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Der Zauberlehrling - Johann Wolfgang von Goethe - Deutsch

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Der Zauberlehrling - Johann Wolfgang von Goethe - Deutsch


Hörfassung der Ballade „Der Zauberlehrling“


Hörverstehen: Teste Dein Wissen

Was hat der alte Hexenmeister zu Beginn getan? (Er hat sich wegbegeben) (!Er hat den Besen zerbrochen) (!Er hat das Wasser ausgeschüttet) (!Er hat den Lehrling eingesperrt)




Wohin läuft der verzauberte Besen, um Wasser zu holen? (Zum Fluss) (!Zum Brunnen) (!Zum See) (!Zum Markt)




Was soll der Besen laut dem Lehrling oben haben? (Einen Kopf) (!Eine Krone) (!Einen Hut) (!Eine Glocke)




Auf wie vielen Beinen soll der Besen stehen? (Auf zwei Beinen) (!Auf einem Bein) (!Auf drei Beinen) (!Auf vier Beinen)




Was füllt sich durch das herbeigetragene Wasser? (Jede Schale) (!Jeder Schrank) (!Jeder Ofen) (!Jeder Korb)




Was sieht der Lehrling bereits über jede Schwelle laufen? (Wasserströme) (!Feuerfunken) (!Mäuse) (!Rauchwolken)




Womit will der Lehrling das alte Holz spalten? (Mit einem scharfen Beil) (!Mit einem schweren Hammer) (!Mit einem langen Schwert) (!Mit einer eisernen Säge)




Wie nennt der Lehrling den Besen unmittelbar vor dem Beilschlag? (Kobold) (!Ritter) (!Riese) (!Drache)




Wen ruft der Lehrling in seiner größten Not? (Herr und Meister) (!Seine Freunde) (!Die Nachbarn) (!Den König)




Wohin befiehlt der Meister den Besen am Ende? (In die Ecke) (!In den Keller) (!Vor die Tür) (!Auf den Dachboden)





Der Zauberlehrling - Johann Wolfgang von Goethe - Deutsch

Fach Deutsch
Klassenstufe Klasse 5-6
Thema Ballade, Johann Wolfgang von Goethe, Gedichtanalyse, Verantwortung


Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du Johann Wolfgang von Goethes berühmte Ballade „Der Zauberlehrling“ kennen. Ein Lehrling nutzt das Wissen seines Meisters, obwohl er den Zauber nicht vollständig beherrscht. Ein Besen trägt unaufhörlich Wasser herbei, und aus einem selbstbewussten Versuch wird eine gefährliche Überschwemmung. Du untersuchst Handlung, Figuren, Form, Sprache und die Themen Wissen, Selbstüberschätzung und Verantwortung.


Lernbereiche

  1. Lesen: Du erschließt Handlung, Figuren und Spannungsaufbau der Ballade.
  2. Zuhören: Du entnimmst einer Hörfassung sichere Einzelinformationen und ordnest sie dem Text zu.
  3. Sprechen und Zuhören: Du gestaltest Verse mit passender Betonung, Lautstärke und Sprechgeschwindigkeit.
  4. Schreiben: Du verfasst eine Inhaltsangabe, eine Charakterisierung und kreative Texte.
  5. Sprache und Sprachgebrauch untersuchen: Du erkennst Reim, Rhythmus, Wiederholung, Imperativ, Personifikation und Hyperbel.
  6. Literatur verstehen: Du erklärst Merkmale der Ballade und entwickelst eine begründete Interpretation.
  7. Medienbildung: Du vergleichst Text, Bild, Hörfassung, Video und musikalische Umsetzung.


Johann Wolfgang von Goethe und das Balladenjahr

Johann Wolfgang von Goethe lebte von 1749 bis 1832. Gemeinsam mit Friedrich Schiller prägte er die Weimarer Klassik. „Der Zauberlehrling“ entstand 1797, im sogenannten Balladenjahr. Die Ballade erschien im von Schiller herausgegebenen Musen-Almanach für das Jahr 1798.


Der literarische Text

Der Zauberlehrling

Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort’ und Werke
Merkt’ ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu’ ich Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
Dass zum Zwecke
Wasser fließe,
Und mit reichem vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße!

Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen!
Bist schon lange Knecht gewesen;
Nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
Oben sei ein Kopf,
Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf!

Walle! walle
Manche Strecke,
Dass zum Zwecke
Wasser fließe,
Und mit reichem vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße!

Seht, er läuft zum Ufer nieder;
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
Voll mit Wasser füllt!

