Aha - Take on me


Aha - Take on me
Aha - Take on me
Einleitung
Take On Me ist ein Synthiepop-Song der norwegischen Band a-ha. Der Kurstitel übernimmt bewusst die gewünschte Schreibweise „Aha - Take on me“; die Band selbst schreibt ihren Namen a-ha. Du untersuchst den Song vor allem mit Musik-Sprache: Rhythmus, Melodie, Harmonik, Klangfarbe, Form, Gesang und Musikvideo.

Hörauftrag: Höre zuerst nur auf das prägnante Synthesizer-Riff, dann auf den hohen Refrain und zuletzt auf das Zusammenspiel von Musik und Bild. Notiere zu jedem Durchgang drei Fachbegriffe.
Die Band
a-ha wurde in Norwegen gegründet. Das Trio verbindet eingängige Popmelodien mit elektronischen Klangfarben und einer oft melancholischen Grundstimmung.
| Musiker | Rolle bei a-ha | Hörbarer Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Morten Harket | Leadgesang | großer Tonumfang, Wechsel in hohe Register |
| Magne Furuholmen | Keyboards, Komposition | markantes Synthesizer-Riff |
| Pål Waaktaar-Savoy | Gitarre, Komposition, Programmierung | Gitarrenschichten, Songentwicklung und Rhythmusarbeit |


Vom Entwurf zum Welthit
Der Song entstand nicht in einem einzigen Schritt. Ein frühes Motiv entwickelte sich aus der Vorgängerband Bridges, trug zeitweise die Arbeitstitel Miss Eerie und Lesson One und wurde mehrfach aufgenommen. Die erste Veröffentlichung von 1984 blieb ohne den erhofften Erfolg. Die 1985 von Alan Tarney produzierte Fassung verband die starke Melodie mit einer klareren, luftigeren Musikproduktion und wurde international erfolgreich.
Besonderheit: Der Erfolg zeigt, dass ein guter musikalischer Einfall durch Arrangement, Klanggestaltung, Gesangsinterpretation und visuelle Präsentation entscheidend verändert werden kann.
Musik-Sprache: der Song im Überblick
| Parameter | Beobachtung | Wirkung |
|---|---|---|
| Metrum | schneller 4/4-Takt | treibend und beweglich |
| Tempo | ungefähr 169 Schläge pro Minute | hohe Energie; auch als Halftime-Puls fühlbar |
| Tonart | A-Dur | heller Grundklang mit einzelnen überraschenden Akkorden |
| Form | Intro, Strophe, Refrain, weitere Strophe, Refrain, Bridge, Schlussrefrain | klare Wiedererkennung und deutliche Steigerung |
| Klangfarbe | Synthesizer, Drumcomputer, Gitarren, akustische Becken | typische Verbindung aus Elektronik und menschlicher Spielweise |
| Dynamik | dichter und höher im Refrain | der Refrain wirkt wie ein emotionaler Sprung |
Das Synthesizer-Riff
Das Intro-Riff ist kurz, schnell und sofort wiedererkennbar. Die Hauptmelodie wurde mit einem Roland Juno-60 gespielt und mit weiteren Synthesizerklängen, unter anderem aus Yamaha DX7 und PPG Wave, verbunden. Entscheidend sind nicht nur die Tonhöhen, sondern auch die klare Artikulation, der helle Klang und die rhythmische Präzision.
Hörfrage: Welche Töne wirken wie Zielpunkte, und an welchen Stellen erzeugen schnelle Zwischentöne Vorwärtsbewegung?
Rhythmus und Groove
Die Hitfassung nutzt eine LinnDrum-Drummachine. Akustische Hi-Hat- und Beckenspuren ergänzen den programmierten Puls. So entsteht ein Groove, der zugleich präzise und lebendig klingt. Im Refrain richtet sich die Aufmerksamkeit stärker auf die langen Gesangstöne; dadurch kann der Puls subjektiv breiter wirken, obwohl das Grundtempo erhalten bleibt.
Harmonik
Die Akkordprogression stützt die eingängige Melodie, ohne völlig vorhersehbar zu sein.
| Formteil | Vereinfachte Akkordfolge | Musikalische Wirkung |
|---|---|---|
| Strophe | Hm7 – E – A – D – E | gerichtete Bewegung zur Tonika A-Dur |
| Refrain | A – Cism7/Gis – Fism – D | absteigende Bassbewegung A – Gis – Fis und zugleich weicher Popfluss |
| Bridge | Cism – G – Cism – G – Hm – E | G-Dur wirkt als überraschende, modale Farbverschiebung |
Musiksprachlicher Satz: „Die Harmonik bleibt überwiegend tonal, erhält aber in der Bridge durch den tonartfremd wirkenden G-Dur-Akkord eine dunklere Spannung.“
Melodie und Stimme
Morten Harket singt über mehr als zweieinhalb Oktaven, ungefähr von A2 bis E5. Der Refrain steigt in ein sehr hohes Register und nutzt Falsett. Dadurch klingt die Stimme gleichzeitig dringlich, verletzlich und leuchtend. Die Melodie ist schwer zu singen, weil große Tonsprünge, lange Linien, klare Intonation und Registerwechsel zusammenkommen.
Stimmtechnik: Singe die höchsten Töne nicht mit Druck. Transponiere die Melodie bei Bedarf, nutze eine leichte Kopfstimme und achte auf eine ruhige Atmung.
Text und Ausdruck
Der englische Text formuliert eine direkte Einladung zu Nähe, steht aber unter Zeitdruck und Unsicherheit. Die knappen Sätze passen zur schnellen Musik. Im Refrain wird die Bitte durch hohe Töne und Wiederholung verstärkt. Du kannst den Text deshalb zugleich als optimistisch, sehnsüchtig und verletzlich hören.
Sprachaufgabe: Formuliere die Aussage einer Strophe in eigenen deutschen Worten, ohne Liedzeilen zu kopieren.
Das Musikvideo als zweite Erzählebene
Das berühmte Video verbindet Realfilm mit gezeichneten Bildfolgen. Unter der Regie von Steve Barron und mit der Animation von Michael Patterson und Candace Reckinger entstand eine Geschichte, in der eine junge Frau in eine Comicwelt hineingezogen wird. Bei der Rotoskopie werden Bewegungen aus Realfilm Bild für Bild zeichnerisch übertragen. Für das Video wurden ungefähr 3.000 Einzelbilder über rund 16 Wochen bearbeitet.
Die Übergänge zwischen Alltag und Zeichnung spiegeln den Song: Nähe scheint möglich, bleibt aber gefährdet. Musik, Schnitt und Bewegung sind eng synchronisiert. Das Video gewann 1986 sechs MTV Video Music Awards.
Filmanalyse: Achte auf Spiegel, Rahmen, Seitenwechsel, Fluchtbewegungen und den Wechsel zwischen Schwarz-Weiß-Zeichnung und farbigem Realfilm.
Drei Klangwelten im Vergleich
| Version | Klang | Ausdruck |
|---|---|---|
| Studiofassung 1985 | schnelle Synthesizer, LinnDrum, helle Produktion | jugendlich, drängend, euphorisch |
| MTV Unplugged 2017 | langsamer, akustischer, transparenter | nachdenklich, reif, melancholisch |
| Symphonische Version 2018 | Orchesterfarben und breitere Flächen | filmisch, getragen, monumental |
Vergleichsauftrag: Beschreibe mit den Begriffen Tempo, Instrumentation, Dynamik, Phrasierung und Klangfarbe, wie sich die Wirkung verändert.

Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welchem Genre wird Take On Me hauptsächlich zugeordnet? (Synthiepop) (!Heavy Metal) (!Reggae) (!Barockmusik)
Welches Element prägt den Beginn des Songs besonders? (Ein schnelles Synthesizer-Riff) (!Ein langes Schlagzeugsolo) (!Ein Choral ohne Begleitung) (!Ein Kontrabass-Intro)
Aus welchem Land stammt a-ha? (Norwegen) (!Kanada) (!Australien) (!Spanien)
Wer produzierte die international erfolgreiche Fassung von 1985? (Alan Tarney) (!Steve Barron) (!Michael Patterson) (!Bunty Bailey)
In welcher Tonart steht die Hitfassung? (A-Dur) (!c-Moll) (!F-Dur) (!Es-Dur)
Wie schnell ist das Grundtempo ungefähr? (169 Schläge pro Minute) (!60 Schläge pro Minute) (!92 Schläge pro Minute) (!240 Schläge pro Minute)
Welche stimmliche Besonderheit prägt den Refrain? (Ein sehr hohes Register mit Falsett) (!Ausschließlich Sprechgesang) (!Ein tiefer Männerchor) (!Eine durchgehende Flüsterstimme)
Was bedeutet Rotoskopie? (Realfilmbewegungen werden Bild für Bild zeichnerisch übertragen) (!Der Ton wird rückwärts abgespielt) (!Eine Kamera filmt nur aus der Vogelperspektive) (!Ein Orchester spielt ohne Dirigat)
Welche beiden Bildebenen verbindet das bekannte Musikvideo? (Realfilm und Bleistiftanimation) (!Stummfilm und Nachrichtensendung) (!Puppentheater und Naturfilm) (!Opernbühne und Computerspiel)
Was verändert die Unplugged-Fassung besonders deutlich? (Tempo und Instrumentation wirken ruhiger und akustischer) (!Der Song wird zu einem reinen Rapstück) (!Die Melodie verschwindet vollständig) (!Nur das Musikvideo wird schneller)
Memory
| Synthesizer-Riff | prägnantes Intro-Motiv |
| Falsett | leichtes hohes Stimmregister |
| LinnDrum | programmierter Schlagzeugklang |
| Rotoskopie | gezeichnete Übertragung von Realbewegungen |
| Alan Tarney | Produzent der Hitfassung |
| A-Dur | Grundtonart des Songs |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Intro | Synthesizer-Riff |
| Strophe | erzählender Formteil |
| Refrain | hoher gesanglicher Höhepunkt |
| Bridge | harmonischer Kontrast |
| Schlussrefrain | abschließende Steigerung |
Kreuzworträtsel
| Synthpop | Welches Genre verbindet Popmusik mit elektronischen Klängen? |
| Rotoskopie | Wie heißt das zeichnerische Übertragen gefilmter Bewegungen? |
| Norwegen | Aus welchem Land stammt die Band? |
| Tarney | Wie lautet der Nachname des Produzenten der Hitfassung? |
| Falsett | Wie heißt das leichte hohe Stimmregister? |
| Juno | Welcher kurze Modellname gehört zum Synthesizer Juno-60? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Höreindruck: Erstelle eine Wortwolke mit mindestens zehn passenden Adjektiven und ordne sie den Bereichen Stimme, Instrumente und Gesamtwirkung zu.
- Songform: Zeichne eine Zeitleiste des Songs und markiere Intro, Strophen, Refrains, Bridge und Schluss.
- Rhythmus: Klatsche den Grundpuls und ergänze darüber das Riff-Rhythmusmuster mit Silben oder Bodypercussion.
- Storyboard: Entwirf sechs Bilder für eine neue kurze Szene, in der eine Figur aus einer Zeichnung in die Realität wechselt.
Standard
- Harmonik: Spiele oder programmiere die vereinfachte Refrainfolge und beschreibe die Wirkung der absteigenden Bassbewegung.
- Stimmbildung: Übertrage den Refrain in eine für Dich bequeme Tonlage und dokumentiere, wie sich Klang und Ausdruck verändern.
- Musikproduktion: Erstelle eine Klangschichten-Karte mit Drumcomputer, Bass, Synthesizer-Riff, Gitarren, Gesang und Effekten.
- Songtextanalyse: Verfasse eine kurze Inhaltsangabe des englischen Textes und erkläre das Verhältnis von Hoffnung, Zeitdruck und Unsicherheit.
Schwer
- Arrangement: Produziere eine einminütige eigene Version für Schulinstrumente, App oder Digital Audio Workstation und begründe jede Klangentscheidung.
- Rotoskopie: Drehe eine kurze Bewegung, übertrage mindestens zwölf Einzelbilder zeichnerisch und setze sie wieder zu einer Animation zusammen.
- Interpretationsvergleich: Vergleiche Studio-, Unplugged- und Symphonieversion in einem Audioessay mit präziser Musik-Sprache.
- Musikgeschichte: Gestalte einen Mini-Podcast über den Weg von den frühen Entwürfen zur Hitfassung und kennzeichne überprüfbare Quellen.


