Feldhase


Feldhase
Einleitung
Der Feldhase ist eines der bekanntesten Wildtiere der offenen Kulturlandschaft. Sein wissenschaftlicher Name lautet Lepus europaeus. Er gehört zu den Säugetieren, zur Ordnung der Hasenartigen und zur Familie der Hasen. Obwohl viele Menschen ihn mit dem Wildkaninchen verwechseln, ist der Feldhase eine eigene Art mit besonderen Anpassungen: lange Ohren, kräftige Hinterläufe, ein schlanker Körper, ein tarnfarbenes Fell und ein Verhalten, das perfekt zum Leben in offenen Landschaften passt.
Der Feldhase ist ein Symbol für Frühling, Fruchtbarkeit, Ostern und lebendige Feldfluren. Gleichzeitig zeigt er, wie stark Landwirtschaft, Straßenverkehr, Landschaftszerschneidung und der Verlust von Biodiversität auf heimische Tierarten wirken. Wenn Du den Feldhasen verstehen willst, lernst Du nicht nur etwas über ein einzelnes Tier, sondern auch über Ökologie, Artenschutz, Nahrungskette, Lebensraum und den Zusammenhang zwischen menschlichem Handeln und biologischer Vielfalt.

In diesem aiMOOC untersuchst Du, wie der Feldhase lebt, woran Du ihn erkennst, warum er offene und strukturreiche Landschaften braucht, welche Rolle er im Ökosystem spielt und was Menschen tun können, damit Feldhasen auch in Zukunft in unserer Landschaft vorkommen. Du arbeitest mit Sachtexten, Bildern, Videos, Quizfragen, offenen Aufgaben und Lernkontrollen. Dabei sollst Du nicht nur Fakten wiedergeben, sondern Zusammenhänge erkennen, eigene Beobachtungen planen und Schutzmaßnahmen beurteilen.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du den Feldhasen biologisch einordnen, seine wichtigsten Merkmale beschreiben und ihn vom Wildkaninchen unterscheiden. Du kannst erklären, warum strukturreiche Agrarlandschaften für Feldhasen wichtig sind. Außerdem kannst Du Gefährdungsursachen benennen, sinnvolle Schutzmaßnahmen begründen und eigene kleine Forschungs- oder Medienprojekte zum Feldhasen entwickeln.
Der Feldhase als Säugetier
Systematik und Grundwissen
Der Feldhase ist ein Säugetier, weil die Weibchen ihre Jungen mit Milch säugen, ein Fell besitzen und gleichwarm sind. Er gehört nicht zu den Nagetieren, sondern zu den Hasenartigen. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Hasenartige besondere Zähne besitzen und eine eigene Ordnung innerhalb der Säugetiere bilden.
Die biologische Einordnung lautet: Der Feldhase gehört zur Familie der Hasen, zur Gattung der Echten Hasen und zur Art Lepus europaeus. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet und lebt bevorzugt in offenen oder halboffenen Landschaften. Dazu gehören Äcker, Wiesen, Feldraine, Brachflächen, Heckenlandschaften, Grünland und lichte Waldränder.
Der Körperbau des Feldhasen ist auf Flucht und Wachsamkeit spezialisiert. Seine langen Ohren werden in der Jägersprache oft Löffel genannt. Mit ihnen kann er Geräusche aus verschiedenen Richtungen wahrnehmen. Seine großen seitlich stehenden Augen ermöglichen ein weites Sichtfeld. Seine langen Hinterläufe machen ihn zu einem schnellen Läufer, der bei Gefahr plötzlich fliehen und Haken schlagen kann.
Aussehen und Merkmale
Ein ausgewachsener Feldhase ist deutlich größer und schlanker als ein Wildkaninchen. Typisch sind die langen Ohren mit dunklen Spitzen, die langen Hinterbeine, der kurze Schwanz mit dunkler Oberseite und heller Unterseite sowie das braun-graue, gesprenkelte Fell. Dieses Tarnfell hilft ihm, in trockenen Gräsern, auf Ackerboden oder zwischen Pflanzen unauffällig zu bleiben.
Feldhasen erreichen eine Körperlänge von ungefähr einem halben Meter oder etwas mehr. Ihr Gewicht liegt meist bei mehreren Kilogramm. Der genaue Körperbau hängt von Alter, Geschlecht, Jahreszeit und Lebensraum ab. Wichtig ist vor allem: Der Feldhase ist kein Höhlenbewohner. Er gräbt im Unterschied zum Wildkaninchen keine Baue mit unterirdischen Gängen, sondern ruht oberirdisch in einer flachen Mulde, der Sasse.
Die Sasse ist oft nur eine kleine Vertiefung im Boden. Der Feldhase legt sich hinein, drückt sich flach an den Untergrund und verlässt sich auf sein Tarnfell. Dieses Verhalten nennt man in der Fachsprache manchmal Drücken. Erst wenn ein Feind oder ein Mensch sehr nahe kommt, springt der Feldhase auf und flieht mit hoher Geschwindigkeit.
Sinne und Anpassungen
Der Feldhase besitzt sehr gute Sinne. Besonders wichtig sind Hören, Sehen und Riechen. Seine langen Ohren helfen, leise Geräusche zu orten. Die seitlich liegenden Augen geben ihm ein großes Blickfeld, sodass er Bewegungen in der Umgebung früh wahrnehmen kann. Sein Geruchssinn hilft ihm, Nahrung, Artgenossen und Gefahren zu erkennen.
Seine Anpassungen passen zur offenen Landschaft. Ein Tier, das im Wald lebt, kann sich oft hinter Stämmen, Gebüschen oder Felsen verstecken. Der Feldhase lebt dagegen häufig auf Flächen, auf denen Deckung knapp ist. Deshalb ist er gut getarnt, sehr aufmerksam und schnell. Seine langen Hinterläufe ermöglichen weite Sprünge. Bei einer Flucht kann er Haken schlagen, also die Richtung plötzlich ändern. Das erschwert es Füchsen, Greifvögeln oder anderen Feinden, ihn zu fangen.
Lebensraum und Verbreitung
Offene und halboffene Landschaften
Der Feldhase ist ein Tier der offenen und halboffenen Landschaften. Er bevorzugt abwechslungsreiche Lebensräume mit Nahrung, Ruheplätzen und Deckung. Besonders günstig sind Gebiete, in denen Ackerbau, Grünland, Hecken, Feldgehölze, Blühstreifen, Brachflächen und Ackerränder miteinander verbunden sind.
Eine eintönige Landschaft mit großen Feldern, wenigen Randstreifen und kaum Verstecken ist für Feldhasen problematisch. Dort finden sie weniger Nahrungspflanzen, weniger Schutz vor Feinden und weniger sichere Plätze für Junghasen. Eine vielfältige Feldflur bietet dagegen unterschiedliche Pflanzen, Insekten, Kleintiere, Samen, Deckung und Mikroklima. Deshalb profitieren nicht nur Feldhasen von strukturreichen Landschaften, sondern auch Feldlerche, Kiebitz, Rebhuhn, Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Arten.

Verbreitung in Europa und darüber hinaus
Der Feldhase ist in großen Teilen Europas heimisch. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht über weite Regionen der westlichen und südwestlichen Paläarktis. Durch menschliche Einbürgerungen kommt er heute auch außerhalb seines ursprünglichen Areals vor. Für den Unterricht ist wichtig: Eine Art kann in einem Gebiet heimisch sein, in einem anderen Gebiet aber durch den Menschen eingeführt worden sein. Dort kann sie andere ökologische Rollen einnehmen.
In Deutschland ist der Feldhase in vielen Regionen verbreitet, aber seine Bestände sind regional sehr unterschiedlich. Manche Landschaften bieten noch gute Bedingungen, andere sind für ihn schwieriger geworden. Entscheidend sind unter anderem Wetter, landwirtschaftliche Nutzung, Deckung, Nahrung, Krankheiten, Straßenverkehr und die Zahl natürlicher Feinde. Deshalb kann es in einer Region viele Feldhasen geben, während sie in einer anderen selten beobachtet werden.
Lebensweise
Tagesrhythmus und Verhalten
Der Feldhase ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Das bedeutet: Besonders häufig ist er in den frühen Morgenstunden, am Abend und in der Nacht unterwegs. In der Paarungszeit im Spätwinter und Frühjahr kann man Feldhasen jedoch auch tagsüber beobachten. Dann fallen manchmal die bekannten Hasenkämpfe auf, bei denen Tiere einander jagen, springen oder mit den Vorderpfoten schlagen.
Außerhalb der Paarungszeit lebt der Feldhase meist als Einzelgänger. Er bildet keine großen Kolonien wie das Wildkaninchen. Sein Alltag besteht aus Ruhen, Fressen, Fellpflege, Wachsamkeit und Bewegung zwischen verschiedenen Nahrungspflanzen. Wenn Gefahr droht, bleibt er oft zunächst reglos in der Sasse liegen. Diese Strategie funktioniert nur, wenn der Lebensraum genügend Tarnung und Ruhe bietet.
Ernährung
Der Feldhase ernährt sich pflanzlich. Er frisst grüne Pflanzenteile, Kräuter, Gräser, junge Triebe, Kulturpflanzen, Getreide, Knollen, Wurzeln und im Winter auch Rinde junger Gehölze. Besonders wertvoll sind vielfältige Pflanzenbestände, weil sie zu verschiedenen Jahreszeiten unterschiedliche Nahrung bieten.
Wie viele Hasenartige nutzt der Feldhase eine besondere Verdauungsstrategie. Er produziert weichen Blinddarmkot, der nährstoffreich ist, und nimmt ihn wieder auf. Dieses Verhalten heißt Caecotrophie. Dadurch kann er Nährstoffe besser verwerten, die bei der ersten Verdauung noch nicht vollständig aufgenommen wurden. Für Lernende ist dies ein gutes Beispiel dafür, wie eng Körperbau, Verhalten und Ernährung zusammenhängen.
Fortpflanzung und Entwicklung
Die Fortpflanzungszeit des Feldhasen beginnt in Mitteleuropa häufig schon im Winter und kann bis in den Herbst reichen. Feldhasenweibchen können mehrmals im Jahr Junge bekommen. Nach einer Tragzeit von etwa sechs Wochen werden die Junghasen geboren. Die Jungtiere sind Nestflüchter: Sie kommen behaart und sehend zur Welt und liegen einzeln oder verteilt in der Vegetation. Sie sind nicht wie Kaninchenjunge nackt und blind in einem unterirdischen Nest.
Für Menschen ist besonders wichtig: Ein Junghase, der allein im Gras sitzt, ist in der Regel nicht verlassen. Die Mutter kommt nur kurz zum Säugen und bleibt sonst fern, damit sie keine Feinde zum Jungtier lockt. Deshalb sollst Du Junghasen nicht anfassen, nicht mitnehmen und nicht stören. Nur wenn ein Tier offensichtlich verletzt ist, sollte eine zuständige Wildtierstelle, ein Tierarzt, eine Wildtierauffangstation oder die örtliche Naturschutzbehörde informiert werden.
Feinde, Krankheiten und Überlebensstrategien
Feldhasen sind Teil der Nahrungskette. Sie können Beute von Füchsen, Mardern, Greifvögeln, Rabenvögeln und anderen Beutegreifern werden. Besonders Junghasen sind gefährdet, weil sie klein sind und sich noch nicht so schnell bewegen können wie erwachsene Tiere. Natürliche Feinde gehören zu einem funktionierenden Ökosystem. Problematisch wird es, wenn zusätzlich Lebensraumverlust, ungünstige Witterung, Verkehr und Nahrungsmangel die Bestände belasten.
Die wichtigsten Überlebensstrategien des Feldhasen sind Tarnung, Wachsamkeit, schnelles Laufen und plötzliches Haken schlagen. Außerdem vermeidet er unnötige Aufmerksamkeit. Er ruht gut getarnt, bewegt sich oft in der Dämmerung und nutzt Deckung durch Pflanzen. Je vielfältiger der Lebensraum, desto besser kann er diese Strategien einsetzen.
Feldhase und Mensch
Landwirtschaft und Artenschutz
Der Feldhase ist eng mit der Landwirtschaft verbunden. Viele seiner Lebensräume liegen in landwirtschaftlich genutzten Flächen. Deshalb wirkt sich die Art der Bewirtschaftung direkt auf ihn aus. Große Monokulturen, häufige Mahd, das Entfernen von Hecken, der Verlust von Brachen, der Einsatz von Herbiziden und das schnelle Abernten großer Flächen können Nahrung und Deckung verringern.
Günstig sind dagegen Blühstreifen, breite Ackerränder, Hecken, Feldgehölze, extensiv genutztes Grünland, Brachflächen und eine vielfältige Fruchtfolge. Solche Maßnahmen helfen nicht nur dem Feldhasen, sondern erhöhen die Biodiversität insgesamt. Damit wird der Feldhase zu einer Art Zeiger: Wenn es ihm gut geht, ist die Feldflur oft auch für viele andere Arten wertvoller.
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=eh2Ww1xr_vU |500|center}}
Straßenverkehr und Landschaftszerschneidung
Straßen zerschneiden Lebensräume. Für Feldhasen bedeutet das: Sie müssen bei der Suche nach Nahrung, Partnern oder neuen Revieren Verkehrswege überqueren. Dabei können Wildunfälle entstehen. Auch wenn Straßen nicht direkt tödlich sind, können sie Lebensräume voneinander trennen. Diese Landschaftszerschneidung erschwert den Austausch zwischen Teilpopulationen.
Zum Schutz helfen Grünbrücken, Wildtierkorridore, Temporeduzierung an bekannten Wildwechseln, Rücksicht in der Dämmerung und eine Raumplanung, die Lebensräume miteinander verbindet. Für Lernende bietet dieses Thema eine gute Möglichkeit, Biologie, Geographie, Politische Bildung und Mobilität miteinander zu verknüpfen.
Hase oder Kaninchen?
Feldhase und Wildkaninchen werden häufig verwechselt. Beide gehören zu den Hasenartigen, unterscheiden sich aber deutlich. Der Feldhase ist größer, hat längere Ohren, längere Hinterläufe und lebt meist allein oberirdisch in einer Sasse. Das Wildkaninchen ist kleiner, hat kürzere Ohren, lebt gesellig und gräbt unterirdische Baue. Auch die Jungtiere unterscheiden sich: Junghasen sind Nestflüchter, Kaninchenjunge sind Nesthocker und kommen nackt und blind zur Welt.
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=jJxYv9tIXBg |500|center}}
Diese Unterscheidung zeigt, dass ähnliche Tiere sehr verschiedene Lebensweisen haben können. Wer genau hinsieht, erkennt: Körperbau, Verhalten und Lebensraum bilden ein zusammenhängendes Anpassungssystem.
Beobachten und Forschen
Spuren und Hinweise im Gelände
Feldhasen hinterlassen Spuren, die Du mit Geduld erkennen kannst. Dazu gehören Trittsiegel, Kot, Fraßspuren und die Sasse. Hasenkot ist meist rundlich und faserig. Fraßspuren können an jungen Pflanzen oder Gehölzen sichtbar sein. Die Sasse ist eine flache Mulde im Boden, oft gut getarnt zwischen Gras, Ackerpflanzen oder Stoppeln.
Beim Beobachten gilt: Wildtiere haben Vorrang. Bleibe auf Wegen, halte Abstand, störe keine Jungtiere, benutze Fernglas oder Kamera mit Zoom und vermeide Lärm. Beobachtung bedeutet nicht, ein Tier möglichst nahe zu verfolgen, sondern sein Verhalten respektvoll und aufmerksam wahrzunehmen.
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=skN0sAoHVo0 |500|center}}
Der Feldhase als Unterrichtsthema
Der Feldhase eignet sich für viele Fächer. In Biologie lernst Du Anpassung, Fortpflanzung, Nahrungskette und Artenschutz kennen. In Geographie untersuchst Du Landschaftsnutzung, Landwirtschaft und Lebensräume. In Deutsch kannst Du Sachtexte, Steckbriefe, Reportagen oder Erklärvideos gestalten. In Kunst kannst Du Beobachtungsskizzen oder Naturillustrationen anfertigen. In Politischer Bildung diskutierst Du Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft, Verkehr, Naturschutz und Siedlungsentwicklung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Zu welcher Tiergruppe gehört der Feldhase? (Säugetiere) (!Amphibien) (!Reptilien) (!Insekten)
Wie lautet der wissenschaftliche Name des Feldhasen? (Lepus europaeus) (!Oryctolagus cuniculus) (!Vulpes vulpes) (!Capreolus capreolus)
Welche Landschaft bevorzugt der Feldhase besonders? (Offene und halboffene Landschaft) (!Dichte Tropenwälder) (!Tiefe Meeresgebiete) (!Hochalpine Gletscherflächen)
Wie nennt man die flache Ruhemulde des Feldhasen? (Sasse) (!Bau) (!Horst) (!Kobel)
Was ist ein typischer Unterschied zwischen Feldhase und Wildkaninchen? (Feldhasen ruhen oberirdisch in einer Sasse) (!Feldhasen bauen immer große unterirdische Kolonien) (!Feldhasen sind kleiner als Wildkaninchen) (!Feldhasen haben keine Hinterbeine)
Was bedeutet Nestflüchter beim Feldhasen? (Junghasen werden behaart und sehend geboren) (!Junghasen schlüpfen aus Eiern) (!Junghasen leben zuerst im Wasser) (!Junghasen können erst nach einem Jahr sehen)
Welche Nahrung frisst der Feldhase hauptsächlich? (Pflanzliche Nahrung) (!Fische) (!Aas als Hauptnahrung) (!Insekten als einzige Nahrung)
Welche Maßnahme hilft Feldhasen in der Agrarlandschaft besonders? (Blühstreifen und Hecken erhalten) (!Alle Feldränder entfernen) (!Nur Asphaltflächen anlegen) (!Jede Brachfläche sofort versiegeln)
Warum ist Tarnung für den Feldhasen wichtig? (Sie schützt ihn in offenen Landschaften vor Entdeckung) (!Sie ersetzt jede Nahrung) (!Sie macht ihn zu einem Pflanzenfresser) (!Sie verhindert jede Fortpflanzung)
Welche Gefahr entsteht durch Straßen für Feldhasen? (Lebensräume werden zerschnitten und Wildunfälle nehmen zu) (!Straßen schaffen automatisch mehr Deckung) (!Straßen ersetzen natürliche Nahrung) (!Straßen machen Feldhasen zu Höhlenbewohnern)
Memory
| Feldhase | Lepus europaeus |
| Sasse | Flache Ruhemulde |
| Löffel | Lange Ohren |
| Nestflüchter | Sehendes Jungtier |
| Blühstreifen | Nahrung und Deckung |
| Haken schlagen | Plötzlicher Richtungswechsel |
| Caecotrophie | Aufnahme von Blinddarmkot |
| Agrarlandschaft | Vom Menschen geprägte Feldflur |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Ohren | Hören und Warnsignale erkennen |
| Hinterläufe | Sprinten und Haken schlagen |
| Sasse | Flache Ruhemulde |
| Blühstreifen | Nahrung und Deckung |
| Nestflüchter | Behaart und sehend geboren |
Kreuzworträtsel
| Sasse | Wie nennt man die flache Ruhemulde des Feldhasen? |
| Deckung | Was braucht der Feldhase als Schutz in offener Landschaft? |
| Pflanzen | Wovon ernährt sich der Feldhase hauptsächlich? |
| Rammler | Wie nennt man ein männliches Tier bei Hasen? |
| Nestflüchter | Wie nennt man Jungtiere, die sehend und behaart geboren werden? |
| Löffel | Wie nennt man die langen Ohren des Feldhasen auch? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Steckbrief Feldhase: Erstelle einen übersichtlichen Steckbrief mit Aussehen, Nahrung, Lebensraum, Fortpflanzung und Besonderheiten des Feldhasen.
- Hase oder Kaninchen: Zeichne zwei beschriftete Bilder und markiere mindestens fünf Unterschiede zwischen Feldhase und Wildkaninchen.
- Feldhasen-Wörterbuch: Sammle zehn Fachbegriffe zum Feldhasen, erkläre sie in eigenen Worten und ergänze jeweils einen Beispielsatz.
- Naturbeobachtung: Beobachte eine Wiese, einen Feldrand oder einen Park aus sicherem Abstand und notiere, welche Strukturen dort für Feldhasen nützlich sein könnten.
Standard
- Lebensraum-Analyse: Untersuche eine Landschaftskarte oder ein Luftbild und bewerte, ob der dargestellte Raum für Feldhasen geeignet ist.
- Erklärvideo Feldhase: Plane ein kurzes Erklärvideo, in dem Du die Lebensweise des Feldhasen und seine wichtigsten Gefährdungen sachlich erklärst.
- Nahrungskette: Erstelle ein Schaubild, das den Feldhasen in eine Nahrungskette und ein Nahrungsnetz der Agrarlandschaft einordnet.
- Interview Naturschutz: Entwickle Fragen für ein Interview mit einer Person aus Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz oder Landschaftspflege zum Thema Feldhase.
Schwer
- Artenschutz-Konzept: Entwirf ein Schutzkonzept für eine Gemeinde, das Blühstreifen, Hecken, Verkehrsberuhigung und Öffentlichkeitsarbeit sinnvoll verbindet.
- Konfliktanalyse Landwirtschaft: Analysiere den Zielkonflikt zwischen effizienter Landwirtschaft und Schutz der Biodiversität am Beispiel des Feldhasen.
- Forschungsprojekt Feldflur: Plane eine kleine wissenschaftliche Untersuchung, mit der Du Lebensraumstrukturen für Feldhasen vergleichst und auswertest.
- Medienkritik Artenschutz: Vergleiche zwei Informationsquellen über den Feldhasen und prüfe, welche Aussagen belegt, verständlich und ausgewogen sind.


Lernkontrolle
- Zusammenhang Lebensraum und Verhalten: Erkläre, wie Sasse, Tarnfell, lange Ohren und schnelle Flucht zusammenpassen und warum diese Merkmale besonders in offenen Landschaften wichtig sind.
- Transfer auf andere Arten: Vergleiche den Feldhasen mit einer anderen Offenlandart und arbeite heraus, welche ähnlichen Gefährdungen beide Arten betreffen.
- Bewertung von Schutzmaßnahmen: Beurteile, welche drei Maßnahmen in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft dem Feldhasen wahrscheinlich am meisten helfen würden, und begründe Deine Auswahl.
- Fallbeispiel Junghase: Entwickle eine angemessene Handlungsempfehlung für eine Person, die einen einzelnen Junghasen im Gras findet.
- Ursache und Wirkung: Zeige an einem Ursache-Wirkungs-Diagramm, wie der Verlust von Hecken und Brachen den Feldhasenbestand beeinflussen kann.
- Perspektivwechsel: Formuliere eine kurze Stellungnahme aus Sicht einer Landwirtin, eines Naturschützers und einer Gemeindeplanung zum Schutz des Feldhasen.
Lernnachweis
Für einen guten Lernnachweis zum Thema Feldhase solltest Du zeigen, dass Du die Art nicht nur beschreiben, sondern auch in ökologische Zusammenhänge einordnen kannst. Wichtig ist ein fachlich richtiger Steckbrief mit Systematik, Merkmalen, Lebensraum, Ernährung, Fortpflanzung und Verhalten. Außerdem solltest Du den Unterschied zwischen Feldhase und Wildkaninchen erklären können. Ein überzeugender Lernnachweis enthält eine begründete Bewertung von Gefährdungen wie Lebensraumverlust, eintönige Agrarlandschaft, Straßenverkehr und Landschaftszerschneidung. Besonders stark ist Dein Ergebnis, wenn Du eigene Beobachtungen, Karten, Zeichnungen, Fotos, Interviews oder ein Erklärvideo einbeziehst und daraus konkrete Schutzideen ableitest. Achte auf sachliche Sprache, korrekt verwendete Fachbegriffe, nachvollziehbare Quellen und eine klare Darstellung.
OERs zum Thema
Quellenhinweise
- Wikipedia: Feldhase
- Wikimedia Commons: Medien zu Lepus europaeus
- Rote Liste: Rote-Liste-Zentrum zu Lepus europaeus
- NABU: Bedrohte Feldhasen
- Deutsche Wildtier Stiftung: Steckbrief Feldhase
- YouTube: Feldhasen brauchen eine strukturreiche Agrarlandschaft
- YouTube: Feldhase und Wildkaninchen
- YouTube: Wildtier Feldhase
Links
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs



aiMOOC Projekte


THE MONKEY DANCE





{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}
|
{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}