Warum Bayern 1963 nicht in die Bundesliga kam

Warum Bayern 1963 nicht in die Bundesliga kam
Warum Bayern 1963 nicht in die Bundesliga kam
Einleitung
Als im Sommer 1963 die Fußball-Bundesliga startete, gehörte der FC Bayern München nicht zu ihren 16 Gründungsmitgliedern. Aus heutiger Sicht wirkt das überraschend, denn Bayern entwickelte sich später zum erfolgreichsten deutschen Fußballverein. 1963 war die Lage jedoch völlig anders: Die neue Liga entstand aus einem komplizierten Auswahlverfahren, in dem langfristige sportliche Leistungen, die Platzierung in der letzten Oberliga-Saison, regionale Quoten, wirtschaftliche Voraussetzungen, Stadionanforderungen und die Absicht, zunächst nicht zwei Vereine aus derselben Stadt aufzunehmen, zusammenwirkten.
Der Münchner Rivale TSV 1860 München hatte dabei einen entscheidenden Vorteil: Die „Löwen“ wurden in der Saison 1962/63 Meister der Oberliga Süd und waren damit sportlich für die neue Bundesliga qualifiziert. Bayern lag in der sogenannten Zwölfjahreswertung zwar vor 1860, aber nur auf Rang sechs der süddeutschen Bewerber. Da dem Süden lediglich fünf Bundesliga-Plätze zustanden und 1860 als aktueller Südmeister einen davon beanspruchte, blieb für Bayern kein Platz. Zusätzlich erklärte der DFB, er halte es für die erste Bundesliga-Saison nicht für sinnvoll, zwei Vereine aus derselben Stadt aufzunehmen.
Die kurze Antwort lautet deshalb: Bayern scheiterte 1963 nicht an einem einzigen Kriterium. Entscheidend war das Zusammenspiel aus dem begrenzten süddeutschen Kontingent, der direkten Qualifikation des Südmeisters TSV 1860, Bayerns Position in der Zwölfjahreswertung und dem Grundsatz, zunächst nur einen Münchner Verein in die Bundesliga aufzunehmen.

Die Karte zeigt die Bewerber und die schließlich ausgewählten Vereine für die erste Bundesliga-Saison 1963/64. Sie macht deutlich, dass die Gründung nicht einfach durch eine einzige Abschlusstabelle entschieden wurde, sondern durch ein bundesweites Auswahlverfahren mit regionaler Verteilung.
Von den Oberligen zur Bundesliga
Der deutsche Spitzenfußball vor 1963
Vor Einführung der Bundesliga gab es in der Bundesrepublik keine einheitliche landesweite Liga als dauerhafte höchste Spielklasse. Die stärksten Vereine spielten in regionalen Oberligen. Dazu gehörten die Oberliga Nord, Oberliga West, Oberliga Südwest, Oberliga Süd und die Berliner Stadtliga. Erst nach der jeweiligen Saison wurde über Endrunden der Deutsche Meister ermittelt.
Dieses System hatte historische Gründe, wurde aber zunehmend kritisiert. Viele Verantwortliche wollten eine stärkere Konzentration der besten Mannschaften, regelmäßigere Spitzenspiele, bessere wirtschaftliche Bedingungen und eine professionellere Organisation. Internationale Profiligen, etwa in England, Italien oder Spanien, galten als Vergleichsmaßstab.
Der Beschluss von Dortmund
Am 28. Juli 1962 stimmte der DFB-Bundestag in Dortmund über die Einführung einer bundesweiten höchsten Spielklasse ab. Mit 103 zu 26 Stimmen wurde beschlossen, ab der Saison 1963/64 eine Bundesliga einzuführen.
Der erste Spieltag fand am 24. August 1963 statt. 16 Vereine nahmen teil. Von den damaligen Oberligavereinen hatten sich 46 um einen Platz beworben.
