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Römische Kunst im Südwesten - Baden-Württemberg

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Römische Kunst im Südwesten - Baden-Württemberg




Einleitung

Römische Kunst ist nicht nur in Rom zu finden. Auch im heutigen Baden-Württemberg haben Archäologinnen und Archäologen zahlreiche Spuren entdeckt: farbige Mosaike, steinerne Reliefs, kleine und große Skulpturen, verzierte Metallarbeiten, Gefäße aus Glas, Werkzeuge und Gegenstände aus dem Alltag. Viele Funde stammen aus Orten, die in römischer Zeit wichtige Siedlungen oder Militärplätze waren, zum Beispiel Rottweil, Aalen, Osterburken, Welzheim und Heidenheim.

Für das Fach Kunst ist dabei besonders spannend: Die Römer gestalteten nicht nur Tempel und Denkmäler. Auch Dinge zum Tragen, Essen, Schreiben, Arbeiten oder Aufbewahren konnten sorgfältig geformt, verziert und mit Bildern oder Symbolen versehen werden. Du kannst deshalb an römischen Funden untersuchen, wie Form, Material, Farbe, Ornament, Bildmotiv und Funktion zusammenwirken.

Das berühmte Orpheusmosaik im Dominikanermuseum Rottweil entstand gegen Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. und wurde 1834 entdeckt. In seiner Mitte ist Orpheus mit einem Saiteninstrument dargestellt; Tiere umgeben ihn. Das Bild verbindet handwerkliche Genauigkeit mit einer Erzählung aus der antiken Mythologie. Gerade deshalb eignet es sich gut, um römische Kunst im Südwesten zu untersuchen.


Römische Kunst im Südwesten verstehen

Große Teile des heutigen Südwestdeutschlands gehörten zeitweise zum Römischen Reich. Wichtige Gebiete lagen in den Provinzen Germania superior und Raetia. Der Obergermanisch-Raetische Limes mit Kastellen, Wachtürmen und Siedlungen prägte besonders den Nordosten des heutigen Baden-Württembergs. Städte, Militärlager, Gutshöfe und Heiligtümer waren Orte, an denen Bilder und gestaltete Gegenstände gebraucht wurden.

Römische Kunst übernahm viele Anregungen aus der griechischen und anderen antiken Kulturen. Gleichzeitig entwickelten sich im riesigen Reich regionale Formen. Ein Fund aus Baden-Württemberg kann deshalb typisch römische Motive zeigen und trotzdem etwas über das Leben an einem ganz bestimmten Ort erzählen.

Für die Bildbetrachtung helfen Dir drei Fragen:

  1. Was sehe ich?: Welche Formen, Farben, Figuren, Muster und Materialien erkennst Du?
  2. Wozu diente das Objekt?: War es Schmuck, Gebrauchsgegenstand, religiöses Bild, Bauteil oder Grabdenkmal?
  3. Was verrät der Fundort?: Stammt das Objekt aus einem Haus, einem Kastell, einem Brunnen, einem Heiligtum oder einem Grab?


Mosaike: Bilder aus vielen kleinen Teilen

Ein Mosaik entsteht, wenn viele kleine Stücke zu einer Fläche zusammengesetzt werden. Solche Steinchen werden häufig Tesserae genannt. Durch unterschiedliche Farben und Formen können geometrische Muster, Pflanzen, Tiere, Menschen oder ganze Erzählungen entstehen. Römische Mosaike schmückten vor allem Böden, konnten aber auch andere Flächen gestalten.

Beim Rottweiler Orpheusmosaik ist die Mitte besonders wichtig. Orpheus sitzt als Hauptfigur im Bild. Die Tiere sind um ihn angeordnet. Dadurch entsteht eine klare Bildordnung: Dein Blick wird zur zentralen Figur gelenkt. Gleichzeitig zeigen die einzelnen Tiere, wie genau Mosaikkünstler Formen trotz der kleinen, kantigen Steinchen darstellen konnten.

Wenn Du das Mosaik wie ein Kunstwerk untersuchst, kannst Du auf Komposition achten. Damit ist gemeint, wie einzelne Bildteile auf der Fläche angeordnet sind. Du kannst außerdem fragen, welche Wirkung durch Wiederholungen, Umrahmungen, Kontraste und die Blickrichtung der Figuren entsteht.

Das Orpheusmosaik zeigt außerdem, dass Bilder in Wohngebäuden mehr sein konnten als bloße Dekoration. Ein mythologisches Motiv konnte Bildung, Geschmack und gesellschaftlichen Anspruch ausdrücken. Kunst war damit Teil des Wohnens und der Selbstdarstellung.


Mini-Aufgabe: Mosaik mit Papier

Zeichne ein einfaches Tiermotiv. Zerlege die Flächen gedanklich in kleine Felder und fülle sie mit gleichmäßig geschnittenen Papierschnipseln. Verwende für Hintergrund, Körper und Details unterschiedliche Farbtöne. Vergleiche danach: Was lässt sich mit kleinen eckigen Teilen gut darstellen, und was ist schwierig?


Skulpturen und Reliefs: Bilder bekommen Tiefe

Bei einer Skulptur wird eine Figur dreidimensional gestaltet. Man kann sie von mehreren Seiten betrachten. Ein Relief bleibt dagegen mit einer Hintergrundfläche verbunden. Figuren, Körper oder Ornamente treten unterschiedlich weit aus der Fläche hervor.

Im Südwesten sind viele römische Reliefs erhalten, weil Stein dauerhaft sein kann. Reliefs finden sich an Altären, Grabmälern, Bauinschriften und religiösen Bildsteinen. Sie konnten Geschichten erzählen, Gottheiten zeigen, an Verstorbene erinnern oder den Rang einer Person sichtbar machen.

Der Reliefstein vom Kleinkastell Zwing am Odenwaldlimes zeigt, wie Steinflächen gegliedert wurden. Selbst wenn Teile eines Bildes oder einer Bemalung verloren sind, können Kanten, Rahmen und Vertiefungen Hinweise auf die ursprüngliche Gestaltung geben.


Religiöse Bildwelten in Osterburken

Im Römermuseum Osterburken sind bedeutende Funde vom Limes zu sehen. Dazu gehören Reliefs und Weihesteine. Ein bekanntes Beispiel ist ein Relief aus dem Mithraskult. Solche Bildsteine waren nicht einfach „Dekoration“. Sie gehörten zu religiösen Handlungen und machten bestimmte Vorstellungen sichtbar.

Achte bei einem Relief auf Licht und Schatten. Hervorstehende Stellen fangen Licht anders ein als Vertiefungen. Dadurch wird die Darstellung plastisch. Schon kleine Höhenunterschiede können Kleidung, Haare, Körper oder Gegenstände voneinander absetzen.


Metallkunst: Schutz, Symbol und Schmuck

Metall war teuer und vielseitig. Bronze, Eisen und andere Metalle wurden für Waffen, Werkzeuge, Gefäße, Schmuck und religiöse Gegenstände genutzt. Künstlerische Gestaltung und praktische Nutzung konnten dabei eng zusammengehören.

Ein besonders anschauliches Beispiel ist ein Bronze-Brustblech mit einem Relief der Virtus im Limesmuseum Aalen. Die Figur steht für eine römische Vorstellung von Tapferkeit und militärischer Tüchtigkeit. Ein Gegenstand der Ausrüstung konnte also zugleich eine Bildbotschaft tragen.

Auch ein Maskenhelm zeigt die Verbindung von handwerklicher Technik und Wirkung. Ein solcher Helm war aufwendig gestaltet und konnte bei Reiterspielen oder Vorführungen eine eindrucksvolle Erscheinung erzeugen.

Noch näher am Alltag liegt ein Hufmesser aus Welzheim. Es diente zum Bearbeiten von Hufen und besitzt zugleich eine verzierte Gestaltung mit einem kleinen Bildmotiv. Das zeigt: Auch ein Werkzeug konnte mehr sein als nur praktisch.


