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Bildschirmzeit einschätzen und begrenzen

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Bildschirmzeit einschätzen und begrenzen



Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du etwas über Bildschirmzeit. Das ist die Zeit vor einem Bildschirm. Zum Beispiel vor dem Smartphone, Tablet, Computer, Fernseher oder einer Spielkonsole.

Du lernst:

  1. Bildschirmzeit: Du erkennst, was dazu gehört.
  2. Zeit: Du schätzt, wie lang 5, 10 oder 30 Minuten sind.
  3. Regeln: Du findest gute Regeln für Dich.
  4. Pause: Du merkst, wann Dein Körper Pause braucht.
  5. Medienkompetenz: Du nutzt digitale Geräte klug.

Merksatz: Ein Bildschirm ist ein Werkzeug. Du bestimmst mit. Der Bildschirm bestimmt nicht allein.


Was ist Bildschirmzeit?

Bildschirmzeit ist Zeit vor einem Bildschirm.

Das kann sein:

  1. Film schauen
  2. Spiel am Tablet spielen
  3. Lern-App benutzen
  4. Video anschauen
  5. mit der Familie per Videoanruf sprechen
  6. am Computer schreiben
  7. Fotos ansehen

Nicht jede Bildschirmzeit ist gleich. Eine Lern-App ist anders als ein sehr langes Spiel. Ein Videoanruf mit Oma ist anders als ein Video nach dem anderen.


Kleine Denkfrage

Schaue Dich um. Wo siehst Du heute Bildschirme?

Denke an:

  1. Zuhause
  2. Schule
  3. Bus oder Bahn
  4. Geschäft
  5. Arztpraxis
  6. Spielplatzrand

Aufgabe: Zähle heute drei Bildschirme. Sage leise: „Das ist auch Bildschirmzeit.“


Warum ist Bildschirmzeit manchmal gut?

Digitale Medien können helfen. Du kannst mit ihnen lernen. Du kannst etwas anschauen. Du kannst üben. Du kannst ein Bild machen. Du kannst mit Menschen sprechen, die weit weg sind.

Gute Bildschirmzeit kann sein:

  1. Du übst Lesen mit einer Lern-App.
  2. Du schaust ein kurzes Erklärvideo.
  3. Du machst ein Foto für ein Schulprojekt.
  4. Du sprichst per Video mit Verwandten.
  5. Du hörst ein Hörspiel.

Merksatz: Gut ist Bildschirmzeit oft dann, wenn sie Dir hilft, etwas zu lernen, zu gestalten oder zu verstehen.

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Wann ist Bildschirmzeit zu viel?

Bildschirmzeit kann zu viel werden.

Das merkst Du zum Beispiel so:

  1. Deine Augen sind müde.
  2. Dein Kopf ist voll.
  3. Du wirst wütend, wenn Du aufhören sollst.
  4. Du willst nicht mehr spielen, malen oder rausgehen.
  5. Du vergisst die Zeit.
  6. Du schläfst schlechter ein.

Wichtig: Das ist kein Grund zum Schämen. Es ist ein Zeichen. Dein Körper sagt: „Ich brauche Pause.“


Ein Bild aus dem Alltag

Stell Dir vor:

Du spielst ein Spiel. Erst macht es Spaß. Dann kommt: „Nur noch ein Level.“ Dann noch eins. Dann ist eine Stunde vorbei.

Das passiert vielen Kindern. Spiele und Videos sind oft so gemacht, dass man weitermachen möchte.

Darum hilft ein Timer. Der Timer sagt freundlich: „Jetzt ist Pausezeit.“


Zeit einschätzen

Zeit ist manchmal schwer zu fühlen.

Eine Minute kann kurz sein. Beim Warten kann sie lang sein. Beim Spielen kann eine Stunde sehr schnell vorbeigehen.

Übe so:

  1. Stelle Dir vor: 5 Minuten sind ungefähr ein kurzer Zahnputz-Zeitraum plus Warten.
  2. 10 Minuten sind ungefähr eine kleine Vorlesezeit.
  3. 30 Minuten sind ungefähr eine halbe Stunde.
  4. 60 Minuten sind eine ganze Stunde.

Viele Fachstellen sagen: Für Grundschulkinder sind klare Absprachen wichtig. Oft ist ungefähr eine halbe bis eine Stunde Bildschirmzeit am Tag eine Orientierung. Jede Familie kann eigene Regeln haben.


Mini-Experiment: Schätzen und messen

Du brauchst eine Uhr oder einen Timer.

