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Das Recht auf Mitbestimmung verstehen - Kinderrechte - Sachunterricht

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Das Recht auf Mitbestimmung verstehen - Kinderrechte - Sachunterricht




Das Recht auf Mitbestimmung verstehen - Kinderrechte - Sachunterricht

Datei:Human Rights Logo.svg


Einleitung

Du bist ein Kind. Du hast Kinderrechte.

Ein wichtiges Recht heißt Mitbestimmung. Das bedeutet: Du darfst Deine Meinung sagen. Erwachsene sollen Dir zuhören. Deine Meinung soll beachtet werden.

Du darfst aber nicht immer allein entscheiden. Kinder und Erwachsene suchen oft gemeinsam eine gute Lösung.


Was ist Mitbestimmung?

Mitbestimmung heißt:

  1. Meinung: Du sagst, was Du denkst.
  2. Zuhören: Andere hören Dir zu.
  3. Abstimmung: Eine Gruppe entscheidet gemeinsam.
  4. Kompromiss: Alle geben ein kleines Stück nach.
  5. Verantwortung: Du hältst Dich an die gemeinsame Entscheidung.


Wo kannst Du mitbestimmen?

Du kannst an vielen Orten mitreden:

  1. Familie: zum Beispiel beim Ausflugsziel.
  2. Schule: zum Beispiel bei Klassenregeln.
  3. Klassenrat: Hier besprecht Ihr Wünsche und Probleme.
  4. Freizeit: zum Beispiel bei Spielen oder Gruppenangeboten.
  5. Gemeinde: Manche Orte haben ein Kinderparlament.


Was bedeutet das Kinderrecht?

In der UN-Kinderrechtskonvention steht: Kinder dürfen ihre Meinung sagen. Erwachsene sollen diese Meinung passend zum Alter des Kindes beachten.

Das ist besonders wichtig, wenn eine Entscheidung das Kind selbst betrifft.

Beispiel: Eure Klasse plant ein Fest. Alle Kinder sammeln Ideen. Danach sprecht Ihr darüber. Am Ende stimmt Ihr ab.


Mitbestimmen heißt auch fair sein

Bei einer guten Mitbestimmung gilt:

  1. Alle dürfen sprechen.
  2. Niemand wird ausgelacht.
  3. Alle hören einander zu.
  4. Die Regeln gelten für alle.
  5. Die Gruppe sucht eine faire Lösung.

Manchmal gewinnt bei einer Abstimmung die Mehrheit. Trotzdem bleiben die Rechte der Minderheit wichtig.


Darf ich alles entscheiden?

Nein. Erwachsene müssen Kinder schützen. Sie tragen Verantwortung für Sicherheit, Gesundheit und gute Entwicklung.

Erwachsene sollen Entscheidungen erklären. Sie sollen Kinder beteiligen, wenn es möglich ist.

Merksatz: Mitbestimmung bedeutet nicht: Ich bekomme immer meinen Willen. Mitbestimmung bedeutet: Meine Stimme zählt.


Medien zum Entdecken

Datei:United Nations flag.svg
  1. Bilder zu Kinderrechten auf Wikimedia Commons
  2. Bilder zum Abstimmen auf Wikimedia Commons
  3. Bilder von Schulkindern auf Wikimedia Commons
  4. Videos zu Kinderrechten und Mitbestimmung
  5. UNICEF-Videos zu Kinderrechten


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Mitbestimmung? (Die eigene Meinung sagen und gemeinsam entscheiden) (!Immer allein bestimmen) (!Nie zuhören) (!Alle Regeln abschaffen)




Wo können Kinder in der Schule mitbestimmen? (Im Klassenrat) (!Nur im Lehrerzimmer) (!Nur auf dem Parkplatz) (!Nur nach der Schulzeit)




Was ist beim Gespräch fair? (Alle dürfen ausreden) (!Eine Person spricht immer) (!Andere werden ausgelacht) (!Niemand hört zu)




Was ist eine Abstimmung? (Eine Gruppe entscheidet gemeinsam) (!Eine Person befiehlt alles) (!Alle gehen weg) (!Niemand darf wählen)




Was ist ein Kompromiss? (Alle geben ein kleines Stück nach) (!Nur eine Person gewinnt immer) (!Niemand spricht mehr) (!Alle streiten weiter)




Was sollen Erwachsene mit der Meinung eines Kindes tun? (Sie anhören und passend zum Alter beachten) (!Sie immer sofort verbieten) (!Sie auslachen) (!Sie geheim halten)




Was gehört zu Kinderrechten? (Das Recht auf eine eigene Meinung) (!Das Recht andere zu verletzen) (!Das Recht Regeln zu brechen) (!Das Recht andere auszuschließen)




Was bedeutet Verantwortung nach einer gemeinsamen Entscheidung? (Sich an die vereinbarte Regel halten) (!Die Regel heimlich ändern) (!Andere beschuldigen) (!Nie wieder mitreden)




