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Ablenkung durch digitale Geräte erkennen - Medienbalance - Grundschule

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Ablenkung durch digitale Geräte erkennen - Medienbalance - Grundschule




Einleitung

Willkommen!

In diesem aiMOOC lernst Du: Digitale Geräte können helfen. Sie können aber auch ablenken. Du lernst, wie Du Ablenkung erkennst. Du lernst auch, wie Du eine gute Medienbalance findest.

Digitale Geräte sind zum Beispiel ein Handy, ein Tablet, ein Computer, eine Spielkonsole oder ein Fernseher.

Medienbalance bedeutet: Alles hat seinen Platz. Lernen hat Platz. Spielen hat Platz. Bewegung hat Platz. Pausen haben Platz. Freunde und Familie haben Platz. Ein Bildschirm soll nicht alles andere wegschieben.

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So arbeitest Du mit diesem Kurs

  1. Lies immer nur einen kleinen Abschnitt.
  2. Mache die kleine Aufgabe direkt danach.
  3. Denke kurz über Dich selbst nach.
  4. Frage eine erwachsene Person, wenn Du unsicher bist.
  5. Mache eine Pause, wenn Dein Kopf müde wird.


Worum geht es?


Was ist Ablenkung?

Ablenkung heißt: Deine Aufmerksamkeit geht weg von Deiner Aufgabe.

Du willst lesen. Das Handy piept. Du schaust hin. Dann weißt Du vielleicht nicht mehr, wo Du im Text warst.

Du willst rechnen. Auf dem Tablet blinkt ein Spiel. Du denkst an das Spiel. Dann rechnest Du langsamer.

Du willst schlafen. Ein Video läuft weiter. Du schaust noch eins. Dann bist Du am Morgen müde.

Merke: Ein Gerät ist nicht böse. Aber es kann laut, bunt und spannend sein. Dann kann es Dich von wichtigen Dingen wegziehen.


Mini-Aufgabe: Schau in Deinen Alltag

Denke an gestern.

  1. Wann hast Du ein digitales Gerät benutzt?
  2. Wie hast Du Dich dabei gefühlt?
  3. Hat Dich ein Ton, Bild oder Spiel abgelenkt?
  4. Was hätte Dir geholfen?

Schreibe oder male Deine Antwort in Dein Heft.


Digitale Geräte können helfen

Digitale Geräte sind oft nützlich.

Du kannst mit einem Tablet ein Lernspiel machen. Du kannst ein Erklärvideo ansehen. Du kannst ein Hörbuch hören. Du kannst mit Oma oder Opa telefonieren. Du kannst ein Bild für die Schule suchen. Du kannst etwas schreiben.

Gut ist: Du weißt, was Du tun willst.

Beispiel: „Ich übe 10 Minuten Einmaleins.“ Das ist klar.

Nicht so gut ist: Du klickst einfach weiter. Du weißt nicht mehr, warum Du angefangen hast.

Beispiel: „Ich schaue nur kurz.“ Dann werden es viele Videos.


Kleine Frage an Dich

Was ist Dein Ziel?

  1. Ich will etwas lernen.
  2. Ich will etwas nachschauen.
  3. Ich will jemandem schreiben.
  4. Ich will spielen.
  5. Ich will mich ausruhen.

Sage den Satz laut: Ich nutze das Gerät jetzt für ...


Digitale Geräte können ablenken

Ein Gerät kann Dich auf verschiedene Arten ablenken.

  1. Ein Ton piept.
  2. Ein Bild blinkt.
  3. Ein Video startet automatisch.
  4. Ein Spiel ruft: „Komm zurück!“
  5. Eine Nachricht kommt.
  6. Werbung macht neugierig.

Manchmal merkst Du die Ablenkung sofort. Manchmal merkst Du sie erst später.

Beispiel: Du wolltest Hausaufgaben machen. Plötzlich ist eine halbe Stunde weg. Das ist ein Zeichen.

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Hör genau hin

Manche Töne sind sehr kurz. Trotzdem schaut der Kopf hin.

Datei:Simple Happy Beep.ogg

Höraufgabe 1: Spiele den Ton ab. Schaue danach auf einen Satz in Deinem Heft. Bleibt Deine Aufmerksamkeit beim Satz?

