Zum Inhalt springen

Erzählung (Deutschunterricht)

Aus MOOCsWiki Staging



Erzählung (Deutschunterricht)




Einleitung

Eine Erzählung ist eine grundlegende Form des Erzählens: Jemand erzählt jemand anderem, dass etwas geschehen ist. Im Deutschunterricht lernst Du, Handlungen so aufzubauen, dass Leserinnen und Leser ihnen folgen können, sich für Figuren interessieren und die Spannung bis zu einem passenden Höhepunkt erleben. Eine Erzählung kann frei erfunden sein, auf einem eigenen Erlebnis beruhen oder aus einer Vorlage wie einem Bild, einer Reizwortsammlung oder einem Textanfang entstehen.

Im Unterricht geht es nicht nur darum, „irgendeine Geschichte“ zu schreiben. Du lernst, wie Erzähler, Erzählperspektive, Ort, Zeit, Konflikt, Dialog, Beschreibung, Zeitgestaltung und sprachliche Mittel zusammenspielen. Eine gelungene Erzählung hat einen erkennbaren roten Faden, führt auf einen wichtigen Moment zu und endet so, dass die Handlung abgeschlossen oder bewusst offen bleibt.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=oLaRO7wacxw |500|center}}


Was ist eine Erzählung?

Eine Erzählung stellt ein Geschehen in mündlicher oder schriftlicher Form dar. Dabei wird nicht nur aufgezählt, was passiert, sondern das Geschehen wird geordnet, ausgewählt und sprachlich gestaltet. In einer schulischen Erzählung sollst Du zeigen, dass Du eine Geschichte sinnvoll planen, spannend entfalten und verständlich ausformulieren kannst.


Erzählung als Textsorte im Deutschunterricht

Im Deutschunterricht begegnet Dir die Erzählung in unterschiedlichen Formen. Häufige Aufgabenformate sind die Erlebniserzählung, die Fantasiegeschichte, die Bildergeschichte, die Reizwortgeschichte, die Nacherzählung, die Fortsetzungsgeschichte und das Erzählen aus veränderter Erzählperspektive. Alle Formen haben gemeinsam, dass ein Geschehen gestaltet wird. Unterschiede entstehen durch die Vorlage, den Grad der Erfindung und die geforderte Perspektive.

Eine Erlebniserzählung geht von etwas aus, das wirklich passiert sein könnte oder tatsächlich passiert ist. Eine Fantasiegeschichte darf frei erfunden sein und kann ungewöhnliche Orte, magische Gegenstände oder überraschende Ereignisse enthalten. Eine Bildergeschichte verlangt, dass Du Bildinformationen in eine zusammenhängende Handlung verwandelst. Eine Reizwortgeschichte fordert Dich heraus, mehrere vorgegebene Wörter sinnvoll einzubauen, ohne dass sie wie Fremdkörper wirken.


Erzählen, Berichten und Beschreiben unterscheiden

Textform Hauptziel Typische Sprache Beispielhafte Frage
Erzählung Ein Geschehen anschaulich und spannend darstellen lebendig, bildhaft, mit Gefühlen, Gedanken und Dialogen Was geschieht und wie erlebt eine Figur das Geschehen?
Bericht Ein Ereignis sachlich, knapp und genau informieren nüchtern, chronologisch, ohne Ausschmückung Wer hat wann, wo, was, wie und warum getan?
Beschreibung Eine Person, einen Ort, einen Gegenstand oder Vorgang genau darstellen geordnet, genau, beobachtend Wie sieht etwas aus oder wie funktioniert etwas?

Der Unterschied ist wichtig: In einem Bericht sollst Du möglichst sachlich bleiben. In einer Erzählung darfst und sollst Du gestalten. Du kannst Gefühle zeigen, eine Szene ausdehnen, Dialoge einbauen, Spannung erzeugen und die Wahrnehmung einer Figur in den Mittelpunkt stellen.


Bausteine einer gelungenen Erzählung

Eine gute Erzählung entsteht aus mehreren Bausteinen. Diese Bausteine helfen Dir beim Planen, Schreiben und Überarbeiten. Sie gelten nicht als starres Rezept, aber sie geben Orientierung.


Handlung und roter Faden

Die Handlung ist das, was in der Erzählung geschieht. Sie sollte nicht aus zufälligen Einzelereignissen bestehen, sondern logisch miteinander verbunden sein. Der rote Faden sorgt dafür, dass die Leserinnen und Leser verstehen, warum eine Szene auf die nächste folgt. Meist entwickelt sich die Handlung aus einem Ausgangspunkt, einem Problem, einer Entscheidung oder einem Konflikt.

Ein einfacher Plan kann so aussehen: Eine Figur hat ein Ziel. Etwas steht diesem Ziel im Weg. Die Figur versucht, das Problem zu lösen. Es kommt zu einem Höhepunkt. Danach zeigt der Schluss, was sich verändert hat.


Figuren

Figuren tragen die Handlung. Damit sie glaubwürdig wirken, brauchen sie mehr als einen Namen. Du kannst zeigen, was sie wollen, wovor sie Angst haben, wie sie sprechen, wie sie handeln und wie sie auf andere reagieren. Gute Figuren werden nicht nur beschrieben, sondern auch durch ihr Verhalten sichtbar.

Statt nur zu schreiben „Mila war nervös“, kannst Du erzählen: „Mila presste die Mappe an ihre Brust. Ihre Finger rutschten immer wieder am glatten Karton ab, und vor der Klassenzimmertür blieb sie noch einmal stehen.“ So wird ein Gefühl durch Körperreaktion, Handlung und Detail gezeigt.


Ort und Atmosphäre

Der Ort ist mehr als eine Kulisse. Er kann die Stimmung beeinflussen und die Handlung voranbringen. Ein dunkler Flur, ein leerer Schulhof, ein lauter Bahnhof oder ein vertrautes Kinderzimmer erzeugen unterschiedliche Erwartungen. Durch genaue, aber sparsame Beschreibungen entsteht Atmosphäre.

Wichtig ist, dass die Beschreibung zur Handlung passt. Wenn eine Szene spannend sein soll, können Geräusche, Licht, Gerüche und Bewegungen helfen. Wenn eine Szene ruhig sein soll, können wenige, ausgewählte Details genügen.


Erzähler und Erzählperspektive

Der Erzähler ist die Stimme, die die Geschichte vermittelt. Er ist nicht automatisch identisch mit der Autorin oder dem Autor. Die Erzählperspektive entscheidet, was die Leserinnen und Leser wissen und wie nah sie an einer Figur sind.

  1. Ich-Erzähler: Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Die Leserinnen und Leser erleben die Handlung nah an einer Figur, wissen aber meist nur, was diese Figur weiß.
  2. Personales Erzählen: Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, aber die Wahrnehmung ist eng an eine Figur gebunden.
  3. Auktoriales Erzählen: Der Erzähler weiß mehr als die Figuren, kann kommentieren, vorausdeuten und die Leserinnen und Leser lenken.
  4. Neutrales Erzählen: Die Handlung wird eher beobachtend dargestellt, ohne Einblick in Gedanken und Gefühle.

Für den Deutschunterricht ist wichtig: Bleibe innerhalb einer Erzählung möglichst konsequent in Deiner Perspektive. Ein ungewollter Wechsel kann verwirrend wirken. Ein bewusster Perspektivwechsel kann spannend sein, muss aber klar gestaltet werden.


Zeitgestaltung

In einer Erzählung gibt es die erzählte Zeit und die Erzählzeit. Die erzählte Zeit ist die Zeitspanne, in der die Handlung stattfindet. Die Erzählzeit ist die Zeit, die man zum Lesen oder Erzählen braucht. Durch Zeitraffung, Zeitdehnung, Zeitdeckung, Rückblende und Vorausdeutung kannst Du das Tempo verändern.

