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Soziale Medien - Deutschland

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Soziale Medien - Deutschland




Einleitung

Soziale Medien - Deutschland beschäftigt sich mit einer Medienwelt, die für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Alltag gehört. Über soziale Medien kannst Du Nachrichten verschicken, Bilder und Videos teilen, Gruppen bilden, Wissen finden, Deine Meinung äußern oder kreative Inhalte veröffentlichen. Gleichzeitig entscheiden technische Systeme mit darüber, welche Beiträge Du siehst, welche Themen besonders sichtbar werden und welche Werbung Dir begegnet.

Dieser aiMOOC verbindet drei Leitfragen: Wie verändert Social Media unsere Kommunikation? Wie arbeiten Algorithmen und Empfehlungssysteme? Wer trägt Verantwortung für einen fairen, sicheren und selbstbestimmten Umgang? Dabei geht es nicht darum, soziale Medien pauschal als gut oder schlecht zu bewerten. Entscheidend ist, Chancen zu nutzen, Risiken zu erkennen und eigene Entscheidungen bewusst zu treffen.

Für jüngere Lernende kannst Du viele Begriffe zunächst mit Beispielen aus Klassenchat, Video-Plattformen oder Messenger-Gruppen verstehen. In höheren Klassen kommen Fragen nach Datenschutz, Meinungsfreiheit, Desinformation, Künstliche Intelligenz, Geschäftsmodellen, Regulierung und gesellschaftlicher Verantwortung hinzu.


Soziale Medien als Kommunikationsräume

Soziale Medien sind digitale Plattformen und Dienste, auf denen Menschen Inhalte erstellen, verbreiten, kommentieren und miteinander in Beziehung treten können. Dazu gehören beispielsweise soziale Netzwerke, Messenger, Video-Plattformen, Foren und Community-Angebote. Die Grenzen zwischen diesen Formen sind oft fließend.

Klassische Massenmedien wie Zeitung, Radio oder Fernsehen arbeiteten lange überwiegend nach dem Prinzip „wenige senden – viele empfangen“. In sozialen Medien kann grundsätzlich jede nutzende Person zugleich Empfänger*in und Sender*in sein. Dadurch entstehen Formen der Kommunikation von einer Person zu einer anderen, von einer Person zu vielen und von vielen zu vielen.


Kommunikation: schnell, sichtbar und vernetzt

Ein Post kann innerhalb von Sekunden weitergeleitet, kommentiert oder in einen anderen Zusammenhang gestellt werden. Kommunikation ist deshalb oft besonders schnell, multimedial und öffentlich oder halböffentlich. Ein Foto kann gleichzeitig Information, Selbstdarstellung, Unterhaltung und Gesprächsanlass sein.

Wichtig ist der Unterschied zwischen einem privaten Gespräch und einer Veröffentlichung. Was in einer kleinen Gruppe beginnt, kann durch Screenshots oder Weiterleitungen größere Kreise erreichen. Deshalb ist die Frage „Für wen ist diese Nachricht gedacht – und wer könnte sie später noch sehen?“ ein wichtiger Teil von Medienkompetenz.


Sprache, Emojis und Missverständnisse

Online fehlen häufig Stimme, Gesichtsausdruck und Körpersprache. Deshalb nutzen Menschen Emojis, GIFs, Memes oder Abkürzungen, um Gefühle und Absichten zu zeigen. Trotzdem können Ironie, Witze oder Kritik leicht missverstanden werden.

Für einen respektvollen Umgang hilft Netiquette: Formuliere so, dass Du den gleichen Satz einer Person auch direkt sagen könntest. Prüfe vor dem Absenden, ob ein Kommentar sachlich, notwendig und respektvoll ist.


Algorithmen: Wer entscheidet, was Du siehst?

Ein Algorithmus ist vereinfacht gesagt eine genaue Folge von Regeln oder Rechenschritten. In sozialen Medien arbeiten viele Algorithmen zusammen. Sie sortieren Inhalte, erkennen Muster, empfehlen Beiträge, filtern Spam oder unterstützen die Moderation.

Ein Empfehlungssystem kann zum Beispiel berücksichtigen, welche Videos Du angesehen hast, wie lange Du bei einem Beitrag geblieben bist, wonach Du gesucht hast, was Du gelikt hast oder welchen Accounts Du folgst. Welche Signale wie stark gewichtet werden, unterscheidet sich je nach Plattform und kann sich verändern.

