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Ballerina 1

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Ballerina 1




Einleitung

Ballerina bezeichnet eine Balletttänzerin; die männliche Form ist Ballerino. Im heutigen Sprachgebrauch wird der Begriff oft allgemein für eine Tänzerin des klassischen Balletts verwendet. Eine besonders herausragende Solotänzerin kann als Primaballerina bezeichnet werden. Der Beruf und die Kunstform verbinden Körperbeherrschung, Musikalität, Ausdruck, Disziplin, Teamarbeit und Kreativität. In diesem aiMOOC lernst Du, was eine Ballerina auszeichnet, wie Balletttechnik aufgebaut ist, welche Rolle Training, Gesundheit, Bühne, Kostüm und Choreografie spielen und wie Du Ballett als Kunstform kritisch und wertschätzend betrachten kannst.

Eine Ballerina steht nicht nur für Leichtigkeit und Eleganz. Hinter einer scheinbar mühelosen Bewegung stehen jahrelanges Training, genaue technische Arbeit, musikalisches Verständnis und die Fähigkeit, Gefühle, Rollen und Geschichten körperlich sichtbar zu machen. Ballett ist deshalb zugleich Sport, Darstellende Kunst, Musiktheater und kulturelle Tradition.


Grundwissen: Was ist eine Ballerina?


Begriff und Bedeutung

Der Begriff Ballerina stammt aus dem Italienischen und bedeutet Tänzerin. Im engeren Sinn meint er eine Tänzerin des klassischen Balletts. Im weiteren Sinn wird das Wort manchmal für jede Frau verwendet, die Ballett tanzt, unabhängig davon, ob sie Anfängerin, Schülerin, professionelle Tänzerin oder Solistin ist. Im professionellen Bereich ist der Begriff jedoch mit hohen Anforderungen verbunden: Eine Ballerina braucht technische Präzision, Ausdruckskraft, Konzentration, körperliche Belastbarkeit und ein sensibles Zusammenspiel mit Musik und Ensemble.

Eine Primaballerina ist eine führende Solotänzerin eines Ensembles oder eine Tänzerin, die eine große Hauptrolle übernimmt. Die seltene Auszeichnung Primaballerina assoluta wird nur außergewöhnlichen Tänzerinnen zugeschrieben, die über längere Zeit als prägend für ihre Kunst gelten.


Ballerina, Balletttänzerin und Ballettensemble

Nicht jede Ballerina tanzt allein. Ballett entsteht meist im Zusammenspiel vieler Beteiligter. Dazu gehören Tänzerinnen und Tänzer, Choreografinnen und Choreografen, Ballettmeisterinnen und Ballettmeister, Musikerinnen und Musiker, Dirigentinnen und Dirigenten, Kostümbildnerinnen und Kostümbildner, Bühnenbildnerinnen und Bühnenbildner sowie Licht- und Bühnentechnik. Eine Ballerina muss sich daher nicht nur selbst kontrollieren, sondern auch Raumwege, Abstände, Blickrichtungen, Partnerarbeit und Gruppenformationen beachten.


Rollen im Ballett

In vielen Ballettkompanien gibt es unterschiedliche Positionen und Aufgaben. Im Corps de ballet tanzen viele Tänzerinnen und Tänzer gemeinsam und bilden Gruppenbilder. Solistinnen und Solisten übernehmen einzelne hervorgehobene Partien. Hauptrollen verlangen oft besondere technische und darstellerische Fähigkeiten. Eine Ballerina kann im Laufe ihrer Ausbildung und Karriere verschiedene Rollen übernehmen: als Teil einer Gruppe, als Solistin, als Charakterfigur, als romantische Heldin, als märchenhafte Figur oder in abstrakten zeitgenössischen Choreografien.


Ballett als Kunstform


Klassisches Ballett

Ballett ist eine Form des Bühnentanzes. Im klassischen Handlungsballett verbinden sich Libretto, Musik, Choreografie, Bühnenbild, Kostüm, Gestik und Mimik zu einer Aufführung. Bekannte Werke wie Schwanensee, Dornröschen, Der Nussknacker oder Giselle erzählen Geschichten, die durch Tanz, Musik und Bühnenmittel vermittelt werden. Die Ballerina muss dabei nicht nur Schritte ausführen, sondern eine Rolle gestalten.

