Bob Dylan und Subterranean Homesick Blues


Bob Dylan und Subterranean Homesick Blues
Einleitung
Bob Dylan und Subterranean Homesick Blues bilden ein Schlüsselthema für Musik, Lyrik, Medienbildung, Popkultur und Zeitgeschichte. Der Song erschien 1965, einer Phase, in der Bob Dylan seinen Ruf als Singer-Songwriter, Folk-Künstler und poetische Stimme der 1960er Jahre stark erweiterte. Mit Subterranean Homesick Blues verband Dylan Elemente aus Talking Blues, Blues, Rock ’n’ Roll, frühem Folk-Rock, schneller Sprachmontage und gesellschaftlicher Beobachtung. Das Stück steht am Anfang des Albums Bringing It All Back Home und markiert einen wichtigen Übergang von Dylans akustisch geprägter Folk-Phase zu elektrischen Bandarrangements.
Besonders berühmt wurde der Song auch durch den Filmclip, in dem Dylan in einer Londoner Gasse Karten mit einzelnen Wörtern und Wortfragmenten hochhält und fallen lässt. Dieser Clip wurde zum Auftakt des Dokumentarfilms Dont Look Back von D. A. Pennebaker und gilt als frühes Beispiel eines modernen Musikvideos. In diesem aiMOOC untersuchst Du den Song als musikalisches, lyrisches und mediales Ereignis: Du analysierst Klang, Sprache, historische Bezüge, Medienästhetik und Wirkungsgeschichte.

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Lernziele
- Bob Dylan: Du kannst zentrale Stationen von Dylans künstlerischer Entwicklung um 1965 erklären.
- Subterranean Homesick Blues: Du kannst den Song historisch, musikalisch und sprachlich einordnen.
- Folk-Rock: Du kannst beschreiben, warum die Verbindung von Folk, Blues und elektrischer Bandbesetzung in den 1960er Jahren bedeutsam war.
- Musikvideo: Du kannst den berühmten Karten-Clip als frühe Form visueller Popkommunikation analysieren.
- Lyrikanalyse: Du kannst sprachliche Mittel wie Montage, Reim, Ellipsen, Alliteration und Assoziation erkennen.
- Medienbildung: Du kannst untersuchen, wie Text, Bild, Performance und Musik zusammenwirken.
- Zeitgeschichte: Du kannst Bezüge zu Jugendkultur, Protestkultur, Massenmedien und gesellschaftlichem Wandel der 1960er Jahre herstellen.
Bob Dylan: Künstlerischer Hintergrund
Bob Dylan wurde 1941 als Robert Allen Zimmerman in Duluth, Minnesota, geboren und wuchs in Hibbing auf. In den frühen 1960er Jahren zog er nach New York City und wurde Teil der Folk-Szene von Greenwich Village. Er orientierte sich an Künstlern wie Woody Guthrie, an amerikanischen Blues- und Country-Traditionen, an Balladen, an politischer Liedkultur sowie an literarischen Strömungen wie der Beat Generation.
Dylan wurde zunächst vor allem mit akustischen Liedern und politisch deutbaren Songs verbunden. Um 1965 veränderte sich sein Stil jedoch deutlich: Er arbeitete stärker mit elektrischen Instrumenten, dichter Sprache, ironischen Brechungen, surrealen Bildern und einer weniger eindeutig programmatischen Haltung. Subterranean Homesick Blues ist ein zentrales Beispiel für diese Entwicklung, weil der Song gleichzeitig schnell, rhythmisch, rätselhaft, witzig, gesellschaftskritisch und medienbewusst wirkt.

Das Jahr 1965: Popkultur im Umbruch
Das Jahr 1965 war für Bob Dylan und die Popgeschichte besonders wichtig. Mit Bringing It All Back Home veröffentlichte Dylan ein Album, das akustische und elektrische Ausdrucksformen miteinander verband. Die elektrische Seite des Albums zeigte, dass poetische Texte nicht nur im akustischen Folk funktionieren mussten, sondern auch mit E-Gitarre, Schlagzeug, Bass und energischem Rock-Sound kombiniert werden konnten.
