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Cybermobbing erkennen und Hilfe holen - Medienbildung - Sachunterricht

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Cybermobbing erkennen und Hilfe holen - Medienbildung - Sachunterricht




Cybermobbing erkennen und Hilfe holen - Medienbildung - Sachunterricht


Einleitung

Manche Nachrichten im Internet tun weh. Manchmal wird ein Kind immer wieder beleidigt, ausgelacht oder ausgeschlossen. Das nennt man Cybermobbing.

Wichtig: Du bist nicht schuld. Du darfst immer Hilfe holen.


Das lernst Du

  1. Cybermobbing erkennen: Du kennst wichtige Warnzeichen.
  2. Hilfe holen: Du weißt, welche Erwachsenen helfen können.
  3. Beweise sichern: Du kennst den Nutzen eines Screenshots.
  4. Blockieren und Melden: Du kannst wichtige Schutzschritte erklären.
  5. Respekt: Du weißt, wie Du anderen Kindern helfen kannst.


Was ist Cybermobbing?

Cybermobbing passiert mit einem Handy, Tablet oder Computer. Ein Kind wird absichtlich immer wieder verletzt.

Das kann in einem Chat, in einem Spiel oder auf einer Internetseite passieren.


Warnzeichen erkennen

Cybermobbing kann so aussehen:

  1. Beleidigung: Jemand schreibt immer wieder gemeine Wörter.
  2. Ausgrenzung: Ein Kind wird absichtlich aus Gruppen ausgeschlossen.
  3. Bilder verbreiten: Ein peinliches Bild wird ohne Erlaubnis geteilt.
  4. Gerücht: Eine falsche Geschichte wird über ein Kind verbreitet.
  5. Bedrohung: Jemand macht einem Kind Angst.
  6. Fake-Profil: Jemand gibt sich im Internet als ein anderes Kind aus.

Auch eine einzelne schlimme Nachricht ist wichtig. Zeige sie einer erwachsenen Person.

Datei:Twemoji2 1f622.svg


So kann sich Cybermobbing anfühlen

Ein Kind kann traurig, wütend, ängstlich oder allein sein. Es möchte vielleicht nicht mehr in die Schule gehen oder das Handy benutzen.

Gefühle sind Warnzeichen. Sprich darüber.


Der Hilfe-Plan

Merke Dir fünf Schritte:

  1. Stopp: Antworte nicht mit einer gemeinen Nachricht.
  2. Zeigen: Zeige die Nachricht sofort einer Vertrauensperson.
  3. Sichern: Macht zusammen einen Screenshot. Leite die Nachricht nicht weiter.
  4. Blockieren: Stoppt den Kontakt.
  5. Melden: Meldet den Inhalt bei der App, der Schule oder der Polizei.
Datei:Stop-Cyberbullying-Day-logo.png


Wer kann helfen?

Eine Vertrauensperson ist ein Erwachsener, bei dem Du Dich sicher fühlst.

  1. Eltern oder andere Erwachsene in Deiner Familie
  2. Lehrkraft
  3. Schulsozialarbeit
  4. Erzieherin oder Erzieher
  5. Polizei, wenn jemand bedroht wird oder große Angst hat

Du darfst so lange fragen, bis Dir jemand hilft.


Hilfe am Telefon

In Deutschland kannst Du die Nummer gegen Kummer anrufen:

116 111

Der Anruf ist kostenlos und geheim. Das Telefon ist von Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr erreichbar.

Bei einer akuten Gefahr rufst Du 110 oder 112.


Beweise sichern

Ein Screenshot ist ein Bild vom Bildschirm. Er kann zeigen, was passiert ist.

Mache einen Screenshot zusammen mit einer erwachsenen Person. Speichere auch den Namen, das Datum und die Uhrzeit.

Leite verletzende Bilder niemals weiter.


Blockieren und melden

Blockieren bedeutet: Die Person kann Dich nicht mehr so leicht anschreiben.

Melden bedeutet: Die App oder Internetseite bekommt eine Nachricht über den verletzenden Inhalt.

Eine erwachsene Person hilft Dir dabei.


Wenn Du etwas beobachtest

Schau nicht weg. Du kannst helfen.

  1. Schreibe keine lachenden Zeichen unter eine gemeine Nachricht.
  2. Teile die Nachricht nicht.
  3. Sage dem betroffenen Kind: Du bist nicht allein.
  4. Hole eine erwachsene Person.
  5. Melde den verletzenden Inhalt.
Datei:Aukamm Elementary stands firm- Stomp out bullying (7106934).jpg


Faire Regeln für Chats

  1. Schreibe freundlich.
  2. Frage vor dem Teilen eines Bildes um Erlaubnis.
  3. Verrate keine Passwörter.
  4. Schließe niemanden absichtlich aus.
  5. Hole Hilfe, wenn etwas Angst macht.
  6. Entschuldige Dich, wenn Du jemanden verletzt hast.


Der wichtigste Merksatz

Erkennen – zeigen – sichern – blockieren – melden.

Du bist nicht schuld. Hilfe holen ist mutig.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist Cybermobbing? (Jemand verletzt ein Kind immer wieder im Internet) (!Zwei Kinder spielen gemeinsam ein Spiel) (!Ein Kind schaltet sein Tablet aus) (!Eine Klasse schaut einen Film)




Was solltest Du bei einer gemeinen Nachricht zuerst tun? (Die Nachricht einer erwachsenen Vertrauensperson zeigen) (!Eine noch gemeinere Nachricht schreiben) (!Die Nachricht an alle weiterleiten) (!Alles für immer geheim halten)




Was ist ein Screenshot? (Ein Bild vom Bildschirm) (!Ein geheimes Passwort) (!Ein Computerspiel) (!Eine Sprachnachricht)




Warum werden Beweise gesichert? (Damit Erwachsene sehen können, was passiert ist) (!Damit die Nachricht noch bekannter wird) (!Damit andere Kinder darüber lachen) (!Damit niemand helfen kann)




Was bedeutet Blockieren? (Der Kontakt zu einer Person wird gestoppt) (!Ein Bild wird an alle geschickt) (!Ein neues Spiel wird gestartet) (!Ein Passwort wird verraten)




Was bedeutet Melden? (Die App oder Internetseite über den Inhalt informieren) (!Die Nachricht heimlich löschen und schweigen) (!Den Inhalt an Freunde schicken) (!Die beleidigende Person loben)




Wer trägt die Schuld am Cybermobbing? (Niemals das betroffene Kind) (!Immer das betroffene Kind) (!Immer die Lehrkraft) (!Immer die ganze Klasse)




Wie kannst Du als Beobachter helfen? (Eine erwachsene Person holen) (!Über die Nachricht lachen) (!Den Inhalt weiterleiten) (!Das betroffene Kind ausschließen)




Welche Nummer gehört zur Nummer gegen Kummer? (116 111) (!999 999) (!123 456) (!555 555)




Welche Regel macht einen Chat fair? (Vor dem Teilen eines Bildes um Erlaubnis fragen) (!Andere Kinder absichtlich ausschließen) (!Passwörter an Freunde schicken) (!Gemeine Nachrichten mit lachenden Zeichen beantworten)





Memory

Cybermobbing Wiederholtes Verletzen im Internet
Screenshot Bild vom Bildschirm
Blockieren Kontakt stoppen
Melden Plattform informieren
Vertrauensperson Sichere erwachsene Hilfe
Respekt Freundlich und fair handeln





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Hilfe-Plan
Beweise sichern Gemeine Nachricht festhalten
Erwachsene informieren Unterstützung holen
Kontakt blockieren Weitere Nachrichten stoppen
Inhalt melden App oder Internetseite informieren
Nicht weiterleiten Ausbreitung stoppen






Kreuzworträtsel

Cybermobbing Wie heißt wiederholtes Verletzen im Internet?
Screenshot Wie heißt ein Bild vom Bildschirm?
Blockieren Wie nennt man das Stoppen eines Kontakts?
Melden Was solltest Du mit einem verletzenden Inhalt bei einer App tun?
Vertrauen Was brauchst Du, um einer sicheren Person von Sorgen zu erzählen?
Respekt Wie heißt freundliches und faires Verhalten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Cybermobbing passiert im

. Eine gemeine Nachricht solltest Du einer erwachsenen

zeigen. Ein Bild vom Bildschirm heißt

. Ein Screenshot kann als

helfen. Durch das Blockieren wird der

gestoppt. Beim Melden wird die

informiert. Verletzende Bilder darfst Du nicht

. Die Nummer gegen Kummer ist für Kinder

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gefühle: Male vier Gesichter für traurig, wütend, ängstlich und erleichtert. Sprich darüber, wann ein Kind Hilfe braucht.
  2. Helferhand: Zeichne Deine Hand. Schreibe in jeden Finger eine erwachsene Person, die Dir helfen kann.
  3. Stoppschild: Gestalte ein Stoppschild gegen gemeine Nachrichten.
  4. Chatregel: Schreibe drei kurze Regeln für einen freundlichen Klassenchat.


Standard

  1. Comic: Zeichne einen Comic mit vier Bildern. Ein Kind bekommt eine gemeine Nachricht und holt Hilfe.
  2. Rollenspiel: Spielt zu zweit ein Gespräch zwischen einem Kind und einer Vertrauensperson. Verwendet keine echten Namen und keine echten Fälle.
  3. Hilfe-Plan: Erstellt ein Plakat mit den Schritten zeigen, sichern, blockieren und melden.
  4. Erklärvideo: Dreht ein kurzes Video mit Spielfiguren. Erklärt darin den Merksatz des Kurses.


Schwer

  1. Fallbeispiel: Erfinde eine sichere Geschichte über Cybermobbing. Erkläre, an welchen Warnzeichen Du es erkennst.
  2. Interview: Befrage eine Lehrkraft oder die Schulsozialarbeit. Frage, wie Kinder an Eurer Schule Hilfe bekommen.
  3. Schulprojekt: Entwickelt einen Hilfe-Weg für Eure Schule. Er soll zeigen, zu wem ein Kind gehen kann.
  4. Medienprojekt: Gestaltet eine Hörgeschichte oder Bilderserie zum Satz: Hilfe holen ist mutig. Verwendet keine echten verletzenden Nachrichten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fall unterscheiden: Lea bekommt einmal eine unfreundliche Nachricht. Später wird sie jeden Tag beleidigt und aus Gruppen ausgeschlossen. Erkläre den Unterschied zwischen einem Streit und Cybermobbing.
  2. Hilfe planen: Ein Kind zeigt Dir eine bedrohliche Nachricht. Beschreibe in einer sinnvollen Reihenfolge, wie Du mit einer erwachsenen Person helfen würdest.
  3. Beobachterrolle: Drei Kinder lachen über ein peinliches Bild im Klassenchat. Erkläre, wie ein Beobachter die Situation verbessern kann.
  4. Regeln übertragen: Formuliere zwei Regeln, die sowohl im Klassenraum als auch im Internet gelten sollten. Begründe Deine Wahl.
  5. Schutz beurteilen: Ein Kind löscht sofort alle Nachrichten und erzählt niemandem davon. Erkläre, was daran problematisch ist und wie es besser handeln kann.
  6. Gemeinschaft stärken: Entwickle eine Idee, mit der Eure Klasse betroffene Kinder unterstützt, ohne ihre Geschichte weiterzuerzählen.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis ist wichtig:

  1. Du erkennst mehrere Warnzeichen für Cybermobbing.
  2. Du kannst den Hilfe-Plan in der richtigen Reihenfolge erklären.
  3. Du nennst mindestens drei mögliche Vertrauenspersonen.
  4. Du erklärst, warum ein Screenshot als Beweis helfen kann.
  5. Du zeigst, wie Beobachter fair und mutig handeln können.
  6. Du formulierst Regeln für einen freundlichen und sicheren Chat.
  7. Du weißt: Das betroffene Kind ist nicht schuld.




OERs zum Thema

  1. klicksafe: Hilfe bei Cybermobbing
  2. Nummer gegen Kummer
  3. Polizei-Beratung: Cybermobbing unter Kindern
  4. Wikimedia Commons: Freie Medien zu Cybermobbing



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