Glück - Positiv bleiben


Glück - Positiv bleiben
Glück / Positiv bleiben

Einleitung
Glück gehört zu den großen Fragen des menschlichen Lebens: Menschen suchen Glück in Freundschaften, Familie, Erfolg, Gesundheit, Freiheit, Sinn, Sicherheit, Natur, Kreativität oder Glauben. Gleichzeitig ist Glück kein einfacher Dauerzustand und kein Befehl, den man sich selbst geben kann. In der Glücksforschung wird Glück häufig als subjektives Wohlbefinden beschrieben: Du bewertest Dein eigenes Leben, nimmst angenehme und unangenehme Gefühle wahr und entwickelst eine Vorstellung davon, was für Dich ein gutes Leben ist.
Dieser aiMOOC hilft Dir, positiv zu bleiben, ohne Schwierigkeiten zu verdrängen. Du lernst zentrale Begriffe der Positiven Psychologie, unterscheidest kurzfristige Freude von langfristiger Lebenszufriedenheit, reflektierst den Unterschied zwischen gesundem Optimismus und toxischer Positivität und entwickelst alltagstaugliche Strategien für mehr Resilienz, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Selbstwirksamkeit und Sinn.
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Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum Glück mehr bedeutet als gute Laune. Du kannst wichtige Konzepte wie subjektives Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit, Eudaimonie, Flow, Resilienz, Achtsamkeit, Dankbarkeit und Optimismus anwenden. Du kannst außerdem einschätzen, wann positives Denken hilfreich ist und wann es dazu führen kann, reale Probleme oder unangenehme Gefühle zu übergehen.
Warum das Thema wichtig ist
Glück betrifft nicht nur private Stimmung, sondern auch Bildung, Gesundheit, Soziales Lernen, Ethik, Philosophie, Psychologie und Politische Bildung. Wer versteht, wie Wohlbefinden entsteht, kann eigene Entscheidungen bewusster treffen, mit Stress konstruktiver umgehen und andere Menschen einfühlsamer unterstützen. Gleichzeitig ist es wichtig, Glück nicht als Leistungspflicht zu missverstehen. Niemand muss immer fröhlich sein. Ein reifer Umgang mit Glück erkennt an, dass Traurigkeit, Angst, Ärger und Unsicherheit ebenfalls zum Leben gehören.

Grundbegriffe
Glück als Zufall und Glück als Lebensgefühl
Das deutsche Wort Glück hat mehrere Bedeutungen. Es kann Zufallsglück meinen, etwa wenn etwas Unerwartetes gut ausgeht. Es kann aber auch ein inneres Lebensgefühl bezeichnen: Zufriedenheit, Freude, Geborgenheit, Sinn und das Gefühl, dass das eigene Leben im Ganzen stimmig ist. In der Alltagssprache werden diese Bedeutungen oft vermischt. Für die Glücksforschung ist die Unterscheidung wichtig, weil Zufall nur begrenzt steuerbar ist, während Gewohnheiten, Beziehungen, Selbstreflexion, Gesundheit und Werte bewusst gestaltet werden können.
Subjektives Wohlbefinden
Subjektives Wohlbefinden beschreibt, wie Menschen ihr eigenes Leben erleben und bewerten. Es umfasst meist drei Bereiche: angenehme Gefühle, unangenehme Gefühle und die kognitive Bewertung des Lebens als Ganzes. Diese Bewertung nennt man Lebenszufriedenheit. Zwei Menschen können äußerlich ähnliche Lebensumstände haben und dennoch unterschiedlich glücklich sein, weil sie ihre Lage, ihre Ziele, ihre Beziehungen und ihre Möglichkeiten verschieden deuten. Deshalb ist subjektives Wohlbefinden immer persönlich, aber nicht beliebig: Es hängt mit realen Lebensbedingungen, sozialer Unterstützung, Gesundheit, Sicherheit, Freiheit und Handlungsmöglichkeiten zusammen.
Eudaimonie: Das gelingende Leben
Der Begriff Eudaimonie stammt aus der antiken Philosophie. Er wird oft mit Glück oder Glückseligkeit übersetzt, meint aber genauer eine gelingende Lebensführung. In eudaimonischen Glücksvorstellungen geht es nicht nur um angenehme Gefühle, sondern um ein Leben, das mit Tugend, Sinn, Vernunft, Verantwortung und innerer Stimmigkeit verbunden ist. Wenn Du Dich fragst, wofür Du leben möchtest, welche Werte Dir wichtig sind und wie Du Dich als Mensch entwickeln willst, berührst Du eudaimonische Fragen.