Die ARD-Dokumentation „Als die Bundesliga laufen lernte“ vermittelt einen Eindruck von der Anfangszeit der neuen Liga, ihren Spielern, Medienbedingungen und dem gesellschaftlichen Umfeld.
Wie die 16 Gründungsmitglieder ausgewählt wurden
Der Regionalschlüssel
Die 16 Plätze wurden nicht einfach an die 16 punktbesten Vereine der gesamten Bundesrepublik vergeben. Der DFB legte zunächst fest, wie viele Vereine aus den bisherigen regionalen Spitzenligen kommen sollten.
| Herkunft | Bundesliga-Plätze 1963/64 |
|---|---|
| Oberliga Süd | 5 |
| Oberliga West | 5 |
| Oberliga Nord | 3 |
| Oberliga Südwest | 2 |
| Berlin | 1 |
Für Bayern bedeutete das: Der Verein konkurrierte in erster Linie mit anderen Bewerbern aus der Oberliga Süd. Selbst eine gute Münchner Saisonleistung musste also im Zusammenhang mit nur fünf verfügbaren Süd-Plätzen gesehen werden.
Sportliche und wirtschaftliche Kriterien
Die Auswahl sollte mehrere Aspekte berücksichtigen. Besonders wichtig waren die sportliche Vergangenheit, die jüngere sportliche Entwicklung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und geeignete Infrastruktur.
Ein Bewerber musste unter anderem ein ausreichend großes Stadion und eine Flutlichtanlage nachweisen können. Als Richtgröße wurde ein Stadion mit mindestens 35.000 Zuschauerplätzen verlangt. Das Grünwalder Stadion, das sowohl vom TSV 1860 als auch vom FC Bayern genutzt wurde, spielte deshalb in der Münchner Bewerbung eine wichtige Rolle.
Das Foto zeigt das Grünwalder Stadion in modernerer Zeit. Historisch war die Spielstätte für beide großen Münchner Vereine von zentraler Bedeutung.
Die Zwölfjahreswertung
Um die sportliche Leistung nicht nur an einer einzigen Saison festzumachen, entwickelte der DFB die sogenannte Zwölfjahreswertung. Dafür wurden die Platzierungen der Vereine aus den Oberliga-Spielzeiten von 1951/52 bis 1962/63 in ein Punktesystem übertragen.
Die älteren Spielzeiten wurden schwächer, die jüngeren stärker gewichtet:
| Zeitraum | Gewichtung |
|---|---|
| 1951/52 bis 1954/55 | einfach |
| 1955/56 bis 1958/59 | doppelt |
| 1959/60 bis 1962/63 | dreifach |
Zusatzpunkte konnten unter anderem für Erfolge in Endrunden um die Deutsche Meisterschaft und in Pokalwettbewerben hinzukommen. Damit sollte verhindert werden, dass eine einzige besonders gute Saison allein über die Aufnahme entschied.
Wichtig ist jedoch: Die Zwölfjahreswertung war nicht das einzige Kriterium. Gerade die aktuelle Saison 1962/63 und die Qualifikation der jeweiligen Oberligameister erhielten erhebliches Gewicht.
Die Lage in der Oberliga Süd
Die Zwölfjahreswertung der wichtigsten süddeutschen Bewerber
In der maßgeblichen Wertung lag der FC Bayern vor dem TSV 1860, aber hinter mehreren anderen süddeutschen Vereinen.
| Rang | Verein | Punkte der Zwölfjahreswertung |
|---|---|---|
| 1 | 1. FC Nürnberg | 447 |
| 2 | Eintracht Frankfurt | 420 |
| 3 | Karlsruher SC | 419 |
| 4 | VfB Stuttgart | 408 |
| 5 | Kickers Offenbach | 382 |
| 6 | FC Bayern München | 288 |
| 7 | TSV 1860 München | 229 |
Diese Tabelle zeigt einen wichtigen Punkt: Die verbreitete Vorstellung, Bayern sei 1963 trotz eindeutig bester Qualifikationswerte allein zugunsten von 1860 übergangen worden, greift zu kurz. Bayern lag zwar deutlich vor 1860, hatte in der Zwölfjahreswertung aber auch fünf süddeutsche Konkurrenten vor sich.
