Zum Inhalt springen

Wasserkraft - Deutschland

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel

Wasserkraft - Deutschland




Einleitung

Wasserkraft - Deutschland behandelt eine Energiequelle, die Menschen schon seit Jahrhunderten nutzen. Früher trieb Wasser Mühlräder an, heute setzt es in Wasserkraftwerken Turbinen in Bewegung. Generatoren wandeln die mechanische Energie anschließend in elektrische Energie um.

Wasserkraft gehört zu den erneuerbaren Energien. Sie erzeugt im Betrieb Strom ohne Verbrennung fossiler Brennstoffe. Trotzdem ist ein Wasserkraftwerk nicht automatisch „umweltfreundlich“: Wehre, Stauanlagen, Turbinen und veränderte Wasserstände können Flüsse und ihre Lebewesen stark beeinflussen. Deshalb lohnt sich bei Wasserkraft immer eine gemeinsame Betrachtung von Physik, Technik, Energieversorgung und Ökologie.

Dieser aiMOOC ist so aufgebaut, dass Du die Grundideen bereits ab Klasse 7 verstehen kannst. Vertiefungen mit Formeln, Wirkungsgrad und Energiebetrachtungen eignen sich besonders für die Klassen 9 bis 13.


Wasserkraft in Deutschland

Deutschland besitzt viele Flüsse, aber im Vergleich zu gebirgigen Ländern wie Norwegen oder der Schweiz nur begrenzte große Höhenunterschiede. Besonders günstig sind deshalb die Alpen, das Alpenvorland und einige Mittelgebirgsregionen. Ein großer Teil des deutschen Wasserkraftstroms wird in Bayern und Baden-Württemberg erzeugt.

Nach Daten des Umweltbundesamtes wurden im Jahr 2025 in Deutschland rund 16,9 Terawattstunden Wasserkraftstrom erzeugt. Das entsprach etwa 5,8 Prozent des erneuerbaren Stroms. Ende 2025 lag die elektrische Leistung der Wasserkraftanlagen bei ungefähr 5,5 Gigawatt. Das Jahr 2025 war außergewöhnlich trocken; dadurch fiel die Stromerzeugung deutlich niedriger aus als im wasserreicheren Jahr 2024. Daran erkennst Du: Die installierte Leistung allein sagt nicht, wie viel Energie ein Kraftwerk in einem Jahr tatsächlich erzeugt.

Das technisch-ökologisch nutzbare Gesamtpotenzial der Wasserkraft in Deutschland wird auf etwa 25 TWh pro Jahr geschätzt. Davon ist bereits der größte Teil erschlossen. Zusätzlich nutzbar gelten nur ungefähr 1,3 bis 1,4 TWh pro Jahr. Rund 70 Prozent dieses verbleibenden Potenzials liegen nach Einschätzung der Länder in der Modernisierung bestehender Anlagen und nicht im Bau vieler neuer Querbauwerke.

Merksatz: In Deutschland ist Wasserkraft eine wichtige, aber mengenmäßig begrenzte erneuerbare Energiequelle. Ihr größtes Entwicklungspotenzial liegt vor allem in effizienteren und ökologisch besseren bestehenden Anlagen.

Das Walchenseekraftwerk in Bayern zeigt besonders anschaulich, warum die Fallhöhe wichtig ist. Wasser aus dem höher gelegenen Walchensee wird zum tieferen Kochelsee geleitet. Die Höhendifferenz stellt potenzielle Energie bereit.


Wie ein Wasserkraftwerk funktioniert


Von der Lageenergie zum elektrischen Strom

Wasser in größerer Höhe besitzt potenzielle Energie. Fließt es nach unten, wird ein Teil dieser Energie in Bewegungsenergie umgewandelt. Das strömende Wasser treibt eine Turbine an. Die Turbine dreht eine Welle, die mit einem Generator verbunden ist. Im Generator wird durch elektromagnetische Induktion elektrische Energie erzeugt.

