Elvis Presley – Let It Be Me


Elvis Presley – Let It Be Me
Elvis Presley – Let It Be Me

Einleitung
Elvis Presley – Let It Be Me ist ein aiMOOC über Elvis Presleys 1970 veröffentlichte Liveinterpretation der Ballade Let It Be Me. Der Kurs verbindet Musikgeschichte, Höranalyse, Interpretation, Arrangement, Liveaufnahme, Coverversion, Urheberrecht und Medienkompetenz. Du untersuchst die Entwicklung vom französischen Chanson Je t’appartiens über die englische Bearbeitung bis zu Elvis Presleys Bühnenfassung.
Elvis Presleys Aufnahme entstand am 17. Februar 1970 während der Mitternachtsshow im International Hotel in Las Vegas. Sie erschien am 1. Juni 1970 auf dem Livealbum On Stage bei RCA Records.[1][2]
Hinweis zum Songtext: Der urheberrechtlich geschützte Liedtext wird nicht vollständig wiedergegeben. Inhalt, Wirkung und Gestaltung werden zusammenfassend analysiert.
Lernbereiche
- Musikgeschichte: Entstehung und Verbreitung des Liedes vom französischen Original bis zur Elvis-Fassung.
- Höranalyse: Stimme, Instrumentation, Form, Dynamik und Klangdramaturgie untersuchen.
- Coverversion: Original, Bearbeitung und Interpretation unterscheiden.
- Musikproduktion: Liveaufnahme, Mischung und nachträgliche Bearbeitung verstehen.
- Medienkompetenz: Quellen, Rechteangaben, Plattformen und freie Medien kritisch prüfen.
- Englisch: Inhalt und Wirkung eines englischsprachigen Liedes erschließen.
- Kulturelle Bildung: Liebe, Hingabe, Abhängigkeit und historische Rollenbilder reflektieren.
Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du:
- Werkgeschichte: die Entwicklung von Je t’appartiens zu Let It Be Me zeitlich einordnen.
- Urheberschaft: Komposition, Originaltext, englische Bearbeitung und Interpretation unterscheiden.
- Liveaufnahme: Besonderheiten einer Konzertaufnahme gegenüber einer Studioaufnahme erklären.
- Höranalyse: Stimme, Instrumentation, Dynamik und Formverlauf beschreiben.
- Coverversion: mehrere Fassungen nach gemeinsamen Kriterien vergleichen.
- Transfer: eigene Hörprotokolle, Podcasts, Arrangements oder Präsentationen entwickeln.
Grunddaten der Elvis-Fassung
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Titel | Let It Be Me |
| Interpret | Elvis Presley |
| Ursprung | Französisches Chanson Je t’appartiens |
| Komposition | Gilbert Bécaud |
| Französischer Text | Pierre Delanoë |
| Englischer Text | Mann Curtis |
| Aufnahmeart | Liveaufnahme |
| Aufnahmedatum | 17. Februar 1970 |
| Aufnahmeort | International Hotel, Las Vegas |
| Album | On Stage |
| Produktion | Felton Jarvis |
Entstehungsgeschichte
Das französische Original
Das Lied geht auf Je t’appartiens zurück. Gilbert Bécaud komponierte die Musik, Pierre Delanoë schrieb den französischen Text. Bécaud veröffentlichte das Werk 1955.[3] Der Titel bedeutet sinngemäß „Ich gehöre Dir“ und verweist auf das zentrale Thema intensiver Bindung.

Die englische Bearbeitung
Mann Curtis schuf den englischen Text. Dabei handelt es sich nicht um eine bloß wortgetreue Übersetzung. Singbare Liedtexte müssen Silbenzahl, Betonung, musikalische Phrase und Reim berücksichtigen. 1957 wurde die englische Fassung durch Jill Corey vorgestellt.[4]
Die Everly Brothers
Die Everly Brothers nahmen das Lied 1959 auf. Ihre Veröffentlichung wurde 1960 ein US-amerikanischer Top-Ten-Erfolg. Charakteristisch ist der enge zweistimmige Gesang.

