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Fehler in Lösungswegen erkennen - EKM

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Fehler in Lösungswegen erkennen - EKM




Einleitung

Fehler in Lösungswegen erkennen - EKM ist ein aiMOOC zum mathematischen Denken, Prüfen, Begründen und Verbessern von Lösungswegen. Im Mittelpunkt steht nicht nur das richtige Endergebnis, sondern die Frage: Wo genau entsteht ein Fehler, warum entsteht er und wie lässt er sich nachvollziehbar korrigieren? Diese Kompetenz ist besonders wichtig für den Erweiterten Kompetenznachweis Mathematik, kurz EKM, weil dort neben dem Rechnen auch allgemeine mathematische Kompetenzen wie Problemlösen, Argumentieren, Kommunizieren, Modellieren und das Verwenden von Darstellungen sichtbar werden.

Beim Erkennen von Fehlern arbeitest Du wie eine mathematische Detektivin oder ein mathematischer Detektiv: Du prüfst Schritt für Schritt, ob ein Lösungsweg zur Aufgabe passt, ob die verwendeten Rechenregeln korrekt angewendet wurden, ob die Einheiten stimmen, ob das Ergebnis plausibel ist und ob die Erklärung nachvollziehbar formuliert wurde. Fehler sind dabei keine Niederlage, sondern wichtige Lernchancen. Wer einen Fehler erklären kann, zeigt häufig ein tieferes Verständnis als jemand, der nur zufällig ein richtiges Ergebnis nennt.


Was bedeutet EKM?

EKM steht in diesem Kurs für den Erweiterten Kompetenznachweis Mathematik. Ein solcher Kompetenznachweis richtet den Blick auf das, was Du beim mathematischen Arbeiten tatsächlich leistest: Du analysierst Situationen, findest passende Strategien, begründest Deine Entscheidungen, vergleichst Lösungswege und erklärst Fehler verständlich. Dadurch wird Mathematik nicht nur als Ansammlung von Rechenverfahren verstanden, sondern als eine Denkweise, mit der man Probleme strukturiert untersucht.

Ein Kompetenznachweis kann zum Beispiel aus einer offenen Aufgabe, einer Gruppenarbeit, einer Präsentation, einem Fehlerprotokoll, einer schriftlichen Begründung oder einer Reflexion bestehen. Entscheidend ist, dass Du zeigen kannst, wie Du denkst. Ein richtiges Ergebnis ist wichtig, aber es reicht nicht immer aus. Im Mathematikunterricht zählt auch, ob Du erklären kannst, warum ein Weg richtig oder falsch ist.


Warum Fehleranalyse zu EKM passt

Beim EKM wird sichtbar, ob Du mathematische Zusammenhänge verstehst. Das Erkennen von Fehlern in Lösungswegen eignet sich dafür besonders gut, weil Du mehrere Kompetenzen gleichzeitig brauchst:

  1. Lesekompetenz: Du musst die Aufgabe und den vorgegebenen Lösungsweg genau verstehen.
  2. Mathematische Kompetenz: Du musst Regeln, Begriffe und Verfahren sicher anwenden.
  3. Argumentation: Du musst begründen, warum ein Schritt stimmt oder nicht stimmt.
  4. Kommunikation: Du musst Deine Korrektur verständlich formulieren.
  5. Reflexion: Du musst erklären, wie der Fehler künftig vermieden werden kann.


Fehler sind Lerngelegenheiten

Ein Fehler ist eine Abweichung von einem Ziel, einer Regel, einem erwarteten Ergebnis oder einem sinnvollen Verfahren. Im Mathematikunterricht sind Fehler besonders wertvoll, wenn man sie nicht nur markiert, sondern untersucht. Eine gute Fehlerkultur bedeutet: Fehler werden ernst genommen, aber niemand wird bloßgestellt. Statt „Das ist falsch“ sagst Du besser: In diesem Schritt wird eine Regel nicht korrekt angewendet. Dadurch bleibt die Kritik sachlich und hilft beim Lernen.


Vom Ergebnisfehler zum Denkfehler

Nicht jeder falsche Lösungsweg enthält denselben Fehlertyp. Manchmal wurde nur eine Zahl falsch abgeschrieben. Manchmal wurde eine Rechenregel nicht verstanden. Manchmal passt das mathematische Modell nicht zur Sachsituation. Deshalb ist es wichtig, zwischen verschiedenen Fehlerarten zu unterscheiden.

Fehlerart Typische Frage Beispiel Sinnvolle Reaktion
Rechenfehler Wurde eine Rechenoperation falsch ausgeführt? Aus 7 mal 8 wird 54. Rechnung wiederholen und mit Überschlag prüfen.
Regelfehler Wurde eine mathematische Regel falsch angewendet? Aus 2 mal Klammer x plus 3 wird 2x plus 3. Regel erklären und korrekt anwenden.
Konzeptfehler Wurde ein Begriff falsch verstanden? Umfang und Flächeninhalt werden verwechselt. Grundvorstellung mit Skizze klären.
Darstellungsfehler Wurde eine Tabelle, Zeichnung oder ein Diagramm falsch gelesen? Die Achsenskalierung wird übersehen. Darstellung beschreiben und Daten neu zuordnen.
Modellierungsfehler Passt das mathematische Modell zur Sachsituation? Bei Personen wird ein Dezimalergebnis nicht sinnvoll gerundet. Ergebnis im Sachkontext prüfen.
Einheitenfehler Stimmen Größen und Einheiten überein? Meter und Zentimeter werden vermischt. Einheiten umrechnen und kennzeichnen.
Argumentationsfehler Folgt die Begründung logisch aus den vorherigen Schritten? Aus einem Beispiel wird eine allgemeine Regel gemacht. Gegenbeispiel suchen und Aussage präzisieren.
Übertragungsfehler Wurde etwas falsch abgeschrieben oder übernommen? Aus 36 wird 63. Aufgabe und Zwischenschritte vergleichen.


Strategien zum Erkennen von Fehlern

Fehler in Lösungswegen findest Du am zuverlässigsten, wenn Du nicht nur das Endergebnis prüfst. Arbeite Schritt für Schritt. Jede Zeile eines Lösungswegs muss zur Aufgabe, zur vorherigen Zeile und zur verwendeten Regel passen.


Die Sechs-Schritte-Methode

  1. Aufgabenverständnis: Lies die Aufgabe genau und formuliere mit eigenen Worten, was gesucht ist.
  2. Zielklärung: Bestimme, welches Ergebnis oder welche Aussage am Ende stehen soll.
  3. Schrittprüfung: Prüfe jeden Rechenschritt einzeln: Was wurde gemacht und ist das erlaubt?
  4. Regelprüfung: Benenne die verwendete Regel, zum Beispiel Punkt-vor-Strich, Bruchrechnung, Äquivalenzumformung oder Dreisatz.
  5. Plausibilitätsprüfung: Überlege, ob das Ergebnis ungefähr passen kann.
  6. Korrektur: Schreibe den fehlerhaften Schritt richtig auf und erkläre, wie der Fehler vermieden werden kann.


Leitfragen für die Fehlerdetektivarbeit

  1. Was ist gegeben?: Welche Informationen stehen in der Aufgabe?
  2. Was ist gesucht?: Welche Größe, Zahl oder Aussage soll bestimmt werden?
  3. Welche Regel wird benutzt?: Ist diese Regel hier anwendbar?
  4. Was verändert sich?: Wurde auf beiden Seiten einer Gleichung dasselbe gemacht?
  5. Welche Einheit gehört dazu?: Passt die Einheit zum Ergebnis?
  6. Ist das Ergebnis sinnvoll?: Kann das Ergebnis im Alltag oder in der Aufgabe stimmen?
  7. Wie lässt sich die Lösung prüfen?: Gibt es eine Probe, einen Überschlag, eine Skizze oder einen zweiten Lösungsweg?


Typische Fehler in Lösungswegen


Fehler beim Rechnen mit Termen

Bei Termen entstehen Fehler häufig durch falsch aufgelöste Klammern, fehlende Vorzeichen oder falsch angewendete Rechenregeln. Ein häufiger Fehler ist:

Falscher Lösungsweg:
2 mal Klammer x plus 3 gleich 2x plus 3

Fehleranalyse:
Die 2 muss mit beiden Teilen in der Klammer multipliziert werden. Der Fehler liegt im Anwenden des Distributivgesetzes.

Korrektur:
2 mal Klammer x plus 3 gleich 2x plus 6

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Fehler beim Lösen von Gleichungen

Beim Lösen von Gleichungen müssen Umformungen äquivalent sein. Das bedeutet: Die Lösung der Gleichung darf sich durch die Umformung nicht verändern. Ein typischer Fehler ist, nur auf einer Seite der Gleichung etwas zu verändern.

Falscher Lösungsweg:
3x plus 5 gleich 20
3x gleich 25
x gleich 8,33

Fehleranalyse:
Beim Entfernen von plus 5 wurde fälschlich 5 addiert. Richtig ist, auf beiden Seiten 5 zu subtrahieren.

Korrektur:
3x plus 5 gleich 20
3x gleich 15
x gleich 5


Fehler bei Brüchen

Bei Brüchen entstehen viele Fehler, wenn Zähler und Nenner getrennt behandelt werden, obwohl eine gemeinsame Struktur beachtet werden muss.

Falscher Lösungsweg:
ein Halb plus ein Drittel gleich zwei Fünftel

Fehleranalyse:
Die Nenner dürfen beim Addieren nicht einfach addiert werden. Brüche brauchen einen gemeinsamen Nenner.

Korrektur:
ein Halb plus ein Drittel gleich drei Sechstel plus zwei Sechstel gleich fünf Sechstel


Fehler beim Modellieren von Sachaufgaben

Bei Sachaufgaben reicht korrektes Rechnen nicht aus. Du musst zuerst entscheiden, welches mathematische Modell zur Situation passt. Ein Ergebnis kann rechnerisch entstehen und trotzdem im Kontext unpassend sein.

Beispiel:
Für einen Ausflug werden Kleinbusse benötigt. In einen Bus passen 8 Personen. Es fahren 34 Personen mit. Die Rechnung 34 geteilt durch 8 ergibt 4,25.

Fehlerhafte Schlussfolgerung:
Man braucht 4,25 Busse.

Fehleranalyse:
Im Sachkontext kann man keinen Viertelbus bestellen. Das Ergebnis muss sinnvoll auf ganze Busse übertragen werden.

Korrektur:
Man braucht 5 Busse.


Fehler durch fehlende Plausibilitätsprüfung

Eine Plausibilitätsprüfung ist eine schnelle Kontrolle, ob ein Ergebnis ungefähr stimmen kann. Sie ersetzt keine genaue Rechnung, hilft aber dabei, grobe Fehler zu entdecken.

Beispiel:
Eine Schülerin rechnet 49 mal 51 und erhält 499. Ein Überschlag zeigt: 50 mal 50 ist 2500. Das Ergebnis 499 kann deshalb nicht stimmen.

Korrektur:
49 mal 51 gleich 2499


Fehler erklären statt nur markieren

Eine gute Fehleranalyse besteht aus drei Teilen: Fehlerstelle, Fehlerursache und Korrektur. Es reicht nicht, nur ein Kreuz neben eine Zeile zu setzen. Du musst zeigen, an welcher Stelle der Denkweg kippt.


Der Fehlersteckbrief

Bestandteil Leitfrage Beispielantwort
Fehlerstelle In welcher Zeile oder in welchem Schritt beginnt der Fehler? Der Fehler beginnt beim Auflösen der Klammer.
Fehlerart Welche Art von Fehler liegt vor? Es ist ein Regelfehler beim Distributivgesetz.
Fehlerursache Warum ist der Schritt nicht erlaubt? Die Zahl vor der Klammer wurde nur mit dem ersten Summanden multipliziert.
Korrektur Wie lautet der richtige Schritt? 2 mal Klammer x plus 3 ergibt 2x plus 6.
Fehlervermeidung Wie kann man den Fehler künftig vermeiden? Pfeile zu beiden Klammerteilen zeichnen und danach die Probe machen.


Hilfreiche Satzanfänge

  1. Fehlerbeschreibung: Der Fehler beginnt in der Zeile, in der ...
  2. Begründung: Dieser Schritt ist nicht korrekt, weil ...
  3. Regelbezug: Hier muss die Regel ... angewendet werden.
  4. Korrektur: Richtig müsste der Schritt lauten ...
  5. Prüfung: Das Ergebnis kann man überprüfen, indem ...
  6. Reflexion: Um diesen Fehler zu vermeiden, sollte man ...


Konstruktive Fehlerkultur im Team

Beim EKM arbeitest Du häufig mit anderen zusammen oder präsentierst Deinen Denkweg. Deshalb ist wichtig, dass Du Fehler sachlich ansprichst. Konstruktive Rückmeldungen helfen, Lösungen zu verbessern, ohne Personen abzuwerten.


Rollen für die Gruppenarbeit

  1. Rechenprüferin oder Rechenprüfer: Kontrolliert Rechenschritte und Zwischenergebnisse.
  2. Regelwächterin oder Regelwächter: Achtet darauf, ob mathematische Regeln richtig angewendet werden.
  3. Darstellungscoach: Prüft Skizzen, Tabellen, Diagramme und Beschriftungen.
  4. Erklärperson: Formuliert die Fehleranalyse verständlich für andere.
  5. Plausibilitätschecker: Prüft, ob das Ergebnis zur Aufgabe und zum Alltag passt.


Feedbackregeln

  1. Sachlichkeit: Sprich über den Lösungsweg, nicht über die Person.
  2. Genauigkeit: Nenne die Stelle, an der der Fehler beginnt.
  3. Begründung: Erkläre, welche Regel oder welcher Zusammenhang betroffen ist.
  4. Hilfestellung: Zeige einen möglichen nächsten Schritt.
  5. Wertschätzung: Benenne auch, was am Lösungsweg bereits sinnvoll ist.


Bewertung im EKM

Bei der Bewertung einer Fehleranalyse sollte nicht nur gezählt werden, ob Du den Fehler gefunden hast. Wichtig ist auch, wie genau Du ihn erklärst, ob Deine Korrektur stimmt und ob Du aus dem Fehler eine Strategie für zukünftige Aufgaben ableitest.

Kriterium Gelingt grundlegend Gelingt sicher Gelingt besonders überzeugend
Fehler finden Du findest eine fehlerhafte Stelle. Du findest die erste fehlerhafte Stelle genau. Du unterscheidest Hauptfehler und Folgefehler.
Fehler erklären Du beschreibst, dass etwas nicht stimmt. Du benennst die passende Regel oder Vorstellung. Du erklärst die Ursache verständlich mit Fachbegriffen.
Korrektur Du gibst ein richtiges Ergebnis an. Du korrigierst den betroffenen Schritt nachvollziehbar. Du entwickelst einen vollständigen, sauberen Lösungsweg.
Plausibilität Du überprüfst grob, ob das Ergebnis passen kann. Du nutzt Überschlag, Probe oder Skizze. Du vergleichst mehrere Prüfverfahren.
Kommunikation Deine Erklärung ist verständlich. Deine Erklärung ist sachlich und strukturiert. Deine Erklärung hilft anderen, den Fehler künftig zu vermeiden.
Reflexion Du nennst eine Fehlerursache. Du formulierst eine Strategie zur Fehlervermeidung. Du überträgst die Strategie auf neue Aufgaben.


Beispielaufgabe für den Unterricht

Aufgabe:
Prüfe den folgenden Lösungsweg. Finde den Fehler, erkläre ihn und korrigiere den Lösungsweg.

Vorgegebener Lösungsweg:
13 mal 24 gleich 10 mal 20 plus 3 mal 4 gleich 200 plus 12 gleich 212

Analyse:
Die Zerlegung 13 gleich 10 plus 3 und 24 gleich 20 plus 4 ist sinnvoll. Der Fehler entsteht aber bei der Multiplikation der beiden Summen. Es reicht nicht, nur 10 mal 20 und 3 mal 4 zu rechnen. Auch die gemischten Produkte 10 mal 4 und 3 mal 20 gehören dazu.

Korrektur:
13 mal 24 gleich Klammer 10 plus 3 Klammer mal Klammer 20 plus 4 Klammer
gleich 10 mal 20 plus 10 mal 4 plus 3 mal 20 plus 3 mal 4
gleich 200 plus 40 plus 60 plus 12
gleich 312

Fehlervermeidung:
Zeichne bei Produkten aus Summen Verbindungslinien oder nutze ein Rechteckmodell. So siehst Du, dass alle Teilflächen berücksichtigt werden müssen.


Digitale Werkzeuge und KI kritisch prüfen

Auch Taschenrechner, Computer-Algebra-Systeme und KI-Systeme können beim Lernen helfen. Trotzdem musst Du Ergebnisse kritisch prüfen. Ein digitales Werkzeug kann eine Eingabe falsch interpretieren, Zwischenschritte auslassen oder eine überzeugend klingende, aber falsche Erklärung liefern. Gerade beim EKM ist wichtig: Du sollst nicht nur ein Ergebnis übernehmen, sondern mathematisch begründen können, warum ein Lösungsweg trägt.

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Merksatz

Ein Fehler ist dann wirklich verstanden, wenn Du sagen kannst: Wo beginnt er, welche Regel oder Vorstellung wurde verletzt, wie lautet die Korrektur und wie kann man den Fehler künftig vermeiden?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Ziel einer Fehleranalyse in einem mathematischen Lösungsweg? (Den Fehler finden erklären und korrigieren) (!Nur das Endergebnis abschreiben) (!Die Aufgabe schneller beenden) (!Alle Zwischenschritte löschen)




Welche Frage hilft am besten beim Prüfen einer Gleichungsumformung? (Wurde auf beiden Seiten dasselbe getan) (!Wurde möglichst wenig geschrieben) (!Ist die letzte Zahl groß genug) (!Sind alle Zahlen positiv)




Welcher Fehlertyp liegt vor wenn Meter und Zentimeter ohne Umrechnung gemeinsam verrechnet werden? (Einheitenfehler) (!Argumentationsfehler) (!Darstellungsfehler) (!Zufallsfehler)




Warum ist eine Plausibilitätsprüfung sinnvoll? (Sie entdeckt grobe Widersprüche im Ergebnis) (!Sie ersetzt jede genaue Rechnung) (!Sie macht Begründungen unnötig) (!Sie liefert immer das exakte Ergebnis)




Was zeigt ein guter Fehlersteckbrief? (Fehlerstelle Fehlerursache Korrektur und Vermeidung) (!Nur die Note einer Lösung) (!Nur das richtige Endergebnis) (!Nur den Namen der rechnenden Person)




Was ist bei einer konstruktiven Rückmeldung besonders wichtig? (Der Lösungsweg wird sachlich besprochen) (!Die Person wird bewertet) (!Der Fehler wird verschwiegen) (!Nur schnelle Kritik zählt)




Welcher Fehler steckt in ein Halb plus ein Drittel gleich zwei Fünftel? (Die Nenner wurden falsch addiert) (!Die Zähler wurden gekürzt) (!Die Brüche wurden erweitert) (!Die Aufgabe wurde modelliert)




Welche Kompetenz wird besonders sichtbar wenn Du einen Fehler mit einer Regel begründest? (Mathematisch argumentieren) (!Raten) (!Abschreiben) (!Auswendiglernen ohne Verständnis)




Was bedeutet ein Folgefehler? (Ein späterer Fehler entsteht aus einem früheren Fehler) (!Ein Fehler der keine Auswirkung hat) (!Ein Fehler ohne Ursache) (!Ein Fehler in der Aufgabenstellung)




Welche Strategie hilft beim Prüfen einer Sachaufgabe besonders? (Das Ergebnis im Kontext deuten) (!Alle Einheiten weglassen) (!Nur die größte Zahl verwenden) (!Ohne Lesen sofort rechnen)





Memory

Rechenfehler Rechenregel verletzt
Modellierungsfehler Sachsituation falsch übersetzt
Darstellungsfehler Diagramm falsch gelesen
Argumentationsfehler Schlussfolgerung nicht begründet
Plausibilitätsprüfung Ergebnis überschlagen
Fehlersteckbrief Ursache und Korrektur darstellen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Probe Gleichung prüfen
Überschlag Ergebnis abschätzen
Skizze Geometrische Situation klären
Einheit Sachaufgabe kontrollieren
Regel Rechenschritt begründen
Gegenbeispiel Allgemeine Aussage widerlegen






Kreuzworträtsel

Probe Wie nennt man eine Rechnung zur Kontrolle einer Lösung?
Nenner Welcher Teil eines Bruchs darf beim Addieren nicht einfach addiert werden?
Einheit Was muss bei Größenaufgaben immer zum Zahlenwert passen?
Term Wie nennt man einen mathematischen Ausdruck aus Zahlen Variablen und Rechenzeichen?
Modell Wie nennt man eine vereinfachte mathematische Darstellung einer Sachsituation?
Skizze Welche Zeichnung hilft oft beim Verstehen einer Aufgabe?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Beim Erkennen von Fehlern prüfst Du nicht nur das

sondern den gesamten Lösungsweg. Ein Fehler beginnt oft an einer bestimmten

und wirkt sich danach auf weitere Schritte aus. Bei einer Gleichung muss jede Umformung

sein. In Sachaufgaben muss das Ergebnis zum

passen. Eine schnelle Kontrolle durch Überschlag nennt man

. Wenn Brüche addiert werden brauchen sie einen gemeinsamen

. Eine gute Rückmeldung bleibt

und beschreibt den Lösungsweg. Im Fehlersteckbrief erklärst Du die Ursache und formulierst eine

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fehler markieren: Suche in drei kurzen Rechenwegen jeweils die erste fehlerhafte Stelle und markiere sie farbig.
  2. Fehlersatz formulieren: Schreibe zu einem vorgegebenen Fehler einen Satz mit dem Anfang „Der Fehler beginnt, weil ...“.
  3. Probe durchführen: Löse eine einfache Gleichung und prüfe Deine Lösung durch Einsetzen.
  4. Überschlag nutzen: Erfinde drei Multiplikationsaufgaben, bei denen ein Überschlag ein offensichtlich falsches Ergebnis entlarvt.


Standard

  1. Fehlersteckbrief erstellen: Wähle einen fehlerhaften Lösungsweg aus dem Unterricht und fülle einen vollständigen Fehlersteckbrief aus.
  2. Lösungswege vergleichen: Vergleiche zwei verschiedene Lösungswege zu derselben Aufgabe und entscheide, welcher Schritt jeweils besonders gut prüfbar ist.
  3. Sachaufgabe prüfen: Untersuche eine Sachaufgabe, bei der das rechnerische Ergebnis nicht sinnvoll gerundet wurde, und formuliere eine passende Korrektur.
  4. Feedback geben: Gib einer Mitschülerin oder einem Mitschüler eine sachliche Rückmeldung zu einem Lösungsweg mit mindestens einem konkreten Verbesserungsvorschlag.


Schwer

  1. Fehlerdiagnose entwickeln: Sammle fünf typische Fehler aus einem Themengebiet und ordne sie nach Fehlerarten.
  2. Erklärvideo produzieren: Erstelle ein kurzes Lernvideo, in dem Du einen falschen Lösungsweg analysierst und korrigierst.
  3. Bewertungsraster anwenden: Entwickle ein eigenes Raster für eine EKM-Fehleranalyse und teste es an zwei Schülerlösungen.
  4. KI-Lösung prüfen: Lass Dir zu einer mathematischen Aufgabe einen Lösungsweg von einem digitalen Werkzeug geben und prüfe ihn kritisch auf Rechenfehler, Regelfehler und fehlende Begründungen.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Fehlerart: Du erhältst vier unbekannte fehlerhafte Lösungswege aus unterschiedlichen Themengebieten. Ordne jedem Lösungsweg eine Fehlerart zu und begründe Deine Entscheidung.
  2. Transferaufgabe Folgefehler: Analysiere einen längeren Lösungsweg und unterscheide zwischen dem ersten Hauptfehler und späteren Folgefehlern.
  3. Transferaufgabe Sachkontext: Prüfe eine korrekte Rechnung, deren Ergebnis im Sachzusammenhang nicht sinnvoll ist, und entwickle eine passende Interpretation.
  4. Transferaufgabe Darstellungen: Vergleiche Tabelle, Diagramm und Rechnung zu derselben Situation und finde heraus, welche Darstellung den Fehler sichtbar macht.
  5. Transferaufgabe Feedback: Formuliere eine konstruktive Rückmeldung zu einem fehlerhaften Lösungsweg, ohne die lernende Person abzuwerten.
  6. Transferaufgabe Prävention: Entwickle eine Checkliste, mit der ein bestimmter Fehlertyp künftig vermieden werden kann, und erprobe sie an einer neuen Aufgabe.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu Fehler in Lösungswegen erkennen - EKM solltest Du zeigen, dass Du Fehler nicht nur findest, sondern mathematisch verstehst und erklären kannst.

  1. Portfolio: Sammle mindestens drei fehlerhafte Lösungswege mit Fehlersteckbrief, Korrektur und kurzer Reflexion.
  2. Präsentation: Stelle einen besonders lehrreichen Fehler vor und erkläre, warum er entstehen konnte.
  3. Korrekturleistung: Schreibe einen vollständigen korrigierten Lösungsweg mit nachvollziehbaren Zwischenschritten.
  4. Fachbegriffe: Verwende passende Begriffe wie Plausibilität, Äquivalenzumformung, Distributivgesetz, Nenner, Einheit und Modellierung.
  5. Reflexion: Beschreibe, welche Fehlerart Dir selbst häufig begegnet und welche Strategie Dir künftig hilft.
  6. Kooperation: Dokumentiere eine sachliche Peer-Rückmeldung und überarbeite danach Deinen Lösungsweg.




OERs zum Thema







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Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

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Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

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Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

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Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

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