Die Energieumwandlung lässt sich vereinfacht so beschreiben:

potenzielle Energie des Wassers → Bewegungsenergie des Wassers → Rotationsenergie der Turbine → elektrische Energie


Die wichtigste Leistungsformel

Für ältere Schülerinnen und Schüler lässt sich die theoretische Leistung des Wassers genauer beschreiben. Näherungsweise gilt:

Pel=ηρgQH

Dabei bedeutet:

  1. Pel: elektrische Leistung in Watt
  2. η: Gesamtwirkungsgrad von Turbine, Generator und weiteren Anlagenteilen
  3. ρ: Dichte des Wassers, ungefähr 1000 kg/m³
  4. g: Erdbeschleunigung, ungefähr 9,81 m/s²
  5. Q: Volumenstrom in m³/s
  6. H: nutzbare Fallhöhe in Metern

Du erkennst direkt: Mehr Wassermenge pro Sekunde und eine größere Fallhöhe ermöglichen eine höhere Leistung.

Beispiel: Bei einer Fallhöhe von 10 m, einem Volumenstrom von 20 m³/s und einem Gesamtwirkungsgrad von 90 Prozent ergibt sich näherungsweise:

Pel=0,9010009,8120101,77MW

Ein realer Wert kann davon abweichen, zum Beispiel durch Reibung, wechselnde Wasserstände und einen nicht konstanten Wirkungsgrad.


Turbinen für unterschiedliche Bedingungen

Nicht jede Turbine passt zu jedem Standort. Für geringe Fallhöhen und große Wassermengen werden häufig Kaplan-Turbinen eingesetzt. Francis-Turbinen eignen sich für einen großen mittleren Einsatzbereich. Pelton-Turbinen sind besonders für große Fallhöhen und vergleichsweise kleine Wassermengen geeignet.

Ein historisches Pelton-Laufrad aus dem Walchenseekraftwerk macht sichtbar, dass der Wasserstrahl auf schalenförmige Becher trifft und dabei Impuls auf das Rad überträgt.


Typen von Wasserkraftwerken


Laufwasserkraftwerk

Ein Laufwasserkraftwerk nutzt die laufende Strömung eines Flusses. Meist wird das Wasser an einem Wehr etwas aufgestaut, sodass eine nutzbare Höhendifferenz entsteht. Solche Kraftwerke liefern relativ kontinuierlich Strom, ihre Leistung hängt aber stark vom aktuellen Abfluss ab. In Deutschland ist dies die wichtigste Form der Wasserkraftnutzung.


Speicherkraftwerk

Bei einem Speicherkraftwerk wird Wasser in einem höher gelegenen Speicher zurückgehalten. Bei Strombedarf kann es gezielt durch Turbinen abgelassen werden. Dadurch lässt sich die Stromerzeugung zeitlich stärker steuern als bei einem reinen Laufwasserkraftwerk.


Pumpspeicherkraftwerk

Ein Pumpspeicherkraftwerk besitzt ein Ober- und ein Unterbecken. Gibt es zeitweise mehr elektrische Energie als unmittelbar benötigt wird, treiben Elektromotoren Pumpen an und befördern Wasser nach oben. Wird später Strom benötigt, fließt das Wasser wieder hinab und treibt Turbinen an.

Ein Pumpspeicherkraftwerk ist deshalb vor allem ein Energiespeicher und keine zusätzliche Primärenergiequelle. Wegen Reibung, elektrischer Verluste und Turbinenverlusten kommt beim Entladen weniger elektrische Energie zurück, als zuvor zum Hochpumpen eingesetzt wurde.


Potenziale der Wasserkraft

Das Wort Potenzial kann verschiedene Dinge bedeuten. Das theoretische Potenzial beschreibt, wie viel Energie grundsätzlich in Wasserbewegung und Höhenunterschieden steckt. Das technische Potenzial berücksichtigt, was sich mit realer Technik nutzen lässt. Das technisch-ökologische Potenzial berücksichtigt zusätzlich Anforderungen an Natur- und Gewässerschutz.

