Bilder und Videos nicht ungefragt weiterleiten - Gefahren im Internet


Bilder und Videos nicht ungefragt weiterleiten - Gefahren im Internet
Einleitung
Thema: Bilder und Videos nicht ungefragt weiterleiten - Gefahren im Internet
Hallo! In diesem aiMOOC lernst Du: Bilder und Videos sind nicht einfach nur Dateien. Sie zeigen oft Menschen. Menschen haben Gefühle. Menschen haben Rechte. Deshalb fragst Du immer zuerst. Erst dann darfst Du ein Bild oder ein Video weiterschicken.

Merksatz: Erst fragen. Dann senden. Bei Unsicherheit: Hilfe holen.
Dieser Kurs ist für die Grundschule. Du kannst ihn allein bearbeiten. Manchmal ist es gut, wenn eine erwachsene Person in der Nähe ist.
Das lernst Du hier
- Privatsphäre: Du erkennst, was privat ist.
- Erlaubnis: Du fragst, bevor Du etwas weiterleitest.
- Datenschutz: Du schützt Dich und andere.
- Cybermobbing: Du machst nicht mit, wenn jemand gemein ist.
- Hilfe: Du weißt, wen Du fragen kannst.
Was bedeutet weiterleiten?
Weiterleiten heißt: Du sendest etwas an andere Personen. Das kann ein Foto sein. Das kann ein Video sein. Das kann eine Sprachnachricht sein. Das kann ein Screenshot sein.

Beispiel aus dem Alltag: Mia bekommt ein lustiges Foto von Tom. Tom macht darauf ein komisches Gesicht. Mia findet das Foto witzig. Aber Tom möchte vielleicht nicht, dass alle das Bild sehen. Darum fragt Mia zuerst Tom. Sie fragt auch eine erwachsene Person, wenn sie unsicher ist.
Bilder können viel verraten
Ein Bild kann mehr zeigen, als Du denkst.
- Gesicht: Man erkennt eine Person.
- Name: Auf einem Heft kann ein Name stehen.
- Schule: Auf einem T-Shirt kann der Schulname stehen.
- Wohnort: Im Hintergrund kann eine Straße zu sehen sein.
- Freundschaft: Andere sehen, mit wem Du zusammen bist.
- Gefühl: Eine Person kann traurig, müde oder peinlich berührt aussehen.

Denkfrage: Was sieht man alles auf einem Klassenfoto? Schaue genau hin. Nicht alles soll ins Internet.
Die goldene Regel
Sende kein Bild und kein Video von anderen weiter, wenn Du nicht gefragt hast.
Das gilt auch in der Klassengruppe. Das gilt auch im Chat. Das gilt auch, wenn es lustig gemeint ist.
Die Drei-Fragen-Regel
Frage Dich vor dem Senden:
- Ist die Person auf dem Bild einverstanden?
- Würde ich wollen, dass so ein Bild von mir herumgeschickt wird?
- Kann das Bild jemanden traurig machen?
Wenn Du bei einer Frage unsicher bist: Nicht senden. Hilfe holen.

Was ist privat?
Privat bedeutet: Das gehört nicht allen. Es ist persönlich.
Privat sind zum Beispiel:
- Dein Passwort.
- Deine Adresse.
- Deine Telefonnummer.
- Dein voller Name.
- Deine Schule.
- Fotos von Dir.
- Videos von Dir.
- Bilder von anderen Kindern.
- Nachrichten aus einem privaten Chat.
Merksatz: Privat bleibt privat.
Mini-Aufgabe: Privat oder nicht?
Lies die Sätze. Entscheide mit dem Daumen.
- Daumen hoch: Das darf ich meistens sagen.
- Daumen zur Seite: Ich bin unsicher.
- Daumen runter: Das bleibt privat.
Sätze:
- Mein Lieblingsessen ist Pizza.
- Meine Adresse ist in der Blumenstraße.
- Ich mag Fußball.
- Das Passwort von meinem Tablet ist geheim.
- Ein peinliches Foto aus der Umkleide ist in der Gruppe.
- Ich habe heute Sport.
Sprich danach mit einer Partnerin, einem Partner oder einer erwachsenen Person.
Warum kann Weiterleiten gefährlich sein?
Ein Bild ist schnell gesendet. Aber es ist schwer, es wieder zurückzuholen. Andere können es speichern. Andere können es weiterleiten. Andere können es verändern.