Elvis Presleys Aufnahme
Aufnahmesituation
Elvis Presleys Fassung wurde am 17. Februar 1970 in einer Mitternachtsshow im International Hotel in Las Vegas live mitgeschnitten. Eine Liveaufnahme unterscheidet sich von einer Studioaufnahme durch Publikum, Einmaligkeit, unmittelbare Ensemblekoordination und die besondere Bühnenenergie.
Veröffentlichung auf On Stage
Das Album On Stage erschien am 1. Juni 1970. Es zeigte Elvis Presley nicht nur als Sänger eigener Hits, sondern als Interpret, der Lieder anderer Urheber auswählte und durch Stimme, Arrangement und Bühnenwirkung neu gestaltete.
Besetzung
| Bereich | Mitwirkende |
|---|---|
| Gesang | Elvis Presley |
| Gitarren | James Burton, John Wilkinson, Elvis Presley, Charlie Hodge |
| Bass | Jerry Scheff |
| Schlagzeug | Bob Lanning |
| Klavier | Glen D. Hardin |
| Hintergrundgesang | The Sweet Inspirations und The Imperials |
| Orchester | Bobby Morris und sein Orchester |
| Produktion | Felton Jarvis |

Höranalyse
Stimme und Phrasierung
Elvis Presleys Stimme steht vor dem Ensemble. Seine Interpretation nutzt Phrasierung, Artikulation, Vibrato, Dynamik, Atemführung, Klangfarbe und Timing. Zurückgenommene Stellen erzeugen Nähe, während kraftvollere Passagen die emotionale Dringlichkeit steigern.
Form und Dramaturgie
Die Ballade entwickelt sich von einem vergleichsweise intimen Beginn zu einer breiteren Klangwirkung. Wiederkehrende musikalische Gedanken schaffen Vertrautheit. Chor, Rhythmusgruppe und Orchester verdichten den Klang und führen zum Höhepunkt.
| Beobachtung | Mögliche Wirkung |
|---|---|
| Ruhiger Stimmeinsatz | Nähe und Verletzlichkeit |
| Zunehmende Begleitung | Wachsende Dringlichkeit |
| Deutlichere Hintergrundstimmen | Gemeinschaftliche Klangwirkung |
| Gehaltene Töne und Vibrato | Nachdruck und emotionale Weite |
| Verstärktes Orchester | Bühnendramatik |
Band, Chor und Orchester
Die Rhythmusgruppe stabilisiert den Puls. Gitarren und Klavier tragen die Harmonie. Der Hintergrundchor erweitert die Solostimme. Das Orchester schafft Klangflächen und steigert die dramatische Wirkung. So entsteht ein Wechselspiel von Intimität und Bühnengröße.
Inhalt und Deutung
Der englische Liedtext formuliert eine Bitte um dauerhafte Nähe und Bindung. Musikalisch wird diese Haltung durch langsame Melodik, lange Töne und zunehmende Klangdichte unterstützt. Eine heutige Deutung kann romantische Liebe, Verletzlichkeit und mögliche emotionale Abhängigkeit zugleich berücksichtigen.
Coverversion und Interpretation
Eine Coverversion ist eine neue Aufnahme eines vorhandenen Liedes. Sie kann durch Tempo, Tonart, Besetzung, Arrangement, Gesangsstil, Dynamik und Produktion eine eigenständige Wirkung erhalten. Elvis Presley war nicht Komponist oder Textautor. Seine kreative Leistung liegt in der musikalischen Interpretation und der Bühnenpräsenz.
Vergleich mehrerer Fassungen
| Kriterium | Leitfrage |
|---|---|
| Stimmen | Singt eine Person, ein Duo oder ein Chor? |
| Tempo | Wirkt die Fassung ruhig oder drängend? |
| Instrumentation | Welche Instrumente bestimmen den Klang? |
| Dynamik | Entsteht eine Steigerung? |
| Klangraum | Wirkt die Aufnahme intim oder orchestral? |
| Phrasierung | Wie frei wird die Melodie gestaltet? |
| Emotion | Welche Stimmung steht im Vordergrund? |
2016 erschien eine Fassung mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Sie kombiniert Elvis Presleys archivierte Stimme mit einem neu aufgenommenen Orchesterarrangement. Diese Version zeigt, wie nachträgliche Produktion die historische Wahrnehmung einer Aufnahme verändern kann.