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Romantisches, klassisches und modernes Repertoire

Das romantische Ballett des 19. Jahrhunderts zeigte häufig überirdische, traumhafte oder märchenhafte Figuren. Das klassische Ballett entwickelte technische Virtuosität, klare Formen, große Ensembleszenen und anspruchsvolle Variationen. Im modernen und zeitgenössischen Tanz werden klassische Techniken erweitert, gebrochen oder mit anderen Bewegungsformen verbunden. Eine Ballerina kann daher sowohl traditionelle Rollen tanzen als auch experimentelle Bewegungen, Alltagsgesten oder neue choreografische Formen nutzen.


Ballett und Bildende Kunst

Ballerinen wurden häufig in der Bildenden Kunst dargestellt. Besonders Edgar Degas malte und zeichnete Tänzerinnen im Unterricht, bei Proben, in Pausen und auf der Bühne. Seine Werke zeigen nicht nur schöne Posen, sondern auch Arbeit, Warten, Wiederholung und die soziale Wirklichkeit des Balletts.

Degas machte sichtbar, dass Ballett aus Training, Beobachtung und Genauigkeit besteht. Für den Unterricht kann ein Bildvergleich hilfreich sein: Welche Körperhaltungen erkennst Du? Wo sieht man Anstrengung? Welche Rolle spielen Raum, Licht und Blickrichtung?


Technik einer Ballerina


Haltung und Ausrichtung

Die Grundlage des Balletts ist eine bewusste Körperhaltung. Dazu gehören eine aufgerichtete Wirbelsäule, lange Nackenlinie, aktive Mitte, ruhige Schultern, kontrollierte Arme und eine klare Ausrichtung der Beine. Diese Haltung ist nicht starr. Sie soll Bewegung ermöglichen, Balance unterstützen und die tänzerische Linie sichtbar machen.

Eine wichtige Grundlage ist das En dehors, also die Auswärtsdrehung der Beine aus der Hüfte. Dabei ist Vorsicht wichtig: Die Drehung darf nicht erzwungen werden, sondern muss anatomisch sinnvoll und gesund entwickelt werden. Gute Technik schützt den Körper und ermöglicht Ausdruck.


Grundpositionen der Füße und Arme

Im klassischen Ballett gibt es festgelegte Grundpositionen der Füße und Arme. Sie helfen, Bewegungen zu ordnen und Übergänge sauber zu gestalten. Die Positionen schaffen ein gemeinsames technisches Vokabular. Eine Ballerina lernt, aus diesen Positionen heraus zu springen, zu drehen, zu balancieren und sich durch den Raum zu bewegen.

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Arbeit an der Stange

Das Training beginnt häufig an der Ballettstange. Dort übt die Ballerina Grundbewegungen wie Plié, Tendu, Dégagé, Rond de jambe, Fondu, Frappé, Adagio und Grand battement. Die Stange dient nicht dazu, sich passiv festzuhalten, sondern um Gleichgewicht, Ausrichtung und Muskelarbeit bewusst zu entwickeln. Danach folgen Übungen in der Mitte des Raums, Drehungen, Sprünge und Kombinationen.


Plié, Tendu und Relevé

Das Plié ist eine Kniebeuge und bereitet Sprünge, Landungen und Übergänge vor. Ein gutes Plié ist weich, kontrolliert und achtsam. Das Tendu streckt den Fuß über den Boden und trainiert Beinarbeit, Fußartikulation und Linienführung. Das Relevé führt den Körper auf den Ballen oder auf die Spitze und verlangt Kraft, Balance und Kontrolle. Diese einfachen Bewegungen bilden die Grundlage für komplexe Schritte.


Drehungen, Sprünge und Balance

Drehungen wie Pirouetten verlangen eine stabile Körperachse, klare Armführung, gezielten Blick und kontrollierte Vorbereitung. Sprünge brauchen Kraft, Elastizität und eine sichere Landung. Balancepositionen wie Arabesque oder Attitude zeigen Linien, Koordination und Atem. Eine Ballerina muss lernen, Technik nicht isoliert, sondern musikalisch und ausdrucksstark einzusetzen.