Gefahren:
- Jemand wird ausgelacht.
- Jemand wird traurig.
- Fremde sehen private Dinge.
- Ein Bild wird verändert.
- Ein Video landet in einer großen Gruppe.
- Ein Kind fühlt sich nicht mehr sicher.
Wichtig: Du bist nicht schuld, wenn Dir etwas Schlimmes geschickt wird. Aber Du kannst gut handeln: Nicht weiterleiten. Hilfe holen.
Beispiele aus der Schule
Beispiel 1: Das Pausenhof-Foto
Lina fotografiert Amir in der Pause. Amir hat gerade den Mund voller Brot. Lina findet das lustig. Sie will das Bild in die Klassengruppe schicken.
Gute Lösung: Lina sendet das Bild nicht. Sie fragt Amir. Amir sagt Nein. Lina löscht das Bild.
Beispiel 2: Das Sport-Video
Ein Kind fällt im Sportunterricht hin. Jemand filmt es. Andere lachen.
Gute Lösung: Das Video wird nicht geteilt. Ein Kind sagt: Stopp. Das ist nicht nett. Dann wird eine Lehrkraft geholt.
Beispiel 3: Die fremde Nachricht
Eine fremde Person schreibt: Schick mir ein Video von Dir.
Gute Lösung: Du antwortest nicht. Du zeigst die Nachricht sofort einer erwachsenen Person.
Beispiel 4: Das Bild im Chat
Du bekommst ein Bild, das Dir Angst macht. Oder ein Bild ist sehr peinlich.
Gute Lösung: Du leitest es nicht weiter. Du zeigst es einer erwachsenen Person. Die erwachsene Person entscheidet, was zu tun ist.
Die Stopp-Regel
Wenn etwas im Internet komisch, peinlich, gemein oder gefährlich ist, nutze die Stopp-Regel.
- Stopp: Nicht weiterleiten.
- Schließen: Nicht weiter schauen.
- Sagen: Sage es einer erwachsenen Person.
- Schützen: Schütze Dich und andere.
- Stärken: Sei freundlich zu dem Kind, das Hilfe braucht.
Hör genau hin
Höraufgabe: Du hörst Tastatur-Geräusche. Stelle Dir vor: Jemand tippt eine Nachricht. Vor dem Senden macht die Person eine Pause. Genau diese Pause ist wichtig. Denke erst. Sende dann.
Video: Deine Bilder im Internet
Sieh Dir das Video an. Es hilft Dir beim Thema Privatsphäre und Bilder im Internet.
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=rdeq7Jy03yI |500|center}}
Aufgabe zum Video: Nenne drei Dinge, die Du vor dem Senden eines Bildes prüfen sollst.
Video: Datenschutz für Kinder
Datenschutz bedeutet: Deine Daten sollen geschützt sein. Dazu gehören auch Bilder und Videos.
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=L0eFzz-R_nw |500|center}}
Aufgabe zum Video: Male einen Tresor. Schreibe hinein, was bei Dir privat ist.
Video: Nichts verraten
Manche Dinge gehören nicht ins Internet. Dieses Video zeigt: Verrate nicht zu viel.
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=lLJXD8zLRAk |500|center}}
Aufgabe zum Video: Schreibe einen Warnsatz für Kinder: Was soll man im Internet nicht verraten?
Video: Cybermobbing
Cybermobbing bedeutet: Jemand wird im Internet absichtlich geärgert, beleidigt oder bloßgestellt. Das ist nicht okay.
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=-hCBig3IhvA |500|center}}
Aufgabe zum Video: Überlege: Wie kannst Du einem Kind helfen, das online geärgert wird?
Gute Sätze für den Chat
Manchmal brauchst Du gute Wörter. Diese Sätze helfen Dir:
- Bitte lösche das Bild. Ich möchte das nicht.
- Frag erst, bevor Du ein Foto sendest.
- Das ist gemein. Ich mache nicht mit.