Alltagsgegenstände als gestaltete Dinge

In Museen wirken Alltagsgegenstände oft kostbar, weil sie alt und selten sind. In römischer Zeit waren viele von ihnen jedoch Teil des normalen Lebens. Gerade deshalb sind sie für Kunst und Geschichte interessant. An Form und Material kannst Du erkennen, welche Lösungen Handwerker für tägliche Aufgaben fanden.


Glas: Form, Licht und Oberfläche

Römische Gläser konnten durchsichtig, farbig oder leicht getönt sein. Schon die Form eines Bechers oder Fläschchens beeinflusst, wie Licht auf der Oberfläche erscheint. Dünne Wände, Rundungen und Henkel sind gestalterische Entscheidungen, aber zugleich für die Nutzung wichtig.

Vergleiche Glas mit Stein: Glas kann Licht durchlassen, Stein meist nicht. Dadurch entstehen völlig andere Wirkungen. Genau solche Materialunterschiede sind in der Kunstbetrachtung wichtig.


Flechtwerk: Gestaltung mit einem einfachen Material

Ein Weidenkorb aus einem Brunnen im Ostkastell von Welzheim zeigt eine andere Seite römischer Sachkultur. Flechtwerk besteht aus sich wiederholenden Linien und Überkreuzungen. Das Muster entsteht direkt aus der Herstellung.

Dass organische Materialien wie Holz oder Weide erhalten bleiben, ist selten. Unter besonderen Bodenbedingungen, etwa in dauerhaft feuchter Umgebung, können sie jedoch über sehr lange Zeit überdauern. Solche Funde erweitern unser Bild der römischen Gestaltung weit über Stein und Metall hinaus.


Kosmetik und Körperpflege

Auch Körperpflege gehörte zum Alltag. Ein kleines Steinschälchen aus dem Römermuseum Osterburken wird mit römischer Kosmetik in Verbindung gebracht. Seine Form ist schlicht, aber genau auf die Benutzung abgestimmt.

Frage Dich: Wann beginnt Kunst? Muss ein Gegenstand reich verziert sein, oder kann schon eine gut proportionierte, sorgfältig hergestellte Form gestalterische Qualität besitzen?


Geld, Handwerk und ein ungewöhnlicher Fund aus Rottweil

Aus dem römischen Rottweil ist auch ein Schmelztiegel eines Geldfälschers erhalten. Ein solcher Fund ist kein „Kunstwerk“ im klassischen Sinn. Trotzdem erzählt er viel über Materialkenntnis, Herstellung und Wirtschaft. Für den Kunstunterricht ist er interessant, weil Münzen selbst Bilder, Schrift und Zeichen tragen und in großer Zahl verbreitet wurden.


Gefäße zwischen Gebrauch und Religion

Ein Gefäß kann gleichzeitig praktisch, schön und symbolisch sein. Im Limesmuseum Aalen befindet sich eine Bronzeschüssel aus Heidenheim mit einer Weihinschrift für die Göttin Erycina. Die Form erinnert an ein Gebrauchsgefäß, die Inschrift gibt dem Objekt aber eine religiöse Bedeutung.

Solche Funde helfen Dir, nicht zu schnell zwischen „Kunst“ und „Alltag“ zu trennen. In der römischen Welt konnten Material, Form, Schrift, Bild und Gebrauch eng verbunden sein.


Kunst untersuchen: Material, Technik, Funktion, Wirkung

Wenn Du einen römischen Gegenstand beschreibst, beginne mit dem Sichtbaren und trenne Beobachtung von Vermutung. Sage zuerst: „Ich sehe eine runde Form mit eingeritzten Linien.“ Erst danach deutest Du: „Die Linien könnten ein Ornament bilden.“

Vier Begriffe helfen Dir:

  1. Material: Woraus besteht das Objekt, zum Beispiel Stein, Bronze, Glas, Ton, Holz oder Weide?
  2. Technik: Wurde gegossen, gemeißelt, geflochten, zusammengesetzt, geschliffen oder eingeritzt?
  3. Funktion: Wozu wurde der Gegenstand verwendet?
  4. Wirkung: Wirkt er streng, lebendig, kostbar, praktisch, feierlich, symmetrisch oder bewegt?

