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Meine klimafreundliche Gemeinde - Baden-Württemberg

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Meine klimafreundliche Gemeinde - Baden-Württemberg




Meine klimafreundliche Gemeinde - Baden-Württemberg


Einleitung

Wie klimafreundlich ist Deine Gemeinde? Gibt es sichere Radwege zur Schule? Wird auf öffentlichen Gebäuden Solarstrom erzeugt? Sind Schulhof und Ortsmitte im Sommer ausreichend begrünt? Wie werden Gebäude beheizt, wie bewegen sich Menschen fort und wie kann Abfall vermieden werden?

In diesem aiMOOC entwickelst Du gemeinsam mit anderen ein lokales Klimaschutzprojekt für eine Gemeinde in Baden-Württemberg. Dabei arbeitest Du wie ein echtes Projektteam: Du untersuchst die Situation vor Ort, sammelst Daten, sprichst mit Menschen, entwickelst eine realistische Idee und stellst sie der Schule, dem Gemeinderat, der Verwaltung oder der Öffentlichkeit vor.

Der Kurs eignet sich für die Klassen 7 bis 13. Jüngere Lernende können mit Beobachtungen, Fotos, Befragungen und einfachen Vergleichen arbeiten. Ältere Lernende können zusätzlich Messdaten auswerten, Treibhausgaswirkungen abschätzen, Kosten berücksichtigen und politische Entscheidungsprozesse untersuchen.

Baden-Württemberg hat sich gesetzliche Klimaziele gesetzt: Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um mindestens 65 Prozent sinken. Bis 2040 soll das Land treibhausgasneutral sein. Damit diese Ziele erreicht werden können, sind nicht nur Bund und Land gefragt. Auch Gemeinden, Städte, Landkreise, Schulen, Vereine, Betriebe und Bürgerinnen und Bürger können handeln.


Was bedeutet klimafreundliche Gemeinde?

Eine klimafreundliche Gemeinde versucht, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern und gleichzeitig die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Klimaschutz kann deshalb sehr unterschiedlich aussehen. Eine Gemeinde kann beispielsweise Gebäude energetisch sanieren, erneuerbare Energien nutzen, Rad- und Fußverkehr verbessern, Busverbindungen attraktiver machen, Flächen entsiegeln, Bäume pflanzen oder Lebensmittelverschwendung verringern.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Klimaschutz und Klimaanpassung. Beim Klimaschutz geht es darum, die Ursachen des Klimawandels zu begrenzen, vor allem durch die Verringerung von Treibhausgasemissionen. Bei der Klimaanpassung geht es darum, mit bereits eintretenden Folgen wie Hitze, Trockenheit oder Starkregen besser umzugehen. Viele Projekte verbinden beides. Ein begrünter Schulhof kann zum Beispiel Schatten spenden und Regenwasser aufnehmen. Werden zusätzlich versiegelte Flächen reduziert, kann das Mikroklima verbessert werden.


Warum die Gemeinde ein guter Lernort ist

Die eigene Gemeinde ist ein besonders geeigneter Ort für Projektlernen, weil Du Auswirkungen von Entscheidungen direkt beobachten kannst. Straßen, Gebäude, Schulwege, Grünflächen und öffentliche Plätze sind keine abstrakten Beispiele. Du kennst sie aus Deinem Alltag.

In einer Gemeinde treffen außerdem unterschiedliche Interessen aufeinander. Ein neuer Radweg braucht Platz. Eine Solaranlage kostet zunächst Geld, kann aber langfristig Energie liefern. Neue Bäume benötigen Fläche und Pflege. Klimaschutz ist deshalb nicht nur eine technische Aufgabe, sondern auch eine Frage von Politik, Wirtschaft, Geographie, Biologie, Physik, Ethik und gesellschaftlicher Beteiligung.


Handlungsfelder vor Ort

Du kannst Dein Projekt in einem oder mehreren Handlungsfeldern entwickeln.