Für viele Hörerinnen und Hörer war dieser Wandel aufregend, für manche Vertreterinnen und Vertreter der traditionellen Folk-Szene aber auch irritierend. Dylan entfernte sich von der Erwartung, ein eindeutig erklärender Protestsänger zu sein. Stattdessen entwickelte er eine offenere Kunstform, die politische, alltägliche, komische und absurde Beobachtungen miteinander verschränkte.
Subterranean Homesick Blues: Entstehung und Veröffentlichung
Subterranean Homesick Blues wurde im Januar 1965 in den Columbia-Studios in New York City aufgenommen und von Tom Wilson produziert. Der Song erschien im März 1965 als Single und kurz darauf als erster Titel des Albums Bringing It All Back Home. Schon die Position als Albumauftakt ist bedeutsam: Der Song eröffnet das Album mit Tempo, Schlagkraft und einer neuen Klangästhetik.
Musikalisch verbindet das Stück Talking Blues, Rock ’n’ Roll, Blues und Folk-Rock. Dylans Vortrag ist sprechgesangsnah: Er singt nicht im klassischen Sinne lange melodische Linien, sondern trägt viele Wörter schnell, rhythmisch und pointiert vor. Dadurch entsteht eine Form, die aus heutiger Perspektive gelegentlich als Vorläufer späterer Sprechgesang-Traditionen wahrgenommen wird. Historisch bleibt der Song aber vor allem in Talking Blues, Blues, Folk und frühem Rock verwurzelt.
Der Titel: Untergrund, Heimweh und Blues
Der Titel Subterranean Homesick Blues ist vieldeutig. Subterranean bedeutet unterirdisch oder im Untergrund befindlich. Homesick verweist auf Heimweh oder Entfremdung. Blues bezeichnet sowohl eine musikalische Tradition als auch eine Stimmung von Melancholie, Klage oder existenzieller Unruhe.
Zusammengenommen wirkt der Titel wie eine poetische Verdichtung: Er deutet auf ein Gefühl des Nicht-Ankommens, auf verdeckte gesellschaftliche Spannungen und auf eine Musiktradition, in der persönliche Erfahrung und soziale Wirklichkeit miteinander verbunden sind. Gerade weil der Titel nicht eindeutig erklärt, eröffnet er viele Interpretationsmöglichkeiten. Das passt zu Dylans Arbeitsweise: Er schafft keine lineare Botschaft, sondern ein dichtes Netz aus Bildern, Stimmen, Warnungen, Anspielungen und Klang.
Musikalische Merkmale
Subterranean Homesick Blues lebt von Energie, Geschwindigkeit und rhythmischer Präzision. Der Song wirkt wie ein kurzer, dichter Strom aus Sprache und Musik. Die Band begleitet Dylans Vortrag mit treibendem Groove. Die Instrumente erzeugen keine ausgedehnte musikalische Erzählung, sondern einen drängenden Rahmen für den Textfluss.
Wichtige musikalische Merkmale sind:
- Rhythmus: Der Vortrag ist schnell, akzentuiert und sprechnah.
- Talking Blues: Die Nähe zum gesprochenen Erzählen prägt die Wirkung.
- Blues: Harmonische und rhythmische Wurzeln liegen in afroamerikanischen Musiktraditionen.
- Folk-Rock: Akustische Tradition und elektrische Bandenergie verbinden sich.
- Dynamik: Der Song wirkt kurz, kompakt und konzentriert.
- Mundharmonika und Gitarre: Typische Dylan-Klangfarben bleiben erhalten, werden aber in ein rockigeres Umfeld gestellt.
Sprachliche Gestaltung
Der Text von Subterranean Homesick Blues ist keine lineare Geschichte. Er funktioniert eher wie eine Montage aus Warnungen, Beobachtungen, Alltagsszenen, gesellschaftlichen Signalen, Medienfragmenten und ironischen Zuspitzungen. Die Wirkung entsteht durch Tempo, Reim, Klang, Wiederholung, Sprünge und überraschende Bildverknüpfungen.