- Ich hole Hilfe.
- Nein heißt Nein.
- Privat bleibt privat.
Kleine Schreibaufgabe
Schreibe drei freundliche Stopp-Sätze für den Klassenchat. Lies sie einer Partnerin oder einem Partner vor.
Ampel-Check vor dem Senden
Stelle Dir eine Ampel vor.
- Grün: Ich habe gefragt. Die Person sagt Ja. Eine erwachsene Person findet es okay.
- Gelb: Ich bin unsicher. Ich frage nach.
- Rot: Es ist peinlich, privat, gemein oder ohne Erlaubnis. Ich sende nicht.
Mini-Aufgabe: Male eine Ampel. Schreibe zu jeder Farbe ein Beispiel.
Hilfe holen ist mutig
Manche Kinder denken: Ich muss das allein schaffen. Das stimmt nicht. Hilfe holen ist mutig.
Du kannst fragen:
- Deine Eltern.
- Eine Lehrkraft.
- Eine Betreuungsperson.
- Eine Schulsozialarbeiterin oder einen Schulsozialarbeiter.
- Eine vertraute erwachsene Person.
Merksatz: Ein Problem im Internet wird kleiner, wenn Du Hilfe holst.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was machst Du, bevor Du ein Foto von einem anderen Kind weiterleitest? (Ich frage das Kind zuerst) (!Ich sende es sofort) (!Ich schicke es an alle) (!Ich ändere das Bild heimlich)
Was bedeutet privat? (Es gehört nicht allen) (!Alle dürfen es sehen) (!Es ist immer langweilig) (!Es muss in jede Gruppe)
Was ist ein gutes Passwort? (Ein geheimes Wort nur für mich) (!Mein Vorname) (!Mein Geburtstag) (!Das Wort Passwort)
Ein Kind sagt Nein zu einem Foto. Was machst Du? (Ich sende das Foto nicht) (!Ich sende es trotzdem) (!Ich lache darüber) (!Ich frage die ganze Klasse)
Du bekommst ein peinliches Bild im Chat. Was ist richtig? (Ich leite es nicht weiter) (!Ich schicke es in die Gruppe) (!Ich mache mich darüber lustig) (!Ich speichere es für später)
Warum kann ein Bild im Internet gefährlich sein? (Andere können es weiterleiten) (!Es verschwindet immer sofort) (!Niemand kann es sehen) (!Es ist immer sicher)
Eine fremde Person will ein Video von Dir. Was machst Du? (Ich hole Hilfe bei einer erwachsenen Person) (!Ich schicke das Video) (!Ich verrate meine Adresse) (!Ich treffe die Person allein)
Was ist Cybermobbing? (Gemein sein im Internet) (!Ein Computerspiel) (!Ein neues Passwort) (!Ein nettes Fotoalbum)
Was ist die Stopp-Regel? (Nicht weiterleiten und Hilfe holen) (!Schnell alles senden) (!Nichts sagen) (!Andere Kinder auslachen)
Was passt am besten zu Respekt im Netz? (Ich gehe freundlich mit anderen um) (!Ich teile peinliche Bilder) (!Ich schreibe gemeine Wörter) (!Ich frage nie nach)
Memory
| Erlaubnis | vorher fragen |
| Privat | nur für mich |
| Weiterleiten | an andere senden |
| Cybermobbing | Gemeinheit im Netz |
| Passwort | geheimer Schlüssel |
| Stopp | nicht mitmachen |
| Hilfe | erwachsene Person |
| Respekt | freundlich bleiben |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Erst fragen | Foto von einem anderen Kind |
| Nicht weiterleiten | Peinliches Bild |
| Hilfe holen | Fremde Nachricht |
| Geheim halten | Passwort |
| Freundlich bleiben | Chat in der Klasse |
| Stopp sagen | Gemeines Video |
Kreuzworträtsel
| Erlaubnis | Was brauchst Du, bevor Du ein Foto von einem Kind weiterschickst? |
| Privat | Wie heißt etwas, das nicht alle sehen sollen? |
