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Fauvismus - Farbe als autonome Kraft der Moderne

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Fauvismus - Farbe als autonome Kraft der Moderne




Einleitung

Fauvismus: Farbe als autonome Kraft der Moderne ist ein aiMOOC zur Kunstgeschichte, zur klassischen Moderne und zu wichtigen Epochen und Stilrichtungen der modernen Kunst. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Farbe im Fauvismus nicht mehr nur einen Gegenstand nachahmt, sondern selbst zur tragenden Kraft des Bildes wird. Du lernst, wie Henri Matisse, André Derain, Maurice de Vlaminck und weitere Künstlerinnen und Künstler die Farbe von der naturalistischen Wiedergabe lösten und als autonomes Ausdrucksmittel einsetzten.

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Der Fauvismus entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Frankreich und gilt als eine der ersten Bewegungen der Avantgarde innerhalb der klassischen Moderne. Die Werke wirkten auf viele Zeitgenossen provozierend, weil sie mit grellen, ungemischten oder stark gesteigerten Farben arbeiteten. Haut konnte grün, Schatten konnten violett, Wasser konnte orange, Bäume konnten rot erscheinen. Entscheidend war nicht mehr, ob die Farbe dem sichtbaren Naturvorbild entsprach, sondern ob sie die Komposition, die Emotion, den Rhythmus und die innere Spannung des Bildes trug.

Matisse zeigte mit Werken wie Luxe, calme et volupté bereits vor dem eigentlichen Durchbruch des Fauvismus, dass Farbe eine Ordnung des Bildes schaffen kann, die nicht bloß auf Perspektive und Modellierung beruht. Der Farbauftrag, die Vereinfachung der Formen und der Zusammenklang leuchtender Farbflächen machen sichtbar, wie der Weg von Impressionismus und Post-Impressionismus zur modernen Bildsprache führt.


Lernziele

  1. Fauvismus: Du kannst die Epoche zeitlich, räumlich und kunstgeschichtlich einordnen.
  2. Farbe: Du erklärst, was mit Farbe als autonomer Kraft gemeint ist.
  3. Bildanalyse: Du beschreibst Farbkontrast, Farbfläche, Komposition, Pinselduktus und Ausdruck an fauvistischen Werken.
  4. Kunstgeschichte: Du vergleichst den Fauvismus mit Impressionismus, Post-Impressionismus, Expressionismus und Kubismus.
  5. Gestaltung: Du entwickelst ein eigenes Bildprojekt, in dem Farbe unabhängig vom Naturvorbild eingesetzt wird.
  6. Urteilskompetenz: Du begründest, warum der Fauvismus für die Moderne Kunst bedeutsam ist.


Der Fauvismus im Überblick

Der Fauvismus war keine streng organisierte Schule mit festem Manifest, sondern eine lose Gruppierung von Künstlern, die um 1904 bis 1908 besonders intensiv mit leuchtender, expressiver und nicht naturgetreuer Farbe experimentierten. Besonders wichtig waren Henri Matisse, André Derain und Maurice de Vlaminck. Hinzu kamen unter anderem Raoul Dufy, Albert Marquet, Kees van Dongen, Othon Friesz, Georges Braque, Henri Manguin, Charles Camoin und Jean Puy.

Der Name Fauves bedeutet sinngemäß wilde Tiere oder wilde Bestien. Er wurde im Zusammenhang mit dem Salon d'Automne von 1905 in Paris bekannt. Der Kritiker Louis Vauxcelles sah in einem Ausstellungssaal farbintensive Bilder neben einer klassisch wirkenden Skulptur und formulierte die berühmte Bemerkung Donatello au milieu des fauves. Aus einer spöttischen Kritik wurde ein kunsthistorischer Begriff.

Der Fauvismus war kurzlebig, aber folgenreich. Er zeigte, dass ein Bild nicht durch illusionistische Tiefe, fein abgestufte Schatten oder naturgetreue Lokalfarbe modern sein muss. Ein Bild kann durch Farbklang, Kontrast, Fläche, Linie und Rhythmus eine eigene Wirklichkeit erzeugen. Damit wurde der Fauvismus zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg zur Abstraktion.