Stehe! stehe!
Denn wir haben
Deiner Gaben
Vollgemessen! –
Ach, ich merk’ es! Wehe! wehe!
Hab’ ich doch das Wort vergessen!

Ach, das Wort, worauf am Ende
Er das wird, was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behende!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
Bringt er schnell herein,
Ach! und hundert Flüsse
Stürzen auf mich ein.

Nein, nicht länger
Kann ich’s lassen;
Will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! welche Blicke!

O, du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh’ ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!

Willst’s am Ende
Gar nicht lassen?
Will dich fassen,
Will dich halten,
Und das alte Holz behende
Mit dem scharfen Beile spalten.

Seht, da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nun auf dich werfe,
Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
Krachend trifft die glatte Schärfe!
Wahrlich, brav getroffen!
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
Und ich atme frei!

Wehe! wehe!
Beide Teile
Stehn in Eile
Schon als Knechte
Völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

Und sie laufen! Nass und nässer
Wird’s im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör’ mich rufen! –
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd’ ich nun nicht los.

„In die Ecke,
Besen! Besen!
Seid’s gewesen!
Denn als Geister
Ruft euch nur zu seinem Zwecke
Erst hervor der alte Meister.“

Johann Wolfgang von Goethe

Historische Textfassung bei Wikisource


Zweite Hörfassung zum Vergleichen


Inhalt und Spannungsaufbau

  1. Ausgangssituation: Der Meister ist fort und der Lehrling will selbst zaubern.
  2. Zauberversuch: Der Besen soll Wasser für das Bad holen.
  3. Erfolg: Der Besen gehorcht und füllt Becken und Schalen.
  4. Problem: Der Lehrling hat das Wort zum Stoppen vergessen.
  5. Steigerung: Das Wasser steigt und der Besen arbeitet weiter.
  6. Wendepunkt: Der Lehrling spaltet den Besen, doch nun arbeiten zwei Besen.
  7. Lösung: Der Meister kehrt zurück und beendet den Zauber.


Figuren

Der Zauberlehrling ist neugierig, ehrgeizig und selbstüberschätzend. Seine Sprache verändert sich von stolzen Befehlen zu ängstlichen Hilferufen. Der Meister steht für Erfahrung, vollständiges Wissen und Kontrolle. Der Besen handelt nicht aus Bosheit, sondern führt den unvollständigen Auftrag genau aus.


Balladenmerkmale

Bereich Merkmal
Lyrik Verse, Strophen, Reime, Rhythmus und Wiederholungen
Epik Handlung, Figuren, Konflikt, Höhepunkt und Lösung
Drama Direkte Rede, Befehle, Ausrufe und szenisches Geschehen


Sprache und Form

Die Ballade umfasst 98 Verse. Längere Handlungsstrophen wechseln mit kurzen Refrainabschnitten. Viele Verse sind trochäisch geprägt. Wiederholungen wie „Walle! walle“ oder „Wehe! wehe“, Imperative, Ausrufe, Personifikationen und Hyperbeln steigern Tempo, Spannung und Gefühlsintensität.


Deutung

Die Ballade zeigt, dass einzelnes Wissen noch kein sicheres Können ist. Der Lehrling beherrscht den Beginn des Zaubers, aber nicht dessen Ende. Seine Selbstüberschätzung führt zur Krise. Die sprichwörtliche Zeile „Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los“ beschreibt Entwicklungen, die jemand auslöst, anschließend aber nicht mehr kontrollieren kann.


Bild, Klang und Musik

Paul Dukas schuf 1897 die sinfonische Dichtung „L’Apprenti sorcier“. In dieser Programmmusik wird die Handlung ohne gesprochenen Text durch Instrumente, Tempo, Dynamik und musikalische Motive dargestellt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wer schrieb die Ballade „Der Zauberlehrling“? (Johann Wolfgang von Goethe) (!Friedrich Schiller) (!Heinrich Heine) (!Theodor Fontane)




Zu welcher literarischen Gattung gehört der Text? (Ballade) (!Fabel) (!Märchen) (!Kurzgeschichte)




Welche Aufgabe erhält der Besen? (Er soll Wasser zum Bad tragen) (!Er soll den Meister suchen) (!Er soll das Haus fegen) (!Er soll Feuer machen)




Warum kann der Lehrling den Besen nicht stoppen? (Er hat das entscheidende Wort vergessen) (!Der Besen ist taub) (!Der Meister hat ihn versteckt) (!Das Wasser löscht den Zauber)




Wer beendet den Zauber? (Der alte Meister) (!Der Lehrling) (!Ein Nachbar) (!Der Besen)




