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Strukturwandel - Deutschland

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Strukturwandel - Deutschland



Strukturwandel - Deutschland

Der Strukturwandel in Deutschland zeigt, wie sich Wirtschaft, Arbeit und Bildung über lange Zeit verändern. Besonders deutlich wird das am Weg von der Montanindustrie mit Kohle und Stahl hin zu einer Wirtschaft, in der Dienstleistungen, Wissen, Forschung, digitale Technologien und vernetzte Industrie immer wichtiger werden. Für Dich in Ausbildung, Studium oder Beruf ist dieser Wandel besonders relevant: Tätigkeiten verändern sich, neue Berufe entstehen und Weiterbildung wird zu einem dauerhaften Teil des Arbeitslebens.


Einleitung

Strukturwandel bedeutet eine längerfristige Veränderung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen. Er zeigt sich zum Beispiel daran, welche Branchen wachsen oder schrumpfen, wo Menschen arbeiten, welche Qualifikationen gebraucht werden und welche Regionen sich neu ausrichten müssen. Strukturwandel ist deshalb mehr als der Austausch alter Maschinen gegen neue Technik.

In Deutschland lassen sich mehrere große Veränderungen beobachten. Die Bedeutung der Landwirtschaft für die Beschäftigung sank stark. Während der Industrialisierung wurden Bergbau, Stahl, Maschinenbau, Chemie und andere Industriezweige prägend. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm der Anteil der Dienstleistungen deutlich zu. Gleichzeitig verschwindet Industrie nicht einfach: Moderne Industrie verbindet Produktion zunehmend mit Software, Daten, Forschung, Logistik und spezialisierten Dienstleistungen.

Ein besonders bekanntes Beispiel ist das Ruhrgebiet. Dort prägten Steinkohle und Stahl über Jahrzehnte Wirtschaft, Städte und Arbeitswelt. Mit der Kohlekrise ab den späten 1950er-Jahren begann ein langwieriger Wandel. Stillgelegte Industrieflächen wurden teilweise zu Kulturorten, Parks, Wohn- und Gewerbegebieten oder Standorten für Hochschulen und neue Unternehmen. Der Wandel brachte Chancen, aber auch Arbeitsplatzverluste, soziale Belastungen und die Notwendigkeit neuer Qualifikationen mit sich.[1]


Von Kohle und Stahl zu neuen Wirtschaftsstrukturen

Kohle und Stahl waren lange Kernbereiche der deutschen Industrie. Kohle lieferte Energie und war Grundlage für die Kokserzeugung; Stahl wurde für Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude und Infrastruktur benötigt. Im Ruhrgebiet entstanden große Zechen, Hüttenwerke und eng miteinander verbundene Industriestädte.

Seit den 1950er-Jahren geriet besonders der deutsche Steinkohlenbergbau unter Druck. Importkohle war häufig günstiger, Energieträger wie Erdöl und Erdgas gewannen an Bedeutung, Produktionsverfahren wurden effizienter und internationale Konkurrenz nahm zu. Später trafen Krisen und Überkapazitäten auch Teile der Stahlindustrie. 2018 endete mit der Schließung von Prosper-Haniel in Bottrop die reguläre Förderung deutscher Steinkohle.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Deutschland zu einem Land ohne Industrie geworden ist. Stahl, Maschinenbau, Fahrzeugbau, Chemie, Elektrotechnik und andere Industriezweige bleiben wirtschaftlich wichtig. Verändert haben sich vor allem Produktionsweisen, Beschäftigtenzahlen, internationale Lieferketten und die benötigten Kompetenzen. Automatisierung und Digitalisierung ermöglichen es beispielsweise, mit weniger direkter Handarbeit komplexere Produktionsprozesse zu steuern.

Strukturwandel verändert auch Orte. Der Landschaftspark Duisburg-Nord nutzt ein ehemaliges Hüttenwerk heute als Industrie- und Kulturdenkmal sowie Freizeit- und Veranstaltungsort.

Auch der Phoenix-See in Dortmund zeigt räumlichen Strukturwandel. Auf einem früheren Stahlwerksgelände entstanden nach der industriellen Nutzung ein See, Wohnungen, Büros und Freizeitflächen. Solche Projekte zeigen, wie ehemalige Industrieareale neue Funktionen erhalten können. Sie zeigen aber auch, dass Strukturwandel Planung, Investitionen und oft viele Jahre Zeit benötigt.