Musiktheoretische Vertiefung
Melodie und Harmonie
Die Melodie ist gesanglich angelegt und verbindet schrittweise Bewegungen mit markanten Zieltönen. Wiederholungen stabilisieren die Form. Harmonische Spannungen und Auflösungen unterstützen das Wechselspiel von Unsicherheit und Beruhigung.
Rhythmus, Tempo und Agogik
Das ruhige Tempo gibt der Stimme Raum. Der regelmäßige Grundpuls ermöglicht lange Phrasen. Kleine expressive Veränderungen des Tempos heißen Agogik. Sie können den Eindruck verstärken, dass der Text im Moment empfunden wird.
Dynamik und Klangdichte
Dynamik beschreibt Lautstärke und Lautstärkeverlauf. Klangdichte bezeichnet die Zahl und Intensität gleichzeitig erklingender Stimmen und Instrumente. In der Elvis-Fassung unterstützen beide die emotionale Steigerung.
Produktion und Tontechnik
Eine Liveaufnahme durchläuft mehrere Schritte: Mikrofonierung, Mehrspuraufnahme, Mischung, Equalizer, Kompression, Hall und Mastering. Deshalb ist eine veröffentlichte Liveaufnahme zugleich Dokument eines Ereignisses und technisch gestaltetes Medienprodukt.
Urheberrecht und Medienkompetenz
Bei einem Lied können Rechte an Musik, Text, sprachlicher Bearbeitung, Tonaufnahme, Aufführung, Bild und Video bestehen. Ein eingebettetes Video ist nicht automatisch frei nutzbar. Für eigene Projekte solltest Du Open Educational Resources, gemeinfreie Inhalte oder klar lizenzierte Medien verwenden.
Bei Musikrecherchen müssen Aufnahmejahr, Veröffentlichungsjahr, Livefassung, Studiofassung und Wiederveröffentlichung sorgfältig unterschieden werden.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie heißt das französische Original von Let It Be Me? (Je t’appartiens) (!Ne me quitte pas) (!La vie en rose) (!Et maintenant)
Wer komponierte die Musik? (Gilbert Bécaud) (!Elvis Presley) (!Mann Curtis) (!Felton Jarvis)
Wer schrieb den französischen Originaltext? (Pierre Delanoë) (!James Burton) (!Jerry Scheff) (!Charlie Hodge)
Wer verfasste den englischen Text? (Mann Curtis) (!Bob Lanning) (!Glen D. Hardin) (!Bobby Morris)
Welche Gruppe machte die englische Fassung um 1960 bekannt? (The Everly Brothers) (!The Imperials) (!The Sweet Inspirations) (!The Jordanaires)
Wann wurde Elvis Presleys Fassung aufgenommen? (17. Februar 1970) (!8. Januar 1935) (!1. Mai 1967) (!16. August 1977)
Wo entstand die Aufnahme? (International Hotel in Las Vegas) (!Sun Studio in Memphis) (!Abbey Road Studios in London) (!Olympia in Paris)
Auf welchem Album erschien die Fassung? (On Stage) (!Blue Hawaii) (!Elvis Is Back) (!Moody Blue)
Welche Aufnahmeart liegt vor? (Eine Liveaufnahme) (!Eine Heimdemoaufnahme) (!Eine reine Studioaufnahme) (!Eine Filmtonspur ohne Publikum)
Welche Wirkung hat zunehmende Klangdichte? (Sie unterstützt die emotionale Steigerung) (!Sie entfernt den Grundpuls) (!Sie macht die Stimme unhörbar) (!Sie verwandelt das Lied in ein Instrumentalstück)
Memory
| Gilbert Bécaud | Komposition |
| Pierre Delanoë | Französischer Originaltext |
| Mann Curtis | Englischer Liedtext |
| The Everly Brothers | Zweistimmige Erfolgsfassung |
| Elvis Presley | Liveinterpretation |
| Felton Jarvis | Produktion |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Aufgabe |
|---|---|
| Gilbert Bécaud | Komposition |
| Pierre Delanoë | Französischer Text |
| Mann Curtis | Englischer Text |
| Elvis Presley | Liveinterpretation |
| Felton Jarvis | Produktion |
Kreuzworträtsel
| Becaud | Wie lautet der Nachname des Komponisten? |
| Delanoe | Wie lautet der Nachname des französischen Textautors? |
| Curtis | Wie lautet der Nachname des englischen Textautors? |
| Presley | Wie lautet der Nachname des Interpreten? |
| Vegas | In welcher Stadt entstand die Aufnahme? |
| Ballade | Welcher Liedtyp beschreibt die ruhige Gestaltung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Notiere fünf konkrete Klangbeobachtungen und ihre Wirkung.