  1. Energie: Solarstrom auf Schuldächern, Energiesparen, effiziente Beleuchtung oder klimafreundliche Wärmeversorgung.
  2. Mobilität: Sichere Schulwege, Radverkehr, Fußverkehr, öffentlicher Nahverkehr oder Fahrradabstellplätze.
  3. Gebäude: Dämmung, Heizenergie, Raumtemperaturen, Verschattung oder Sanierung.
  4. Klimaanpassung: Bäume, Entsiegelung, Trinkwasserstellen, Begrünung, Schatten oder Regenwassermanagement.
  5. Konsum: Mehrweg, Reparatur, Tauschen, Recycling oder nachhaltige Beschaffung.
  6. Ernährung: Regionale und pflanzenbetonte Verpflegung, weniger Lebensmittelabfälle oder klimafreundliche Mensaangebote.
  7. Biodiversität: Naturnahe Flächen, heimische Pflanzen, Lebensräume für Insekten und ökologische Aufwertung.
  8. Beteiligung: Informationskampagnen, Jugendbeteiligung, Bürgerdialoge und Zusammenarbeit mit Gemeinderat oder Verwaltung.


Energie: Sonne und Wind aus Baden-Württemberg

Erneuerbare Energien können fossile Energieträger ersetzen und dadurch Treibhausgasemissionen verringern. Für ein Schulprojekt eignet sich besonders Photovoltaik, weil Dächer, Fassaden oder Parkplätze vor Ort untersucht werden können. Du kannst zum Beispiel herausfinden, welche öffentlichen Gebäude bereits Solaranlagen besitzen und wo weitere Flächen grundsätzlich infrage kommen könnten.

In Freiburg zeigt ein Solarradweg, dass Photovoltaik auch mit Verkehrsinfrastruktur kombiniert werden kann. Solche Beispiele sind kein fertiges Rezept für jede Gemeinde. Sie können aber helfen, neue Ideen zu entwickeln und anschließend kritisch zu prüfen, ob Standort, Kosten, Nutzen und Akzeptanz vor Ort passen.

Auch Windenergie spielt für die Energiewende eine Rolle. Bei Windkraftprojekten müssen unter anderem Windangebot, Naturschutz, Abstände, Netzanbindung, Landschaftsbild und Beteiligung berücksichtigt werden.


Mobilität: Wie kommst Du zur Schule?

Verkehr verursacht Treibhausgasemissionen, wenn Fahrzeuge fossile Kraftstoffe verbrennen. Für Dein Projekt kannst Du deshalb zuerst untersuchen, wie Schülerinnen und Schüler tatsächlich zur Schule kommen. Eine anonyme Klassen- oder Schulbefragung kann zeigen, wie viele Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Bahn oder mit dem Auto zurückgelegt werden.

Eine gute Untersuchung fragt nicht nur nach dem Verkehrsmittel, sondern auch nach Gründen: Ist der Weg zu weit? Gibt es gefährliche Kreuzungen? Fehlen Busverbindungen? Sind Fahrradständer sicher und wettergeschützt? Erst wenn Du die Ursachen kennst, kannst Du passende Lösungen entwickeln.

Ein mögliches Projekt wäre ein Schulweg-Check. Dabei markiert Ihr auf einem Ortsplan sichere und unsichere Stellen, dokumentiert Hindernisse, sammelt Verbesserungsvorschläge und besprecht sie mit Verwaltung oder Gemeinderat.


Klimaanpassung: Schatten, Wasser und Grün

Klimaschutz allein verhindert nicht alle bereits absehbaren Folgen des Klimawandels. Gemeinden müssen sich deshalb auch an Hitze, Trockenheit und Starkregen anpassen. Besonders in dicht bebauten Bereichen können Bäume, Grünflächen, begrünte Dächer und entsiegelte Flächen helfen.

