Reinstoffe und Gemische - Chemie


Reinstoffe und Gemische - Chemie
Reinstoffe und Gemische - Chemie
In diesem aiMOOC lernst Du, wie Stoffe in Reinstoffe und Gemische eingeteilt werden. Du unterscheidest homogene und heterogene Gemische, ordnest Beispiele aus dem Alltag zu und wählst passende Trennverfahren aus.

Einleitung
Fast alles, was Dich im Alltag umgibt, besteht aus Stoffen. Manche Stoffe enthalten nur eine Art chemischer Bausteine. Andere bestehen aus mehreren Stoffen, die miteinander vermischt sind. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie erklärt, warum Stoffe bestimmte Eigenschaften besitzen und wie man Gemische wieder trennen kann.
Ein Reinstoff besteht aus einer einzigen chemischen Stoffart. Ein Stoffgemisch enthält mindestens zwei Reinstoffe. Dabei können die Bestandteile gleichmäßig verteilt sein oder erkennbare Bereiche bilden.
Lernziele
Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du:
- Reinstoff: Reinstoffe als Elemente oder chemische Verbindungen beschreiben.
- Stoffgemisch: Gemische an ihrer Zusammensetzung erkennen.
- Homogenes Gemisch: homogene Gemische von heterogenen Gemischen unterscheiden.
- Teilchenmodell: Stoffe und Gemische im Teilchenmodell darstellen.
- Trennverfahren: geeignete Verfahren zum Trennen von Gemischen auswählen.
- Stoffeigenschaft: erklären, welche Stoffeigenschaften bei einer Trennung genutzt werden.
Stoffe im Teilchenmodell
Das Teilchenmodell beschreibt Stoffe als Ansammlungen sehr kleiner Teilchen. Diese Teilchen können Atome, Moleküle oder Ionen sein. Das Modell hilft Dir, Reinstoffe und Gemische zu unterscheiden.
Bei einem Reinstoff sind alle betrachteten Teilchen chemisch gleichartig. Bei einem Gemisch sind mindestens zwei verschiedene Teilchensorten vorhanden.

Die Abstände und die Bewegung der Teilchen verändern sich mit dem Aggregatzustand. Die Einteilung in Reinstoff und Gemisch hängt jedoch nicht davon ab, ob ein Stoff fest, flüssig oder gasförmig ist.
Reinstoffe
Ein Reinstoff besitzt eine einheitliche chemische Zusammensetzung. Er besteht entweder aus einem Element oder aus einer chemischen Verbindung.
| Art des Reinstoffs | Beschreibung | Beispiele |
|---|---|---|
| Element | Besteht aus nur einer Atomsorte. | Gold, Kupfer, Sauerstoff |
| Chemische Verbindung | Besteht aus mehreren Elementsorten in einem festen Zahlenverhältnis. | Wasser, Kohlenstoffdioxid, Natriumchlorid |
Wichtig: Eine chemische Verbindung ist kein Gemisch. In einer Verbindung sind die Elemente chemisch gebunden. Die Verbindung besitzt andere Eigenschaften als die Elemente, aus denen sie aufgebaut ist.
Reinstoffe zeigen unter festgelegten Bedingungen charakteristische Eigenschaften. Dazu gehören Dichte, Schmelzpunkt, Siedepunkt, Löslichkeit und elektrische Leitfähigkeit.
Für die Dichte gilt:
Dabei ist die Dichte, die Masse und das Volumen.
Beispiele für Reinstoffe
Destilliertes Wasser besteht nahezu vollständig aus der Verbindung Wasser. Reines Kupfer ist ein Element. Reines Natriumchlorid ist eine Verbindung aus Natrium- und Chlorid-Ionen.
Vollständig reine Stoffe sind in der Praxis kaum herstellbar. Laborchemikalien besitzen deshalb unterschiedliche Reinheitsgrade. Für den Schulunterricht genügt meist die Einteilung in Reinstoff und Gemisch.
Stoffgemische
Ein Stoffgemisch besteht aus mindestens zwei Reinstoffen. Die Bestandteile werden auch Komponenten genannt. Das Mengenverhältnis der Komponenten kann unterschiedlich sein.
Beispiele sind Luft, Leitungswasser, Milch, Granit, Messing und Rauch. Sie enthalten jeweils mehrere Reinstoffe.