Die Saison 1962/63 verändert die Lage
In der letzten Oberliga-Saison vor Einführung der Bundesliga wurde der TSV 1860 München unter Trainer Max Merkel Meister der Oberliga Süd. Bayern wurde Dritter.
| Platz | Verein | Punkte 1962/63 |
|---|---|---|
| 1 | TSV 1860 München | 44:16 |
| 2 | 1. FC Nürnberg | 41:19 |
| 3 | FC Bayern München | 40:20 |
| 4 | Eintracht Frankfurt | 39:21 |
| 5 | Karlsruher SC | 34:26 |
| 6 | VfB Stuttgart | 32:28 |
| 7 | Kickers Offenbach | 32:28 |
Der Meistertitel von 1860 war entscheidend. Die Meister der letzten Oberliga-Spielzeit galten als sportlich qualifiziert. Damit rückte 1860 trotz der schwächeren langfristigen Punktzahl vor Bayern.

Das historische 1860-Logo gehört in die Zeit, in der die Löwen den entscheidenden Südmeistertitel 1962/63 gewannen.
Warum 1860 und nicht Bayern?
1860 war Süddeutscher Meister
Der wichtigste unmittelbare sportliche Vorteil von 1860 war die Meisterschaft in der Oberliga Süd 1962/63. Gerade in dem Moment, in dem über die Bundesliga-Gründung entschieden wurde, waren die Löwen der bestplatzierte Münchner Verein und süddeutscher Meister.
Damit konnte der DFB die Wahl von 1860 nicht nur mit langfristigen Kriterien, sondern mit der aktuellen sportlichen Leistung begründen.
Nur fünf Plätze für den Süden
Von den 16 Bundesliga-Plätzen gingen lediglich fünf an die Oberliga Süd. Für die erste Saison wurden aus dem Süden schließlich folgende Vereine aufgenommen:
- 1. FC Nürnberg: langfristig einer der führenden süddeutschen Vereine
- Eintracht Frankfurt: hohe Position in der Zwölfjahreswertung
- Karlsruher SC: hohe Position in der Zwölfjahreswertung und ausreichende aktuelle Platzierung
- VfB Stuttgart: hohe Position in der Zwölfjahreswertung und ausreichende aktuelle Platzierung
- TSV 1860 München: Meister der Oberliga Süd 1962/63
Damit waren alle fünf Süd-Plätze vergeben. Kickers Offenbach blieb trotz einer höheren Zwölfjahreswertung als Bayern ebenfalls außen vor.
Das Stadtprinzip gegen einen zweiten Münchner Verein
Zusätzlich vertrat der DFB bei der Auswahl für die erste Saison den Grundsatz, nicht zwei Vereinen aus derselben Stadt einen Bundesliga-Platz zu geben. Nachdem der TSV 1860 als Südmeister berücksichtigt worden war, verschlechterte sich Bayerns Lage dadurch weiter.
Gerade dieses Argument sorgte in München für großen Ärger. Der FC Bayern sah darin eine Benachteiligung, weil beide Vereine sportlich und infrastrukturell eigenständige Bewerber waren.
Bayern lag vor 1860 in der Zwölfjahreswertung – warum reichte das nicht?
Die Zwölfjahreswertung darf nicht isoliert betrachtet werden. Bayern hatte dort 288 Punkte, 1860 nur 229. Dennoch erhielt 1860 den Zuschlag, weil der aktuelle Südmeistertitel eine besondere Bedeutung hatte.
Zugleich lag Bayern in der Zwölfjahreswertung nur auf Rang sechs der süddeutschen Kandidaten. Wenn 1860 als Meister einen Platz erhielt und insgesamt nur fünf Süd-Plätze vorhanden waren, konnte Bayern aus seiner höheren Wertung gegenüber dem Stadtrivalen allein keinen sicheren Anspruch ableiten.
