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Elvis Presley – C’mon Everybody

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Elvis Presley – C’mon Everybody



Elvis Presley – C’mon Everybody


Einleitung

Elvis Presley – C’mon Everybody ist ein kompakter, energiegeladener Rock-’n’-Roll-Song, den Elvis Presley für das Filmmusical Viva Las Vegas aufnahm. Das Lied wurde von Joy Byers geschrieben, am 9. Juli 1963 im Studio Radio Recorders in Hollywood eingespielt und 1964 im Zusammenhang mit dem Film und der gleichnamigen Soundtrack-EP veröffentlicht. Die Aufnahme verbindet Presleys markanten Gesang mit Gitarren, Bass, Schlagzeug, Klavier, Orgel, Saxophon und dem Begleitgesang der Jordanaires.

Der Song eignet sich besonders gut für einen aiMOOC, weil er Musikgeschichte, Songanalyse, Filmmusik, Medienanalyse, Urheberrecht, Tanz und Populärkultur miteinander verbindet. Du untersuchst nicht nur, was in der Musik zu hören ist, sondern auch, wie Rhythmus, Klangfarbe, Wiederholung, Körpersprache und filmische Inszenierung Wirkung erzeugen.

Wichtig ist die Unterscheidung zu dem gleichnamigen Lied von Eddie Cochran aus dem Jahr 1958. Presleys C’mon Everybody ist keine Coverversion dieses früheren Titels, sondern ein eigenständiger Song mit anderer Melodie, anderem Text, anderer Urheberschaft und anderem Entstehungskontext.

Da der vollständige Liedtext urheberrechtlich geschützt ist, arbeitet dieser Kurs mit einer inhaltlichen Beschreibung, gezielten Höraufträgen und kurzen Analysebegriffen. Verwende für Deine Arbeit legal zugängliche Ton- und Filmausschnitte und übernimm keine vollständigen Songtexte.


Lernbereiche

  1. Musikgeschichte: Einordnung des Songs in Elvis Presleys Hollywood-Phase und die Populärkultur der frühen 1960er-Jahre.
  2. Höranalyse: Untersuchung von Rhythmus, Instrumentierung, Stimme, Form, Dynamik und Klangwirkung.
  3. Filmmusik: Analyse des Zusammenspiels von Musik, Tanz, Handlung, Kamera und Schnitt.
  4. Medienbildung: Reflexion über Starimage, Vermarktung, Quellenkritik und digitale Recherche.
  5. Urheberrecht: verantwortungsvoller Umgang mit Songtexten, Tonaufnahmen, Filmausschnitten und Bildern.
  6. Kreative Medienarbeit: Entwicklung eigener Storyboards, Arrangements, Hörprotokolle und Videokonzepte.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du:

  1. zentrale Angaben zur Entstehung, Aufnahme und Veröffentlichung des Songs erklären.
  2. Rhythmus, Instrumentierung, Gesang, Form, Dynamik und Klangwirkung beschreiben.
  3. erläutern, wie Musik, Tanz, Handlung und Bildgestaltung in einem Filmmusical zusammenwirken.
  4. den Song in Presleys Hollywood-Phase und in die Populärkultur der frühen 1960er-Jahre einordnen.
  5. zwischen gesicherten Angaben, Interpretation und unbelegten Behauptungen unterscheiden.
  6. bei der Nutzung von Medien verantwortungsvoll handeln.
  7. eigene Gestaltungsprodukte entwickeln.


Werkdaten

Merkmal Angabe
Titel C’mon Everybody
Interpret Elvis Presley
Songwriting Joy Byers
Aufnahmedatum 9. Juli 1963
Aufnahmeort Radio Recorders, Hollywood
Erstveröffentlichung 1964 im Zusammenhang mit der Soundtrack-EP Viva Las Vegas
Film Viva Las Vegas
Plattenfirma RCA Victor
Stilistische Einordnung Rock ’n’ Roll, Popmusik, Filmmusik
Begleitgesang The Jordanaires


Historischer Kontext


Elvis Presley in den frühen 1960er-Jahren

Elvis Presley war seit Mitte der 1950er-Jahre ein international bekannter Sänger und Schauspieler. Seine frühen Aufnahmen verbanden Elemente aus Rhythm and Blues, Country-Musik, Gospel und Rockabilly. Nach seinem Militärdienst setzte er seine Karriere sowohl mit Schallplatten als auch mit zahlreichen Spielfilmen fort.