Für Deutschland ist wichtig: Viele geeignete Standorte werden bereits genutzt. Ein großer Neubau von Wasserkraftwerken würde deshalb vergleichsweise wenig zusätzliche Strommenge bringen, könnte aber zusätzliche Eingriffe in Flüsse verursachen. Besonders interessant sind daher:

  1. Modernisierung: effizientere Turbinen, Generatoren und Regelungen an vorhandenen Standorten
  2. Leistungssteigerung: bessere Nutzung vorhandener Fallhöhen und Wasserführungen, soweit ökologisch vertretbar
  3. Fischschutz: technische Verbesserungen an Rechen, Bypässen und Abstiegswegen
  4. Gewässerdurchgängigkeit: Umbau bestehender Querbauwerke mit funktionsfähigen Wanderwegen für Wasserorganismen

Das bedeutet nicht, dass jede Modernisierung automatisch gut ist. Sie muss energetisch und ökologisch gemeinsam bewertet werden.


Ökologische Folgen


Warum ein Fluss mehr ist als fließendes Wasser

Ein natürlicher Fluss transportiert nicht nur Wasser. Er bewegt auch Kies, Sand, Holz, Nährstoffe und Lebewesen. Wasserstände verändern sich, Ufer werden umgestaltet, Fische wandern flussauf- und flussabwärts, und Auen werden zeitweise überflutet. Diese Dynamik schafft unterschiedliche Lebensräume.

Ein Wehr oder Staudamm kann diese Prozesse verändern. Deshalb können Wasserkraftanlagen unter anderem folgende Folgen haben:

  1. Unterbrochene Durchgängigkeit: Fische und andere Wasserorganismen können Wanderwege verlieren
  2. Verletzungsrisiko an Turbinen: Besonders beim Abstieg können Tiere in Turbinen gelangen
  3. Zu wenig Wasser in Ausleitungsstrecken: Lebensräume können zeitweise stark verkleinert werden
  4. Veränderter Sedimenttransport: Kies und Sand können sich oberhalb von Wehren ablagern und unterhalb fehlen
  5. Veränderte Strömung: Stauabschnitte ähneln stärker stehenden Gewässern als frei fließenden Flüssen
  6. Veränderte Gewässerstruktur: Ufer, Sohle und Auen können ihre natürliche Dynamik verlieren

Eine einzelne kleine Anlage erzeugt möglicherweise wenig Strom, kann aber trotzdem ein Wanderhindernis darstellen. Deshalb ist bei vielen Anlagen auch die Summenwirkung entlang eines Flusses wichtig.


Maßnahmen für mehr Gewässerschutz

Fischtreppen oder naturnahe Umgehungsgerinne können die Wanderung flussaufwärts verbessern. Für den Abstieg sind unter anderem geeignete Rechen, Leitstrukturen und Bypass-Systeme wichtig. Außerdem kann eine ausreichende Mindestwasserführung helfen, Lebensräume in Ausleitungsstrecken zu erhalten.

Solche Maßnahmen können Schäden verringern, beseitigen aber nicht automatisch alle ökologischen Folgen. Entscheidend ist, ob sie für die vorkommenden Arten, Größenklassen und Strömungsverhältnisse tatsächlich funktionieren.


Wasserkraft und Klimawandel

Der Klimawandel beeinflusst auch die Wasserkraft. In trockenen Jahren kann weniger Wasser durch die Turbinen fließen. Das senkt die Stromerzeugung, selbst wenn die installierte Leistung unverändert bleibt. Das trockene Jahr 2025 war dafür in Deutschland ein anschauliches Beispiel.

