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Depression, Mobbing und Cybermobbing

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Depression, Mobbing und Cybermobbing



Einleitung

Depression, Mobbing und Cybermobbing sind Themen, die viele Jugendliche, Familien, Schulen und digitale Gemeinschaften betreffen. In diesem aiMOOC lernst Du, was eine Depression ist, woran man Mobbing und Cyber-Mobbing erkennt, warum beides die psychische Gesundheit stark belasten kann und welche Schritte helfen, Betroffene zu schützen. Der Kurs ist für Schule, Ausbildung, Jugendarbeit, Medienbildung, Ethik, Biologie, Psychologie und Soziales Lernen geeignet.

Dieser aiMOOC ersetzt keine ärztliche, psychotherapeutische oder schulpsychologische Beratung. Wenn Du selbst betroffen bist, Dich bedroht fühlst oder Gedanken hast, Dir etwas anzutun, bleib nicht allein. Sprich sofort mit einer vertrauten erwachsenen Person, einer Lehrkraft, der Schulsozialarbeit, einer Ärztin oder einem Arzt. Bei akuter Gefahr ruf den Notruf 112. Kinder und Jugendliche können in Deutschland anonym und kostenlos die Nummer gegen Kummer unter 116 111 erreichen. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123 erreichbar.

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Das Video behandelt Depression / Mobbing und Cybermobbing und ordnet Mobbing und Cyber-Mobbing sachlich, verständlich und wissenschaftlich ein. Nutze es als Einstieg: Notiere beim Anschauen, welche Merkmale von Mobbing genannt werden, welche Folgen für Betroffene sichtbar werden und welche Hilfeschritte empfohlen werden.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, dass eine Depression eine ernsthafte psychische Erkrankung ist und nicht mit Faulheit, Charakterschwäche oder bloßer Traurigkeit verwechselt werden darf. Du kannst Konflikt, Mobbing und Cyber-Mobbing voneinander unterscheiden, typische Rollen in Mobbingsituationen beschreiben und angemessene Hilfewege benennen. Außerdem entwickelst Du Ideen, wie eine Klasse, ein Team oder eine Online-Gruppe eine Kultur von Respekt, Empathie, Zivilcourage und Medienkompetenz aufbauen kann.


Grundbegriffe


Depression

Eine Depression ist eine psychische Störung, bei der Stimmung, Denken, Körper, Verhalten und Beziehungen über längere Zeit beeinträchtigt sein können. Sie kann sich durch anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Erschöpfung, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Schuldgefühle, innere Leere, Reizbarkeit oder Hoffnungslosigkeit zeigen. Bei Jugendlichen kann eine Depression auch hinter Rückzug, Gereiztheit, Leistungsabfall, häufigen Bauch- oder Kopfschmerzen, Risikoverhalten oder scheinbarer Gleichgültigkeit verborgen sein.

Wichtig ist: Eine Depression ist behandelbar. Professionelle Hilfe kann aus Psychotherapie, ärztlicher Diagnostik, Beratung, sozialer Unterstützung und in manchen Fällen Medikamenten bestehen. Nicht jede schlechte Phase ist eine Depression. Entscheidend sind Dauer, Stärke, Leidensdruck und Einschränkungen im Alltag. Wer unsicher ist, sollte sich nicht selbst diagnostizieren, sondern Hilfe suchen.


Mobbing

Mobbing bedeutet, dass eine Person wiederholt und über längere Zeit absichtlich verletzt, ausgegrenzt, bloßgestellt, bedroht oder gedemütigt wird. Häufig besteht ein Machtungleichgewicht: Eine Person oder Gruppe ist stärker, beliebter, lauter, älter, digital vernetzter oder sozial einflussreicher als die betroffene Person. Mobbing ist mehr als ein einmaliger Streit. Ein Streit kann zwischen ungefähr gleich starken Personen entstehen und lässt sich oft durch Gespräch, Entschuldigung oder Klärung beenden. Mobbing dagegen wird systematisch und wiederholt eingesetzt, um jemanden kleinzumachen.

