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Zukunft der Arbeit - Baden-Württemberg

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Zukunft der Arbeit - Baden-Württemberg



Einleitung

Die Zukunft der Arbeit - Baden-Württemberg betrifft Dich unabhängig davon, ob Du nach der Schule eine Ausbildung, ein Studium, ein duales Studium oder später eine Weiterbildung wählst. Arbeit verändert sich durch Automatisierung, Künstliche Intelligenz (KI), den demografischen Wandel, die ökologische Transformation und neue Formen der Zusammenarbeit. In Baden-Württemberg ist dieser Wandel besonders sichtbar, weil hier industrielle Produktion, Maschinen- und Fahrzeugbau, Handwerk, Forschung, Gesundheitswesen und wissensintensive Dienstleistungen eng miteinander verbunden sind.

Dabei gilt: Neue Technik ersetzt nicht automatisch ganze Berufe. Häufig verändern sich zuerst einzelne Tätigkeiten. Routinetätigkeiten können automatisiert werden, während neue Aufgaben entstehen – etwa beim Einrichten, Prüfen, Warten, Erklären oder verantwortlichen Nutzen digitaler Systeme. Deshalb werden Fachwissen, digitale Kompetenzen und menschliche Fähigkeiten wie Kommunikation, Problemlösen und Teamarbeit gemeinsam wichtiger.

Der Arbeitsmarkt ist zugleich von Fachkräfteengpässen geprägt. Diese sind aber nicht in allen Berufen gleich stark. Besonders wichtig ist deshalb, genau hinzusehen: Welche Aufgaben verändern sich? Wo werden Fachkräfte gesucht? Welche Kompetenzen lassen sich in Ausbildung, Studium und Weiterbildung aufbauen? Dieser aiMOOC hilft Dir, solche Fragen für Deine eigene Berufsorientierung zu beantworten.


Baden-Württemberg im Strukturwandel

Baden-Württemberg gehört zu den wirtschaftsstarken und stark industrialisierten Ländern Deutschlands. Für die Zukunft der Arbeit bedeutet das eine doppelte Herausforderung: Einerseits können Unternehmen durch Digitalisierung, Robotik und KI produktiver werden. Andererseits verändert sich der Bedarf an Qualifikationen – und viele erfahrene Beschäftigte gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamts waren 2025 rund 6,41 Millionen Menschen in Baden-Württemberg erwerbstätig. Insgesamt blieb die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Der Dienstleistungsbereich wuchs, während das Produzierende Gewerbe Beschäftigung verlor. Solche Verschiebungen zeigen: Strukturwandel bedeutet nicht einfach „mehr oder weniger Arbeit“, sondern eine Verlagerung von Tätigkeiten, Branchen und Kompetenzanforderungen.


Automatisierung und KI: Was kann Technik übernehmen?

Automatisierung bedeutet, dass technische Systeme Abläufe selbstständig steuern oder ausführen. In der Produktion können Roboter zum Beispiel schweißen, montieren oder Werkstücke bewegen. In Büros können Software und KI Daten sortieren, Texte vorstrukturieren, Termine koordinieren oder Standardanfragen bearbeiten. Im Gesundheitswesen können digitale Systeme Dokumentation unterstützen; im Handwerk helfen Mess-, Diagnose- und Planungssysteme.

Das IAB untersucht sogenannte Substituierbarkeitspotenziale. Gemeint ist der Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs, die nach dem Stand der Technik prinzipiell durch Computer oder computergesteuerte Maschinen erledigt werden könnten. Das ist keine Vorhersage über Arbeitsplatzverluste. Ob eine technisch mögliche Automatisierung tatsächlich eingesetzt wird, hängt auch von Kosten, Qualität, Fachkräfteverfügbarkeit, Recht, Sicherheit, Datenschutz, Akzeptanz und betrieblicher Organisation ab.

Für die technologischen Möglichkeiten des Jahres 2022 zeigte das IAB, dass Baden-Württemberg zu den Bundesländern mit einem vergleichsweise hohen Anteil von Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial gehört. Das passt zur starken industriellen Prägung des Landes. Gleichzeitig entstehen gerade in automatisierten Umgebungen Aufgaben für Menschen: Systeme müssen entwickelt, eingerichtet, überwacht, gewartet, verbessert und verantwortungsvoll eingesetzt werden.


