Gefühle erkennen und benennen - Ich und Gemeinschaft - Sachunterricht


Gefühle erkennen und benennen - Ich und Gemeinschaft - Sachunterricht
Gefühle erkennen und benennen - Ich und Gemeinschaft - Sachunterricht
Einleitung
Gefühle gehören zu jedem Menschen. Du kannst Gefühle im Gesicht, in der Stimme und am Körper erkennen. Aber: Du kannst Dich auch irren. Frage freundlich nach.
In diesem aiMOOC lernst Du:
- Gefühle wahrnehmen
- Gefühle mit Wörtern benennen
- über eigene Gefühle sprechen
- anderen zuhören und helfen

Wie fühlst Du Dich heute?
Vier wichtige Gefühle

Freude fühlt sich oft leicht und warm an. Vielleicht lächelst oder lachst Du.

Traurigkeit kann sich schwer anfühlen. Vielleicht weinst Du oder möchtest Ruhe.

Wut gibt viel Kraft. Vielleicht wird Dein Gesicht heiß oder Deine Stimme laut.

Angst warnt Dich. Vielleicht klopft Dein Herz schnell.
Gefühle erkennen
Achte auf:
- Mimik: Augen, Mund und Stirn
- Körperhaltung: groß, klein, fest oder locker
- Stimme: laut, leise, schnell oder langsam
- Situation: Was ist gerade passiert?
Ein Gesicht ist nur ein Hinweis. Frage zum Beispiel: Bist Du traurig?

Gefühle benennen
Gefühlswörter helfen Dir beim Sprechen. Du kannst sagen:
Ich fühle mich fröhlich.
Ich bin traurig, weil ich jemanden vermisse.
Ich bin wütend und brauche eine Pause.
Ich habe Angst. Bitte bleib bei mir.
Weitere Gefühlswörter sind Stolz, Überraschung, Scham, Eifersucht, Ruhe und Mut.

Gefühle im Körper
Gefühle können sich im Körper zeigen:
- Ein schnelles Herz kann zu Angst oder Freude passen.
- Ein heißer Kopf kann zu Wut passen.
- Tränen können zu Traurigkeit oder Freude passen.
- Ein ruhiger Atem kann zu Entspannung passen.
Jeder Mensch spürt Gefühle etwas anders.

Gefühle in der Gemeinschaft
In einer Gemeinschaft achten Menschen aufeinander. Du kannst:
- zuhören
- freundlich nachfragen
- Hilfe anbieten
- ein Nein beachten
- eine erwachsene Person holen


Mitgefühl bedeutet: Du versuchst zu verstehen, wie es einem anderen Menschen geht.
Starke Gefühle beruhigen
Alle Gefühle sind erlaubt. Aber nicht jede Handlung ist erlaubt. Wütend sein ist okay. Schlagen und Beleidigen sind nicht okay.
Das kann helfen:
- Stopp sagen
- langsam atmen
- Abstand nehmen
- das Gefühl benennen
- Hilfe holen
Wenn Du Angst hast, verletzt wirst oder Dich sehr schlecht fühlst, sprich mit einer erwachsenen Person, der Du vertraust.
Merksätze
Gefühle geben Hinweise.
Ich darf über meine Gefühle sprechen.
Ich frage nach, statt nur zu raten.
Ich höre anderen zu.
Ich hole Hilfe, wenn sie gebraucht wird.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Woran kannst Du ein Gefühl erkennen? (An Gesicht Stimme und Körper) (!Nur an der Kleidung) (!Nur an der Haarfarbe) (!Nur an der Größe)
Welcher Satz benennt ein eigenes Gefühl? (Ich fühle mich traurig) (!Du bist immer gemein) (!Das ist ein roter Ball) (!Morgen ist Montag)
Was tust Du wenn Du ein Gefühl nicht sicher erkennst? (Ich frage freundlich nach) (!Ich lache die Person aus) (!Ich erzähle sofort allen davon) (!Ich entscheide einfach für die Person)
Was gilt bei Wut? (Wut ist erlaubt aber Schlagen nicht) (!Wut muss immer versteckt werden) (!Bei Wut darf man alles tun) (!Nur Erwachsene dürfen wütend sein)
Was kann Angst tun? (Sie kann vor Gefahr warnen) (!Sie färbt die Haare) (!Sie macht jeden Menschen gleich) (!Sie ist immer lustig)
Was kann einem traurigen Kind helfen? (Zuhören und freundlich fragen) (!Es auslachen) (!Seine Sachen wegnehmen) (!So tun als wäre nichts)
Welches Wort ist ein Gefühl? (Freude) (!Stuhl) (!Lineal) (!Fenster)
Was kann bei einem starken Gefühl helfen? (Langsam atmen) (!Andere beleidigen) (!Sachen kaputt machen) (!Das Gefühl wegschubsen)
Was bedeutet Mitgefühl? (Versuchen andere zu verstehen) (!Immer gewinnen wollen) (!Nie zuhören) (!Allein entscheiden)
Wann solltest Du Hilfe holen? (Wenn jemand verletzt wird oder große Angst hat) (!Wenn ein Stift blau ist) (!Wenn die Pause beginnt) (!Wenn ein Blatt Papier leer ist)
Memory
| Freude | Lächeln |
| Traurigkeit | Tränen |
| Wut | Heißer Kopf |
| Angst | Schnelles Herz |
| Ruhe | Langsamer Atem |
| Mitgefühl | Trösten |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Situation |
|---|---|
| Freude | Du bekommst Besuch von einem lieben Menschen. |
| Traurigkeit | Dein Lieblingstier ist krank. |
| Wut | Jemand nimmt Dir absichtlich etwas weg. |
| Angst | Du hörst nachts ein unbekanntes Geräusch. |
| Stolz | Du hast eine schwere Aufgabe geschafft. |
Kreuzworträtsel
| Freude | Welches Gefühl passt oft zu Lachen? |
| Trauer | Welches Gefühl passt oft zu Weinen? |
| Ärger | Welches Wort passt zu leichter Wut? |
| Angst | Welches Gefühl kann vor Gefahr warnen? |
| Mimik | Wie heißt der Ausdruck im Gesicht? |
| Trost | Was kann einem traurigen Menschen helfen? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Gefühlegesicht: Male vier Gesichter für Freude, Traurigkeit, Wut und Angst.
- Gefühlspantomime: Stelle ein Gefühl ohne Worte dar. Die Gruppe rät.
- Gefühlskarte: Gestalte eine Karte mit dem Satz „Ich fühle mich …“.
- Körpergefühl: Zeichne einen Körper. Markiere, wo Du Freude oder Angst spürst.
Standard
- Gefühlsinterview: Frage eine Person, was ihr bei Traurigkeit hilft. Schreibe die Antwort auf.
- Gefühlsampel: Erfinde eine Ampel mit den Schritten Stopp, Atmen und Sprechen.
- Comic: Zeichne einen kurzen Streit. Zeige, wie die Kinder ihre Gefühle benennen.
- Zuhörübung: Arbeitet zu zweit. Eine Person erzählt, die andere hört zu und fasst zusammen.
Schwer
- Klassenrat: Plant Regeln für einen freundlichen Umgang mit starken Gefühlen.
- Erklärvideo: Dreht ein kurzes Video zu einem Gefühl. Zeigt Mimik, Körper und eine gute Hilfe.
- Gefühlsumfrage: Fragt in der Klasse, was beim Beruhigen hilft. Stellt die Ergebnisse als Bild dar.
- Hilfekarte: Erstellt eine Karte für schwierige Situationen mit sicheren Ansprechpersonen und hilfreichen Sätzen.


Lernkontrolle
- Perspektivwechsel: Ein neues Kind sitzt allein und schaut auf den Boden. Nenne zwei mögliche Gefühle. Erkläre, warum Nachfragen besser ist als Raten.
- Konfliktlösung: Zwei Kinder wollen denselben Ball. Formuliere für beide einen Gefühlssatz und schlage eine faire Lösung vor.
- Missverständnis: Ein Kind lacht, obwohl es nervös ist. Erkläre, warum Mimik allein nicht immer sicher ist.
- Mutprobe: Ein Kind hat Angst vor einem Vortrag. Entwickle drei Schritte, die helfen können, ohne das Kind zu zwingen.
- Gemeinschaftsregel: Begründe die Regel „Alle Gefühle sind erlaubt, aber Verletzen ist nicht erlaubt“ mit einem eigenen Beispiel.
- Hilfe holen: Beschreibe eine Situation, in der Kinder das Problem selbst lösen können, und eine Situation, in der eine erwachsene Person helfen muss.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis ist wichtig:
- Du erkennst Hinweise auf Gefühle in Gesicht, Stimme und Körper.
- Du benennst eigene Gefühle mit passenden Wörtern.
- Du verwendest einen Ich-Satz.
- Du fragst freundlich nach.
- Du hörst zu und beachtest ein Nein.
- Du kennst Wege zum Beruhigen.
- Du weißt, wann Du Hilfe holen musst.
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