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Der Hase und der Igel - Äsop

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Der Hase und der Igel - Äsop


Hörbeispiel in Mundart


Hörverstehen: Teste Dein Wissen

An welchem Wochentag beginnt die erzählte Handlung? (An einem Sonntag) (!An einem Montag) (!An einem Mittwoch) (!An einem Freitag)




Was tut die Igelfrau zu Beginn im Haus? (Sie wäscht die Kinder und zieht sie an) (!Sie kocht eine Kohlsuppe) (!Sie näht einen neuen Mantel) (!Sie zählt das Geld der Familie)




Nach welchem Gemüse möchte der Igel auf dem Feld sehen? (Nach seinen Steckrüben) (!Nach seinen Kartoffeln) (!Nach seinen Bohnen) (!Nach seinen Erbsen)




Nach welchem Gemüse möchte der Hase sehen? (Nach seinem Kohl) (!Nach seinem Spinat) (!Nach seinem Mais) (!Nach seinen Gurken)




Wie begrüßt der Igel den Hasen bei ihrer Begegnung? (Mit einem guten Morgen) (!Mit einem guten Abend) (!Mit einem lauten Hilferuf) (!Mit einem Abschiedswort)




Was antwortet der Igel auf die Frage, warum er im Feld herumläuft? (Er gehe spazieren) (!Er suche seine Kinder) (!Er wolle den Acker verkaufen) (!Er müsse einen Brief austragen)




Worum wetten Hase und Igel? (Um einen goldenen Louisdor und eine Buddel Branntwein) (!Um einen Korb Äpfel und einen Sack Mehl) (!Um ein Haus und einen Garten) (!Um einen silbernen Becher und ein Brot)




Wie reagiert die Igelfrau zunächst auf den angekündigten Wettlauf? (Sie hält den Plan ihres Mannes für unvernünftig) (!Sie erklärt sich sofort zur Siegerin) (!Sie bittet den Hasen um eine Pause) (!Sie verlässt ohne ein Wort das Haus)




Bei welchem Lauf bricht der Hase schließlich zusammen? (Beim vierundsiebzigsten Lauf) (!Beim zweiten Lauf) (!Beim zehnten Lauf) (!Beim hundertsten Lauf)




Was tut der Igel nach dem Ende des Wettlaufs? (Er nimmt den Gewinn und geht mit seiner Frau nach Hause) (!Er schenkt dem Hasen den Gewinn) (!Er zieht allein in die Stadt) (!Er beginnt sofort ein neues Rennen)





Der Hase und der Igel - Äsop


Einleitung

Der Tierschwank Der Hase und der Igel erzählt von einem hochmütigen Hasen, der den Igel wegen seiner kurzen, krummen Beine verspottet. Der Igel fordert ihn zu einem Wettlauf heraus und gewinnt nicht durch Schnelligkeit, sondern durch einen Plan, den er gemeinsam mit seiner Frau ausführt. Die Erzählung lädt Dich dazu ein, über Hochmut, Ausgrenzung, Klugheit, Täuschung, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit nachzudenken.

Wichtiger Hinweis zur Werkzuordnung: Der exakte Kurstitel Der Hase und der Igel - Äsop wird hier wie gewünscht übernommen. Literaturgeschichtlich stammt Der Hase und der Igel jedoch nicht von Äsop. Der Text steht seit 1843 als Nummer 187 in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm und geht auf einen 1840 veröffentlichten plattdeutschen Text von Wilhelm Schröder zurück. Von Äsop stammt die verwandte Fabel Die Schildkröte und der Hase. Beide Texte handeln von einem Wettlauf zwischen einem schnellen und einem scheinbar unterlegenen Tier, unterscheiden sich aber deutlich in Handlung, Gattung und Aussage.

Dieser aiMOOC ist für das Fach Deutsch in den Klassen 5 und 6 gedacht. Du untersuchst Handlung, Figuren, Sprache, Erzählweise, Gattung und mögliche Lehren. Außerdem vergleichst Du den Tierschwank mit Äsops Fabel.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du den Handlungsverlauf strukturiert wiedergeben, die Figuren mit Textbelegen charakterisieren und sprachliche Mittel erklären. Du kannst Märchen, Fabel und Schwank voneinander unterscheiden, die Wirkung des Plattdeutschen beschreiben und die Handlungsweise des Igels begründet beurteilen. Im Vergleich mit Äsops Fabel erkennst Du, dass ähnliche Grundmotive zu unterschiedlichen Aussagen führen können.


Textgrundlage und Hörverstehen

Die Hörfassung am Anfang gibt Dir einen Zugang zur Handlung, zu den Figurenstimmen und zum Erzähltempo. Höre zunächst ohne Unterbrechung. Notiere danach drei Wendepunkte und zwei Stellen, an denen sich die Haltung des Hasen verändert. Den gemeinfreien Text der Ausgabe von 1857 findest Du bei Wikisource.

Das zusätzliche Audio in Mundart zeigt, wie stark der Stoff mit regionaler Sprache verbunden ist. Auch wenn Du nicht jedes Wort verstehst, kannst Du auf Tonfall, Wiederholungen und bekannte Wörter achten.


Werk, Entstehung und Gattung


Literaturgeschichtlicher Hintergrund

Die heute bekannte Grimm-Fassung gehört als KHM 187 zu den Kinder- und Hausmärchen. Sie erschien dort erstmals in der fünften Auflage von 1843. Ihre unmittelbare Vorlage ist Wilhelm Schröders Text Dat Wettlopen twischen den Hasen un den Swinegel up de lütje Heide bi Buxtehude aus dem Jahr 1840. Der Stoff wurde in niederdeutscher Sprache überliefert und später auch in hochdeutschen Fassungen verbreitet.

Die Brüder Grimm waren Sammler, Bearbeiter und Herausgeber zahlreicher mündlich und schriftlich überlieferter Erzählstoffe. Deshalb ist es genauer, bei vielen Texten von einer Grimm-Fassung zu sprechen, statt sie als vollständig neu erfundene Geschichten zu bezeichnen.


Märchen, Fabel oder Schwank?

Der Hase und der Igel wird meist als Schwank oder Tierschwank eingeordnet. Ein Schwank ist eine kurze, pointierte Erzählung, in der eine Figur eine andere durch List, Schlagfertigkeit oder eine überraschende Wendung übertrumpft. Die Geschichte enthält sprechende Tiere und eine Lehre, wodurch sie zugleich an eine Fabel erinnert. Typische Zaubermittel, verwunschene Orte oder übernatürliche Helfer eines Zaubermärchens fehlen jedoch.

Die Einordnung ist deshalb besonders lehrreich: Literarische Gattungen sind keine starren Schubladen. Ein Text kann Merkmale mehrerer Gattungen verbinden. Entscheidend ist, welche Merkmale überwiegen und wie Du Deine Zuordnung begründest.


Die Verbindung zu Äsop

Äsop gilt als berühmter Fabelerzähler der Antike. Seine Fabel Die Schildkröte und der Hase zeigt einen überheblichen Hasen, der sich während des Rennens zu sicher fühlt und einschläft. Die Schildkröte gewinnt durch Ausdauer und gleichmäßiges Weitergehen. Im Grimm-Schwank siegt dagegen der Igel durch eine abgesprochene Täuschung mit seiner Frau.

Beide Geschichten kritisieren Überheblichkeit. Doch ihre Lehren sind nicht gleich: Bei Äsop stehen Beharrlichkeit und Selbstdisziplin im Mittelpunkt. Beim Igel-Schwank geht es stärker um die Umkehr von Macht, um Teamarbeit, um soziale Kränkung und um die moralisch schwierige Frage, ob eine List gerechtfertigt sein kann.


Handlung und Aufbau


Ausgangssituation

An einem schönen Sonntagmorgen geht der Igel zu seinem Rübenfeld. Auf dem Weg begegnet er dem Hasen. Der Hase verhält sich vornehm und überheblich. Er nimmt den Gruß des Igels nicht freundlich auf, sondern verspottet dessen Beine. Die Kränkung löst den zentralen Konflikt aus.


Herausforderung und Plan

Der Igel behauptet, er könne den Hasen im Wettlauf besiegen. Beide vereinbaren einen Einsatz. Bevor das Rennen beginnt, holt der Igel seine Frau. Weil sie ihm sehr ähnlich sieht, soll sie sich am anderen Ende der Ackerfurche verstecken. Der Plan nutzt nicht körperliche Stärke, sondern Ähnlichkeit, Absprachen und die begrenzte Wahrnehmung des Hasen.


Wettlauf, Wiederholung und Ende

Beim Start läuft der Hase mit voller Geschwindigkeit los. Der Igel läuft nur wenige Schritte und bleibt dann in seiner Furche. Am anderen Ende ruft die Igelfrau: Ick bün all hier! Der Hase glaubt, der Igel sei vor ihm angekommen. Er verlangt immer neue Läufe. An den beiden Enden wechseln sich Igel und Igelfrau mit demselben Ruf ab. Die Wiederholung steigert Komik, Tempo und Spannung.

In der Grimm-Fassung läuft der Hase so oft, bis er zusammenbricht. Das Ende wirkt für heutige Leserinnen und Leser hart. Gerade deshalb eignet es sich für eine Diskussion: Der Hase hat den Konflikt durch Spott begonnen, doch der Igel und seine Frau führen die Täuschung bewusst fort. Eine differenzierte Deutung prüft das Verhalten aller Beteiligten.


Handlungsmodell

  1. Ausgangssituation: Der Igel geht über das Feld und begegnet dem Hasen.
  2. Konflikt: Der Hase verspottet den Körper des Igels.
  3. Herausforderung: Der Igel fordert den Hasen zum Wettlauf heraus.
  4. Plan: Die Igelfrau wartet am anderen Ende der Ackerfurche.
  5. Steigerung: Der Hase verlangt immer neue Wiederholungen.
  6. Schluss: Die List siegt, der Hase scheitert an Hochmut und Unbeherrschtheit.


Figurenanalyse


Der Hase

Der Hase besitzt Schnelligkeit, gesellschaftliches Selbstbewusstsein und körperliche Überlegenheit. Seine Schwäche ist jedoch der Hochmut. Er bewertet den Igel nach seinem Aussehen und setzt Schnelligkeit mit allgemeiner Überlegenheit gleich. Nach der ersten Niederlage prüft er die Situation nicht ruhig, sondern reagiert gekränkt und zwanghaft. Seine Wut verhindert vernünftiges Handeln.


Der Igel

Der Igel tritt zunächst höflich auf. Der Spott trifft ihn an einer Stelle, die er nicht ändern kann. Er reagiert selbstbewusst und entwickelt einen wirksamen Plan. Seine Klugheit und sein Mut machen ihn zur Gegenfigur des Hasen. Gleichzeitig bleibt seine Täuschung moralisch fragwürdig. Eine Figurencharakterisierung sollte daher nicht nur positive oder negative Eigenschaften sammeln, sondern Widersprüche sichtbar machen.


Die Igelfrau

Die Igelfrau ist für den Sieg unverzichtbar. Ohne sie würde der Plan nicht funktionieren. Sie handelt als Partnerin und zeigt, dass Zusammenarbeit körperliche Unterlegenheit ausgleichen kann. Zugleich beteiligt sie sich an der Täuschung. Ihre Rolle kann aus heutiger Sicht auch kritisch untersucht werden: Entscheidet sie selbstständig, oder folgt sie nur dem Plan ihres Mannes? Der Text lässt Raum für unterschiedliche Lesarten.


Figurenkonstellation

Der zentrale Gegensatz lautet nicht nur schnell gegen langsam. Weitere Gegensätze sind hochmütig gegen gekränkt, Einzelkämpfer gegen Team, Körperkraft gegen Planung und offener Wettkampf gegen verdeckte Täuschung. Diese Gegensätze treiben die Handlung an und erzeugen die Pointe.


Sprache und Erzählweise


Plattdeutsch und regionale Verankerung

Die Grimm-Fassung ist in Plattdeutsch erzählt. Wörter wie Swinegel und der Ruf Ick bün all hier kennzeichnen die regionale Sprachform. Der Dialekt verleiht der Erzählung Nähe, Rhythmus und einen mündlichen Klang. Für Leserinnen und Leser des Hochdeutschen entsteht zugleich eine Verstehensaufgabe. Der Zusammenhang hilft dabei, unbekannte Wörter zu erschließen.


Direkte Rede

Die direkte Rede macht den Konflikt lebendig. Der Spott des Hasen, die Herausforderung des Igels und der wiederholte Zielruf sind nicht nur Informationen, sondern sprachliche Handlungen. Sie beleidigen, provozieren, täuschen und steigern den Wettbewerb. Beim Vorlesen kannst Du Lautstärke, Tempo, Pausen und Betonung nutzen, um diese Wirkungen hörbar zu machen.


Wiederholung und Steigerung

Der Ruf Ick bün all hier bildet ein Leitmotiv. Mit jeder Wiederholung wächst die Verzweiflung des Hasen. Gleichzeitig wissen die Zuhörenden mehr als er. Diese dramatische Ironie erzeugt Komik und Spannung: Das Publikum kennt den Trick, während die Figur ihn nicht erkennt.


Erzähler und Glaubwürdigkeit

Die Geschichte beginnt mit der scherzhaften Behauptung, sie klinge zwar unwahr, müsse aber wahr sein, weil sie sonst nicht erzählt werden könne. Diese Einleitung spielt mit dem Verhältnis von Wahrheit und Erfindung. Der Erzähler fordert nicht wirklich Glauben, sondern stimmt auf einen mündlich erzählten Schwank ein. Dadurch entsteht ein humorvoller, selbstironischer Ton.


Deutung und Moral


Kritik an Hochmut und Ausgrenzung

Der Hase macht den Körper des Igels zum Gegenstand des Spotts. Die Geschichte zeigt, dass sichtbare körperliche Eigenschaften nichts über Würde, Intelligenz oder Handlungsmöglichkeiten eines Menschen aussagen. Der Igel verweigert die ihm zugeschriebene Rolle des schwachen Opfers.


Klugheit, List und Gerechtigkeit

Der Sieg des Igels kann als gerechte Antwort auf eine Beleidigung gelesen werden. Seine List kehrt das Machtverhältnis um. Dennoch ist nicht jede erfolgreiche List automatisch moralisch richtig. Der Plan beruht auf Täuschung, und die Wiederholungen bringen den Hasen in Gefahr. Deshalb eignet sich die Geschichte nicht für eine einzige, einfache Moral. Eine begründete Deutung wägt Absicht, Mittel und Folgen gegeneinander ab.


Zusammenarbeit gegen Einzelstolz

Der Hase verlässt sich ausschließlich auf seine eigene Stärke. Der Igel arbeitet mit seiner Frau zusammen. Das Ergebnis zeigt, dass Planung und Kooperation einen scheinbar übermächtigen Gegner besiegen können. Die Geschichte kann deshalb auch als Lob der Solidarität verstanden werden.


Vergleich der Lehren

Aspekt Der Hase und der Igel Die Schildkröte und der Hase
Textart Tierschwank mit Märchen- und Fabelzügen Fabel
Gegner des Hasen Igel und Igelfrau als Team Schildkröte
Grund des Sieges List, Ähnlichkeit und Zusammenarbeit Ausdauer und gleichmäßiges Handeln
Fehler des Hasen Spott, Hochmut, Wut und fehlende Prüfung Hochmut, Nachlässigkeit und Selbstüberschätzung
Moralische Schwierigkeit Der Sieg beruht auf Täuschung Der Sieg beruht auf Beharrlichkeit


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Gattung wird Der Hase und der Igel überwiegend zugeordnet? (Tierschwank) (!Zaubermärchen) (!Heldensage) (!Kriminalroman)




In welcher Sammlung steht die bekannte Grimm-Fassung? (Kinder- und Hausmärchen) (!Ilias) (!Nibelungenlied) (!Struwwelpeter)




Wer lieferte mit einem Text von 1840 die unmittelbare Vorlage der Grimm-Fassung? (Wilhelm Schröder) (!Äsop) (!Johann Wolfgang von Goethe) (!Erich Kästner)




Warum fordert der Igel den Hasen zum Wettlauf heraus? (Weil der Hase seine Beine verspottet) (!Weil der Hase seine Rüben stiehlt) (!Weil der Igel eine Medaille gewinnen will) (!Weil die Igelfrau ihn dazu zwingt)




Wie gelingt der Plan des Igels? (Seine Frau wartet am anderen Ende der Ackerfurche) (!Er benutzt ein verstecktes Fahrrad) (!Der Hase läuft in die falsche Richtung) (!Ein Vogel trägt den Igel zum Ziel)




Welche Wirkung hat der wiederholte Ruf Ick bün all hier? (Er steigert Komik und Verzweiflung) (!Er beendet die Handlung sofort) (!Er beschreibt das Wetter) (!Er erklärt die Herkunft des Hasen)




Welche Eigenschaft führt besonders zum Scheitern des Hasen? (Hochmut) (!Bescheidenheit) (!Geduld) (!Hilfsbereitschaft)




Was unterscheidet Äsops Fabel von der Igelgeschichte? (Die Schildkröte gewinnt durch Ausdauer) (!Der Igel gewinnt durch Zauberei) (!Der Hase gewinnt beide Rennen) (!In beiden Texten gibt es eine Igelfrau)




Welche Sprache prägt die historische Grimm-Fassung? (Plattdeutsch) (!Latein) (!Französisch) (!Altgriechisch)




Warum ist die Moral des Tierschwanks nicht völlig eindeutig? (Weil der Igel durch Täuschung gewinnt) (!Weil keine Tiere auftreten) (!Weil der Text ohne Schluss endet) (!Weil der Hase nie verspottet)





Memory

Hase Hochmut
Igel List
Igelfrau Zusammenarbeit
Ackerfurche Rennstrecke
Plattdeutsch Regionalsprache
Wiederholung Steigerung
Äsop Schildkröte
Schwank Pointe





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung im Text
Spott löst den Konflikt aus
Herausforderung führt zum Wettlauf
Absprache verbindet Igel und Igelfrau
Zielruf täuscht den Hasen
Wiederholung steigert die Verzweiflung




...


Kreuzworträtsel

Schwank Welche Gattung lebt von List, Komik und einer Pointe?
Hochmut Welche Eigenschaft lässt den Hasen andere unterschätzen?
Plattdeutsch Welche regionale Sprachform prägt die Grimm-Fassung?
Wettlauf Welche Art von Wettbewerb tragen Hase und Igel aus?
Täuschung Welches Mittel ermöglicht den Sieg des Igels?
Solidarität Welcher Wert zeigt sich in der Zusammenarbeit des Igelpaares?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Hase verspottet den Igel wegen seiner

. Der Igel antwortet auf die Kränkung mit einer

. Für seinen Plan benötigt er die Hilfe seiner

. Sie wartet am anderen Ende der

. Der wiederholte Zielruf lautet

. Die Wiederholung steigert die

. Der Hase scheitert besonders an seinem

. Die Grimm-Fassung ist stark vom

geprägt. Literaturgeschichtlich gilt der Text als

. In Äsops verwandter Fabel gewinnt die Schildkröte durch

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Handlungsstreifen: Zeichne sechs Bilder zu den wichtigsten Stationen der Handlung und versehe jedes Bild mit einer passenden Überschrift.
  2. Figurensteckbrief: Erstelle je einen Steckbrief für Hase, Igel und Igelfrau mit Eigenschaften, Zielen und einer wichtigen Handlung.
  3. Vorlesegestaltung: Lies eine Dialogstelle mit verteilten Rollen und markiere vorher Betonung, Lautstärke und Pausen.
  4. Moralischer Merksatz: Formuliere zwei unterschiedliche Lehren aus der Geschichte und erkläre, warum beide zum Text passen.


Standard

  1. Comic: Gestalte die Wettlaufszene als Comic mit mindestens acht Bildern, Sprechblasen und einem wiederkehrenden Zielruf.
  2. Innerer Monolog: Schreibe einen inneren Monolog des Hasen nach der ersten Niederlage. Zeige darin Überraschung, Zweifel und Wut.
  3. Sprachvergleich: Übertrage fünf plattdeutsche Wörter oder Wendungen in heutiges Hochdeutsch und beschreibe ihre Wirkung im Original.
  4. Gerichtsverhandlung: Führt eine Verhandlung zur Frage durch, ob die Täuschung des Igelpaares gerechtfertigt war. Verteilt Rollen und nutzt Textbelege.


Schwer

  1. Fabelvergleich: Vergleiche Der Hase und der Igel mit Äsops Die Schildkröte und der Hase in einem strukturierten Text zu Handlung, Figuren, Sieg und Moral.
  2. Perspektivwechsel: Erzähle den Wettlauf aus Sicht der Igelfrau neu und mache ihre Gedanken, Zweifel und Entscheidungen sichtbar.
  3. Podcast: Produziere eine fünfminütige Hörsendung mit Inhaltsangabe, Figurenanalyse, Sprachbeispiel und begründetem Urteil.
  4. Moderne Adaption: Übertrage den Konflikt in eine heutige Schul- oder Sportwelt. Bewahre das Grundmotiv, entwickle aber ein gewaltfreies und faires Ende.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Konfliktanalyse: Erkläre, wie aus einer kurzen Beleidigung ein lebensgefährlicher Wettkampf entsteht. Beziehe mindestens drei Entscheidungen der Figuren ein.
  2. Mittel und Zweck: Beurteile, ob der Igel ein gerechtes Ziel mit ungerechten Mitteln verfolgt. Formuliere ein begründetes Urteil mit Gegenargument.
  3. Wirkungsanalyse: Untersuche, wie direkte Rede, Wiederholung und Wissensvorsprung des Publikums gemeinsam Komik und Spannung erzeugen.
  4. Gattungsurteil: Entscheide, ob Du den Text eher als Fabel, Märchen oder Schwank bezeichnen würdest. Begründe mit mindestens vier Merkmalen.
  5. Transfer auf den Alltag: Entwickle Regeln für einen fairen Umgang mit Spott und Wettbewerb in einer Klasse oder Sportgruppe. Leite sie aus der Erzählung ab.
  6. Vergleichende Deutung: Erkläre, warum der Hase in beiden Wettlaufgeschichten verliert, obwohl die Gegner unterschiedliche Strategien verwenden.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. den Handlungsverlauf verständlich und in richtiger Reihenfolge darstellen kannst,
  2. Figuren nicht nur benennst, sondern mit Handlungen und Textbelegen charakterisierst,
  3. die Begriffe Tierschwank, Fabel, Märchen, Pointe und Moral sicher verwendest,
  4. sprachliche Mittel wie direkte Rede, Wiederholung, Dialekt und dramatische Ironie in ihrer Wirkung erklärst,
  5. die Werkzuordnung zu Grimm, Schröder und Äsop fachlich korrekt unterscheiden kannst,
  6. ein begründetes Urteil zur Täuschung des Igelpaares formulierst,
  7. den Text mit Äsops Fabel vergleichst und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede deutest,
  8. eigene kreative Ergebnisse verständlich präsentierst und überarbeitest.




OERs zum Thema


Freie Text- und Mediensammlungen

  1. Wikisource: Volltext der Grimm-Fassung von 1857
  2. Wikimedia Commons: Bilder und Audiodateien
  3. Wikipedia: Äsops verwandte Fabel
  4. Wikisource: Kinder- und Hausmärchen


Lernbereiche

  1. Deutschunterricht
  2. Lesekompetenz
  3. Hörverstehen
  4. Literarisches Lernen
  5. Fabel
  6. Märchen
  7. Erzählende Texte
  8. Figurencharakterisierung
  9. Sprachliche Mittel
  10. Medienbildung


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