Ein Schulprojekt kann eine Hitzekarte des Schulgeländes erstellen. Messt an mehreren Tagen zur gleichen Uhrzeit Temperaturen an sonnigen und schattigen Orten. Ergänzt Eure Messungen durch Beobachtungen: Wo halten sich Menschen in Pausen auf? Wo fehlen Schattenplätze? Wo könnte Regenwasser versickern? Aus diesen Daten könnt Ihr konkrete Vorschläge entwickeln.


Landwirtschaft und Flächennutzung

In ländlichen Gemeinden Baden-Württembergs können auch Landwirtschaft, Energieerzeugung und Flächennutzung wichtige Themen sein. Bei Agri-Photovoltaik wird eine landwirtschaftliche Nutzung mit Solarstromerzeugung kombiniert. Solche Anlagen zeigen, dass Klimaschutzprojekte häufig mehrere Ziele gleichzeitig berühren und deshalb sorgfältig geplant werden müssen.

Für ein Schulprojekt könnt Ihr nicht selbst über große Energieanlagen entscheiden. Ihr könnt aber untersuchen, welche Flächenkonflikte entstehen, welche Akteurinnen und Akteure beteiligt sind und welche Argumente für oder gegen bestimmte Lösungen sprechen.


Von der Idee zum lokalen Klimaschutzprojekt

Ein gutes Projekt beginnt nicht mit einer fertigen Lösung, sondern mit einer klaren Frage. Statt sofort zu sagen „Wir brauchen mehr Bäume“, könntest Du zunächst fragen: Wo entstehen auf unserem Schulgelände im Sommer besonders heiße Aufenthaltsbereiche und welche Maßnahmen könnten dort wirksam sein?

Ein sinnvoller Projektzyklus besteht aus mehreren Schritten.

  1. Problem erkennen: Beobachte Deine Gemeinde und formuliere eine konkrete Herausforderung.
  2. Daten erheben: Nutze Messungen, Zählungen, Karten, Interviews, Befragungen oder öffentlich zugängliche Daten.
  3. Ursachen analysieren: Frage, warum das Problem besteht und wer davon betroffen ist.
  4. Lösung entwickeln: Entwerft mehrere Möglichkeiten und vergleicht deren Vorteile und Nachteile.
  5. Machbarkeit prüfen: Berücksichtigt Kosten, Zuständigkeiten, Flächen, Zeit, Recht, Sicherheit und Akzeptanz.
  6. Projekt planen: Legt Ziel, Aufgaben, Zeitplan, Verantwortlichkeiten und benötigte Partner fest.
  7. Projekt vorstellen: Präsentiert Euren Vorschlag verständlich mit Daten, Bildern und konkreten Forderungen.
  8. Wirkung überprüfen: Überlegt schon vorher, woran Ihr später erkennt, ob Euer Projekt erfolgreich ist.


Der Klima-Check für Deine Gemeinde

Für die erste Bestandsaufnahme könnt Ihr einen Rundgang durch Gemeinde oder Stadtteil durchführen. Dokumentiert nicht nur Probleme, sondern auch bereits vorhandene gute Beispiele.

Beobachtet zum Beispiel Schulgebäude, Rathaus, Sporthalle, Bushaltestellen, Radwege, Parkplätze, Bäume, öffentliche Plätze, Dächer und Grünflächen. Achtet auf die Frage: Wo könnte eine Veränderung gleichzeitig Klima und Lebensqualität verbessern?

Fotos können dabei sehr hilfreich sein. Beachtet jedoch Persönlichkeitsrechte und fotografiert Personen nicht ohne Zustimmung erkennbar. Für Karten könnt Ihr öffentlich verfügbare Karten oder eigene Skizzen verwenden.


Daten statt Bauchgefühl

Eine überzeugende Projektidee braucht nachvollziehbare Informationen. Je nach Alter und Fach könnt Ihr unterschiedlich anspruchsvoll arbeiten.