Merksatz: Bayern war langfristig besser bewertet als 1860, aber 1860 war im entscheidenden Jahr Meister. Die Bundesliga-Auswahl kombinierte langfristige Wertung, aktuelle Leistung, Regionalquote und weitere Kriterien.
Die Entscheidung war umstritten
Die Auswahl der Gründungsmitglieder löste bei mehreren Vereinen Proteste aus. Nicht nur Bayern, sondern auch andere nicht berücksichtigte Bewerber fühlten sich benachteiligt.
Beim FC Bayern reagierte Präsident Wilhelm Neudecker besonders scharf. Er legte gegen die Nichtaufnahme Protest ein. In historischen Darstellungen wird von einem umfangreichen Beschwerdeschreiben berichtet. Der Protest blieb erfolglos.
In der späteren Bewertung unterscheiden sich die Perspektiven. Vereinsdarstellungen des FC Bayern betonen die empfundene Ungerechtigkeit. Andere historische Analysen weisen darauf hin, dass Bayern auch nach der Zwölfjahreswertung keinen der vier neben dem Südmeister verfügbaren süddeutschen Plätze sicher erreicht hätte. Die Bundeszentrale für politische Bildung hebt zudem hervor, dass die Kriterien während des Auswahlprozesses als wenig transparent wahrgenommen wurden.
Für die historische Urteilsbildung ist deshalb wichtig, zwischen drei Ebenen zu unterscheiden: den formalen Auswahlregeln, ihrer konkreten Anwendung und der späteren Erinnerung der beteiligten Vereine.

Das Bayern-Logo stammt aus der Zeit der verpassten Bundesliga-Aufnahme und der anschließenden Jahre in der Regionalliga.
Was geschah danach?
Bayern musste in die Regionalliga Süd
Der FC Bayern spielte 1963/64 nicht in der Bundesliga, sondern in der neu geschaffenen zweitklassigen Regionalliga Süd. Der erste Aufstiegsversuch scheiterte 1964 in der Aufstiegsrunde.
In der Saison 1964/65 wurde Bayern Meister der Regionalliga Süd und setzte sich anschließend in der Aufstiegsrunde durch. Am 26. Juni 1965 machte der Verein mit einem 8:0 bei Tennis Borussia Berlin den Aufstieg perfekt.
Damit spielte Bayern ab der Saison 1965/66 in der Bundesliga.
Der verpasste Start als möglicher Wendepunkt
Rückblickend wird die Nichtaufnahme von 1963 häufig als möglicher Glücksfall für den FC Bayern beschrieben. Der finanziell noch nicht besonders starke Verein musste zunächst mit begrenzten Mitteln arbeiten und setzte verstärkt auf junge Spieler und Talente.
In dieser Phase entwickelten sich Spieler wie Sepp Maier und Franz Beckenbauer. Gerd Müller kam 1964 zum Verein. Unter Trainer Zlatko Čajkovski entstand eine junge Mannschaft, die nach dem Aufstieg schnell Erfolge feierte.
Diese Entwicklung bedeutet nicht, dass Bayerns Ausschluss zwangsläufig notwendig für den späteren Erfolg war. Historisch lässt sich aber feststellen, dass die zwei Jahre außerhalb der Bundesliga eine wichtige Phase des sportlichen und organisatorischen Neuaufbaus wurden.
1860s erfolgreicher Start in die neue Ära
Der TSV 1860 war nicht nur Gründungsmitglied der Bundesliga, sondern gehörte in den ersten Jahren zu den stärksten deutschen Mannschaften. 1964 gewann der Verein den DFB-Pokal, 1965 erreichte er das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger und 1966 wurde 1860 Deutscher Meister.