Vom Industrie- zum Dienstleistungs- und Wissensstandort

Die langfristige Veränderung lässt sich an der Beschäftigung in den drei großen Wirtschaftssektoren erkennen. Zum primären Sektor gehören vor allem Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei. Der sekundäre Sektor umfasst das produzierende Gewerbe. Zum tertiären Sektor zählen Dienstleistungen wie Handel, Verkehr, Gesundheit, Bildung, Verwaltung, Beratung, Finanzwesen oder Information und Kommunikation.

Nach Daten des Statistischen Bundesamtes arbeiteten 1950 im damaligen Erhebungsgebiet 24,6 Prozent der Erwerbstätigen im primären, 42,9 Prozent im sekundären und 32,5 Prozent im tertiären Sektor. 2025 lagen die Anteile bei 1,2 Prozent, 22,8 Prozent und 75,9 Prozent. Wegen veränderter Gebietsstände und Wirtschaftsklassifikationen ist der Langzeitvergleich nur als Orientierung zu verstehen; die grundsätzliche Verschiebung ist aber eindeutig.[2]

Wirtschaftssektor 1950 2025 Typische Beispiele
Primärer Sektor 24,6 % 1,2 % Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei
Sekundärer Sektor 42,9 % 22,8 % Industrie, Produktion, Bau
Tertiärer Sektor 32,5 % 75,9 % Gesundheit, Handel, Bildung, IT, Verwaltung, Beratung

Ein hoher Dienstleistungsanteil bedeutet nicht, dass Produktion unwichtig geworden ist. Viele Dienstleistungen sind direkt mit Industrie verbunden: Softwareunternehmen programmieren Produktionssysteme, Ingenieurbüros entwickeln Anlagen, Logistikunternehmen organisieren Lieferketten und Forschungseinrichtungen entwickeln neue Werkstoffe. Die Grenzen zwischen Industrie und Dienstleistungen werden dadurch teilweise unschärfer.


Wissen als Produktionsfaktor

In einer Wissensgesellschaft werden Wissen, Forschung, Daten und Qualifikationen zu wichtigen Grundlagen wirtschaftlicher Wertschöpfung. Hochschulen bilden Fachkräfte aus, betreiben Forschung und arbeiten mit Unternehmen zusammen. Forschungsinstitute, Start-ups und Entwicklungsabteilungen übertragen wissenschaftliche Erkenntnisse in Produkte und Verfahren.

Gerade das Ruhrgebiet zeigt diesen Wandel. Die Ruhr-Universität Bochum nahm 1965 ihren Lehrbetrieb auf und wurde Teil einer breiteren Entwicklung, durch die aus einer klassischen Montanregion auch eine Hochschul- und Wissenschaftsregion wurde.[3]

Wissen ersetzt dabei nicht jede praktische Tätigkeit. Eine moderne Volkswirtschaft braucht beispielsweise Fachkräfte in Produktion, Pflege, Handwerk, Logistik, IT und Bildung ebenso wie Forschende oder Ingenieurinnen und Ingenieure. Entscheidend ist, dass viele Tätigkeiten wissensintensiver werden und häufiger technische, digitale und kommunikative Kompetenzen miteinander verbinden.


Digitalisierung und Industrie 4.0

Digitalisierung bedeutet, Informationen und Prozesse digital abzubilden, zu verarbeiten und zu vernetzen. In Unternehmen reicht das von digitaler Buchhaltung und Videokonferenzen bis zu vernetzten Maschinen, automatisierten Lagern, künstlicher Intelligenz oder digitalen Geschäftsmodellen.

Industrie 4.0 bezeichnet besonders die Vernetzung industrieller Produktion mit digitalen Technologien. Maschinen, Sensoren, Softwaresysteme und Menschen tauschen Daten aus. Produktionsanlagen können ihren Zustand melden, Wartungsbedarf früh erkennen oder Arbeitsschritte automatisch koordinieren. Dadurch verändert sich nicht nur die Technik, sondern auch die Arbeit der Menschen, die diese Systeme planen, bedienen, warten und verbessern.