Hedonisches und eudaimonisches Glück
In der Psychologie und Philosophie wird häufig zwischen hedonischem und eudaimonischem Glück unterschieden. Hedonisches Glück bezieht sich auf Freude, Genuss, Entspannung und angenehme Erfahrungen. Eudaimonisches Glück bezieht sich stärker auf Sinn, Wachstum, Verantwortung und das Gefühl, ein stimmiges Leben zu führen. Beide Formen sind wichtig. Ein Leben nur aus Pflicht kann schwer und freudlos wirken. Ein Leben nur aus Genuss kann oberflächlich werden, wenn Sinn, Beziehung und Verantwortung fehlen.
Positive Psychologie
Die Positive Psychologie untersucht, welche Bedingungen zu Wohlbefinden, Stärken, Sinn, gelingenden Beziehungen und menschlichem Aufblühen beitragen. Sie ergänzt die klassische Betrachtung psychischer Belastungen, ersetzt sie aber nicht. Es geht nicht darum, Probleme schönzureden, sondern Ressourcen zu erkennen: Was hilft Menschen, trotz Schwierigkeiten handlungsfähig zu bleiben? Wie entstehen Optimismus, Dankbarkeit, Selbstwirksamkeit, Empathie, Flow, Resilienz und tragfähige Beziehungen?
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Das PERMA-Modell

Das PERMA-Modell wird mit dem Psychologen Martin Seligman verbunden und beschreibt fünf Bereiche, die zum psychischen Wohlbefinden beitragen können. PERMA steht für positive Emotionen, Engagement, Relationships, Meaning und Accomplishment. Auf Deutsch kannst Du diese Bereiche als positive Gefühle, vertieftes Tun, Beziehungen, Sinn und Zielerreichung verstehen. Das Modell ist keine Glücksformel, sondern ein Reflexionsrahmen: Du kannst prüfen, welche Bereiche in Deinem Leben bereits stark sind und welche mehr Aufmerksamkeit brauchen.
Positive Emotionen
Positive Emotionen sind Gefühle wie Freude, Hoffnung, Interesse, Gelassenheit, Dankbarkeit, Staunen oder Zuneigung. Sie können Kraft geben, Kreativität fördern und helfen, Perspektiven zu erweitern. Dabei ist wichtig: Positive Emotionen werden nicht stärker, wenn unangenehme Gefühle verboten werden. Ein gesunder Umgang mit Gefühlen bedeutet, dass Du auch Traurigkeit, Angst oder Wut wahrnehmen darfst, ohne Dich von ihnen vollständig bestimmen zu lassen.
Engagement und Flow
Flow bezeichnet einen Zustand vertiefter Konzentration, in dem Du ganz in einer Tätigkeit aufgehst. Das kann beim Musizieren, Programmieren, Schreiben, Sport, Zeichnen, Handwerken, Forschen oder Lernen geschehen. Flow entsteht häufig, wenn eine Aufgabe herausfordernd, aber bewältigbar ist, klare Rückmeldungen gibt und Deine Aufmerksamkeit bündelt. Flow ist ein wichtiger Hinweis darauf, welche Tätigkeiten zu Deinen Interessen und Stärken passen.
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Beziehungen
Beziehungen gehören zu den stärksten Quellen von Wohlbefinden. Menschen brauchen Zugehörigkeit, Vertrauen, Anerkennung und Unterstützung. Gute Beziehungen bedeuten nicht, dass immer Harmonie herrscht. Sie bedeuten, dass Konflikte respektvoll geklärt werden können, dass Gefühle ernst genommen werden und dass Menschen einander nicht nur bewerten, sondern zuhören. Positiv bleiben heißt hier: Hoffnung auf Verständigung behalten, ohne Grenzen und Probleme zu ignorieren.
Sinn
Sinn entsteht, wenn Du erlebst, dass Dein Handeln über den Moment hinaus Bedeutung hat. Sinn kann aus Familie, Freundschaft, Engagement, Lernen, Kunst, Glauben, Natur, Beruf, Ehrenamt oder gesellschaftlicher Verantwortung entstehen. Sinn ist nicht immer laut oder spektakulär. Manchmal zeigt er sich in kleinen Handlungen: jemandem helfen, ein Versprechen halten, eine Fähigkeit entwickeln oder sich für Gerechtigkeit einsetzen.
