Zum Inhalt springen

Steuergerechtigkeit - Ethik

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Steuergerechtigkeit - Ethik



Steuergerechtigkeit - Ethik


Einleitung

Steuergerechtigkeit ist die ethische Frage, wie Steuerlasten und staatliche Leistungen fair verteilt werden sollen. Du untersuchst dabei nicht nur Zahlen, sondern Werte: Gleichheit, Freiheit, Solidarität, Verantwortung, Gemeinwohl und Gerechtigkeit.

Der Kurs richtet sich an die Schule im Fach Ethik. Er hilft Dir, Sachurteile von Werturteilen zu unterscheiden und eine begründete eigene Position zu entwickeln.


Leitfrage

Wann ist ein Steuersystem gerecht?

Eine eindeutige Antwort gibt es nicht. Gleiche Beträge, gleiche Prozentsätze und unterschiedlich hohe Belastungen können jeweils mit anderen Gerechtigkeitsvorstellungen begründet werden.


Grundlagen


Was sind Steuern?

Steuern sind gesetzlich festgelegte Geldleistungen ohne Anspruch auf eine bestimmte direkte Gegenleistung. Sie finanzieren gemeinsame Aufgaben wie Bildung, Infrastruktur, soziale Sicherung, Gerichte oder Umweltschutz. Steuern können außerdem Verhalten lenken und Einkommen umverteilen.[1]


Was wird gemeinsam finanziert?

Steuern ermöglichen öffentliche Güter und Leistungen, die allen oder vielen zugutekommen. Dazu gehören Schulen, Straßen, öffentlicher Verkehr, Polizei, Gerichte, Verwaltung und soziale Unterstützung.

Ethische Frage: Soll der Nutzen einer staatlichen Leistung bestimmen, wer wie viel zahlt, oder soll die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit entscheidend sein?


Gleichheit vor dem Gesetz

Artikel 3 des Grundgesetzes erklärt alle Menschen vor dem Gesetz für gleich.[2] Für Steuern bedeutet Gleichheit nicht automatisch, dass alle denselben Betrag zahlen. Relevant ist auch, welche Unterschiede sachlich begründet sind.

  1. Horizontale Steuergerechtigkeit: Menschen mit ähnlicher wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit sollen ähnlich belastet werden.
  2. Vertikale Steuergerechtigkeit: Menschen mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit dürfen unterschiedlich belastet werden.


Leistungsfähigkeitsprinzip

Nach dem Leistungsfähigkeitsprinzip richtet sich der Beitrag danach, wie viel eine Person wirtschaftlich tragen kann. Ein menschenwürdiges Existenzminimum soll geschützt bleiben. Wer deutlich mehr leisten kann, kann stärker zur Finanzierung gemeinsamer Aufgaben beitragen.

Beispiel: 300 € belasten einen Haushalt mit 1.200 € Monatseinkommen viel stärker als einen Haushalt mit 10.000 €. Die gleiche Geldsumme ist deshalb nicht automatisch die gleiche Belastung.


Äquivalenzprinzip

Nach dem Äquivalenzprinzip orientiert sich ein Beitrag am Nutzen oder an den verursachten Kosten einer Leistung. Dieses Denken passt häufig besser zu Gebühren und Beiträgen als zu allgemeinen Steuern.

Beispiel: Eine Eintrittsgebühr für ein Schwimmbad folgt eher dem Nutzenprinzip. Die Finanzierung einer öffentlichen Schule folgt dagegen nicht nur der individuellen Nutzung, sondern auch dem Gemeinwohl.


Modelle der Verteilung


Drei Grundmodelle

Modell Grundidee Ethische Stärke Ethisches Problem
Gleicher Betrag Alle zahlen dieselbe Summe. Sehr einfach. Geringe Einkommen werden relativ stark belastet.
Proportional Alle zahlen denselben Prozentsatz. Gleiche Quote. Unterschiedliche Lebenslagen bleiben teilweise unberücksichtigt.
Progressiv Der Steueranteil steigt mit der Bemessungsgrundlage. Höhere Leistungsfähigkeit wird stärker berücksichtigt. Die angemessene Höhe ist umstritten.


Direkte und indirekte Steuern

Direkte Steuern werden unmittelbar bei der steuerpflichtigen Person erhoben, etwa auf Einkommen. Indirekte Steuern entstehen beim Kauf oder Verbrauch. Konsumsteuern können niedrige Einkommen relativ stärker treffen, weil dort oft ein größerer Teil des Einkommens für den Alltag ausgegeben wird.


Gedankenexperiment mit Eurobeträgen

Drei Haushalte verfügen monatlich über 1.200 €, 3.000 € und 10.000 €. Entscheide für jedes Modell, ob Du es gerecht findest, und begründe Deine Entscheidung.