Spitzentanz

Der Spitzentanz ist ein besonderes Merkmal des klassischen Balletts. Dabei tanzt die Ballerina auf speziell verstärkten Spitzenschuhen. Spitzentanz setzt eine lange Vorbereitung, ausreichende Kraft, stabile Technik und professionelle Anleitung voraus. Er ist nicht für untrainierte Füße geeignet. Gesundheit, Alter, Körperentwicklung und individuelle Voraussetzungen müssen berücksichtigt werden.


Training, Gesundheit und Verantwortung


Körperliche Anforderungen

Eine Ballerina trainiert Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Koordination, Reaktionsfähigkeit und Balance. Gleichzeitig braucht sie Erholung, Ernährung, Schlaf und mentale Stärke. Professionelles Ballett ist körperlich anspruchsvoll. Deshalb sind Aufwärmen, Techniktraining, Regeneration, Verletzungsprävention und eine respektvolle Lernumgebung wichtig.


Gesundes Training statt Schönheitsdruck

Ballett wurde lange mit engen Körperidealen verbunden. Heute ist es wichtig, diese Ideale kritisch zu hinterfragen. Eine gute Ballettausbildung fördert gesunde Bewegung, individuelle Entwicklung und künstlerische Ausdruckskraft. Sie sollte keine gefährlichen Diäten, Scham oder übermäßigen Leistungsdruck unterstützen. Entscheidend ist nicht ein einheitlicher Körper, sondern eine verantwortliche, starke und ausdrucksfähige Tänzerin.


Mentale Stärke und Konzentration

Eine Ballerina muss sich viele Bewegungsfolgen merken, Korrekturen aufnehmen und unter Bühnenbedingungen konzentriert bleiben. Lampenfieber ist normal. Hilfreich sind Atemtechniken, Routinen, positive Selbstgespräche, realistische Ziele und ein unterstützendes Umfeld. Mentale Stärke bedeutet nicht, nie unsicher zu sein, sondern mit Unsicherheit umgehen zu lernen.


Teamarbeit im Ballettsaal

Ballett wirkt oft wie eine Einzelkunst, ist aber stark gemeinschaftlich. Eine Ballerina muss zuhören, Rücksicht nehmen, Raum teilen, synchron tanzen und Partnerinnen oder Partnern vertrauen. In Proben entstehen gemeinsame Entscheidungen über Timing, Dynamik, Blickrichtung und Ausdruck.


Ausdruck und Interpretation


Musik hören und sichtbar machen

Eine Ballerina tanzt nicht einfach zu Musik, sondern macht Musik sichtbar. Sie reagiert auf Rhythmus, Takt, Melodie, Tempo, Dynamik und Pausen. Manchmal folgt die Bewegung genau dem musikalischen Puls. Manchmal entsteht Spannung, weil Bewegung und Musik kontrastieren. Gute Interpretation zeigt, dass die Tänzerin die Musik verstanden hat.


Rollen gestalten

In einem Handlungsballett verkörpert die Ballerina oft eine Figur. Sie muss Gefühle, Beziehungen und Entwicklungen zeigen. Dazu nutzt sie Körperhaltung, Blick, Gestik, Tempo, Spannung und Qualität der Bewegung. Eine traurige Figur bewegt sich anders als eine neugierige, mutige oder verspielte Figur. Auch abstrakte Choreografien benötigen Ausdruck, selbst wenn keine konkrete Geschichte erzählt wird.


Mimik, Gestik und Präsenz

Mimik und Gestik sind im Ballett besonders wichtig, weil auf der Bühne oft ohne Sprache erzählt wird. Präsenz bedeutet, dass eine Tänzerin die Aufmerksamkeit bündelt und den Raum bewusst füllt. Sie bleibt auch dann in ihrer Rolle, wenn sie gerade nicht im Zentrum steht.


Kleidung, Bühne und Material


Trainingskleidung

Im Training tragen Ballerinen meist Kleidung, die Bewegungen sichtbar macht, zum Beispiel Trikot, Strumpfhose, Ballettschuhe und manchmal einen kurzen Rock. Die Lehrkraft soll sehen können, ob Haltung, Knie, Füße und Rücken korrekt arbeiten. Schmuck oder ungeeignete Kleidung können stören oder gefährlich sein.