Für ältere Lernende kommt die Frage nach dem Kontext hinzu: Wer konnte sich ein bestimmtes Objekt leisten? Wo wurde es gefunden? Welche Botschaft sollte es vermitteln? Was wissen wir sicher, und was bleibt eine Vermutung?


Lernorte in Baden-Württemberg

Viele Originalfunde kannst Du in Museen oder an archäologischen Orten kennenlernen. Besonders wichtig für dieses Thema sind das Dominikanermuseum Rottweil mit dem Orpheusmosaik und Funden aus Arae Flaviae, das Limesmuseum Aalen mit zahlreichen Objekten aus dem römischen Grenzgebiet und das Römermuseum Osterburken mit Funden vom Limes, aus Heiligtümern und aus dem römischen Alltag.

Auch außerhalb von Museen gibt es sichtbare Spuren: Kastelle, Thermenreste, Limestürme und archäologische Parks machen deutlich, dass Kunstwerke und Alltagsgegenstände ursprünglich in gebauten Räumen und Landschaften genutzt wurden.

Bei einem Museumsbesuch kannst Du ein Objekt wie eine Detektivin oder ein Detektiv untersuchen: Skizziere seine Grundform, notiere das Material, beschreibe zwei auffällige Details und formuliere eine Frage, die Du dem Objekt stellen würdest.


Zusammenfassung

Römische Kunst im Südwesten reicht vom farbigen Bodenmosaik bis zum kleinen Werkzeug. Das Orpheusmosaik in Rottweil zeigt eine kunstvolle Bildkomposition aus vielen kleinen Steinen. Reliefs und Skulpturen machen religiöse Vorstellungen, Personen oder Tugenden sichtbar. Metallobjekte verbinden häufig Funktion mit Symbolen und Ornamenten. Glas, Flechtwerk, Kosmetikgeräte und andere Alltagsgegenstände zeigen, dass Gestaltung auch im täglichen Leben wichtig war.

Wenn Du diese Funde untersuchst, lernst Du nicht nur etwas über die Römer. Du übst auch zentrale Methoden des Kunstunterrichts: genaues Sehen, Beschreiben, Vergleichen, Deuten und eigenes Gestalten.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Woraus besteht ein Mosaik? (Aus vielen kleinen zusammengesetzten Teilen) (!Aus einem einzigen gegossenen Metallblock) (!Nur aus bemaltem Holz) (!Nur aus geschriebenen Buchstaben)




Welches berühmte römische Kunstwerk ist im Dominikanermuseum Rottweil zu sehen? (Das Orpheusmosaik) (!Die Büste der Nofretete) (!Der Pergamonaltar) (!Die Himmelsscheibe von Nebra)




Was ist ein Relief? (Eine Darstellung, die mit einer Hintergrundfläche verbunden bleibt) (!Ein völlig flaches gedrucktes Foto) (!Ein Gebäude ohne Bildschmuck) (!Ein Gefäß aus durchsichtigem Glas)




Welche Frage gehört zu einer kunstbezogenen Objektanalyse? (Wie wirken Material Form und Oberfläche zusammen) (!Wie viele moderne Autos stehen vor dem Museum) (!Welche Smartphone-App ist gerade beliebt) (!Wie heißt die nächste Fußballmannschaft)




Welche Eigenschaft ist für Glas besonders typisch? (Es kann Licht durchlassen) (!Es ist immer undurchsichtig wie Granit) (!Es besteht immer aus Holzfasern) (!Es kann nur geflochten werden)




Was zeigt der Weidenkorb aus Welzheim besonders gut? (Dass auch organische Alltagsmaterialien archäologisch erhalten sein können) (!Dass alle römischen Körbe aus Bronze bestanden) (!Dass Römer keine Behälter verwendeten) (!Dass Flechtwerk nur als Wandmalerei vorkam)




Was verbindet ein verziertes Werkzeug mit Kunst? (Praktische Funktion und bewusste Gestaltung können zusammenkommen) (!Werkzeuge dürfen grundsätzlich keine Gestaltung besitzen) (!Nur Marmor kann künstlerisch gestaltet werden) (!Alltagsobjekte enthalten nie Symbole)




Welche Reihenfolge ist bei einer sorgfältigen Bildbetrachtung sinnvoll? (Zuerst beobachten und beschreiben dann deuten) (!Zuerst raten und danach nicht mehr hinschauen) (!Zuerst bewerten und dann die Details ignorieren) (!Zuerst die Lösung abschreiben und dann vergleichen)




Warum ist der Fundort eines Gegenstands wichtig? (Er kann Hinweise auf Nutzung und Bedeutung geben) (!Er bestimmt automatisch die heutige Farbe) (!Er macht jedes Objekt zu einer Münze) (!Er ersetzt jede genaue Beobachtung)




Was kann römische Kunst im Südwesten über den Alltag zeigen? (Wie Menschen Gegenstände gestalteten nutzten und mit Bedeutungen verbanden) (!Dass nur Kaiser Gegenstände besaßen) (!Dass im Alltag keine Materialien verwendet wurden) (!Dass alle Funde nur aus Tempeln stammen)





Memory

Mosaik Bild aus vielen kleinen Teilen
Relief Darstellung mit Hintergrundfläche
Bronze Metall für Gefäße Schmuck und Bildwerke
Orpheus Hauptfigur des berühmten Rottweiler Mosaiks
Welzheim Fundort eines erhaltenen Weidenkorbs
Osterburken Ort mit bedeutendem Römermuseum am Limes





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Mosaik Bild aus kleinen zusammengesetzten Teilen
Skulptur Dreidimensional gestaltete Figur
Relief Bildform mit hervortretenden Teilen auf einer Fläche
Ornament Wiederholtes schmückendes Muster
Funktion Zweck oder Verwendung eines Gegenstands






Kreuzworträtsel

Mosaik Wie heißt ein Bild aus vielen kleinen zusammengesetzten Teilen?
Orpheus Welche mythische Figur steht im Mittelpunkt des berühmten Rottweiler Mosaiks?
Relief Wie heißt eine Bildform bei der Figuren aus einer Fläche hervortreten?
Bronze Welches Metallmaterial wurde häufig für Gefäße und Bildwerke verwendet?
Virtus Welche römische Tugendfigur ist auf einem Brustblech im Limesmuseum dargestellt?
Limes Wie heißt die römische Grenzanlage die auch durch Baden-Württemberg verlief?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Bild aus vielen kleinen zusammengesetzten Teilen heißt

. Die berühmte Hauptfigur des Rottweiler Mosaiks ist

. Eine Darstellung die mit ihrer Hintergrundfläche verbunden bleibt nennt man

. Das Metall

wurde für Gefäße Ausrüstung und Bildwerke verwendet. Bei einer Kunstbetrachtung beschreibt man zuerst genau die sichtbare

. Der Zweck eines Gegenstands wird als

bezeichnet. Das römische Grenzsystem im Südwesten heißt

. Im Museum hilft der

dabei die frühere Nutzung eines Gegenstands besser einzuordnen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Mosaik gestalten: Entwirf aus farbigem Papier ein kleines Mosaik mit Tiermotiv und achte auf eine klare Mitte.
  2. Objektskizze: Wähle eines der abgebildeten Fundstücke und zeichne nur seine Grundformen und wichtigsten Linien.
  3. Materialvergleich: Vergleiche Glas, Stein und Bronze in einer kleinen Bild-Text-Collage und zeige, wie unterschiedlich ihre Oberflächen wirken.
  4. Museumslabel: Schreibe ein kurzes Museumsschild für den Weidenkorb aus Welzheim mit Material, Funktion und einer Frage an die Betrachtenden.


Standard

  1. Relief entwerfen: Gestalte aus Ton oder Modelliermasse ein kleines Relief und teste, wie Licht von der Seite die Formen verändert.
  2. Kunst und Alltag: Fotografiere drei heutige Alltagsgegenstände, bei denen Funktion und Gestaltung besonders eng zusammengehören, und vergleiche sie mit einem römischen Fund.
  3. Bildanalyse: Untersuche das Orpheusmosaik nach Komposition, Farbe, Figurenanordnung und Wirkung und formuliere eine begründete Deutung.
  4. Museumsrundgang: Plane für Deine Klasse einen Rundgang durch ein Römermuseum in Baden-Württemberg mit fünf Stationen und je einer Beobachtungsaufgabe.


Schwer

  1. Ausstellung kuratieren: Entwirf eine kleine Ausstellung mit dem Titel „Kunst im römischen Alltag“ und ordne mindestens sechs Objekte nach einem selbst gewählten Prinzip.
  2. Rekonstruktion kritisch prüfen: Erstelle zwei mögliche Rekonstruktionszeichnungen eines nur teilweise erhaltenen Reliefs und kennzeichne, welche Teile sicher und welche erfunden sind.
  3. Interviewprojekt: Entwickle Fragen für ein Interview mit einer Archäologin, einem Restaurator oder einer Museumspädagogin über den Umgang mit römischen Originalfunden.
  4. Videoprojekt: Produziere ein zwei- bis dreiminütiges Erklärvideo, in dem Du an einem Fundstück zeigst, wie Material, Technik, Funktion und Wirkung zusammenhängen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Vergleich Mosaik und Relief: Vergleiche, wie Mosaik und Relief Bilder erzeugen. Erkläre, wie das jeweilige Material die Gestaltungsmöglichkeiten beeinflusst.
  2. Design und Funktion: Wähle einen römischen Alltagsgegenstand und einen heutigen Gegenstand mit ähnlicher Funktion. Beurteile, wie sich Form, Material und Gestaltung verändert haben.
  3. Museumskontext: Ein Fundstück wird ohne Fundortangabe ausgestellt. Erkläre, welche Informationen für eine Deutung fehlen und welche Fragen dadurch offenbleiben.
  4. Wirkung von Material: Erkläre an zwei Beispielen, wie unterschiedliche Materialien eine andere Wirkung erzeugen können, etwa Glas im Vergleich zu Stein oder Bronze.
  5. Bildbotschaft: Zeige an einem Relief, Mosaik oder verzierten Metallobjekt, wie Bilder und Symbole eine Aussage über Religion, Status oder Werte vermitteln können.
  6. Grenzen der Rekonstruktion: Begründe, warum Archäologinnen und Archäologen zwischen gesicherten Beobachtungen und Vermutungen unterscheiden müssen, wenn ein Kunstwerk nur teilweise erhalten ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Begriffe kennst, sondern römische Objekte selbstständig untersuchen und gestalterische Zusammenhänge erklären kannst.

  1. Du kannst Mosaik, Relief und Skulptur unterscheiden und ihre Gestaltungsweisen beschreiben.
  2. Du kannst bei einem Fundstück Material, Technik, Funktion und Wirkung untersuchen.
  3. Du kannst mindestens ein Beispiel aus Rottweil, Aalen oder Osterburken sachgerecht einordnen.
  4. Du kannst erklären, warum auch Alltagsgegenstände für den Kunstunterricht interessant sind.
  5. Du kannst Beobachtung und Deutung voneinander unterscheiden und Deine Aussagen am sichtbaren Objekt begründen.
  6. Du kannst eine eigene Gestaltung entwickeln, die sich mit einer römischen Technik oder Bildidee auseinandersetzt.




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