Regel Haushalt mit 1.200 € Haushalt mit 3.000 € Haushalt mit 10.000 € Prüffrage
Alle zahlen 300 €. 25 Prozent 10 Prozent 3 Prozent Ist derselbe Betrag fair?
Alle zahlen 10 Prozent. 120 € 300 € 1.000 € Ist derselbe Anteil fair?
Der Anteil steigt. geringer Anteil mittlerer Anteil höherer Anteil Wie stark darf der Anteil steigen?

Wichtig: Das Beispiel ist ein vereinfachtes Gedankenexperiment, kein aktueller Steuertarif.


Ethische Perspektiven


Gerechtigkeitstheorien im Vergleich

Perspektive Leitfrage zur Steuer
Utilitarismus Welche Regel verbessert das Wohlergehen möglichst vieler Menschen?
Pflichtethik Ist die Regel allgemein, nachvollziehbar und frei von willkürlichen Ausnahmen?
Gerechtigkeit nach Rawls Würdest Du die Regel hinter einem Schleier des Nichtwissens wählen?
Libertarismus Wie weit darf der Staat Eigentum und wirtschaftliche Freiheit begrenzen?
Befähigungsansatz Verbessert die Regel reale Chancen auf Bildung, Gesundheit und Teilhabe?


Adam Smith und faire Beiträge

Der Ökonom und Moralphilosoph Adam Smith formulierte bereits im 18. Jahrhundert Grundsätze einer verlässlichen und angemessenen Besteuerung. Zu seinen Leitideen gehören Gleichmäßigkeit, Bestimmtheit, bequeme Erhebung und geringe Erhebungskosten.


Freiheit und Solidarität

Steuern begrenzen die private Verfügung über Einkommen. Zugleich schaffen sie Voraussetzungen für Freiheit: Bildung, Rechtssicherheit, Infrastruktur und soziale Absicherung erweitern reale Handlungsmöglichkeiten.

Konflikt: Zu hohe Belastungen können als Eingriff in Freiheit und Leistung empfunden werden. Zu geringe Einnahmen können gemeinsame Einrichtungen, Chancengleichheit und soziale Sicherheit schwächen.


Rawls als Gedankenexperiment

Stell Dir vor, Du kennst Deine spätere Position nicht. Du weißt nicht, ob Du reich oder arm, gesund oder krank, erwerbstätig oder arbeitslos sein wirst. Welche Steuerregeln würdest Du unter diesem Schleier des Nichtwissens wählen?


Demokratische Verantwortung


Transparenz und Vertrauen

Ein Steuersystem wird eher akzeptiert, wenn Regeln verständlich, verlässlich und kontrollierbar sind. Schlupflöcher, willkürliche Ausnahmen und ungleiche Durchsetzung können das Vertrauen schwächen.

In einer Demokratie entscheidet das Parlament über Einnahmen und Ausgaben. Dadurch wird Steuerpolitik zu einer Frage öffentlicher Begründung und Kontrolle.[3]


Steuervermeidung und Steuerhinterziehung

Steuerhinterziehung verletzt geltendes Recht. Steuervermeidung nutzt rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten. Ethisch bleibt zu prüfen, ob eine legale Gestaltung dem Sinn fairer Lastenteilung widerspricht.

Prüffrage: Reicht es aus, legal zu handeln, oder besteht zusätzlich eine moralische Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft?


Internationale Gerechtigkeit

Unternehmen und Vermögen können Grenzen überschreiten. Staaten konkurrieren um Investitionen und Steuereinnahmen. Dadurch entstehen Fragen nach fairer internationaler Zusammenarbeit, wirksamen Regeln und der Finanzierung globaler Aufgaben.

Die OECD weist darauf hin, dass Steuersysteme Ungleichheit mindern oder verstärken können und dass progressive Einkommensteuern ein häufig genutztes Instrument direkter Umverteilung sind.[4]


Kontroversen


Typische Streitfragen

Streitfrage Argument für stärkere Besteuerung Argument für Zurückhaltung
Hohe Einkommen Größere Leistungsfähigkeit Leistungsanreize und Freiheit
Große Erbschaften Ungleiche Startchancen begrenzen Familie und Eigentum schützen
Grundbedarf Niedrige Einkommen entlasten Regeln einfach halten
Umweltverbrauch Schäden sichtbar machen Soziale Härten vermeiden
Unternehmen Gemeinsame Infrastruktur mitfinanzieren Standort und Arbeitsplätze beachten


Ethik-Check für Steuerregeln

Prüfe einen Vorschlag mit fünf Fragen:

  1. Gleichbehandlung: Werden vergleichbare Fälle vergleichbar behandelt?
  2. Leistungsfähigkeit: Werden relevante Unterschiede berücksichtigt?
  3. Menschenwürde: Bleibt ein würdiges Leben möglich?
  4. Transparenz: Sind Regel und Verwendung nachvollziehbar?
  5. Gemeinwohl: Trägt die Regel zu fairen Chancen und gemeinsamen Aufgaben bei?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Frage steht im Mittelpunkt der Steuergerechtigkeit? (Wie Steuerlasten und staatliche Leistungen fair verteilt werden) (!Wie alle Menschen denselben Beruf wählen) (!Wie Preise ohne Regeln entstehen) (!Wie ausschließlich Unternehmen Gewinne erhöhen)




Was fordert das Leistungsfähigkeitsprinzip? (Beiträge nach wirtschaftlicher Tragfähigkeit) (!Beiträge nur nach persönlichem Geschmack) (!Für alle immer denselben Geldbetrag) (!Steuern nur bei Nutzung einer Straße)




Was bedeutet horizontale Steuergerechtigkeit? (Ähnlich Leistungsfähige werden ähnlich belastet) (!Alle Steuern werden abgeschafft) (!Nur junge Menschen zahlen Steuern) (!Jede Gemeinde erhält denselben Betrag)




Was bedeutet vertikale Steuergerechtigkeit? (Unterschiedliche Leistungsfähigkeit kann unterschiedlich belastet werden) (!Jede Person zahlt unabhängig vom Einkommen gleich viel) (!Nur Konsum wird besteuert) (!Steuern werden freiwillig gezahlt)




Was kennzeichnet eine progressive Steuer? (Der Steueranteil steigt mit der Bemessungsgrundlage) (!Der Steueranteil bleibt immer gleich) (!Der Steuerbetrag sinkt bei höherem Einkommen) (!Die Steuer wird nur einmal im Leben gezahlt)




Warum können Konsumsteuern niedrige Einkommen relativ stärker belasten? (Ein größerer Einkommensanteil wird oft für den Alltag ausgegeben) (!Niedrige Einkommen kaufen grundsätzlich Luxusgüter) (!Konsumsteuern betreffen nur Unternehmen) (!Konsumsteuern werden niemals weitergegeben)




Warum ist das Existenzminimum ethisch bedeutsam? (Grundlegende Bedürfnisse und Menschenwürde sollen geschützt bleiben) (!Jede Person soll gleich viel besitzen) (!Der Staat darf keine Aufgaben finanzieren) (!Nur Vermögen bestimmt den Lebensstandard)




Warum ist Transparenz für Steuergerechtigkeit wichtig? (Regeln und Mittelverwendung sollen nachvollziehbar sein) (!Steuerregeln sollen geheim bleiben) (!Ausnahmen sollen nur wenige kennen) (!Kontrolle soll ausgeschlossen werden)




Welche Frage stellt Rawls mit dem Schleier des Nichtwissens? (Welche Regeln würdest Du ohne Wissen über Deine eigene Lage wählen) (!Welche Steuer bringt dem Reichsten den größten Vorteil) (!Welche Regel gilt nur für eine einzelne Person) (!Welche Entscheidung vermeidet jede Gemeinschaft)




Was ist der ethische Kern der Debatte über legale Steuervermeidung? (Ob Legalität allein für moralische Fairness ausreicht) (!Ob Gesetze grundsätzlich bedeutungslos sind) (!Ob nur Konsum moralisch bewertet werden kann) (!Ob Steuern immer freiwillige Spenden sind)





Memory

Leistungsfähigkeitsprinzip Beitrag nach wirtschaftlicher Tragfähigkeit
Äquivalenzprinzip Beitrag nach individuellem Nutzen
Horizontale Gerechtigkeit Vergleich ähnlicher Lebenslagen
Vertikale Gerechtigkeit Abstufung verschiedener Leistungsstärken
Progression Wachsender Steueranteil
Existenzminimum Schutz grundlegender Bedürfnisse
Solidarität Gemeinsames Tragen von Lasten
Transparenz Nachvollziehbare Regeln





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Direkte Steuer Einkommen
Indirekte Steuer Konsum
Progressive Belastung steigender Anteil
Proportionale Belastung gleichbleibender Anteil
Regressive Wirkung sinkender relativer Anteil






Kreuzworträtsel

Solidarität Welcher Wert beschreibt das gemeinsame Tragen gesellschaftlicher Lasten?
Gleichheit Welcher Wert verlangt eine sachlich begründete Behandlung vergleichbarer Fälle?
Progression Wie heißt ein Tarif mit steigendem Steueranteil?
Transparenz Was macht Regeln und Mittelverwendung nachvollziehbar?
Gemeinwohl Welcher Begriff bezeichnet das Wohl der Gemeinschaft?
Existenzminimum Was soll grundlegende Bedürfnisse vor Besteuerung schützen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Steuern finanzieren öffentliche