Digitale Wirtschaft benötigt außerdem eine physische Infrastruktur: Glasfasernetze, Mobilfunk, Rechenzentren, Stromversorgung und sichere IT-Systeme. Auch digitale Dienstleistungen sind daher an Energie, Gebäude, Hardware und technische Fachkräfte gebunden.

Digitalisierung schafft neue Tätigkeiten, verändert bestehende und kann einzelne Routineaufgaben automatisieren. Deshalb ist die Frage nicht nur, welche Berufe verschwinden oder entstehen, sondern vor allem, welche Aufgaben innerhalb eines Berufs neu verteilt werden. Eine Industriekauffrau kann beispielsweise mit Datenanalyse arbeiten, ein Mechatroniker vernetzte Anlagen diagnostizieren und eine Pflegefachkraft digitale Dokumentationssysteme nutzen.


Ausbildung im Strukturwandel

Die duale Berufsausbildung verbindet Lernen im Betrieb mit Unterricht in der Berufsschule. Damit sie zu einer veränderten Arbeitswelt passt, werden Ausbildungsordnungen regelmäßig modernisiert. Seit 2021 gehören bei neu in Kraft tretenden Ausbildungsordnungen verbindliche Standardberufsbildpositionen unter anderem zu Digitalisierter Arbeitswelt sowie Umweltschutz und Nachhaltigkeit dazu.[4]

Das bedeutet nicht, dass jede Ausbildung zu einer reinen IT-Ausbildung wird. Digitale Kompetenzen werden mit dem jeweiligen Fach verbunden. In einem Industrieberuf kann es um vernetzte Maschinen gehen, im Handel um digitale Warenwirtschaft, im Büro um Daten- und Prozessmanagement und im Handwerk um digitale Planung, Diagnose oder Dokumentation.

Neue oder modernisierte Berufsbilder reagieren ebenfalls auf veränderte Anforderungen. Ein Beispiel ist Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Digitalisierungsmanagement. Dort geht es unter anderem darum, Geschäftsprozesse zu analysieren und digitale Lösungen wirtschaftlich sinnvoll einzusetzen.[5]

Für Auszubildende werden neben Fachwissen deshalb weitere Fähigkeiten wichtiger: Probleme systematisch lösen, digitale Werkzeuge sicher nutzen, Daten beurteilen, im Team arbeiten, Veränderungen erklären und sich selbstständig neues Wissen aneignen. Das BIBB untersucht diese Veränderungen unter dem Begriff Berufsbildung 4.0.[6]


Studium im Strukturwandel

Auch Hochschulen reagieren auf wirtschaftlichen und technologischen Wandel. Klassische Fächer wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftswissenschaften oder Medizin verändern ihre Inhalte. Gleichzeitig gewinnen Bereiche wie Informatik, Data Science, Wirtschaftsinformatik, Robotik, Nachhaltigkeitsmanagement und digitale Gesundheitsanwendungen an Bedeutung.

Das Studium liefert nicht nur direkt verwertbares Spezialwissen. Wissenschaftliches Arbeiten, analytisches Denken und die Fähigkeit, komplexe Probleme zu untersuchen, sind ebenfalls wichtig. Im Strukturwandel entstehen viele Aufgaben an den Schnittstellen verschiedener Fachgebiete. Ein Produktionssystem kann beispielsweise gleichzeitig Kenntnisse aus Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Datenanalyse und Betriebswirtschaft erfordern.

Ausbildung und Studium sind deshalb keine einfachen Gegensätze.

Merkmal Ausbildung Studium
Lernorte Betrieb und Berufsschule Hochschule, Labor, Praxisprojekte
Schwerpunkt Berufliche Handlungsfähigkeit und Praxis Wissenschaftliche Grundlagen und vertiefte Theorie
Bezug zum Strukturwandel Neue Verfahren direkt im Beruf anwenden Neue Verfahren erforschen, entwickeln und bewerten
Weiterentwicklung Fortbildung, Berufsspezialisierung, Bachelor Professional, Meister Master, Weiterbildung, Promotion, berufliche Spezialisierung

Durchlässigkeit wird wichtiger: Nach einer Ausbildung kann ein Studium folgen, nach einem Studium eine berufliche Weiterbildung, und in beiden Wegen können zusätzliche Zertifikate oder Spezialisierungen sinnvoll sein. Die entscheidende Fähigkeit ist zunehmend, Lernen nicht als einmal abgeschlossene Phase zu betrachten.