Damit war die Entscheidung von 1963 aus damaliger Perspektive keineswegs so absurd, wie sie aus heutiger Sicht erscheinen kann. Die Löwen waren zu dieser Zeit sportlich eine Spitzenmannschaft.
Der historische BR-Beitrag von 1963 zeigt am Beispiel des TSV 1860, welche wirtschaftlichen und organisatorischen Fragen der Übergang zum Bundesliga-Fußball aufwarf.
Mythos und historische Einordnung
Die Geschichte wird heute oft stark verkürzt erzählt: „1860 kam rein, Bayern nicht.“ Historisch genauer ist folgende Einordnung:
- Bundesliga-Gründung: Die neue Liga wurde 1962 beschlossen und begann 1963 mit nur 16 Vereinen.
- Regionalschlüssel: Der Süden erhielt lediglich fünf Plätze.
- Zwölfjahreswertung: Bayern lag vor 1860, aber nur auf Rang sechs der süddeutschen Kandidaten.
- Oberliga Süd 1962/63: 1860 wurde Meister, Bayern Dritter.
- Stadtprinzip: Der DFB wollte zunächst nicht zwei Vereine aus derselben Stadt aufnehmen.
- Folge: 1860 wurde Gründungsmitglied, Bayern musste zunächst in die Regionalliga Süd.
Die entscheidende Erkenntnis lautet: Bayerns Nichtaufnahme war das Ergebnis eines Auswahlverfahrens, das mehrere Kriterien kombinierte und politisch wie sportlich umstritten war.
Zeitleiste
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| 28. Juli 1962 | Der DFB-Bundestag beschließt die Einführung der Bundesliga. |
| Saison 1962/63 | TSV 1860 wird Meister der Oberliga Süd, Bayern wird Dritter. |
| Frühjahr 1963 | Der DFB entscheidet über die 16 Gründungsmitglieder. |
| Mai 1963 | Bayern wird nicht aufgenommen, 1860 erhält einen Bundesliga-Platz. |
| 24. August 1963 | Die erste Bundesliga-Saison beginnt. |
| Saison 1963/64 | Bayern spielt in der Regionalliga Süd. |
| 26. Juni 1965 | Bayern macht den Aufstieg in die Bundesliga perfekt. |
| Saison 1965/66 | Bayern und 1860 spielen erstmals gemeinsam in der Bundesliga. |
Quellen und Vertiefung
- DFB: Saison 1963/1964 – Wie alles begann
- DFB: Historie zur Bundesliga-Gründung
- Wikipedia: Fußball-Bundesliga
- Wikipedia: Zwölfjahreswertung
- Bundeszentrale für politische Bildung: Der lange Weg zum Profi
- FC Bayern: Harte Zeiten und Wiederaufbau
- TSV 1860: Blick zurück – Saison 1963/1964
- Wikimedia Commons: Auswahl der Bundesligavereine 1963/64
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wann beschloss der DFB-Bundestag die Einführung der Bundesliga? (28. Juli 1962) (!24. August 1963) (!6. Mai 1964) (!26. Juni 1965)
Wie viele Vereine spielten in der ersten Bundesliga-Saison 1963/64? (16) (!12) (!18) (!20)
Wie viele Bundesliga-Plätze erhielt die Oberliga Süd für die erste Saison? (5) (!3) (!6) (!8)
Was war die Zwölfjahreswertung? (Ein sportlicher Bewertungsschlüssel für die Bundesliga-Auswahl) (!Eine Tabelle nur der Saison 1962/63) (!Eine Rangliste der Stadiongrößen) (!Eine Liste der zwölf reichsten Vereine)
Welcher Münchner Verein wurde 1962/63 Meister der Oberliga Süd? (TSV 1860 München) (!FC Bayern München) (!FC Wacker München) (!SpVgg Unterhaching)
Welchen Tabellenplatz belegte Bayern in der Oberliga Süd 1962/63? (Den dritten Platz) (!Den ersten Platz) (!Den fünften Platz) (!Den achten Platz)
Welche Aussage zur Zwölfjahreswertung der beiden Münchner Vereine stimmt? (Bayern lag vor 1860) (!1860 lag vor Bayern) (!Beide hatten gleich viele Punkte) (!Beide wurden nicht bewertet)
Welcher zusätzliche Grund erschwerte Bayerns Aufnahme 1963? (Der DFB wollte zunächst nicht zwei Vereine aus derselben Stadt aufnehmen) (!Bayern besaß keine Fußballmannschaft) (!München durfte grundsätzlich keinen Bundesligisten stellen) (!Bayern hatte seine Bewerbung zurückgezogen)
In welcher Liga spielte Bayern 1963/64? (Regionalliga Süd) (!Bundesliga) (!Oberliga Nord) (!2. Bundesliga)
Wann gelang Bayern der Aufstieg in die Bundesliga? (1965) (!1963) (!1964) (!1968)
Memory
| Bundesliga | Neue bundesweite höchste Spielklasse ab 1963 |
| Zwölfjahreswertung | Langfristige Bewertung sportlicher Leistungen |
| TSV 1860 München | Südmeister der Saison 1962/63 |
| FC Bayern München | 1963 zunächst nicht aufgenommen |
| Regionalschlüssel | Verteilung der Startplätze auf die bisherigen Fußballregionen |
| Oberliga Süd | Frühere höchste Spielklasse im Süden |
| Grünwalder Stadion | Gemeinsame wichtige Münchner Spielstätte |
| Wilhelm Neudecker | Bayern-Präsident und Gegner der Ablehnung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Zwölfjahreswertung | Langfristige sportliche Bilanz |
| Südmeisterschaft | Direkte sportliche Qualifikation von 1860 |
| Regionalschlüssel | Verteilung der Startplätze nach Gebieten |
| Stadionanforderung | Infrastrukturelle Voraussetzung |
| Stadtprinzip | Zunächst nur ein Münchner Bundesligist |
| Regionalliga Süd | Bayerns Spielklasse nach der Ablehnung |
Kreuzworträtsel
| Bundesliga | Wie hieß die neue bundesweite höchste Spielklasse ab 1963? |
| Oberliga | Wie hieß die höchste regionale Spielklasse im Süden vor Einführung der Bundesliga? |
| Löwen | Wie lautet der bekannte Beiname des TSV 1860 München? |
| München | Aus welcher Stadt kamen Bayern und 1860? |
| Regionalliga | In welcher Spielklasse musste Bayern nach der Nichtaufnahme antreten? |
| Neudecker | Wie hieß der Bayern-Präsident, der gegen die Ablehnung protestierte? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bundesliga-Gründung: Gestalte eine Zeitleiste von 1962 bis 1965 mit mindestens sechs wichtigen Stationen und erkläre zu jedem Ereignis in einem Satz seine Bedeutung.
- Zwölfjahreswertung: Erstelle ein Schaubild, das zeigt, warum eine langfristige Wertung andere Ergebnisse liefern kann als eine einzelne Saison.
- TSV 1860 München: Gestalte ein Kurzporträt der Löwen in der Saison 1962/63 und erkläre, warum der Meistertitel so wichtig wurde.
- FC Bayern München: Schreibe aus Sicht eines Bayern-Fans im Mai 1963 einen kurzen fiktiven Tagebucheintrag und kennzeichne anschließend, welche Aussagen historisch belegt und welche erfunden sind.
Standard
- Auswahlkriterien: Entwickle ein eigenes transparentes Verfahren, mit dem Du 16 Vereine für eine neue Liga auswählen würdest, und begründe die Gewichtung Deiner Kriterien.
- Quellenkritik: Vergleiche die Darstellung des DFB, des FC Bayern und des TSV 1860 zur Bundesliga-Gründung und notiere Gemeinsamkeiten, Unterschiede und mögliche Interessen der jeweiligen Quelle.