Merke: Ein Feed ist meist keine neutrale Liste aller verfügbaren Inhalte. Er ist eine Auswahl. Diese Auswahl soll für Dich relevant wirken und kann zugleich wirtschaftliche Ziele der Plattform unterstützen.


Personalisierung: hilfreich und begrenzend

Personalisierung kann nützlich sein. Wenn Du Dich für Astronomie interessierst, können Dir passende Videos oder Accounts schneller vorgeschlagen werden. Gleichzeitig kann eine starke Personalisierung dazu führen, dass Du manche Perspektiven häufiger und andere seltener siehst.

Eine Filterblase beschreibt die Vorstellung, dass algorithmische Auswahl den persönlichen Informationsraum verengt. Eine Echokammer bezeichnet eher eine soziale Umgebung, in der ähnliche Meinungen innerhalb einer Gruppe immer wieder bestätigt werden. Beide Begriffe sind nützlich, dürfen aber nicht so verstanden werden, als wäre jede Person automatisch vollständig von anderen Sichtweisen abgeschnitten.


Viralität und Rückkopplung

Wenn viele Menschen schnell auf einen Beitrag reagieren, kann dessen Sichtbarkeit steigen. Dadurch sehen ihn noch mehr Menschen und reagieren ebenfalls. So kann eine Rückkopplung entstehen. Besonders emotionale, überraschende oder konfliktgeladene Inhalte können viel Aufmerksamkeit bekommen. Hohe Reichweite bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Inhalt richtig, wichtig oder vertrauenswürdig ist.


Aufmerksamkeit als Geschäftsmodell

Viele soziale Plattformen können kostenlos genutzt werden, weil sie Einnahmen unter anderem durch Werbung erzielen. Je länger Menschen auf einer Plattform bleiben und je genauer Zielgruppen beschrieben werden können, desto wertvoller kann Werbeplatz werden. Deshalb sprechen Fachleute von einer Aufmerksamkeitsökonomie.

Funktionen wie endloses Scrollen, Autoplay, Benachrichtigungen, Likes oder personalisierte Empfehlungen können die Nutzung bequem machen. Sie können aber auch dazu beitragen, dass Du länger bleibst als geplant.

Eine sinnvolle Frage lautet deshalb nicht nur: „Wie viel Bildschirmzeit ist erlaubt?“ Besser ist auch: „Was mache ich online, wie fühle ich mich dabei, was bleibt dafür liegen und kann ich selbst gut aufhören?“

Die JIMplus-Studie 2026 beschreibt diese doppelte Seite: Viele Jugendliche erleben soziale Medien als wichtigen Zugang zu Wissen und Zugehörigkeit, gleichzeitig berichten viele von Ablenkung und davon, dass digitale Nutzung Zeit für andere Aktivitäten verdrängt.


Chancen sozialer Medien

Soziale Medien können Bildung, Kreativität und Teilhabe fördern. Du kannst Erklärvideos finden, Fremdsprachen hören, Dich mit Menschen über gemeinsame Interessen austauschen oder eigene Projekte veröffentlichen. Auch gesellschaftliche Gruppen, Vereine, Initiativen und politische Akteur*innen nutzen soziale Medien, um Informationen zu verbreiten und Diskussionen anzustoßen.

Für Schule und Ausbildung können soziale Medien Lernanlässe schaffen: Quellen vergleichen, Erklärvideos analysieren, Wissenschaftskommunikation beobachten, Kampagnen untersuchen oder selbst verantwortungsvolle Medienprodukte gestalten.


Risiken: Desinformation, Manipulation und problematische Inhalte

Nicht alles, was professionell aussieht, ist zuverlässig. Desinformation sind bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen mit dem Ziel, Menschen zu täuschen oder zu beeinflussen. Daneben gibt es Irrtümer, Satire, übertriebene Werbung, Clickbait und aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen.

Beim Prüfen eines Beitrags helfen Fragen nach Quelle, Autor*in, Datum, Belegen, Bildherkunft und Gegenquellen. Besonders bei starken Gefühlen lohnt sich ein zweiter Blick: Wenn ein Beitrag Dich sofort wütend, ängstlich oder begeistert macht, solltest Du nicht automatisch sofort teilen.


