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Das Recht auf Schutz verstehen - Kinderrechte - Sachunterricht

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Das Recht auf Schutz verstehen - Kinderrechte - Sachunterricht




Das Recht auf Schutz verstehen - Kinderrechte - Sachunterricht

Datei:UN Convention on the Rights of the Child - Logo.svg


Einleitung

Du bist wichtig. Du hast Rechte.

Jedes Kind hat das Recht auf Schutz. Niemand darf Dir absichtlich wehtun, Dir Angst machen oder Deine Grenzen missachten.

Du darfst Nein und Stopp sagen. Du darfst weggehen. Du darfst Hilfe holen.

Du bist niemals schuld, wenn jemand Deine Grenze verletzt.

Im Unterricht musst Du nichts Persönliches erzählen. Du darfst immer ein erfundenes Beispiel benutzen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. das Recht auf Schutz mit eigenen Worten erklären.
  2. sichere und unsichere Situationen unterscheiden.
  3. Deine Grenzen benennen.
  4. einen einfachen Schutzplan anwenden.
  5. passende Vertrauenspersonen finden.
  6. in einer Gefahrensituation Hilfe holen.


Lernbereiche

Lernbereich Das lernst Du
Kinderrechte Kinder haben eigene Rechte.
Gefühle Gefühle können Warnzeichen sein.
Grenzen Dein Nein muss ernst genommen werden.
Kinderschutz Erwachsene müssen Kinder schützen.
Medienkompetenz Auch im Internet gilt das Recht auf Schutz.


Was bedeutet das Recht auf Schutz?

Das Recht auf Schutz gehört zu den Kinderrechten. Es steht in der UN-Kinderrechtskonvention.

Kinder müssen vor Gewalt, Vernachlässigung, Ausbeutung und gefährlichen Situationen geschützt werden.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Schutz bedeutet:

  1. Erwachsene achten auf Deine Sicherheit.
  2. Erwachsene hören Dir zu.
  3. Erwachsene holen Hilfe, wenn Du in Gefahr bist.
  4. Niemand darf Dich schlagen, bedrohen oder absichtlich verletzen.
  5. Niemand darf Dich zu etwas zwingen, das Dir Angst macht.


Deine Gefühle sind wichtig

Gefühle können Dir zeigen, ob eine Situation gut oder schlecht für Dich ist.

  1. Freude kann zeigen: Ich fühle mich wohl.
  2. Unsicherheit kann zeigen: Etwas stimmt vielleicht nicht.
  3. Angst kann zeigen: Ich brauche Abstand oder Hilfe.
  4. Wut kann zeigen: Meine Grenze wurde verletzt.

Manchmal weißt Du nicht genau, warum sich etwas falsch anfühlt. Auch dann darfst Du Hilfe holen.


Deine Grenzen zählen

Dein Körper gehört Dir.

Du darfst entscheiden, welche Berührungen für Dich in Ordnung sind. Du darfst eine Berührung ablehnen.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Dein Schutzsatz
Stopp! Ich möchte das nicht.
Nein! Lass das bitte.
Ich gehe jetzt.
Ich hole Hilfe.

Ein Nein kann laut oder leise sein. Auch Wegdrehen, Weinen, Erstarren oder Weggehen können zeigen: Ich möchte das nicht.


Gute und schlechte Geheimnisse

Ein gutes Geheimnis macht Freude. Es wird bald aufgelöst, zum Beispiel bei einer Überraschung.

Ein schlechtes Geheimnis macht Angst, Druck oder Bauchweh.

Schlechte Geheimnisse darfst Du immer erzählen. Das gilt auch dann, wenn jemand sagt, Du sollst schweigen.


Hilfe holen ist mutig

Hilfe holen ist kein Petzen. Hilfe holen schützt Dich oder andere Kinder.

Eine Vertrauensperson kann zum Beispiel sein:

  1. ein Elternteil oder eine andere Person aus Deiner Familie.
  2. eine Lehrkraft.
  3. eine pädagogische Fachkraft.
  4. die Schulsozialarbeit.
  5. eine Trainerin oder ein Trainer.
  6. eine Ärztin oder ein Arzt.

Wichtig: Hilft die erste Person nicht, dann erzähle es einer anderen Person. Bleibe nicht allein mit Deiner Sorge.


Der Schutzplan

Datei:Logo of UNICEF.svg
Schritt Was kannst Du tun?
Stopp Sage klar Nein oder Stopp, wenn Du kannst.
Weg Gehe an einen sicheren Ort, wenn das möglich ist.
Hilfe Erzähle einer Vertrauensperson, was passiert ist.
Dranbleiben Sprich mit einer weiteren Person, wenn Du noch keine Hilfe bekommst.


Hilfe in Deutschland

Bei akuter Gefahr:

  1. Rufe die Polizei unter 110.
  2. Rufe Feuerwehr oder Rettungsdienst unter 112.
  3. Gehe zu einem sicheren Erwachsenen oder an einen belebten Ort.

Bei Sorgen und Problemen:

Das Kinder- und Jugendtelefon der Nummer gegen Kummer erreichst Du unter 116 111. Der Anruf ist kostenlos. Die Beratung ist montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr erreichbar.


Schutz im Internet

Auch im Internet hast Du ein Recht auf Privatsphäre und Schutz.

  1. Teile Deine Adresse, Telefonnummer oder Passwörter nicht mit fremden Personen.
  2. Verschicke keine Bilder, bei denen Du Dich unwohl fühlst.
  3. Frage andere Kinder, bevor Du ein Bild von ihnen weitergibst.
  4. Blockiere Personen, die Dir Angst machen.
  5. Zeige einer Vertrauensperson beleidigende oder bedrohliche Nachrichten.
  6. Triff eine Internet-Bekanntschaft nie allein.

Merke: Ein Bildschirm macht eine Situation nicht automatisch sicher.


Kinderrechte machen stark

Kinderrechte gelten für alle Kinder. Es ist egal, welche Sprache ein Kind spricht, woher es kommt, wie es aussieht oder ob es eine Behinderung hat.

Datei:Childhood Joy.jpg

Kinder dürfen spielen, lernen, ihre Meinung sagen und sicher aufwachsen.


Merksatz

Nein sagen – weggehen – Hilfe holen – dranbleiben.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet das Recht auf Schutz? (Kinder müssen vor Gewalt und Gefahren geschützt werden) (!Kinder dürfen keine eigene Meinung haben) (!Kinder müssen jedes Geheimnis behalten) (!Kinder dürfen nie Hilfe holen)




Was kannst Du tun, wenn sich etwas falsch anfühlt? (Einer Vertrauensperson davon erzählen) (!Das Gefühl immer verstecken) (!Allein an einem gefährlichen Ort bleiben) (!So tun als wäre nichts passiert)




Welcher Satz setzt eine klare Grenze? (Stopp ich möchte das nicht) (!Du darfst alles bestimmen) (!Ich muss immer zustimmen) (!Ich sage niemandem etwas)




Was ist eine Vertrauensperson? (Ein Erwachsener der zuhört und hilft) (!Eine fremde Person die Geheimnisse verlangt) (!Eine Person die Dir Angst macht) (!Eine Person die Dein Nein ignoriert)




Was gilt für ein schlechtes Geheimnis? (Du darfst es einer Vertrauensperson erzählen) (!Du musst es für immer behalten) (!Du bist selbst schuld) (!Du darfst niemals Hilfe holen)




Was ist bei akuter Gefahr richtig? (Schnell Hilfe holen) (!Die Gefahr allein untersuchen) (!Sich verstecken und niemandem etwas sagen) (!Eine Mutprobe daraus machen)




Welche Nummer erreicht in Deutschland die Polizei? (110) (!116) (!999) (!555)




Welche Nummer erreicht Feuerwehr und Rettungsdienst? (112) (!113) (!114) (!115)




Was schützt Dich im Internet? (Persönliche Daten nur sehr vorsichtig teilen) (!Passwörter an fremde Personen senden) (!Jede Nachricht sofort beantworten) (!Fremde Personen allein treffen)




Was tust Du wenn die erste Person nicht hilft? (Einer weiteren Vertrauensperson davon erzählen) (!Für immer schweigen) (!Dir selbst die Schuld geben) (!Die Sorge verstecken)





Memory

Schutzrecht Kinder müssen sicher aufwachsen
Stoppzeichen Eine klare Grenze
Vertrauensperson Ein Erwachsener hört zu und hilft
Notruf Schnelle Hilfe bei akuter Gefahr
Privatsphäre Persönliche Dinge gehören zu Dir
Hilfeholen Ein mutiger Schritt bei Sorgen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Schutzplan
Stopp sagen Eine klare Grenze setzen
Weggehen Eine unsichere Situation verlassen
Hilfe holen Eine Vertrauensperson ansprechen
Notruf wählen Bei akuter Gefahr schnelle Hilfe rufen
Dranbleiben Eine weitere Person ansprechen




...


Kreuzworträtsel

Schutz Welches Recht hilft Kindern sicher aufzuwachsen?
Vertrauen Was brauchst Du zu einer guten Ansprechperson?
Hilfe Was darfst Du bei Sorgen immer holen?
Grenze Was darf niemand gegen Deinen Willen überschreiten?
Privatsphäre Welches Recht schützt persönliche Dinge und Daten?
Notruf Wie heißt ein Anruf bei akuter Gefahr?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Jedes Kind hat ein Recht auf

. Ein deutliches

kann eine Grenze zeigen. Bei Angst darfst Du zu einer

gehen. Hilfe holen ist kein

. Ein schlechtes Geheimnis darfst Du

. Bei akuter Gefahr kannst Du einen

absetzen. Persönliche Daten gehören zu Deiner

. Hilft die erste Person nicht, sollst Du

. Im Internet solltest Du fremde Personen nie allein

. Wenn jemand Deine Grenze verletzt, bist Du niemals

.




Offene Aufgaben

Du musst bei keiner Aufgabe ein eigenes Erlebnis erzählen. Nutze erfundene Beispiele, wenn Dir das lieber ist.


Leicht

  1. Schutz-Hand: Zeichne Deine Hand auf ein Blatt. Schreibe in jeden Finger einen Schutzsatz, zum Beispiel Stopp, Nein, Hilfe, Weg und Erzählen.
  2. Gefühlsampel: Male eine Ampel. Ordne erfundene Situationen den Farben Grün, Gelb und Rot zu.
  3. Vertrauenskreis: Zeichne drei erfundene oder echte Vertrauenspersonen in einen Kreis. Schreibe dazu, wie sie helfen können.
  4. Stopp-Satz: Übe mit einer Handpuppe drei klare Sätze, mit denen eine Grenze gezeigt wird.


Standard

  1. Schutzplakat: Gestalte ein Plakat mit den vier Schritten Stopp, Weg, Hilfe und Dranbleiben.
  2. Kinderrechte-Comic: Zeichne einen kurzen Comic. Eine Figur fühlt sich unwohl und findet sichere Hilfe.
  3. Sicherer Ort: Zeichne einen Plan der Schule. Markiere Orte, an denen Kinder Hilfe finden können.
  4. Audio-Erklärung: Nimm eine einminütige Erklärung zum Recht auf Schutz auf. Verwende einfache Wörter.


Schwer

  1. Klassen-Schutzregeln: Entwickelt gemeinsam fünf Regeln, die Eure Klasse sicherer machen.
  2. Interview zum Kinderschutz: Befrage eine Lehrkraft oder die Schulsozialarbeit zu Hilfsangeboten an der Schule.
  3. Erklärvideo: Erstellt ein kurzes Video zum Schutzplan. Verwendet nur erfundene Situationen und keine privaten Daten.
  4. Fallberatung: Erfindet eine schwierige Situation und entwickelt zwei sichere Lösungswege. Begründet Eure Auswahl.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Situation auf dem Schulhof: Ein Kind wird immer wieder ausgelacht und weggeschubst. Erkläre, welches Kinderrecht betroffen ist und welche drei Schritte helfen können.
  2. Foto im Klassenchat: Ein Bild wird ohne Erlaubnis verschickt. Erkläre den Zusammenhang zwischen Schutz, Privatsphäre und Hilfeholen.
  3. Schlechtes Geheimnis: Eine erfundene Figur soll etwas geheim halten und bekommt dabei Angst. Entwickle einen sicheren Schutzplan für die Figur.
  4. Erste Hilfe reicht nicht: Eine Vertrauensperson hört nicht richtig zu. Erkläre, warum Dranbleiben wichtig ist und wen die Figur als Nächstes ansprechen könnte.
  5. Sichere Schule: Entwirf eine kleine Veränderung, die den Schutz von Kindern an Deiner Schule verbessert. Begründe, wie sie wirkt.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis ist wichtig:

  1. Du kannst das Recht auf Schutz erklären.
  2. Du erkennst sichere und unsichere Situationen.
  3. Du kannst klare Grenzen formulieren.
  4. Du kennst die vier Schritte des Schutzplans.
  5. Du kannst mehrere mögliche Vertrauenspersonen nennen.
  6. Du weißt, wann ein Notruf nötig ist.
  7. Du beachtest Privatsphäre und Schutz im Internet.
  8. Du kannst eine Lösung für eine erfundene Problemsituation begründen.




OERs zum Thema



Quellen und Hilfe

  1. UNICEF Deutschland: UN-Kinderrechtskonvention
  2. Nummer gegen Kummer
  3. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Notruf 112
  4. BDBOS-Kids: Notruf 110 und 112


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