Homogene Gemische
Ein homogenes Gemisch wirkt überall gleich. Die einzelnen Bestandteile sind mit bloßem Auge und meist auch mit einem Lichtmikroskop nicht unterscheidbar. Es liegt nur eine Phase vor.
| Gemischart | Verteilte Stoffe | Beispiel |
|---|---|---|
| Lösung | Feststoff in Flüssigkeit | Salzwasser |
| Flüssige Lösung | Flüssigkeit in Flüssigkeit | Ethanol und Wasser |
| Gasgemisch | Gas in Gas | Luft |
| Legierung | Feststoff in Feststoff | Messing |
Luft ist ein homogenes Gasgemisch. Sie besteht vor allem aus Stickstoff und Sauerstoff sowie kleineren Anteilen weiterer Gase.

Heterogene Gemische
Ein heterogenes Gemisch ist nicht überall gleich zusammengesetzt. Es besitzt mindestens zwei erkennbare Phasen. Die Bestandteile können sichtbar sein oder sich nach einiger Zeit voneinander trennen.
| Gemischart | Verteilung | Beispiel |
|---|---|---|
| Gemenge | Feststoff in Feststoff | Granit |
| Suspension | Feststoff in Flüssigkeit | Sand in Wasser |
| Emulsion | Flüssigkeit in Flüssigkeit | Milch |
| Schaum | Gas in Flüssigkeit | Seifenschaum |
| Rauch | Feststoff in Gas | Ruß in Luft |
| Nebel | Flüssigkeit in Gas | Wassertröpfchen in Luft |
Milch ist eine Emulsion. Unter dem Mikroskop lassen sich kleine Fetttröpfchen in der wässrigen Phase erkennen.

Granit ist ein Gemenge aus verschiedenen Mineralen. Häufig lassen sich Quarz, Feldspat und Glimmer unterscheiden.

Homogen oder heterogen?
Die Unterscheidung hängt von der betrachteten Größenordnung ab. Milch erscheint mit bloßem Auge gleichmäßig, ist im mikroskopischen Maßstab aber heterogen. Auch manche Legierungen können je nach innerer Struktur homogen oder heterogen sein.
Für den Schulunterricht gilt als Orientierung:
| Beobachtung | Einordnung |
|---|---|
| Nur eine Phase erkennbar | meist homogen |
| Mehrere Phasen oder Bestandteile erkennbar | heterogen |
| Bestandteile setzen sich ab | heterogen |
| Zusammensetzung ist überall gleich | homogen |
Stoffeigenschaften als Erkennungsmerkmale
Reinstoffe besitzen eine charakteristische Kombination von Eigenschaften. Ein einzelner Wert reicht jedoch nicht immer zur sicheren Bestimmung aus.
| Stoffeigenschaft | Bedeutung | Nutzung |
|---|---|---|
| Dichte | Verhältnis von Masse zu Volumen | Identifikation und Trennung |
| Schmelztemperatur | Temperatur des Übergangs von fest zu flüssig | Prüfung eines Feststoffs |
| Siedetemperatur | Temperatur des Siedens bei festgelegtem Druck | Destillation |
| Löslichkeit | Lösungsvermögen in einem Lösemittel | Extraktion und Kristallisation |
| Teilchengröße | Größe der Gemischbestandteile | Sieben und Filtrieren |
| Magnetisierbarkeit | Reaktion auf ein Magnetfeld | Magnettrennung |
Ein reiner Stoff besitzt bei festgelegtem Druck meist eine bestimmte Schmelz- und Siedetemperatur. Viele Gemische schmelzen oder sieden dagegen über einen Temperaturbereich. Ausnahmen wie azeotrope Gemische zeigen, dass eine einzelne Messung nicht immer genügt.
Trennverfahren
Gemische können getrennt werden, weil ihre Bestandteile unterschiedliche physikalische Eigenschaften besitzen. Bei einem Trennverfahren entstehen nicht automatisch vollständig reine Stoffe. Häufig müssen mehrere Verfahren kombiniert werden.
Sieben und Sortieren
Beim Sieben werden feste Teilchen nach ihrer Größe getrennt. Große Teilchen bleiben im Sieb, kleinere fallen hindurch. Beim Sortieren werden erkennbare Bestandteile nach Form, Farbe oder Material getrennt.
Beispiel: Kies und Sand können mit einem passenden Sieb voneinander getrennt werden.
Sedimentieren und Dekantieren
Beim Sedimentieren sinken dichtere Feststoffteilchen unter dem Einfluss der Schwerkraft nach unten. Die abgesetzte Schicht heißt Sediment.
Beim Dekantieren wird die darüberstehende Flüssigkeit vorsichtig abgegossen. Sand und Wasser lassen sich auf diese Weise teilweise trennen.
Filtrieren
Bei der Filtration strömt eine Flüssigkeit durch ein Filtermedium. Größere Feststoffteilchen bleiben als Filterrückstand zurück. Die durchgelaufene Flüssigkeit heißt Filtrat.