  1. Schätze: Wie lang ist eine Minute?
  2. Schließe die Augen.
  3. Hebe die Hand, wenn Du denkst: Eine Minute ist vorbei.
  4. Vergleiche mit der Uhr.
  5. Besprich: War Deine Schätzung kurz, lang oder passend?

Datei:Ticking of an egg timer.ogg


Bildschirmzeit begrenzen

Begrenzen heißt: Du setzt eine Grenze. Eine Grenze hilft. Sie ist wie ein Zaun am Garten. Du weißt, wo der Bereich endet.

Gute Schritte sind:

  1. Fragen: Darf ich das Gerät benutzen?
  2. Absprechen: Wie lange?
  3. Timer stellen: Wann ist Schluss?
  4. Pause machen: Was mache ich danach?
  5. Aufräumen: Gerät weglegen oder ausschalten.

Merksatz: Erst absprechen. Dann starten. Dann stoppen. Dann etwas anderes tun.


Die 5-Stopp-Regel

Die 5-Stopp-Regel hilft Dir.

  1. Stopp 1: Ich frage zuerst.
  2. Stopp 2: Ich wähle etwas Passendes.
  3. Stopp 3: Ich stelle einen Timer.
  4. Stopp 4: Ich höre beim Klingeln auf.
  5. Stopp 5: Ich mache eine Pause ohne Bildschirm.


Gute Pausen

Eine Pause ist wichtig. Dein Körper braucht Bewegung. Deine Augen brauchen Ferne. Dein Kopf braucht Ruhe.

Gute Pausen sind:

  1. Bewegung: Springe 20-mal.
  2. Trinken: Trinke Wasser.
  3. Augen: Schaue aus dem Fenster in die Ferne.
  4. Kreativität: Male ein Bild.
  5. Spiel: Spiele mit Bausteinen.
  6. Natur: Gehe nach draußen.
  7. Familie: Erzähle jemandem etwas.


Augen-Pause

Schaue nicht nur nah auf den Bildschirm.

Übung:

  1. Schau auf Deine Hand.
  2. Schau aus dem Fenster.
  3. Schau wieder auf Deine Hand.
  4. Atme langsam ein.
  5. Atme langsam aus.

Das tut den Augen gut.


Bildschirmzeit und Schlaf

Vor dem Schlafen soll Dein Kopf ruhig werden.

Ein spannendes Video kann den Kopf wach machen. Ein schnelles Spiel kann den Körper aufregen. Dann schläft man manchmal schlechter ein.

Gute Abend-Regel: Vor dem Schlafen ist bildschirmfreie Zeit gut. Dann kannst Du lesen, kuscheln, erzählen, malen oder Musik hören.


Gute Inhalte wählen

Nicht alles im Internet ist für Kinder gut.

Achte auf:

  1. Ist es für mein Alter?
  2. Verstehe ich den Inhalt?
  3. Macht es mir Angst?
  4. Kann ich danach gut aufhören?
  5. Habe ich eine erwachsene Person gefragt?

Wichtig: Wenn Dich etwas erschreckt, sag es sofort einer erwachsenen Person. Du bist nicht schuld.


Gemeinsam statt allein

Bildschirmzeit ist oft besser, wenn Erwachsene Dich begleiten.

Du kannst sagen:

  1. „Schau mal, was ich mache.“
  2. „Kannst Du mir helfen?“
  3. „Ist dieses Video für Kinder?“
  4. „Wie lange darf ich spielen?“
  5. „Was mache ich danach?“

So lernst Du Medienkompetenz. Das bedeutet: Du gehst klug, sicher und fair mit Medien um.

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Bildschirmzeit-Tagebuch

Ein Tagebuch hilft Dir. Du siehst dann: Wie viel Zeit war ich am Bildschirm?

Du kannst eine Tabelle malen.

Beispiel:

Tag Was habe ich genutzt? Wie lange? Danach habe ich ...
Montag Lern-App 15 Minuten draußen gespielt
Dienstag Video 20 Minuten gemalt
Mittwoch Spiel 30 Minuten gelesen

Aufgabe: Fülle die Tabelle drei Tage lang aus. Du brauchst keine perfekte Tabelle. Ein Blatt Papier reicht.


Bildschirmzeit-Ampel

Eine Ampel hilft beim Nachdenken.

Farbe Bedeutung Beispiel
Grün Das passt gut. Ich lerne 15 Minuten mit einer App.
Gelb Ich muss aufpassen. Ich schaue viele kurze Videos.
Rot Stopp. Ich brauche Hilfe oder Pause. Ich kann nicht aufhören und werde wütend.

