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Elvis Presley – That’s the Way It Is

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Elvis Presley – That’s the Way It Is




Elvis Presley – That’s the Way It Is


Einleitung

Elvis Presley – That’s the Way It Is führt Dich in einen bedeutenden Konzertfilm und eine wichtige Phase der Karriere von Elvis Presley ein. Die von Denis Sanders inszenierte Filmdokumentation erschien 1970 und begleitet Presley bei Proben in Kalifornien und Las Vegas sowie bei Auftritten im International Hotel in Las Vegas. Anders als Presleys frühere Spielfilme erzählt der Film keine erfundene Handlung. Er zeigt den Künstler, seine Band, seine Backgroundchöre, das Orchester, das Produktionsteam und das Publikum bei der Vorbereitung und Durchführung einer großen Bühnenshow.

Der aiMOOC verbindet Musikgeschichte, Filmanalyse, Medienkompetenz und Kulturgeschichte. Du untersuchst, wie eine Live-Performance entsteht, wie Filmschnitt, Kamera und Ton das Bild eines Stars formen und warum auch ein Dokumentarfilm niemals einfach nur neutrale Wirklichkeit wiedergibt. Zugleich lernst Du, den Film im Übergang von Presleys Hollywoodphase zu seiner erneuten Konzentration auf Live-Auftritte einzuordnen.

Der offizielle Trailer gibt Dir einen ersten Eindruck von der Verbindung aus Probe, Backstage-Beobachtung und Konzertinszenierung. Achte darauf, wie schnell zwischen Nahaufnahmen, Totalen, Publikum und Bühnengeschehen gewechselt wird.


Grunddaten zum Film

Merkmal Information
Deutscher Filmtitel Elvis – That’s the Way It Is
Erscheinungsjahr 1970
Produktionsland Vereinigte Staaten
Regie und Drehbuch Denis Sanders
Hauptperson Elvis Presley
Kamera Lucien Ballard
Schnitt Henry Berman
Produktions- und Verleihkontext Metro-Goldwyn-Mayer
Filmform Dokumentarfilm, Musikfilm und Konzertfilm
Zentrale Drehorte Proben in Kalifornien sowie Proben und Konzerte in Las Vegas
Veröffentlichung 11. November 1970

Der Film dokumentiert Presleys Sommergastspiel 1970 in Las Vegas. Er beginnt mit Probenmaterial und führt anschließend in die Bühnenshows. Diese Struktur macht sichtbar, dass ein Konzert nicht nur aus dem Auftritt selbst besteht: Auswahl und Anordnung der Songs, Tempi, Einsätze, Übergänge, Licht, Kleidung, Körpersprache und Kommunikation im Ensemble werden vorher erarbeitet.


Historischer Kontext: Vom Filmschauspieler zurück zur Bühne

In den 1950er Jahren wurde Elvis Presley zu einer Schlüsselfigur des Rock ’n’ Roll. Seine Musik verband Einflüsse aus Rhythm and Blues, Blues, Gospel, Country-Musik und populärer Unterhaltung. Gleichzeitig entwickelte die Filmindustrie Presley zum Kinostar. In den 1960er Jahren konzentrierte sich seine öffentliche Arbeit über längere Zeit stark auf Hollywoodproduktionen und die zugehörigen Soundtracks.

Das Fernsehspecial ELVIS von 1968, später häufig als Comeback Special bezeichnet, präsentierte Presley wieder deutlicher als Live-Musiker. 1969 begann seine erfolgreiche Konzertphase im International Hotel in Las Vegas. That’s the Way It Is entstand im folgenden Jahr und zeigt daher nicht den allerersten Schritt zurück auf die Bühne, sondern die professionelle Ausformung dieses neuen Karriereabschnitts.

Diese Einordnung ist wichtig: Der Film erzeugt ein Bild von Wiederkehr, Konzentration und künstlerischer Energie. Er präsentiert Presley als Musiker, Bandleader und Entertainer. Zugleich bleibt die wirtschaftliche Seite sichtbar, denn Las Vegas, Hotelshows, Plattenveröffentlichung und Kinofilm gehörten zu einer umfassenden Unterhaltungsindustrie.


Der Schauplatz Las Vegas

Das abgebildete Gebäude ist das spätere Las Vegas Hilton in den frühen 1970er Jahren. Zur Zeit der gefilmten Konzerte hieß der Veranstaltungsort International Hotel. Die großen Showrooms von Las Vegas verbanden Hotelbetrieb, Glücksspiel, Gastronomie und Unterhaltung. Für Künstlerinnen und Künstler bedeutete ein Engagement dort wiederkehrende Auftritte vor einem internationalen Publikum und hohe Anforderungen an Präzision, Ausdauer und Repertoire.

Der Ort beeinflusst die Wirkung des Films. Die Bühne ist groß, das Orchester erweitert den Klang der Rockband, die Lichtregie lenkt den Blick und die Nähe zwischen Star und Publikum erzeugt Momente scheinbarer Intimität. Dennoch ist diese Nähe professionell organisiert: Kameras, Mikrofone, Saalordnung, Sicherheitsabläufe und ein festgelegter Showrahmen strukturieren das Erlebnis.


Aufbau und Dramaturgie

Der Film folgt keiner klassischen Spielfilmhandlung mit erfundenen Figuren und Konflikten. Seine Dramaturgie entsteht aus dem Weg von der Vorbereitung zur Aufführung.

  1. Probenphase: Presley arbeitet mit Band und Sängerinnen und Sängern an Einsätzen, Tempi, Arrangements und Ausdruck.
  2. Backstage: Locker wirkende Gespräche, Scherze und organisatorische Situationen vermitteln den Eindruck persönlicher Nähe.
  3. Konzert: Mehrere Auftritte werden durch den Schnitt zu einem filmischen Konzerterlebnis verbunden.
  4. Publikum: Reaktionen im Saal zeigen Begeisterung und verstärken die Wahrnehmung von Presleys Starstatus.
  5. Montage: Material aus verschiedenen Zeiten und Perspektiven wird zu einer geschlossenen Entwicklung zusammengesetzt.

Die scheinbar einfache Bewegung von der Probe zum Konzert erzeugt Spannung: Unfertige, suchende Momente werden einer kontrollierten Bühnendarbietung gegenübergestellt. Dadurch erscheint die Performance zugleich spontan und sorgfältig vorbereitet.


Proben als Einblick in musikalische Arbeit

Probenaufnahmen sind didaktisch besonders ergiebig. Du kannst beobachten, wie Musikerinnen und Musiker nicht nur richtige Töne anstreben, sondern gemeinsam eine Interpretation gestalten. Presley gibt Zeichen, reagiert auf Vorschläge, wiederholt Stellen und verändert musikalische Details. Dabei entstehen Rollen: Der Sänger steht im Mittelpunkt, doch sein Auftritt hängt von der Zusammenarbeit vieler Beteiligter ab.

Zur Kernbesetzung gehörten Musiker, die häufig als TCB Band bezeichnet werden: James Burton an der Leadgitarre, John Wilkinson an der Rhythmusgitarre, Glen D. Hardin am Klavier, Jerry Scheff am Bass und Ronnie Tutt am Schlagzeug. Hinzu kamen unter anderem Charlie Hodge, die Backgroundgruppen The Sweet Inspirations und The Imperials sowie ein von Joe Guercio geleitetes Orchester.

Achte bei einer Probenanalyse auf diese Aspekte:

  1. Tempo: Wird ein Stück schneller oder langsamer angelegt als in einer Studiofassung?
  2. Dynamik: Wo steigert oder reduziert das Ensemble die Lautstärke?
  3. Arrangement: Welche Aufgaben übernehmen Band, Chor und Orchester?
  4. Kommunikation: Wie werden Einsätze durch Sprache, Blickkontakt oder Gesten koordiniert?
  5. Interpretation: Wie verändert Presley Phrasierung, Betonung und Bühnenausdruck?

Die Audioaufnahme von Bridge Over Troubled Water aus dem Umfeld des gleichnamigen Albums eignet sich für einen Vergleich von Stimme, Begleitung, Dynamik und emotionaler Steigerung. Verwende bei einer Analyse keine längeren Liedtextzitate, sondern beschreibe hörbare musikalische Merkmale in eigenen Worten.


Repertoire und musikalische Vielfalt

Der Film verbindet Titel aus unterschiedlichen Phasen und Stilbereichen. Frühe Rock-’n’-Roll-Nummern stehen neben Balladen, aktuellen Hits, Gospel-Einflüssen und dramatisch aufgebauten Poparrangements. Zu den im Film beziehungsweise in seinen verschiedenen Fassungen vertretenen Stücken zählen unter anderem That’s All Right, Hound Dog, Love Me Tender, The Wonder of You, In the Ghetto, Suspicious Minds und Can’t Help Falling in Love.