In den frühen 1960er-Jahren entstanden viele Lieder speziell für Presleys Filme. Diese Songs sollten Szenen unterhalten, Handlungen unterstützen, Presleys Starimage stärken und als Tonträger vermarktet werden. Dadurch entstand eine enge Verbindung von Filmindustrie, Musikindustrie und Werbung.


Las Vegas als Symbolraum

Las Vegas steht in der amerikanischen Populärkultur für Unterhaltung, Show, Glücksspiel, Nachtleben, Leuchtreklame und spektakuläre Bühneninszenierungen. Im Film Viva Las Vegas bildet die Stadt eine farbintensive Kulisse für Musik, Tanz, Wettbewerb, Romantik und Geschwindigkeit.


Das Filmmusical Viva Las Vegas

Der Film Viva Las Vegas kam 1964 in die Kinos. Elvis Presley spielt den Rennfahrer Lucky Jackson, Ann-Margret die Figur Rusty Martin. Regie führte George Sidney. In einem Filmmusical wird Musik nicht bloß als Hintergrund eingesetzt. Figuren singen, tanzen oder reagieren sichtbar auf Musik. Ein Song kann dadurch zugleich Handlungselement, Bühnennummer und audiovisuelle Attraktion sein.


Entstehung und Aufnahme


Songwriting

Als Autorin des Songs wird Joy Byers genannt. Der Titel C’mon Everybody formuliert eine direkte Einladung und funktioniert sprachlich wie ein Imperativ. Das Publikum wird zum Mitmachen aufgefordert. Damit passt der Song zu Tanz, Gruppenszene und Live-Atmosphäre.


Aufnahmesitzung

Die Aufnahme entstand am 9. Juli 1963 bei Radio Recorders in Hollywood. An der Sitzung wirkten unter anderem folgende Musiker mit:

  1. Billy Strange, Scotty Moore und Tiny Timbrell: Gitarren.
  2. Bob Moore: Bass.
  3. D. J. Fontana, Buddy Harman und Frank Carlson: Schlagzeug und rhythmische Arbeit.
  4. Floyd Cramer und Dudley Brooks: Klavier.
  5. Calvin Jackson: Orgel.
  6. Boots Randolph: Saxophon.
  7. The Jordanaires: Begleitgesang.


Plattenfassung und Filmfassung

Bei Filmsongs können unterschiedliche Fassungen entstehen. Eine Version wird für den Tonträger gemischt, eine andere für die Filmszene verwendet. Unterschiede können durch Geräusche, Applaus, Pfiffe, zusätzliche Stimmen, Schnitte oder eine andere Gewichtung der Instrumente entstehen. Gib bei einer Analyse daher immer an, welche Fassung Du untersucht hast.


Musikalische Analyse


Rhythmus und Groove

Der Rhythmus bildet das Fundament der Aufnahme. Typisch für Rock ’n’ Roll ist ein deutlich wahrnehmbarer Backbeat. Schlagzeug, Bass, Klavier und Gitarre stabilisieren gemeinsam den Bewegungsimpuls. Der Begriff Groove beschreibt das erlebte Zusammenspiel von Puls, Akzent, Wiederholung und zeitlicher Gestaltung.


Instrumentierung und Klangfarben

  1. Gitarre: erzeugt rhythmische Kontur und stilistische Schärfe.
  2. Bass: verbindet Harmonie und Rhythmus.
  3. Schlagzeug: organisiert Puls, Akzente und Übergänge.
  4. Klavier: trägt Akkorde und rhythmische Figuren bei.
  5. Orgel: erweitert die Klangfläche.
  6. Saxophon: setzt markante Signale.
  7. Begleitgesang: verstärkt Schlüsselstellen und erzeugt Gruppenwirkung.


Hauptgesang und Begleitgesang

Presleys Stimme steht im Vordergrund. Seine Interpretation verbindet deutliche Ansprache, rhythmische Präzision und körperlich wirkende Artikulation. Die Jordanaires erweitern die Solostimme zu einem sozialen Klangbild. Dieses Prinzip lässt sich als Call and Response beschreiben: Eine Hauptstimme gibt einen Impuls, andere Stimmen antworten oder bestätigen ihn.


Form, Harmonik und Dynamik

Der Song arbeitet mit schnell wiedererkennbaren, wiederkehrenden Abschnitten. Wiederholung schafft Orientierung und Beteiligung. Die Harmonik unterstützt den direkten Charakter durch überschaubare Akkordfolgen. Dynamik entsteht nicht nur durch Lautstärke, sondern auch durch Besetzungswechsel, Stimmverdopplung, Schlagzeugakzente und kurze Pausen.