Zielerreichung und Selbstwirksamkeit
Selbstwirksamkeit bedeutet, dass Du Dich als handlungsfähig erlebst. Du glaubst nicht, alles kontrollieren zu können, aber Du erkennst eigene Einflussmöglichkeiten. Kleine erreichbare Ziele stärken dieses Gefühl. Wenn Du eine schwierige Aufgabe in Teilschritte zerlegst, Unterstützung suchst und Fortschritte wahrnimmst, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass Du dranbleibst. Zielerreichung ist deshalb nicht nur Erfolg nach außen, sondern auch Erfahrung von Kompetenz.
Positiv bleiben: gesund und realistisch
Realistischer Optimismus
Optimismus ist hilfreich, wenn er realistisch bleibt. Realistischer Optimismus bedeutet: Du siehst Schwierigkeiten, aber Du suchst Handlungsmöglichkeiten. Du erkennst Risiken, aber Du reduzierst Dich nicht auf Angst. Du kannst sagen: Das ist schwer, und ich prüfe, was ich tun kann. Diese Haltung unterscheidet sich von blindem Wunschdenken. Sie verbindet Hoffnung mit Wahrnehmung, Verantwortung und konkretem Handeln.
Toxische Positivität vermeiden
Toxische Positivität beschreibt einen übertriebenen Druck, immer positiv denken oder fühlen zu müssen. Sie kann entstehen, wenn Sätze wie Sei einfach glücklich oder Denk nicht so negativ dazu führen, dass echte Sorgen, Trauer oder Wut abgewertet werden. Das Problem ist nicht Positivität an sich, sondern das Verdrängen. Gesundes Positivbleiben erlaubt schwierige Gefühle und fragt dann: Was brauche ich? Was kann ich beeinflussen? Wer kann helfen? Welche nächste Handlung ist möglich?
Gefühle als Informationen
Gefühle sind keine Feinde. Sie geben Hinweise auf Bedürfnisse, Werte, Grenzen und Erfahrungen. Angst kann auf Gefahr oder Unsicherheit hinweisen. Wut kann zeigen, dass eine Grenze verletzt wurde. Trauer kann bedeuten, dass etwas Wichtiges verloren ging. Freude kann anzeigen, was Dir guttut. Positiv bleiben bedeutet nicht, Gefühle zu sortieren in erlaubt und verboten. Es bedeutet, sie wahrzunehmen, zu verstehen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen.
Achtsamkeit und Selbstmitgefühl
Achtsamkeit hilft, Gedanken, Körperempfindungen und Gefühle bewusst wahrzunehmen, ohne sofort zu urteilen. Selbstmitgefühl bedeutet, mit sich selbst freundlich und realistisch umzugehen, besonders bei Fehlern oder Belastungen. Beides kann verhindern, dass Du Dich für schwierige Gefühle zusätzlich verurteilst. Eine achtsame Haltung fragt: Was ist gerade da? Was brauche ich jetzt? Was wäre ein hilfreicher nächster Schritt?

Glück im Alltag gestalten
Dankbarkeit üben
Dankbarkeit bedeutet, Wertvolles bewusst wahrzunehmen. Das kann ein Gespräch, ein sicherer Ort, eine gelungene Aufgabe, ein freundlicher Blick, eine Fähigkeit oder ein Moment in der Natur sein. Dankbarkeit ist keine Pflicht, Leid zu übersehen. Sie ist eine Aufmerksamkeitsübung: Du trainierst, neben Problemen auch Ressourcen zu sehen. Eine einfache Übung ist das Drei-Dinge-Tagebuch: Notiere abends drei konkrete Dinge, für die Du dankbar bist, und warum sie Dir wichtig waren.
Stärken erkennen
Menschen erleben mehr Motivation, wenn sie ihre Stärken kennen und einsetzen. Stärken können Kreativität, Ausdauer, Humor, Fairness, Neugier, Mut, Freundlichkeit, Teamfähigkeit, Genauigkeit oder Lernfreude sein. Eine Stärke ist nicht einfach etwas, das Du perfekt kannst. Sie ist eine Fähigkeit oder Haltung, die Dich lebendig macht und anderen nützen kann. Frage Dich: Bei welchen Tätigkeiten vergesse ich die Zeit? Wann fragen andere mich um Hilfe? Welche Werte zeigen sich in meinem Handeln?