- Zeitleiste: Gestalte eine Zeitleiste von 1955 bis 2016.
- Instrumentenkunde: Erkläre die Aufgaben von Stimme, Rhythmusgruppe, Chor und Orchester.
- Bildbeschreibung: Beschreibe ein passendes Commons-Bild mit Lizenzangabe.
Standard
- Versionsvergleich: Vergleiche die Everly-Brothers-Fassung mit Elvis Presleys Liveaufnahme.
- Klangdramaturgie: Zeichne den Intensitätsverlauf als Kurve.
- Podcast: Produziere einen Podcast über Coverversionen als kreative Leistung.
- Interpretation: Deute das Lied zwischen romantischer Hingabe und Abhängigkeit.
Schwer
- Quellenrecherche: Prüfe Aufnahme-, Veröffentlichungs- und Urheberangaben in drei Quellen.
- Arrangement: Entwickle ein Arrangementkonzept für Solostimme und vier Instrumente.
- Produktionsanalyse: Vergleiche die Fassungen von 1970 und 2016.
- Digitale Ausstellung: Gestalte eine OER-Ausstellung zur Werkgeschichte.


Lernkontrolle
- Werk und Interpretation: Erkläre die unterschiedlichen Rollen von Komponist, Textautor, Bearbeiter, Arrangeur und Interpret.
- Live und Studio: Beschreibe, wie dieselbe Fassung in einem Studio anders wirken könnte.
- Musikalische Wirkung: Verbinde drei Klangmerkmale mit ihrer emotionalen Wirkung.
- Medienethik: Entwickle Kriterien für eine transparente nachträgliche Bearbeitung historischer Aufnahmen.
- Coverkultur: Nimm begründet Stellung zur Aussage, eine Coverversion sei nur eine Kopie.
- Historischer Transfer: Vergleiche die Bühnenshow um 1970 mit heutigen Konzertproduktionen.
Lernnachweis
- Du ordnest Original, Bearbeitung und Elvis-Fassung chronologisch ein.
- Du benennst die wichtigsten Urheber und ihre Rollen.
- Du erklärst den Unterschied zwischen Werk, Interpretation und Tonaufnahme.
- Du führst eine strukturierte Höranalyse durch.
- Du vergleichst mindestens zwei Fassungen.
- Du begründest Deutungen mit hörbaren Merkmalen.
- Du prüfst Quellen und Medienrechte.
- Du präsentierst ein eigenes Transferprodukt.
OERs zum Thema
Quellen und Mediennachweise
- Elvis Presley Official Site: Let It Be Me
- Elvis Presley Official Site: On Stage
- SecondHandSongs: Je t’appartiens
- SecondHandSongs: Let It Be Me
- Wikimedia Commons: Elvis Presley 1970
- Wikimedia Commons: Gilbert Bécaud
- Wikimedia Commons: Everly Brothers
- Wikimedia Commons: Felton Jarvis
- ↑ Elvis Presley Official Site: Let It Be Me, abgerufen am 15.07.2026.
- ↑ Elvis Presley Official Site: On Stage, abgerufen am 15.07.2026.
- ↑ SecondHandSongs: Je t’appartiens, abgerufen am 15.07.2026.
- ↑ SecondHandSongs: Let It Be Me, abgerufen am 15.07.2026.
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