In Klasse 7 bis 9 reichen oft einfache Zählungen, Messungen, Kartierungen und Diagramme. In Klasse 10 bis 13 könnt Ihr zusätzlich Mittelwerte berechnen, Datenreihen vergleichen, Unsicherheiten diskutieren, CO₂-Wirkungen abschätzen oder kommunale Planungsunterlagen untersuchen.

Beispiele für messbare Größen sind:

  1. Temperatur an verschiedenen Orten des Schulgeländes.
  2. Verkehr durch Zählungen von Fahrrädern, Autos, Bussen und Fußgängerinnen und Fußgängern.
  3. Energieverbrauch von Schule oder Klassenraum, sofern Daten verfügbar sind.
  4. Flächennutzung durch Abschätzen versiegelter und begrünter Bereiche.
  5. Mobilitätsverhalten durch anonyme Befragungen.
  6. Abfall durch Zählung oder Wägung ausgewählter Abfallarten.

Wichtig ist: Eine Messung ist nie automatisch die ganze Wahrheit. Wetter, Uhrzeit, Stichprobengröße und Messmethode beeinflussen Ergebnisse. Gute Projektarbeit nennt deshalb auch Grenzen der eigenen Daten.


Wer entscheidet in der Gemeinde?

Viele Klimaschutzprojekte können Schülerinnen und Schüler nicht allein umsetzen. Deshalb ist es wichtig, die zuständigen Akteurinnen und Akteure zu kennen. Je nach Projekt können Schulleitung, Hausmeisterei, Schulträger, Gemeindeverwaltung, Gemeinderat, Stadtwerke, Verkehrsunternehmen, Vereine, Unternehmen oder Bürgerinitiativen wichtig sein.

Ein Projekt wird stärker, wenn Ihr nicht nur fordert, sondern Gesprächspartner einbindet. Bereitet Interviews vor, stellt konkrete Fragen und dokumentiert Antworten. So erfahrt Ihr, welche Ideen bereits geplant sind, wo Hindernisse liegen und wie Jugendliche sich beteiligen können.


Klimaschutz in Baden-Württemberg

Das Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg gibt den politischen Rahmen des Landes vor. Baden-Württemberg strebt eine Verringerung der Treibhausgasemissionen um mindestens 65 Prozent bis 2030 gegenüber 1990 und Treibhausgasneutralität bis 2040 an.

Für Kommunen existieren Beratungs- und Förderangebote. Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg unterstützt unter anderem bei kommunalem Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Für Euer Projekt bedeutet das: Recherchiert, ob Eure Gemeinde bereits ein Klimaschutzkonzept, Klimaanpassungskonzept, Energiemanagement oder Klimaschutzmanagement besitzt.


Was macht ein Projekt überzeugend?

Eine gute Idee ist konkret. „Unsere Gemeinde soll klimafreundlicher werden“ ist ein wichtiges Ziel, aber noch kein Projekt. „Wir untersuchen drei Wochen lang die Schulwege von mindestens vier Klassen und entwickeln daraus einen Vorschlag für sichere Fahrradabstellplätze und eine verbesserte Radroute“ ist deutlich konkreter.

Eine gute Idee ist außerdem messbar. Überlegt, wie Ihr Wirkung feststellen könnt. Bei einem Begrünungsprojekt könnt Ihr zum Beispiel Zahl der neu geschaffenen Schattenplätze, entsiegelte Fläche oder Temperaturunterschiede dokumentieren. Bei einem Mobilitätsprojekt könnt Ihr vor und nach einer Aktion das Mobilitätsverhalten vergleichen.

Eine gute Idee ist realistisch. Ein Schulprojekt kann selten den gesamten Verkehr einer Stadt verändern. Es kann aber einen Schulweg verbessern, Daten liefern, eine Testaktion durchführen oder einen politischen Antrag vorbereiten.

Eine gute Idee ist schließlich beteiligungsorientiert. Fragt die Menschen, die von der Veränderung betroffen sind. Klimaschutz funktioniert besser, wenn Lösungen nachvollziehbar, fair und gemeinsam entwickelt werden.


Projektbeispiele

Projektidee 1: Klimafreundlicher Schulweg

Ihr erhebt, wie Schülerinnen und Schüler zur Schule kommen, kartiert Gefahrenstellen, interviewt Betroffene und entwickelt konkrete Verbesserungsvorschläge für Rad- und Fußverkehr.

Projektidee 2: Sonnenstrom auf öffentlichen Dächern

Ihr kartiert geeignete Dächer im Umfeld, untersucht bereits vorhandene Photovoltaikanlagen und erstellt eine Präsentation mit möglichen Standorten. Technische Machbarkeit muss anschließend von Fachleuten geprüft werden.

Projektidee 3: Cooler Schulhof

Ihr messt Temperaturen und Schatten, kartiert versiegelte Flächen und entwickelt ein Konzept für Bäume, Verschattung, Entsiegelung und Regenwasser.

Projektidee 4: Klimafreundliche Mensa

Ihr untersucht Speisepläne, Lebensmittelabfälle und Wünsche der Schulgemeinschaft. Danach entwickelt Ihr gemeinsam mit Verantwortlichen einen umsetzbaren Verbesserungsvorschlag.

Projektidee 5: Energie-Detektive

Ihr untersucht Beleuchtung, Heizung, Lüftung und Geräte im Schulalltag und entwickelt Regeln oder technische Vorschläge zum Energiesparen, ohne Gesundheit und Lernqualität zu beeinträchtigen.


Projektplan zum Ausfüllen

Projekttitel: Gebt Eurem Projekt einen kurzen, verständlichen Namen.

Problem: Was genau wollt Ihr verbessern?

Ziel: Was soll sich konkret verändern?

Daten: Welche Informationen braucht Ihr?

Zielgruppe: Wer ist betroffen oder soll mitmachen?

Partner: Wen braucht Ihr für die Umsetzung?

Maßnahmen: Welche Schritte führt Ihr durch?

Zeitplan: Was passiert wann?

Ressourcen: Welche Materialien, Räume, Daten oder Gelder werden benötigt?

Erfolgskriterien: Woran erkennt Ihr, ob das Projekt wirkt?

Kommunikation: Wie informiert Ihr Schule, Öffentlichkeit oder Gemeinde?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das zentrale Ziel von Klimaschutz? (Treibhausgasemissionen verringern) (!Nur neue Straßen bauen) (!Ausschließlich Müll sammeln) (!Nur Wetterdaten beobachten)




Welches Ziel verfolgt Baden-Württemberg für das Jahr 2040? (Treibhausgasneutralität) (!Verdopplung des Autoverkehrs) (!Abschaffung aller Gemeinden) (!Vollständige Versiegelung öffentlicher Flächen)




Was gehört zur Klimaanpassung? (Schattenplätze gegen Hitze schaffen) (!Mehr fossile Brennstoffe nutzen) (!Heizenergie verschwenden) (!Einwegprodukte fördern)




Was sollte am Anfang eines lokalen Klimaschutzprojekts stehen? (Eine konkrete Problemfrage) (!Eine fertige Lösung ohne Untersuchung) (!Eine Werbekampagne ohne Ziel) (!Ein zufälliger Maßnahmenkatalog)




Welche Methode eignet sich zur Untersuchung von Schulwegen? (Anonyme Mobilitätsbefragung) (!Würfeln) (!Unbegründetes Schätzen) (!Zufällige Internetkommentare)




Warum sind Erfolgskriterien in einem Projekt wichtig? (Sie machen die Wirkung überprüfbar) (!Sie verhindern jede Veränderung) (!Sie ersetzen alle Daten) (!Sie machen Beteiligung unnötig)




Welche Energiequelle ist erneuerbar? (Sonnenenergie) (!Braunkohle) (!Erdöl) (!Erdgas)




Was stärkt die Qualität einer Projektaussage? (Nachvollziehbare Daten) (!Gerüchte) (!Ungeprüfte Behauptungen) (!Absichtliche Übertreibungen)




Wer kann bei einem kommunalen Klimaschutzprojekt ein wichtiger Partner sein? (Gemeindeverwaltung) (!Nur Personen aus anderen Ländern) (!Niemand außerhalb der Projektgruppe) (!Ausschließlich Computerspielfiguren)




Was gehört zu gutem Projektlernen? (Planen Handeln Prüfen und Reflektieren) (!Nur Texte abschreiben) (!Nur Fakten auswendig lernen) (!Ergebnisse ohne Prüfung behaupten)





Memory

Klimaschutz Treibhausgasemissionen vermindern
Klimaanpassung Folgen von Hitze und Starkregen bewältigen
Photovoltaik Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln
Entsiegelung Wasser kann besser im Boden versickern
Mobilitätsbefragung Verkehrsmittel auf Schulwegen untersuchen
Erfolgskriterium Wirkung eines Projekts überprüfbar machen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bestandsaufnahme Situation vor Ort untersuchen
Datenerhebung Messungen und Befragungen durchführen
Ideenentwicklung Mehrere Lösungen entwerfen
Machbarkeitsprüfung Aufwand und Hindernisse untersuchen
Umsetzung Geplante Maßnahmen durchführen
Evaluation Wirkung des Projekts überprüfen




...


Kreuzworträtsel

Gemeinde Welche politische Ebene steht im Zentrum dieses Projekts?
Klima Welcher langfristige Zustand des Wetters wird durch Treibhausgase verändert?
Solarstrom Wie nennt man elektrische Energie aus Photovoltaik?
Mobilität Welcher Begriff beschreibt die Art wie Menschen Wege zurücklegen?
Entsiegelung Wie heißt das Entfernen wasserundurchlässiger Bodenbeläge?
Beteiligung Wie nennt man das aktive Einbeziehen von Menschen in Entscheidungen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine klimafreundliche Gemeinde versucht ihre

zu verringern. Baden-Württemberg strebt bis 2040

an. Beim

werden die Ursachen der Erderwärmung begrenzt. Die Vorbereitung auf Hitze oder Starkregen gehört zur

. Eine Solaranlage erzeugt mit

elektrische Energie aus Sonnenlicht. Vor der Entwicklung einer Maßnahme sollte eine lokale

durchgeführt werden. Befragungen und Messungen liefern wichtige

für Entscheidungen. Ein Projekt sollte klare

besitzen. In der Gemeinde können Verwaltung und

wichtige Partner sein. Nach der Umsetzung sollte die Wirkung durch eine

überprüft werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Klimaspaziergang: Gehe mit Deiner Lerngruppe durch das Schulumfeld und dokumentiere fünf Orte, die für Klimaschutz oder Klimaanpassung wichtig sind.
  2. Fotodokumentation: Erstelle eine Bildserie mit bereits vorhandenen klimafreundlichen Lösungen und drei Stellen mit Verbesserungspotenzial.
  3. Schulweg: Befrage mindestens zehn Personen anonym zu ihrem Schulweg und stelle die Ergebnisse in einem Diagramm dar.
  4. Ideenplakat: Entwickle ein Plakat mit einer konkreten Maßnahme für eine klimafreundlichere Schule oder Gemeinde.


Standard

  1. Hitzekarte: Miss an mindestens fünf Orten auf dem Schulgelände die Temperatur und vergleiche sonnige und schattige Bereiche.
  2. Interview: Befrage eine Person aus Gemeindeverwaltung, Gemeinderat, Klimaschutzmanagement oder einem lokalen Verein zu aktuellen Klimaschutzprojekten.
  3. Mobilitätscheck: Kartiere Gefahrenstellen auf Schulwegen und entwickle drei begründete Verbesserungsvorschläge.
  4. Energieprojekt: Untersuche ein öffentliches Gebäude auf sichtbare Möglichkeiten für Energiesparen oder erneuerbare Energien und erstelle einen Projektsteckbrief.


Schwer

  1. Projektantrag: Entwickle einen vollständigen Projektantrag mit Problem, Ziel, Datenbasis, Maßnahmen, Zeitplan, Partnern, Kostenrahmen und Erfolgskriterien.
  2. CO2-Bilanz: Schätze für ein ausgewähltes Mobilitäts- oder Energieprojekt die mögliche Veränderung von Treibhausgasemissionen ab und dokumentiere alle Annahmen.
  3. Gemeinderatssimulation: Führt eine simulierte Gemeinderatssitzung durch, in der unterschiedliche Interessen zu einem lokalen Klimaschutzprojekt vertreten werden.
  4. Reallabor: Setzt eine kleine Maßnahme tatsächlich um, erhebt vorher und nachher Daten und bewertet kritisch, ob die gewünschte Wirkung eingetreten ist.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Projektvergleich: Vergleiche zwei mögliche Klimaschutzmaßnahmen für Deine Gemeinde und entscheide anhand von Wirkung, Kosten, Umsetzbarkeit und sozialer Fairness, welche Maßnahme Vorrang haben sollte.
  2. Zielkonflikt: Analysiere einen Konflikt zwischen Klimaschutz und einer anderen lokalen Nutzung, zum Beispiel Parkplätzen, Wohnraum, Landwirtschaft oder Naturschutz. Entwickle einen begründeten Kompromiss.
  3. Datenauswertung: Du erhältst Ergebnisse einer Mobilitätsbefragung. Entwickle daraus eine Maßnahme und erkläre, welche zusätzlichen Daten Du vor einer Entscheidung noch erheben würdest.
  4. Transfer: Übertrage die Idee eines klimafreundlichen Schulhofs auf einen öffentlichen Platz in Deiner Gemeinde. Begründe, welche Elemente übernommen werden können und welche verändert werden müssen.
  5. Wirkungsprüfung: Entwickle für ein selbst gewähltes Klimaschutzprojekt drei messbare Erfolgskriterien und erkläre, wann das Projekt als erfolgreich gelten kann.
  6. Beteiligung: Erkläre, wie Schülerinnen und Schüler, Verwaltung, Anwohnende und lokale Betriebe gemeinsam an einem Klimaprojekt beteiligt werden könnten. Gehe auch auf mögliche Interessenkonflikte ein.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fachbegriffe kennst, sondern ein lokales Klimaschutzprojekt nachvollziehbar entwickeln und begründen kannst.

  1. Du kannst Klimaschutz und Klimaanpassung unterscheiden.
  2. Du kannst ein lokales Problem konkret beschreiben und untersuchbare Fragen formulieren.
  3. Du kannst geeignete Daten durch Beobachtung, Messung, Befragung oder Recherche gewinnen.
  4. Du kannst Daten verständlich auswerten und Grenzen Deiner Untersuchung benennen.
  5. Du kannst mehrere Lösungswege vergleichen und Vor- sowie Nachteile abwägen.
  6. Du kannst Zuständigkeiten und wichtige Akteurinnen und Akteure in einer Gemeinde identifizieren.
  7. Du kannst ein Projekt mit Ziel, Maßnahmen, Zeitplan, Partnern und Erfolgskriterien planen.
  8. Du kannst ökologische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen berücksichtigen.
  9. Du kannst Deine Ergebnisse adressatengerecht präsentieren und auf Rückfragen reagieren.
  10. Du kannst nach der Umsetzung reflektieren, was funktioniert hat und was verbessert werden müsste.




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