Historischer Kontext

Um 1900 veränderte sich die europäische Kunst stark. Der Impressionismus hatte die Beobachtung des Lichts und die Flüchtigkeit des Augenblicks betont. Der Post-Impressionismus entwickelte daraus sehr unterschiedliche Wege: Vincent van Gogh steigerte Farbe und Pinselspur zum Ausdruck innerer Erregung, Paul Gauguin setzte flächige Farbformen und symbolische Vereinfachung ein, Georges Seurat untersuchte die Wirkung kleiner Farbpunkte, und Paul Cézanne suchte nach einer stabilen Ordnung der Formen.

Die Fauves griffen diese Entwicklungen auf, gingen aber einen Schritt weiter. Sie nutzten Farbe nicht nur als optisches Phänomen, sondern als selbstständige Gestaltungskraft. Das Bild musste nicht mehr so aussehen wie die sichtbare Welt. Es durfte zeigen, wie die Welt erlebt, gesteigert, verdichtet oder neu geordnet wird.


Der Salon d'Automne 1905

Der Salon d'Automne von 1905 gilt als symbolischer Durchbruch des Fauvismus. In Paris traf ein Publikum auf Bilder, deren Farbigkeit für viele ungewohnt, laut und regelverletzend wirkte. Gerade diese Provokation machte sichtbar, dass die Moderne Kunst nicht mehr nur das Schöne, Harmonievolle und Akademische bestätigen wollte. Sie wollte neue Wahrnehmungen, neue Bildsprachen und neue Ausdrucksmöglichkeiten schaffen.

Matisse' Frau mit Hut wurde zu einem Schlüsselwerk der Debatte. Das Porträt zeigt nicht einfach ein Gesicht mit natürlicher Hautfarbe. Vielmehr entsteht die Person aus farbigen Zonen, Kontrasten und sichtbaren Pinselspuren. Dadurch wird das Porträt nicht weniger ernst, sondern anders wahrhaftig: Es zeigt die künstlerische Entscheidung, nicht die bloße Nachahmung.


Farbe als autonome Kraft

Im Fauvismus löst sich die Farbe von ihrer traditionellen Aufgabe als Lokalfarbe. Eine Lokalfarbe ist die Farbe, die einem Gegenstand im Alltag scheinbar fest zugeschrieben wird, etwa grüne Blätter, blauer Himmel oder hautfarbene Haut. Die Fauves fragten nicht zuerst: Welche Farbe hat das Objekt? Sie fragten: Welche Farbe braucht das Bild?

Autonome Farbe bedeutet, dass Farbe eigene Aufgaben übernimmt. Sie kann Räume gliedern, Formen vereinfachen, Gefühle auslösen, Spannung erzeugen, Licht andeuten oder eine Komposition zusammenhalten. Farbe wird damit zu einem eigenständigen Träger der Bildbedeutung.


Farbkontraste

Fauvistische Bilder arbeiten häufig mit starken Farbkontrasten. Besonders wichtig sind Komplementärkontrast, Warm-Kalt-Kontrast, Hell-Dunkel-Kontrast und Simultankontrast. Ein rotes Dach neben grünen Bäumen, ein violetter Schatten neben gelben Flächen oder ein orangefarbener Himmel über blauem Wasser können das Auge aktivieren. Die Farben erklären die Welt nicht neutral, sondern verwandeln sie in ein Erlebnis.


Fläche statt illusionistischer Tiefe

Viele fauvistischen Werke wirken flächiger als akademische Malerei. Die Perspektive wird vereinfacht, Schatten werden nicht sorgfältig modelliert, und Formen werden oft mit kräftigen Konturen oder farbigen Zonen gebaut. Die Leinwand bleibt als Fläche spürbar. Gerade dadurch entsteht Modernität: Das Bild behauptet seine eigene Ordnung, statt sich als Fenster zur Wirklichkeit zu verstecken.

In Matisse' Offenem Fenster, Collioure wird Raum nicht allein durch Zentralperspektive hergestellt. Innenraum, Fenster, Balkon, Hafen und Meer bilden ein Gefüge aus farbigen Flächen. Die Farbe ist nicht Beiwerk, sondern organisiert das Sehen.


Pinselduktus und Spontaneität

Der Pinselduktus bleibt im Fauvismus häufig sichtbar. Striche, Flecken und Bahnen wirken energisch, manchmal roh und absichtlich unvollendet. Diese sichtbare Spur der Hand macht deutlich, dass ein Bild nicht nur Ergebnis einer perfekten technischen Illusion ist, sondern ein Prozess der Entscheidung. Die Malerei zeigt ihre eigene Entstehung.


Wichtige Künstlerinnen und Künstler


Henri Matisse

Henri Matisse gilt als zentrale Leitfigur des Fauvismus. Seine Malerei verbindet starke Farbe mit klarer Ordnung. Matisse suchte nicht bloß nach Schockwirkung, sondern nach einem Gleichgewicht von Farbklang, Linie, Fläche und Komposition. Seine Bilder zeigen, dass expressive Farbe nicht chaotisch sein muss. Sie kann streng gebaut und zugleich sinnlich leuchtend sein.

Das Porträt Madame Matisse mit grünem Streifen zeigt, wie radikal eine einzelne Farbachse wirken kann. Der grüne Streifen im Gesicht widerspricht der naturalistischen Hautfarbe, ordnet aber das Bild und steigert die Spannung zwischen warmer und kühler Farbwirkung.


André Derain

André Derain arbeitete 1905 mit Henri Matisse in Collioure und entwickelte dort eine besonders leuchtende Landschaftsmalerei. Seine Bilder zeigen Häfen, Boote, Berge, Brücken und Städte in gesteigerten Farbfeldern. Später malte Derain auch Ansichten von London, in denen Brücken, Wasser, Himmel und Architektur durch expressive Farbbeziehungen verändert werden.

In Derains Charing Cross Bridge wird die Stadt nicht nüchtern dokumentiert. Wasser, Himmel und Bauwerk werden zu einem bewegten Farbgefüge. Die Farbe schafft Atmosphäre, Rhythmus und moderne Wahrnehmung.


Maurice de Vlaminck

Maurice de Vlaminck war mit André Derain in Chatou verbunden und gehört zu den besonders kraftvollen Vertretern des Fauvismus. Seine Malerei wirkt oft impulsiv, kontrastreich und emotional. Vlaminck interessierte sich für starke Pinselspuren, satte Farben und unmittelbaren Ausdruck. Er zeigt besonders deutlich, warum die Fauves als wild, ungebändigt und regelbrechend wahrgenommen wurden.


Weitere Künstler

Auch Raoul Dufy, Albert Marquet, Kees van Dongen, Othon Friesz, Henri Manguin, Charles Camoin, Jean Puy, Louis Valtat und zeitweise Georges Braque werden dem Umfeld des Fauvismus zugerechnet. Georges Braque entwickelte sich später gemeinsam mit Pablo Picasso in Richtung Kubismus. Dadurch wird sichtbar, wie eng die frühen Avantgarden miteinander verbunden waren.


Collioure als Labor der Farbe

Der südfranzösische Ort Collioure wurde 1905 für Henri Matisse und André Derain zu einem entscheidenden Experimentierfeld. Das Licht des Mittelmeers, der Hafen, die Boote, die Berge und die Architektur boten Motive, an denen Farbe als selbstständige Kraft erprobt werden konnte. Die Landschaft wurde nicht naturgetreu abgeschrieben, sondern farblich neu erfunden.

An Hafenbildern aus Collioure kannst Du erkennen, dass der Fauvismus nicht einfach bunte Malerei ist. Die Farben sind Beziehungen. Ein Blau gewinnt seine Wirkung durch ein Orange, ein Rot durch ein Grün, ein Gelb durch ein Violett. Das Bild entsteht aus dem Zusammenklang der Flächen.


Fauvismus im Vergleich


Impressionismus und Fauvismus

Der Impressionismus untersucht Licht, Atmosphäre und den flüchtigen Eindruck. Die Farbe bleibt dabei oft an die Wahrnehmung in der Natur gebunden. Der Fauvismus steigert diese Freiheit. Er interessiert sich weniger für die genaue optische Erscheinung eines Moments und stärker für den Ausdruck des Bildes als eigenständige Ordnung.


Post-Impressionismus und Fauvismus

Der Post-Impressionismus bereitete den Fauvismus vor. Von Vincent van Gogh konnten die Fauves den expressiven Pinselstrich und die emotionale Farbe lernen. Von Paul Gauguin übernahmen sie Anregungen zu flächiger Vereinfachung und symbolischer Farbwirkung. Von Georges Seurat kam die Auseinandersetzung mit Farbtheorie, auch wenn die Fauves die Farbe freier und weniger systematisch einsetzten.


Expressionismus und Fauvismus

Der Expressionismus wurde in Deutschland und anderen Ländern durch die fauvistische Farbfreude mit angeregt. Beide Richtungen lösen Farbe vom Naturvorbild. Der Fauvismus wirkt jedoch oft stärker auf den Farbklang und die bildnerische Ordnung konzentriert, während der Expressionismus häufig psychische, soziale oder existenzielle Spannung stärker betont.


Kubismus und Fauvismus

Der Kubismus untersucht Form, Körper, Raum und Perspektive auf neue Weise. Der Fauvismus setzt dagegen die Farbe ins Zentrum. Dennoch sind beide Richtungen Teil der Avantgarde. Besonders Georges Braque zeigt, wie ein Künstler von fauvistischer Farbigkeit zu kubistischer Formanalyse wechseln konnte.


Bildanalyse: So untersuchst Du ein fauvistisches Werk

Eine gute Bildanalyse verbindet Beschreibung, Analyse und Deutung. Beginne nicht sofort mit einer Meinung, sondern beobachte genau. Welche Farben dominieren? Sind sie naturgetreu oder gesteigert? Welche Kontraste entstehen? Wie sind die Flächen angeordnet? Welche Rolle spielen Linie, Kontur und Pinselspur? Wie wird Raum erzeugt oder vereinfacht? Welche Stimmung entsteht?

  1. Beschreibung: Benenne Motiv, Bildaufbau, Farben, Formen und auffällige Details.
  2. Analyse: Untersuche Farbkontrast, Farbfläche, Pinselduktus, Komposition und Raumdarstellung.
  3. Deutung: Erkläre, welche Wirkung die Farbentscheidungen haben und warum sie modern erscheinen.
  4. Kontextualisierung: Verbinde das Werk mit Salon d'Automne, Collioure, Avantgarde oder klassischer Moderne.
  5. Urteil: Begründe, ob und wie das Werk die Vorstellung von Kunst verändert.


Gestaltungsimpuls: Male wie ein Fauve

Wähle ein alltägliches Motiv, etwa Dein Zimmer, eine Straße, einen Baum, ein Porträt oder eine Schulszene. Zeichne die Formen stark vereinfacht vor. Entscheide Dich dann für Farben, die nicht naturgetreu sein müssen. Ein Gesicht darf blaugrün, ein Schatten pink, ein Himmel gelb und ein Fußboden rot werden. Wichtig ist, dass Deine Farbwahl nicht zufällig wirkt. Sie soll die Stimmung, den Rhythmus und die Komposition Deines Bildes tragen.

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Vergleiche Dein Ergebnis anschließend mit einem Werk von Henri Matisse oder André Derain. Frage Dich: Welche Farbe trägt die stärkste Aussage? Welche Farbe verbindet die Bildteile? Welche Farbe erzeugt Spannung? Wo löst sich Dein Bild am deutlichsten vom Naturvorbild?


Fachbegriffe

  1. Autonome Farbe: Farbe, die nicht nur nachahmt, sondern eigenständig Ausdruck, Ordnung und Wirkung erzeugt.
  2. Lokalfarbe: Farbe, die einem Gegenstand in der alltäglichen Wahrnehmung zugeschrieben wird.
  3. Farbkontrast: Spannung zwischen verschiedenen Farben, etwa warm und kalt oder komplementär.
  4. Komplementärfarbe: Farbe, die einer anderen im Farbkreis gegenübersteht und ihre Wirkung steigern kann.
  5. Farbfläche: Bereich im Bild, der durch Farbe geordnet und wirksam wird.
  6. Pinselduktus: sichtbare Art, wie die Farbe mit dem Pinsel aufgetragen wurde.
  7. Avantgarde: künstlerische Bewegung, die neue Ausdrucksformen gegen etablierte Normen entwickelt.
  8. Klassische Moderne: Sammelbegriff für zentrale Kunstentwicklungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
  9. Bildkomposition: Aufbau und Ordnung der Elemente eines Kunstwerks.
  10. Abstraktion: Lösung von der genauen Wiedergabe sichtbarer Gegenstände.


Bedeutung für die Moderne

Der Fauvismus war kurz, aber entscheidend. Er öffnete die Malerei für eine neue Freiheit der Farbe. Diese Freiheit beeinflusste den Expressionismus, die weitere Entwicklung der abstrakten Kunst, das moderne Design, die Plakatkunst und viele Formen visueller Kultur. Noch heute arbeiten Werbung, Film, Mode, digitale Gestaltung und Bildende Kunst mit der Erkenntnis, dass Farbe nicht neutral ist. Farbe lenkt Aufmerksamkeit, erzeugt Stimmung, markiert Identität und kann eine ganze Bildwelt tragen.