- Grünwalder Stadion: Recherchiere die Bedeutung des Stadions für beide Münchner Vereine und erstelle eine bebilderte digitale Ausstellung mit frei lizenzierten Medien.
- Münchner Stadtderby: Produziere einen kurzen Podcast über die Rivalität zwischen Bayern und 1860 in den frühen 1960er Jahren und erkläre dabei, warum 1963 ein Wendepunkt war.
Schwer
- Historisches Urteil: Verfasse eine begründete Stellungnahme zur Frage, ob Bayerns Nichtaufnahme 1963 nach den damaligen Regeln nachvollziehbar, ungerecht oder beides zugleich war.
- Datenanalyse: Untersuche die Zwölfjahreswertung und die Abschlusstabelle 1962/63 gemeinsam und visualisiere, welche Vereine je nach Auswahlmethode in die Bundesliga gekommen wären.
- Zeitzeugen und Erinnerungskultur: Führe ein Interview mit einem Vereinsarchivar, Sporthistoriker oder langjährigen Fan und vergleiche dessen Erinnerung mit mindestens zwei schriftlichen Quellen.
- Dokumentarfilm: Plane einen fünf- bis zehnminütigen Film mit Sprechertext, Quellen, Karten und historischen Bildern zum Titel „Warum Bayern 1963 nicht in die Bundesliga kam“.


Lernkontrolle
- Kriterienkonflikt: Erkläre, warum die Zwölfjahreswertung allein nicht ausreicht, um die Auswahl von 1860 und die Ablehnung Bayerns zu verstehen.
- Perspektivwechsel: Beurteile die Entscheidung einmal aus Sicht des DFB und einmal aus Sicht des FC Bayern. Welche Argumente sind jeweils besonders stark?
- Regelgerechtigkeit: Entwickle Kriterien dafür, wann ein Auswahlverfahren als fair gelten kann, und wende sie auf die Bundesliga-Gründung 1963 an.
- Regionalprinzip: Erörtere, welche Vorteile und Nachteile ein fester Regionalschlüssel gegenüber einer rein sportlichen Gesamtrangliste haben kann.
- Aktuelle Leistung und Tradition: Diskutiere, ob die jüngste Saison stärker gewichtet werden sollte als langjährige sportliche Erfolge.
- Kontrafaktische Geschichte: Entwickle ein begründetes Szenario, wie sich der Münchner Fußball möglicherweise verändert hätte, wenn Bayern statt 1860 aufgenommen worden wäre. Trenne dabei Fakten und Spekulation klar.
- Erinnerungskultur im Fußball: Untersuche, warum die Geschichte „Bayern wurde 1963 abgelehnt“ heute oft stärker erinnert wird als die komplizierten Details des Auswahlverfahrens.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Daten auswendig kennst, sondern die Entscheidung von 1963 erklären und beurteilen kannst.
- Bundesliga-Gründung: Du kannst den Beschluss von 1962 und den Start der Liga 1963 zeitlich einordnen.
- Regionalschlüssel: Du kannst erklären, warum der Oberliga Süd nur fünf Plätze zustanden.
- Zwölfjahreswertung: Du kannst Zweck und Funktionsweise der langfristigen sportlichen Bewertung erläutern.
- TSV 1860 München: Du kannst begründen, warum die Südmeisterschaft 1962/63 für 1860 entscheidend war.
- FC Bayern München: Du kannst erklären, warum Bayerns bessere Zwölfjahreswertung gegenüber 1860 allein nicht zur Aufnahme führte.
- Stadtprinzip: Du kannst die Bedeutung der Entscheidung gegen zwei Vereine aus derselben Stadt darstellen.
- Historische Urteilsbildung: Du kannst zwischen damaligen Regeln, ihrer Anwendung und späteren Vereinsdarstellungen unterscheiden.
- Folgen: Du kannst Bayerns Weg über die Regionalliga bis zum Bundesliga-Aufstieg 1965 sowie 1860s frühen Bundesliga-Erfolge einordnen.
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