Tutu und Kostüm

Das Tutu ist ein bekanntes Ballettkostüm. Es gibt unterschiedliche Formen, etwa romantische lange Tutus und kurze klassische Tutus. Kostüme unterstützen Rolle, Epoche, Stimmung und Bühnenbild. Sie beeinflussen aber auch Bewegung: Ein schweres Kostüm, ein Kopfschmuck oder ein langer Rock verändern Balance und Wahrnehmung.


Spitzenschuhe und Ballettschuhe

Weiche Ballettschuhe werden im Unterricht und für viele Übungen genutzt. Spitzenschuhe haben eine verstärkte Spitze und müssen individuell passen. Sie sind Arbeitsgeräte, keine Dekoration. Falsche Schuhe oder zu früher Spitzentanz können zu Verletzungen führen. Deshalb sind Beratung, fachgerechtes Training und Geduld wichtig.


Bühne, Licht und Raum

Auf der Bühne verändert sich Tanz. Licht, Abstand zum Publikum, Bühnenboden, Musik, Kostüm und Partnerarbeit beeinflussen die Bewegung. Eine Ballerina muss wissen, wo vorne ist, wie sie Raumwege einhält und wie sie auch in großen Theatern verständlich wirkt.


Geschichte und bekannte Persönlichkeiten


Entwicklung des Balletts

Ballett entwickelte sich aus höfischen Tanzformen der Renaissance und wurde besonders in Frankreich und später in Russland, Italien, Dänemark und anderen Ländern weiterentwickelt. Über Jahrhunderte entstanden Schulen, Techniken und Bühnenwerke, die bis heute aufgeführt werden. Gleichzeitig verändert sich Ballett ständig, weil neue Choreografien, neue Körperbilder und neue gesellschaftliche Fragen hinzukommen.


Ballerinen als Vorbilder

Bekannte Ballerinen zeigen verschiedene Wege in der Tanzgeschichte. Anna Pawlowa wurde durch ihre Darstellung des sterbenden Schwans berühmt. Margot Fonteyn prägte das britische Ballett des 20. Jahrhunderts. Misty Copeland wurde international bekannt und steht für eine Öffnung des klassischen Balletts gegenüber mehr Vielfalt. Polina Semionowa ist ein Beispiel für eine international tätige Tänzerin mit enger Verbindung zu Berlin. Solche Biografien zeigen, dass Ballett nicht nur Technik, sondern auch gesellschaftliche Bedeutung hat.


Ballett heute

Heute existieren klassische Kompanien, freie Tanzgruppen, Ballettschulen, Jugendprojekte, digitale Trainingsangebote und inklusive Tanzinitiativen. Ballett steht im Austausch mit zeitgenössischem Tanz, Theater, Film, Performancekunst und Popkultur. Eine moderne Ballerina kann klassische Rollen tanzen, neue Stücke entwickeln, unterrichten, choreografieren oder in interdisziplinären Projekten arbeiten.


Ballerina werden: Ausbildung und Berufsbild


Frühe Ausbildung

Viele beginnen im Kindes- oder Jugendalter mit Ballett, aber tänzerisches Lernen ist auch später möglich. Eine professionelle Laufbahn verlangt meist viele Jahre systematisches Training. Dazu gehören Technikunterricht, Musikverständnis, Körperbildung, Improvisation, Repertoire, Bühnenerfahrung und Theorie. Wichtig ist eine qualifizierte Lehrkraft, die altersgerecht und gesundheitsbewusst arbeitet.


Tagesablauf im professionellen Ballett

Der professionelle Alltag besteht oft aus täglichem Training, Proben, Kostümproben, Bühnenproben, Aufführungen und Regeneration. Eine Ballerina muss Bewegungen schnell lernen, Korrekturen umsetzen und über längere Zeit körperlich leistungsfähig bleiben. Dazu kommen Reisen, wechselnde Spielpläne und Zusammenarbeit mit verschiedenen Choreografinnen und Choreografen.