Die zentrale Leistung des Fauvismus liegt darin, dass er das Bild nicht als Kopie der Welt versteht. Das Bild wird zu einem eigenen Ereignis. Es folgt einer inneren Ordnung aus Farbe, Fläche und Rhythmus. Dadurch wird die Farbe zu einer Kraft der Moderne.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Funktion übernimmt Farbe im Fauvismus besonders stark? (Eigenständiges Ausdrucks- und Kompositionsmittel) (!Möglichst unsichtbare Hintergrundwirkung) (!Nur genaue Nachahmung der Natur) (!Reine Dekoration ohne Bildbedeutung)




Welche Ausstellung machte den Begriff Fauves im Jahr 1905 bekannt? (Salon d'Automne) (!documenta) (!Biennale von Venedig) (!Armory Show)




Welche Künstler gelten als wichtige Hauptvertreter des Fauvismus? (Henri Matisse, André Derain und Maurice de Vlaminck) (!Claude Monet, Edgar Degas und Pierre-Auguste Renoir) (!Pablo Picasso, Juan Gris und Fernand Léger) (!Salvador Dalí, Max Ernst und René Magritte)




Was bedeutet Fauves sinngemäß? (Wilde Tiere) (!Stille Meister) (!Neue Klassiker) (!Blaue Reiter)




Welcher Ort wurde 1905 für Matisse und Derain ein wichtiges Experimentierfeld? (Collioure) (!Weimar) (!Dresden) (!Florenz)




Welches Merkmal ist typisch für viele fauvistische Bilder? (Leuchtende nicht naturgetreue Farben) (!Fein abgestufte akademische Schatten) (!Fotografisch genaue Oberfläche) (!Ausschließlich schwarze Umrisslinien ohne Farbe)




Welche Kunstrichtung bereitete den Fauvismus besonders mit vor? (Post-Impressionismus) (!Rokoko) (!Gotik) (!Barock)




Wie wirkt der Bildraum im Fauvismus häufig? (Flächiger und stärker durch Farben geordnet) (!Immer streng zentralperspektivisch) (!Völlig farblos und mathematisch) (!Nur durch Goldgrund bestimmt)




Warum gilt der Fauvismus als modern? (Weil Farbe und Form vom Naturvorbild gelöst werden) (!Weil er antike Regeln exakt wiederholt) (!Weil er ausschließlich religiöse Ikonen malt) (!Weil er nur monochrome Studien erlaubt)




Zu welcher größeren kunstgeschichtlichen Entwicklung gehört der Fauvismus? (Klassische Moderne) (!Romanik) (!Frührenaissance) (!Biedermeier)





Memory

Henri Matisse Leitfigur des Fauvismus
André Derain Hafen- und Londonbilder
Maurice de Vlaminck Kraftvoller Farbauftrag aus Chatou
Salon d'Automne Ausstellungsskandal von 1905
Louis Vauxcelles Kritiker des Ausdrucks Fauves
Komplementärkontrast Spannung gegensätzlicher Farben
Collioure Südliches Experimentierfeld
Autonome Farbe Ausdruck statt Naturkopie





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Autonome Farbe Farbe als eigenständiges Ausdrucksmittel
Lokalfarbe Alltagsfarbe eines Gegenstandes
Komplementärkontrast Spannung gegenüberliegender Farben
Pinselduktus Sichtbare Spur des Farbauftrags
Avantgarde Künstlerische Erneuerung gegen etablierte Normen
Collioure Ort wichtiger Farbexperimente von Matisse und Derain




...


Kreuzworträtsel

Matisse Wer gilt als zentrale Leitfigur der Fauves?
Derain Welcher Maler arbeitete 1905 mit Matisse in Collioure?
Vlaminck Welcher Maler gehörte mit Derain zur Gruppe aus Chatou?
Collioure Welcher südfranzösische Ort wurde 1905 ein wichtiges Experimentierfeld?
Farbe Welches Gestaltungsmittel wurde im Fauvismus besonders autonom?
Kontrast Welches Mittel entsteht durch starke Gegensätze von Farben und Formen?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Fauvismus entstand um

in Frankreich. Seine Künstler machten die

zu einem eigenständigen Ausdrucksmittel. Im Salon d'Automne prägte Louis Vauxcelles den Namen der

. Henri Matisse arbeitete mit André Derain im Sommer in

. Typisch ist der Verzicht auf eine streng

Farbgebung. Der Farbauftrag wirkt oft sichtbar, rhythmisch und

. Der Fauvismus steht am Beginn der klassischen

. Seine Wirkung reicht bis zum

. Bei der Bildanalyse solltest Du Farbe, Fläche und

untersuchen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Farbtagebuch: Sammle eine Woche lang Farben aus Deinem Alltag und notiere, welche Stimmung sie bei Dir auslösen.
  2. Bildbeschreibung: Wähle ein Werk von Henri Matisse oder André Derain und beschreibe nur die Farben, ohne sofort zu deuten.
  3. Farbexperiment: Male ein einfaches Motiv mit Farben, die nicht dem Naturvorbild entsprechen, aber eine klare Stimmung erzeugen.
  4. Museumssuche: Suche online ein fauvistisches Werk in einem Museum und erstelle eine kurze Karteikarte mit Künstler, Titel, Jahr, Motiv und Farbwirkung.


Standard

  1. Werkanalyse: Analysiere ein fauvistisches Bild nach Beschreibung, Analyse, Deutung und kunstgeschichtlicher Einordnung.
  2. Vergleich: Vergleiche eine impressionistische Landschaft mit einer fauvistischen Landschaft und erkläre die unterschiedliche Rolle der Farbe.
  3. Farbtheorie: Erstelle eine eigene Farbskala mit Komplementärkontrasten, Warm-Kalt-Kontrasten und Hell-Dunkel-Kontrasten.
  4. Kuratorentext: Schreibe einen Wandtext für eine Ausstellung mit dem Titel Farbe wird wild und erkläre ihn für jüngere Besucherinnen und Besucher.


Schwer

  1. Eigenes Kunstprojekt: Entwickle eine dreiteilige Bildserie, in der Farbe zunehmend autonom wird, und dokumentiere Deine Entscheidungen.
  2. Ausstellungskonzept: Plane eine kleine Ausstellung zum Fauvismus mit fünf Werken, einer Leitfrage, Raumtexten und einer Vermittlungsaufgabe.
  3. Kunstkritik: Schreibe eine fiktive Rezension aus dem Jahr 1905, in der Du die Provokation des Salon d'Automne aus damaliger Sicht bewertest.
  4. Forschungsfrage: Untersuche, wie der Fauvismus die Künstlergruppe Brücke oder den Expressionismus beeinflusst haben könnte, und präsentiere Deine Ergebnisse mit Bildbeispielen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Erkläre an einem selbst gewählten modernen Bild, Plakat oder Filmstill, ob Farbe dort ähnlich autonom eingesetzt wird wie im Fauvismus.
  2. Vergleichsurteil: Beurteile, ob der Fauvismus eher eine Fortsetzung des Impressionismus oder ein Bruch mit ihm ist, und begründe mit mindestens zwei Bildmerkmalen.
  3. Bildentscheidung: Du sollst ein ruhiges Motiv aufregend wirken lassen. Erkläre, welche fauvistischen Mittel Du dafür einsetzen würdest.
  4. Kontextaufgabe: Erläutere, warum ein kurzer Kunstskandal wie der Salon d'Automne von 1905 langfristig kunstgeschichtlich wichtig sein kann.
  5. Gestaltungsreflexion: Vergleiche Dein eigenes Farbbild mit einem Werk von Henri Matisse und begründe, wo Farbe bei Dir Ausdruck, Ordnung oder Symbol wird.
  6. Argumentation: Diskutiere, ob ein Bild weniger realistisch, aber dennoch wahrhaftiger wirken kann, wenn es Farben frei verwendet.




Lernnachweis

  1. Portfolio: Dokumentiere Recherche, Bildanalysen, Farbübungen und Reflexionen in einer geordneten Mappe.
  2. Werkanalyse: Verfasse eine vollständige Analyse eines fauvistischen Werkes mit Schwerpunkt auf Farbe, Fläche und Komposition.
  3. Gestaltungsprodukt: Erstelle ein eigenes fauvistisches Bild und erkläre Deine Farbentscheidungen schriftlich.
  4. Präsentation: Stelle eine Künstlerin, einen Künstler oder ein Schlüsselwerk aus dem Umfeld des Fauvismus vor.
  5. Reflexion: Beurteile, was Du durch die praktische Arbeit über autonome Farbe gelernt hast.
  6. Quellenarbeit: Verwende geeignete OER-, Museums- oder Lexikonquellen und kennzeichne, welche Informationen Du daraus entnommen hast.




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