Mehr Starkregen bedeutet nicht automatisch mehr nutzbaren Wasserkraftstrom. Bei Hochwasser muss Wasser teilweise an Turbinen vorbeigeleitet werden, und extreme Abflüsse können die Betriebsführung erschweren. Für die langfristige Planung sind deshalb nicht nur Jahresniederschläge, sondern auch Abflussverteilung, Trockenperioden, Hochwasser und ökologische Mindestanforderungen wichtig.


Wasserkraft im Energiesystem bewerten

Wasserkraft hat mehrere Vorteile: Sie ist erneuerbar, verursacht im Betrieb keine direkte Verbrennung fossiler Brennstoffe und kann je nach Anlagentyp relativ gut regelbar sein. Pumpspeicher können außerdem kurzfristig Energie aufnehmen und später wieder abgeben.

Gleichzeitig ist der Ausbau in Deutschland räumlich und ökologisch begrenzt. Eine sinnvolle Bewertung darf deshalb nicht nur fragen: „Wie viele Kilowattstunden entstehen?“, sondern auch: „Welche Veränderungen entstehen im Gewässer und welche Alternativen gibt es?“

Für eine fundierte Entscheidung solltest Du mindestens vier Ebenen miteinander verbinden: Energieertrag, technische Machbarkeit, Kosten und ökologische Folgen.


Datenstand und Quellenhinweise

Die Zahlen zum deutschen Wasserkraftpotenzial und zu den ökologischen Anforderungen orientieren sich an Veröffentlichungen des Umweltbundesamtes. Für den aktuellen Stromdatenstand wurde die AGEE-Stat-Auswertung für das Jahr 2025 verwendet. Zahlen können sich durch spätere statistische Korrekturen oder unterschiedliche Abgrenzungen ändern.

  1. Umweltbundesamt: Nutzung der Wasserkraft
  2. Umweltbundesamt: Erneuerbare Energien in Zahlen
  3. Umweltbundesamt / AGEE-Stat: Erneuerbare Energien in Deutschland 2025


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Energieform besitzt Wasser aufgrund seiner Höhe? (Potenzielle Energie) (!Chemische Energie) (!Kernenergie) (!Schallenergie)




Welche Größe erhöht bei gleichem Volumenstrom direkt die mögliche Leistung eines Wasserkraftwerks? (Die Fallhöhe) (!Die Farbe des Wassers) (!Die Länge des Kraftwerksnamens) (!Die Zahl der Strommasten)




Welche Aufgabe hat der Generator im Wasserkraftwerk? (Er wandelt mechanische in elektrische Energie um) (!Er erzeugt neues Wasser) (!Er erhöht die Erdbeschleunigung) (!Er speichert Sedimente)




Welcher Kraftwerkstyp nutzt hauptsächlich die laufende Strömung eines Flusses? (Laufwasserkraftwerk) (!Kohlekraftwerk) (!Gezeitenkraftwerk) (!Solarkraftwerk)




Warum ist ein Pumpspeicherkraftwerk vor allem ein Speicher? (Es verschiebt elektrische Energie zeitlich über hochgepumptes Wasser) (!Es erzeugt beim Pumpen neue Energie) (!Es verbraucht überhaupt keine Energie) (!Es funktioniert ohne Höhenunterschied)




Welche Turbine eignet sich typischerweise besonders für große Fallhöhen? (Pelton-Turbine) (!Kaplan-Turbine) (!Dampfturbine) (!Windturbine)




Warum schwankt die jährliche Wasserkraftproduktion in Deutschland? (Die Wasserführung der Flüsse verändert sich) (!Die Erdbeschleunigung fällt im Sommer aus) (!Generatoren funktionieren nur im Winter) (!Turbinen dürfen nur nachts laufen)




Wo liegt ein großer Teil des noch erschließbaren deutschen Wasserkraftpotenzials? (In der Modernisierung bestehender Anlagen) (!Im Bau von Kraftwerken in jedem Bach) (!In der Nutzung von Meerwasser in den Alpen) (!In der Abschaffung von Generatoren)