Bewegung, Schlaf und Körper
Wohlbefinden ist nicht nur Kopfsache. Schlaf, Bewegung, Ernährung, Tageslicht, Pausen und körperliche Sicherheit beeinflussen Stimmung und Konzentration. Wenn Du positiv bleiben möchtest, ist es hilfreich, nicht nur Gedanken zu verändern, sondern auch grundlegende körperliche Bedürfnisse ernst zu nehmen. Ein kurzer Spaziergang, regelmäßige Schlafzeiten oder eine bewusste Pause können keine schweren Probleme lösen, aber sie können Deine Fähigkeit stärken, mit ihnen umzugehen.
Medien und Vergleichsdruck
Digitale Medien können verbinden, informieren und inspirieren. Sie können aber auch Vergleichsdruck erzeugen, wenn andere scheinbar ständig glücklicher, erfolgreicher oder schöner wirken. Deshalb gehört Medienkompetenz zum Thema Glück. Frage Dich beim Scrollen: Vergleiche ich mein Innenleben mit der Außendarstellung anderer? Tut mir dieser Inhalt gut? Welche Nutzung stärkt Beziehung, Lernen oder Erholung? Welche Nutzung macht mich unruhig oder unzufrieden?
Glück und Gesellschaft
Glück ist nicht nur Privatsache. Armut, Diskriminierung, Einsamkeit, Krieg, Krankheit, Leistungsdruck, unsichere Arbeit oder fehlende Bildungschancen beeinflussen Wohlbefinden. Wer nur sagt, jeder sei allein für sein Glück verantwortlich, übersieht gesellschaftliche Bedingungen. Deshalb gehört zur Glücksbildung auch die Frage nach Gerechtigkeit, Solidarität, Menschenrechten, Bildungsgerechtigkeit und sozialer Teilhabe.

Übungen für positives, ehrliches Denken
Die ABC-Methode der Bewertung
Die ABC-Methode hilft zu verstehen, wie Bewertungen Gefühle beeinflussen. A steht für ein auslösendes Ereignis, B für Deine Bewertung und C für die emotionale und körperliche Folge. Beispiel: Du erhältst eine schlechte Note. Eine Bewertung könnte lauten: Ich bin unfähig. Eine andere Bewertung könnte lauten: Das Ergebnis ist enttäuschend, aber ich kann analysieren, was ich verbessern kann. Positiv bleiben heißt nicht, die Note schönzureden. Es heißt, eine hilfreiche und faire Deutung zu suchen.
Reframing: Einen neuen Rahmen finden
Reframing bedeutet, eine Situation in einem anderen Deutungsrahmen zu betrachten. Aus Ich habe versagt kann werden: Ich habe Rückmeldung bekommen, woran ich arbeiten kann. Aus Ich bin nervös kann werden: Mein Körper bereitet sich auf eine Herausforderung vor. Reframing ist nur dann hilfreich, wenn es ehrlich bleibt. Es darf Probleme nicht verleugnen, sondern soll zusätzliche Perspektiven eröffnen.
WOOP: Wunsch, Ergebnis, Hindernis, Plan
Die Methode WOOP steht für Wunsch, Ergebnis, Hindernis und Plan. Du formulierst zuerst einen wichtigen Wunsch. Dann stellst Du Dir das beste realistische Ergebnis vor. Danach benennst Du ein inneres Hindernis, zum Beispiel Aufschieben, Angst oder Ablenkung. Schließlich entwickelst Du einen Wenn-dann-Plan. Beispiel: Wenn ich nach dem Lernen zum Handy greifen will, dann lege ich es zehn Minuten außer Reichweite und bearbeite zuerst eine Aufgabe.
Unterstützende Sprache
Sprache beeinflusst, wie Du Situationen wahrnimmst. Hilfreich sind Sätze, die Realität und Handlung verbinden: Das ist unangenehm, und ich kann mir Unterstützung holen. Ich darf enttäuscht sein, und ich kann einen nächsten Schritt planen. Ich muss nicht alles heute lösen, und ich kann beginnen. Solche Sätze sind stärker als bloße Durchhalteparolen, weil sie Gefühle ernst nehmen und Selbstwirksamkeit fördern.
Grenzen: Wann Hilfe wichtig ist
Positiv bleiben ersetzt keine professionelle Hilfe. Wenn Du über längere Zeit starke Niedergeschlagenheit, Angst, Schlafprobleme, Hoffnungslosigkeit, Selbstverletzungsdruck, Essprobleme, Suchtverhalten oder andere schwere Belastungen erlebst, ist Unterstützung wichtig. Sprich mit einer vertrauten Person, einer Lehrkraft, Schulsozialarbeit, Beratungsstelle, Ärztin, Arzt, Therapeutin oder Therapeut. Es ist kein Zeichen von Schwäche, Hilfe zu suchen. Es ist ein Zeichen von Verantwortung für Dich selbst.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt subjektives Wohlbefinden am besten? (Die persönliche Wahrnehmung und Bewertung des eigenen Lebens) (!Die objektive Anzahl materieller Güter) (!Die Pflicht, immer fröhlich zu sein) (!Eine kurzfristige Ablenkung von Problemen)
Was meint Eudaimonie in der Philosophie vor allem? (Eine gelingende Lebensführung) (!Einen zufälligen Gewinn) (!Ein dauerhaftes Hochgefühl) (!Eine Methode zum schnellen Einschlafen)
Wofür steht das P im PERMA-Modell? (Positive Emotionen) (!Persönlicher Besitz) (!Perfekte Leistung) (!Permanente Kontrolle)
Welche Aussage beschreibt realistischen Optimismus? (Schwierigkeiten wahrnehmen und Handlungsmöglichkeiten suchen) (!Probleme grundsätzlich ignorieren) (!Traurigkeit als Fehler betrachten) (!Jede Situation sofort positiv finden)
Was ist Flow? (Ein Zustand vertiefter Konzentration in einer Tätigkeit) (!Ein zufälliges Glücksereignis) (!Ein Verbot unangenehmer Gefühle) (!Eine reine Entspannung ohne Aufgabe)
Warum sind Beziehungen wichtig für Wohlbefinden? (Sie können Zugehörigkeit, Vertrauen und Unterstützung geben) (!Sie ersetzen jede Form persönlicher Verantwortung) (!Sie verhindern automatisch alle Konflikte) (!Sie machen Lernen überflüssig)
Was ist ein Problem toxischer Positivität? (Sie kann schwierige Gefühle abwerten oder verdrängen) (!Sie erlaubt zu viele realistische Gespräche) (!Sie fördert ehrliches Zuhören) (!Sie erkennt Belastungen zu genau an)
Was kann Dankbarkeit im Alltag leisten? (Sie lenkt Aufmerksamkeit bewusst auf Wertvolles und Ressourcen) (!Sie beweist, dass niemand Probleme hat) (!Sie ersetzt Schlaf und Bewegung) (!Sie macht Kritik immer unnötig)
Was bedeutet Selbstwirksamkeit? (Das Erleben, durch eigenes Handeln etwas beeinflussen zu können) (!Die Kontrolle über alle Ereignisse) (!Die Ablehnung von Hilfe) (!Das Vermeiden jeder Herausforderung)
Warum gehört Gesellschaft zum Thema Glück? (Weil Lebensbedingungen und Teilhabe Wohlbefinden beeinflussen) (!Weil Glück nur eine private Laune ist) (!Weil soziale Gerechtigkeit keine Rolle spielt) (!Weil alle Menschen dieselben Chancen haben)
Memory
| Eudaimonie | Gelingendes Leben |
| Flow | Vertiefte Konzentration |
| Dankbarkeit | Wertschätzung wahrnehmen |
| Resilienz | Psychische Widerstandskraft |
| Optimismus | Hoffnung mit Realitätssinn |
| Achtsamkeit | Gegenwart bewusst erleben |
| Selbstwirksamkeit | Handlungsfähigkeit spüren |
| Sinn | Bedeutung des Handelns |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Positive Emotionen | Freude und Dankbarkeit bewusst wahrnehmen |
| Engagement | In einer Tätigkeit aufgehen |
| Beziehungen | Vertrauen und Zugehörigkeit erleben |
| Sinn | Das eigene Handeln als bedeutsam erleben |
| Zielerreichung | Fortschritte erkennen und Kompetenz erfahren |
Kreuzworträtsel
| Eudaimonie | Welcher philosophische Begriff meint eine gelingende Lebensführung? |
| Achtsamkeit | Welche Haltung lenkt Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment? |
| Resilienz | Wie nennt man psychische Widerstandskraft in schwierigen Zeiten? |
| Dankbarkeit | Welche Praxis stärkt den Blick auf Wertvolles im Alltag? |
| Optimismus | Welche Haltung verbindet Hoffnung mit realistischem Handeln? |
| Flow | Wie heißt der Zustand vertiefter Konzentration in einer Tätigkeit? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Glückstagebuch: Schreibe fünf Tage lang jeden Abend drei konkrete Situationen auf, die Dir gutgetan haben, und ergänze jeweils, warum sie für Dich bedeutsam waren.
- Gefühlslandkarte: Zeichne eine persönliche Landkarte Deiner Gefühle und markiere, welche Orte, Menschen, Tätigkeiten oder Gedanken Deine Stimmung beeinflussen.
- Dankbarkeitsbrief: Schreibe einer Person einen Brief, in dem Du ehrlich beschreibst, wofür Du ihr dankbar bist, und entscheide selbst, ob Du ihn übergeben möchtest.
- Positive Sprache: Sammle zehn belastende Alltagssätze und formuliere sie so um, dass sie Gefühle ernst nehmen und zugleich einen nächsten Schritt ermöglichen.
Standard
- PERMA-Selbstanalyse: Erstelle eine Tabelle mit den fünf PERMA-Bereichen und bewerte, welche Bereiche in Deinem Alltag stark sind und welche Du gezielt stärken möchtest.
- Interview zum Glück: Befrage drei Menschen unterschiedlichen Alters dazu, was Glück für sie bedeutet, und vergleiche Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Medienanalyse Glück: Analysiere drei Social-Media-Beiträge, Werbungen oder Videos darauf, welches Glücksbild sie vermitteln und ob dieses realistisch wirkt.
- Flow-Projekt: Wähle eine Tätigkeit, bei der Du leicht in Flow kommst, dokumentiere Deine Bedingungen dafür und erkläre, wie Du diese Erfahrung zum Lernen nutzen kannst.
Schwer
- Toxische Positivität untersuchen: Entwickle ein Plakat oder Erklärvideo, das gesunden Optimismus von toxischer Positivität unterscheidet und hilfreiche Alternativsätze anbietet.
- Glück und Gerechtigkeit: Schreibe einen Essay darüber, warum Glück nicht nur individuelle Einstellung, sondern auch soziale Bedingungen, Teilhabe und Gerechtigkeit betrifft.
- Schulprojekt Wohlbefinden: Plane eine konkrete Maßnahme für mehr Wohlbefinden an Deiner Schule, zum Beispiel Pausengestaltung, Peer-Support, Ruheraum oder Dankbarkeitswand.
- Philosophie des Glücks vergleichen: Vergleiche hedonisches Glück, Eudaimonie und moderne Positive Psychologie anhand eigener Beispiele und bewerte ihre Stärken und Grenzen.


Lernkontrolle
- Fallanalyse Optimismus: Analysiere einen Fall, in dem eine Person nach einem Misserfolg positiv bleiben möchte. Erkläre, welche Gedanken hilfreich sind und welche nur verdrängen.
- Transfer PERMA: Wende das PERMA-Modell auf eine Schule, einen Verein oder eine Familie an und entwickle drei konkrete Verbesserungen für das Zusammenleben.
- Grenzen des Glückstrainings: Beurteile, warum Glücksübungen hilfreich sein können, aber professionelle Hilfe und gesellschaftliche Veränderungen nicht ersetzen.
- Vergleich Glücksbegriffe: Erkläre an einem eigenen Beispiel den Unterschied zwischen Zufallsglück, kurzfristiger Freude, Lebenszufriedenheit und Eudaimonie.
- Argumentation Medienkompetenz: Begründe, warum Vergleichsdruck in sozialen Medien Wohlbefinden beeinflussen kann, und entwickle Regeln für eine gesündere Mediennutzung.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu Glück / Positiv bleiben ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe auswendig wiedergibst, sondern sie auf Dein Leben, auf Beispiele und auf gesellschaftliche Fragen anwenden kannst.
- Begriffsverständnis: Du erklärst zentrale Fachbegriffe wie subjektives Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit, Eudaimonie, Flow, Resilienz, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Optimismus und toxische Positivität.
- Anwendung: Du wendest mindestens ein Modell, zum Beispiel PERMA oder ABC, auf eine konkrete Alltagssituation an.
- Reflexion: Du zeigst, wie Du selbst mit positiven und schwierigen Gefühlen verantwortungsvoll umgehen kannst.
- Transfer: Du verbindest individuelles Wohlbefinden mit Beziehungen, Schule, Medien und gesellschaftlichen Bedingungen.
- Produkt: Du erstellst ein eigenes Lernprodukt, zum Beispiel Essay, Poster, Podcast, Video, Interviewauswertung, Projektplan oder Lerntagebuch.
- Quellenbewusstsein: Du unterscheidest zwischen wissenschaftlich begründeten Aussagen, persönlichen Erfahrungen und vereinfachenden Glücksversprechen.
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