Merksatz: Grün ist gut. Gelb heißt nachdenken. Rot heißt stoppen und Hilfe holen.


Medien stark nutzen

Du kannst Medien auch kreativ nutzen.

Du kannst:

  1. ein Foto von einem Blatt machen
  2. ein Lernvideo anschauen
  3. eine Geschichte aufnehmen
  4. ein kleines Hörspiel sprechen
  5. ein Bild am Tablet malen
  6. mit der Klasse Regeln sammeln

Audio-Aufgabe: Nimm mit Erlaubnis eine kurze Sprachnachricht auf. Sage darin Deine beste Bildschirm-Regel.

Beispiel: „Ich stelle einen Timer und mache danach Pause.“


Wenn Aufhören schwer ist

Manchmal ist Aufhören schwer. Das ist normal.

Diese Sätze helfen:

  1. „Ich beende noch diese Runde.“
  2. „Der Timer klingelt. Ich stoppe.“
  3. „Ich lege das Gerät weg.“
  4. „Ich mache jetzt eine Pause.“
  5. „Ich brauche Hilfe beim Aufhören.“

Tipp: Lege vorher fest, was danach kommt. Zum Beispiel: Ball spielen, malen, lesen, bauen oder essen.

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Wörterliste

Wort Einfache Erklärung
Bildschirmzeit Zeit vor Handy, Tablet, Computer, Fernseher oder Spielkonsole
Timer Eine Uhr, die nach einer Zeit klingelt
Pause Eine kurze Zeit zum Ausruhen oder Bewegen
Medienkompetenz Klug und sicher mit Medien umgehen
Regel Eine Abmachung, die hilft
Balance Eine gute Mischung aus Bildschirm, Spiel, Bewegung, Schlaf und Familie


Mini-Aufgaben zum Selbstlernen

  1. Zeitgefühl: Schätze eine Minute. Miss danach mit einer Uhr.
  2. Bildschirm-Liste: Schreibe drei Geräte auf, die einen Bildschirm haben.
  3. Pausen-Idee: Male Deine beste Pause ohne Bildschirm.
  4. Familienregel: Frage zuhause nach einer Bildschirm-Regel.
  5. Stopp-Satz: Übe den Satz: „Der Timer klingelt. Ich höre auf.“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Bildschirmzeit? (Zeit vor einem Bildschirm) (!Zeit beim Zähneputzen) (!Zeit auf dem Spielplatz) (!Zeit beim Schlafen)




Welches Gerät hat einen Bildschirm? (Tablet) (!Bleistift) (!Trinkflasche) (!Turnschuh)




Was hilft beim Begrenzen der Bildschirmzeit? (Timer stellen) (!Immer weiterklicken) (!Die Uhr verstecken) (!Nie eine Pause machen)




Was ist eine gute Pause nach Bildschirmzeit? (Draußen spielen) (!Noch ein Video schauen) (!Noch ein Spiel starten) (!Den Timer ausschalten und weitermachen)




Was solltest Du tun, wenn Dir ein Video Angst macht? (Einer erwachsenen Person Bescheid sagen) (!Alleine weitergucken) (!Das Geheimnis behalten) (!Schnell viele neue Videos öffnen)




Was bedeutet Medienkompetenz? (Klug und sicher mit Medien umgehen) (!Immer am Bildschirm bleiben) (!Nie jemanden fragen) (!Alle Apps sofort kaufen)




Wann ist Bildschirmzeit oft besonders ungünstig? (Kurz vor dem Schlafen) (!Nach dem Frühstück mit Absprache) (!Bei einer kurzen Lernübung) (!Bei einem Videoanruf mit Erlaubnis)




Was ist ein guter Stopp-Satz? (Der Timer klingelt. Ich höre auf) (!Ich spiele heimlich weiter) (!Ich brauche keine Regeln) (!Ich schaue ohne Ende weiter)




Was gehört zu einer guten Bildschirm-Regel? (Vorher absprechen) (!Niemals fragen) (!Zeit vergessen) (!Wütend werden)




Was zeigt die Bildschirmzeit-Ampel bei Rot? (Stopp und Hilfe holen) (!Alles ist gut) (!Einfach weitermachen) (!Noch mehr Videos schauen)