Deepfakes und KI-generierte Inhalte

Mit Künstlicher Intelligenz lassen sich Bilder, Stimmen und Videos erzeugen oder verändern. Ein Deepfake kann so wirken, als hätte eine reale Person etwas gesagt oder getan, obwohl das nicht passiert ist. Deshalb reicht der Satz „Ich habe es doch im Video gesehen“ als Beweis nicht immer aus.

Bei verdächtigen Inhalten solltest Du nach der ursprünglichen Quelle suchen, prüfen, ob seriöse Medien darüber berichten, auf Schnitte und unpassende Details achten und Bild- oder Rückwärtssuchen nutzen. Auch authentisch wirkende Inhalte können manipuliert sein.


Cybermobbing, Hass und Verantwortung in Gruppen

Cybermobbing bedeutet wiederholtes Schikanieren, Bloßstellen oder Ausgrenzen mit digitalen Mitteln. Es kann besonders belastend sein, weil Inhalte schnell verbreitet werden, ein großes Publikum erreichen oder rund um die Uhr sichtbar bleiben können.

Wenn Du betroffen bist: Antworte nicht aus Druck heraus, sichere Beweise, blockiere oder melde Accounts und hole Dir Unterstützung bei einer vertrauenswürdigen Person. In der Schule können Lehrkräfte, Schulsozialarbeit oder Beratungsstellen helfen. Bei Bedrohungen oder anderen möglichen Straftaten kann auch die Polizei zuständig sein.

Hassrede richtet sich gegen Menschen oder Gruppen und kann einschüchtern, ausgrenzen oder den öffentlichen Austausch vergiften. Verantwortung tragen nicht nur Betroffene. Auch Zuschauende können helfen, indem sie nicht mitlachen oder weiterverbreiten, Unterstützung anbieten, sachlich widersprechen oder problematische Inhalte melden.


Datenschutz und Privatsphäre

Bei sozialen Medien entstehen Daten: Profilangaben, Beiträge, Kontakte, Standortinformationen, Suchanfragen oder Nutzungsverhalten. Welche Daten erhoben und verarbeitet werden, hängt vom jeweiligen Dienst und Deinen Einstellungen ab.

Datenschutz bedeutet nicht, dass überhaupt keine Daten verarbeitet werden dürfen. Es geht darum, personenbezogene Daten rechtmäßig, transparent und zweckgebunden zu verarbeiten und Rechte der betroffenen Personen zu schützen.

Für Deinen Alltag helfen einige Grundregeln: Teile möglichst wenig sensible Informationen, prüfe Sichtbarkeitseinstellungen, nutze sichere Passwörter und Mehrfaktor-Anmeldung und überlege vor Posts, ob Du auch später noch mit dieser Veröffentlichung einverstanden wärst.


Verantwortung: Wer muss handeln?

Verantwortung ist in sozialen Medien auf mehrere Ebenen verteilt.

Nutzer*innen tragen Verantwortung dafür, wie sie kommunizieren, was sie veröffentlichen und ob sie Inhalte prüfen, bevor sie sie weiterverbreiten. Sie sollen aber nicht für Probleme verantwortlich gemacht werden, die nur Plattformen oder andere Personen lösen können.

Plattformen gestalten Benutzeroberflächen, Empfehlungssysteme, Werbemodelle und Meldewege. Deshalb tragen sie Verantwortung für transparente Regeln, Sicherheit, Jugendschutz, Datenschutz und faire Beschwerdemöglichkeiten.

Schule, Politik und Gesellschaft haben die Aufgabe, Medienbildung zu fördern, Rechte durchzusetzen, Betroffene zu schützen und öffentliche Debatten über digitale Macht, Verantwortung und Freiheit zu ermöglichen.


Der Digital Services Act in Deutschland

Der Digital Services Act der Europäischen Union gilt seit dem 17. Februar 2024 vollständig. Er enthält unter anderem Regeln zu Meldewegen, Transparenz, Werbung, Empfehlungssystemen und Nutzerrechten. Für sehr große Plattformen gelten zusätzliche Pflichten, etwa zur Bewertung und Verringerung systemischer Risiken.

Für Minderjährige sind besondere Schutzregeln wichtig. Plattformen dürfen Minderjährigen keine Werbung auf Grundlage von Profiling zeigen. Dienste, die von Minderjährigen genutzt werden, müssen außerdem besondere Anstrengungen für Privatsphäre, Sicherheit und Schutz unternehmen.

In Deutschland ist der Digital Services Coordinator bei der Bundesnetzagentur die zentrale Anlaufstelle für die Durchsetzung des DSA. Nutzer*innen können sich dort über mögliche DSA-Verstöße beschweren. Die Bundesnetzagentur kann jedoch nicht einfach jeden einzelnen rechtswidrigen Beitrag löschen; dafür gibt es je nach Fall Plattform-Meldewege, andere Behörden oder Gerichte.


Soziale Medien in Deutschland: Nutzung und Alltag

Die JIM-Studie 2025 untersucht die Mediennutzung von Jugendlichen in Deutschland. Sie zeigt, dass WhatsApp in allen untersuchten Altersgruppen sehr wichtig bleibt. Bei jüngeren Jugendlichen spielt YouTube eine besonders große Rolle, während Instagram mit dem Alter an Bedeutung gewinnt. TikTok und Snapchat sind besonders in mittleren Jugendaltersgruppen relevant.

Solche Studien beschreiben Gruppen, nicht einzelne Personen. Aus Prozentwerten lässt sich nicht ableiten, wie Du soziale Medien nutzt. Sie helfen aber dabei, gesellschaftliche Trends zu erkennen und schulische Medienbildung an der Lebenswelt Jugendlicher auszurichten.


Medienbildung für Klasse 5 bis 13

Klasse 5–7: Im Mittelpunkt stehen sichere Kommunikation, Klassenchat-Regeln, Privatsphäre, Werbung, Cybermobbing und die Frage, warum verschiedene Menschen unterschiedliche Inhalte sehen.

Klasse 8–10: Hinzu kommen Algorithmen, Desinformation, Influencer-Marketing, Daten, digitale Selbstkontrolle, Hate Speech und Quellenkritik.

Klasse 11–13: Du kannst zusätzlich Geschäftsmodelle, Plattformmacht, Datenschutzrecht, DSA-Regulierung, politische Kommunikation, algorithmische Öffentlichkeit und ethische Fragen zu KI und automatisierter Moderation analysieren.


Eine praktische Prüfstrategie

Wenn Dir ein auffälliger Beitrag begegnet, kannst Du diese Reihenfolge nutzen:

  1. Stopp: Teile den Beitrag nicht sofort weiter.
  2. Quelle: Prüfe Account, Autor*in, Impressum und ursprüngliche Veröffentlichung.
  3. Kontext: Lies mehr als Überschrift oder Kurzclip und prüfe Datum sowie Zusammenhang.
  4. Belege: Suche nach nachvollziehbaren Daten, Dokumenten oder Originalquellen.
  5. Gegencheck: Vergleiche mit mehreren unabhängigen und seriösen Quellen.
  6. Handeln: Korrigiere, melde, blockiere oder hole Hilfe, wenn es nötig ist.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt einen Algorithmus am besten? (Eine Folge von Regeln oder Rechenschritten zur Bearbeitung einer Aufgabe) (!Eine zufällige Sammlung beliebiger Posts) (!Ein geheimes Passwort für soziale Netzwerke) (!Eine Person, die alle Kommentare von Hand liest)




Warum sehen zwei Personen auf derselben Plattform oft unterschiedliche Feeds? (Weil Empfehlungssysteme Inhalte unter anderem anhand unterschiedlicher Nutzungssignale auswählen) (!Weil jede Person ein anderes Internet benutzt) (!Weil Beiträge nur einmal angezeigt werden dürfen) (!Weil soziale Medien keine gemeinsamen Inhalte besitzen)




Was ist eine Echokammer? (Ein Umfeld, in dem ähnliche Ansichten innerhalb einer Gruppe immer wieder bestätigt werden) (!Ein Raum ohne Internetverbindung) (!Eine Funktion zum Löschen alter Nachrichten) (!Ein besonders lauter Videochat)




Was bedeutet Desinformation? (Bewusst verbreitete falsche oder irreführende Information mit Täuschungsabsicht) (!Jeder Tippfehler in einem Chat) (!Eine private Nachricht ohne Bild) (!Ein technisch langsamer Internetzugang)




Welche Handlung hilft beim Prüfen eines verdächtigen Posts? (Die ursprüngliche Quelle und weitere unabhängige Quellen prüfen) (!Den Beitrag sofort an alle Kontakte weiterleiten) (!Nur die Zahl der Likes betrachten) (!Nur den ersten Kommentar lesen)