Filtrieren eignet sich für Suspensionen. Gelöste Stoffe können einen gewöhnlichen Papierfilter jedoch passieren. Salzwasser lässt sich deshalb nicht durch Filtration in Salz und Wasser trennen.
Zentrifugieren
Bei der Zentrifugation wird ein Gemisch schnell gedreht. Bestandteile mit unterschiedlicher Dichte oder Teilchengröße bewegen sich dabei verschieden. Das Verfahren beschleunigt die Trennung, die bei einer Sedimentation langsam ablaufen würde.
Zentrifugen werden unter anderem in Laboren, Molkereien und Kläranlagen eingesetzt.
Trennen mit dem Scheidetrichter
Nicht mischbare Flüssigkeiten bilden getrennte Schichten. Im Scheidetrichter kann die dichtere untere Flüssigkeit zuerst abgelassen werden.

Beispiel: Öl und Wasser bilden zwei Phasen. Das Verfahren funktioniert nicht bei vollständig mischbaren Flüssigkeiten wie Ethanol und Wasser.
Eindampfen und Kristallisieren
Beim Eindampfen wird ein flüchtiges Lösemittel verdampft. Ein gelöster, schwer flüchtiger Feststoff bleibt zurück.
Beim Kristallisieren entstehen aus einer Lösung feste Kristalle. Dies kann durch Abkühlen oder durch Verdampfen eines Teils des Lösemittels erreicht werden.
Beispiel: Aus Salzwasser kann durch Eindampfen Salz gewonnen werden. Das Wasser wird dabei nicht aufgefangen.
Destillieren
Die Destillation nutzt unterschiedliche Siedetemperaturen oder Flüchtigkeiten. Eine Flüssigkeit verdampft, wird im Kühler wieder verflüssigt und als Destillat aufgefangen.

Mit einer Destillation kann Wasser aus Salzwasser zurückgewonnen werden. Bei Flüssigkeitsgemischen gelingt die Trennung besonders gut, wenn sich die Siedetemperaturen deutlich unterscheiden.
Chromatografie
Bei der Chromatographie verteilen sich Stoffe unterschiedlich zwischen einer beweglichen und einer unbeweglichen Phase. Dadurch wandern sie verschieden schnell.

Bei einer Papierchromatografie können beispielsweise Farbstoffgemische aus Filzstiften untersucht werden. Ein scheinbar einheitlicher Farbton kann aus mehreren Farbstoffen bestehen.
Extrahieren
Bei der Extraktion wird ausgenutzt, dass sich ein Stoff in einem bestimmten Lösemittel besser löst als andere Bestandteile.
Beispiel: Beim Aufbrühen von Tee lösen sich Farb-, Geruchs- und Geschmacksstoffe aus den Blättern im heißen Wasser.
Magnettrennung
Bei der Magnettrennung werden magnetische Bestandteile aus einem Gemisch entfernt. Eisenpulver kann beispielsweise mit einem Magneten von Sand getrennt werden.
Übersicht der Trennverfahren
| Gemisch | Passendes Verfahren | Genutzte Eigenschaft |
|---|---|---|
| Kies und Sand | Sieben | Teilchengröße |
| Sand und Wasser | Sedimentieren, Dekantieren oder Filtrieren | Dichte und Teilchengröße |
| Öl und Wasser | Scheidetrichter | Nichtmischbarkeit und Dichte |
| Salz und Wasser | Eindampfen oder Destillieren | Flüchtigkeit |
| Farbstoffgemisch | Chromatografie | unterschiedliche Verteilung und Wanderung |
| Eisen und Sand | Magnettrennung | Magnetisierbarkeit |
Beispiele aus dem Alltag
| Stoff | Einordnung | Begründung |
|---|---|---|
| Destilliertes Wasser | Reinstoff | besteht nahezu nur aus Wasserteilchen |
| Leitungswasser | homogenes Gemisch | enthält gelöste Salze und Gase |
| Luft | homogenes Gemisch | enthält mehrere gleichmäßig verteilte Gase |
| Milch | heterogenes Gemisch | enthält fein verteilte Fetttröpfchen |
| Granit | heterogenes Gemisch | verschiedene Minerale sind erkennbar |
| Messing | Legierung | besteht hauptsächlich aus Kupfer und Zink |
| Rauch | heterogenes Gemisch | feste Teilchen sind in einem Gas verteilt |
Planung einer Gemischtrennung
Bei einer Trennaufgabe solltest Du schrittweise vorgehen:
- Gemisch analysieren: Welche Bestandteile könnten enthalten sein?
- Aggregatzustand bestimmen: Sind die Bestandteile fest, flüssig oder gasförmig?
- Phasen erkennen: Ist das Gemisch homogen oder heterogen?
- Stoffeigenschaften vergleichen: Welche Unterschiede bestehen bei Dichte, Löslichkeit, Teilchengröße, Siedetemperatur oder Magnetisierbarkeit?
- Trennverfahren auswählen: Welches Verfahren nutzt den größten Unterschied?
- Ergebnis prüfen: Woran erkennst Du, ob die Trennung erfolgreich war?
Bei einem Gemisch aus Eisenpulver, Sand und Kochsalz kannst Du mehrere Schritte kombinieren: zuerst Eisen magnetisch abtrennen, danach Salz in Wasser lösen, den Sand filtrieren und zuletzt das Salz durch Eindampfen zurückgewinnen.
Sicherheit beim Experimentieren
Beim Trennen von Stoffgemischen gelten die Regeln des Chemieraums. Trage eine Schutzbrille, binde lange Haare zusammen und arbeite nur nach Anweisung. Unbekannte Stoffe dürfen nicht probiert werden. Gerüche werden nur vorsichtig herangewedelt. Beim Erhitzen muss die Öffnung eines Reagenzglases von Personen wegzeigen.
Destillationen und Versuche mit Lösemitteln gehören unter fachkundige Aufsicht. Verwende zu Hause nur ausdrücklich geeignete, ungefährliche Materialien.
Merksätze
- Reinstoff: Ein Reinstoff enthält eine chemische Stoffart.
- Gemisch: Ein Gemisch enthält mindestens zwei Reinstoffe.
- Homogenes Gemisch: Ein homogenes Gemisch besitzt eine einheitliche Phase.
- Heterogenes Gemisch: Ein heterogenes Gemisch besitzt mehrere Phasen.
- Trennverfahren: Gemische werden mithilfe unterschiedlicher Stoffeigenschaften getrennt.
- Chemische Verbindung: Eine Verbindung ist trotz mehrerer Elementsorten ein Reinstoff.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Woraus besteht ein Reinstoff? (Aus einer chemischen Stoffart) (!Aus mindestens zwei sichtbaren Phasen) (!Immer aus zwei Elementen) (!Nur aus festen Teilchen)
Was kennzeichnet ein Stoffgemisch? (Es enthält mindestens zwei Reinstoffe) (!Es besteht immer nur aus Atomen) (!Es besitzt immer einen festen Siedepunkt) (!Es ist immer heterogen)
Welches Beispiel ist ein homogenes Gemisch? (Luft) (!Granit) (!Sand in Wasser) (!Rauch)
Welches Beispiel ist eine Suspension? (Sand in Wasser) (!Salz in Wasser) (!Luft) (!Messing)
Welche Gemischart ist Milch? (Emulsion) (!Gasgemisch) (!Gemenge) (!Reinstoff)
Warum lässt sich Salzwasser nicht mit einem Papierfilter trennen? (Die gelösten Teilchen passieren den Filter) (!Das Salz ist leichter als Wasser) (!Der Filter löst das Salz auf) (!Wasser ist ein Feststoff)
Welche Stoffeigenschaft wird beim Sieben genutzt? (Teilchengröße) (!Siedetemperatur) (!Elektrische Ladung) (!Geruch)
Welches Verfahren eignet sich zur Rückgewinnung von Wasser aus Salzwasser? (Destillation) (!Sieben) (!Magnettrennung) (!Sortieren)
Wozu dient die Chromatografie? (Zur Trennung unterschiedlich wandernder Stoffe) (!Zur Bestimmung der Masse) (!Zum Schmelzen von Feststoffen) (!Zum magnetischen Trennen)
Was ist eine chemische Verbindung? (Ein Reinstoff aus chemisch gebundenen Elementsorten) (!Ein sichtbares Gemenge mehrerer Stoffe) (!Eine Suspension aus Atomen) (!Ein beliebiges Flüssigkeitsgemisch)
Memory
| Reinstoff | eine chemische Stoffart |
| Stoffgemisch | mindestens zwei Komponenten |
| Lösung | einphasiges Flüssigkeitsgemisch |
| Suspension | Feststoffteilchen in einer Flüssigkeit |
| Emulsion | Flüssigkeitströpfchen in einer Flüssigkeit |
| Filtration | Trennung nach Teilchengröße |
| Destillation | Trennung nach Flüchtigkeit |
| Chromatografie | unterschiedliche Wanderungsgeschwindigkeit |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Beispiel |
|---|---|
| Lösung | Salzwasser |
| Suspension | Sand in Wasser |
| Emulsion | Milch |
| Gasgemisch | Luft |
| Gemenge | Granit |
Kreuzworträtsel
| Reinstoff | Wie heißt ein Stoff mit einheitlicher chemischer Zusammensetzung? |
| Gemisch | Wie heißt ein Stoff aus mindestens zwei Reinstoffen? |
| Lösung | Wie heißt ein homogenes Gemisch mit einem Lösemittel? |
| Emulsion | Wie heißt ein Gemisch aus zwei nicht mischbaren Flüssigkeiten? |
| Filtration | Welches Verfahren trennt Feststoffteilchen mit einem Filter? |
| Destillation | Welches Verfahren nutzt unterschiedliche Flüchtigkeiten? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Stoffe im Haushalt: Suche sechs Stoffe oder Produkte in Deiner Umgebung und ordne sie als Reinstoff, homogenes Gemisch oder heterogenes Gemisch ein.
- Teilchenbild zeichnen: Zeichne je ein Teilchenmodell für einen Reinstoff, ein homogenes Gemisch und ein heterogenes Gemisch.
- Gemisch-Fotoreihe: Fotografiere drei ungefährliche Gemische aus dem Alltag und beschrifte die erkennbaren Phasen.
- Trennverfahren erklären: Erstelle eine kurze Bilderklärung zum Sieben, Filtrieren oder Sedimentieren.
Standard
- Salz-Sand-Trennung: Plane eine sichere Trennung von Kochsalz und Sand. Begründe jeden Arbeitsschritt.
- Papierchromatografie: Untersuche unter Aufsicht wasserlösliche Filzstiftfarben und dokumentiere die getrennten Farbstoffe.
- Wasseruntersuchung: Vergleiche destilliertes Wasser und Mineralwasser anhand von Etikett, Leitfähigkeit oder Verdampfungsrückstand.
- Trennverfahren im Alltag: Führe ein Interview mit einer Person, die Filter, Zentrifugen oder Destillation beruflich nutzt.
Schwer
- Mehrstoffgemisch trennen: Entwickle einen Trennplan für Eisenpulver, Sand, Kochsalz und kleine Kieselsteine.
- Trennkette bewerten: Vergleiche zwei mögliche Trennketten für dasselbe Gemisch und entscheide, welche weniger Energie und Material benötigt.
- Reinheit untersuchen: Entwirf eine Untersuchung, mit der die Reinheit eines unbekannten Feststoffs über Stoffeigenschaften geprüft werden könnte.
- Erklärvideo produzieren: Produziere ein kurzes Lernvideo, das den Unterschied zwischen einer chemischen Verbindung und einem Gemisch verständlich darstellt.


Lernkontrolle
- Trennplan entwickeln: Ein Gemisch enthält Eisenpulver, Salz und Sand. Entwickle eine vollständige Trennkette und erkläre die jeweils genutzte Stoffeigenschaft.
- Fehleranalyse Filtration: Eine Person versucht, Zuckerwasser mit einem Papierfilter zu trennen. Erkläre, warum der Versuch nicht gelingt, und schlage ein passendes Verfahren vor.
- Alltagsprodukt untersuchen: Wähle ein Lebensmittel oder einen Baustoff aus und begründe anhand seiner Zusammensetzung, ob es sich um einen Reinstoff oder ein Gemisch handelt.
- Teilchenmodell übertragen: Erkläre mithilfe des Teilchenmodells, warum eine Salzlösung klar sein kann, obwohl sie aus zwei Stoffen besteht.
- Verfahren vergleichen: Vergleiche Eindampfen und Destillieren hinsichtlich Ziel, Energiebedarf und gewonnener Stoffe.
- Beobachtungen deuten: Eine Flüssigkeit bildet nach längerer Zeit zwei Schichten. Leite daraus Aussagen über Mischbarkeit, Dichte und Gemischart ab.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du:
- Begriffe sicher verwenden: Reinstoff, Gemisch, Komponente, Phase, homogen und heterogen korrekt erklärst.
- Beispiele einordnen: Stoffe aus Alltag und Labor begründet klassifizierst.
- Teilchenmodell anwenden: Reinstoffe und Gemische in Teilchenbildern darstellst.
- Stoffeigenschaften nutzen: Dichte, Löslichkeit, Teilchengröße, Siedetemperatur und Magnetisierbarkeit passenden Trennverfahren zuordnest.
- Trennketten planen: mehrstufige Gemische sinnvoll und sicher trennst.
- Ergebnisse bewerten: Reinheit, Stoffverluste, Energieaufwand und mögliche Fehler beurteilst.
- Sicher experimentieren: Schutzmaßnahmen und Laborregeln einhältst.
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