Datei:Old school bell 1.ogg

Höraufgabe 2: Spiele die Schulglocke ab. Eine Glocke ist ein Signal. Sie sagt: Jetzt wechselt etwas. Überlege: Welches Signal hilft Dir beim Lernen?


Ablenkung erkennen


Die fünf Ablenkungs-Zeichen

Du kannst Ablenkung an Zeichen erkennen.

  1. Deine Augen schauen immer wieder zum Gerät.
  2. Deine Gedanken sind beim Spiel oder Video.
  3. Die Zeit vergeht sehr schnell.
  4. Dein Körper wird unruhig.
  5. Deine Aufgabe bleibt liegen.

Beispiel: Du malst ein Bild. Das Tablet liegt daneben. Du schaust immer wieder darauf. Dann bist Du abgelenkt.

Beispiel: Du liest. Eine Nachricht kommt. Du denkst: „Was steht da?“ Dann ist Dein Kopf weg vom Text.


Mini-Aufgabe: Ablenkungs-Detektiv

Spiele Detektiv oder Detektivin.

Schau Dich an Deinem Lernplatz um.

  1. Liegt ein Handy in der Nähe?
  2. Liegt ein Tablet offen da?
  3. Siehst Du eine Fernbedienung?
  4. Ist eine Spielkonsole an?
  5. Gibt es Töne oder Musik?

Male drei Dinge, die Dich ablenken könnten. Male daneben eine Lösung.


Medienbalance verstehen


Der Balance-Teller

Stell Dir einen Teller vor. Auf dem Teller liegen wichtige Dinge für Deinen Tag.

  1. Schule und Lernen
  2. Spiel und Spaß
  3. Bewegung
  4. Schlaf
  5. Familie und Freunde
  6. Ruhe und Pausen
  7. Digitale Medien

Wenn der Bildschirm den ganzen Teller füllt, bleibt zu wenig Platz. Dann fehlt etwas.

Medienbalance heißt: Der Bildschirm bekommt einen Platz. Aber auch andere Dinge bekommen Platz.


Die Medien-Ampel

Grün bedeutet: Das Gerät hilft Dir.

Beispiel: Du schaust ein Lernvideo. Danach machst Du die Aufgabe.

Gelb bedeutet: Achtung. Du merkst Ablenkung.

Beispiel: Du willst nur ein Video schauen. Dann kommt noch eins.

Rot bedeutet: Stopp. Jetzt brauchst Du eine Pause oder Hilfe.

Beispiel: Du wirst wütend, wenn Du aufhören sollst. Oder Du vergisst Schlaf, Essen oder Hausaufgaben.


Mini-Aufgabe: Ampel malen

Male eine Ampel.

  1. Grün: Schreibe ein gutes Beispiel für Mediennutzung auf.
  2. Gelb: Schreibe ein Warnzeichen auf.
  3. Rot: Schreibe auf, wann Du Hilfe brauchst.

Hänge die Ampel an Deinen Lernplatz.


Gute Regeln für Deinen Lernplatz


Der ruhige Lernplatz

Ein ruhiger Lernplatz hilft Dir.

So kann Dein Lernplatz aussehen:

  1. Nur die Dinge liegen da, die Du brauchst.
  2. Töne am Handy sind aus.
  3. Das Handy liegt nicht direkt neben Deinem Heft.
  4. Du weißt, wie lange Du lernen willst.
  5. Nach dem Lernen kommt eine Pause.

Merke: Weglegen ist oft leichter als widerstehen. Wenn das Gerät nicht neben Dir liegt, musst Du nicht dauernd stark sein.


Die Stopp-Frage

Bevor Du ein Gerät benutzt, fragst Du Dich:

Was will ich jetzt tun?

Wenn Du keine Antwort hast, lege das Gerät kurz weg. Atme. Überlege neu.


Die 4-Schritte-Hilfe

  1. Stopp: Ich merke die Ablenkung.
  2. Atmen: Ich atme ruhig ein und aus.
  3. Fragen: Was wollte ich gerade tun?
  4. Entscheiden: Ich mache weiter oder ich mache eine echte Pause.


Pausen ohne Bildschirm

Eine Pause muss nicht am Bildschirm sein.

Du kannst Wasser trinken. Du kannst Dich strecken. Du kannst aus dem Fenster schauen. Du kannst ein Bild malen. Du kannst kurz hüpfen. Du kannst mit jemandem sprechen. Du kannst ein Buch anschauen.

Datei:Kids-playing-1253096 1280.jpg

Gute Pause: Danach geht es Dir besser.

Keine gute Pause: Danach bist Du noch unruhiger oder müder.


Mini-Aufgabe: Pausen-Würfel

Bastle einen Würfel aus Papier. Schreibe auf jede Seite eine Pausen-Idee.

  1. Wasser trinken
  2. Zehn Hampelmänner machen
  3. Aus dem Fenster schauen
  4. Dreimal tief atmen
  5. Ein kleines Bild malen
  6. Kurz mit jemandem sprechen

Würfle in der Pause. Mache die Aufgabe.


Gemeinsam über Medien sprechen

Sprich mit Erwachsenen über Medien. Das ist wichtig. Erwachsene können helfen. Sie können Regeln mit Dir machen. Sie können gute Apps und gute Videos aussuchen.

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Gute Sätze sind:

  1. Kannst Du mir beim Aussuchen helfen?
  2. Welche Regel gilt heute?
  3. Wie lange darf ich spielen?
  4. Wann mache ich Pause?
  5. Ich merke, dass mich das ablenkt.


Mini-Aufgabe: Medienvertrag für Kinder

Schreibe mit einer erwachsenen Person drei Regeln auf.

  1. Wann darf ich ein Gerät benutzen?
  2. Wo liegt das Gerät beim Lernen?
  3. Was mache ich nach der Medienzeit?

Unterschreibt beide. Hängt die Regeln sichtbar auf.


Wörter zum Verstehen

Wort Einfache Erklärung
Digitale Medien Medien mit Technik. Zum Beispiel Handy, Tablet, Computer oder Video.
Ablenkung Etwas zieht Deine Aufmerksamkeit weg.
Aufmerksamkeit Dein Kopf ist bei einer Sache.
Konzentration Du bleibst ruhig bei Deiner Aufgabe.
Medienbalance Bildschirmzeit und andere Dinge passen gut zusammen.
Signal Ein Zeichen. Zum Beispiel ein Ton, Licht oder Symbol.
Pause Eine kurze Ruhezeit für Kopf und Körper.
Regel Eine Abmachung, die hilft.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Ablenkung? (Die Aufmerksamkeit geht weg von der Aufgabe) (!Man lernt schneller) (!Man schläft besser) (!Man trinkt Wasser)




Was ist ein digitales Gerät? (Ein Tablet) (!Ein Bleistift) (!Ein Stein) (!Eine Socke)




Was hilft beim Lernen oft? (Das Handy liegt nicht neben dem Heft) (!Das Handy piept laut) (!Ein Spiel läuft nebenbei) (!Viele Videos starten automatisch)




Was bedeutet Medienbalance? (Medien haben ihren Platz und andere Dinge auch) (!Man schaut den ganzen Tag Videos) (!Man nutzt nie ein Buch) (!Man schläft mit dem Tablet in der Hand)




Welches Zeichen kann Ablenkung zeigen? (Man schaut immer wieder zum Gerät) (!Man findet die Aufgabe leichter) (!Man hört besser zu) (!Man ist sofort fertig)




Was ist eine gute Pause ohne Bildschirm? (Kurz bewegen und Wasser trinken) (!Noch fünf Videos schauen) (!Ein Spiel heimlich öffnen) (!Die Hausaufgabe verstecken)




Was bedeutet die rote Medien-Ampel? (Stopp und Hilfe oder Pause holen) (!Alles ist gut) (!Weiterklicken) (!Mehr Werbung anschauen)




Welche Frage hilft vor der Mediennutzung? (Was will ich jetzt tun) (!Wo ist die lauteste App) (!Wie kann ich länger schauen) (!Wie verstecke ich das Gerät)




Wer kann Dir bei Medienregeln helfen? (Eine erwachsene Person) (!Ein blinkendes Werbebild) (!Ein unbekannter Chat) (!Ein Zufallsknopf)




Was ist ein gutes Signal für Medienbalance? (Der Timer klingelt und ich mache Pause) (!Ich vergesse die Zeit) (!Ich schaue heimlich weiter) (!Ich werde immer unruhiger)





Memory

Piep-Ton kann ablenken
Lernziel zeigt den Plan
Pause erholt den Kopf
Bewegung tut dem Körper gut
Medienregel gibt Sicherheit
Timer zeigt das Ende
Ruheplatz hilft beim Lernen





Drag and Drop

Ordne die richtige Hilfe zu. Situation
Ton aus Das Handy piept beim Lesen
Gerät weglegen Das Tablet lenkt vom Heft ab
Timer stellen Die Spielzeit soll enden
Pause machen Der Kopf ist müde
Erwachsene fragen Ein Video macht unsicher






Kreuzworträtsel

Pause Was hilft Deinem Kopf nach dem Lernen?
Regel Was ist eine Abmachung für die Medienzeit?
Fokus Wie heißt es, wenn Dein Kopf bei einer Sache bleibt?
Schlaf Was brauchst Du nachts zur Erholung?
Bewegung Was tut Deinem Körper nach Sitzen gut?
Signal Wie nennt man einen Ton oder ein Zeichen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Handy kann beim Lernen

.
Eine gute Regel gibt Dir

.
Wenn der Kopf müde ist, hilft eine

.
Medienbalance bedeutet, dass der Bildschirm nicht alles

.
Ein Ton oder ein Licht kann ein

sein.
Vor dem Einschalten fragst Du nach Deinem

.
Beim Lernen liegt das Handy am besten nicht neben dem

.
Nach Bildschirmzeit tut dem Körper

gut.
Wenn Dich ein Video unsicher macht, holst Du

.
Ein Timer kann das Ende der Medienzeit

.




Kleine Selbsttests


Test 1: Mein Blick

Lege ein ausgeschaltetes Gerät neben Dein Heft. Lies drei Sätze. Zähle, wie oft Du zum Gerät schaust.

Lege das Gerät dann weiter weg. Lies wieder drei Sätze. Was ist leichter?


Test 2: Mein Kopf

Denke an eine Aufgabe. Zum Beispiel: „Ich schreibe fünf Wörter.“

Stelle Dir vor, ein Video startet. Was passiert in Deinem Kopf? Male ein Bild davon.


Test 3: Meine Pause

Mache eine Pause ohne Bildschirm. Trinke Wasser. Strecke Dich. Atme dreimal tief.

Schreibe danach einen Satz: Jetzt fühle ich mich ...


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Male ein Bild: So sieht Ablenkung bei mir aus.
  2. Fotografiere oder zeichne Deinen ruhigen Lernplatz.
  3. Male eine Medien-Ampel mit drei Beispielen.
  4. Sammle fünf Pausen-Ideen ohne Bildschirm.


Standard

  1. Führe drei Tage lang ein Medientagebuch mit Bildern oder kurzen Sätzen.
  2. Frage zwei Personen: Was lenkt Dich am Handy ab?
  3. Gestalte ein Plakat mit drei guten Medienregeln für die Klasse.
  4. Erkläre in einem kurzen Video, wie man Ablenkung erkennt.


Schwer

  1. Erstelle mit Deiner Familie einen Medienvertrag für eine Woche.
  2. Vergleiche zwei Lernzeiten: einmal mit Gerät in der Nähe und einmal ohne Gerät in der Nähe.
  3. Nimm eine kurze Audio-Erklärung auf: Meine beste Pause ohne Bildschirm.
  4. Plane eine medienfreie Spielpause für Deine Klasse und werte sie aus.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Erkläre an einem eigenen Beispiel, wann ein digitales Gerät hilft und wann es ablenkt.
  2. Beschreibe drei Zeichen, an denen Du Ablenkung bei Dir erkennst.
  3. Entwickle für ein Kind eine Lösung: Das Kind will Hausaufgaben machen, aber das Tablet blinkt.
  4. Begründe zwei Medienregeln. Erkläre, warum sie helfen.
  5. Übertrage die Medien-Ampel auf einen anderen Ort. Zum Beispiel Kinderzimmer, Küche oder Auto.
  6. Schreibe auf, welche Pause Dir am besten hilft und warum.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis sammelst Du Ergebnisse.

  1. Ein kleines Medientagebuch für drei Tage
  2. Eine Liste mit Deinen persönlichen Ablenkungs-Zeichen
  3. Eine selbst gestaltete Medien-Ampel
  4. Ein Pausenplan ohne Bildschirm
  5. Drei Regeln für Deinen Lernplatz
  6. Ein kurzer Satz: Das möchte ich ab jetzt anders machen




OERs zum Thema



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