Typische Formen sind verbale Angriffe, Spott, Gerüchte, soziale Ausgrenzung, körperliche Gewalt, Erpressung, Beschädigung von Eigentum oder das absichtliche Lächerlichmachen vor anderen. In der Schule kann Mobbing im Klassenraum, auf dem Pausenhof, im Sport, auf dem Schulweg oder in Gruppenarbeiten stattfinden.


Cybermobbing

Cyber-Mobbing ist Mobbing mit digitalen Mitteln. Es kann über Messenger, Soziale Medien, Games, Kommentarspalten, Klassenchats, Videoplattformen oder Bild- und Dateifreigaben geschehen. Dazu gehören beleidigende Nachrichten, peinliche Fotos, Fake-Profile, Gerüchte, Ausschluss aus Gruppen, Drohungen, Hasskommentare, heimliche Aufnahmen oder das Weiterleiten privater Inhalte.

Cybermobbing ist besonders belastend, weil es rund um die Uhr weitergehen kann, schnell viele Menschen erreicht, Inhalte gespeichert und weiterverbreitet werden können und Täterinnen und Täter manchmal anonym auftreten. Für Betroffene kann dadurch das Gefühl entstehen, keinen sicheren Ort mehr zu haben.


Mobbing, Cybermobbing und Depression hängen zusammen

Mobbing verursacht nicht automatisch eine Depression, aber es kann ein erheblicher Risikofaktor sein. Wiederholte Demütigung, soziale Ausgrenzung und Angst können das Selbstwertgefühl schwächen, Stressreaktionen verstärken und das Gefühl erzeugen, allein oder wertlos zu sein. Besonders gefährlich wird es, wenn Betroffene keine Unterstützung erhalten, sich schämen oder glauben, selbst schuld zu sein.

Umgekehrt können depressive Symptome das Risiko erhöhen, zur Zielscheibe zu werden, weil Rückzug, Unsicherheit oder geringe Kraft von anderen ausgenutzt werden können. Deshalb ist es falsch, Betroffenen die Verantwortung zuzuschieben. Verantwortung tragen diejenigen, die verletzen, und die Gemeinschaft, die hinschaut oder wegschaut. Schutz entsteht durch klare Regeln, schnelle Hilfe, verlässliche Erwachsene und eine Gruppe, die nicht schweigt.


Wissenschaftlich verständlich erklärt


Was im Körper und im Denken passieren kann

Bei starker und dauerhafter Belastung reagiert der Körper mit Stress. Das kann Schlaf, Appetit, Konzentration und Stimmung beeinflussen. Wer über längere Zeit angegriffen wird, kann in dauernde Alarmbereitschaft geraten. Das Gehirn sucht dann ständig nach Gefahren: Wer hat gelacht? Was steht im Chat? Wer hat mein Foto gesehen? Dadurch bleibt weniger Kraft für Lernen, Freundschaften, Hobbys und Erholung.

Bei einer Depression können negative Gedanken sehr überzeugend wirken. Betroffene denken vielleicht: „Niemand mag mich“, „Es wird nie besser“ oder „Ich bin schuld“. Solche Gedanken sind Symptome und keine objektiven Wahrheiten. Ein wichtiger Schritt ist, diese Gedanken nicht allein auszuhalten, sondern mit vertrauenswürdigen Menschen und Fachpersonen darüber zu sprechen.


Rollen in Mobbingsituationen

In Mobbingsituationen gibt es meist mehrere Rollen. Betroffene erleben die Angriffe direkt. Täterinnen und Täter beginnen oder verstärken die Angriffe. Mitläuferinnen und Mitläufer lachen, liken, teilen, kommentieren oder schweigen aus Angst, selbst angegriffen zu werden. Bystander beobachten die Situation. Upstander werden aktiv: Sie unterstützen Betroffene, holen Hilfe, melden Inhalte, widersprechen respektvoll und dokumentieren Vorfälle.

Niemand muss allein zur Heldin oder zum Helden werden. Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Hilfe zu holen und eine Kultur zu stärken, in der Abwertung nicht normal wird.


Warum Schweigen Mobbing stärken kann

Mobbing lebt oft davon, dass viele Menschen wissen, was passiert, aber niemand handelt. Schweigen kann für Betroffene wie Zustimmung wirken. Wer lacht, liked oder weiterleitet, verstärkt die Verletzung. Wer wegschaut, schützt manchmal sich selbst, aber nicht die betroffene Person. Ein einzelner unterstützender Mensch kann viel verändern, wenn er oder sie sagt: „Das ist nicht okay“, „Ich gehe mit Dir zur Lehrkraft“ oder „Ich speichere den Chat als Beweis und melde das mit Dir.“


Formen und Beispiele


Offline-Mobbing

Offline-Mobbing kann direkt sichtbar sein, zum Beispiel durch Beschimpfung, Schubsen, Drohen, Auslachen, Nachäffen oder Wegnehmen von Dingen. Es kann aber auch verdeckt geschehen, etwa durch Gerüchte, gezielten Ausschluss, abwertende Blicke, geheime Absprachen oder das ständige Ignorieren einer Person.


Cybermobbing-Formen

Cybermobbing kann viele Formen haben. Häufig sind beleidigende Kommentare, wiederholte private Nachrichten, Bloßstellung durch Fotos oder Videos, Weiterleitung von Screenshots, Fake-Accounts, Ausschluss aus Gruppen, Veröffentlichung privater Informationen, Abstimmungen über Personen, digitale Erpressung oder das absichtliche Melden eines Accounts ohne Grund. Besonders gefährlich sind Situationen, in denen intime Bilder, Drohungen oder Erpressung vorkommen. Dann sollten Betroffene sofort Erwachsene, Beratungsstellen und gegebenenfalls die Polizei einbeziehen.


Unterschied zwischen Kritik, Konflikt und Mobbing

Nicht jede Kritik ist Mobbing. Kritik kann sachlich sein, sich auf Verhalten beziehen und eine Veränderung ermöglichen. Ein Konflikt entsteht, wenn verschiedene Interessen, Bedürfnisse oder Sichtweisen aufeinandertreffen. Mobbing liegt nahe, wenn Angriffe wiederholt passieren, eine Person gezielt abgewertet wird, Macht ungleich verteilt ist und die betroffene Person sich kaum selbst schützen kann. Diese Unterscheidung ist wichtig, damit echte Mobbingsituationen nicht verharmlost und normale Konflikte nicht vorschnell dramatisiert werden.


Folgen für Betroffene und Gruppen


Folgen für Betroffene

Mobbing und Cybermobbing können Angst, Scham, Einsamkeit, Stress, Schlafprobleme, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Leistungsabfall, Schulvermeidung, Wut, Selbstzweifel und depressive Symptome verstärken. Manche Betroffene ziehen sich zurück, andere reagieren aggressiv oder wirken scheinbar unberührt. Auch wer äußerlich lacht, kann innerlich stark leiden.


Folgen für die Klasse oder Gruppe

Mobbing schadet nicht nur der direkt betroffenen Person. Die ganze Gruppe verliert Sicherheit. Mitschülerinnen und Mitschüler lernen, dass Abwertung Macht verschafft. Lehrkräfte verlieren Vertrauen, wenn Vorfälle nicht ernst genommen werden. Eine Klasse mit ungelöstem Mobbing hat häufig mehr Angst, weniger Lernfreude und weniger Zusammenhalt. Deshalb ist Mobbingprävention immer auch Demokratiebildung, Menschenrechtsbildung und soziales Lernen.


Folgen für Täterinnen und Täter

Auch Täterinnen und Täter brauchen klare Grenzen und pädagogische Unterstützung. Das bedeutet nicht, das Verhalten zu entschuldigen. Es bedeutet, Verantwortung einzufordern, Schaden zu stoppen und Verhaltensänderung möglich zu machen. Wer andere verletzt, muss lernen, welche Folgen das Verhalten hat, wie Wiedergutmachung aussehen kann und wie Konflikte ohne Gewalt, Demütigung oder digitale Angriffe gelöst werden.


Schutz und Hilfe


Was Du tun kannst, wenn Du betroffen bist

Wenn Du gemobbt wirst, bist Du nicht schuld. Speichere Beweise wie Screenshots, Links, Uhrzeiten, Namen, Chatverläufe oder Zeugenhinweise. Antworte nicht impulsiv auf Angriffe, weil das die Situation verschärfen kann. Blockiere und melde Accounts, wenn es sicher möglich ist. Such Dir schnell Unterstützung: vertraute Erwachsene, Eltern, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Vertrauenslehrkräfte, Beratungsstellen oder Ärztinnen und Ärzte. Wenn Drohungen, Erpressung, intime Bilder oder Gewalt im Spiel sind, ist schnelle Hilfe besonders wichtig.


Was Du tun kannst, wenn Du etwas beobachtest

Wenn Du Mobbing beobachtest, kannst Du viel tun, ohne Dich selbst zu gefährden. Unterstütze die betroffene Person privat und klar. Sage nicht „Ignorier es einfach“, sondern frage: „Was brauchst Du?“ oder „Soll ich mitkommen?“ Teile keine verletzenden Inhalte. Like keine abwertenden Beiträge. Melde Inhalte auf Plattformen. Hole Hilfe bei Erwachsenen. Wenn eine Gruppe lacht, kann ein Satz wie „Das geht zu weit“ die Stimmung verändern.


Was Schulen und Gruppen tun können

Eine Schule braucht klare Regeln, verlässliche Meldewege, Schutz für Betroffene, dokumentierte Vorfälle, Gespräche mit Beteiligten, Zusammenarbeit mit Eltern und pädagogische Konsequenzen. Prävention funktioniert besser, wenn sie nicht erst nach einem schweren Vorfall beginnt. Klassenregeln, Medienkompetenz, Rollenspiele, Klassenrat, Peer-Projekte, anonyme Meldewege und ein respektvoller Umgangston im digitalen Raum können helfen.


Hilfeplan für akute Situationen

Ein einfacher Hilfeplan kann aus fünf Schritten bestehen: Erstens: Gefahr einschätzen und bei akuter Bedrohung den Notruf 112 rufen. Zweitens: Nicht allein bleiben und eine vertraute Person informieren. Drittens: Beweise sichern und Inhalte nicht weiterverbreiten. Viertens: Schulische oder professionelle Hilfe einschalten. Fünftens: Nachsorge planen, damit Betroffene wieder Sicherheit, Schlaf, Kontakt und Lernfähigkeit zurückgewinnen.


Rechtliche und ethische Perspektive

Cybermobbing ist in Deutschland nicht immer ein einzelner eigener Straftatbestand, aber einzelne Handlungen können rechtlich relevant sein. Dazu können Beleidigung, Bedrohung, Nötigung, Nachstellung, Verletzung des Rechts am eigenen Bild, üble Nachrede, Verleumdung oder das Veröffentlichen privater Informationen gehören. Die konkrete Bewertung hängt vom Einzelfall ab und sollte bei schweren Vorfällen mit Erwachsenen, Schule, Beratungsstellen oder Polizei geklärt werden.

Ethisch geht es um Menschenwürde, Privatsphäre, Verantwortung, Empathie und Gerechtigkeit. Jeder Mensch hat das Recht, ohne Demütigung zu lernen, zu arbeiten, zu spielen und online zu kommunizieren. Digitale Räume sind keine rechtsfreien Räume und auch keine gefühllosen Räume. Hinter jedem Profil steht ein Mensch.


Medienkompetenz und Prävention


Klassenchat-Regeln

Ein Klassenchat braucht Regeln, die alle verstehen. Dazu gehören respektvolle Sprache, keine beleidigenden Sticker, keine heimlichen Fotos, keine Bloßstellung, keine Kettenbriefe, keine nächtlichen Nachrichtenschwärme, keine Weiterleitung privater Inhalte und klare Meldewege. Wichtig ist auch: Wer eine Gruppe administriert, trägt Verantwortung. Adminrechte sind keine Machtspielzeuge, sondern eine Aufgabe für Fairness.


Digitale Selbstfürsorge

Digitale Selbstfürsorge bedeutet, die eigene psychische Gesundheit im Umgang mit Medien ernst zu nehmen. Dazu gehören Pausen, Privatsphäre-Einstellungen, bewusste Bildschirmzeiten, gute Schlafroutinen, das Entfolgen belastender Kanäle, Blockierfunktionen und das Gespräch mit Menschen, die Dich stärken. Digitale Selbstfürsorge ersetzt keine Hilfe, kann aber ein Teil von Stabilisierung sein.


Empathie im Netz

Empathie im Netz bedeutet, vor dem Absenden zu prüfen: Würde ich das jemandem direkt ins Gesicht sagen? Könnte diese Nachricht verletzen? Würde ich wollen, dass so über mich gesprochen wird? Ist der Inhalt wahr, notwendig und respektvoll? Diese Fragen sind einfach, aber wirksam. Medienkompetenz ist nicht nur Technik, sondern auch Haltung.


Umgang mit Depression in Freundschaften

Wenn eine Freundin oder ein Freund depressiv wirkt, musst Du nicht Therapeutin oder Therapeut sein. Du kannst zuhören, ernst nehmen, nicht bewerten und Hilfe ermutigen. Sätze wie „Stell Dich nicht so an“ oder „Andere haben es schlimmer“ können verletzen. Hilfreicher sind Sätze wie „Ich bin da“, „Du musst das nicht allein schaffen“, „Lass uns eine erwachsene Person dazuholen“ oder „Ich begleite Dich zur Beratungsstelle“. Wenn jemand über Selbstverletzung oder Suizid spricht, darfst Du das nicht geheim halten. Dann ist Hilfe wichtiger als ein Versprechen von Geheimhaltung.


Merksätze

  1. Depression: Eine Depression ist eine ernsthafte Erkrankung und kein persönliches Versagen.
  2. Mobbing: Wiederholte Demütigung, Ausgrenzung oder Bedrohung ist kein Spaß.
  3. Cyber-Mobbing: Digitale Angriffe können besonders weitreichend und belastend sein.
  4. Hilfe: Betroffene sind nicht schuld und sollen nicht allein bleiben.
  5. Zivilcourage: Wer beobachtet, kann unterstützen, Hilfe holen und Weiterverbreitung stoppen.
  6. Medienkompetenz: Respekt gilt im Klassenraum, im Chat, im Game und in sozialen Medien.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt eine Depression am treffendsten? (Eine ernsthafte psychische Erkrankung mit anhaltenden Belastungen) (!Eine kurze schlechte Laune ohne Bedeutung) (!Ein Zeichen von Faulheit) (!Eine normale Strafe für Fehler)




Woran erkennt man Mobbing besonders deutlich? (An wiederholten gezielten Angriffen bei ungleicher Macht) (!An einer einmaligen Meinungsverschiedenheit) (!An einer sachlichen Rückmeldung) (!An einem fairen Wettbewerb)




Was ist ein typisches Merkmal von Cybermobbing? (Angriffe können digital schnell verbreitet und gespeichert werden) (!Es passiert ausschließlich im Klassenzimmer) (!Es endet immer nach wenigen Minuten) (!Es betrifft nur Erwachsene)




Welche Aussage ist für Betroffene hilfreich? (Du bist nicht schuld und wir holen gemeinsam Hilfe) (!Ignorier alles und rede mit niemandem) (!Du musst Dich allein wehren) (!Vielleicht hast Du es verdient)




Was sollte man bei Cybermobbing zuerst sichern? (Beweise wie Screenshots und Uhrzeiten) (!Gerüchte zum Weiterleiten) (!Neue Beleidigungen als Antwort) (!Passwörter von anderen Personen)




Was bedeutet Upstander? (Eine Person, die Betroffene unterstützt und Hilfe organisiert) (!Eine Person, die verletzende Inhalte liked) (!Eine Person, die Gerüchte verbreitet) (!Eine Person, die absichtlich wegschaut)




Welche Rolle spielt Scham bei Mobbing häufig? (Sie kann Betroffene davon abhalten Hilfe zu suchen) (!Sie beendet Mobbing automatisch) (!Sie schützt Täterinnen und Täter sicher vor Folgen) (!Sie ist immer ein Zeichen von Schuld)




Welche Aussage zur Medienkompetenz ist richtig? (Respekt und Verantwortung gelten auch online) (!Im Internet gibt es keine Gefühle) (!Anonyme Beleidigungen sind immer erlaubt) (!Private Bilder darf man immer weiterleiten)




Wann sollte sofort der Notruf gewählt werden? (Bei akuter Gefahr für Leben oder Sicherheit) (!Bei jeder kleinen Meinungsverschiedenheit) (!Wenn ein Chat langweilig ist) (!Wenn jemand eine Hausaufgabe vergisst)




Warum ist Depression behandelbar? (Weil es wirksame professionelle Unterstützung geben kann) (!Weil sie immer von allein verschwindet) (!Weil man nur mehr Willenskraft braucht) (!Weil Betroffene keine Hilfe annehmen sollen)





Memory

Depression Ernsthafte psychische Erkrankung
Mobbing Wiederholte gezielte Schikane
Cybermobbing Digitale Form von Mobbing
Bystander Beobachtende Person
Upstander Unterstützende Person
Screenshot Gesicherter Beweis
Empathie Einfühlendes Verstehen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Beweise sichern Screenshots und Uhrzeiten festhalten
Hilfe holen Vertrauensperson informieren
Nicht weiterleiten Verletzende Inhalte stoppen
Melden und blockieren Digitale Schutzfunktionen nutzen
Nachsorge planen Sicherheit und Stabilität wieder aufbauen






Kreuzworträtsel

Depression Wie heißt eine ernsthafte psychische Erkrankung mit anhaltender Niedergeschlagenheit und Interessenverlust?
Mobbing Wie heißt wiederholte gezielte Schikane gegen eine Person?
Empathie Wie heißt die Fähigkeit sich in andere einzufühlen?
Beweise Was sollte man bei Cybermobbing durch Screenshots sichern?
Resilienz Wie nennt man psychische Widerstandskraft?
Therapie Wie heißt professionelle Behandlung bei psychischen Erkrankungen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine

ist eine ernsthafte psychische Erkrankung und kein Zeichen von Faulheit.

bedeutet wiederholte gezielte Schikane bei einem Machtungleichgewicht. Wenn solche Angriffe über Messenger oder soziale Medien passieren, spricht man von

. Betroffene sollten

sichern und möglichst schnell Hilfe holen. Wer beobachtet und aktiv unterstützt, wird zum

. Eine starke Klassengemeinschaft braucht

, klare Regeln und Erwachsene, die zuverlässig handeln.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte: Erstelle eine Begriffskarte zu Depression, Mobbing oder Cyber-Mobbing mit Definition, Beispiel und Hilfeschritt.
  2. Gefühlsampel: Zeichne eine Ampel mit grünen, gelben und roten Warnzeichen für psychische Belastung und erkläre, wann Hilfe nötig ist.
  3. Klassenchat-Regel: Formuliere fünf faire Regeln für einen Klassenchat und begründe jede Regel in einem Satz.
  4. Mutmachnachricht: Schreibe eine respektvolle Nachricht an eine fiktive betroffene Person, die Unterstützung anbietet, ohne Druck zu machen.


Standard

  1. Fallanalyse: Analysiere einen erfundenen Fall von Cybermobbing und unterscheide Auslöser, Beteiligte, Folgen und Hilfeschritte.
  2. Interview: Befrage eine Vertrauenslehrkraft, Schulsozialarbeiterin oder einen Schulsozialarbeiter zu Hilfewegen bei Mobbing und fasse die wichtigsten Aussagen zusammen.
  3. Plakat: Gestalte ein Präventionsplakat mit dem Titel „Nicht liken, nicht teilen, Hilfe holen“ und erläutere Deine Gestaltung.
  4. Rollenspiel: Entwickle ein kurzes Rollenspiel, in dem aus einer Bystander-Situation eine Upstander-Handlung wird.


Schwer

  1. Schutzkonzept: Entwirf ein Schutzkonzept für eine Klasse, das Prävention, Meldung, Intervention und Nachsorge umfasst.
  2. Medienanalyse: Untersuche, wie eine Serie, ein Film, ein Song oder ein Social-Media-Beitrag Mobbing oder Depression darstellt, und bewerte die Darstellung kritisch.
  3. Projektplanung: Plane eine schulweite Aktionswoche zu psychischer Gesundheit und Medienkompetenz mit Zielen, Ablauf, Materialien und Evaluation.
  4. Ethik-Essay: Schreibe einen Essay zur Frage, welche Verantwortung Zuschauerinnen und Zuschauer in digitalen Räumen haben.



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Lernkontrolle

  1. Transferfall: Du erhältst einen Fall, in dem eine Schülerin aus einem Klassenchat ausgeschlossen und in Memes verspottet wird. Entwickle einen Handlungsplan für Betroffene, Beobachtende und Schule.
  2. Ursache und Wirkung: Erkläre, warum Mobbing ein Risikofaktor für depressive Symptome sein kann, ohne Mobbing als einzige Ursache von Depression darzustellen.
  3. Perspektivwechsel: Beschreibe dieselbe Situation aus Sicht einer betroffenen Person, einer beobachtenden Person und einer Lehrkraft. Zeige, welche Verantwortung jede Rolle hat.
  4. Präventionsstrategie: Entwickle drei konkrete Maßnahmen, mit denen eine Klasse Cybermobbing vorbeugen kann, und begründe, warum diese Maßnahmen wirken können.
  5. Ethikprüfung: Beurteile einen fiktiven Social-Media-Kommentar mithilfe der Begriffe Menschenwürde, Privatsphäre, Empathie und Verantwortung.
  6. Hilfenetz: Zeichne ein Hilfenetz für Jugendliche in psychischen Krisen und erkläre, welche Stelle in welcher Situation passend ist.
  7. Medienkompetenz: Erkläre, warum technisches Wissen allein nicht reicht, um Cybermobbing zu verhindern.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du ein Portfolio mit drei Teilen. Im ersten Teil erklärst Du die Begriffe Depression, Mobbing und Cyber-Mobbing mit eigenen Worten. Im zweiten Teil analysierst Du einen erfundenen Fall und entwickelst einen Hilfeplan. Im dritten Teil reflektierst Du, wie Du selbst zu einem respektvollen digitalen Miteinander beitragen kannst. Bewertet werden fachliche Richtigkeit, Empathie, klare Handlungswege, Schutz der Betroffenen und die Fähigkeit, Zusammenhänge statt nur Fakten darzustellen.




OERs zum Thema



Verlässliche Hilfe und Informationen

  1. Notruf: Bei akuter Gefahr für Leben oder Sicherheit wähle 112.
  2. Nummer gegen Kummer: Kinder und Jugendliche erreichen die Beratung unter 116 111.
  3. Telefonseelsorge: Menschen in Krisen erreichen die Telefonseelsorge unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123.
  4. Schulsozialarbeit: Schulen haben oft eigene Beratungswege, Vertrauenslehrkräfte oder schulpsychologische Dienste.
  5. Ärztliche Hilfe: Hausärztinnen, Hausärzte, Kinder- und Jugendärztinnen, Kinder- und Jugendärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können weitere Hilfe vermitteln.


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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  2. Woyzeck - Georg Büchner
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