Welche ökologische Wirkung kann ein Wehr haben? (Es kann Wanderwege von Fischen unterbrechen) (!Es erhöht automatisch die Artenvielfalt) (!Es beseitigt jeden Sedimenttransport vollständig weltweit) (!Es macht Mindestwasser grundsätzlich unnötig)




Welche Aussage zum trockenen Jahr 2025 ist richtig? (Die Wasserkraftproduktion in Deutschland war deutlich geringer als 2024) (!Die Wasserkraftproduktion verdoppelte sich) (!Die Wasserführung spielte keine Rolle) (!Deutschland erzeugte nur noch Strom aus Wasserkraft)





Memory

Turbine Wandelt Strömungsenergie in Drehbewegung um
Generator Erzeugt aus mechanischer Energie elektrische Energie
Fallhöhe Höhenunterschied des nutzbaren Wassers
Volumenstrom Wasservolumen pro Zeit
Pumpspeicher Speichert Energie mithilfe zweier Höhenniveaus
Fischtreppe Unterstützt die Wanderung an einem Querbauwerk
Mindestwasser Erforderlicher Abfluss in einer Gewässerstrecke
Wirkungsgrad Verhältnis von nutzbarer zu zugeführter Energie





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kaplan-Turbine geringe Fallhöhe und großer Volumenstrom
Pelton-Turbine große Fallhöhe und kleinerer Volumenstrom
Laufwasserkraftwerk fortlaufende Nutzung eines Flussabflusses
Pumpspeicherkraftwerk zeitliche Speicherung elektrischer Energie
Fischpass Verbesserung der Gewässerdurchgängigkeit






Kreuzworträtsel

Kaplan Welche Turbine ist für geringe Fallhöhen und große Wassermengen besonders geeignet?
Generator Welches Bauteil wandelt die Drehbewegung in elektrische Energie um?
Fallhöhe Wie heißt der nutzbare Höhenunterschied des Wassers?
Goldisthal Welcher Ort in Thüringen ist für ein großes Pumpspeicherwerk bekannt?
Fischtreppe Welche Anlage kann Fischen den Aufstieg an einem Wehr erleichtern?
Wirkungsgrad Wie heißt das Verhältnis von nutzbarer zu zugeführter Energie?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Wasser in großer Höhe besitzt

.
Im Wasserkraftwerk setzt das strömende Wasser eine

in Bewegung.
Der Generator wandelt mechanische Energie in

um.
Die nutzbare Höhendifferenz eines Kraftwerks heißt

.
Die pro Sekunde strömende Wassermenge wird als

beschrieben.
Ein Laufwasserkraftwerk nutzt vor allem den laufenden

.
Ein Pumpspeicherkraftwerk besitzt typischerweise ein Ober- und ein

.
Für große Fallhöhen eignet sich häufig die

.
Wanderhilfen für Fische verbessern die ökologische

.
Ein großer Teil des zusätzlichen deutschen Wasserkraftpotenzials liegt in der

bestehender Anlagen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Energieumwandlung: Zeichne den Weg der Energie vom Wasser im Oberwasser bis zur elektrischen Energie im Stromnetz und beschrifte mindestens vier Stationen.
  2. Wasserkraftwerk: Baue aus Alltagsmaterialien ein einfaches Wasserrad und dokumentiere mit Fotos, welche Form der Schaufeln sich am besten dreht.
  3. Medienanalyse: Wähle eines der Videos aus diesem aiMOOC und fasse in fünf eigenen Sätzen zusammen, was Du neu gelernt hast.
  4. Ökologie: Erstelle ein Informationsplakat, das zwei Vorteile und zwei mögliche Umweltfolgen der Wasserkraft verständlich gegenüberstellt.