Text, Thema und Kommunikation

Der Song richtet sich an eine Gruppe und fordert zum gemeinsamen Handeln auf. Im Mittelpunkt stehen Aktivität, Gemeinschaft, Tanz und Unterhaltung. Kurze Formulierungen, Wiederholung und direkte Ansprache erleichtern das Mitmachen. Die Wirkung entsteht dabei nicht nur durch Wörter, sondern auch durch Betonung, Rhythmus, Stimmfarbe und Pausen.


Vergleich mit Eddie Cochrans gleichnamigem Song

Merkmal Elvis Presley Eddie Cochran
Entstehungszeit Aufnahme 1963, Veröffentlichung 1964 Veröffentlichung 1958
Urheberschaft Joy Byers Eddie Cochran und Jerry Capehart
Kontext Filmsong für Viva Las Vegas eigenständige Rock-’n’-Roll-Single
Beziehung keine Coverversion des Cochran-Songs eigenständiges Werk

Gleiche Titel bedeuten nicht automatisch, dass es sich um dasselbe Werk handelt. Für eine eindeutige Identifikation brauchst Du Interpret, Autorenschaft, Jahr und Aufnahmezusammenhang.


Filmanalyse


Mise-en-scène

Der Begriff Mise-en-scène umfasst Raum, Licht, Farbe, Kostüm, Requisiten, Darstellende und Bewegung. In einem Filmmusical tragen diese Elemente wesentlich zur musikalischen Wirkung bei.


Kamera und Schnitt

Die Kamera steuert Aufmerksamkeit. Eine Nahaufnahme betont Gesicht und Ausdruck, eine Totale zeigt Raum und Gruppenbewegung. Der Filmschnitt legt fest, wie lange eine Einstellung sichtbar bleibt und wann die Perspektive wechselt. Schnitte auf musikalische Akzente lassen Bild und Ton besonders eng verbunden erscheinen.


Starinszenierung

Elvis Presley wird im Film gleichzeitig als Figur und als bereits bekannter Star wahrgenommen. Sein Starimage entsteht durch Stimme, Frisur, Kleidung, Gestik, Kameraführung, Werbefotos und Publikumswissen.


Veröffentlichung und Rezeption

Der Song erschien 1964 im Umfeld der Soundtrack-EP Viva Las Vegas. 1971 wurde C’mon Everybody außerdem zum Titel eines Kompilationsalbums. Je nach Medium verändert sich der Kontext des Songs: Im Film ist er Teil einer Szene, auf einer EP Teil eines Soundtrack-Programms, auf einer Kompilation Teil einer rückblickenden Auswahl und auf einer Streamingplattform ein einzelner Track.


Medienkompetenz und Urheberrecht

Für historische Popmusik solltest Du mehrere voneinander unabhängige Quellen vergleichen. Achte auf Autorenschaft, Veröffentlichungsdatum, Belege und erkennbare Interessen. Die freie Verfügbarkeit eines Mediums im Internet bedeutet nicht automatisch, dass es frei weiterverwendet werden darf. Prüfe Lizenzen, nenne Quellen und veröffentliche keine vollständigen urheberrechtlich geschützten Liedtexte.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wer interpretiert die hier behandelte Fassung von C’mon Everybody? (Elvis Presley) (!Eddie Cochran) (!Chuck Berry) (!Little Richard)




Wer schrieb Elvis Presleys C’mon Everybody? (Joy Byers) (!Carole King) (!Peggy Lee) (!Cynthia Weil)




In welchem Jahr wurde Elvis Presleys Aufnahme eingespielt? (1963) (!1956) (!1958) (!1971)




In welchem Studio wurde der Song aufgenommen? (Radio Recorders) (!Sun Studio) (!Abbey Road Studios) (!Motown Studio A)




Für welchen Film wurde der Song aufgenommen? (Viva Las Vegas) (!Jailhouse Rock) (!Blue Hawaii) (!King Creole)




Welche Gruppe übernahm den Begleitgesang? (The Jordanaires) (!The Crickets) (!The Ronettes) (!The Shadows)




Welches Instrument spielte Boots Randolph? (Saxophon) (!Violine) (!Trompete) (!Akkordeon)




Was beschreibt Call and Response? (Wechsel zwischen Impuls und Antwort) (!Durchgehendes Instrumentalsolo) (!Völlig freies Tempo ohne Puls) (!Nur einstimmiger Gesang)




Was trifft auf Eddie Cochrans gleichnamigen Song zu? (Er ist ein anderes musikalisches Werk) (!Er ist die Vorlage für Presleys Aufnahme) (!Er wurde von Joy Byers geschrieben) (!Er entstand für Viva Las Vegas)