Berufliche Wege nach der Bühne

Tanzkarrieren beginnen häufig früh und enden oft früher als viele andere Berufe. Danach können Ballerinen als Tanzpädagoginnen, Choreografinnen, Ballettmeisterinnen, Kulturmanagerinnen, Bewegungsexpertinnen, Tanzwissenschaftlerinnen oder Künstlerinnen in anderen Bereichen weiterarbeiten. Eine gute Ausbildung sollte daher auch Reflexion, Bildung und berufliche Entwicklung ermöglichen.


Ballett kritisch betrachten


Vielfalt und Teilhabe

Ballett war lange von bestimmten sozialen und körperlichen Normen geprägt. Heute stellen viele Künstlerinnen, Pädagoginnen und Institutionen die Frage, wie Ballett offener, vielfältiger und gerechter werden kann. Wer darf auf der Bühne sichtbar sein? Welche Körper gelten als passend? Welche Geschichten werden erzählt? Welche Zugänge haben Kinder und Jugendliche zu qualifiziertem Unterricht? Solche Fragen gehören zu einem zeitgemäßen Verständnis der Kunstform.


Geschlechterrollen

Traditionelle Ballette zeigen oft klare Rollenbilder: Prinzessinnen, Feen, Helden, Verführerinnen oder romantische Paare. Diese Bilder können schön, aber auch einengend sein. Moderne Inszenierungen können Rollenbilder hinterfragen, anders besetzen oder neue Perspektiven eröffnen. Eine Ballerina ist nicht nur zart und leicht, sondern auch stark, ausdauernd, selbstbewusst und künstlerisch eigenständig.


Medienbilder von Ballerinen

Fotos, Filme und Werbung zeigen Ballerinen häufig als perfekte, schwerelose Figuren. Der wirkliche Alltag besteht jedoch aus Arbeit, Wiederholung, Schweiß, Fehlern, Korrektur und Teamarbeit. Ein kritischer Blick hilft Dir, zwischen romantischen Bildern und realer künstlerischer Arbeit zu unterscheiden.


Methoden für Deinen Lernprozess


Beobachten

Beim Beobachten einer Ballerina kannst Du auf mehrere Ebenen achten: Haltung, Linien, Raumwege, Musikalität, Blick, Dynamik und Zusammenspiel. Beschreibe zuerst sachlich, was Du siehst. Deute danach, welche Wirkung entsteht. Bewerte erst am Ende und begründe Deine Einschätzung respektvoll.


Ausprobieren

Du kannst einfache Bewegungsprinzipien sicher ausprobieren, zum Beispiel aufrechte Haltung, Armführung, langsames Gehen im Takt oder eine kleine Raumfolge. Spitzentanz und schwierige Sprünge gehören nicht in unbeaufsichtigte Experimente. Im Vordergrund stehen Wahrnehmung, Koordination und Verständnis.


Reflektieren

Reflexion bedeutet, über das Gesehene und Getane nachzudenken. Welche Bewegung wirkte leicht? Wo war Anstrengung sichtbar? Welche Musik passte zur Bewegung? Welche Körperbilder werden vermittelt? Welche Rolle spielt Disziplin? Welche Grenzen braucht gesundes Training?


Zusammenfassung

Eine Ballerina ist eine Tänzerin des Balletts, die Technik, Ausdruck, Musikalität und Körperbewusstsein verbindet. Ihre Kunst entsteht durch jahrelanges Training, sorgfältige Haltung, präzise Bewegungen und darstellerische Gestaltung. Ballett ist nicht nur schön anzusehen, sondern eine komplexe Bühnenkunst mit Geschichte, Regeln, Rollen, Teamarbeit und gesellschaftlichen Fragen. Wer Ballett versteht, sieht nicht nur Eleganz, sondern auch Arbeit, Verantwortung, Kreativität und kulturelle Entwicklung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet der Begriff Ballerina im engeren Sinn? (Eine Tänzerin des klassischen Balletts) (!Eine Sängerin in einer Oper) (!Eine Dirigentin eines Orchesters) (!Eine Schneiderin für Kostüme)




Welche männliche Form gehört zum Begriff Ballerina? (Ballerino) (!Bariton) (!Ballettmeisterin) (!Choreograf)




Was ist ein Plié? (Eine kontrollierte Kniebeuge im Ballett) (!Ein schneller Kostümwechsel) (!Eine Form des Bühnenlichts) (!Ein Musikstück ohne Takt)




Wozu dient die Ballettstange im Training vor allem? (Sie unterstützt die Entwicklung von Haltung und Gleichgewicht) (!Sie ersetzt die Musik) (!Sie verhindert jede Bewegung im Raum) (!Sie ist nur ein dekoratives Bühnenelement)




Was bedeutet Spitzentanz? (Tanzen auf speziell verstärkten Spitzenschuhen) (!Tanzen ohne Schuhe auf der Straße) (!Tanzen nur mit den Händen) (!Tanzen ausschließlich im Sitzen)




Welche Fähigkeit ist für eine Ballerina neben Technik besonders wichtig? (Musikalität) (!Lautes Sprechen während der Aufführung) (!Schnelles Malen von Bühnenbildern) (!Bedienen der Theaterkasse)




Was ist ein Tutu? (Ein Ballettkostüm) (!Ein Musikinstrument) (!Ein Trainingsgerät für Sprünge) (!Eine Bühnenlampe)




Was beschreibt das Corps de ballet? (Eine Gruppe von Tänzerinnen und Tänzern im Ensemble) (!Eine einzelne Hauptrolle ohne Ensemble) (!Ein Raum für Kostüme) (!Ein medizinisches Trainingsprogramm)




Warum ist gesundes Training im Ballett wichtig? (Es beugt Überlastung und Verletzungen vor) (!Es macht Aufwärmen überflüssig) (!Es ersetzt jede Technik) (!Es verhindert künstlerischen Ausdruck)




Welche Aussage beschreibt Ballett am besten? (Ballett verbindet Bewegung, Musik, Ausdruck und Bühne) (!Ballett besteht nur aus Sprüngen) (!Ballett ist immer ohne Geschichte) (!Ballett braucht keine Proben)





Memory

Plié Kniebeuge
Tendu Gestreckter Fuß
Relevé Heben auf Ballen
Arabesque Bein nach hinten
Tutu Ballettkostüm
Ensemble Tanzgruppe
Choreografie Bewegungsfolge
Spitzenschuh Verstärkte Spitze





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Plié Knie beugen und Bewegung vorbereiten
Tendu Fuß über den Boden strecken
Relevé Auf Ballen oder Spitze heben
Pirouette Drehung um die eigene Achse
Arabesque Stand auf einem Bein mit gestrecktem Bein nach hinten
Tutu Kostümform im Ballett





Kreuzworträtsel

Ballett Welche Bühnenkunst verbindet Tanz, Musik und Choreografie?
Haltung Was muss eine Ballerina für Balance und Linien besonders kontrollieren?
Arabesque Welche Position zeigt ein gestrecktes Bein nach hinten?
Spitzenschuh Welches Arbeitsgerät braucht eine Tänzerin für Spitzentanz?
Ensemble Wie nennt man eine gemeinsam auftretende Tanzgruppe?
Musikalität Welche Fähigkeit hilft, Bewegung passend zur Musik zu gestalten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Ballerina ist eine Tänzerin des klassischen

. Die männliche Form des Wortes lautet

. Eine führende Solotänzerin kann als

bezeichnet werden. Im Training beginnt die Arbeit häufig an der

. Ein Plié ist eine kontrollierte

. Beim Tendu wird der Fuß über den Boden

. Beim Relevé hebt sich der Körper auf den

. Spitzentanz erfordert speziell verstärkte

. Ballett verbindet Bewegung mit

. Eine Choreografie ist eine gestaltete

. Auf der Bühne unterstützen Kostüm und Licht den

. Gesundes Training schützt vor

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ballettbeobachtung: Sieh Dir ein kurzes Ballettvideo an und beschreibe fünf Bewegungen, die Dir auffallen, ohne sie sofort zu bewerten.
  2. Begriffskarte Ballerina: Erstelle eine Mindmap zum Begriff Ballerina mit den Bereichen Technik, Ausdruck, Training, Bühne und Gesundheit.
  3. Musik und Bewegung: Wähle ein kurzes Musikstück und bewege nur Deine Arme dazu. Beschreibe danach, wie Tempo und Stimmung Deine Bewegung verändert haben.
  4. Kostümvergleich: Vergleiche ein Trainingsoutfit und ein Bühnenkostüm. Erkläre, welche Funktion beide Kleidungsformen haben.


Standard

  1. Bildanalyse Ballett: Analysiere ein Gemälde von Edgar Degas mit Balletttänzerinnen. Achte auf Körperhaltung, Raum, Blickrichtung und Arbeitsatmosphäre.
  2. Interview Tanz: Führe ein kurzes Interview mit einer Person, die tanzt oder Tanz unterrichtet. Frage nach Training, Motivation, Herausforderungen und Erfolgen.
  3. Mini-Choreografie: Entwickle eine Bewegungsfolge aus vier einfachen Bewegungen. Notiere Reihenfolge, Raumweg, Tempo und Ausdrucksidee.
  4. Gesundes Training: Erstelle ein Plakat mit Regeln für sicheres und respektvolles Balletttraining.


Schwer

  1. Ballett und Körperbilder: Schreibe einen argumentierenden Text darüber, wie Ballett traditionelle Körperbilder geprägt hat und wie sich diese verändern können.
  2. Rolleninterpretation: Wähle eine Ballettfigur und entwickle eine kurze szenische Interpretation ohne Sprache. Begründe Deine Bewegungsentscheidungen.
  3. Ballettgeschichte recherchieren: Erstelle eine Zeitleiste zur Entwicklung des Balletts von höfischen Tänzen bis zum zeitgenössischen Ballett.
  4. Kritik einer Aufführung: Verfasse eine respektvolle Tanzkritik zu einer Ballettszene. Berücksichtige Technik, Musik, Raum, Ausdruck und Gesamtwirkung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Balletttechnik: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie eine einfache Grundbewegung wie Plié oder Tendu die Grundlage für komplexere Bewegungen bildet.
  2. Musik und Choreografie: Analysiere, wie sich eine Bewegung verändert, wenn sie zu langsamer, schneller, leiser oder dramatischer Musik getanzt wird.
  3. Gesundheit im Tanz: Entwickle Empfehlungen für eine Anfängergruppe, damit Balletttraining motivierend, sicher und körperbewusst gestaltet wird.
  4. Bühnenwirkung: Beschreibe, wie Kostüm, Licht und Raum die Wahrnehmung einer Ballerina beeinflussen können.
  5. Gesellschaft und Ballett: Diskutiere, warum Vielfalt und Teilhabe im klassischen Ballett wichtige Themen sind.
  6. Kunstvergleich: Vergleiche eine Ballettfotografie mit einem Ballettgemälde. Erkläre, welche Aspekte von Bewegung, Arbeit und Schönheit jeweils sichtbar werden.
  7. Berufsbild Ballerina: Entwirf einen realistischen Tagesplan für eine professionelle Ballerina und erkläre, welche Belastungen und Kompetenzen darin sichtbar werden.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis zum Thema Ballerina solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst, sondern Zusammenhänge verstehst und anwenden kannst.

  1. Fachbegriffe: Du verwendest zentrale Begriffe wie Ballerina, Ballett, Plié, Tendu, Relevé, Choreografie, Spitzentanz und Corps de ballet korrekt.
  2. Technikverständnis: Du erklärst, warum Grundbewegungen, Haltung und Balance für komplexe Ballettbewegungen wichtig sind.
  3. Ausdrucksanalyse: Du beschreibst, wie Musik, Mimik, Gestik, Raum und Dynamik eine Rolle oder Stimmung sichtbar machen.
  4. Gesundheitsbewusstsein: Du zeigst, dass verantwortliches Training, Aufwärmen, Regeneration und individuelle Voraussetzungen wichtig sind.
  5. Kritische Reflexion: Du setzt Dich mit Körperbildern, Rollenbildern, Vielfalt und Medienbildern von Ballerinen auseinander.
  6. Gestaltungsleistung: Du entwickelst eine eigene kleine Beobachtung, Choreografie, Analyse, Präsentation oder schriftliche Reflexion.
  7. Begründungskompetenz: Du begründest Deine Einschätzungen mit konkreten Beobachtungen und Fachbegriffen.




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