Was geschieht nach dem Spalten des Besens? (Aus den Teilen werden zwei Besen) (!Der Zauber endet) (!Das Wasser verschwindet) (!Der Meister verliert seine Kraft)




Welche Eigenschaft bringt den Lehrling in Gefahr? (Selbstüberschätzung) (!Geduld) (!Bescheidenheit) (!Hilfsbereitschaft)




Welche Funktion haben die Refrains? (Sie verdichten Befehle und Gefühle) (!Sie erklären Goethes Leben) (!Sie wechseln zum Meister) (!Sie nennen Quellen)




In welchem Jahr entstand die Ballade? (1797) (!1749) (!1827) (!1897)




Welche Aussage passt zur Botschaft? (Macht verlangt Wissen und Verantwortung) (!Fehler bleiben ohne Folgen) (!Befehle ersetzen Erfahrung) (!Technik löst jedes Problem)





Memory

Zauberlehrling unerfahrener Handelnder
Hexenmeister erfahrene Autorität
Besen verzaubertes Werkzeug
Refrain wiederkehrender Abschnitt
Trochäus betont-unbetonter Rhythmus
Ballade erzählendes Gedicht





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Handlung
Ausgangslage Der Meister verlässt das Haus
Zauberversuch Der Lehrling belebt den Besen
Steigerung Das Wasser steigt
Fehlversuch Der Lehrling spaltet den Besen
Lösung Der Meister beendet den Zauber





Kreuzworträtsel

Goethe Wie lautet der Nachname des Dichters?
Besen Welcher Gegenstand wird verzaubert?
Meister Wer beendet den Zauber?
Ballade Wie heißt die literarische Gattung?
Refrain Wie heißt ein wiederkehrender Abschnitt?
Trochäus Welcher Rhythmus prägt viele Verse?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Goethe schrieb die Ballade im Jahr

. Der Lehrling verzaubert einen

. Dieser soll Wasser für das

holen. Der Lehrling vergisst das entscheidende

. Nach dem Spalten entstehen zwei

. Erst der

beendet den Zauber. Die Ballade verbindet lyrische, epische und

Merkmale. Ihr zentrales Thema ist die

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Standbild: Stelle den Moment dar, in dem der Lehrling das Zauberwort vergessen hat.
  2. Bildergeschichte: Zeichne vier Stationen der Handlung.
  3. Wortschatz: Erkläre sechs schwierige Wörter in eigenen Worten.
  4. Vortrag: Sprich einen Refrain ruhig und danach panisch.


Standard

  1. Inhaltsangabe: Schreibe eine sachliche Inhaltsangabe.
  2. Charakterisierung: Beschreibe den Lehrling mit vier belegten Eigenschaften.
  3. Comic: Gestalte die Spaltung des Besens als Comicseite.
  4. Hörspiel: Produziere ein Hörspiel mit Stimmen und Geräuschen.


Schwer

  1. Interpretation: Erkläre, warum der Besen nicht der eigentliche Bösewicht ist.
  2. Medienvergleich: Vergleiche Text, Illustration und Hörfassung.
  3. Transfer: Entwickle ein modernes Beispiel für die gerufenen Geister.
  4. Filmprojekt: Drehe eine moderne Adaption der Ballade.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ursache und Wirkung: Erstelle ein Flussdiagramm der Entscheidungen und Folgen.
  2. Perspektivwechsel: Schreibe einen inneren Monolog des Meisters.
  3. Sprachliche Gestaltung: Erkläre die Wirkung von Wiederholung, Rhythmus und Ausrufen.
  4. Bewertung: Beurteile die Verantwortung des Lehrlings mit Pro- und Gegenargumenten.
  5. Gegenwartsbezug: Übertrage den Konflikt auf eine heutige Technik und formuliere Sicherheitsregeln.
  6. Alternative Lösung: Entwirf ein Ende, in dem der Lehrling die Krise selbst löst.


Lernnachweis

  1. Textkenntnis: Handlung geordnet wiedergeben.
  2. Fachbegriffe: Ballade, Vers, Strophe, Refrain, Trochäus und Personifikation richtig verwenden.
  3. Textbeleg: Deutungen mit passenden Versen stützen.
  4. Zusammenhang: Form, Sprache und Spannung miteinander verbinden.
  5. Transferleistung: Verantwortung auf eine neue Situation übertragen.
  6. Gestaltung: Einen Vortrag, Comic oder ein Hörspiel wirkungsvoll gestalten.


OERs zum Thema

  1. Wikisource
  2. Wikimedia Commons


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