Welche Aussage zur Mediennutzung ist richtig? (Lizenzen und Quellen müssen geprüft werden) (!Jedes Internetbild darf frei kopiert werden) (!Songtexte sind grundsätzlich gemeinfrei) (!Filmausschnitte haben nie Urheberrechtsschutz)





Memory

Elvis Presley Hauptinterpret
Joy Byers Songwriterin
Radio Recorders Aufnahmestudio
Viva Las Vegas Filmmusical
The Jordanaires Begleitgesang
Boots Randolph Saxophonist





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Songwriting Joy Byers
Aufnahmeort Radio Recorders
Filmkontext Viva Las Vegas
Begleitgesang The Jordanaires
Blasinstrument Saxophon





Kreuzworträtsel

Hollywood In welchem Stadtteil von Los Angeles wurde die Aufnahme produziert?
Jordanaires Wie heißt die Begleitgesangsgruppe?
Saxophon Welches Instrument spielte Boots Randolph?
Soundtrack Wie nennt man die Musikveröffentlichung zu einem Film?
Backbeat Wie heißt die typische Betonung im Rock ’n’ Roll?
Filmmusical Welches Genre verbindet Handlung, Gesang und Tanz?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Elvis Presley nahm den Song im Jahr

auf. Die Aufnahme entstand im Studio

in Hollywood. Als Songwriterin wird

genannt. Das Lied gehört zum Film

. Den Begleitgesang übernahmen

. Boots Randolph spielte

. Ein deutlich betonter Gegenschlag heißt

. Der Wechsel zwischen führender Stimme und Antwort heißt

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Höre den Song zweimal und notiere zehn hörbare Merkmale.
  2. Instrumentenkarte: Gestalte eine Grafik mit den wichtigsten Instrumenten und ihren Funktionen.
  3. Filmplakat: Entwirf ein alternatives Plakat mit selbst erstellten oder frei lizenzierten Elementen.
  4. Begriffslexikon: Erkläre Backbeat, Groove, Call and Response, Soundtrack und Filmmusical.


Standard

  1. Szenenanalyse: Analysiere einen Filmausschnitt nach Musik, Bild, Bewegung und Wirkung.
  2. Fassungsvergleich: Vergleiche Audio- und Filmfassung und erläutere mindestens fünf Unterschiede.
  3. Storyboard: Entwickle eine neue Inszenierung mit mindestens acht Einstellungen.
  4. Quellencheck: Prüfe drei Onlinequellen auf Zuverlässigkeit und Belege.


Schwer

  1. Arrangement: Entwirf ein Klassenarrangement und begründe die Instrumentenverteilung.
  2. Medienessay: Untersuche, wie die Szene Spontaneität und Gemeinschaft inszeniert.
  3. Historischer Vergleich: Vergleiche Presleys Song mit Eddie Cochrans gleichnamigem Werk.
  4. Videoprojekt: Produziere ein eigenes kurzes Musikvideo zu selbst komponierter Musik.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Bild-Ton-Transfer: Übertrage den Song in eine andere Filmszene und begründe die Wirkung.
  2. Produktionsentscheidung: Erkläre, wie sich der Song ohne Saxophon und Begleitgesang verändern würde.
  3. Quellenkonflikt: Entwickle ein Verfahren zur Klärung widersprüchlicher Veröffentlichungsdaten.
  4. Inszenierungskritik: Erkläre, wie eine choreografierte Szene spontan wirken kann.
  5. Zielgruppenwechsel: Entwirf ein Vermittlungskonzept für Jugendliche ohne unerlaubte Mediennutzung.
  6. Stilvergleich: Übertrage die Grundidee des Songs auf ein anderes Musikgenre.




Lernnachweis

  1. Fachwissen: korrekte Angaben zu Songwriting, Aufnahme und Filmkontext.
  2. Hörkompetenz: nachvollziehbare Beschreibung von Rhythmus, Instrumentierung, Stimmen und Form.
  3. Analysekompetenz: begründete Aussagen zur Wirkung musikalischer und filmischer Mittel.
  4. Kontextualisierung: Einordnung in Presleys Hollywood-Phase und die Populärkultur der 1960er-Jahre.
  5. Quellenkompetenz: überprüfbare Quellen und klare Trennung von Fakt und Interpretation.
  6. Medienethik: Beachtung von Urheberrecht und Bildlizenzen.
  7. Transferleistung: eigenständige Anwendung auf Arrangement, Storyboard, Video oder Essay.




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