Memory

Bildschirmzeit Zeit vor dem Bildschirm
Timer Klingelt nach einer Zeit
Pause Ausruhen oder bewegen
Ampel Grün Gelb Rot
Schlaf Ruhe in der Nacht
Bewegung Springen Laufen Spielen
Regel Abmachung
Medienkompetenz Klug mit Medien umgehen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Timer stellen Zeit im Blick behalten
Erwachsene fragen Erlaubnis holen
Pause machen Körper erholen
Gerät weglegen Bildschirmzeit beenden
Draußen spielen Gute Abwechslung






Kreuzworträtsel

Bildschirm Worauf schaust Du bei Handy Tablet Computer oder Fernseher?
Timer Was klingelt nach einer festgelegten Zeit?
Pause Was braucht Dein Körper nach langer Bildschirmzeit?
Schlaf Was brauchst Du nachts zur Erholung?
Regeln Was vereinbart eine Familie für gute Bildschirmzeit?
Bewegung Was ist Springen Laufen Tanzen oder Spielen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Bildschirmzeit ist die Zeit vor einem

. Vor dem Start frage ich eine

Person. Ein

hilft mir beim Aufhören. Nach dem Klingeln mache ich eine

. Gute Pausen sind Bewegung Lesen Malen oder

. Vor dem Schlafen ist eine ruhige Zeit ohne

gut. Wenn mir etwas Angst macht hole ich

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildschirm-Suche: Suche zuhause drei Dinge mit Bildschirm. Male sie auf ein Blatt.
  2. Timer-Übung: Stelle mit Hilfe einen Timer auf 5 Minuten. Stoppe, wenn er klingelt.
  3. Pausenbild: Male eine schöne Pause ohne Bildschirm.
  4. Stopp-Satz: Schreibe einen Satz auf, der Dir beim Aufhören hilft.


Standard

  1. Bildschirmzeit-Tagebuch: Führe drei Tage lang ein kleines Tagebuch über Deine Bildschirmzeit.
  2. Ampel-Plakat: Gestalte eine Bildschirmzeit-Ampel mit Grün Gelb Rot und eigenen Beispielen.
  3. Familien-Regel: Frage zuhause nach einer Regel. Schreibe sie in einfacher Sprache auf.
  4. Pausen-Karte: Bastle fünf Karten mit Pausenideen ohne Bildschirm.


Schwer

  1. Wochenplan: Plane eine Woche mit Bildschirmzeit Bewegung Lernen Spielen und Schlaf.
  2. Interview: Frage zwei Personen, welche Bildschirm-Regel ihnen hilft. Schreibe die Antworten auf.
  3. Erklärbild: Erstelle ein Bild oder Plakat zum Thema „Erst fragen Timer stellen Pause machen“.
  4. Mini-Hörspiel: Nimm mit Erlaubnis ein kurzes Hörspiel auf. Darin lernt ein Kind, rechtzeitig aufzuhören.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Alltag prüfen: Lea schaut 20 Minuten ein Lernvideo und spielt danach 40 Minuten ein Spiel. Danach ist sie wütend. Erkläre, was Lea ändern könnte.
  2. Regel finden: Tom vergisst beim Spielen oft die Zeit. Entwickle eine einfache Regel für Tom.
  3. Balance erklären: Erkläre mit eigenen Worten, warum Bewegung und Schlaf genauso wichtig sind wie Bildschirmzeit.
  4. Ampel anwenden: Ordne drei Beispiele aus Deinem Alltag der Bildschirmzeit-Ampel zu. Begründe Deine Wahl.
  5. Plan erstellen: Erstelle einen Nachmittag-Plan mit Hausaufgaben Spielzeit Bildschirmzeit Pause und Abendruhe.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis kannst Du zeigen:

  1. Du kannst erklären, was Bildschirmzeit ist.
  2. Du kannst Beispiele für Bildschirmzeit nennen.
  3. Du kannst Deine Bildschirmzeit schätzen oder messen.
  4. Du kennst mindestens drei gute Pausen ohne Bildschirm.
  5. Du kannst eine einfache Bildschirm-Regel formulieren.
  6. Du kannst erklären, warum ein Timer hilft.
  7. Du kannst sagen, wann Du Hilfe von Erwachsenen brauchst.
  8. Du kannst zeigen, wie eine gute Balance aussieht.




OERs zum Thema


Weitere hilfreiche Seiten für Erwachsene und Lernbegleitung:

  1. kindergesundheit-info: Wie lange dürfen Kinder Medien nutzen?
  2. klicksafe: Bildschirm- und Medienzeit
  3. SCHAU HIN!: Medienzeiten vereinbaren
  4. Internet-ABC für Kinder


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