Typische sprachliche Mittel sind:
- Montage: Unterschiedliche Szenen und Gedanken werden schnell aneinandergeschnitten.
- Ellipsen: Viele Aussagen wirken verkürzt, wie Notizen oder Zurufe.
- Reim: Klangliche Verknüpfungen geben dem Text Zusammenhalt.
- Umgangssprache: Der Song wirkt direkt, urban und mündlich.
- Imperativ: Aufforderungen und Warnungen erzeugen Dringlichkeit.
- Ironie: Manche Formulierungen wirken zugleich ernst, spöttisch und rätselhaft.
- Assoziation: Bedeutungen entstehen durch Nähe, Klang und Bildsprünge.
Bei der Analyse solltest Du beachten: Der vollständige Liedtext ist urheberrechtlich geschützt. Arbeite daher mit kurzen, begründeten Zitaten, eigenen Zusammenfassungen und genauer Quellenangabe, wenn Du den Text im Unterricht untersuchst.
Gesellschaftliche Deutung
Der Song entstand in einer Zeit, die von Kalter-Krieg-Ängsten, Bürgerrechtsbewegung, Jugendkultur, Medienwandel, politischem Protest und gesellschaftlicher Unruhe geprägt war. Subterranean Homesick Blues lässt sich nicht auf eine einzelne politische Aussage reduzieren. Vielmehr zeigt der Song eine Welt, in der Nachrichten, Behörden, Konsum, Regeln, Rebellion, Technik, Sprache und Alltag durcheinanderwirbeln.
Dylan nutzt keine einfache Parole. Stattdessen erzeugt er ein Gefühl von Überforderung, Wachsamkeit und Bewegung. Gerade diese offene Struktur macht den Song bis heute interessant: Er fordert Dich auf, Zusammenhänge selbst herzustellen, anstatt eine fertige Deutung zu übernehmen.
Der Filmclip: Karten, Kamera und Performance
Der berühmte Clip zu Subterranean Homesick Blues zeigt Dylan in einer Gasse. Während der Song läuft, hält er Karten mit Wörtern und Fragmenten hoch und lässt sie fallen. Im Hintergrund sind unter anderem Personen aus Dylans Umfeld zu sehen, darunter Allen Ginsberg und Bob Neuwirth. Der Clip wurde durch Dont Look Back bekannt, den Dokumentarfilm von D. A. Pennebaker über Dylans England-Tour 1965.
Die Ästhetik des Clips ist einfach und wirkungsvoll: keine Handlung im klassischen Sinn, keine Bühnenshow, keine aufwendige Kulisse. Stattdessen: direkte Kameraansprache, Schrift im Bild, bewusstes Fallenlassen von Karten, Spiel mit Fehlern und Abweichungen, sichtbare Körperlichkeit der Schrift. Dadurch entsteht eine Verbindung von Lyrik, Performance, Grafikdesign, Film und Popmusik.

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Warum der Clip als frühes Musikvideo gilt
Der Clip gilt als ein wichtiger Vorläufer des modernen Musikvideos, weil er Musik nicht nur dokumentiert, sondern visuell eigenständig interpretiert. Er illustriert den Song nicht einfach Szene für Szene, sondern entwickelt eine eigene Medienidee: Wörter werden zu Gegenständen, Schrift wird performt, der Musiker wird gleichzeitig Sänger, Darsteller und Regisseur seiner öffentlichen Wirkung.
Aus medienanalytischer Sicht sind besonders wichtig:
- Direkte Adressierung: Dylan schaut in die Kamera und stellt Nähe zum Publikum her.
- Schriftbild: Wörter werden sichtbar, aber nicht vollständig erklärend.
- Performance: Das Fallenlassen der Karten ist eine Handlung mit Rhythmus.
- Reduktion: Die einfache Gasse lenkt die Aufmerksamkeit auf Text und Körper.
- Medienreflexion: Der Clip zeigt, wie Popmusik durch Bild, Schrift und Kamera neu wahrgenommen wird.
Allen Ginsberg, Beat Generation und poetische Netzwerke
Allen Ginsberg war eine zentrale Figur der Beat Generation und mit Dylan künstlerisch verbunden. Die Beat Generation arbeitete mit freiem Rhythmus, Spontaneität, gesellschaftlicher Kritik, urbaner Erfahrung und literarischer Grenzüberschreitung. Diese Einflüsse lassen sich bei Dylan nicht als einfache Übernahme verstehen, aber sie helfen, seine poetische Arbeitsweise einzuordnen.
Subterranean Homesick Blues wirkt wie ein Song, der literarische Techniken in die Popmusik überträgt: schnelle Assoziationen, wechselnde Stimmen, Zeitsprünge, Sprachwitz, politische Unruhe und performative Selbstinszenierung. Dadurch wird der Song zu einem Beispiel dafür, wie Literatur und Popmusik ineinandergreifen können.

Dylan als Literaturnobelpreisträger
2016 erhielt Bob Dylan den Nobelpreis für Literatur. Die Auszeichnung löste weltweit Diskussionen aus, weil sie die Grenze zwischen Liedtext, Poesie, Performance und Literatur neu sichtbar machte. Für die Analyse von Subterranean Homesick Blues ist das besonders interessant: Der Song zeigt, dass Dylans Sprache nicht nur durch gedruckte Wörter wirkt, sondern im Zusammenspiel von Stimme, Rhythmus, Musik, Körper, Kamera und kulturellem Kontext.
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Analyseleitfaden für den Unterricht
Wenn Du Subterranean Homesick Blues untersuchst, kannst Du in mehreren Schritten vorgehen:
- Hören: Beschreibe zuerst Tempo, Stimme, Instrumente, Rhythmus und Wirkung.
- Sehen: Analysiere den Filmclip: Ort, Kamera, Karten, Körperhaltung, Hintergrund.
- Lesen: Arbeite mit kurzen Textausschnitten und untersuche Reime, Bildsprache und Brüche.
- Kontextualisieren: Ordne den Song in die 1960er Jahre, den Folk-Rock und Dylans Karriere ein.
- Vergleichen: Vergleiche den Clip mit späteren Musikvideos oder Social-Media-Formaten.
- Bewerten: Begründe, warum der Song bis heute als innovativ gilt.
Vergleich mit heutigen Medienformen
Der Karten-Clip wirkt aus heutiger Sicht überraschend aktuell. Er erinnert an Meme, Kurzvideo, Typografie-Clips, Lyric Videos und performative Social-Media-Formate. Auch heute werden Wörter, Gesten und kurze visuelle Signale genutzt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Der Unterschied liegt darin, dass Dylans Clip in einer Zeit entstand, in der Musikvideos noch keine selbstverständliche Form der Popkommunikation waren.
Du kannst deshalb fragen: Was passiert, wenn ein Song nicht nur gehört, sondern als Kombination aus Ton, Schrift und Bild wahrgenommen wird? Welche Rolle spielt die Person des Künstlers? Wie verändert die Kamera die Bedeutung des Textes? Und warum wirken einfache Mittel manchmal stärker als große Inszenierungen?
Bedeutung und Wirkung
Subterranean Homesick Blues ist bedeutsam, weil der Song mehrere Entwicklungen bündelt:
- Er zeigt Dylans Übergang zu elektrischer Musik.
- Er verbindet Folk, Blues, Rock und schnelle Sprachkunst.
- Er macht gesellschaftliche Unruhe in dichter, offener Form hörbar.
- Er nutzt den Songtext als poetische Montage statt als einfache Botschaft.
- Er wurde durch den Karten-Clip zu einem Meilenstein der Musikvideo-Geschichte.
- Er zeigt, wie Popmusik literarisch, politisch, medial und performativ zugleich sein kann.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
In welchem Jahr erschien Subterranean Homesick Blues als Single? (1965) (!1961) (!1969) (!1975)
Auf welchem Bob-Dylan-Album steht Subterranean Homesick Blues am Anfang? (Bringing It All Back Home) (!Highway 61 Revisited) (!Blonde on Blonde) (!Blood on the Tracks)
Welcher Produzent arbeitete an der Aufnahme von Subterranean Homesick Blues mit? (Tom Wilson) (!George Martin) (!Phil Spector) (!Brian Eno)
Welche Stilrichtung beschreibt den sprechnahen Vortrag des Songs besonders gut? (Talking Blues) (!Opernarie) (!Reggae Dub) (!Barockkantate)
Welcher Dokumentarfilm machte den Karten-Clip besonders bekannt? (Dont Look Back) (!The Last Waltz) (!Woodstock) (!A Hard Day’s Night)
Wer führte bei Dont Look Back Regie? (D. A. Pennebaker) (!Martin Scorsese) (!Stanley Kubrick) (!Francis Ford Coppola)
Was hält Bob Dylan im berühmten Clip in die Kamera? (Wortkarten) (!Eine Zeitung) (!Eine elektrische Gitarre) (!Eine Filmkamera)
Welche literarische Technik passt besonders gut zur Textstruktur des Songs? (Montage) (!Blankvers) (!Sonettform) (!Heldenepos)
Welche Person aus der Beat Generation ist im Umfeld des Clips besonders bedeutsam? (Allen Ginsberg) (!William Shakespeare) (!Johann Sebastian Bach) (!Franz Kafka)
Welche Auszeichnung erhielt Bob Dylan im Jahr 2016? (Nobelpreis für Literatur) (!Oscar für beste Regie) (!Friedensnobelpreis) (!Booker Prize)
Memory
| Bob Dylan | Robert Zimmerman |
| Subterranean Homesick Blues | schneller Talking-Blues-Song |
| Bringing It All Back Home | Album von 1965 |
| D. A. Pennebaker | Regisseur von Dont Look Back |
| Wortkarten | zentrales Bildelement des Clips |
| Allen Ginsberg | Beat-Poet im Dylan-Umfeld |
| Tom Wilson | Produzent der Aufnahme |
| Folk-Rock | Verbindung von Folk und Rock |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Bob Dylan | Künstler |
| Tom Wilson | Produktion |
| Dont Look Back | Dokumentarfilm |
| Wortkarten | visuelle Performance |
| Talking Blues | sprechnaher Musikstil |
| Bringing It All Back Home | Album |
| Allen Ginsberg | Beat Generation |
| Folk-Rock | musikalischer Übergang |
Kreuzworträtsel
| Dylan | Wie heißt der Künstler mit Nachnamen, der Subterranean Homesick Blues veröffentlichte? |
| Wilson | Wie heißt der Produzent des Songs mit Nachnamen? |
| Pennebaker | Wie heißt der Regisseur von Dont Look Back mit Nachnamen? |
| Ginsberg | Welcher Beat-Poet ist mit Dylans Umfeld verbunden? |
| Columbia | Bei welchem Label erschien der Song? |
| Montage | Welche Technik verbindet viele kurze Eindrücke zu einem Gesamtbild? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Höreindruck: Höre den Song einmal und beschreibe in eigenen Worten Tempo, Stimme, Stimmung und Instrumente, ohne den Liedtext abzuschreiben.
- Standbildanalyse: Wähle ein Standbild aus dem Karten-Clip und beschreibe genau, wie Körperhaltung, Blick, Karte und Hintergrund wirken.
- Wortkarten: Gestalte fünf eigene Wortkarten zu einem aktuellen Alltagsthema und erkläre, warum Du diese Wörter ausgewählt hast.
- Begriffsklärung: Erstelle ein kleines Glossar zu den Begriffen Talking Blues, Folk-Rock, Montage, Performance und Musikvideo.
Standard
- Songanalyse: Analysiere, wie Musik und Sprechtempo zusammenwirken, und formuliere eine Deutung der Gesamtwirkung.
- Medienvergleich: Vergleiche den Karten-Clip mit einem heutigen Lyric Video oder Kurzvideo und arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.
- Historischer Kontext: Recherchiere zur Jugendkultur der 1960er Jahre und erkläre, warum ein schneller, fragmentierter Song gut in diese Zeit passen konnte.
- Gestaltungsaufgabe: Entwickle ein eigenes kurzes Video mit Karten, Schrift oder Textfragmenten zu einem selbst gewählten gesellschaftlichen Thema.
Schwer
- Interpretation: Entwickle eine begründete Deutung des Titels Subterranean Homesick Blues und verbinde sie mit musikalischen und visuellen Beobachtungen.
- Literaturvergleich: Vergleiche die Arbeitsweise des Songs mit einem Gedicht der Beat Generation oder einem modernen Gedicht und achte auf Rhythmus, Bildsprache und Montage.
- Kontroverse: Diskutiere, ob Songtexte als Literatur gelten können, und beziehe Dich dabei auf Bob Dylans Nobelpreis.
- Forschungsprojekt: Untersuche die Wirkungsgeschichte des Karten-Clips und finde mindestens drei spätere Musikvideos oder Medienformate, die ähnliche Mittel verwenden.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre, warum ein sehr einfacher Filmclip eine große mediengeschichtliche Wirkung entfalten kann.
- Kontextaufgabe: Zeige an einem selbst gewählten Beispiel, wie gesellschaftliche Unruhe in Musik hörbar oder sichtbar werden kann.
- Vergleichsurteil: Vergleiche Subterranean Homesick Blues mit einem aktuellen Song, der schnellen Sprechgesang oder fragmentierte Bilder nutzt, und bewerte die Unterschiede.
- Medienkritik: Analysiere, wie Schrift im Bild die Wahrnehmung eines Songs verändert.
- Argumentation: Begründe, ob Bob Dylan eher als Musiker, Dichter, Performer oder Medienkünstler verstanden werden sollte.
- Kreativtransfer: Entwickle ein Konzept für einen heutigen Karten-Clip und erkläre, welche ästhetischen Entscheidungen Du treffen würdest.
- Quellenbewertung: Vergleiche Informationen aus Wikipedia, offizieller Künstlerseite und einem Musiklexikon und bewerte deren Aussagekraft.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu Bob Dylan und Subterranean Homesick Blues solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Fakten wiedergeben kannst, sondern Zusammenhänge verstehst.
- Sachwissen: Du kennst Erscheinungsjahr, Album, Produzent, Stilmerkmale und filmischen Kontext des Songs.
- Musikanalyse: Du kannst Tempo, Vortrag, Instrumentierung und Wirkung beschreiben.
- Textanalyse: Du kannst sprachliche Mittel erkennen und ihre Funktion erklären.
- Medienanalyse: Du kannst den Karten-Clip als Verbindung von Musik, Schrift, Körper und Kamera deuten.
- Historische Einordnung: Du kannst den Song mit den 1960er Jahren, Folk-Rock, Jugendkultur und Medienwandel verbinden.
- Urteilskompetenz: Du kannst begründet Stellung dazu nehmen, warum der Song bis heute als innovativ gilt.
- Gestaltungskompetenz: Du kannst eigene Wortkarten, ein Video-Konzept oder eine mediale Interpretation entwickeln und reflektieren.
- Quellenkompetenz: Du nutzt verlässliche Quellen und gehst verantwortungsvoll mit urheberrechtlich geschützten Liedtexten um.
OERs zum Thema
Vertiefende Recherche
- Bob Dylan: Recherchiere Dylans Entwicklung von der frühen Folk-Phase zum elektrischen Folk-Rock.
- Bringing It All Back Home: Untersuche, warum das Album als Wendepunkt in Dylans Werk gilt.
- Dont Look Back: Informiere Dich über den Dokumentarfilm und seine Bedeutung für Rock-Dokumentationen.
- Beat Generation: Recherchiere, welche literarischen Ideen der Beat-Autoren für Dylans Schreiben wichtig sein könnten.
- Musikvideo: Erstelle eine Zeitleiste von frühen Promo-Clips bis zu heutigen Kurzvideo-Plattformen.
- Urheberrecht: Kläre, wie kurze Zitate, Quellenangaben und eigene Zusammenfassungen im Unterricht rechtssicher verwendet werden können.
Links
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