Eine langweilige Busfahrt von zwanzig Minuten kann in einem Satz gerafft werden. Der entscheidende Moment vor einer wichtigen Tür kann dagegen ausgedehnt werden: Geräusche, Gedanken, Herzklopfen und kleine Bewegungen lassen die Zeit langsamer erscheinen.


Aufbau und Spannungsbogen

Viele schulische Erzählungen folgen dem Grundmuster Einleitung – Hauptteil – Schluss. Dieses Muster hilft Dir, die Handlung übersichtlich zu gestalten. Entscheidend ist aber nicht nur die Reihenfolge, sondern die Entwicklung der Spannung.


Einleitung

Die Einleitung führt in die Erzählung ein. Sie beantwortet nicht immer alle Fragen sofort, gibt aber Orientierung. Häufig werden wichtige Figuren, Ort, Zeit und Ausgangssituation eingeführt. Eine gute Einleitung ist nicht zu lang. Sie soll neugierig machen und zur Handlung führen.

Mögliche Erzählanfänge sind ein ruhiger Einstieg, ein direkter Einstieg mitten in eine Szene, ein rätselhaftes Detail, ein kurzer Dialog oder ein überraschender Satz. Besonders spannend ist oft ein Anfang, der sofort eine Frage im Kopf der Lesenden entstehen lässt.


Hauptteil

Im Hauptteil entwickelt sich die Handlung. Hier entsteht der Konflikt, die Spannung steigt und die Figur muss handeln. Wichtig ist, dass Du nicht zu schnell zum Höhepunkt springst. Zeige Hindernisse, Entscheidungen und innere Reaktionen.

Der Hauptteil wird lebendig durch Dialoge, Gedankenrede, genaue Verben, passende Adjektive und sinnvolle Details. Besonders wichtige Momente solltest Du nicht nur zusammenfassen, sondern szenisch erzählen. Dabei gilt: Zeige, was passiert, statt es nur zu behaupten.


Höhepunkt

Der Höhepunkt ist der spannendste oder wichtigste Moment der Erzählung. Hier entscheidet sich, ob ein Problem gelöst wird, ob eine Gefahr überwunden wird, ob eine Wahrheit ans Licht kommt oder ob eine Figur etwas Wichtiges erkennt. Der Höhepunkt sollte vorbereitet sein, damit er nicht zufällig wirkt.

Typische Mittel für den Höhepunkt sind Zeitdehnung, kurze Sätze, starke Verben, Geräusche, Gedanken, direkte Rede und genaue Wahrnehmungen. Auch ein plötzlicher Wechsel im Tempo kann Spannung erzeugen.


Schluss

Der Schluss zeigt, wie die Handlung ausgeht. Er kann beruhigen, überraschen, nachdenklich machen oder eine Veränderung zeigen. Ein guter Schluss ist nicht einfach nur „Dann ging ich nach Hause“, sondern nimmt Bezug auf das zentrale Ereignis. Er kann zeigen, was die Figur gelernt hat, wie sich eine Beziehung verändert hat oder welche Folgen das Geschehen hat.

Ein offener Schluss ist möglich, wenn er bewusst gestaltet ist. Er sollte nicht wirken, als sei die Geschichte einfach abgebrochen.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=Nf5H4CDjmX4 |500|center}}


Sprache und Stil

Die Sprache einer Erzählung soll anschaulich, verständlich und passend zur Handlung sein. Dabei kommt es nicht darauf an, möglichst viele schwierige Wörter zu verwenden. Entscheidend ist, ob die Wörter genau wirken.


Anschaulich erzählen

Anschaulich erzählst Du, wenn Leserinnen und Leser sich die Szene vorstellen können. Nutze dafür konkrete Nomen, treffende Verben, passende Adjektive und ausgewählte Sinneseindrücke. Schreibe nicht in jedem Satz gleich viel Beschreibung. Wähle Details, die zur Stimmung und zur Handlung passen.