Standard

  1. Leistung: Berechne mit der Wasserkraftformel die Leistung für drei selbst gewählte Kombinationen aus Fallhöhe und Volumenstrom und vergleiche die Ergebnisse.
  2. Turbinenvergleich: Erstelle eine Tabelle zu Kaplan-, Francis- und Pelton-Turbine und erkläre, warum unterschiedliche Standorte unterschiedliche Turbinen benötigen.
  3. Exkursion: Suche ein Wasserkraftwerk oder Wehr in Deiner Region, dokumentiere den Standort und prüfe auf Fotos oder vor Ort, ob Fischaufstieg, Rechen oder Umgehungsgerinne erkennbar sind.
  4. Interview: Entwickle sechs Fragen an eine Fachperson aus Wasserwirtschaft, Naturschutz oder Energieversorgung und werte die Antworten nach technischen und ökologischen Gesichtspunkten aus.


Schwer

  1. Wirkungsgrad: Plane einen Modellversuch, mit dem Du die zugeführte Lageenergie des Wassers und die abgegebene elektrische Energie eines kleinen Generators vergleichst.
  2. Gewässerökologie: Untersuche an einem realen Fluss, welche Querbauwerke vorhanden sind, und entwickle Kriterien für ihre ökologische Bewertung.
  3. Energiesystem: Erstelle ein Szenario, in dem Wind- und Solarstrom stark schwanken, und erkläre, welche Rolle Pumpspeicher übernehmen können und welche Grenzen bestehen.
  4. Debatte: Bereite eine strukturierte Streitfrage vor: Soll ein bestehendes Wehr für mehr Wasserkraft modernisiert, ökologisch umgebaut oder vollständig entfernt werden? Begründe jede Position mit Daten und Folgen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Fallhöhe: Zwei Standorte besitzen den gleichen Volumenstrom, aber unterschiedliche Fallhöhen. Erkläre ohne bloßes Einsetzen in eine Formel, warum ihre mögliche Leistung verschieden ist.
  2. Standortentscheidung: Ein alter Wehrstandort könnte modernisiert werden. Entwickle mindestens fünf Kriterien, nach denen entschieden werden sollte, ob eine energetische Nutzung sinnvoll ist.
  3. Pumpspeicher und Energiewende: Erkläre, warum ein Pumpspeicherkraftwerk für ein Stromsystem mit viel Wind- und Solarenergie nützlich sein kann, obwohl es beim Speichern Energie verliert.
  4. Ökologische Abwägung: Eine kleine Anlage liefert wenig Strom, blockiert aber einen wichtigen Fischwanderweg. Entwickle zwei mögliche Lösungen und bewerte ihre Vor- und Nachteile.
  5. Klimawandel und Wasserkraft: Leite her, wie längere Trockenperioden die Leistung, die Jahresenergie und mögliche ökologische Konflikte gleichzeitig beeinflussen können.
  6. Datenkompetenz: Erkläre, warum installierte Leistung in Gigawatt und Jahreserzeugung in Terawattstunden unterschiedliche Aussagen machen und warum beide Größen für die Bewertung wichtig sind.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen können, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst, sondern technische und ökologische Zusammenhänge erklären kannst.

  1. Du kannst die Energieumwandlung im Wasserkraftwerk fachlich richtig darstellen.
  2. Du kannst die Größen Fallhöhe, Volumenstrom, Wirkungsgrad und Leistung miteinander in Beziehung setzen.
  3. Du kannst Laufwasser-, Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke unterscheiden.
  4. Du kannst die Grundidee von Turbine, Generator und elektromagnetischer Induktion erklären.
  5. Du kannst das begrenzte Wasserkraftpotenzial Deutschlands einordnen.
  6. Du kannst mehrere ökologische Folgen von Wehren und Turbinen erläutern.
  7. Du kannst Maßnahmen wie Fischpass, Fischschutz und Mindestwasser kritisch bewerten.
  8. Du kannst eine Entscheidung zur Wasserkraft mit technischen, energetischen und ökologischen Argumenten begründen.




OERs zum Thema


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte