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Psychische Gesundheit junger Menschen - Baden-Württemberg

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Psychische Gesundheit junger Menschen - Baden-Württemberg



Einleitung

Psychische Gesundheit betrifft uns alle. Sie bedeutet nicht, immer glücklich, entspannt oder leistungsfähig zu sein. Auch Traurigkeit, Angst, Ärger, Unsicherheit und Stress gehören zum Leben. Entscheidend ist, wie gut Du mit Belastungen umgehen kannst, ob Du Dich anderen Menschen verbunden fühlst, Hilfe bekommst, wenn Du sie brauchst, und Deinen Alltag bewältigen kannst. Die WHO beschreibt psychische Gesundheit als einen Zustand psychischen Wohlbefindens, der Menschen dabei unterstützt, mit Belastungen umzugehen, ihre Fähigkeiten zu entfalten, zu lernen, zu arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Die Jugendzeit ist eine Phase großer Veränderungen. Körper, Gehirn, Beziehungen, Selbstbild und Zukunftspläne entwickeln sich gleichzeitig weiter. Schule, Prüfungen, Familie, Freundschaften, Konflikte, soziale Medien, Diskriminierung, finanzielle Sorgen oder gesellschaftliche Krisen können zusätzlich belasten. Gleichzeitig können Freundschaften, verlässliche Erwachsene, Bewegung, Schlaf, Mitbestimmung, Selbstwirksamkeit und erreichbare Hilfsangebote wichtige Schutzfaktoren sein.

Dieser aiMOOC richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 13 in Baden-Württemberg. Du lernst, was psychisches Wohlbefinden stärkt, wie Belastungen früh erkannt werden können, welche Rolle Schule bei der Prävention spielt und wo Du Unterstützung findest.

Wichtig: Dieser aiMOOC dient der Information und Bildung. Er ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnose oder Behandlung. Wenn Du oder eine andere Person akut in Gefahr seid oder wenn akute Selbst- oder Fremdgefährdung besteht, rufe 112 oder wende Dich unmittelbar an eine Notaufnahme. Für dringende medizinische Probleme außerhalb der üblichen Praxiszeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 erreichbar.


Psychische Gesundheit verstehen

Psychische Gesundheit und psychische Erkrankung sind keine einfachen Gegensätze. Ein Mensch kann sich zeitweise belastet fühlen, ohne psychisch erkrankt zu sein. Umgekehrt können Menschen mit einer psychischen Erkrankung gute Tage, stabile Beziehungen und Lebensqualität erleben. Es ist deshalb sinnvoller, psychische Gesundheit als veränderlichen Zustand zu betrachten.

Ein schlechter Tag, eine schwierige Prüfung oder Streit mit einer Freundin oder einem Freund sind noch keine Diagnose. Fachleute achten unter anderem darauf, wie stark Beschwerden sind, wie lange sie anhalten und wie sehr Schule, Familie, Schlaf, Beziehungen oder Alltag dadurch beeinträchtigt werden. Diagnosen gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Fachpersonen.

Typische Belastungszeichen können sehr unterschiedlich aussehen: anhaltende Niedergeschlagenheit, starke Ängste, dauerhafte innere Unruhe, Rückzug, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafprobleme oder deutliche Veränderungen des Verhaltens. Kein einzelnes Zeichen beweist eine Erkrankung. Wenn Beschwerden stark sind, lange anhalten oder den Alltag deutlich beeinträchtigen, ist es sinnvoll, Unterstützung zu suchen.


Wohlbefinden und Schutzfaktoren

Psychisches Wohlbefinden entsteht nicht durch eine einzige Gewohnheit. Es entwickelt sich aus dem Zusammenspiel persönlicher Fähigkeiten, sozialer Beziehungen und Lebensbedingungen. Schutzfaktoren können Belastungen abfedern. Sie garantieren jedoch nicht, dass ein Mensch niemals psychische Probleme entwickelt.

Wichtige Schutzfaktoren sind verlässliche Beziehungen, Zugehörigkeit, die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, ausreichende Erholungszeiten, ein möglichst regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus, Bewegung, sinnvolle Freizeitaktivitäten und die Möglichkeit, über Sorgen zu sprechen. Auch faire Lernbedingungen, Schutz vor Gewalt und Mobbing sowie erreichbare Beratung gehören dazu.

Selbstwirksamkeit bedeutet: Du erlebst, dass Dein Handeln einen Unterschied machen kann. Wer beispielsweise merkt, dass ein Lernplan, ein klärendes Gespräch oder eine Bitte um Hilfe etwas verändert, sammelt Erfahrungen von Selbstwirksamkeit.


Resilienz: widerstandsfähig, nicht unverwundbar

Resilienz beschreibt die Fähigkeit, Belastungen zu bewältigen und sich nach schwierigen Erfahrungen wieder zu stabilisieren. Resilienz bedeutet nicht, alles allein schaffen zu müssen. Unterstützung anzunehmen kann gerade ein Zeichen guter Bewältigung sein.

Resilienz ist keine feste Charaktereigenschaft, die manche Menschen besitzen und andere nicht. Sie kann durch Erfahrungen, Beziehungen, Kompetenzen und unterstützende Lebensbedingungen gestärkt werden. Dabei spielen sowohl persönliche Strategien als auch die Umgebung eine Rolle.

Die Grafik kann als Modell verstanden werden: Je stabiler die unterstützenden Bedingungen sind, desto mehr Belastung kann ein System auffangen, bevor es aus dem Gleichgewicht gerät. Beim Menschen ist das natürlich komplexer als in einer Grafik. Das Bild hilft aber dabei, über Schutzfaktoren und Belastungsgrenzen nachzudenken.


Stress, Schule und Alltag

Stress ist zunächst eine normale Reaktion des Körpers und der Psyche auf Anforderungen. Kurzfristiger Stress kann Aufmerksamkeit und Leistungsbereitschaft erhöhen. Problematisch kann Stress werden, wenn Belastung über längere Zeit hoch bleibt, Erholungsphasen fehlen oder Du das Gefühl hast, keinen Einfluss mehr auf die Situation zu haben.

Schulstress kann zum Beispiel durch Zeitdruck, hohe Erwartungen, Prüfungsangst, Konflikte, Mobbing, Unsicherheit über die Zukunft oder zu wenig Erholung entstehen. Derselbe Auslöser kann von verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich erlebt werden. Deshalb sollte man Belastungen nicht gegeneinander ausspielen.

Hilfreich kann eine persönliche Stressanalyse sein: Was belastet mich? Was kann ich verändern? Was kann ich nicht allein verändern? Wer kann mich unterstützen? Welche Erholungsphasen fehlen? Eine gute Stressbewältigung verbindet deshalb individuelle Strategien mit passenden Rahmenbedingungen.


Schlaf, Bewegung und Pausen

Schlaf ist für Lernen, Gedächtnis, Stimmung und körperliche Erholung wichtig. Gerade in der Jugend verschiebt sich der biologische Schlafrhythmus häufig nach hinten, während Schule oft früh beginnt. Zusätzlich können Hausaufgaben, Freizeitaktivitäten oder Mediennutzung die Schlafenszeit beeinflussen.

Bewegung kann ebenfalls zum Wohlbefinden beitragen. Dabei geht es nicht um sportliche Höchstleistung. Spaziergänge, Radfahren, Tanzen, Mannschaftssport oder andere Formen regelmäßiger Bewegung können Erholung und soziale Kontakte fördern. Auch bewusste Pausen, kreative Tätigkeiten und Zeit außerhalb von Leistungsanforderungen können Ressourcen sein.


Digitale Medien und psychisches Wohlbefinden

Smartphones und soziale Medien sind weder automatisch gut noch automatisch schlecht für die psychische Gesundheit. Sie können Austausch, Zugehörigkeit, Unterhaltung und Zugang zu Informationen ermöglichen. Gleichzeitig können problematische Nutzungsmuster, Cybermobbing, ständiger Vergleich, Schlafunterbrechungen oder belastende Inhalte zusätzlichen Stress erzeugen.

Hilfreich ist deshalb nicht nur die Frage „Wie viele Stunden?“, sondern auch: Was mache ich online? Wie fühle ich mich danach? Unterbricht das Smartphone meinen Schlaf? Setzt mich ein bestimmter Inhalt unter Druck? Kann ich meine Nutzung selbst steuern? Habe ich auch offline Kontakte und Erholung?

Besonders wichtig ist Vorsicht bei Selbstdiagnosen aus kurzen Videos. Informationen in sozialen Medien können einen ersten Anstoß geben, ersetzen aber keine fachliche Abklärung.


Unterstützung in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es innerhalb und außerhalb der Schule verschiedene Wege zu Unterstützung. Du musst nicht warten, bis eine Situation „schlimm genug“ wirkt. Frühe Gespräche können helfen, Belastungen zu sortieren und passende nächste Schritte zu finden.


Hilfe in der Schule

Eine erste Ansprechperson kann eine Lehrkraft, Klassenleitung, Vertrauensperson, Schulsozialarbeit oder Beratungslehrkraft sein. Zusätzlich gibt es die Schulpsychologischen Dienste des Landes. Sie unterstützen Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte und Schulleitungen bei pädagogisch-psychologischen Fragen und Problemen im schulischen Umfeld.

Die Beratung der Schulpsychologischen Dienste in Baden-Württemberg ist kostenfrei und vertraulich. Ratsuchende können sich direkt an die zuständige Stelle wenden. Beratung ist freiwillig und orientiert sich am Anliegen der Ratsuchenden.

Offizielle Information: Schulpsychologische Dienste des ZSL Baden-Württemberg


Prävention an Schulen: stark.stärker.WIR.

Das baden-württembergische Präventionsrahmenkonzept stark.stärker.WIR. richtet den Blick auf die psychosoziale Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. Dabei werden zwei Ebenen unterschieden: Verhaltensprävention stärkt Fähigkeiten und Handlungsmöglichkeiten einzelner Menschen. Verhältnisprävention verbessert Bedingungen, Strukturen und Regeln in Schule und Alltag.

Zur schulischen Prävention gehören beispielsweise Maßnahmen gegen Mobbing und Gewalt, Suchtprävention, Förderung von Selbstregulation, Resilienz, sozial-emotionalem Lernen und Selbstwirksamkeit. Gute Prävention bedeutet deshalb nicht nur: „Du musst besser mit Stress umgehen.“ Sie fragt ebenso: „Welche Bedingungen verursachen unnötigen Stress, und wie können wir sie gemeinsam verändern?“

Offizielle Information: stark.stärker.WIR. – Prävention an Schulen in Baden-Württemberg


Professionelle Hilfe außerhalb der Schule

Wenn Belastungen stärker werden oder länger anhalten, können Haus- und Kinderarztpraxen, Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie psychotherapeutische Praxen wichtige Anlaufstellen sein. Über den Patientenservice 116 117 können gesetzlich Versicherte Unterstützung bei der Suche nach einer psychotherapeutischen Sprechstunde erhalten.

Auch Erziehungs- und Jugendberatungsstellen sowie Angebote der Kinder- und Jugendhilfe können je nach Situation unterstützen. Welche Stelle passend ist, hängt vom Anliegen ab. Es ist vollkommen in Ordnung, zunächst bei einer vertrauten Person zu fragen: „Wo kann ich damit hingehen?“


Wenn es akut wird: Hilfe holen

Bei einer psychischen Krise zählt Sicherheit. Wenn Du merkst, dass Du Dich selbst oder jemand anderen nicht sicher halten kannst, wenn akute Suizidgefahr besteht oder eine andere unmittelbare Gefahr vorliegt, hole sofort Hilfe. Bleibe nach Möglichkeit nicht allein und sprich eine erwachsene Vertrauensperson an.

  1. Akute Selbst- oder Fremdgefährdung: 112 oder die nächste Notaufnahme.
  2. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117 bei dringenden medizinischen Problemen außerhalb regulärer Praxiszeiten; kein Ersatz für 112 bei Lebensgefahr.
  3. Nummer gegen Kummer – Kinder- und Jugendtelefon: 116 111, montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr, anonym und kostenlos.
  4. TelefonSeelsorge: 116 123 sowie 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, rund um die Uhr, anonym und kostenfrei.
  5. Online-Beratung: Nummer gegen Kummer sowie Jugendnotmail. Online-Beratung ist nicht die richtige Wahl, wenn sofortige Hilfe nötig ist.

Stand der geprüften Kontaktangaben: August 2026. Öffnungszeiten und digitale Angebote können sich ändern; prüfe im Zweifel die jeweilige offizielle Website.


Prävention: Was Schule und Gemeinschaft tun können

Prävention funktioniert am besten auf mehreren Ebenen. Universelle Prävention richtet sich an alle, etwa ein gutes Klassenklima oder Unterricht zu Stressbewältigung. Selektive Prävention unterstützt Gruppen mit erhöhten Belastungen. Indizierte Prävention richtet sich an Personen, bei denen bereits deutliche Belastungszeichen auftreten, ohne dass damit automatisch eine Diagnose gemeint ist.

Eine gesundheitsförderliche Schule achtet auf Beziehungen, Beteiligung, transparente Regeln, Schutz vor Gewalt und Diskriminierung, realistische Arbeitsbelastung, Erholungsmöglichkeiten und erreichbare Unterstützung. Sie stärkt nicht nur Einzelne, sondern gestaltet auch Bedingungen, unter denen Wohlbefinden wahrscheinlicher wird.

Für Dich persönlich kann ein kleiner Unterstützungsplan hilfreich sein: Notiere drei Menschen oder Stellen, die Du ansprechen kannst, zwei Aktivitäten, die Dir normalerweise guttun, und ein Warnzeichen, bei dem Du nicht mehr allein weiterprobieren möchtest. Dieser Plan ist keine Therapie, sondern eine Orientierungshilfe.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt psychische Gesundheit am besten? (Einen veränderlichen Zustand von Wohlbefinden und Bewältigungsfähigkeit) (!Dauerhafte gute Laune ohne negative Gefühle) (!Die vollständige Abwesenheit von Stress) (!Eine Eigenschaft, die sich nach der Kindheit nicht mehr verändert)




Was ist ein Schutzfaktor für psychisches Wohlbefinden? (Verlässliche soziale Unterstützung) (!Dauerhafter Schlafmangel) (!Ständige Erreichbarkeit ohne Pausen) (!Alle Probleme allein lösen zu müssen)




Was bedeutet Resilienz? (Die Fähigkeit, Belastungen zu bewältigen und sich wieder zu stabilisieren) (!Die Pflicht, jede Krise allein zu bewältigen) (!Das Vermeiden aller schwierigen Situationen) (!Das dauerhafte Unterdrücken unangenehmer Gefühle)




Was ist ein Beispiel für Verhältnisprävention? (Gesundheitsförderliche Schulbedingungen gestalten) (!Nur die persönliche Willenskraft trainieren) (!Probleme grundsätzlich ignorieren) (!Jede Belastung als individuelles Versagen bewerten)




Welche Aussage zu Stress stimmt? (Kurzfristiger Stress kann eine normale Reaktion auf Anforderungen sein) (!Jeder Stress ist automatisch eine psychische Erkrankung) (!Stress betrifft nur Erwachsene) (!Stress lässt sich ausschließlich durch Medikamente beeinflussen)




Welche Aussage zu sozialen Medien ist angemessen? (Ihre Wirkung hängt unter anderem von Nutzung, Inhalten und persönlicher Situation ab) (!Sie verursachen bei allen Jugendlichen psychische Erkrankungen) (!Sie haben niemals Einfluss auf Wohlbefinden) (!Eine Selbstdiagnose aus kurzen Videos ist immer zuverlässig)




Welche Unterstützung gibt es in Baden-Württemberg für schulbezogene psychologische Anliegen? (Schulpsychologische Dienste) (!Nur private Nachhilfe) (!Ausschließlich die Polizei) (!Nur Berufsberatung nach dem Schulabschluss)




Was kennzeichnet die Schulpsychologische Beratung in Baden-Württemberg? (Sie ist kostenfrei und vertraulich) (!Sie ist nur für Lehrkräfte zugänglich) (!Sie setzt immer eine ärztliche Diagnose voraus) (!Sie darf nur von der Schulleitung beantragt werden)




Welche Nummer ist bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung richtig? (112) (!116 111) (!116 123) (!116 117)




Was ist beim Hilfeholen sinnvoll? (Frühzeitig eine passende Vertrauens- oder Fachperson ansprechen) (!Warten, bis alle Lebensbereiche zusammenbrechen) (!Belastungen grundsätzlich geheim halten) (!Nur dann Hilfe suchen, wenn Freunde eine Diagnose gestellt haben)





Memory

Resilienz psychische Widerstandskraft
Selbstwirksamkeit Erfahrung eigener Einflussmöglichkeiten
Schulpsychologie vertrauliche Beratung im schulischen Kontext
Schutzfaktor Bedingung, die Belastungen abfedern kann
Stressor auslösende oder verstärkende Belastung
Verhältnisprävention gesundheitsförderliche Gestaltung von Bedingungen
Verhaltensprävention Stärkung persönlicher Kompetenzen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Schulpsychologie Vertrauliche Beratung bei schulbezogenen psychologischen Anliegen
Resilienz Fähigkeit zur Bewältigung und Stabilisierung nach Belastungen
Verhältnisprävention Veränderung gesundheitsrelevanter Rahmenbedingungen
Verhaltensprävention Förderung individueller Fähigkeiten und Strategien
Selbstwirksamkeit Erfahrung, mit eigenem Handeln etwas beeinflussen zu können






Kreuzworträtsel

Resilienz Wie heißt die Fähigkeit, Belastungen zu bewältigen und sich wieder zu stabilisieren?
Schlaf Welche Erholungsphase ist für Lernen, Gedächtnis und Stimmung besonders wichtig?
Mobbing Wie heißt wiederholtes gezieltes Schikanieren oder Ausgrenzen?
Prävention Wie nennt man Maßnahmen, die Problemen möglichst früh vorbeugen?
Selbstwirksamkeit Wie heißt die Erfahrung, mit dem eigenen Handeln etwas beeinflussen zu können?
Schulpsychologie Welches Beratungsfeld unterstützt bei psychologischen Fragen rund um Schule?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Psychische Gesundheit bedeutet nicht, ständig glücklich zu sein, sondern umfasst auch die Fähigkeit zur

von Belastungen.
Verlässliche Beziehungen können als

wirken.
Die Fähigkeit, sich nach Belastungen wieder zu stabilisieren, wird als

bezeichnet.
Die Erfahrung, mit eigenem Handeln etwas bewirken zu können, heißt

.
Kurzfristiger

kann eine normale Reaktion auf Anforderungen sein.
Die Gestaltung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen nennt man

.
In Baden-Württemberg bieten die schulpsychologischen Dienste kostenfreie und

Beratung.
Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter der Nummer

erreichbar.
Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung muss die Nummer

gewählt werden.
Diagnosen psychischer Erkrankungen gehören in die Hände qualifizierter

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Schutzfaktoren: Erstelle eine persönliche oder fiktive „Ressourcen-Sonne“ mit mindestens sechs Dingen, Menschen oder Orten, die Wohlbefinden unterstützen können. Verwende keine privaten Informationen, die Du nicht teilen möchtest.
  2. Stress: Beobachte eine Woche lang typische schulische Stresssituationen und notiere jeweils eine mögliche Entlastungsstrategie. Nutze auf Wunsch erfundene Beispiele.
  3. Schlaf: Gestalte ein Informationsplakat darüber, welche Gewohnheiten einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützen können, ohne daraus starre Regeln für alle zu machen.
  4. Hilfsangebote: Erstelle eine kleine Hilfe-Karte für Deine Schule mit mindestens drei schulischen und drei außerschulischen Anlaufstellen.


Standard

  1. Selbstwirksamkeit: Entwickle ein kurzes Rollenspiel, in dem eine Schülerin oder ein Schüler aus einer belastenden Situation heraus einen realistischen nächsten Schritt findet.
  2. Medienkompetenz: Untersuche drei typische Mental-Health-Aussagen aus sozialen Medien und entwickle Kriterien, mit denen Du seriöse Informationen von problematischen Selbstdiagnosen unterscheiden kannst.
  3. Schulklima: Führe eine anonyme Mini-Umfrage in Deiner Lerngruppe dazu durch, welche Bedingungen Lernen und Wohlbefinden fördern. Werte nur zusammengefasste Ergebnisse aus.
  4. Prävention: Vergleiche Verhaltensprävention und Verhältnisprävention anhand eines selbst gewählten Schulproblems und entwickle für beide Ebenen je zwei Maßnahmen.


Schwer

  1. Gesundheitsförderung: Entwirf ein schulisches Präventionsprojekt, das Wohlbefinden, Beteiligung und erreichbare Hilfe miteinander verbindet. Begründe Zielgruppe, Maßnahmen und Evaluation.
  2. Baden-Württemberg: Recherchiere die zuständige Schulpsychologische Beratungsstelle Deiner Region und erstelle einen sachlichen Wegweiser, ohne personenbezogene Daten von Mitarbeitenden zu veröffentlichen.
  3. Interview: Führe nach vorheriger Zustimmung ein Interview mit einer Fachperson aus Schulsozialarbeit, Beratung, Psychologie oder Jugendhilfe über frühe Unterstützung und Prävention. Frage nicht nach vertraulichen Einzelfällen.
  4. Transfer: Entwickle für einen fiktiven Fall mit Prüfungsstress, Schlafmangel und sozialem Rückzug einen mehrstufigen Unterstützungsplan. Unterscheide Selbsthilfe, schulische Unterstützung, Beratung und Notfallhilfe.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: Eine Schülerin zieht sich seit mehreren Wochen zurück, schläft schlecht und schafft ihre Hausaufgaben kaum noch. Erkläre, warum eine Ferndiagnose unangebracht ist, und entwickle stattdessen sinnvolle Schritte zum Hilfeholen.
  2. Präventionsvergleich: Eine Schule reagiert auf Prüfungsstress nur mit einem Entspannungskurs. Analysiere, welche Verhältnisfaktoren zusätzlich geprüft werden sollten.
  3. Medienkompetenz: Ein Video behauptet, anhand von fünf Alltagssymptomen lasse sich eine psychische Erkrankung sicher erkennen. Bewerte diese Aussage und formuliere Kriterien für verantwortungsvolle Gesundheitsinformation.
  4. Schulpsychologie: Begründe, warum vertrauliche und leicht erreichbare Beratung eine wichtige Funktion für Prävention und frühe Unterstützung hat.
  5. Resilienz: Erkläre anhand eines Beispiels, weshalb Resilienz nicht mit „alles allein aushalten“ gleichgesetzt werden sollte.
  6. Transferaufgabe: Entwickle für Deine Schule ein Modell, das individuelle Fähigkeiten, soziale Beziehungen und schulische Rahmenbedingungen gleichzeitig stärkt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Zusammenhänge erklären und auf neue Situationen übertragen kannst.

  1. Du kannst psychische Gesundheit, Belastung und psychische Erkrankung voneinander unterscheiden, ohne vorschnell Diagnosen zu stellen.
  2. Du kannst wichtige Schutz- und Risikofaktoren erklären und ihre Wechselwirkungen beschreiben.
  3. Du kannst Resilienz und Selbstwirksamkeit in eigenen Worten erläutern.
  4. Du kannst Verhaltensprävention und Verhältnisprävention unterscheiden und auf Schule übertragen.
  5. Du kennst schulische Unterstützungswege in Baden-Württemberg und weißt, wofür Schulpsychologie zuständig ist.
  6. Du kannst zwischen Beratung, medizinischer Unterstützung und akuter Notfallhilfe unterscheiden.
  7. Du kannst digitale Gesundheitsinformationen kritisch prüfen und begründen, warum soziale Medien keine fachliche Diagnose ersetzen.




Geprüfte Informations- und Hilfsangebote

Die folgenden Angebote wurden für die Erstellung dieses aiMOOCs herangezogen. Bei Telefonnummern und Öffnungszeiten gilt der Hinweis, aktuelle Angaben auf der jeweiligen offiziellen Seite zu prüfen.

  1. ZSL Baden-Württemberg – Schulpsychologische Dienste
  2. ZSL Baden-Württemberg – stark.stärker.WIR.
  3. gesund.bund.de – Anlaufstellen für Jugendliche bei psychischen Krisen
  4. Nummer gegen Kummer – Kinder- und Jugendberatung
  5. TelefonSeelsorge Deutschland
  6. 116117 – Psychotherapie und Terminservice
  7. WHO – Mental health of adolescents
  8. Schulinitiative Pausenlos gesund – Stress und Stressbewältigung in der Schule


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