Schwach wirkt oft: „Es war sehr schön.“ Stärker wirkt: „Die Abendsonne lag wie ein goldener Streifen auf den Dächern, und im Hof roch es nach warmem Asphalt.“ Die zweite Form zeigt genauer, was wahrgenommen wird.


Spannung erzeugen

Spannung entsteht, wenn Leserinnen und Leser wissen wollen, wie es weitergeht. Du kannst Spannung erzeugen durch Fragen, Hindernisse, Geheimnisse, Zeitdruck, Andeutungen und überraschende Wendungen. Besonders wirksam ist es, wenn die Hauptfigur etwas verlieren oder gewinnen kann.

Spannung bedeutet nicht immer Gefahr. Auch eine peinliche Situation, eine wichtige Entscheidung, ein Missverständnis oder ein ungelöstes Rätsel kann spannend sein.


Direkte Rede und Dialog

Direkte Rede macht eine Erzählung lebendig. Sie zeigt, wie Figuren miteinander umgehen, was sie verschweigen und wie sie sich fühlen. Ein guter Dialog wiederholt nicht nur Informationen, die schon bekannt sind. Er bringt die Handlung weiter oder zeigt etwas über die Figuren.

Achte auf passende Redebegleitsätze. Nicht jedes „sagte“ muss ersetzt werden. Manchmal wirkt ein schlichtes „sagte“ besser als ein übertriebener Ausdruck. Wichtig ist, dass Satzzeichen und Begleitsätze korrekt verwendet werden.


Wortfelder und Satzanfänge

Abwechslungsreiche Satzanfänge helfen, Monotonie zu vermeiden. Wenn viele Sätze mit „Dann“ beginnen, wirkt der Text wie eine bloße Ereigniskette. Du kannst stattdessen mit Zeitangaben, Ortsangaben, Gefühlen, Handlungen oder Nebensätzen beginnen.

Auch Wortfelder helfen beim Schreiben. Für eine spannende Szene kannst Du Wörter aus den Bereichen Geräusch, Bewegung, Angst, Dunkelheit oder Tempo sammeln. Für eine fröhliche Szene passen andere Wortfelder.


Der Schreibprozess

Eine gute Erzählung entsteht selten in einem einzigen Schritt. Professionelles Schreiben bedeutet, Ideen zu sammeln, zu planen, einen Entwurf zu verfassen, zu überarbeiten und Rückmeldungen zu nutzen.


Planen

Vor dem Schreiben lohnt sich ein Schreibplan. Du kannst Stichwörter zu Figuren, Ort, Problem, Höhepunkt und Schluss sammeln. Hilfreich ist auch ein Spannungsbogen, auf dem Du markierst, wann die Spannung steigt und wo der Höhepunkt liegt.

Eine gute Planungsfrage lautet: Was verändert sich in meiner Geschichte? Wenn sich nichts verändert, fehlt oft der erzählerische Kern.


Schreiben

Beim Schreiben solltest Du zunächst den roten Faden im Blick behalten. Der erste Entwurf muss nicht perfekt sein. Wichtig ist, dass die Handlung vollständig wird. Anschließend kannst Du Sprache, Übergänge, Spannung und Details verbessern.

Schreibe wichtige Szenen ausführlicher als unwichtige Übergänge. Leserinnen und Leser sollen den Höhepunkt miterleben, nicht nur davon hören.


Überarbeiten

Überarbeitung ist ein zentraler Teil des Schreibens. Prüfe zuerst den Inhalt, dann den Aufbau, danach Sprache und Rechtschreibung. Wenn Du sofort nur nach Rechtschreibfehlern suchst, übersiehst Du möglicherweise größere Probleme im Aufbau.