Fachkräfte: Engpass ist nicht gleich allgemeiner Arbeitskräftemangel

Ein Fachkräftemangel liegt vor, wenn qualifizierte Stellen in bestimmten Berufen oder Regionen über längere Zeit schwer zu besetzen sind. Die Bundesagentur für Arbeit weist ausdrücklich darauf hin, dass es keinen einheitlichen Mangel in allen Berufen gibt. In ihrer Engpassanalyse für 2025 wurden bundesweit 157 Engpassberufe festgestellt. Engpässe finden sich besonders häufig in Pflege und Gesundheit, Bau und Handwerk sowie in weiteren qualifizierten Tätigkeiten.

Für Baden-Württemberg zeigen Prognosen zusätzlich den Druck durch den demografischen Wandel. Der IHK-Fachkräftemonitor Baden-Württemberg projiziert in seiner Basisentwicklung bis 2035 eine deutliche Zunahme unbesetzter Stellen. Nach dem 2025 veröffentlichten Monitor könnten 2035 rund 379.000 Stellen unbesetzt bleiben; zugleich würden bis dahin rund 1,64 Millionen Erwerbstätige in den Ruhestand gehen. Solche Zahlen sind Modellrechnungen und keine sicheren Vorhersagen. Sie zeigen aber, warum Ausbildung, Weiterbildung, höhere Erwerbsbeteiligung, gute Arbeitsbedingungen, Zuwanderung und kluger Technikeinsatz gemeinsam diskutiert werden.


Neue Kompetenzen: Was wird wichtiger?

Zukunftskompetenzen bestehen nicht nur aus Programmieren. Entscheidend ist die Verbindung von Fachkompetenz, digitalen Fähigkeiten, Lernfähigkeit und verantwortlichem Handeln.

Kompetenzfeld Was Du darunter verstehen kannst Beispiel aus der Arbeitswelt
Fachkompetenz Du kennst Materialien, Verfahren, Regeln und Qualitätsstandards Deines Berufs. Eine Mechatronikerin erkennt, ob ein Sensor falsch misst oder ein mechanisches Problem vorliegt.
Daten- und KI-Kompetenz Du kannst Daten einschätzen, KI-Ergebnisse prüfen und digitale Werkzeuge sinnvoll einsetzen. Ein Kaufmann nutzt ein KI-System für einen Entwurf, kontrolliert aber Zahlen, Quellen und Datenschutz.
Problemlösen und Systemdenken Du verstehst Zusammenhänge und findest Ursachen statt nur Symptome zu behandeln. Eine Technikerin prüft Maschine, Software, Netzwerk und Prozess gemeinsam.
Kommunikation und Teamarbeit Du erklärst verständlich, hörst zu und arbeitest mit Menschen aus unterschiedlichen Fachgebieten. Pflege, IT und Verwaltung stimmen einen digitalen Ablauf gemeinsam ab.
Selbstlernkompetenz Du kannst neues Wissen finden, erproben und auf Deine Arbeit übertragen. Nach einem Software-Update lernst Du neue Funktionen und passt Arbeitsabläufe an.
Nachhaltigkeitskompetenz Du berücksichtigst Energie, Ressourcen, Reparierbarkeit und langfristige Folgen. Ein Betrieb plant eine Anlage nicht nur nach Preis, sondern auch nach Energieverbrauch und Wartbarkeit.
Sicherheits- und Verantwortungskompetenz Du beachtest Arbeitsschutz, Informationssicherheit, Datenschutz und Grenzen automatisierter Entscheidungen. Ein Team prüft, ob ein KI-Vorschlag sicher, fair und nachvollziehbar ist.


Ausbildung und Berufsschule: Praxis bleibt zentral

Die Duale Ausbildung verbindet in Deutschland zwei Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernst Du berufliche Praxis, Arbeitsprozesse und betriebliche Verantwortung kennen. In der Berufsschule vertiefst Du fachtheoretisches Wissen, allgemeinbildende Inhalte und berufliche Handlungskompetenz. Moderne Ausbildung bedeutet zunehmend, analoge und digitale Arbeit miteinander zu verbinden.

In Baden-Württemberg gibt es dafür unter anderem Lernfabriken 4.0 an beruflichen Schulen. Dort werden vernetzte Produktion, Automatisierung, Steuerungstechnik, Datenflüsse und moderne Arbeitsorganisation praktisch erfahrbar. Solche Lernorte zeigen besonders gut, dass Digitalisierung nicht nur ein Thema für Informatikberufe ist. Auch Metalltechnik, Elektrotechnik, Mechatronik, Logistik, kaufmännische Berufe und Handwerk verändern sich.

Das historische Bild macht einen Vergleich möglich: Berufliche Bildung verband schon früher Theorie und Praxis. Heute kommen digitale Systeme, vernetzte Maschinen und neue Formen des Lernens hinzu.


KI in der Berufsbildung

Das BIBB untersucht, wie KI Ausbildung, Weiterbildung und Arbeitswelt verändert. Dabei geht es nicht nur darum, KI als Werkzeug zu benutzen. Auszubildende und Ausbildungspersonal müssen auch einschätzen können, wann KI hilfreich ist, welche Fehler entstehen können, wie Daten geschützt werden und wer für Entscheidungen verantwortlich bleibt.

KI kann Lernen individualisieren, Rückmeldungen unterstützen oder Übungssituationen bereitstellen. Sie kann Ausbildungspersonal organisatorisch entlasten. Gleichzeitig darf sie fachliche Prüfung, persönliche Begleitung und reale Praxiserfahrung nicht ersetzen.


Studium und duales Studium

Auch Hochschulen reagieren auf den Wandel. Studiengänge integrieren Datenkompetenz, KI, Nachhaltigkeit, digitale Methoden und interdisziplinäre Projektarbeit. Wichtig ist dabei nicht nur technisches Spezialwissen. Wer später komplexe Systeme entwickelt oder Entscheidungen vorbereitet, braucht auch ethische, rechtliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven.

Eine Besonderheit in Baden-Württemberg ist die DHBW. Dort wechseln sich Theoriephasen an der Hochschule und Praxisphasen bei dualen Partnern ab. Studienangebote reichen von Informatik und Technik bis Wirtschaft, Gesundheit und Sozialwesen. Im Zuge der digitalen Transformation entstehen oder verändern sich Vertiefungen etwa in Data Science, KI, Cyber Security oder Digital Business.

Für Deine Entscheidung gilt: Eine Ausbildung ist nicht „weniger wert“ als ein Studium, und ein Studium ist nicht automatisch die bessere Zukunftsversicherung. Entscheidend sind Deine Interessen, Stärken, Lernweise und das Tätigkeitsfeld. Viele Karrierewege sind durch Fortbildungen, Meister- oder Technikerabschlüsse, Fachwirtqualifikationen, berufsbegleitende Studiengänge und wissenschaftliche Weiterbildung durchlässig.


Lebenslanges Lernen und Weiterbildung

Eine Erstausbildung oder ein Studium schafft eine wichtige Grundlage, reicht aber immer seltener für ein ganzes Erwerbsleben unverändert aus. Lebenslanges Lernen bedeutet deshalb nicht, ständig völlig neue Berufe lernen zu müssen. Oft geht es um Upskilling: vorhandene Kompetenzen werden erweitert. Manchmal ist Reskilling nötig: Beschäftigte erwerben Kompetenzen für deutlich veränderte oder neue Aufgaben.

Weiterbildung kann im Betrieb, bei Kammern, beruflichen Schulen, Hochschulen, Bildungsanbietern oder online stattfinden. Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg beschreibt wissenschaftliche Weiterbildung ausdrücklich als wichtig für die Arbeitswelt von morgen. Themen wie KI, neue Mobilität und Klimawandel verlangen neue Kompetenzen. Für Dich heißt das: Lernfähigkeit ist selbst eine berufliche Schlüsselkompetenz.


Zukunftsfelder in Baden-Württemberg

Die folgende Übersicht zeigt typische Veränderungsrichtungen. Sie ist keine Rangliste „sicherer Berufe“, sondern hilft Dir zu erkennen, wie Technik, Fachkräftebedarf und Kompetenzen zusammenwirken.

Feld Veränderung Was Menschen besonders einbringen Mögliche Bildungswege
Produktion und Mechatronik Vernetzte Maschinen, Robotik, Sensorik und datenbasierte Wartung nehmen zu. Störungen analysieren, Anlagen einrichten, Qualität sichern, Prozesse verbessern. Ausbildung in Metall-, Elektro- oder Mechatronikberufen; Techniker; Ingenieurstudium.
Fahrzeug und Mobilität Elektromobilität, Software, Elektronik und neue Produktionsprozesse verändern Aufgaben. Systemverständnis, Diagnose, Software-Hardware-Schnittstellen, Kundenberatung. Ausbildung, duales Studium oder Studium in Technik, Informatik und Mobilität.
IT, Daten und Cyber Security Digitale Systeme werden in fast allen Branchen wichtiger. Systeme gestalten, Daten prüfen, Sicherheit herstellen, Anforderungen übersetzen. Fachinformatik, Informatik, Wirtschaftsinformatik, Data Science, Weiterbildung.
Gesundheit und Pflege Demografie erhöht den Bedarf; digitale Assistenz und Dokumentation nehmen zu. Empathie, Beobachtung, Fachwissen, Verantwortung und Kommunikation. Pflegeausbildung, Gesundheitsberufe, Studium und Fachweiterbildungen.
Bau, Gebäude und Energie Wärmewende, Photovoltaik, Gebäudetechnik und digitale Planung verändern das Handwerk. Montage, Diagnose, Kundenkontakt, Sicherheitswissen, nachhaltige Planung. Handwerksausbildung, Meister, Techniker, Bau- und Energietechnikstudium.
Bildung und soziale Arbeit Digitale Lern- und Dokumentationssysteme ergänzen persönliche Arbeit. Beziehungsarbeit, Didaktik, Urteilsfähigkeit, Beratung und Konfliktlösung. Erzieherausbildung, soziale Berufe, Lehramt, Sozialpädagogik.
Logistik und Handel Lagertechnik, automatische Systeme, Datensteuerung und digitale Plattformen nehmen zu. Ausnahmen bearbeiten, Qualität prüfen, Prozesse planen, Kundenbedürfnisse verstehen. Logistikausbildung, kaufmännische Ausbildung, Wirtschafts- oder Logistikstudium.


Mensch und Technik in Pflege und sozialen Berufen

Pflege zeigt besonders deutlich, warum „automatisierbar“ nicht dasselbe wie „ersetzbar“ ist. Digitale Systeme können Dokumentation, Planung, Sensorik oder körperlich belastende Tätigkeiten unterstützen. Die Verantwortung für individuelle Pflege, Kommunikation, Beobachtung, Trost und ethische Entscheidungen bleibt aber stark an menschliche Fachkompetenz gebunden.


Chancen und Risiken der neuen Arbeitswelt

Neue Technologien können Arbeit sicherer, produktiver und interessanter machen. Sie können gefährliche oder monotone Tätigkeiten reduzieren und Fachkräfte bei Routineaufgaben entlasten. Sie können außerdem neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle ermöglichen.

Es gibt aber auch Risiken. Wenn Beschäftigte nicht ausreichend qualifiziert werden, können Unterschiede wachsen. Digitale Systeme können Arbeitsdruck und Kontrolle erhöhen. Fehlerhafte oder verzerrte KI-Ergebnisse können Entscheidungen verschlechtern. Cyberangriffe, Datenschutzprobleme und unklare Verantwortlichkeiten werden wichtiger. Deshalb ist die Zukunft der Arbeit nicht nur eine technische Frage. Sie ist auch eine Frage der Arbeitsgestaltung, Mitbestimmung, Bildung, Chancengerechtigkeit und Verantwortung.


Ein Orientierungsmodell für Deine Berufswahl

Statt nur nach einem vermeintlich „zukunftssicheren Beruf“ zu suchen, kannst Du Tätigkeiten und Lernmöglichkeiten vergleichen.

Frage Worauf Du achten kannst
Was interessiert mich wirklich? Technik, Menschen, Natur, Gestaltung, Daten, Organisation oder eine Mischung daraus.
Welche Tätigkeiten möchte ich häufig ausüben? Analysieren, reparieren, beraten, programmieren, pflegen, bauen, organisieren, gestalten.
Welche Tätigkeiten könnten sich verändern? Prüfe, welche Routineanteile digital unterstützt oder automatisiert werden können.
Welche menschlichen Stärken bleiben wichtig? Verantwortung, Kommunikation, Kreativität, Urteilskraft, Geschick, Empathie und Kontextwissen.
Wie kann ich weiterlernen? Achte auf Fortbildungen, Zusatzqualifikationen, Aufstiegsmöglichkeiten und Durchlässigkeit.


Datenquellen und Vertiefung

Die im Text genannten Arbeitsmarktdaten haben überwiegend den Stand 2025/2026; Prognosen bis 2035 sind als Szenarien zu verstehen.

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Erwerbstätigkeit 2025
  2. IAB: Substituierbarkeitspotenzial in Baden-Württemberg
  3. Bundesagentur für Arbeit: Fachkräfteengpassanalyse 2025
  4. IHK-Fachkräftemonitor Baden-Württemberg
  5. BIBB: Künstliche Intelligenz in der beruflichen Bildung
  6. Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg: Wissenschaftliche Weiterbildung


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was misst das Substituierbarkeitspotenzial des IAB? (Den Anteil beruflicher Kerntätigkeiten, die technisch potenziell automatisierbar sind) (!Die sichere Wahrscheinlichkeit, dass ein Beruf verschwindet) (!Die Zahl der Menschen, die bereits durch Roboter ersetzt wurden) (!Das Gehalt in besonders digitalen Berufen)




Warum bedeutet ein hohes Substituierbarkeitspotenzial nicht automatisch Arbeitsplatzverlust? (Weil technische Machbarkeit nicht allein über den tatsächlichen Einsatz entscheidet) (!Weil Automatisierung in Deutschland verboten ist) (!Weil nur ungelernte Tätigkeiten automatisiert werden können) (!Weil digitale Technik keine Arbeitsprozesse verändern kann)




Welche Aussage beschreibt die duale Ausbildung am besten? (Sie verbindet den Lernort Betrieb mit dem Lernort Berufsschule) (!Sie findet ausschließlich an einer Hochschule statt) (!Sie besteht nur aus selbstständigem Online-Lernen) (!Sie ersetzt jede Form beruflicher Weiterbildung)




Welche Kompetenz hilft besonders beim verantwortlichen Umgang mit KI? (Ergebnisse prüfen und Grenzen des Systems einschätzen) (!Alle Vorschläge der KI ungeprüft übernehmen) (!Nur die Bedienoberfläche auswendig lernen) (!Auf Fachwissen verzichten)




Warum ist Weiterbildung für die Zukunft der Arbeit wichtig? (Weil sich Technologien und berufliche Aufgaben im Erwerbsleben verändern) (!Weil jeder Mensch regelmäßig einen völlig neuen Beruf lernen muss) (!Weil Erstausbildungen keine Fachkompetenz vermitteln) (!Weil Weiterbildung nur für Führungskräfte erlaubt ist)




Was ist ein typisches Ziel der Lernfabriken 4.0 in Baden-Württemberg? (Digitale und vernetzte Arbeitsprozesse praktisch erfahrbar zu machen) (!Auszubildende ausschließlich auf Büroarbeit vorzubereiten) (!Betriebliche Praxis vollständig durch Theorie zu ersetzen) (!Alle Ausbildungsberufe auf Informatik zu reduzieren)




Welche Aussage zum Fachkräftemangel ist richtig? (Engpässe unterscheiden sich deutlich nach Beruf und Qualifikation) (!In jedem Beruf fehlen gleich viele Fachkräfte) (!Fachkräftemangel betrifft nur akademische Berufe) (!Fachkräftemangel kann durch Bildung nicht beeinflusst werden)




Welche Fähigkeit ist in Pflege und sozialen Berufen trotz Digitalisierung besonders wichtig? (Empathie und verantwortliche Kommunikation) (!Möglichst viele Routinen ohne Rückfragen ausführen) (!Nur technische Geräte bedienen können) (!Auf persönliche Beobachtung verzichten)




Was bedeutet Upskilling? (Vorhandene Kompetenzen für veränderte Aufgaben erweitern) (!Eine Ausbildung ohne Abschluss beenden) (!Berufserfahrung vollständig ignorieren) (!Ausschließlich einen neuen Schulabschluss erwerben)




Was ist für eine zukunftsorientierte Berufswahl besonders sinnvoll? (Tätigkeiten, eigene Stärken und Weiterbildungsmöglichkeiten gemeinsam betrachten) (!Nur den aktuell höchsten Verdienst vergleichen) (!Nur nach Berufen ohne Computer suchen) (!Davon ausgehen, dass ein einmal gewählter Beruf unverändert bleibt)





Memory

Automatisierung Technische Systeme übernehmen oder steuern Abläufe
Fachkräfteengpass Qualifizierte Stellen sind schwer zu besetzen
Upskilling Vorhandene Kompetenzen werden erweitert
Reskilling Kompetenzen für deutlich veränderte Aufgaben werden neu aufgebaut
Lernfabrik Praxisnaher Lernort für vernetzte Produktion
Duale Ausbildung Betrieb und Berufsschule wirken zusammen
Datenkompetenz Daten verstehen, prüfen und verantwortungsvoll nutzen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Mensch-Roboter-Kollaboration Mensch und Roboter bearbeiten abgestimmte Arbeitsschritte gemeinsam
Lebenslanges Lernen Kompetenzen werden auch nach dem ersten Abschluss weiterentwickelt
Cyber Security Digitale Systeme und Daten werden gegen Angriffe geschützt
Duales Studium Hochschulstudium und betriebliche Praxisphasen sind systematisch verbunden
Berufsschule Schulischer Lernort einer dualen Berufsausbildung




...


Kreuzworträtsel

Automatisierung Wie heißt die technische Übernahme oder Steuerung von Arbeitsabläufen?
Fachkräfte Wie nennt man qualifizierte Beschäftigte mit beruflichen Kenntnissen und Fähigkeiten?
Weiterbildung Wie heißt Lernen, das nach einer ersten Ausbildung oder einem Studium berufliche Kompetenzen erweitert?
Berufsschule Wie heißt der schulische Lernort der dualen Ausbildung?
Datenkompetenz Welche Kompetenz hilft beim Verstehen und Prüfen von Daten?
Lernfabrik Wie heißt ein praxisnaher Lernort für digital vernetzte Produktion?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

In Baden-Württemberg verändert die

viele berufliche Tätigkeiten. Das IAB bezeichnet technisch potenziell automatisierbare Tätigkeitsanteile als

. Ein hohes Potenzial ist keine sichere Vorhersage für den Verlust eines

. In der dualen Ausbildung lernen Auszubildende im Betrieb und in der

. Praxisnahe Lernorte für digital vernetzte Produktion heißen in Baden-Württemberg häufig

. Für den kritischen Einsatz künstlicher Intelligenz wird

wichtiger. Menschliche Stärken wie Kommunikation, Teamarbeit und

bleiben in vielen Berufen zentral. Das Erweitern vorhandener Fähigkeiten wird als

bezeichnet. Der Aufbau von Kompetenzen für deutlich veränderte Aufgaben heißt

. Ein Studium mit systematisch verbundenen Praxisphasen kann als

Studium organisiert sein. Fachkräfteengpässe unterscheiden sich nach Beruf, Region und

. Weil Wissen und Technik sich verändern, gewinnt lebenslanges

an Bedeutung.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Berufsbeobachtung: Wähle einen Beruf in Baden-Württemberg und notiere fünf typische Tätigkeiten. Markiere, welche davon heute digital unterstützt werden können und begründe Deine Einschätzung.
  2. Kompetenzprofil: Erstelle ein persönliches Kompetenzprofil mit Fachwissen, digitalen Fähigkeiten, sozialen Stärken und Lernzielen. Ergänze zu jedem Bereich ein konkretes Beispiel.
  3. Medienanalyse: Wähle eines der eingebetteten Videos. Fasse drei Aussagen zusammen und prüfe, ob im Video eher Chancen, Risiken oder beide Seiten der Automatisierung betont werden.
  4. Berufliche Bildung: Erkläre in einer selbst gestalteten Grafik, wie Betrieb, Berufsschule und Weiterbildung in einem möglichen Bildungsweg zusammenwirken.


Standard

  1. Interview zur Arbeitswelt: Befrage eine Person aus Ausbildung, Studium oder Beruf dazu, wie sich ihre Arbeit durch digitale Technik verändert hat. Werte das Gespräch nach Tätigkeiten und Kompetenzen aus.
  2. Berufsvergleich: Vergleiche einen Ausbildungsberuf und einen Studienberuf aus demselben Feld, zum Beispiel Elektrotechnik, Informatik, Gesundheit oder Wirtschaft. Zeige Überschneidungen und Unterschiede.
  3. Automatisierungscheck: Zerlege einen Arbeitsprozess in mindestens acht Schritte. Entscheide für jeden Schritt, ob Mensch, Software, Maschine oder ein Mensch-Technik-Team besonders geeignet ist, und begründe.
  4. Weiterbildungsplan: Entwickle für eine fiktive Fachkraft einen Lernplan für die nächsten drei Jahre. Berücksichtige Fachwissen, KI-Kompetenz, Kommunikation und mindestens eine formale Weiterbildung.


Schwer

  1. Szenario 2035: Entwickle zwei unterschiedliche Szenarien für den Arbeitsmarkt Baden-Württembergs im Jahr 2035. Berücksichtige Demografie, Zuwanderung, Ausbildung, Automatisierung und wirtschaftliche Entwicklung.
  2. Betriebsprojekt Automatisierung: Plane für einen mittelständischen Betrieb die Einführung eines digitalen Assistenzsystems. Beschreibe Nutzen, Qualifizierungsbedarf, Datenschutz, Arbeitsschutz und Beteiligung der Beschäftigten.
  3. Bildungspolitische Debatte: Entwickle ein begründetes Konzept, wie berufliche Schulen und Hochschulen in Baden-Württemberg Future Skills stärker vermitteln können, ohne fachliche Grundlagen zu vernachlässigen.
  4. Forschungsprojekt Fachkräfte: Recherchiere aktuelle Daten zu zwei Engpassberufen in Deiner Region. Vergleiche mindestens zwei seriöse Quellen und erkläre, warum Prognosen voneinander abweichen können.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Automatisierung: Ein Betrieb möchte einen stark standardisierten Prozess automatisieren. Erkläre, welche technischen, wirtschaftlichen und sozialen Kriterien vor einer Entscheidung geprüft werden sollten.
  2. Transfer Fachkräfte: Zeige an einem Beispiel, wie Automatisierung einen Fachkräfteengpass gleichzeitig lindern und neue Qualifikationsbedarfe erzeugen kann.
  3. Bildungsweg: Entwickle für eine Person mit mittlerem Bildungsabschluss zwei verschiedene Wege in ein digitales Zukunftsfeld – einen über Ausbildung und Weiterbildung, einen über einen hochschulischen Weg – und vergleiche die Stärken.
  4. KI-Verantwortung: Beurteile eine Situation, in der eine KI eine Entscheidung über Bewerbungen vorbereitet. Formuliere Regeln, die Fairness, Datenschutz, Transparenz und menschliche Verantwortung sichern.
  5. Regionale Perspektive: Erkläre, warum die starke industrielle Struktur Baden-Württembergs sowohl Chancen als auch Risiken bei Automatisierung und Beschäftigung erzeugt.
  6. Kompetenzstrategie: Entwirf ein Kompetenzmodell für einen Beruf Deiner Wahl im Jahr 2035 und begründe, welche fachlichen, digitalen, sozialen und nachhaltigkeitsbezogenen Kompetenzen zusammengehören.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Zusammenhänge erklären und auf neue Situationen übertragen kannst.

  1. Du kannst Automatisierung und Substituierbarkeitspotenzial voneinander unterscheiden.
  2. Du kannst erklären, warum technische Machbarkeit keine sichere Beschäftigungsprognose ist.
  3. Du kannst Fachkräfteengpässe differenziert nach Berufen und Qualifikationen betrachten.
  4. Du kannst die Rollen von dualer Ausbildung, Berufsschule, Studium und Weiterbildung vergleichen.
  5. Du kannst zentrale Zukunftskompetenzen an konkreten beruflichen Situationen begründen.
  6. Du kannst Chancen und Risiken von KI, Robotik und digitaler Arbeitsorganisation abwägen.
  7. Du kannst für einen eigenen Bildungs- oder Berufsweg passende Lern- und Weiterbildungsstrategien entwickeln.




OERs zum Thema

Als frei zugängliche Vertiefung eignet sich der Wikipedia-Artikel zu Arbeit 4.0, der den Wandel von Arbeitsformen und Arbeitsverhältnissen im digitalen Zeitalter behandelt.



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