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Figuren charakterisieren (Deutschunterricht) - aiMOOC

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Figuren charakterisieren (Deutschunterricht) - aiMOOC



Einleitung

Eine Figurencharakterisierung ist eine schriftliche Untersuchung einer literarischen Figur. Du beschreibst dabei nicht nur, wie eine Figur aussieht, sondern erklärst, wie sie denkt, spricht, handelt, fühlt und sich im Verlauf einer Erzählung, eines Romans, einer Kurzgeschichte, eines Dramas oder einer Novelle entwickelt. Im Deutschunterricht lernst Du damit, genauer zu lesen, Textstellen sinnvoll auszuwählen und Deine Deutung mit Textbelegen zu begründen.

Eine gute Charakterisierung beantwortet deshalb nicht nur die Frage: Wie ist die Figur? Sie beantwortet vor allem: Woran erkennst Du das im Text? und Welche Bedeutung hat diese Figur für die Handlung, die Themen und die Aussage des Textes?

Die Abbildung zeigt beispielhaft, wie eine Figurenkonstellation Beziehungen zwischen Figuren sichtbar machen kann. Solche Übersichten helfen Dir, bevor Du eine einzelne Figur genauer charakterisierst.

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Was bedeutet Figuren charakterisieren?

Beim Charakterisieren einer Figur erschließt Du ihre Eigenschaften aus dem Text. Eine literarische Figur ist keine reale Person, sondern eine von Autorinnen oder Autoren gestaltete Figur in einer fiktionalen Welt. Trotzdem wirkt sie oft lebendig, weil sie Wünsche, Ängste, Konflikte, Stärken, Schwächen und Beziehungen besitzt.

Eine Figurencharakterisierung verbindet drei Tätigkeiten: Du sammelst Informationen, Du ordnest diese Informationen und Du deutest sie. Das Sammeln allein reicht nicht aus. Wenn Du beispielsweise schreibst: „Die Figur ist arm, trägt alte Kleidung und lebt am Rand der Stadt“, dann beschreibst Du zunächst Merkmale. Eine Analyse entsteht erst, wenn Du erklärst, was diese Merkmale bedeuten: Vielleicht zeigt die äußere Lage der Figur ihre soziale Ausgrenzung, ihre Unsicherheit oder ihren Wunsch nach Anerkennung.


Direkte und indirekte Charakterisierung

In literarischen Texten können Figuren auf unterschiedliche Weise charakterisiert werden. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen direkter und indirekter Charakterisierung.

  1. Direkte Charakterisierung: Der Erzähler, eine andere Figur oder die Figur selbst nennt Eigenschaften ausdrücklich. Beispiel: „Anna war mutig und entschlossen.“
  2. Indirekte Charakterisierung: Eigenschaften werden nicht direkt genannt, sondern müssen erschlossen werden. Du erkennst sie an Verhalten, Sprache, Gedanken, Reaktionen, Kleidung, Beziehungen oder Entscheidungen. Beispiel: Anna stellt sich trotz Angst vor ihre Freundin und widerspricht der Gruppe.

Die indirekte Charakterisierung ist im Unterricht besonders wichtig, weil sie genaue Textanalyse verlangt. Du musst zeigen, aus welcher Textstelle Du Deine Deutung ableitest. Wenn eine Figur andere unterbricht, abwertend spricht oder ständig Befehle gibt, kann das auf Dominanz, Unsicherheit, Machtbewusstsein oder soziale Kälte hinweisen. Welche Deutung passt, hängt vom Zusammenhang des Textes ab.


Äußere Merkmale einer Figur

Äußere Merkmale sind Informationen, die man an der Figur sehen oder beschreiben kann. Dazu gehören Alter, Geschlecht, Kleidung, Körperbau, Aussehen, besondere Kennzeichen, Auftreten und manchmal auch Gestik und Mimik. Im Deutschunterricht solltest Du äußere Merkmale nicht einfach aufzählen. Entscheidend ist, ob sie eine Funktion haben.

Wenn eine Figur zum Beispiel immer sehr gepflegt erscheint, kann das auf Ordnungsliebe, Standesbewusstsein, Eitelkeit oder Anpassung an gesellschaftliche Erwartungen hindeuten. Wenn eine Figur auffallend schmutzige oder zerrissene Kleidung trägt, kann dies Armut, Vernachlässigung, Rebellion oder eine besondere Lebenssituation zeigen. Wichtig ist: Du solltest nie vorschnell urteilen, sondern Deine Deutung mit dem Text verbinden.


Innere Merkmale einer Figur

Innere Merkmale betreffen die Psyche, die Gefühle, Denkweisen, Wünsche, Werte, Ängste, Hoffnungen, Vorurteile, Ziele und inneren Konflikte einer Figur. Diese Merkmale sind oft schwerer zu erkennen als äußere Merkmale. Du erschließt sie aus Gedanken, Gesprächen, Handlungen und Reaktionen.

Besonders wichtig sind Motive. Ein Motiv erklärt, warum eine Figur etwas tut. Eine Figur kann lügen, weil sie sich schützen will, weil sie jemanden retten möchte, weil sie Macht gewinnen will oder weil sie Angst vor Ablehnung hat. Dieselbe Handlung kann also unterschiedliche Bedeutungen haben. Deshalb solltest Du Handlungen nie isoliert betrachten, sondern sie in der gesamten Handlung einordnen.


Soziale Merkmale und Beziehungen

Eine Figur steht fast immer in einem sozialen Zusammenhang. Dazu gehören Familie, Freundschaft, Beruf, Schule, Klasse, Milieu, gesellschaftliche Stellung, Machtverhältnisse und Beziehungen zu anderen Figuren. Die soziale Situation beeinflusst häufig, wie eine Figur handelt und wie sie von anderen wahrgenommen wird.

Besonders hilfreich ist eine Figurenkonstellation. Sie zeigt, welche Figuren miteinander verbunden sind, wer im Konflikt steht, wer abhängig ist, wer unterstützt und wer eine Gegenposition einnimmt. Beim Charakterisieren solltest Du daher nicht nur die Einzelfigur betrachten, sondern auch ihr Verhältnis zu anderen Figuren.


Aufbau einer Figurencharakterisierung

Eine gelungene Figurencharakterisierung folgt einem klaren Aufbau. Sie besteht in der Regel aus Einleitung, Hauptteil und Schluss.


Einleitung

In der Einleitung nennst Du die wichtigsten Basisinformationen zum Text. Dazu gehören Titel, Autorin oder Autor, Textsorte, Erscheinungsjahr, Thema und die Figur, die Du charakterisieren willst. Die Einleitung sollte knapp sein und zum Thema hinführen.

Ein möglicher Einleitungssatz lautet: In der Kurzgeschichte „...“ von ... geht es um ..., wobei die Figur ... eine zentrale Rolle spielt. Im Folgenden wird diese Figur charakterisiert.


Hauptteil

Im Hauptteil untersuchst Du die Figur geordnet und belegst Deine Aussagen. Eine sinnvolle Reihenfolge kann so aussehen:

  1. Grundinformationen: Name, Alter, Herkunft, Lebenssituation und Rolle in der Handlung.
  2. Äußere Merkmale: Aussehen, Kleidung, Auftreten und besondere Merkmale, sofern sie wichtig sind.
  3. Soziale Situation: Familie, Beruf, Freundschaften, gesellschaftliche Stellung und Beziehungen.
  4. Verhalten: typische Handlungen, Entscheidungen, Konflikte und Reaktionen.
  5. Sprache: Wortwahl, Satzbau, Gesprächsverhalten, Höflichkeit, Aggressivität, Unsicherheit oder Ironie.
  6. Innere Merkmale: Gefühle, Gedanken, Werte, Ziele, Ängste und Motive.
  7. Entwicklung: Veränderungen im Verlauf der Handlung.
  8. Funktion: Bedeutung der Figur für Thema, Konflikt, Spannung und Aussage des Textes.

Du musst diese Punkte nicht immer streng abarbeiten. Entscheidend ist, dass Dein Text logisch aufgebaut ist und nicht wie eine ungeordnete Merkmalliste wirkt.


Schluss

Im Schluss fasst Du die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Du kannst beurteilen, welche Funktion die Figur im Text hat, welche Entwicklung sie durchläuft oder welche Aussage durch sie sichtbar wird. Der Schluss enthält keine völlig neuen Einzelbelege, sondern bündelt Deine Deutung.

Ein möglicher Schlusssatz lautet: Insgesamt zeigt die Figur ..., dass ..., denn ihr Verhalten und ihre Entwicklung verdeutlichen ...


Textbelege richtig verwenden

Eine Figurencharakterisierung ohne Textbelege bleibt unbegründet. Du solltest jede wichtige Eigenschaft mit einer passenden Textstelle stützen. Dabei reicht es nicht, Zitate nur einzufügen. Du musst sie erklären.

Ein guter Dreischritt lautet: Behauptung – Beleg – Deutung.

  1. Behauptung: Du formulierst eine Eigenschaft oder Beobachtung. Beispiel: „Die Figur wirkt zu Beginn unsicher.“
  2. Beleg: Du verweist auf eine Textstelle oder zitierst kurz. Beispiel: „Sie antwortet nur leise und vermeidet Blickkontakt.“
  3. Deutung: Du erklärst, was daraus folgt. Beispiel: „Dadurch wird deutlich, dass sie sich in der Gruppe unterlegen fühlt.“

Kurze Zitate sind meist wirkungsvoller als lange. Ein Zitat sollte immer in Deinen eigenen Satz eingebunden sein. Seiten- oder Zeilenangaben helfen, die Aussage nachvollziehbar zu machen.


Sprache einer Charakterisierung

Eine Charakterisierung wird im Präsens geschrieben, weil literarische Texte bei der Analyse als gegenwärtig betrachtet werden. Außerdem sollte Deine Sprache sachlich, genau und nachvollziehbar sein. Vermeide Umgangssprache und unbegründete Wertungen.

Statt „Die Figur ist total gemein“ kannst Du schreiben: Die Figur verhält sich rücksichtslos, weil sie die Bedürfnisse anderer übergeht und ihre eigenen Ziele durchsetzt. Diese Formulierung ist genauer und lässt sich besser belegen.

Hilfreiche Formulierungen sind:

  1. Textdeutung: „Dies deutet darauf hin, dass ...“
  2. Analyse: „An dieser Stelle wird sichtbar, dass ...“
  3. Beleg: „Diese Eigenschaft zeigt sich, als ...“
  4. Entwicklung: „Im Verlauf der Handlung verändert sich ...“
  5. Figurenbeziehung: „Im Verhältnis zu ... wirkt die Figur ...“


Häufige Fehler vermeiden

Viele Fehler entstehen, weil eine Charakterisierung mit einer reinen Beschreibung verwechselt wird. Eine gute Charakterisierung ist aber eine begründete Analyse. Häufige Fehler sind:

  1. Inhaltsangabe statt Charakterisierung: Du erzählst die ganze Handlung nach, statt die Figur zu untersuchen.
  2. Behauptung ohne Beleg: Du nennst Eigenschaften, ohne sie am Text zu zeigen.
  3. Unklare Begriffe: Du verwendest Wörter wie „nett“, „komisch“ oder „böse“, ohne genauer zu erklären, was gemeint ist.
  4. Fehlende Ordnung: Du springst zwischen Aussehen, Verhalten, Beziehungen und Schlussfolgerungen hin und her.
  5. Keine Entwicklung: Du beachtest nicht, ob sich die Figur im Verlauf der Handlung verändert.
  6. Zu viele Zitate: Du reihst Textstellen aneinander, ohne sie zu deuten.


Schritt-für-Schritt-Methode

Mit der folgenden Methode kannst Du eine Figur systematisch charakterisieren.


Schritt 1: Text genau lesen

Lies den Text mindestens zweimal. Beim ersten Lesen verstehst Du die Handlung. Beim zweiten Lesen markierst Du Stellen, die etwas über die Figur verraten. Achte auf direkte Aussagen, Verhalten, Sprache, Gedanken, Beziehungen und Reaktionen anderer Figuren.


Schritt 2: Informationen sammeln

Lege eine Tabelle oder Mindmap an. Ordne Deine Beobachtungen nach äußeren Merkmalen, inneren Merkmalen, sozialer Situation, Verhalten, Sprache, Beziehungen und Entwicklung. Notiere immer Zeilen- oder Seitenangaben.


Schritt 3: Eigenschaften ableiten

Formuliere aus Deinen Beobachtungen Eigenschaften. Aus „Die Figur schaut auf den Boden und spricht kaum“ kann je nach Zusammenhang „unsicher“, „eingeschüchtert“, „traurig“ oder „schuldig“ werden. Prüfe immer, welche Deutung am besten zum Text passt.


Schritt 4: Belege auswählen

Wähle die aussagekräftigsten Textstellen. Nicht jede markierte Stelle muss in die Charakterisierung. Gute Belege zeigen zentrale Eigenschaften oder wichtige Entwicklungen.


Schritt 5: Schreibplan erstellen

Ordne Deine Ergebnisse, bevor Du schreibst. Beginne nicht sofort mit dem Ausformulieren. Ein Schreibplan verhindert Wiederholungen und sorgt für einen klaren Aufbau.


Schritt 6: Charakterisierung schreiben und überarbeiten

Schreibe sachlich im Präsens. Überarbeite anschließend Deinen Text: Sind alle wichtigen Eigenschaften belegt? Ist die Reihenfolge logisch? Wird aus den Belegen eine Deutung entwickelt? Gibt es eine klare Schlussaussage?


Beispiel einer kurzen Charakterisierung

Die folgende Beispielpassage zeigt, wie Behauptung, Beleg und Deutung verbunden werden können:

Die Figur wirkt zu Beginn zurückhaltend und unsicher. Dies zeigt sich daran, dass sie in Gesprächen nur knapp antwortet und den Blickkontakt vermeidet. Ihr Verhalten deutet darauf hin, dass sie sich in der Gruppe nicht zugehörig fühlt. Später verändert sich ihr Auftreten: Als sie einer anderen Figur widerspricht, zeigt sie erstmals Selbstbewusstsein. Dadurch wird deutlich, dass sie im Verlauf der Handlung eine Entwicklung durchläuft.

Diese Beispielpassage ist noch keine vollständige Charakterisierung. Sie zeigt aber, wie Aussagen begründet und gedeutet werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das Ziel einer Figurencharakterisierung? (Eine literarische Figur begründet zu untersuchen) (!Die Handlung vollständig nachzuerzählen) (!Nur das Aussehen einer Figur zu beschreiben) (!Die Autorin oder den Autor zu bewerten)




Was gehört zu einer direkten Charakterisierung? (Eine Eigenschaft wird ausdrücklich genannt) (!Eine Eigenschaft wird nur aus dem Verhalten erschlossen) (!Eine Textstelle wird ohne Erklärung zitiert) (!Eine Figur wird in eine andere Geschichte übertragen)




Was ist ein Textbeleg? (Eine passende Textstelle zur Begründung einer Aussage) (!Eine persönliche Meinung ohne Bezug zum Text) (!Eine Überschrift im Aufsatz) (!Ein frei erfundenes Beispiel)




In welcher Zeitform wird eine Figurencharakterisierung normalerweise geschrieben? (Präsens) (!Präteritum) (!Futur) (!Plusquamperfekt)




Was beschreibt die Figurenkonstellation? (Beziehungen zwischen Figuren) (!Die Rechtschreibung eines Textes) (!Die Länge eines Kapitels) (!Die Herkunft des Buchcovers)




Welche Aussage ist am besten begründet? (Die Figur wirkt unsicher, weil sie kaum spricht und Blickkontakt vermeidet) (!Die Figur ist irgendwie komisch) (!Die Figur ist schlecht, weil ich sie nicht mag) (!Die Figur hat bestimmt keine Freunde)




Was gehört in den Schluss einer Charakterisierung? (Eine zusammenfassende Deutung der Figur) (!Eine neue lange Inhaltsangabe) (!Eine unverbundene Liste aller Zitate) (!Eine Bewertung der Klassenarbeit)




Was ist eine indirekte Charakterisierung? (Eigenschaften werden aus Verhalten, Sprache oder Reaktionen erschlossen) (!Eigenschaften stehen immer ausdrücklich im ersten Satz) (!Die Figur wird nur äußerlich beschrieben) (!Der Text wird ohne Deutung abgeschrieben)




Warum ist die Sprache einer Figur wichtig? (Sie kann Hinweise auf Bildung, Gefühle, Haltung und Beziehungen geben) (!Sie ersetzt alle Textbelege) (!Sie macht die Einleitung überflüssig) (!Sie ist für die Analyse unwichtig)




Was sollte man beim Zitieren vermeiden? (Lange Zitate ohne eigene Deutung aneinanderzureihen) (!Kurze Textstellen sinnvoll einzubinden) (!Zeilenangaben zu verwenden) (!Zitate mit eigenen Beobachtungen zu erklären)





Memory

Direkte Charakterisierung Eigenschaft wird ausdrücklich genannt
Indirekte Charakterisierung Eigenschaft wird erschlossen
Textbeleg Begründung durch Textstelle
Figurenkonstellation Beziehungsnetz der Figuren
Motiv Grund für ein Verhalten
Entwicklung Veränderung im Handlungsverlauf





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Aussehen äußere Merkmale
Gedanken innere Merkmale
Freundschaft soziale Beziehung
Wortwahl Sprache
Wandlung Entwicklung