Lernkontrolle
- Musikalische Wiedererkennung: Erkläre, warum das Riff trotz seiner Kürze so einprägsam wirkt. Beziehe Rhythmus, Klangfarbe, Wiederholung und Tonhöhenverlauf ein.
- Form und Spannung: Zeige an zwei Formteilen, wie der Song musikalische Spannung aufbaut und wieder löst.
- Arrangement und Bedeutung: Begründe, warum die langsamere Unplugged-Fassung denselben Text melancholischer erscheinen lässt.
- Medienanalyse: Untersuche, wie ein konkreter Bildübergang des Videos eine musikalische Steigerung unterstützt.
- Transfer: Plane eine Fassung für Gesang, Klavier, Bass und Cajón. Entscheide, welche Merkmale unverzichtbar bleiben müssen.
- Urteilskompetenz: Bewerte die Aussage, der Erfolg beruhe nur auf dem Musikvideo. Nutze Argumente aus Komposition, Produktion, Gesang und Vermarktung.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis sind wichtig:
- Höranalyse: Du verwendest Fachbegriffe zu Rhythmus, Melodie, Harmonik, Form, Stimme und Klangfarbe korrekt.
- Belegführung: Du verknüpfst Aussagen mit konkreten, zeitlich bestimmbaren Hör- oder Bildbeobachtungen.
- Vergleich: Du erklärst nachvollziehbar, wie verschiedene Arrangements die Wirkung verändern.
- Medienkompetenz: Du analysierst das Verhältnis von Song, Schnitt, Rotoskopie und Erzählung.
- Gestaltung: Du präsentierst ein eigenes Arrangement, Storyboard, Video oder Audioformat mit begründeten Entscheidungen.
- Reflexion: Du benennst Stärken, Grenzen und Verbesserungsmöglichkeiten Deiner Arbeit.
OERs zum Thema
- Wikimedia Commons: freie Medien zu a-ha
- Offizielle Dokumentarreihe The Making of Take On Me
- Sound On Sound: Produktionsanalyse
- Patterson und Reckinger: Animation und Produktionsbilder
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