Was kann bei Cybermobbing sinnvoll sein? (Beweise sichern und Unterstützung holen) (!Beleidigungen mit noch stärkeren Beleidigungen beantworten) (!Alle Beweise sofort löschen) (!Den Inhalt zur Unterhaltung weiterverbreiten)




Was gehört zu einem guten Schutz der Privatsphäre? (Sichtbarkeitseinstellungen prüfen und sensible Daten sparsam teilen) (!Dasselbe einfache Passwort überall verwenden) (!Jeden Standort öffentlich teilen) (!Unbekannte Links grundsätzlich öffnen)




Was ist ein mögliches Ziel personalisierter Empfehlungssysteme? (Inhalte auszuwählen, die für einzelne Nutzer besonders relevant wirken) (!Alle Menschen exakt dieselben Beiträge sehen zu lassen) (!Das Internet vollständig zufällig zu ordnen) (!Jede Werbung aus dem Netz zu entfernen)




Welche Aussage zum Digital Services Act stimmt? (Er stärkt unter anderem Transparenz und Rechte von Nutzerinnen und Nutzern digitaler Dienste) (!Er verbietet soziale Medien in Deutschland) (!Er gilt nur für gedruckte Zeitungen) (!Er schreibt allen Jugendlichen dieselbe Bildschirmzeit vor)




Wer trägt Verantwortung für einen guten Umgang mit sozialen Medien? (Nutzerinnen und Nutzer, Plattformen sowie Schule, Politik und Gesellschaft) (!Nur die jüngsten Nutzerinnen und Nutzer) (!Nur Lehrkräfte) (!Niemand, weil Algorithmen alles entscheiden)





Memory

Algorithmus Regelbasierte Verarbeitung
Filterblase Personalisierter Informationsraum
Echokammer Gegenseitige Meinungsverstärkung
Datenschutz Schutz personenbezogener Daten
Cybermobbing Digitale Schikane
Desinformation Absichtliche Irreführung
Netiquette Respektvolle Online-Kommunikation





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Quelle prüfen Informationsbewertung
Privatsphäre schützen Datenschutz
Beweise sichern Cybermobbing
Nutzungssignale auswerten Empfehlungssystem
Respektvoll widersprechen Netiquette
Beschwerde ermöglichen Plattformverantwortung




...


Kreuzworträtsel

Algorithmus Wie heißt eine regelbasierte Rechen- oder Verarbeitungsvorschrift?
Datenschutz Wie heißt der Schutz personenbezogener Daten?
Filterblase Wie heißt ein möglicherweise verengter personalisierter Informationsraum?
Netiquette Wie heißt ein Regelwerk für respektvolle Kommunikation im Netz?
Cybermobbing Wie heißt wiederholte digitale Schikane?
Desinformation Wie heißt absichtlich verbreitete irreführende Information?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Soziale Medien ermöglichen digitale

zwischen einzelnen Personen und Gruppen.
Ein

verarbeitet Informationen nach festgelegten Regeln.
Empfehlungssysteme können einen persönlichen

zusammenstellen.
Eine

beschreibt einen möglicherweise verengten personalisierten Informationsraum.
Bewusst verbreitete Täuschungen nennt man

.
Bei Online-Schikane spricht man häufig von

.
Der Schutz personenbezogener Informationen gehört zum

.
Respektvolle Regeln für das Verhalten im Netz werden als

bezeichnet.
Beim Prüfen eines auffälligen Posts ist die

besonders wichtig.
Der europäische

stärkt unter anderem Transparenz und Nutzerrechte bei digitalen Diensten.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Medientagebuch: Beobachte einen Tag lang, wann Du soziale Medien nutzt und welche Ziele Du dabei hast. Werte anschließend aus, was hilfreich und was ablenkend war.
  2. Klassenchat-Regeln: Formuliere fünf Regeln für einen fairen Klassenchat und begründe jede Regel mit einem Beispiel.
  3. Feed-Vergleich: Vergleiche mit einer anderen Person die Startseiten zweier genutzter Plattformen, ohne private Daten zu zeigen. Beschreibt Unterschiede und mögliche Gründe.
  4. Quellencheck: Wähle einen harmlosen öffentlichen Social-Media-Beitrag und prüfe Quelle, Datum, Autor*in und Belege.