. Nach dem

richtet sich die Belastung nach wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Horizontale Gerechtigkeit vergleicht

Lebenslagen. Vertikale Gerechtigkeit berücksichtigt

Leistungsfähigkeit. Bei einer progressiven Steuer steigt der

mit der Bemessungsgrundlage. Das

schützt grundlegende Bedürfnisse. Verständliche Regeln fördern

. Über Einnahmen und Ausgaben wird in einer Demokratie öffentlich

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte: Gestalte eine Karte mit den Begriffen Gleichheit, Freiheit, Solidarität, Leistungsfähigkeit und Gemeinwohl.
  2. Medienanalyse: Sieh Dir ein eingebettetes Video an und notiere eine Sachaussage sowie eine Wertung.
  3. Alltagssteuer: Suche auf einem Kassenbon nach einer ausgewiesenen Steuer und erkläre, warum diese indirekt ist.
  4. Gerechtigkeitsbarometer: Bewerte drei Steuerregeln auf einer Skala und begründe jede Einordnung in einem Satz.


Standard

  1. Fallvergleich: Vergleiche die drei Haushalte aus dem Gedankenexperiment und verteidige ein Modell.
  2. Debatte: Diskutiert die Aussage „Wer mehr hat, muss immer einen höheren Anteil zahlen“ mit Pro- und Contra-Rollen.
  3. Interview: Befrage eine erwachsene Person zu fairen Steuern und werte die Begründungen nach ethischen Werten aus.
  4. Infografik: Erstelle eine Grafik zu direkter, indirekter, proportionaler und progressiver Besteuerung.


Schwer

  1. Haushaltsrat: Verteilt in einer Simulation 100 Millionen € auf Bildung, Verkehr, Klima, Sicherheit und Soziales und begründet Eure Prioritäten.
  2. Ländervergleich: Vergleiche zwei Steuersysteme anhand von Leistungsfähigkeit, Transparenz und sozialer Wirkung.
  3. Positionspapier: Entwickle Regeln für eine gerechte Besteuerung großer Erbschaften und beantworte zwei Gegenargumente.
  4. Ethik-Podcast: Produziere eine kurze Folge zur Frage, ob legale Steuervermeidung moralisch gerecht sein kann.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Steuermodell prüfen: Beurteile einen Vorschlag, bei dem alle Erwachsenen 500 € im Monat zahlen, mit mindestens drei Gerechtigkeitskriterien.
  2. Zielkonflikt erklären: Zeige an einem Beispiel, wie Freiheit und Solidarität in der Steuerpolitik in Spannung geraten.
  3. Perspektivwechsel: Begründe eine Steuerregel aus utilitaristischer, rawlsscher und libertärer Sicht.
  4. Konsumsteuer bewerten: Erkläre, wann eine höhere Verbrauchsteuer ökologisch sinnvoll, aber sozial problematisch sein kann.
  5. Vertrauen analysieren: Entwickle Maßnahmen, mit denen ein Staat Transparenz und Akzeptanz seines Steuersystems verbessern kann.
  6. Internationaler Transfer: Erörtere, warum nationale Steuergerechtigkeit ohne internationale Zusammenarbeit begrenzt sein kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis ist wichtig:

  1. Du erklärst Leistungsfähigkeitsprinzip, Äquivalenzprinzip sowie horizontale und vertikale Gerechtigkeit.
  2. Du unterscheidest progressive, proportionale und regressiv wirkende Belastungen.
  3. Du trennst Sachaussagen, Interessen und Werturteile.
  4. Du wendest mindestens eine ethische Theorie auf einen Steuerkonflikt an.
  5. Du berücksichtigst Freiheit, Solidarität, Menschenwürde, Transparenz und Gemeinwohl.
  6. Du formulierst ein begründetes Urteil und gehst auf ein Gegenargument ein.




Quellen und Vertiefung

  1. Grundgesetz, Artikel 3
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Grundlagen der Besteuerung
  3. Bundeszentrale für politische Bildung: Finanzpolitik und Staatsausgaben
  4. OECD: Taxation and Inequality
  5. Wikipedia: Steuergerechtigkeit


OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche

Steuergerechtigkeit verbindet ethische Urteilsbildung mit wirtschaftlichen und politischen Fragen. Entscheidend sind die Verteilung von Lasten, die Finanzierung gemeinsamer Aufgaben, demokratische Kontrolle und die Abwägung konkurrierender Werte.


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen