Cybermobbing erkennen - Gefahren im Internet - Grundschule


Cybermobbing erkennen - Gefahren im Internet - Grundschule
Einleitung
Hallo! In diesem aiMOOC lernst Du: Cybermobbing ist gemein. Es passiert mit Handy, Tablet oder Computer. Es kann in einem Klassenchat, in einem Online-Spiel, in einer Nachricht oder bei einem Foto passieren.
Du lernst hier in einfachen Schritten:
- Cybermobbing erkennen: Du erkennst gemeine Zeichen im Internet.
- Gefahren im Internet: Du verstehst, warum Nachrichten und Bilder im Netz schnell gefährlich werden können.
- Hilfe holen: Du weißt, was Du tun kannst.
- Freundlich handeln: Du übst, wie Du anderen Kindern helfen kannst.
Wichtig: Niemand darf Dich im Internet fertig machen. Du bist nicht schuld. Hole Dir Hilfe.
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Das Ziel des Kurses
Nach dem Kurs kannst Du in eigenen Worten sagen:
- Cybermobbing ist gemeines Ärgern über das Internet.
- Ein Streit ist nicht dasselbe wie Mobbing.
- Du darfst immer Hilfe holen.
- Du sollst gemeine Bilder und Nachrichten nicht weiterleiten.
- Du kannst anderen Kindern mutig und freundlich beistehen.
Was ist Cybermobbing?
Cybermobbing spricht man ungefähr so: Zei-ber-mob-bing.
Cybermobbing bedeutet: Jemand wird im Internet oder mit dem Handy immer wieder gemein behandelt. Das kann sehr weh tun. Auch wenn niemand direkt vor Dir steht.
Cybermobbing kann so aussehen:
- Beleidigung: Jemand schreibt: „Du bist doof.“
- Ausgrenzung: Ein Kind wird aus dem Klassenchat geworfen.
- Gerücht: Jemand erzählt online eine Lüge über ein Kind.
- Foto: Ein peinliches Bild wird ohne Erlaubnis verschickt.
- Nachmachen: Jemand tut im Internet so, als wäre er ein anderes Kind.
- Drohung: Jemand schreibt Angst machende Nachrichten.
Merke: Ein Scherz ist nur ein Scherz, wenn alle lachen können. Wenn ein Kind traurig ist, ist es kein Spaß.
Mobbing oder Streit?
Ein Streit kann einmal passieren. Danach entschuldigt man sich. Dann ist es wieder gut.
Mobbing ist anders. Es passiert öfter. Oder viele machen mit. Ein Kind fühlt sich allein. Das ist nicht okay.
Beispiel aus dem Alltag:
Lina malt ein Bild. Tom findet es nicht schön. Tom sagt einmal: „Das gefällt mir nicht.“ Das ist unfreundlich, aber noch kein Mobbing.
Tom schreibt aber jeden Tag im Klassenchat: „Lina kann nicht malen.“ Andere schicken lachende Bilder dazu. Dann ist es Cybermobbing.
Warum tut Cybermobbing so weh?
Cybermobbing tut weh, weil es immer wieder kommen kann. Auch zu Hause. Auch am Wochenende. Auch abends.
Viele Kinder sehen die Nachricht. Manche lachen mit. Manche schweigen. Das betroffene Kind fühlt sich vielleicht traurig, wütend oder allein.
Wichtig: Gefühle sind ernst. Wenn Dir etwas im Internet Angst macht, dann rede mit einer erwachsenen Person.
Woran erkennst Du Cybermobbing?
Du kannst auf Warnzeichen achten. Diese Dinge können Cybermobbing sein:
- Gemeine Nachricht: Ein Kind bekommt immer wieder Beleidigungen.
- Peinliches Foto: Ein Bild wird ohne Erlaubnis geteilt.
- Lügen im Netz: Jemand verbreitet falsche Geschichten.
- Ausgrenzung: Ein Kind darf in einer Gruppe nicht mitmachen.
- Lach-Symbole: Viele Kinder schicken gemeine Emojis.
- Druck: Jemand sagt: „Wenn Du das nicht machst, erzähle ich etwas über Dich."
- Falsches Profil: Jemand benutzt einen fremden Namen.
Beispiele aus der Grundschule
Beispiel 1: Der Klassenchat
Ein Kind schreibt eine Frage. Niemand antwortet. Dann schreiben andere: „Du nervst.“ Viele schicken lachende Zeichen. Das Kind wird traurig.
Das ist nicht okay.
Beispiel 2: Das Pausenfoto
Ein Kind stolpert in der Pause. Jemand macht ein Foto. Das Foto wird im Chat geteilt.
Das ist nicht okay.
Beispiel 3: Das Online-Spiel
Ein Kind spielt mit anderen. Ein anderes Kind schreibt immer wieder: „Du kannst nichts.“ Andere schließen das Kind aus dem Spiel aus.
Das ist nicht okay.
Gefahren im Internet
Im Internet können Nachrichten sehr schnell reisen. Ein Foto kann in wenigen Sekunden bei vielen Menschen sein. Darum musst Du vorsichtig sein.
Das kann gefährlich werden
- Schnelle Verbreitung: Viele Menschen können eine Nachricht sehen.
- Screenshot: Andere können ein Bild vom Bildschirm machen.
- Weiterleiten: Eine Nachricht kann weitergeschickt werden.
- Unbekannte Personen: Du weißt nicht immer, wer wirklich schreibt.
- Dauerstress: Gemeine Nachrichten können immer wieder auftauchen.
- Scham: Ein Kind schämt sich vielleicht, obwohl es nichts falsch gemacht hat.
Merke: Was einmal im Internet ist, ist manchmal schwer zu stoppen. Darum frage immer, bevor Du ein Bild von jemandem verschickst.
Dein Bauchgefühl ist wichtig
Dein Bauchgefühl kann Dir helfen.
Wenn Du denkst: „Das fühlt sich komisch an“, dann stoppe.
Wenn Du denkst: „Das macht mir Angst“, dann hole Hilfe.
Wenn Du denkst: „Das ist gemein“, dann leite es nicht weiter.
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Was kannst Du tun?
Bei Cybermobbing brauchst Du einen klaren Plan. Du musst das nicht allein schaffen.
Die 5-Finger-Hilfe
Schau auf Deine Hand. Jeder Finger ist ein Schritt.
- Stopp: Atme ruhig. Schreibe nicht sofort zurück.
- Beweise sichern: Zeige die Nachricht einer erwachsenen Person. Ein Screenshot kann helfen.
- Nicht weiterleiten: Schicke gemeine Bilder und Nachrichten nicht weiter.
- Blockieren und melden: Eine erwachsene Person kann Dir beim Blockieren und Melden helfen.
- Hilfe holen: Sprich mit Eltern, Lehrkräften, Schulsozialarbeit oder einer anderen Vertrauensperson.
Ganz wichtig: Du bist nicht schuld. Die gemeine Person macht etwas falsch.
Wer kann Dir helfen?
Du kannst zu vielen Menschen gehen:
- Eltern: Sag: „Ich brauche Hilfe mit einer Nachricht.“
- Lehrkraft: Sag: „Im Klassenchat passiert etwas Gemeines.“
- Schulsozialarbeit: Sag: „Ich weiß nicht weiter.“
- Großeltern: Sag: „Kannst Du mir bitte zuhören?“
- Freundschaft: Sag: „Bitte bleib bei mir.“
Du kannst auch eine Hilfestelle nutzen. Eine bekannte Hilfestelle für Kinder ist die Nummer gegen Kummer.
Gute Sätze für Hilfe
Diese Sätze kannst Du üben:
- Hilfesatz: „Bitte hilf mir. Im Chat ist etwas Gemeines passiert.“
- Stopp-Satz: „Stopp. Das ist verletzend.“
- Freundschaftssatz: „Ich finde das nicht lustig. Lass uns fair bleiben.“
- Mut-Satz: „Wir leiten das nicht weiter.“
- Meldesatz: „Das muss eine erwachsene Person sehen.“
Wenn Du zuschaust
Manchmal bist Du nicht selbst betroffen. Du siehst aber, dass ein anderes Kind gemobbt wird.
Dann bist Du nicht egal. Du kannst helfen.
Vom Zuschauer zum Helfer
- Nicht mitlachen: Lachen macht es schlimmer.
- Nicht weiterleiten: Schicke nichts Gemeines weiter.
- Freundlich schreiben: Schreibe dem Kind: „Ich bin auf Deiner Seite.“
- Hilfe holen: Sage einer erwachsenen Person Bescheid.
- Gemeinsam handeln: Bitte andere Kinder, auch aufzuhören.
Merke: Mutig sein heißt nicht, laut zu sein. Mutig sein heißt: Du machst das Richtige.
Deine Online-Regeln
Diese Regeln helfen Dir im Internet:
- Denken vor dem Senden: Lies Deine Nachricht noch einmal.
- Freundlich schreiben: Schreibe nur, was Du auch im Klassenzimmer sagen würdest.
- Privatsphäre: Teile keine Adresse, Telefonnummer oder Passwörter.
- Bildrechte: Frage, bevor Du ein Foto von jemandem teilst.
- Passwort: Dein Passwort ist geheim.
- Pause machen: Wenn Du wütend bist, lege das Handy weg.
- Erwachsene fragen: Wenn Du unsicher bist, frage nach.
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Kleine Aufgaben im Kurs
Aufgabe 1: Ampel-Check
Lies die Sätze. Entscheide: Grün, Gelb oder Rot.
- Grün: „Danke für Deine Hilfe.“
- Gelb: „Ich finde das Bild nicht schön.“
- Rot: „Alle sollen über Dich lachen.“
- Rot: „Ich schicke Dein peinliches Foto weiter.“
- Grün: „Stopp. Das ist gemein. Wir holen Hilfe.“
Grün bedeutet: freundlich.
Gelb bedeutet: vorsichtig.
Rot bedeutet: Stopp und Hilfe holen.
Aufgabe 2: Stopp-Satz üben
Sprich diese Sätze laut:
- Stopp-Satz: „Stopp. Das ist gemein.“
- Hilfesatz: „Ich zeige das einer erwachsenen Person.“
- Fairness-Satz: „Wir schreiben freundlich.“
- Mut-Satz: „Ich leite das nicht weiter.“
- Trost-Satz: „Du bist nicht allein.“
Aufgabe 3: Bild-Regel
Überlege: Darfst Du ein Foto von einem Kind verschicken?
Die Antwort ist: Nur wenn das Kind und eine erwachsene Person einverstanden sind.
Male ein Schild mit diesem Satz: Erst fragen. Dann senden.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist Cybermobbing? (Gemeines Ärgern im Internet oder am Handy) (!Ein lustiges Spiel mit Freunden) (!Ein neues Passwort) (!Eine Matheaufgabe)
Was solltest Du tun, wenn Du eine gemeine Nachricht bekommst? (Zeige sie einer erwachsenen Vertrauensperson) (!Schreibe sofort etwas Gemeines zurück) (!Leite die Nachricht an alle weiter) (!Lösche alles und sage niemandem etwas)
Warum kann ein Screenshot helfen? (Er zeigt, was passiert ist) (!Er macht die Nachricht lustiger) (!Er löscht die Nachricht automatisch) (!Er ersetzt ein Gespräch mit Erwachsenen)
Was darfst Du nicht ohne Erlaubnis verschicken? (Ein peinliches Foto von einem Kind) (!Ein selbst gemaltes Bild von Dir) (!Ein freundliches Dankeschön) (!Eine Hausaufgabe an die Lehrkraft)
Was ist ein gutes Verhalten im Klassenchat? (Freundlich schreiben und niemanden auslachen) (!Andere Kinder beleidigen) (!Lügen über ein Kind schreiben) (!Peinliche Bilder teilen)
Was bedeutet blockieren? (Eine Person kann Dich nicht mehr anschreiben) (!Du bekommst mehr Nachrichten) (!Du musst gemein zurückschreiben) (!Alle sehen Dein Passwort)
Was machst Du, wenn ein anderes Kind online ausgelacht wird? (Hilfe holen und das Kind unterstützen) (!Mitlachen) (!Das Bild weiterleiten) (!Nichts sagen, obwohl es schlimm ist)
Warum sollst Du nicht gemein zurückschreiben? (Der Streit kann sonst größer werden) (!Weil gemeine Wörter immer helfen) (!Weil Erwachsene nie helfen können) (!Weil Cybermobbing dann lustig wird)
Wer kann Dir bei Cybermobbing helfen? (Eltern, Lehrkräfte oder Schulsozialarbeit) (!Nur fremde Menschen im Internet) (!Niemand) (!Nur die Person, die mobbt)
Was ist eine wichtige Regel für Fotos? (Erst fragen, dann senden) (!Immer sofort verschicken) (!Fotos von anderen heimlich teilen) (!Peinliche Fotos sammeln)
Memory
| Cybermobbing | Gemeines Ärgern im Netz |
| Screenshot | Beweisbild |
| Blockieren | Kontakt stoppen |
| Vertrauensperson | Erwachsene Hilfe |
| Klassenchat | Gruppe mit Nachrichten |
| Passwort | Geheimes Wort |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Gemeine Nachricht | Hilfe holen |
| Peinliches Foto | Nicht weiterleiten |
| Unbekannter Kontakt | Erwachsene fragen |
| Wut im Chat | Pause machen |
| Gutes Passwort | Geheim halten |
Kreuzworträtsel
| Stopp | Welches Wort kannst Du sagen, wenn etwas gemein ist? |
| Hilfe | Was holst Du, wenn Du allein nicht weiterweißt? |
| Beweis | Was kann ein Screenshot sein? |
| Chat | Wo schreiben viele Kinder Nachrichten? |
| Foto | Was darfst Du nicht ohne Erlaubnis teilen? |
| Freundschaft | Was hilft einem traurigen Kind? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Stopp-Satz: Schreibe drei kurze Sätze auf, mit denen Du Cybermobbing stoppen kannst.
- Hilfe-Hand: Male eine Hand. Schreibe an jeden Finger eine Person, die Dir helfen kann.
- Gefühlsbild: Male ein Gesicht, das zeigt, wie sich ein gemobbtes Kind fühlen kann.
- Freundliche Nachricht: Schreibe eine nette Nachricht an ein Kind, das traurig ist.
Standard
- Comic: Zeichne einen Comic mit vier Bildern. Ein Kind wird im Chat geärgert. Dann holt es Hilfe.
- Klassenchat-Regeln: Erfinde fünf Regeln für einen fairen Klassenchat.
- Interview: Frage eine erwachsene Person: „Was soll ich tun, wenn ich Cybermobbing sehe?“ Schreibe drei Antworten auf.
- Rollenspiel: Übe mit einem Partnerkind ein Gespräch. Ein Kind zeigt einer Lehrkraft eine gemeine Nachricht.
Schwer
- Hilfekarte: Gestalte eine kleine Karte für den Schulranzen. Darauf stehen die 5-Finger-Hilfe und wichtige Namen.
- Erklärvideo: Plane ein kurzes Video mit dem Titel „Erst fragen, dann senden“. Drehe es nur mit Erlaubnis.
- Klassenvertrag: Schreibe einen Vertrag für die Klasse. Alle versprechen, im Internet fair zu sein.
- Mut-Projekt: Plane eine Aktion gegen Cybermobbing in Deiner Klasse. Zum Beispiel ein Plakat, eine Durchsage oder eine Mut-Wand.


Lernkontrolle
- Fallgeschichte prüfen: Lies eine kurze Geschichte über einen Klassenchat. Erkläre, ob es Cybermobbing ist. Begründe Deine Meinung.
- Hilfeplan erstellen: Ein Kind bekommt gemeine Nachrichten. Schreibe einen Plan mit drei sicheren Schritten.
- Nachricht umformulieren: Eine Nachricht ist gemein. Schreibe sie freundlich um.
- Bildentscheidung: Ein Kind möchte ein lustiges Foto weiterleiten. Erkläre, warum es zuerst fragen muss.
- Zuschauerrolle: Du siehst Cybermobbing. Erkläre, wie Du vom Zuschauer zum Helfer werden kannst.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis zeigst Du, dass Du sicher und freundlich im Internet handeln kannst.
- Erklären: Du kannst erklären, was Cybermobbing ist.
- Erkennen: Du erkennst gemeine Nachrichten, Ausgrenzung, Gerüchte und peinliche Fotos.
- Handeln: Du kennst die 5-Finger-Hilfe.
- Schützen: Du weißt, warum Passwörter, Fotos und persönliche Daten geschützt werden müssen.
- Helfen: Du kannst einem anderen Kind freundlich beistehen.
- Begründen: Du kannst sagen, warum man gemeine Inhalte nicht weiterleitet.
- Reflektieren: Du denkst über Dein eigenes Verhalten im Chat nach.
OERs zum Thema
- Internet-ABC Lernmodul: Cybermobbing – kein Spaß!
- Internet-ABC: Cybermobbing einfach erklärt
- klicksafe: Cybermobbing – Hilfe und Tipps
- Polizeiliche Kriminalprävention: Checkliste Cybermobbing unter Kindern
- Nummer gegen Kummer
Links
Zusammenfassung
Cybermobbing ist gemeines Verhalten im Internet. Es kann in Chats, Spielen, Nachrichten und mit Fotos passieren. Cybermobbing ist kein Spaß. Es kann Kinder traurig machen oder Angst auslösen.
Du kannst etwas tun: Nicht gemein zurückschreiben. Nichts weiterleiten. Beweise zeigen. Blockieren und melden. Hilfe holen.
Du kannst auch anderen helfen. Lache nicht mit. Schreibe freundlich. Sage einer erwachsenen Person Bescheid. So wird aus einem Zuschauer ein Helfer.
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