| Passwort | Was darfst Du nicht verraten, weil es geheim ist? |
| Hilfe | Was holst Du, wenn Dich etwas im Internet erschreckt? |
| Respekt | Wie heißt freundlicher Umgang mit anderen? |
| Stopp | Welches Wort passt, wenn jemand ein Bild ohne Fragen senden will? |
LearningApps
Lückentext
Kleine Aufgaben für zwischendurch
Aufgabe: Bild-Detektiv
Schaue Dir ein Foto in einem Buch oder auf einem Arbeitsblatt an. Schreibe auf, was Du alles sehen kannst. Achte auf Menschen, Orte, Kleidung, Namen und Dinge im Hintergrund.
Aufgabe: Stopp-Karte
Bastle eine kleine Stopp-Karte. Schreibe darauf: Erst fragen. Dann senden. Bei Unsicherheit Hilfe holen.
Aufgabe: Rollenspiel
Spielt zu zweit. Eine Person möchte ein Bild in die Gruppe schicken. Die andere Person sagt freundlich Stopp. Danach tauscht Ihr die Rollen.
Offene Aufgaben
Leicht
- Stopp-Karte: Gestalte eine Karte mit drei Regeln für den sicheren Umgang mit Bildern und Videos.
- Ampelbild: Male eine Internet-Ampel mit Grün, Gelb und Rot. Schreibe zu jeder Farbe ein Beispiel.
- Privat-Tresor: Zeichne einen Tresor. Schreibe hinein, welche Dinge privat bleiben sollen.
- Freundlicher Chat: Schreibe drei freundliche Sätze, mit denen Du im Chat Stopp sagen kannst.
Standard
- Bild-Check: Untersuche ein ungefährliches Beispielbild. Schreibe auf, welche privaten Dinge darauf zu sehen sein könnten.
- Klassenregel: Erfinde fünf Regeln für eine sichere Klassengruppe.
- Interview: Frage eine erwachsene Person, warum man Bilder von Kindern nicht einfach weiterleiten darf. Schreibe drei Antworten auf.
- Plakat: Gestalte ein Plakat mit dem Satz: Erst fragen. Dann senden.
Schwer
- Erklärvideo: Plane ein kurzes Erklärvideo für jüngere Kinder. Thema: Warum frage ich vor dem Weiterleiten?
- Rollenspiel: Entwickle eine kurze Szene. Ein Kind bekommt ein peinliches Bild. Zeige eine gute Lösung.
- Medienvertrag: Entwirf einen kleinen Klassenvertrag für Bilder, Videos und Chats.
- Hilfsplan: Erstelle einen Notfallplan. Was machst Du, wenn Dich ein Bild oder eine Nachricht im Internet erschreckt?


Lernkontrolle
- Erklären: Erkläre einem jüngeren Kind in drei einfachen Sätzen, warum man Bilder nicht ungefragt weiterleitet.
- Begründen: Lisa will ein lustiges Video aus der Pause senden. Begründe, warum sie zuerst fragen muss.
- Übertragen: Vergleiche den Pausenhof mit dem Internet. Was ist gleich? Was ist anders?
- Handeln: Du bekommst ein gemeines Bild in der Klassengruppe. Beschreibe Schritt für Schritt, was Du tust.
- Gestalten: Entwickle eine Regelkarte für Eure Klasse. Sie soll Kindern helfen, sicher mit Bildern und Videos umzugehen.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis ist wichtig:
- Du kannst erklären, was Privatsphäre bedeutet.
- Du kannst sagen, warum man vor dem Weiterleiten nach Erlaubnis fragt.
- Du kannst die Drei-Fragen-Regel anwenden.
- Du kannst bei einem Problem im Internet Hilfe holen.
- Du kannst freundliche Stopp-Sätze schreiben.
- Du kannst Beispiele für private Daten nennen.
- Du kannst erklären, warum Cybermobbing verletzend ist.
- Du kannst eine Regel für Eure Klassengruppe formulieren.
OERs zum Thema
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