Diese Mischung erfüllt mehrere Funktionen. Sie erinnert an Presleys frühe Erfolge, zeigt seine stilistische Bandbreite und spricht verschiedene Publikumsgruppen an. Im Konzert werden ältere Songs häufig neu arrangiert oder in Medleys verkürzt. Dadurch wird die Vergangenheit nicht unverändert wiederholt, sondern an Presleys Bühnenstil von 1970 angepasst.

Eine anspruchsvolle Analyse trennt drei Ebenen:

  1. Komposition: Melodie, Harmonie, Form und Textidee des zugrunde liegenden Songs.
  2. Arrangement: Verteilung des Materials auf Stimme, Band, Chor und Orchester.
  3. Performance: Einmalige Gestaltung durch Stimme, Gestik, Timing, Interaktion und Publikumsreaktion.


Stimme, Körper und Bühnenpersona

Presleys Bühnenwirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Gesang und Körper. Seine Stimme kann zwischen weichen, intimen Passagen, rhythmisch pointierten Formulierungen und kraftvollen Höhepunkten wechseln. Bewegungen, Posen, Blickkontakte und humorvolle Unterbrechungen ergänzen den musikalischen Ausdruck.

Der Begriff Persona bezeichnet die öffentlich wahrnehmbare Rolle, die eine Person in Medien und Auftritten verkörpert. Diese Persona ist nicht einfach identisch mit dem privaten Menschen. Im Film sehen wir Elvis Presley sowohl als scheinbar ungezwungenen Kollegen in der Probe als auch als kontrollierten Star auf der Bühne. Der Wechsel erzeugt den Eindruck, das Publikum lerne den „wirklichen“ Menschen hinter dem Image kennen. Gerade dieser Eindruck wird jedoch durch Kameraauswahl und Schnitt hergestellt.

Auch Kleidung ist Teil der Inszenierung. Die Bühnenanzüge betonen Bewegungen und machen Presley bereits aus größerer Entfernung erkennbar. Kostüm, Licht und Körperhaltung bilden ein visuelles Zeichensystem, das Macht, Eleganz, Modernität und Individualität vermitteln kann.


Filmische Gestaltung

Ein Dokumentarfilm arbeitet mit real aufgenommenem Material, aber er gestaltet dieses Material. In That’s the Way It Is bestimmen mehrere filmische Mittel, was Du wahrnimmst.

  1. Einstellungsgröße: Nahaufnahmen zeigen Mimik und Schweiß; Totalen zeigen Bühne, Ensemble und Raum.
  2. Kameraperspektive: Untersichten können Größe und Dominanz verstärken, während seitliche oder bewegte Perspektiven Dynamik erzeugen.
  3. Schnitt: Wechsel zwischen Sänger, Band, Publikum und Backstagebereich formen Rhythmus und Bedeutung.
  4. Reaktionsaufnahme: Bilder begeisterter Zuschauerinnen und Zuschauer bestätigen die Wirkung des Stars.
  5. Ton: Gesang, Instrumente, Saalreaktionen und Mischung bestimmen, ob die Aufführung intim, kraftvoll oder überwältigend erscheint.
  6. Kontinuitätsmontage: Aufnahmen aus unterschiedlichen Konzerten können so verbunden werden, dass sie wie eine zusammenhängende Darbietung wirken.

Bei einer genauen Filmanalyse fragst Du deshalb nicht nur: „Was ist passiert?“, sondern auch: „Warum sehe und höre ich gerade diese Auswahl in genau dieser Reihenfolge?“


Dokumentation, Authentizität und Konstruktion

Der Film verspricht Nähe zur Arbeit eines berühmten Musikers. Probenfehler, Scherze, kurze Unsicherheiten und spontane Reaktionen wirken authentisch. Authentizität bedeutet hier jedoch nicht, dass die Kamera völlig unbeeinflusst eine ganze Wirklichkeit festhält. Das Filmteam entschied, wann gefilmt wurde, welche Kameraeinstellung verwendet wurde und welches Material in die Endfassung gelangte.