Wirtschaftliche Chancen und Herausforderungen

Strukturwandel kann die Produktivität erhöhen, neue Unternehmen hervorbringen und neue Tätigkeitsfelder schaffen. Digitalisierung ermöglicht neue Produkte und Dienstleistungen. Forschung kann Innovationen fördern. Die Energiewende eröffnet zusätzliche Märkte für erneuerbare Energien, Netze, Speicher, Gebäudetechnik und klimafreundlichere Industrieprozesse.

Gleichzeitig entstehen Risiken und Konflikte. Wenn ein großer Arbeitgeber schließt, betrifft das nicht nur die Beschäftigten selbst, sondern auch Zulieferer, Geschäfte, Kommunalfinanzen und das Selbstbild einer Region. Neue Arbeitsplätze entstehen außerdem nicht immer am gleichen Ort, zur gleichen Zeit oder für Menschen mit den gleichen Qualifikationen. Genau deshalb sind Weiterbildung, Infrastruktur, Unternehmensgründungen und regionale Wirtschaftspolitik wichtige Bestandteile des Strukturwandels.

Ein aktuelles Beispiel ist der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung. Das Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen soll betroffene Regionen beim Aufbau neuer wirtschaftlicher Perspektiven unterstützen. Vorgesehen sind bis 2038 Finanzhilfen von bis zu 14 Milliarden Euro für bedeutsame Investitionen der Länder und Gemeinden sowie weitere Maßnahmen des Bundes von bis zu 26 Milliarden Euro.[7]

Strukturwandel ist daher weder automatisch Erfolg noch automatisch Niedergang. Ob er sozial und wirtschaftlich gelingt, hängt unter anderem davon ab, ob Beschäftigte neue Chancen erhalten, Unternehmen investieren, Bildung zugänglich ist und Regionen neue Stärken entwickeln können.


Was bedeutet der Strukturwandel für Dich?

Wenn Du eine Ausbildung oder ein Studium planst, musst Du nicht versuchen, den einen garantiert „zukunftssicheren“ Beruf zu finden. Berufe verändern sich ständig. Sinnvoller ist es, eine solide fachliche Grundlage mit Fähigkeiten zu verbinden, die auch bei technischen Veränderungen wichtig bleiben.

Dazu zählen Fachwissen, digitale Grundkompetenzen, Datenverständnis, Problemlösefähigkeit, Kommunikation, Teamarbeit und selbstständiges Lernen. Ebenso wichtig ist die Fähigkeit, technische Entwicklungen kritisch zu beurteilen: Nicht jede neue Technik ist automatisch wirtschaftlich, nachhaltig oder gesellschaftlich sinnvoll.

Strukturwandel bedeutet damit auch Lernwandel. Wer heute einen Beruf erlernt oder ein Studium beginnt, wird wahrscheinlich während des gesamten Erwerbslebens neue Programme, Verfahren, Regeln und Technologien kennenlernen. Weiterbildung wird deshalb zu einem normalen Bestandteil moderner Berufsbiografien.


Quellen und Vertiefung


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Strukturwandel am besten? (Eine längerfristige Veränderung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strukturen) (!Eine kurzfristige Preissenkung in einem einzelnen Geschäft) (!Den Austausch einer einzigen Maschine) (!Nur den Umzug eines Unternehmens)




Welcher Wirtschaftssektor beschäftigte 2025 in Deutschland den größten Anteil der Erwerbstätigen? (Der tertiäre Sektor) (!Der primäre Sektor) (!Der Bergbausektor) (!Der Agrarsektor)




Welche Branche prägte gemeinsam mit der Stahlindustrie lange Zeit das Ruhrgebiet? (Der Steinkohlenbergbau) (!Die Raumfahrtindustrie) (!Die Fischerei) (!Der Baumwollanbau)




Wann endete die reguläre Steinkohleförderung in Deutschland? (2018) (!1990) (!2002) (!2025)




Was ist ein typisches Merkmal von Industrie 4.0? (Die digitale Vernetzung von Maschinen und Produktionsprozessen) (!Die vollständige Abschaffung von Computern) (!Die Rückkehr zur reinen Handarbeit) (!Die Trennung aller Maschinen voneinander)




Welche Aussage zur Industrie in Deutschland ist richtig? (Industrie bleibt wichtig und wird zugleich digitaler und wissensintensiver) (!Industrie ist in Deutschland vollständig verschwunden) (!Industrie hat mit Dienstleistungen keine Verbindung) (!Industrie benötigt keine qualifizierten Fachkräfte mehr)




Was gehört zu den modernisierten Standardberufsbildpositionen in der Ausbildung? (Digitalisierte Arbeitswelt) (!Abschaffung aller Berufsschulen) (!Verbot digitaler Kommunikation) (!Ausschließliche Arbeit mit Papier)




Warum sind Hochschulen für den Strukturwandel wichtig? (Sie verbinden Qualifizierung, Forschung und Wissenstransfer) (!Sie ersetzen grundsätzlich alle Ausbildungsbetriebe) (!Sie verhindern technischen Fortschritt) (!Sie beschäftigen ausschließlich Lehrkräfte)




Was beschreibt ein Qualifikationsproblem im Strukturwandel? (Neue Arbeitsplätze verlangen andere Kompetenzen als weggefallene Tätigkeiten) (!Jeder neue Beruf verlangt exakt dieselben Fähigkeiten) (!Weiterbildung wird grundsätzlich überflüssig) (!Technische Veränderungen haben keinen Einfluss auf Arbeit)




Welche Haltung passt am besten zu einer sich wandelnden Arbeitswelt? (Fachwissen aufbauen und die eigene Lernfähigkeit weiterentwickeln) (!Nach Ausbildungsende nie wieder etwas Neues lernen) (!Digitale Werkzeuge grundsätzlich vermeiden) (!Nur Tätigkeiten wählen die sich niemals verändern)





Memory

Strukturwandel langfristige Veränderung der Wirtschaftsstruktur
Sekundärsektor produzierendes Gewerbe
Tertiärsektor Dienstleistungen
Industrie 4.0 vernetzte digitale Produktion
Lebenslanges Lernen fortlaufende Kompetenzentwicklung
Wissenstransfer Übertragung von Forschung in die Praxis





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Montanindustrie Kohle und Stahl
Dienstleistungsgesellschaft Gesundheit und Bildung
Industrie 4.0 vernetzte Produktion
Duale Ausbildung Betrieb und Berufsschule
Wissensökonomie Forschung und Know-how




...


Kreuzworträtsel

Zollverein Welcher bekannte Industriekomplex in Essen steht beispielhaft für die Geschichte des Bergbaus?
Digitalisierung Wie heißt die Umwandlung und Vernetzung von Informationen und Prozessen mit digitaler Technik?
Dienstleistung Wie heißt eine wirtschaftliche Tätigkeit die keinen materiellen Gegenstand herstellen muss?
Weiterbildung Wie heißt Lernen nach Ausbildung oder Studium zur beruflichen Weiterentwicklung?
Informatik Welches Fach beschäftigt sich grundlegend mit automatisierter Informationsverarbeitung?
Automatisierung Wie heißt die Übertragung geeigneter Arbeitsschritte auf selbsttätig arbeitende technische Systeme?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine langfristige Veränderung von Branchen, Beschäftigung und Wirtschaftsstrukturen nennt man

. Das Ruhrgebiet wurde lange besonders durch Kohle und

geprägt. Heute arbeitet in Deutschland der größte Teil der Erwerbstätigen im

. Vernetzte und digital gesteuerte industrielle Produktion wird häufig als

bezeichnet. Hochschulen stärken den Wandel durch Forschung, Qualifizierung und

. In der dualen Ausbildung werden digitale Fähigkeiten mit beruflichem

verbunden. Wenn neue Tätigkeiten andere Kompetenzen verlangen, gewinnt die berufliche

an Bedeutung. Digitale Systeme benötigen neben Software auch Netze, Hardware und eine leistungsfähige

. Für die eigene Berufsbiografie ist deshalb die Fähigkeit zum lebenslangen

besonders wichtig.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsnetz: Erstelle ein Begriffsnetz mit den Wörtern Strukturwandel, Industrie, Dienstleistungen, Wissen, Digitalisierung und Weiterbildung.
  2. Bildanalyse: Suche ein historisches und ein heutiges Bild eines ehemaligen Industriestandorts und beschreibe mindestens fünf sichtbare Veränderungen.
  3. Berufscheck: Wähle einen Ausbildungsberuf oder Studienberuf und notiere drei digitale Werkzeuge, die dort heute genutzt werden könnten.
  4. Sektoren im Alltag: Ordne zehn Betriebe oder Einrichtungen aus Deiner Umgebung dem primären, sekundären oder tertiären Sektor zu.


Standard

  1. Arbeitsplatz der Zukunft: Entwirf eine Skizze eines vernetzten Arbeitsplatzes und kennzeichne, welche Aufgaben Mensch und Technik übernehmen.
  2. Ausbildungsanalyse: Untersuche die aktuelle Ausbildungsordnung eines Berufs und finde Beispiele für digitale oder nachhaltigkeitsbezogene Kompetenzen.
  3. Studiengangvergleich: Vergleiche zwei Studiengänge, die auf den digitalen oder ökologischen Strukturwandel reagieren, und stelle Unterschiede bei Inhalten und Berufsfeldern dar.
  4. Zeitzeugeninterview: Befrage eine Person aus einer älteren Generation dazu, wie sich ihr Beruf durch Computer, Automatisierung oder neue Geschäftsmodelle verändert hat.


Schwer

  1. Regionalanalyse: Untersuche einen ehemaligen Industrie- oder Kohlestandort und bewerte, welche neuen wirtschaftlichen Funktionen dort entstanden sind.
  2. Podcastprojekt: Produziere einen kurzen Podcast darüber, ob Digitalisierung eher Arbeitsplätze ersetzt oder Tätigkeiten verändert, und beziehe mindestens drei begründete Perspektiven ein.
  3. Qualifizierungsplan: Entwickle für eine fiktive Person aus einem schrumpfenden Berufsfeld einen realistischen Weiterbildungsweg in ein wachsendes Tätigkeitsfeld.
  4. Transformationskonzept: Entwirf für eine von Strukturwandel betroffene Region ein Konzept aus Bildung, Infrastruktur, Unternehmensförderung und Nachhaltigkeit und begründe die Prioritäten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ursachennetz: Erkläre, wie technischer Fortschritt, internationale Konkurrenz und veränderte Nachfrage gemeinsam den Rückgang eines traditionellen Industriezweigs beschleunigen können.
  2. Regionaler Vergleich: Vergleiche zwei Regionen, von denen eine stark von einem einzelnen Industriezweig abhängt und die andere wirtschaftlich breit aufgestellt ist. Beurteile ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Strukturwandel.
  3. Berufstransfer: Wähle einen Ausbildungsberuf und erläutere an drei Tätigkeiten, wie Digitalisierung die Arbeit verändert, ohne dass der Beruf vollständig verschwindet.
  4. Wissenstransfer: Entwickle ein Beispiel dafür, wie eine Hochschule, ein Unternehmen und eine Kommune gemeinsam einen neuen Wirtschaftsschwerpunkt aufbauen könnten.
  5. Entscheidungsfall: Ein Unternehmen plant die Automatisierung einer Produktionslinie. Bewerte die Entscheidung aus Sicht der Geschäftsleitung, der Beschäftigten und der Region.
  6. Berufsbiografie: Entwirf eine mögliche 30-jährige Berufsbiografie und zeige, an welchen Punkten Weiterbildung wegen wirtschaftlicher oder technischer Veränderungen notwendig werden könnte.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. den Begriff Strukturwandel verständlich erklären und von kurzfristigen wirtschaftlichen Schwankungen unterscheiden kannst.
  2. den Wandel von Kohle und Stahl zu Dienstleistungen, Wissen und Digitalisierung an Beispielen aus Deutschland erläutern kannst.
  3. die drei Wirtschaftssektoren unterscheiden und langfristige Beschäftigungsverschiebungen einordnen kannst.
  4. Chancen und Belastungen des Strukturwandels für Unternehmen, Beschäftigte und Regionen abwägen kannst.
  5. erklären kannst, warum Ausbildung, Studium und Weiterbildung im Strukturwandel eine zentrale Rolle spielen.
  6. an einem konkreten Beruf zeigen kannst, wie Digitalisierung Tätigkeiten und Kompetenzanforderungen verändert.
  7. einen Transfer auf eine neue Region, Branche oder persönliche Berufsentscheidung leisten kannst.




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