach geheimen Daten.

Das ist nicht okay.


Was kannst Du tun?

Merke Dir: Du bist nicht schuld, wenn jemand gemein ist.

Du kannst:

  1. Stopp sagen.
  2. Nicht antworten, wenn es schlimmer wird.
  3. Nicht weiterleiten.
  4. Beweise sichern und einer erwachsenen Person zeigen.
  5. Blockieren und melden mit Hilfe einer erwachsenen Person.
  6. Hilfe holen bei Eltern, Lehrkräften oder anderen vertrauten Erwachsenen.

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Hilfe holen ist mutig

Hilfe holen ist kein Petzen. Hilfe holen schützt.

Du darfst immer Hilfe holen:

  1. Wenn Dir etwas Angst macht.
  2. Wenn jemand nicht aufhört.
  3. Wenn ein Bild ohne Erlaubnis geteilt wurde.
  4. Wenn Du unsicher bist.
  5. Wenn jemand anders Hilfe braucht.

Mini-Aufgabe: Schreibe drei Personen auf, die Dir helfen können.


Passwörter und Daten

Ein Passwort ist wie ein Schlüssel.

Du gibst Deinen Hausschlüssel nicht einfach weiter. Dein Passwort auch nicht.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

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Gute Passwort-Regeln

  1. Passwort geheim halten.
  2. Niemanden nach seinem Passwort fragen.
  3. Ein starkes Passwort mit einer erwachsenen Person erstellen.
  4. Nicht überall denselben Namen nutzen.
  5. Bei komischen Nachrichten Hilfe holen.

Mini-Aufgabe: Erfinde ein Fantasie-Tier. Nutze es als Beispiel für ein starkes Passwort-Merkwort. Schreibe aber kein echtes Passwort auf.


Merksätze für Kinder

  1. Respekt: Ich behandle andere online freundlich.
  2. Erlaubnis: Ich frage, bevor ich Bilder teile.
  3. Privatsphäre: Ich verrate keine privaten Dinge.
  4. Stopp: Ich höre auf, wenn jemand Stopp sagt.
  5. Hilfe: Ich hole Hilfe, wenn etwas falsch läuft.
  6. Mut: Ich helfe anderen, wenn sie Hilfe brauchen.

Kinderleichter Satz: Online gilt wie offline: Sei fair.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet eine Grenze im Internet? (Bis hier ist es okay, weiter nicht) (!Alles darf geteilt werden) (!Man muss immer antworten) (!Ein Passwort ist egal)




Was machst Du, bevor Du ein Foto von einem Kind teilst? (Ich frage um Erlaubnis) (!Ich teile es sofort) (!Ich schreibe nur einen Witz dazu) (!Ich schicke es heimlich)




Was ist Privatsphäre? (Ein eigener Bereich, der geschützt wird) (!Ein Spiel nur für Pausen) (!Ein neues Handy) (!Ein lustiger Sticker)




Was gehört nicht in einen öffentlichen Chat? (Die eigene Adresse) (!Ein freundlicher Gruß) (!Eine Frage zur Hausaufgabe) (!Ein Dankeschön)




Was ist im Chat freundlich? (Ich schreibe respektvoll) (!Ich beleidige andere) (!Ich nerve mit vielen Nachrichten) (!Ich teile peinliche Bilder)




Was machst Du, wenn jemand Stopp sagt? (Ich höre auf) (!Ich mache weiter) (!Ich lache) (!Ich schicke noch mehr Nachrichten)




Was ist digitale Verantwortung? (Ich denke nach, bevor ich klicke) (!Ich klicke alles schnell an) (!Ich teile jedes Bild) (!Ich frage nie Erwachsene)




Was ist ein Passwort? (Ein geheimer Schlüssel für ein Konto) (!Ein Bild von einem Tier) (!Ein Name für den Pausenhof) (!Ein Spielzeug)




Was machst Du bei gemeinen Nachrichten? (Ich hole Hilfe) (!Ich schicke sie weiter) (!Ich beleidige zurück) (!Ich verrate mein Passwort)




Warum sollst Du peinliche Bilder nicht weiterleiten? (Weil sie andere verletzen können) (!Weil sie immer lustig sind) (!Weil alle sie sehen müssen) (!Weil Stopp unwichtig ist)





Memory

Privatsphäre Mein geschützter Bereich
Erlaubnis Vorher fragen
Stopp Grenze beachten
Passwort Geheim halten
Chat Freundlich schreiben
Foto Nicht ohne Zustimmung teilen
Hilfe Erwachsene Person holen
Respekt Andere fair behandeln





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Erst fragen Foto von einem Kind teilen
Freundlich schreiben Nachricht im Klassenchat
Nein beachten Jemand möchte Ruhe
Erwachsene holen Gemeine Nachricht kommt
Nicht weiterleiten Peinliches Bild bekommen






Kreuzworträtsel

Erlaubnis Was brauchst Du, bevor Du ein Foto teilst?
Stopp Welches Wort zeigt eine Grenze?
Chat Wo schreiben Kinder kurze Nachrichten?
Hilfe Was holst Du bei gemeinen Nachrichten?
Passwort Was gibst Du niemals weiter?
Respekt Wie gehst Du mit anderen online um?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Im Internet haben alle Menschen

. Vor dem Teilen eines Fotos brauche ich

. Private Dinge gehören zur

. Ein Passwort ist wie ein geheimer

. Wenn jemand Stopp sagt, höre ich

. Im Chat schreibe ich

. Peinliche Bilder leite ich nicht

. Bei Angst oder Streit hole ich

. Digitale Verantwortung heißt: Ich denke vor dem Klicken

. Online gilt wie offline: Ich bin

.




Wahr oder falsch?

Aussage Wahr oder falsch?
Ich darf ein peinliches Foto ohne Fragen weiterschicken. Falsch
Ich darf Stopp sagen, wenn mich etwas stört. Wahr
Passwörter bleiben geheim. Wahr
Gemeine Nachrichten können verletzen. Wahr
Hilfe holen ist Petzen. Falsch





Sortieraufgabe: Gute Reihenfolge

Was passt zusammen? Gute Reihenfolge
Stopp Kurz anhalten
Denk Gefühle prüfen
Frag Erlaubnis holen
Sende Nur wenn alles okay ist
Hilf Bei Problemen Erwachsene holen





Offene Aufgaben


Leicht

  1. Stopp-Schild: Male ein großes Stopp-Schild für den Klassenchat und schreibe einen freundlichen Satz dazu.
  2. Gefühle: Male zwei Gesichter, eins vor einer gemeinen Nachricht und eins nach einer freundlichen Nachricht.
  3. Privatsphäre: Erstelle eine kleine Liste mit fünf Dingen, die privat bleiben sollen.
  4. Erlaubnis: Übe mit einem Partnerkind den Satz: Darf ich das Foto teilen?


Standard

  1. Chat-Regeln: Erfinde fünf Regeln für einen fairen Klassenchat.
  2. Foto-Ampel: Gestalte ein Plakat mit Grün, Gelb und Rot für Fotos im Internet.
  3. Rollenspiel: Spielt eine Szene, in der ein Kind Stopp sagt und ein anderes Kind die Grenze respektiert.
  4. Hilfe-Netz: Zeichne ein Netz aus Menschen, die Dir bei Problemen im Internet helfen können.


Schwer

  1. Interview: Befrage eine erwachsene Person: Warum ist Privatsphäre im Internet wichtig?
  2. Erklärvideo: Drehe mit Erlaubnis ein kurzes Video über die Stopp-Denk-Frag-Regel.
  3. Klassenvertrag: Entwickelt gemeinsam einen Vertrag für respektvolles Verhalten im Internet.
  4. Fallbeispiel: Schreibe eine Geschichte über ein peinliches Bild und eine gute Lösung ohne Streit.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fall prüfen: Ein Kind möchte ein Gruppenfoto in den Chat stellen. Erkläre, welche Fragen es vorher stellen muss.
  2. Perspektive wechseln: Stell Dir vor, ein Bild von Dir wird ohne Erlaubnis geteilt. Beschreibe, wie Du Dich fühlst und was helfen kann.
  3. Chat verbessern: Schreibe eine gemeine Nachricht so um, dass sie freundlich und fair wird.
  4. Regel anwenden: Nutze die Stopp-Denk-Frag-Regel für eine neue Situation aus Deinem Alltag.
  5. Hilfeplan: Erstelle einen Plan: Was tust Du Schritt für Schritt, wenn jemand Deine Grenze online nicht respektiert?
  6. Datenschutz erklären: Erkläre einem jüngeren Kind, warum ein Passwort geheim bleiben muss.
  7. Klassenlösung: Überlege, wie eine Klasse Streit im Chat friedlich lösen kann.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis kannst Du zeigen:

  1. Du kennst einfache Chat-Regeln.
  2. Du weißt, warum Privatsphäre wichtig ist.
  3. Du fragst vor dem Teilen von Fotos nach Erlaubnis.
  4. Du kannst die Stopp-Denk-Frag-Regel erklären.
  5. Du kannst in Beispielen gute Entscheidungen treffen.
  6. Du weißt, bei wem Du Hilfe bekommst.
  7. Du behandelst andere im Internet mit Respekt.




OERs zum Thema

Wikipedia: Datenschutz

Wikipedia: Recht am eigenen Bild

Wikipedia: Cyber-Mobbing

Wikipedia: Netiquette

Internet-ABC: Filme für Kinder zu Internet und Sicherheit

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  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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