Kreuzworträtsel

Analyse Wie nennt man die genaue Untersuchung eines Textes?
Beleg Wie nennt man eine Textstelle zur Begründung?
Motiv Wie heißt der Grund für das Handeln einer Figur?
Milieu Wie nennt man das soziale Umfeld einer Figur?
Dialog Wie nennt man ein Gespräch zwischen Figuren?
Konflikt Wie nennt man einen zentralen Gegensatz in der Handlung?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Figurencharakterisierung untersucht eine

genauer. Dabei werden äußere Merkmale, innere Merkmale, soziale Beziehungen und das Verhalten der Figur betrachtet. Eine direkte Charakterisierung nennt eine Eigenschaft

. Eine indirekte Charakterisierung muss aus Handlungen, Sprache oder Reaktionen

werden. Wichtige Aussagen sollten immer mit einem

begründet werden. Eine gute Charakterisierung besteht aus Einleitung,

und Schluss. Im Hauptteil werden Beobachtungen nicht nur gesammelt, sondern auch

. Besonders wichtig ist die Frage, ob sich die Figur im Verlauf der Handlung

. Die Beziehungen zwischen den Figuren nennt man

.




Offene Aufgaben

Leicht

  1. Figurensteckbrief: Erstelle zu einer Figur aus einer gelesenen Geschichte einen Steckbrief mit Name, Alter, Aussehen, Lebenssituation, Beziehungen und drei belegten Eigenschaften.
  2. Textmarkierung: Markiere in einem kurzen literarischen Text alle Stellen, die etwas über eine Figur verraten, und ordne sie nach Aussehen, Verhalten, Sprache und Gefühlen.
  3. Eigenschaftensammlung: Sammle zehn Eigenschaftswörter für eine Figur und schreibe zu fünf Eigenschaften jeweils einen passenden Textbeleg.
  4. Figurenbild: Zeichne eine Figur und ergänze Sprechblasen, Gedankenblasen und Randnotizen, die wichtige Merkmale der Figur zeigen.

Standard

  1. Charakterisierung schreiben: Verfasse eine vollständige Charakterisierung zu einer Hauptfigur aus einer Kurzgeschichte. Achte auf Einleitung, geordneten Hauptteil, Belege und Schluss.
  2. Figurenkonstellation erstellen: Zeichne ein Beziehungsnetz zu mindestens vier Figuren eines Textes und erkläre die wichtigsten Beziehungen schriftlich.
  3. Direkt und indirekt: Suche in einem Text je drei Beispiele für direkte und indirekte Charakterisierung und erkläre den Unterschied anhand Deiner Funde.
  4. Sprachanalyse: Untersuche die Sprache einer Figur. Achte auf Wortwahl, Satzbau, Gesprächsverhalten und Wirkung auf andere Figuren.

Schwer

  1. Figurenentwicklung analysieren: Zeige an mehreren Textstellen, wie sich eine Figur im Verlauf der Handlung verändert, und erkläre mögliche Gründe für diese Entwicklung.
  2. Vergleichende Charakterisierung: Vergleiche zwei Figuren desselben Textes. Arbeite Gemeinsamkeiten, Gegensätze und ihre Bedeutung für den zentralen Konflikt heraus.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe eine Szene aus der Sicht einer Nebenfigur um und erläutere anschließend, wie sich dadurch die Wahrnehmung der Hauptfigur verändert.
  4. Interpretationsaufsatz: Verfasse einen Aufsatz zur Frage, welche Aussage des Textes durch die Gestaltung einer bestimmten Figur besonders deutlich wird.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Erkläre an einer unbekannten Textstelle, wie eine Figur indirekt charakterisiert wird. Begründe Deine Deutung mit mindestens drei Textbelegen.
  2. Beziehungsanalyse: Untersuche, wie sich eine Figur in unterschiedlichen Beziehungen verschieden verhält, und leite daraus eine differenzierte Charakterisierung ab.
  3. Konfliktdeutung: Zeige, wie der innere oder äußere Konflikt einer Figur das Thema des Textes sichtbar macht.
  4. Sprachwirkung: Analysiere, wie die Sprache einer Figur ihre soziale Stellung, ihre Gefühle oder ihre Absichten erkennen lässt.
  5. Entwicklung beurteilen: Beurteile, ob eine Figur am Ende des Textes verändert ist oder im Wesentlichen gleich bleibt. Begründe Deine Einschätzung.
  6. Lernnachweis: Erstelle zu einer selbst gewählten literarischen Figur ein Portfolio mit Textstellen, Figurenkonstellation, Schreibplan, ausformulierter Charakterisierung und kurzer Reflexion über Deine Vorgehensweise.




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