Du kannst drei Ebenen unterscheiden:

  1. Ereignis: Die tatsächlichen Proben und Konzerte im Sommer 1970.
  2. Aufzeichnung: Das von Kameras und Mikrofonen erfasste Material.
  3. Filmische Darstellung: Die ausgewählte und montierte Fassung, die das Publikum sieht.

Diese Unterscheidung hilft Dir bei jeder Form von Medienkritik. Auch heutige Konzertfilme, Musikvideos, Livestreams und Social-Media-Clips erzeugen Nähe durch Auswahl und Gestaltung.


Publikum und Starkult

Der Film zeigt nicht nur Presley, sondern immer wieder auch sein Publikum. Lächeln, Rufe, Applaus und sichtbare Erregung werden Teil der Inszenierung. Durch solche Reaktionsaufnahmen erhält das Kinopublikum eine Deutungshilfe: Die Bilder legen nahe, dass hier ein außergewöhnliches Ereignis stattfindet.

Starkult entsteht im Zusammenspiel von Leistung, Medienpräsenz, Vermarktung und Fanaktivität. Fans sind dabei nicht bloß passive Konsumentinnen und Konsumenten. Sie sammeln Aufnahmen, tauschen Wissen aus, besuchen Veranstaltungen und prägen die Erinnerung an einen Künstler. Zugleich können Medienunternehmen diese Begeisterung kommerziell nutzen.

Eine kritische Perspektive fragt daher: Welche Leistungen des Ensembles werden sichtbar, welche bleiben im Hintergrund? Wie werden Geschlecht, Alter und Emotionen des Publikums dargestellt? Welche Erwartungen an Männlichkeit, Erfolg und Berühmtheit vermittelt die Kamera?


Musikgeschichtliche und gesellschaftliche Einordnung

Elvis Presleys Stil entwickelte sich in einer amerikanischen Musikkultur, in der Blues, Gospel, Rhythm and Blues, Country-Musik und Pop eng miteinander verbunden waren. Viele dieser Traditionen wurden von afroamerikanischen Musikerinnen und Musikern geprägt. Eine verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit Presley berücksichtigt daher sowohl seine individuelle Interpretation und Bühnenleistung als auch die kulturellen Quellen, Machtverhältnisse und Vermarktungsstrukturen der Musikindustrie.

Dabei ist eine einfache Bewertung als reine „Erfindung“ oder reine „Kopie“ zu kurz. Musikkultur entsteht durch Austausch, Aneignung, Weiterentwicklung und wirtschaftliche Verwertung. Entscheidend ist, konkret zu untersuchen, wer künstlerische Anerkennung, Sichtbarkeit und finanzielle Vorteile erhielt und wie historische Ungleichheiten wirkten.

Der Film selbst thematisiert diese Fragen kaum ausdrücklich. Gerade deshalb eignet er sich für Quellenkritik: Was zeigt die Quelle? Was lässt sie aus? Welche zusätzlichen Quellen brauchst Du, um die gesellschaftliche Bedeutung angemessen zu beurteilen?


Film und Album mit gleichem Titel

Im November 1970 erschienen der Film und das Album That’s the Way It Is in engem Zusammenhang. Das Album ist jedoch kein gewöhnlicher Soundtrack, der einfach nur alle im Film verwendeten Konzertaufnahmen sammelt. Die ursprüngliche LP verband acht in Nashville aufgenommene Studiotitel mit vier Live-Aufnahmen aus Las Vegas.

Diese Mischung zeigt, wie Tonträger und Film gemeinsam vermarktet wurden, obwohl sie unterschiedliche Fassungen und Funktionen besitzen. Der Film betont den Prozess von Probe und Konzert. Das Album schafft dagegen ein eigenständiges Hörerlebnis und verbindet Studio- mit Liveästhetik.

Für die Medienanalyse ist die Unterscheidung wichtig:

  1. Soundtrack: Musik, die direkt als Tonspur oder musikalisches Material eines Films dient.
  2. Begleitalbum: Eine Veröffentlichung, die mit einem Film vermarktet wird, aber nicht vollständig dessen Tonspur entspricht.
  3. Livealbum: Veröffentlichung von Konzertaufnahmen.
  4. Studioalbum: Veröffentlichung überwiegend unter kontrollierten Studiobedingungen produzierter Aufnahmen.

That’s the Way It Is überschreitet diese Kategorien und macht sichtbar, wie flexibel Musikprodukte zusammengestellt werden können.


Verschiedene Fassungen und Restaurierung

Die ursprüngliche Kinofassung von 1970 enthält neben Proben und Konzerten auch Material, das das gesellschaftliche Umfeld und die Fanbegeisterung stärker betont. Für eine 2001 veröffentlichte Special Edition überarbeitete der Filmarchivar und Produzent Rick Schmidlin das vorhandene Material. Dabei wurden Teile der ursprünglichen Dokumentarpassagen entfernt und zusätzliche Proben- und Konzertaufnahmen eingefügt. Bild und Ton wurden restauriert und neu bearbeitet.

Damit existiert nicht nur „der eine“ Film. Verschiedene Fassungen setzen andere Schwerpunkte. Die Kinofassung betrachtet Presley stärker innerhalb eines zeitgenössischen Fan- und Medienereignisses. Die Special Edition konzentriert sich stärker auf musikalische Arbeit und Performance.

Ein Fassungsvergleich führt zu grundlegenden Fragen der Filmrestaurierung:

  1. Soll eine Restaurierung den historischen Zustand möglichst genau bewahren?
  2. Darf eine Neufassung Material neu ordnen, um heutige Zuschauerinnen und Zuschauer stärker anzusprechen?
  3. Wann wird aus Restaurierung eine Neuinterpretation?
  4. Wie sollten entfernte Szenen, alternative Takes und technische Veränderungen dokumentiert werden?


Quellenkritik und Urheberrecht

Bei der Arbeit mit Konzertfilmen und Musikaufnahmen musst Du zwischen Analyse und unerlaubter Übernahme unterscheiden. Songtitel, kurze sachliche Hinweise und eigene Beschreibungen können in einer Analyse verwendet werden. Längere Liedtextpassagen, vollständige Filmsequenzen oder nicht freigegebene Bilder dürfen nicht einfach kopiert und veröffentlicht werden.

Nutze für eigene Projekte bevorzugt Open Educational Resources, selbst erstelltes Material oder Medien mit klarer Lizenz. Bei Wikimedia Commons findest Du zu jeder Datei Angaben zu Urheber, Quelle und Lizenz. Prüfe diese Informationen, bevor Du ein Bild weiterverwendest.

Auch Quellenkritik gehört dazu: Offizielle Trailer dienen der Werbung, Fanvideos können fehlerhafte Datierungen enthalten, und spätere Veröffentlichungen können historisches Material neu schneiden. Vergleiche deshalb mehrere Quellen und trenne belegte Fakten von Interpretation.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. den Film in Presleys Karriere und die Musikgeschichte um 1970 einordnen,
  2. Merkmale von Dokumentarfilm, Musikfilm und Konzertfilm unterscheiden,
  3. Proben- und Konzertsequenzen mit musikalischen Fachbegriffen untersuchen,
  4. Kamera, Schnitt, Ton und Publikumsbilder als Gestaltungsmittel analysieren,
  5. den Zusammenhang von Starimage, Authentizität und Vermarktung erklären,
  6. Film- und Albumfassung voneinander abgrenzen,
  7. verschiedene Schnittfassungen als unterschiedliche historische Deutungen beurteilen,
  8. urheberrechtlich verantwortungsvoll mit Film- und Musikmaterial umgehen.


Lernbereiche

  1. Musik: Live-Performance, Arrangement, Gesang und Ensemblearbeit
  2. Film: Dokumentarfilm, Konzertfilm, Kamera, Schnitt und Ton
  3. Geschichte: Populärkultur und Unterhaltungsindustrie um 1970
  4. Medienbildung: Authentizität, Starkult, Quellenkritik und Urheberrecht
  5. Kulturelle Bildung: Bühnenpersona, Publikum und gesellschaftlicher Kontext


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Jahr erschien der Film? (1970) (!1968) (!1972) (!1977)




Wer führte bei der Filmdokumentation Regie? (Denis Sanders) (!Lucien Ballard) (!Rick Schmidlin) (!Joe Guercio)




Welche Filmform beschreibt That’s the Way It Is am besten? (Konzertdokumentation) (!Western) (!Animationsfilm) (!Gerichtsdrama)




Welcher Ort steht im Zentrum der gefilmten Konzerte? (International Hotel in Las Vegas) (!Grand Ole Opry in Nashville) (!Madison Square Garden in New York) (!Sun Studio in Memphis)




Welche Entwicklung prägt die Dramaturgie des Films? (Von der Probe zur Aufführung) (!Von der Kindheit zum Schulabschluss) (!Von einer Gerichtsverhandlung zum Urteil) (!Von einer Reise zum Weltraumflug)




Welche Aufgabe hat der Filmschnitt? (Er wählt und ordnet Aufnahmen) (!Er stimmt die Gitarren) (!Er verkauft Eintrittskarten) (!Er komponiert alle Songs)




Welche Gruppe gehörte zum musikalischen Umfeld der Shows? (The Sweet Inspirations) (!The Beatles) (!ABBA) (!The Beach Boys)




Wie war das ursprüngliche Album That’s the Way It Is aufgebaut? (Aus Studio- und Liveaufnahmen) (!Nur aus Interviews) (!Nur aus Instrumentalstücken) (!Nur aus Filmdialogen)




Was betont die Special Edition stärker als die ursprüngliche Kinofassung? (Proben und Auftritte) (!Eine erfundene Liebesgeschichte) (!Zeichentricksequenzen) (!Nachrichtensendungen)




Warum ist der Film trotz dokumentarischer Bilder eine gestaltete Darstellung? (Weil Kamera und Schnitt auswählen) (!Weil keine realen Personen vorkommen) (!Weil alle Songs stumm bleiben) (!Weil das Publikum gezeichnet ist)





Memory

Denis Sanders Regie
Lucien Ballard Kamera
Henry Berman Schnitt
TCB Band Begleitensemble
International Hotel Konzertort
Rick Schmidlin Special Edition
The Sweet Inspirations Backgroundgesang





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion im Film
Probe Musikalische Vorbereitung
Nahaufnahme Betonung von Mimik
Totale Überblick über Bühne und Raum
Montage Verbindung verschiedener Aufnahmen
Reaktionsaufnahme Sichtbarmachung der Publikumswirkung
Arrangement Verteilung musikalischer Aufgaben
Persona Öffentlich dargestellte Starrolle






Kreuzworträtsel

Sanders Wer führte bei der Dokumentation Regie?
Presley Wie lautet der Nachname der Hauptperson?
Proben Welche Arbeitsphase bereitet die Konzerte vor?
Schnitt Welches filmische Mittel ordnet die Aufnahmen?
Publikum Wer reagiert im Saal sichtbar auf die Bühnenshow?
Jumpsuit Wie heißt ein charakteristischer Bühnenanzug?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Film erschien im Jahr

und wurde von Denis Sanders inszeniert. Die Konzerte fanden im International Hotel in

statt. Vor den Auftritten zeigt der Film ausführliche

. Die Begleitmusiker wurden häufig als

bezeichnet. Nahaufnahmen lenken die Aufmerksamkeit auf Mimik und

. Der Schnitt verbindet Material aus verschiedenen Zeiten zu einer filmischen

. Bilder begeisterter Zuschauerinnen und Zuschauer verstärken den Eindruck von

. Das gleichnamige Album kombiniert Studioaufnahmen mit

. Die überarbeitete Fassung konzentriert sich stärker auf Musik und

. Dokumentarische Bilder sind nicht neutral, weil Kamera und Schnitt eine

treffen. Der öffentlich dargestellte Charakter eines Stars wird als

bezeichnet. Bei eigenen Medienprojekten müssen Quellen und

geprüft werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Filmplakat: Gestalte ein eigenes sachliches Lernplakat zum Film. Verwende nur selbst erstellte Grafiken oder frei lizenzierte Bilder und kennzeichne die Quellen.
  2. Hörprotokoll: Höre einen offiziell verfügbaren Titel aus dem Albumumfeld und beschreibe Tempo, Dynamik, Instrumente und Stimmwirkung in eigenen Worten.
  3. Zeitleiste: Erstelle eine Zeitleiste von Presleys Hollywoodphase über das Comeback Special von 1968 bis zum Konzertfilm von 1970.
  4. Begriffsnetz: Verbinde die Begriffe Probe, Konzert, Kamera, Schnitt, Publikum, Persona und Authentizität in einer Concept-Map.


Standard

  1. Szenenanalyse: Analysiere eine kurze Proben- oder Konzertsequenz anhand von Einstellungsgröße, Perspektive, Schnitt, Ton und Wirkung.
  2. Fassungsvergleich: Vergleiche Beschreibungen der Kinofassung von 1970 und der Special Edition. Erkläre, wie die Auswahl des Materials die Aussage verändert.
  3. Podcast: Produziere einen fünfminütigen Podcast über die Frage, ob der Film eher Dokumentation, Konzertaufzeichnung oder Starwerbung ist.
  4. Interview: Befrage eine Person aus einer älteren Generation zu ihrer Wahrnehmung von Elvis Presley und vergleiche die Erinnerung mit Deiner Filmanalyse.


Schwer

  1. Quellenkritik: Vergleiche einen offiziellen Trailer, einen Lexikonartikel und eine zeitgenössische Rezension. Untersuche Interessen, Sprache, Auslassungen und Belegqualität.
  2. Musikanalyse: Vergleiche eine Studio- und eine Livefassung desselben Songs hinsichtlich Form, Tempo, Arrangement, Stimme und Publikumsbezug.
  3. Kulturtransfer: Erarbeite eine differenzierte Präsentation über Presleys Verhältnis zu Blues, Gospel, Rhythm and Blues und Country. Berücksichtige künstlerischen Austausch und ungleiche Machtverhältnisse.
  4. Kurzdokumentarfilm: Plane und produziere einen eigenen dreiminütigen Film vom Proberaum bis zur Aufführung. Dokumentiere, wie Deine Auswahl und Dein Schnitt die Wahrnehmung der Beteiligten formen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Dramaturgie und Arbeit: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, warum der Weg von der Probe zum Konzert eine Spannung erzeugt, obwohl keine erfundene Handlung erzählt wird.
  2. Authentizität und Montage: Beurteile die Aussage „Backstage-Aufnahmen zeigen den Star so, wie er wirklich ist“. Formuliere eine begründete Position und beziehe mindestens drei filmische Auswahlentscheidungen ein.
  3. Film und Album: Entwickle ein Schaubild, das Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Film, ursprünglichem Album und späterer Special Edition sichtbar macht.
  4. Publikumsdarstellung: Analysiere, wie Reaktionsaufnahmen die Wahrnehmung einer Performance steuern. Übertrage Deine Erkenntnisse auf heutige Konzertvideos oder Social-Media-Clips.
  5. Ensembleleistung: Zeige, wie Band, Chor, Orchester, Technik und Hauptinterpret voneinander abhängig sind. Begründe, warum ein reiner Fokus auf den Star das Ereignis nur unvollständig erklärt.
  6. Restaurierungsethik: Entscheide, ob eine historische Filmfassung neu geschnitten werden sollte, um mehr Musik zu zeigen. Entwickle Kriterien für eine verantwortungsvolle Restaurierung und Archivierung.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis verbindest Du Fachwissen mit selbstständiger Analyse. Wichtig sind eine korrekte historische Einordnung, die sichere Verwendung filmischer und musikalischer Fachbegriffe, nachvollziehbare Beobachtungen an konkreten Beispielen und eine begründete Bewertung der Mediengestaltung.

Dein Lernnachweis sollte zeigen, dass Du

  1. den Film als Quelle aus dem Jahr 1970 historisch kontextualisieren kannst,
  2. zwischen Ereignis, Aufzeichnung und geschnittener Darstellung unterscheidest,
  3. mindestens eine Sequenz mit Kamera, Schnitt, Ton und Performance analysierst,
  4. die Zusammenarbeit des Ensembles berücksichtigst,
  5. Film, Album und spätere Fassung nicht miteinander verwechselst,
  6. Aussagen durch geeignete Quellen belegst und Quellen kritisch vergleichst,
  7. Urheberrecht, Zitatregeln und freie Lizenzen beachtest,
  8. zu einer Transferfrage ein begründetes eigenes Urteil formulierst.

Als Lernprodukt eignen sich eine schriftliche Filmanalyse, ein kommentiertes Videoessay mit rechtmäßig genutztem Material, ein Podcast, eine Präsentation oder ein Portfolio. Bewertet werden fachliche Richtigkeit, Tiefe der Analyse, Quellenkritik, Eigenständigkeit, Verständlichkeit und rechtlich korrekter Medieneinsatz.




OERs zum Thema

Weitere frei zugängliche Ausgangspunkte sind die Wikimedia-Commons-Sammlungen zu Elvis Presley, Las Vegas Hilton und allgemeinen Themen der Konzertfotografie. Prüfe bei jeder Datei die konkrete Lizenz und die erforderliche Namensnennung.



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