Eine hilfreiche Reihenfolge ist: Versteht man die Handlung? Gibt es einen Höhepunkt? Ist die Perspektive konsequent? Sind die wichtigsten Szenen anschaulich? Sind Satzanfänge und Wörter abwechslungsreich? Stimmen Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik?


Bewertungskriterien im Unterricht

Lehrkräfte bewerten Erzählungen häufig mit Kriterien. Diese Kriterien helfen Dir, Deinen Text gezielt zu verbessern.

Kriterium Woran Du es erkennst
Inhalt Die Handlung ist verständlich, vollständig und sinnvoll verbunden.
Aufbau Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss sind erkennbar.
Spannung Die Handlung steigert sich und wichtige Momente werden ausgestaltet.
Erzählperspektive Die gewählte Perspektive wird konsequent eingehalten.
Sprache Verben, Adjektive, Satzanfänge und Dialoge wirken passend und abwechslungsreich.
Richtigkeit Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik sind sorgfältig überarbeitet.


Typische Fehler und Verbesserungen

Beim Schreiben von Erzählungen treten bestimmte Fehler häufig auf. Wenn Du sie kennst, kannst Du sie vermeiden.

Häufiger Fehler Wirkung Verbesserung
Zu viele Sätze beginnen mit „Dann“ Der Text wirkt eintönig Satzanfänge variieren und Übergänge genauer formulieren
Der Höhepunkt ist zu kurz Die spannendste Stelle verpufft Zeitdehnung, Gedanken, Geräusche und Dialoge einsetzen
Die Perspektive wechselt unklar Leserinnen und Leser verlieren die Orientierung Vor dem Schreiben eine Perspektive festlegen
Figuren handeln ohne Grund Die Handlung wirkt zufällig Ziele, Gefühle und Motive der Figuren zeigen
Das Ende bricht plötzlich ab Die Erzählung wirkt unfertig Folgen des Ereignisses oder Veränderung der Figur zeigen


Mini-Schreibwerkstatt

Die folgenden Schritte helfen Dir, selbst eine Erzählung zu entwickeln.

  1. Idee: Sammle eine ungewöhnliche Situation, zum Beispiel „Eine Tür in der Schule ist plötzlich verschlossen, obwohl dahinter Stimmen zu hören sind“.
  2. Figur: Bestimme eine Hauptfigur mit einem Ziel, einer Sorge und einer besonderen Eigenschaft.
  3. Konflikt: Lege fest, was die Figur daran hindert, ihr Ziel zu erreichen.
  4. Spannungsbogen: Plane, wie die Spannung steigt und wo der Höhepunkt liegt.
  5. Erzählperspektive: Entscheide, ob Du in der Ich-Form oder in der dritten Person erzählst.
  6. Entwurf: Schreibe die Geschichte vollständig auf.
  7. Überarbeitung: Prüfe Inhalt, Aufbau, Sprache und Rechtschreibung getrennt voneinander.
  8. Feedback: Lass eine andere Person erklären, was sie spannend fand und wo sie noch Fragen hat.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Erzählung im Deutschunterricht vor allem? (Eine gestaltete Darstellung eines Geschehens) (!Eine reine Aufzählung von Fakten) (!Eine Bedienungsanleitung) (!Eine Tabelle mit Stichwörtern)




Welche Grundstruktur hilft häufig beim Aufbau einer Erzählung? (Einleitung Hauptteil Schluss) (!These Argument Beispiel) (!Frage Antwort Quelle) (!Überschrift Fußnote Literatur)




Was ist der Höhepunkt einer Erzählung? (Der wichtigste oder spannendste Moment der Handlung) (!Die erste Beschreibung des Ortes) (!Die Liste aller Figuren) (!Die Überschrift der Geschichte)




Welche Aussage zur Erzählperspektive ist richtig? (Sie bestimmt aus welcher Sicht erzählt wird) (!Sie ersetzt die Rechtschreibung) (!Sie ist immer identisch mit dem Autor) (!Sie besteht nur aus Adjektiven)




Was macht direkte Rede in einer Erzählung besonders nützlich? (Sie macht Figuren und Situationen lebendiger) (!Sie verhindert jeden Spannungsaufbau) (!Sie ersetzt den Schluss) (!Sie macht eine Handlung automatisch sachlich)




Was bedeutet Zeitdehnung beim Erzählen? (Ein kurzer Moment wird ausführlich dargestellt) (!Ein langer Zeitraum wird stark verkürzt) (!Die Geschichte wird ohne Verben erzählt) (!Alle Ereignisse werden alphabetisch sortiert)




Warum ist ein roter Faden wichtig? (Er verbindet die Ereignisse sinnvoll miteinander) (!Er ersetzt alle Figuren) (!Er macht eine Erzählung zu einem Gedicht) (!Er verhindert jede Veränderung der Handlung)




Was unterscheidet eine Erzählung besonders von einem Bericht? (Eine Erzählung darf anschaulich und spannend gestalten) (!Eine Erzählung muss immer nur Stichpunkte enthalten) (!Eine Erzählung darf keine Figuren haben) (!Eine Erzählung besteht nur aus W-Fragen)




Welche Überarbeitungsfrage passt besonders gut zu einer Erzählung? (Gibt es einen erkennbaren Höhepunkt?) (!Sind alle Wörter nach Länge sortiert?) (!Kommt in jedem Satz dasselbe Verb vor?) (!Wurde jede Figur nummeriert?)




Was ist für eine gelungene Figur besonders wichtig? (Sie hat erkennbare Ziele Gefühle oder Motive) (!Sie darf keinen Namen haben) (!Sie muss immer alles wissen) (!Sie darf nie sprechen)





Memory

Einleitung Ausgangssituation
Hauptteil steigende Handlung
Höhepunkt entscheidender Moment
Schluss Folge oder Veränderung
Ich-Erzähler subjektive Sicht
Zeitdehnung ausführlicher Augenblick
Dialog direkte Rede





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ideensammlung Material für Figuren Ort und Handlung
Schreibplan Ordnung der Ereignisse vor dem Schreiben
Entwurf erste vollständige Fassung der Erzählung
Überarbeitung Verbesserung von Aufbau Sprache und Richtigkeit
Feedback Rückmeldung durch andere Leserinnen und Leser






Kreuzworträtsel

Erzaehler Welche Instanz vermittelt die Handlung in einer Erzählung?
Perspektive Aus welcher Sicht wird erzählt?
Spannung Was steigt im Hauptteil bis zum Höhepunkt?
Wendepunkt Wie nennt man einen Moment der entscheidenden Veränderung?
Figuren Wer handelt in der Geschichte?
Dialog Wie nennt man ein Gespräch zwischen Figuren?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Erzählung stellt ein erlebtes oder erfundenes Geschehen als zusammenhängende

dar. Der rote Faden verbindet die Ereignisse so, dass die Leserinnen und Leser der Geschichte

können. In der Einleitung werden häufig Figuren, Ort, Zeit und Ausgangssituation

. Im Hauptteil steigt die Spannung durch Hindernisse, Entscheidungen und innere Reaktionen der

. Der Höhepunkt ist der wichtigste oder spannendste Moment der

. Der Schluss zeigt, wie die Handlung ausgeht oder was sich durch das Ereignis

. Die Erzählperspektive bestimmt, aus welcher Sicht das Geschehen

wird. Direkte Rede kann Figuren lebendig machen und die Handlung

. Durch Zeitdehnung wird ein kurzer Moment besonders ausführlich

. Beim Überarbeiten prüfst Du zuerst Inhalt und Aufbau, bevor Du Sprache und Rechtschreibung

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Erzählanfang: Schreibe drei unterschiedliche Anfänge zu derselben Situation, einmal ruhig, einmal spannend und einmal mit direkter Rede.
  2. Figurenbeschreibung: Erfinde eine Hauptfigur und beschreibe sie durch Handlung, Gedanken und ein sichtbares Detail.
  3. Wortfeld: Sammle ein Wortfeld zum Thema Angst, Freude oder Überraschung und nutze fünf Wörter daraus in einer kurzen Szene.
  4. Dialog: Schreibe ein Gespräch zwischen zwei Figuren, in dem ein Missverständnis entsteht, ohne das Wort Missverständnis zu verwenden.


Standard

  1. Erlebniserzählung: Schreibe eine Erzählung über einen Moment, in dem eine scheinbar kleine Entscheidung große Folgen hatte.
  2. Bildergeschichte: Wähle ein Bild aus einer freien Quelle und verwandle es in eine Erzählung mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss.
  3. Perspektivwechsel: Erzähle dieselbe kurze Handlung zuerst aus der Ich-Perspektive und danach aus der Sicht einer anderen Figur.
  4. Spannungsbogen: Zeichne zu einer eigenen Geschichte einen Spannungsbogen und markiere Einleitung, steigende Handlung, Höhepunkt und Schluss.


Schwer

  1. Zeitgestaltung: Schreibe eine Szene zweimal, einmal mit Zeitraffung und einmal mit Zeitdehnung, und erkläre anschließend die unterschiedliche Wirkung.
  2. Unzuverlässiges Erzählen: Verfasse eine kurze Erzählung, in der sich am Ende zeigt, dass der Erzähler etwas Wichtiges verschwiegen oder falsch eingeschätzt hat.
  3. Textüberarbeitung: Überarbeite eine eigene frühere Erzählung mit einem Kriterienraster und dokumentiere mindestens fünf konkrete Verbesserungen.
  4. Literarische Analyse: Untersuche in einer Kurzgeschichte oder Erzählung die Erzählperspektive, die Spannungsgestaltung und die Figurenentwicklung.



<inputbox>

type=create break=no preload=CHAT GPT TEXT HIER EINFÜGEN default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>


Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Textvergleich: Vergleiche eine Erzählung und einen Bericht über dasselbe Ereignis und erkläre, wie Sprache, Aufbau und Wirkung sich unterscheiden.
  2. Transfer: Entwickle aus fünf Reizwörtern eine Erzählidee und begründe, wo der Höhepunkt liegen soll.
  3. Perspektivanalyse: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wie sich die Wirkung verändert, wenn dieselbe Szene aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt wird.
  4. Sprachwirkung: Überarbeite einen sachlichen Absatz so, dass daraus eine spannende erzählende Szene wird, und beschreibe Deine wichtigsten Änderungen.
  5. Bewertung: Beurteile eine fremde Erzählung mithilfe der Kriterien Aufbau, Spannung, Figuren, Sprache und Richtigkeit und gib konstruktives Feedback.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zum Thema Erzählung ist wichtig, dass Du nicht nur Fachbegriffe kennst, sondern sie beim Schreiben und Analysieren anwenden kannst.

  1. Eigene Erzählung: Du legst eine vollständige Erzählung mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss vor.
  2. Schreibplan: Du zeigst, wie Du Figuren, Ort, Konflikt, Höhepunkt und Schluss geplant hast.
  3. Spannungsbogen: Du markierst, wie sich die Spannung in Deiner Erzählung entwickelt.
  4. Überarbeitung: Du dokumentierst, welche Stellen Du verbessert hast und warum.
  5. Reflexion: Du erklärst, welche Erzählperspektive Du gewählt hast und welche Wirkung sie erzeugt.
  6. Feedback: Du nimmst Rückmeldungen auf und formulierst, welche Hinweise Du umgesetzt hast.
  7. Sprachrichtigkeit: Du achtest auf Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und verständliche Satzstrukturen.




OERs zum Thema



Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen

<inputbox>

type=create break=no preload=MOOCit Vorlage default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>