Standard

  1. Algorithmus-Plakat: Gestalte ein Schaubild, das zeigt, wie Nutzungssignale zu Empfehlungen im Feed führen können.
  2. Fake-News-Werkstatt: Erfinde eine eindeutig als Übung gekennzeichnete falsche Meldung und erkläre anschließend, an welchen Merkmalen man sie entlarven kann.
  3. Cybermobbing-Hilfeplan: Entwickle für Eure Schule einen übersichtlichen Hilfeplan mit sinnvollen Schritten, Ansprechpartner*innen und Meldewegen.
  4. Influencer-Analyse: Untersuche einen öffentlichen Beitrag auf Werbung, Selbstdarstellung, Zielgruppe und mögliche Beeinflussung.


Schwer

  1. DSA-Fallanalyse: Entwickle einen fiktiven Fall, in dem eine Plattform einen Account sperrt. Prüfe, welche Transparenz- und Beschwerdefragen nach dem DSA wichtig wären.
  2. Algorithmische Öffentlichkeit: Verfasse einen argumentativen Text zur Frage, ob personalisierte Feeds demokratische Meinungsbildung eher fördern oder erschweren.
  3. Medienprojekt: Produziere ein zwei- bis dreiminütiges Erklärvideo über Filterblasen, Echokammern oder Empfehlungssysteme und dokumentiere Deine Quellen.
  4. Schulkonferenz: Organisiert eine simulierte Anhörung mit Rollen für Schüler*innen, Eltern, Plattformbetreiber, Lehrkräfte und Datenschutzexpert*innen. Verhandelt Regeln für eine verantwortliche Social-Media-Nutzung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Kommunikation: In einem Klassenchat wird ein peinliches Foto weitergeleitet. Analysiere die Situation aus Sicht der betroffenen Person, der weiterleitenden Person, der Zuschauenden und der Plattform. Entwickle eine begründete Handlungsstrategie.
  2. Algorithmus und Wirkung: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, wie ein Empfehlungssystem gleichzeitig hilfreich und problematisch sein kann.
  3. Quellenvergleich: Vergleiche drei unterschiedliche Online-Quellen zu demselben Thema. Entwickle Kriterien, nach denen Du ihre Vertrauenswürdigkeit beurteilst.
  4. Verantwortungsmodell: Ordne Aufgaben den Ebenen Nutzer*innen, Plattform, Schule und Staat zu. Begründe, warum keine Ebene allein alle Probleme lösen kann.
  5. Transfer auf neue Plattform: Stell Dir eine neue Social-Media-App vor. Entwickle fünf Anforderungen, damit sie für Jugendliche möglichst sicher und transparent gestaltet ist.
  6. Position beziehen: Beurteile die Aussage „Wenn ein Beitrag viele Likes hat, muss er wichtig oder richtig sein“. Nutze Wissen über Aufmerksamkeit, Viralität und Quellenkritik.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Soziale Medien - Deutschland ist wichtig, dass Du Zusammenhänge erklären und auf neue Beispiele übertragen kannst.

  1. Kommunikation: Du kannst erklären, wie soziale Medien private, öffentliche und gruppenbezogene Kommunikation verändern.
  2. Algorithmen: Du kannst erläutern, warum Feeds personalisiert sind und welche Nutzungssignale dabei eine Rolle spielen können.
  3. Informationskompetenz: Du kannst Quellen prüfen und zwischen Irrtum, Meinung, Werbung und Desinformation unterscheiden.
  4. Verantwortung: Du kannst Aufgaben von Nutzer*innen, Plattformen, Schule und Staat voneinander unterscheiden.
  5. Datenschutz: Du kannst begründen, welche persönlichen Daten besonders schützenswert sind und wie Privatsphäre-Einstellungen helfen.
  6. Jugendschutz: Du kennst angemessene Reaktionen auf Cybermobbing, Hassrede und problematische Inhalte.
  7. Recht und Regulierung: Du kannst die Grundidee des Digital Services Act und die Rolle des Digital Services Coordinators in Deutschland erklären.
  8. Reflexion: Du kannst Deine eigene Mediennutzung kritisch betrachten und konkrete Verbesserungen vorschlagen.




OERs zum Thema

Für vertiefende und aktuelle Informationen eignen sich außerdem frei zugängliche Angebote von klicksafe, JIM-Studie 2025, Bundesnetzagentur: Nutzerrechte nach dem DSA und Europäische Kommission: Fragen und Antworten zum Digital Services Act.


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