Warum dürfen Kinder nicht alles allein entscheiden? (Erwachsene müssen Kinder schützen) (!Kinder haben keine Meinung) (!Kinder dürfen nie sprechen) (!Erwachsene wissen immer alles besser)




Welcher Satz passt zur Mitbestimmung? (Meine Stimme zählt) (!Ich bekomme immer meinen Willen) (!Nur die Lautesten entscheiden) (!Andere Meinungen sind falsch)





Memory

Mitbestimmung Mitreden und gemeinsam entscheiden
Meinung Das denke ich
Abstimmung Die Gruppe wählt
Kompromiss Eine faire gemeinsame Lösung
Klassenrat Gespräch der ganzen Klasse
Zuhören Andere ausreden lassen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Meinung Das denke ich
Zuhören Ich lasse andere ausreden
Abstimmung Die Gruppe wählt
Kompromiss Wir finden eine gemeinsame Lösung
Verantwortung Ich halte mich an die Entscheidung






Kreuzworträtsel

Meinung Was darf jedes Kind sagen?
Abstimmung Wie heißt eine gemeinsame Wahl in der Gruppe?
Kinderrecht Wie heißt ein Recht, das für alle Kinder gilt?
Klassenrat Wo bespricht eine Klasse Wünsche und Probleme?
Zuhören Was tust Du, wenn eine andere Person spricht?
Kompromiss Wie heißt eine Lösung, bei der alle etwas nachgeben?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Kinder haben ein Recht auf

. Sie dürfen ihre

sagen. Erwachsene sollen ihnen

. Im Klassenrat kann eine Klasse gemeinsam

. Bei einer Wahl heißt die gemeinsame Entscheidung

. Eine faire Lösung kann ein

sein. Nach einer Entscheidung tragen alle

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Meine Meinung: Male ein Bild zu einer Sache, über die Du gern mitbestimmen möchtest.
  2. Sprechstein: Übt im Kreis. Nur das Kind mit dem Sprechstein spricht. Danach fasst ein anderes Kind den Satz zusammen.
  3. Daumen-Abstimmung: Stimmt über zwei Pausenspiele ab. Sprecht danach über das Ergebnis.
  4. Kinderrechte-Plakat: Gestalte ein kleines Plakat mit dem Satz: Meine Stimme zählt.


Standard

  1. Klassenrat: Sammelt ein Thema, verteilt Rollen und führt einen kurzen Klassenrat durch.
  2. Faire Regeln: Entwickelt drei Regeln für ein gutes Gespräch. Begründet jede Regel.
  3. Interview: Frage ein Kind und eine erwachsene Person: Wo dürfen Kinder mitbestimmen?
  4. Kompromiss finden: Zwei Gruppen wollen verschiedene Spiele. Findet eine Lösung, mit der beide Gruppen leben können.


Schwer

  1. Kinderkonferenz: Plant eine kleine Konferenz zu einem echten Wunsch der Klasse. Haltet Vorschläge und Entscheidung fest.
  2. Schulweg prüfen: Untersucht eine Stelle auf dem Schulweg. Was sollte sich für Kinder ändern? Schreibt einen begründeten Wunsch.
  3. Kinderparlament: Erfindet ein Kinderparlament für Eure Schule. Legt Aufgaben, Regeln und Wahl fest.
  4. Erklärvideo: Dreht ein kurzes Video. Erklärt den Unterschied zwischen Mitbestimmung und Alleinbestimmung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallbeispiel Klassenfest: Drei Kinder wollen Musik, zwei Kinder wollen Spiele und ein Kind braucht Ruhe. Entwickle eine faire Planung.
  2. Mehrheit und Minderheit: Erkläre, warum eine Mehrheit entscheiden darf und die Minderheit trotzdem geschützt werden muss.
  3. Erwachsene entscheiden: Nenne eine Situation, in der Erwachsene aus Schutzgründen entscheiden müssen. Zeige, wie das Kind trotzdem beteiligt werden kann.
  4. Gespräch verbessern: In einer Gruppe reden zwei Kinder sehr laut. Andere kommen nicht zu Wort. Entwickle drei hilfreiche Regeln.
  5. Kompromiss prüfen: Zwei Gruppen teilen sich einen Raum. Beurteile eine vorgeschlagene Lösung: Ist sie fair? Begründe.
  6. Transfer: Plane eine Mitbestimmung zu einem Thema in Deiner Familie oder Klasse. Beschreibe Frage, Regeln und Entscheidung.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis zeigst Du:

  1. Du kannst Mitbestimmung mit eigenen Worten erklären.
  2. Du kennst Orte, an denen Kinder mitreden können.
  3. Du kannst fair zuhören und Deine Meinung begründen.
  4. Du kannst an einer Abstimmung teilnehmen.
  5. Du kannst einen Kompromiss vorschlagen.
  6. Du weißt, dass Erwachsene Kinder schützen müssen.
  7. Du kannst erklären, warum auch eine Minderheit Rechte hat.




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